Fibromyalgie: Ein medizinischer Restposten

3. November 2009
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Forschungsarbeiten zur Fibromyalgie sind vielfältig – und fast unüberschaubar. Leitlinien sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass über Ursachen und Entstehung wenig bekannt ist. Auch in puncto Therapie herrscht keine Einigkeit. Doch es gibt durchaus neue Erkenntnisse.

Wieviele Patienten unter dem Fibromyalgiesyndrom leiden, ist schwer zu sagen. Denn steht diese Diagnose, haben die meisten Patienten bereits einen jahrelangen Ärztemarathon hinter sich. Nicht wenige geben auf halber Strecke auf oder akzeptieren schließlich eine andere Diagnose, bevor sie gar keine bekommen. Angaben zur Prävalenz um die drei Prozent deuten bereits darauf hin, dass es sich um keine seltene Krankheit handelt.

Neue Erkenntnisse

Weltweit bemühen sich Forschergruppen um neue Erkenntnisse über eine Krankheit, die lange um die Akzeptanz als körperliches Syndrom zu ringen hatte, weil sie das körperliche Substrat vermissen lässt.

Bei der Konzentration auf körperliche Abweichungen blieben Forscher am Gehirn und zentralen Nervensystem hängen. So gelang etwa vor einem Jahr französischen Wissenschaftlern um Eric Guedj mittels CT-Untersuchungen der Nachweis von Perfusionsabweichungen in verschiedenen Hirnarealen und zwar unabhängig vom Angst- und Depressionsstatus, die als Verdächtige somit ausschieden (Journal of Nuclear Medicine 2008; 49: 1798-1803). Auch korrelierten die Befunde mit der Schwere der Erkrankung. Eine reduzierte graue Hirnsubstanz wiesen unlängst Forscher der Louisiana State University nach und veröffentlichten ihre Ergebnisse im Journal of Pain. Forscher der Uni Regensburg identifizierten in Teilen somatosensorischer Hirnareale und des motorischen Systems ebenfalls Veränderungen der grauen Hirnsubstanz (Pain 2007; 135: 315). Daneben ließ sich ein Zusammenhang mit zentralnervösen Störungen ausmachen (The Journal of Pain, 2008; DOI: 10.1016/j.jpain.2008.07.003).

Zudem scheint der Schlaf Betroffener typische Veränderungen aufzuweisen. Schlafforscher des Michigan Tech Research Institute befanden die Fragmentierung des Schlafes als diagnostisches Kriterium, das es erlaubte zwischen Fibromyalgiesyndrom und gesunden Kontrollpersonen zu unterscheiden. Bei der Entstehung werden Veränderungen der Neurotransmitter und Hormone postuliert, genetische Veranlagung und belastende Lebenssituationen spielen möglicherweise ebenfalls eine Rolle. Unklar bleibt allerdings fast immer, ob Veränderungen Ursache oder Folge des Syndroms sind. Die konkrete Ätiologie der Erkrankung bleibt im Unklaren.

Leitlinien: Ordnung im Wirrwarr

Die 2008 in der Fachzeitschrift „Der Schmerz“ veröffentliche überarbeitete interdisziplinäre Leitlinie zum Fibromyalgiesyndrom bringt auch kaum Licht ins Dunkel der Entstehung, Diagnostik und Therapie. Die neue S3-Leitlinie sollte für Anerkennung einer Krankheit sorgen, deren Existenz aber danach immer wieder bezweifelt wird. Nach Leitlinie ist die Diagnose rein nach symptombasierten Kriterien zu stellen. Tenderpoints – spezielle Druckpunkte am Körper – sind für die klinische Diagnose nicht notwendig. Eine spezifische Diagnostik ist nicht vorgesehen, da keine eindeutigen pathologischen Veränderungen nachweisbar sind. Laboruntersuchungen dienen lediglich dem Ausschluss anderer Erkrankungen, vornehmlich entzündlich rheumatischer Erkrankungen. Auch andere apparative Untersuchungen werden nicht empfohlen, da kaum zielführend. Wichtig dagegen erscheint die Anamnese anderer funktioneller Störungen und psychischer Stressfaktoren.

Auch beim Thema Ätiologie findet sich wenig Konkretes. An vorderster Front steht die psychische Belastung. Ähnlich unklar in ihrer Bedeutsamkeit sind genannte pathophysiologische Faktoren. Ursache-Wirkungsbeziehungen bleiben fraglich.

