E-Zigarette: Morgen hör’ ich wirklich auf

28. November 2018

E-Zigaretten sind nahezu unschädlich und die Tabakentwöhnung fällt damit wesentlich leichter – das glauben viele überzeugte Konsumenten. Kritiker sagen: Jugendliche werden durch den Trend vermehrt zum Rauchen verführt. Was sagt die aktuelle Studienlage?

Immer mehr Raucher steigen ganz oder teilweise auf E-Zigaretten um. Zahlen bestätigen den Hype: Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 38 Prozent auf schätzungsweise 580 Millionen Euro, so der Verband des eZigarettenhandels. Aber an den Verdampfern scheiden sich die Geister. Für viele sind E-Zigaretten und Tabakerhitzer eine gute Möglichkeit, Raucher von herkömmlichen Zigaretten abzubringen. Sie betonen, E-Zigaretten und Tabakerhitzer seien wesentlich unschädlicher.

Andere sind der Meinung, dass sie grundsätzlich schädlich sind und die Bevölkerung vor einem neuen Risiko geschützt werden muss. Was sagt die aktuelle Studienlage?

Eine heute veröffentlichte Studie aus Deutschland zeigt, wie einflussreich Werbung für E-Zigaretten ist. 39 % der befragten Schüler hatten Werbung für E-Zigaretten gesehen. Diejenigen, die die Werbung kannten, verwendeten 2,3-mal häufiger E-Zigaretten und rauchten zu 40 % häufiger Tabakzigaretten als ihre Altersgenossen, die keine entsprechende Werbung wahrgenommen hatten.

E-Zigarette: Was ist an den Pro-Argumenten dran?

Eine Studie von Warner und Mendez der Universität Michigan bescheinigt den E-Zigaretten ein großes lebensrettendes Potenzial: Unter der Annahme, dass es durch E-Zigaretten jährlich 2 % neue Tabakraucher und 10 % Umsteiger von Tabak- auf ausschließlich E-Zigaretten gibt, berechneten sie, dass dadurch bis 2070 bis zu 3,3 Millionen Personenjahre gerettet werden können. Selbst mit der pessimistischsten Prognose (6 % neue Raucher/5 % Umsteiger) würden laut Studie insgesamt 580.000 Personenjahre gerettet.

Ein häufig genanntes Argument für E-Zigaretten: Durch den Konsum von E-Zigaretten falle die Tabakentwöhunung leichter. Daten aus einer südkoreanischen Studie konnten dies nicht bestätigen. An der Studie nahmen 300 Probanden teil, die mit dem Rauchen aufhören wollten. 19,3 % der Probanden waren sogenannte „Dual User“. Diese Personen verwendeten neben herkömmlichen Zigaretten auch E-Zigaretten. Die restlichen 80,7 % der Probanden rauchten ausschließlich herkömmliche Zigaretten. Das Ergebnis: Was den Erfolg der Entwöhnung betraf, konnten keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen festgestellt werden.

Dual User waren jedoch signifikant stärker nikotinabhängig, hatten vergleichsweise mehr Ausstiegsversuche hinter sich und verwendeten verschiedene Bewältigungsstrategien, um mit ihrem Problem umzugehen. Die Autoren vermuten, dass die Dual User zwar eine hohe Motivation haben, mit dem Rauchen aufzuhören, aufgrund ihrer stärkeren Nikotinabhängigkeit jedoch größere Schwierigkeiten damit haben.

An der Ohio State University ist man zu ähnlichen Ergebnissen gekommen: Bei erwachsenen Dual Usern (n= 88) und „normalen“ Rauchern (n= 617) gab es im Studienverlauf keinen Rückgang des Zigarettenkonsums. In beiden Gruppen unternahmen die Teilnehmer mit gleicher Häufigkeit Rauchstopps für mehr als 24 Stunden. Anfangs lagen die Dual User in der Abstinenz vorn: Nach einem halben Jahr rauchten sie weniger als die herkömmlichen Raucher (OR 2,54, p = 0,045). Dieser Vorteil war nach zwölf und 18 Monaten jedoch nicht mehr zu beobachten. Langfristige Entwöhnungserfolge waren durch den Gebrauch von E-Zigaretten demnach nicht zu verzeichnen.

Formaldehyd in „heißen“ E-Zigaretten

Die E-Zigarette wurde 2003 von einem Chinesen erfunden, dessen Vater an Lungenkrebs gestorben war. Zuvor hatte er selbst erfolglos versucht, mit Hilfe von Nikotinpflastern und -sprays mit dem Rauchen aufzuhören. Sein Patent wurde 2014 von der Tabakindustrie für 55 Millionen Euro gekauft, die seitdem die Vermarktung und Weiterentwicklung des Produkts vehement vorantreibt. Dabei werden die positiven Effekte in den Vordergrund gestellt und mit einem geringeren Gesundheitsrisiko geworben. Ist das Argument haltbar, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als übliche Zigaretten?

E-Zigaretten verdampfen über batteriebetriebene Heizdrähte Flüssigkeiten, die in mehr als 7.000 verschiedenen Geschmacksrichtungen mit und ohne Nikotin erhältlich sind, eine Verbrennung erfolgt nicht. Als Trägersubstanzen zur Verdampfung dienen in der Regel Glyzerin oder Propylenglykol. Sie werden auch in Nikotinsprays verwendet und sind weitgehend unbedenklich, wobei Langzeiteffekte bei der Inhalation bislang noch nicht untersucht wurden. Durch thermische Zersetzung können die Verbindungen Acrolein oder Formaldehyd und Acetaldehyd entstehen, die bei Inhalation krebserregend sind.

Dabei ist die Temperatur entscheidend, die bei E-Zigaretten von der elektrischen Spannung abhängt. Während in einer Studie des Fraunhofer-Instituts aus dem Jahr 2013 kein Formaldehyd in E-Zigaretten nachgewiesen wurde, zeigte eine Forschungsarbeit der State University in Portland/ Oregon aus dem Jahr 2015, dass die Formaldehyd-Emissionen mit der elektrischen Spannung ansteigen: Bei 3,3 Volt konnte kein Formaldehyd nachgewiesen werden, bei 5 Volt überstieg die Emission hingegen die von herkömmlichen Zigaretten. Bei einigen Modellen ist die verwendete Spannung einstellbar, sie wirkt sich auf den Geschmack und die Dosis aus.

Nachteile des Nikotinabusus bleiben bestehen

Die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen werden zumeist durch Lebensmittelaromen erzielt. Ob diese bei Inhalation unschädlich sind, ist jedoch selten geklärt. Für einige sind bereits Nebenwirkungen bekannt, beispielsweise kann Diacetyl, das einen buttrigen Geschmack hat, zu Bronchiolitis obliterans führen, während das Bittermandelaroma Benzaldehyd Augen und Schleimhäute reizt und Zimtaldehyd zytotoxisch, genotoxisch und allergen wirkt.

Kohlenmonoxid entsteht in E-Zigaretten im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten nicht. Die Flüssigkeiten für E-Zigaretten enthalten aber wahlweise Nikotin. Dieses ist genauso suchterzeugend und schädlich wie in herkömmlichen Zigaretten. Wie Tabakrauch enthält der Dampf von E-Zigaretten dann zusätzlich Alkaloide, Nitrosamine und Terpene, wodurch die Nachteile des Nikotinabusus bestehen bleiben.

Weiter enthält der Dampf Schwermetalle wie Cadmium oder Nickel. Radionuklide, die von der Tabakpflanze aufgenommen werden und in normalem Tabakrauch vorhanden sind, wurden im Dampf von E-Zigaretten nicht nachgewiesen. Die Effekte beim Passivrauchen sind schwierig zu erfassen. Erste Studien zeigen, dass der Gehalt an Nikotin, Propylenglykol, Glycerin und Carbonylverbindungen in der Raumluft durch E-Zigaretten erhöht wird, jedoch bleibt der Schadstoffgehalt niedriger als bei herkömmlichen Zigaretten.

95 Prozent weniger toxische Substanzen

In einer Stellungnahme aus dem Jahr 2015 traf das Britische Gesundheitsministerium die Aussage, dass der Dampf aus E-Zigaretten 95 % weniger toxische Substanzen enthalte als der Rauch herkömmlicher Zigaretten. Eine britische Studie ergab, dass mit E-Zigaretten ähnliche Nikotinlevel erreicht werden können wie mit herkömmlichen Zigaretten, jedoch enthielten Urin und Speichel der Nutzer von E-Zigaretten deutlich weniger Karzinogene wie Nitrosamine oder Acrolein – sofern auf herkömmliche Zigaretten komplett verzichtet wurde.

Solche Ergebnisse werden von Herstellern massiv zu Werbezwecken verwendet. Zwar ist sich die Wissenschaft mittlerweile einig, dass der Dampf von E-Zigaretten deutlich weniger schädliche Substanzen als Tabakrauch enthält. Bis aussagekräftige Langzeitstudien vorliegen, führen derartige Aussagen zu dem irreführenden Eindruck, dass der Konsum unbedenklich sei.

Raucher profitieren von E-Zigaretten nur, wenn sie komplett auf diese Methode umsteigen. Sonst kommt es zu einem Effekt, wie er bei Light-Zigaretten beobachtet wird: Aufgrund einer erhöhten Inhalationstiefe und der Anzahl weiterhin gerauchter konventioneller Zigaretten ist die Schadstoffaufnahme gleichbleibend.

Tabakerhitzer: Wie schädlich sind sie?

Im Gegensatz zu E-Zigaretten sind Tabakerhitzer (wie etwa Iqos) in Deutschland weniger bekannt. Tabakerhitzer haben 6 % der Deutschen ab 14 Jahren ausprobiert, und 0,3 % der aktuellen Raucher nutzen sie. 41 % von ihnen nehmen an, dass die Verwendung etwas weniger schädlich ist als normales Rauchen, 14,8 % denken, dass es deutlich gesünder sei. Sie werden von jungen Erwachsenen (18–24 Jahre) und Personen mit höherem Bildungsniveau und Einkommen häufiger genutzt – möglicherweise, weil sie als neues Lifestyle-Produkt relativ hohe Anschaffungskosten mit sich bringen.

Zur Schädlichkeit von Tabakerhitzern liegen weniger umfangreiche Daten vor, da sie erst seit Mitte 2016 in Deutschland erhältlich sind. Bei ihnen wird keine Flüssigkeit verdampft, sondern fester Tabak auf etwa 350 °C erhitzt („heat-not-burn“). Damit liegt die Temperatur deutlich unter den 900 °C, die in der Glut einer normalen Zigarette erreicht werden. Dies reduziert die Schadstoffemission, während das Aerosol etwa 80 % des Nikotins herkömmlicher Zigaretten enthält. Im Gegensatz zu E-Zigaretten können sie deshalb nicht zur Tabakentwöhnung genutzt werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und andere Institutionen haben in ersten Studien eine Reduktion von Stoffen wie Formaldehyd, Acetaldehyd, Acrolein und Crotonaldehyd von 80–96 % gegenüber konventionellen Tabakzigaretten in den Emissionen von Tabakerhitzern bestätigt. Vom Hersteller wurden mehrere klinische Studien durchgeführt, denen jedoch Unregelmäßigkeiten in der Durchführung nachgesagt werden. Da der Nikotingehalt etwa dem herkömmlicher Zigaretten entspricht, ist das Suchtpotential vergleichbar.