Therapie: Einigkeit fehlt

Die deutsche Leitlinie nennt gleich mehrere Behandlungsoptionen einer sogenannten Basistherapie. An erster Stelle steht Patientenschulung und Psychotherapie sowie die operante Schmerztherapie. Aerobes Ausdauertraining hat einen höheren Stellenwert als die Behandlung mit dem Antidepressivum Amitriptylin. Andere Behandlungen medikamentöser und nichtmedikamentöser Art kommen erst zum Tragen, wenn die Basistherapie zu keinem Erfolg geführt hat. Keine weitere spezifische Behandlung ist allerdings die zuerst genannte therapeutische Option.

Und bei der medikamentösen Therapie fehlt ein internationaler Konsens. Während man sich über die Wertigkeit der Amitriptylintherapie einig ist, gehen die Meinungen amerikanischer, europäischer und deutscher Fachgesellschaften bei selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern auseinander.

Krankheit Marke Eigenbau?

Auf Seiten einiger Ärzte konnte die Leitlinie den Zweifel an der Existenz dieser Erkrankung nicht beseitigen. Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Neurologische Begutachtung (ANB) e.V. reagierte auf die Veröffentlichung der Leitlinie und schrieb in einem Leserbrief von der „Sichtbarmachung einer Fiktion“. Dass keine klar erkennbare Krankheitsentität vorläge und eine „Störung der zentralen Schmerzverarbeitung“ als letztlich einziges Bindeglied des gesamten Symptomenkomplexes mit hohem Konsensniveau beschrieben wird, stelle den Zweck der Diagnose des „Fibromyalgiesyndroms“ in Frage. Eine Zuordnung der Krankheit zu den „Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes“ des ICD-10-Katalogs wäre unhaltbar.

Selbst eine S3-Leitlinie kann Differenzen über die Einordnung der Symptomatik und anhaltende Diskussionen über eine eigene Krankheitsentität nicht aus dem Weg räumen. Wem die Leitlinie bei dem offensichtlichen Dilemma der schwer zu fassenden Symptomatik hilft, kann hinterfragt werden. Ursachen und Therapien bleiben wohl auch mit Leitlinie individuell und Patienten sind weiterhin gefordert, nach Hilfe zu suchen und unter allen genannten, vielleicht auch nicht genannten Optionen auszuwählen – frei nach dem Motto „Probieren geht über Studieren“.

146 Wertungen (3.82 ø)
Allgemein

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23 Kommentare:

dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

Ich empfehle öfter an den Zahnarzt zu denken :::
tote Zähne , kritische Zahnersatz -u. Füllungsmaterialien ,,,,, MITOCHONDROPATHIE ,,,,,CYTOKIN-Status ,,,HORMONE steuern Neurone ,,,,
Wirbelsäulen – u. BECKENgeradSTAND erarbeiten !!!über 99 % OHNE
Absatzerhöhung !!!!!!!!!

#23 |
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Heinz Neufeind
Heinz Neufeind

Da ich mit den Problemen chronisch Schmerzerkrankter seit vielen Jahren arbeite und seit ca zwei Jahren klinisch intensiv damit beschäftigt bin, habe ich mich hier geäussert. Meine Arbeit und die meiner Kollegen orientiert sich an den neuesten Guidelines zur Behandlung chronisch unbeeinflussbarer Schmerzen und weist entsprechend der jüngeren Studienlage als auch korreliernd zu neueren Forschungsergebnissen gute bis sehr gute klinische Erfolge auf. Ein grosser Teil dieser Patienten war als fibromyalgie-erkrankt vordiagnostiziert, ein weiterer Teil davon kam erst wegen einer sich sekundär entwickelnden psychischen Dekompensation sehr spät, zum Teil auch schon nach oder kurz vor einem beabsichtigten Suizid zur stat. Behandlung. Es war oft schwer erklärlich, warum trotz sich abzeichnender krisenhafter Zuspitzung der Situation, z.B. deutlicher präsuizidaler Konstellation trotz höchstdosierter Analgetica-Gabe der jeweilige Vorbehandler nicht einen Verfahrenswechsel unter Hinzuziehung interdisziplinärer Hilfe einleitete. Wenn ich den Thread hier so durchlese, könnte sich möglicherweise eine Erklärung aufdrängen, es kann aber auch sein, dass das hier einfach nicht die richtige Plattform für einen konstruktiven Erfahrungsaustausch ist.