Erwachsene glauben an das Gute in E-Zigaretten

Die DEBRA-Studie nimmt seit 2016 das Rauchverhalten in Deutschland unter die Lupe. Etwa 1,9 % der Personen ab 14 Jahren verwenden E-Zigaretten, die meisten von ihnen rauchen auch herkömmliche Zigaretten (74,5 %). Nur ein Prozent der Erwachsenen verwendet ausschließlich E-Zigaretten. Die meisten von ihnen bevorzugen nikotinhaltige Flüssigkeiten (71,5 %), und es ist die am häufigsten verwendete Methode für einen Rauchstopp.

Erwachsene nennen als Hauptargumente für die E-Zigaretten:

  • Es ist eine weniger schädliche Alternative.
  • Die Absicht, mit Hilfe von E-Zigaretten weniger herkömmliche Zigaretten zu rauchen.
  • Den Wunsch, mit Hilfe von E-Zigaretten mit dem Rauchen aufzuhören.
  • Ihre Verwendung in Nichtraucherbereichen.
  • Den Schutz von Menschen in ihrer Umgebung.
  • Den geringeren Preis.
  • Die vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Unter den Jugendlichen hat die Zahl der Tabakraucher in den letzten Jahren abgenommen und befindet sich auf einem Tiefstand. Jedoch hat der überwiegende Teil der 15- bis 18-Jährigen bereits E-Zigaretten ausprobiert, und die Tendenz ist steigend. Während der Konsum bei Erwachsenen eher durch gesundheitliche Vorteile motiviert ist, stehen bei Jugendlichen vor allem Neugierde und die gemeinsame Beschäftigung mit Freunden im Vordergrund.

Anziehungskraft auf Jugendliche

Einer Studie aus dem Raum Frankfurt/Main zufolge haben 16 % der Schüler zwischen zwölf und 14 Jahren bereits eine E-Zigarette probiert. In ihrer Experimentierfreudigkeit bevorzugen sie süßliche und fruchtige Geschmacksrichtungen. Kritiker weisen darauf hin, dass die psychologische Barriere gegenüber E-Zigaretten gering ist, sie die Schwelle für herkömmliche Zigaretten senken und Jugendliche dadurch für Raucher typische Verhaltensweisen aufnehmen. Dies deuten auch Studien aus England, den USA und Mexiko an.

Zweifler sind der Meinung, dass es nicht möglich ist, mittels gezielter Werbung und Altersbeschränkungen E-Zigaretten und Tabakerhitzer nur für Erwachsene verfügbar zu machen, was die obigen Studien und auch das derzeit in den USA unter Jugendlichen grassierende „Juuling“ belegen. Juul ist eine weiterentwickelte E-Zigarette, die seit etwa einem Jahr in den USA auf dem Markt ist und durch schnell anflutende Nikotinsalze den typischen Kick herbeiführt. Mitte Dezember wird ihr zukünftiger Vertrieb in Deutschland von den US-Firmengründern persönlich in Hamburg bekanntgegeben.

Die Sicht der Kritiker

Gegner dieser Produkte stellen die berechtigte Frage, wie Juul sich unter amerikanischen Jugendlichen in Rekordzeit so ausbreiten konnte, denn auch dort bestehen Altersbeschränkungen. Sie befürchten steigende Nikotinabhängigkeit und Raucherzahlen unter Jugendlichen in der Zukunft und sehen ein besonderes Problem darin, dass auch Jugendliche mit an sich geringem Risikopotenzial E-Zigaretten verwenden.

Damit würden sich die Vorteile, die Erwachsene möglicherweise durch eine geringere Schadstoffaufnahme oder die Entwöhnung von herkömmlichen Zigaretten haben, in Rauch auflösen. Gewinner: Die Tabakindustrie.

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Bildquelle: Ivandrei Pretorius, pexels / Lizenz: CC0
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15 Kommentare:

Nicole Rosenow
Nicole Rosenow

@ Dr. med. Thomas H. Volk

“Dass die Tabakindustrie das “Dampfen” fördert kann ich auch nicht sehen, da keine Tabakunternehmen Liquids oder Basen herstellen oder vertreiben.”
BAT vertreibt Vype:
http://liquid-news.com/e-zigaretten/ezigarette-vype-von-british-american-tobacco/

#15 |
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Dr. med. Thomas H. Volk
Dr. med. Thomas H. Volk

Vielen Dank für die erhellende Darstellung.
Aus einer eigenen Meta-Analyse aller vorliegenden Studien (Gesundheitliche Schäden durch Dampfen?) habe ich entnommen:
a) Jugendliche sollten nicht dampfen, da eine erhöhte Suchtgefahr möglich ist.
b) Für die Entwöhnung vom Rauchen ist der Dampfer ein Segen. Kaum Schadstoffe, bei Erfolgsquoten besser oder ähnlich anderer etablierter Verfahren.
Nebenbei: Das Nikotin ist dosierbar und damit stufenweise reduzierbar.

Zu dem Artikel:
→ Es ist schade, dass wieder einmal “Dampfer” und “Tabakerhitzer” in einem Zug genannt werden. Letztere verbrennen nach wie vor Tabak und sind daher eigentlich Zigaretten.

→ Zu den “Dual Usern” ist aus meiner Sicht zu sagen: Jede Zigarette weniger ist Gold und Lebenszeit wert. Diese Leute sind i. d. R. stark Nikotin süchtig und würden andernfalls ungebremst weiter rauchen.
Ein Vergleich der verschiedenen Entwöhn-Methoden hätte dem Artikel hier gut gestanden. Ich persönlich kann nun seit 3 Jahren ohne Zigaretten auskommen (bei vorher >40 am Tag).

→ Eine so genannte “thermische Zersetzung” bei der Schadstoffe entstehen, wird KEIN Dampfender inhalieren. Diese “zu heiße” Einstellung schmeckt grauenvoll und wird daher NIE verwendet.
→ Dass die Tabakindustrie das “Dampfen” fördert kann ich auch nicht sehen, da keine Tabakunternehmen Liquids oder Basen herstellen oder vertreiben. (allenfalls evtl. die Nikotin-Lösung?). Mir sind auch keine “Studien” bekannt welche von der Tabakindustrie zum Thema Dampfen in Auftrag gegeben wurden. Im Gegenteil sehe ich eher dass die Tabakindustrie gegen die “Dampfer” agiert weil sie den Verlust von Kunden fürchten.

→ Zu den Geschmacksstoffen ist zu sagen, dass diese ALLE aus der Lebensmittelindustrie stammen. Wenn hier also bei einzelnen Risiken bestehen sollten diese komplett vom Markt genommen werden.
(wer hier kritisiert sollte unbedingt Studien zu Luftschadstoffen, Schadstoffen in Duftbäumen, Parfums, Deos etc. lesen (zugegeben ist dies etwas prolemisch))

→ Zur Raumluft gibt es sehr wohl Studien. Diese zeigen v.a. den sehr schnellen Abklang ALLER Inhaltsstoffe in sowohl räumlicher als auch zeitlicher Entfernung .

Final möchte ich noch einmal prolemisch werden:
Jeder Konsum kann schädlich sein und auch süchtig machen. Man schaue nur auf “Diet” Softgetränke, Chips und Süßigkeiten. Von Alkohol erst gar nicht zu reden.
Hier sind wirklich mächtige Lobbyverbände am Werk, die ein Regelverschärfung verhindern.

Dr. med. ThV

#14 |
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franz laudenbach
franz laudenbach

Rauchen Rauchen wie ein Schlot! Nach überstandener, über Stunden hinweg andauernder lautstarker Entbindung, sitzt die junge Mutter, 8 Stunden später, vor dem Krankenhaus-Eingang auf einer Bank. Ihr Neugeborenes im Arm, sitzt die junge Frau und raucht! Ohne Pause; Eine Zigarette nach der anderen. Neben an ist die Terrasse einer Kaffeteria Ohne Rücksicht auf Anwesende, wird auf Teufel komm raus, geraucht.
Inkonsequente Klinikführung: Rund um ein Lungenkrankenhaus wird munter geeraucht: Vor dem Klinikeingang, auf Vesper-Bänken, rund um die Klinik. Ärzte, Krankenpfleger/in, Patient / innen teilen sich Bänke rund ums Krankenhaus. Lungenentzündung, Lungenkrebs, COPD, Asthma, usw., Zigaretten-Teer. Eine sichtbare, tolle Empfehlung für alle, die sich Rauchen abgewöhnen wollen!? Anm.: Seit Jahren herrscht auf Bahnhöfen Rauch-Verbot. Warum?; schafft es die Bahnhofsleitung; Das Rauchen in Bahnhöfen und Zügen zu verbieten. Die Kliniken (speziell Lungenkliniken) aber nicht. Gerade dort, wo Lungen-Kranke zur Gesundheit bewegt werden sollen; Rauchen Patienten und Klinik-Personal, auf Teufel komm raus.
Vorschlag: Raucher-Bannmeile im 200 m Umkreis der Krankenhäuser einrichten. Verbieten Sie das Rauchen nahe einer Klinik! Zeigen Sie Bilder, ‘geteerter Lungen’, Lungenkrebs, halben Lungen, usw.. Zeigen Sie Filme, nach Motto von mir, erst kürzlich erlebtem: Die Operierte (meine Nichte), an Lungenkrebs erkrankt, erwacht nach der OP. Mit nur noch 50% Lungenkapazität, nach 14 tägigem Koma usw.; Verpflichtete sie Ihren Sohn mit den Worten; „Meine Mutter hat mir nicht gesagt, dass ich nicht rauchen soll“! „Ich sage es dir jetzt, dir mein Kind (junger Mann 35);
Höre sofort auf mit; Rauchen.
Tatsache: Der junge Mann hat seine Mutter verstanden, das Rauchen sofort eingestellt.
Leider: Am 15.12.2013 verstarb meine Nichte, im 56. Lebensjahr, an Lungenkrebs. Nur 6 Monate lebte sie noch, nach überstandener OP.
Psyche:
Dreierlei sollten Raucher/innen wissen.
1. Raucher stinken, mehr als unangenehm, meterweit noch gegen den Wind.
2. Trotz Eignung, bleiben Raucher oft Joblos / Werden nicht eingestellt. Im verantwortlichen Management, sind Raucher immer seltener anzutreffen.
3. I don’t need you anymore!
Stop Smoking now, it’s more than easy. Ich brauche dich nicht mehr! Sich Rauchen ab zu gewöhnen, ist mehr als leicht:

Nageln Sie; eine volle, aufgerissene Zigarettenschachtel an die Wand. Sichtbar, an einem Ort, der ständig passiert werden muss;
Bsp.: Wohnungseingang; Wohnungsausgang; Türrahmen, etc. !
Und; Immer wenn sie die Zigarettenschachtel mit Inhalt an der Wand angenagelt, ins Gesichtsfeld bekommen, kommentieren Sie:

„Ich benötige dich nicht“!
„Ich brauche dich nicht“!
„ I don’t need you anymore”!