#22 |
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Medizinjournalistin

Auch ich sollte eine Fibromyalgie gehabt haben. Nach mehreren Borreliose-Therapien war die Fibromyalgie weg. Punkt. Basta. Und das seit Jahren.

#21 |
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Rupert Gehrlein
Rupert Gehrlein

Zu Dr. Voss:
Sehe ich genau so. Die Patienten in ihrem Schmerz ernst nehmen ,und versuchen mit rationalen Ansätzen Linderung zu verschaffen.Dieses Geschwurbel auf dieser Seite kotzt mich allerdings an! Ich bin seit gut 20 Minuten damit befasst,und es ärgert mich um die Zeit! Was soll ich denn einem Patienten sagen? Dass er eine Krankheit hat,für die es (Tender-points sind nicht mehr zur Diagnosestellung erforderlich) KEINERLEI diagnostische Kriterien gibt? Aber dass er dafür aus einem bunten Strauß “therapeutischer Optionen” wählen Kann? Von Tiefenentspannung bis hochdosierter Schmerztherapie?
In einer Zeit von “evidence based medicine” rollen sich mir die Fußnägel hoch, wenn ich Sätze höre wie: “Damit hab ich schon gute Erfolge gesehen!”. Wir diskutieren über mangelnde Erfahrung mit einem Impfstoff (das darf man diskutieren),bieten aber eine Plattform für Erlebnisberichte. Warum kehren wir eigentlich nicht zur Säftelehre zurück?

#20 |
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Heinz Neufeind
Heinz Neufeind

Nochmals: egal, wie man es nennt und egal wie es entstanden sein mag: es ist da. Und meistens lange, quälend und ohne sekundären Krankheitsgewinn.
Und nach einiger Zeit chronischen Schmerzerlebens passiert etwas im Menschen, er härtet nicht ab, sondern bekommt Angst vor der nächsten Schmerzspitze, vor der nächsten Enttäuschung, vor der Aussichtslosigkeit. Aber das ist nicht alles. Der Nerv (“die Schmerzafferenz”) baut sich um, spezialisiert sich auf das Übertragen hoher Reizsignale, solange bis er nichts anderes mehr macht (“Schmerzgedächtnis des Nerven”). Aus dem Warnsignal ist eine eigene Krankheit geworden, der Schmerz wird nicht mehr weitergeleitet, er entsteht im Nerv. Das ist der sog. neuropathische Schmerz. Und mittlerweile weiss man zuverlässig, dass fast jeder chronisch starke und unbeeinflussbare Schmerz auf genau dem Mechanismus beruht. Warum nicht auch der sich der Diagnostik so gekonnt entziehende “Fibromyalgie-Schmerz”? Alle patienten, die wir unter der Diagnose behandelt haben, hatten vieles gemeinsam:
1. Lange Leidenswege
2. Viele Enttäuschungen
3. Depressive Stimmung (nachvollziehbar)
4. Folgeschäden der Erkrankung (Kraft- und Beweglichkeitsverlust)
5. Folgeschäden der Behandlung (Schmerzmittelabhängigkeit, Nieren- u/o Magenprobleme, Hirnleistungseinschränkungen durch Opioide)
6. Misstrauen neuen Behandlern gegenüber.