#13 |
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Nichtmedizinische Berufe

Warum starben manche lieber an Tabak, statt Brot zu essen?
Das frage ich mich auch sehr.Das ist der Kern der Frage nach der Wirkung des Nikotins-und die letale Dosis von Nikotin hängt auch von der körperlichen Verfassung ab.Das ist irgendwie ein inbegrifflich-unfassbares Geheimnis dieses Alkaloides.Warum zieht es manchen so stark an sich?
Mein Großvater erzähltemir ,-:Ich vergeße das nicht!-:Dass in der russischen Kriegsgefangenschaft manche dem Tabak-Nikotin-Konsum dermaßen anhingen, dass sie den größten Teil des Essens=Brotes gegen Tabak tauschten: “Die starben”, sagte mein Opa.
Was mich am meisten mitnimmt,ist,wenn ich junge Frauen (halberwachsene Mädchen,aber volljährig) sehe, die sich Zigaretten geschmacklos einfach in die Lunge inhalieren:Sagte doch eine alte Frau zu mir, dass “sie nicht wissen, was sie sich antun” Im Nikotin liegt Tod aber ebenso:Was nun?: Leben oder Sein durch diesen gewissen “Tod”
Ich schnappte mal eine Grafik aus dem vor-vorigen Jahrhundert auf, die beschriftet war mit :” Kill the tobacco habit!”Da ging ein Kampf los gegen Nikotin-zwischen Pro und Contra.
Die E-Zigarette kann sehr oft und zahlreich zu einer sauberen Applikation des Alkaloides Nikotin führen und das innerhalb weniger Abstinenz-bzw.Substitutionstage.Dass sie erfolgreicher im Prozesse der Abgewöhnung ist als andere Nikotinersatzmittel wie Pflaster, Spray oder Kaugummi, liegt gewiß vor allem daran, dass das sinnlich-ästhetische Erlebnis des “Rauchens” (eigentlich Dampfen, weil ohne Verbrennungsprodukte) weiterhin bestehen bleibt.Irgendwann sollte man sich fragen: Wie stehe ich zu Nikotin? Das bleibt oft ein psychopharmakologisches Rätsel für das Selbst im Sein-Selbst.
Auch Hermann Römpp schrieb von letalen Dosen enormen Tabakqualmens (also Todesfällen übermäßigen Rauchens nicht über lange Zeit, sondern an einem oder über mehrere Tage) bei hinzukommender Mangelernährung besonders schlimm) und beteuerte, dass die Wasserpfeife am wenigsten schädlich sei, nicht nur, weil Teer und Dreck fehlen, sondern weil auch das meiste Nikotin rausgefiltert wurde:Das läßt sich bei den Berichten zur heutigen Sisha-Rauchkultur wenig belegen-im Gegenteil.Oft geht es bei Berichten um die Schädlichkeit um CO (Kohlenmonoxid)

#12 |
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Nichtmedizinische Berufe

Detlef Liliencron (1844-1909),schrieb ein Gedicht zu Ehren der Zigarre.Ich zitiere einen Teil:
“Ein stiller sanfter Abend hüllt mich ein,
ich rauche meinen Stengel Eminentes.
Wird der geneigte Leser mir verzeihn,
schwör ich ihm zu:Es war was Exzellentes
Kein besser Kraut mag jeweils wo gedeih´n,
im Orient, im Ring des Occidentes”.
Na ja, die Neigung zum Tabakkonsum beschäftigte mich seitdem immer.Denke ich zurück an die 60-er Jahre, so gab es in jedem Aufzug , an jeder Ecke im öffentlichen Raum,in den oft überaus zugequalmten Raucherabteilen der Bahn usf. Aschenbecher.Zumeiner Zeit war das Rauchen ab 16 erlaubt.Die größten Politiker (Wehner, Kohl, Schmid) rauchten überall.Alles vorbei:Raucher werden verdrängt.Damit verschwindet eine Kultur dieser Droge = getrockneten Krautes aufgrund einer statistisch erkannten Gesundheitsschädlichkeit.Schon der Wechsel von der Pfeife und Zigarre zur ganz schnell wirksamen Zigarette war ein Vorspiel.Wer nie eine Zigarre rauchte, kennt die Wahrheit des Tabakgenusses nicht.Wer aber mal den Rauch mehrmals durch den Filter eines Tempos blies, weiß , was für ein ekliger , giftiger, cancerogener Dreck von Teer, Kondensat schwarz sich da zeigte.Der wird in der E-Zigarette sicher nicht mehr auftreten und dieser teerige Dreck ist das Hauptgift für die Lunge bei langer Applikation.Es fällt aber mit bloßem Nikotionsurrogat(Pflaster,E-Zig.,Kaugummi) der gleichsam beschaulich-sozial-rituelle Genuß des Tabaks weg.Wie wer Coffeindrinks statt des aromatisch wohlduftenden gerösteten Kaffees trinkt.Wie ebenso derjenige an sich wohl dem Coffein nachverlangt, der dann doch lieber entcoffeinierten trinkt, eben des Herzens wegen.Dennoch läßt sich die Zigarettensucht durch E-Zigaretten ziemlich schnell substituieren, und das Genießerisch-Aromatische des Tbakgneißens wie bei der Zigarre war ja Zigarettenrauchern höchstens in der Form filterloser noch wohl bekannt.Die oberflächliche Schnelllebigkeit nahm das den meisten-vor allem Frauen, die zwar längst schon ebensohäufig wie Männer zur Zigarette greifen, aber sehr seltenst zu Zigarren.Nun, wenn auch dieser cancerogene Dreck von Teer und Kondensat in der E-Form wegfallen, wird doch aber eine vaskuläre Schädigung durch Nikotin nicht ausgeschlossen werden dürfen.Für mich galt schon immer:Am besten, wer nie süchtig raucht5e.Und das Rauchen war doch ein köstlicher Genuß.Und mein Vater sagte zu mir mal nekkisch, ich habe immer noch einen Schnuller:Was stimmt, wenn ich bedenke, dass manche nikotinfrei sogar e-rauchen und die gesundheuitlich schädigende Wirkung des Tabakakkrautes wie des reinen Nikotins gleichwohl hinter sich lassen konnten. Das geht mit E-Zigaretten.Das bißchen Formaldehyd , das bei zu hoher Leistung noch entstehen könnte, wird wohl weniger sein als was wir damals noch als Umwelt-und Wohngift etwa durch Spanplatten zu ertragen hatten.Möge es sauberer werden.Keinem wollte ich den guten Genuß des Tabaks ausreden:Dass jeder gewarnt wurde, reicht.Das Unmaß-auch chronologisch-machts auch aus.
Liliencron zitierte ich aus:
Billerbeck,Vom Rauch der Jahrhunderte,400 Jahre Tabakkultur

#11 |
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Univ.-Prof. Dr. Bernd Mayer
Univ.-Prof. Dr. Bernd Mayer

Sehr geehrter Herr Deußen!

Ich habe also nicht geholfen? Wenn Ihre Leser daraufhin Bemerkungen wie dass der Dampf Nitrosamine und Terpene “enthält” relativieren und die Nachteile der “Nikotinsucht” hinterfragen, war mein kurzer Beitrag bereits hilfreich. Jedenfalls hilfreicher als der Artikel von Frau Zoufal, für den sie tatsächlich Ergebnisse “zusammengetragen” hat, allerdings leider nach Gutdünken und ohne Sachkenntnis oder sorgfältige Recherche.

Die Studie aus Portland (Jensen et al. 2015) ist wie viele andere sogenannte Kokelstudien seit langem experimentell widerlegt. Die Formaldehydbildung bei erhöhter Temperatur (übrigens von der Leistung und nicht von der Spannung abhängig, das sollte bekannt sein) ist ebenso wenig relevant wie die Schädlichkeit des Verzehrs von verbranntem Toastbrot: das isst niemand freiwillig. Diesen alten Hut hat Frau Zoufal hier ebenso aufgewärmt wie die berühmte, angeblich durch Diacetyl verursachte Popcornlunge. Dass beim Dampfen solcher vorwiegend in den USA gebräuchlichen Liquids 10- bis 100-mal weniger Diacetyl inhaliert wird als beim Rauchen und dass Diacetyl bei uns als Zusatz zu Liquids für E-Zigaretten verboten ist, hat Frau Zoufal offenbar übersehen. Bevor ich einen Artikel über E-Zigaretten schreibe, sollte ich mich doch zumindest mit den relevanten Gesetzen vertraut machen!

Zur “Nikotinsucht” möchte ich anmerken, dass der Entwickler des weltweit anerkannten Tests für Nikotinabhängigkeit, Karl Fagerstrøm, seinen Test aufgrund fehlender Evidenz für Nikotinsucht 2012 in “Fagerströmtest für Zgarettenabhängigkeit” umbenannt hat. Leider hat sich das bis heute nicht zu jenen herum gesprochen, die öffentlich über die angeblichen Gefahren der Nikotinsucht beim Dampfen dozieren.

Die weite Verbreitung von E-Zigaretten bedroht die Einnahmen der Pharmaindustrie und einiger anderer mächtiger Interessensgruppen. Es ist daher wenig verwunderlich, dass mit fadenscheinigen Argumenten gegen diese Produkte gekämpft wird. Die Verstrickungen staatlicher Gesundheitsbehörden mit der pharamzeutischen Industrie wurden 2016 in der Süddeutschen Zeitung sehr detailliert analysiert: https://bit.ly/2PacH8T

Formaldehyd, Nitrosamine, Popcornlunge, Nikotinsucht, “juulende” Kinder: diese an den Haaren herbei gezogenen Behauptungen werden von den Gegnern in Ermangelung sachlicher Argumente verbreitet. Dass Frau Zoufal das alles unreflektiert wiederkäut spricht nicht für ihre Bemühungen um sachliche Aufklärung Ihrer Leser.

#10 |
  21
Student der Humanmedizin

@ #6

Sehr geehrter Herr Dr. Mayer.
Gleich vorneweg, schön auch derart renommierte Ärzte auf dieser Website zu haben.

Schade nur, dass Ihre Antwort in so geringer Weise einen Beitrag leistet.
Falls Sie den Artikel aufmerksam gelesen haben, ist Ihnen sicher auch aufgefallen an welcher Stelle geschrieben wird (Studie 2015 aus Portland), dass bei einer erhöhten Leistung der Formaldehydwert den normaler Zigaretten übersteigt.
Weiterhin sehe ich in diesem wie in vielen anderen Artikeln der Autorin ein zusammentragen von Studienergebnissen, ohne klares Ja oder Nein.
Dafür möchte ich ihr an dieser Stelle sehr danken.

Vielleicht überlegen Sie sich als europaweiter Experte für E-Zigaretten einfach selber einen Artikel für diese Website anstatt sich auf so provokante Weise in einem Kommentar zu äußern.
Geholfen haben Sie auf jeden Fall nicht.

#9 |
  34
Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)

Ich habe bis 2012 ca eineinhalb Schachteln täglich geraucht, ab und zu auch mal E-Ziggi (mit Nikotin) zwischendrin.
Dann bin ich von einem Tag auf den anderen auf nikotinfreie Liquids (ohne Tabakgeschmack) umgestiegen und habe die normalen Zigaretten ganz weggelassen. Nach ca 3 Monaten hab ich festgestellt, das ich die E-Zigarette nur noch mit den Kolleginnen in der Raucherpause benütze. Zuhause, auf dem Weg in die Arbeit oder zu sonstigen Gelegenheiten hab ich nicht mehr mal die E-Zigarette vermisst. Ab diesem Zeitpunkt hab ich dann statt der E-Zigarette eine Wasserflasche mit in die ‘Raucherpause’ genommen. ;-)

Bin jetzt seit 2012 rauchfrei. Und vermisse die Zigaretten keinen Tag.
Für mich war die E-Zigarette die beste Methode, mit dem Rauchen aufzuhören!

#8 |
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Heiko Christmann
Heiko Christmann

Studien zum Thema Rauchen sind völlig unwichtig, egal von wem sie erstellt werden und welche Normwerte von wem oder was auch vielleicht abweicht. Fakt ist doch, das Rauchen wirklich, wirklich Probleme bereitet. Den Rauchern und denen die es ertragen müssen. Abhilfe zu schaffen mit künstlichen Aromen und mehr oder weniger Temperatur kappt allerhöchstens die Spitze des Eisberges. Das Suchtpotential bleibt doch bestehen. Wer von der Tabakzigarette auf eine Art der Verdampfung umsteigt, kann sich, wenn er es denn konsequent macht, Nikotin und andere Giftstoffe des Tabaks erspraren, aber er nukelt doch weiterhin an einem Stengel herum. Heißt, das Suchtpotential bleibt, das was die Sucht im Hintergrund ausmacht, ist nicht getilgt. Und wie wir lesen durften, benützen die meisten Menschen beide Systeme…, auch hier bleibt die Sucht. Fazit: wer sich nicht mehr schädigen möchte, sollte aufhören zu Rauchen, in jeder Form! Das ist es, was ich in meiner Praxis propagiere und anbiete und ernte damit die meisten zufriedenen Gemüter, denn diesen rauchfreien Menschen ist klar geworden, sie sparen ein enormes Geld und sind auf der gesunden Seite!

#7 |
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Univ.-Prof. Dr. Bernd Mayer
Univ.-Prof. Dr. Bernd Mayer

Frau Zoufal hat leider wenig Ahnung vom Thema, über das sie schreibt. Ihrem Profil entnehme ich, dass sie auf dieser Plattform Artikel zu einer Fülle von unterschiedlichen Themen verfasst hat. Es ist schlichtweg unmöglich, sich in all diesen Bereichen ausreichend gut auszukennen. Somit sucht sie sich halt im Internet auf die Schnelle was zusammen und spinnt sich daraus ihre eigene Welt. Dass diese mit der wirklichen Welt wenig gemeinsam hat, erkennt sie vermutlich gar nicht.

Sogar mit Background Biologie sollte man verstehen, dass es nicht darum geht, ob im Dampf potentielle Schadstoffe “enthalten” sind, sondern wieviel davon. Nahezu alle Nahrungsmittel “enthalten” Nitrosamine, trotzdem isst der Mensch. Auch unsere Atemluft “enthält” Formaldehyd, trotzdem atmen wir. Potentielle Schadstoffe sind im Dampf nur in vernachlässigbaren Spuren enthalten.

Die Ausführungen von Frau Zoufal über Nikotin beruhen auf dem was man so liest, tiefer gehendes Wissen oder Recherche ist nicht zu erkennen. Außerdem sind allfällige Wirkungen von Nikotin für Raucher, die im Sinne ihrer Gesundheit auf das Dampfen umsteigen, irrelevant. Das hatten sie bereits vorher konsumiert, tun das aber nunmehr ohne die schädlichen Stoffe des Tabakrauchs. Publizierte Umfragen zeigen, dass der Suchtdruck beim Dampfen wesentlich geringer ist als beim Rauchen. Und selbst wenn das nicht der Fall wäre: Was ist das Problem von Abhängigkeit in Abwesenheit von Schädlichkeit? Raucher sterben nicht an ihrer angeblichen “Nikotinsucht”, sondern an den schädlichen Wirkungen des inhalierten Verbrennungsrauchs.

Liebe Frau Zoufal, vielleicht denken Sie vor Ihrem nächsten Artikel kurz darüber nach, ob Ihre Kompetenz für das Thema ausreichend ist. Das wäre jedenfalls im Sinn sachlicher Information der Leser dieser Plattform.

#6 |
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Medizintechniker

Temperatur und Spannung:
“Dabei ist die Temperatur entscheidend, die bei E-Zigaretten von der elektrischen Spannung abhängt.” Der erste Teil des Satzes ist korrekt. Der zweite Teil jedoch absolut unzureichend und viel zu variabel um eine wissenschaftlich korrekte Aussage machen zu können. Entscheidend ist die Leistung pro Fläche im Bezug auf die Wicklung (W/mm2). Nur durch diesen Wert kann eine konsequent klare Aussage unabhängig der Art der Wicklung oder Leistung gemacht werden.
Diacetyl:
Nicht schon wieder die lästige Diacetyl-Geschichte, welche schon seit fast drei Jahren als “debunked” gilt und keiner wissenschaftlichen Analyse standhält. Leider gibt es den Blog von Rursus nicht mehr, aber sein Artikel gibt es noch im Internet-Archive: https://web.archive.org/web/20180312235600/blog.rursus.de/2015/12/diacetyl-es-ist-einfach-dinge-kompliziert-zu-machen/
Nikotinsucht:
Es wurde mehrfach versucht, eine Nikotinsucht nachzuweisen bzw. zu generieren. Trotz etlicher Versuche gelang dies nicht. Nicht umsonst hat Fagerström seinen Referenz-Test in “Fagerström Test for Cigarette Dependence” umbenannt. Das war übrigens schon 2010.
“Juuling”:
Die Aussage über eine grassierende Epidemie unter Jugendlichen wurde bis jetzt von der FDA nicht mit Zahlen untermauert. Wieso nicht? Weil es sich nicht untermauern lässt! Solange dies nicht mit klaren Zahlen belegt wird, ist es eine Aussage ohne Wert. Was die vorhandenen Zahlen jedoch klar sagen ist, dass die Anzahl der Jugendlichen, welche Tabak konsumieren, sich deutlich reduziert hat. Aufgrund des Tobacco Master Settlement Agreement (MSA) hat der Staat jedoch kaum Interesse daran, dass alle mit dem Rauchen aufhören. Dem Staat würden hunderte von Milliarden entgehen, welche schon fest budgetiert sind. Und nein, dass ist keine Verschwörungstheorie!
Generelles:
Das E-Dampfen hat viele Gegner. Die zwei grössten sind die Pharma und die Anti-Rauch-Vereinigungen. Sie haben am meisten zu verlieren. Die Tabakindustrie spielt in dem ganzen Gefüge eine untergeordnete Rolle. Aber auch sie merken so langsam, dass sie den Aufsprung verpasst haben. Sehr vorsichtig behauptet kommen über 90% der E-Dampfprodukte von Firmen, welche nichts mit Tabakprodukten zu tun haben. Die ewige Behauptung, dass die E-Dampfprodukte von der Tabakindustrie kommen ist müssig und schlicht falsch. Bezüglich der Langzeitstudien würde ich empfehlen, sich die Studien von Riccardo Polosa zu Gemüte zu führen. Oder müssen wir erst 40 Jahre warten und weitere 400 Mio Menschen frühzeitig durch den Tabakkonsum sterben, bevor man handelt?!?

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Rettungssanitäter

Ich habe viele Jahre 1-1,5 Päckchen milde Zugaretten pro Tag geraucht, seltsamerweise nur auf der Arbeit, in Gesellschaft sowie auf den täglichen Wegen dorthin. Nie wenn ich in geschlossenen Räumen war oder im frei zuhause.
Ich habe mir Anfang Oktober eine “Dampfe” gekauft und dampfe seither ohne Nikotin mit viel Genuss, “TrevVapor” als lokaler Hersteller hat viel Auswahl :-)
Ok, die Anschaffung von Akkuträger, Verdampfer, Draht, Watte, Zubehör, Basis und Aromen ist anfangs etwas teurer (um die 100-150€), aber es armortisiert sich schnell.
Ich fühle mich seitdem wesentlich besser, bekomme besser Luft, die Bekleidung und das Auto stinken nicht mehr und meine Frau freut sich auch.
Ich bereuhe den Wechsel seither keine Sekunde

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Gilles Quinet
Gilles Quinet

Es muss vor allem die nicht-rauchende Bevölkerung vor den Rauchern geschützt werden. Das “muss” sagt ja schon mal alles. Leute mit gesundem Menschenverstand würden eh nicht andere mit dem Rauchen belästigen…die scheinen aber wohl nicht so weit verbreitet, sonst müsste der Gesetzgeber ja überhaupt nicht einschreiten. Ich bevorzuge in der Regel keine Inhalation von Abgasen, die schon andere, mir in der Regel unbekannte Leute, Lungen passiert haben, ob E- oder konventionelle Zigaretten. Privat können die Raucher machen was sie wollen, aber bitte nicht dort, wo andere Leute nicht durch den Gestank belästigt werden wollen. Zudem finde ich den Geruch der E-Zigaretten noch ekliger als der, der normalen Zigaretten.

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Klaus-Michael Bartels
Klaus-Michael Bartels

Prof. A. Haverich, Kardiochirg MMH Hannover benennt Feinstäube als wichtigste Ursach für KHK. In E-Smokers befinden sich keine Feinstäube.
Es ist ärgerlich, dass Nikotin gleich Tabak gesetzt wird.
Nikotin selbst wirkt wie Donepezil cholinerg, also anti-Demenz. Nicht karzinogen. Kein Kohlenmonoxid-Anstieg.
Bei E-Smoker fehlt leider Stickoxydul und Mao-Hemmer des Tabakrauches.
Persönlich halte ich E-Smokers für realisch, Raucher wieder in den grüner Bereich zu bringen.Viele langjährige Raucherinnen nehmen beim Rauch-Stopp 10-20 KG Körpergewicht zu und fangen daher wieder an zu rauchen. Der Vorteil von Sprays und anderen Nikotinerzeugnissen ohne Teer und Feinstäuben ist, dass keine Gewichtszunahme stattfindet.

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Nicole Rosenow
Nicole Rosenow

Führende Wissenschaftler sind aktuell Prof. Dr. Mayer, Österreich; Prof. Dr. Polosa, Italien; Dr. Farsalinos; Griechenland.

Zur Schädlichkeit ziehe ich Studien von denen vor. Besonders empfehlenswert sind Videos von Prof. Dr. Bernd Mayer auf Youtube dazu. Er hat auch einen Blog (auf englisch).

Ich war auch lange skeptisch, dampfe jetzt aber seit Anfang Oktober und rauche seit gut 4 Wochen gar keine Zigaretten nicht mehr. Heater wie die IQOS schmecken mir nicht.

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