Kernstück einer jeden Therapie des neuropathischen Schmerzes ist die Induktion eines erneuten Umbaus der betroffenen Nerven, so dass sie wieder ihre ursprüngliche Funktion übernehmen, also ihr Schmerzgedächtnis verlieren. Dies geschieht wirkungsvoll, aber immer noch über Wochen, durch eine Kombination von Bewegung und Pregabalin, letzteres nachweislich zur Verbesserung der Neuroplastizität geeignet. Zur Überwindung des Misstrauens ist eine psychoedukative Psychotherapie erforderlich, zur Behandlung der chronifizierten depressiven Reaktion auf das jahrelange Leiden sind neben psychotherapeutischen Ansätzen leider Antidepressiva unerlässlich. besteht eine depressive Reaktion nur lange genug (davon kann man bei langjährigen Schmerzpatienten ausgehen), verselbständigt sich die Depression, d.h. geht nach Beseitigung der Ursachen nicht mit diesen zusammen weg. Zudem beeinflusst die Depression Schmerzverarbeitung und Therapiemotivation nachteilig, zum Teil auch therapieverhindernd.
Schwierig ist es immer, dem Patienten verständlich zu machen, dass eine Psychotherapie und eine antidepressive Medikation zum Konzept gehören, auch dann, wenn die Ursache des Leidenswegs nicht in der Psyche des Patienten liegt. Theoretisch klappt das Ganze auch ohne Pregabalin u.ä., stellt die Motivation des Patienten zum Mitmachen aber über Monate auf eine nicht zumutbare Probe. Dummerweise bestehen solche Behandlungskonzepte z.Zt. überwiegend in Kliniken, bei denen erhebliche Berührungsängste in der Bevölkerung bestehen, und zwar in Psychiatrischen Kliniken. Die Erkenntnisse zur Behandlung des neuropathischen Schmerzsyndroms stammen aus der neurologischen Forschung und Praxis, die Psychiater haben als Schnittstelle zwischen Somatik und Psychotherapie zumindest in vielen Kliniken auf ihren Schwerpunktstationen für Affektive- und Schmerzstörungen die notwendigen Ressourcen und Settings, um den Komplex aus Schmerzen und ihren langjährigen Folgeerscheiningen wirkungsvoll zu bekämpfen.

#19 |
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Dr. med. Michael Arbeiter
Dr. med. Michael Arbeiter

Bei Fibromyalgie wird empfohlen:
Aloe Vera “Sivera” 3* tgl.30 ml vor den Mahlzeiten, beachten: nichts Heißes unmittebar nsch den Mahlzeiten essen oder trinken. Kurbeginn die ersten 5 tage mit 3* 10 ml, danach 5 Tage mit 3* 20 ml,weiter mit 3* 30 ml.
Wenn Verschlechterung des Befindens eintritt, ist das ein gutes Zeichen, weil der Körper reagiert. Dann einige Tage weniger einnehmen, Einahme vor allem regelmäßig.
Pro Balance 3*4 Tbl. nach der Mahlzeit
Colostrum direkt 2*1 Eßlöffel nach dem Essen 3 Monatskur

#18 |
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Dr. med. Arne Voss
Dr. med. Arne Voss

Fibromxalgie ein Konglumerat verschiedenster SChmerzsymptome,die wie so oft nicht zugeordnet werden können. Zur Erklärung werden wie man aus den obigen Beiträgen ersehen kann irgendwelche scheinbaren Kausalitäten “erfunden”. Vielleicht wäre es klüger als behgandelnder Arzt sich einzugestehen SCHmerzen sind nicht immer objektivierbar und begründbar und Schmerzen werden tasächlich erst im zentralen Nervensystem verarbeitet und wahrgenommen. Wir sollten die Klagen und Beschwerden ernst nehmen und sie auf der Basis rationaler Medizin behandeln und nicht den Betroffenen durch tausend unterschiedliche Hypothesen und Erklärungen verunsichern und damit in Leiden hineinmanövrieren.

#17 |
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Martina Grothus
Martina Grothus

Hoffnung für alle Leidgeplagten bietet die Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht!

#16 |
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“Fibromaylgie” ist ebensowenig eine Diagnose wie “vegetative Dystonie”. Und doch hat man es hier mit leidenden Menschen zu tun, die oftmals verzweifeln an unserer Überheblichkeit, mit denen wir ihnen vielerorts begegnen… Das weisen auch vereinzelte Kommentare hier auf – ich empfinde dies traurig genug. Ganz sicher kann man zu dem ganzen Problem hier nicht in einer Komentar-Rubrik befriedigend Stellung beziehen. Unter den Patienten, die sich mir mit derartigen Beschwerden vorstellten, konnte ich nicht selten pathologische Schilddrüsenwerte finden (Hinweise auf entweder Hypo- oder Hyperthyreose), und oftmald besserten sich die anfangs beklagten Beschwerden deutlich nach entsprechender Therapie. Das nur als tangentialer Tipp, Beweise liegen dazu nicht vor.

#15 |
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“Fibromyalgiesyndrom” ist ebensolch ein vages Feld, wie “vegetative Dystonie”, in die man als Mediziner (leider gern…)eine Verlegenheitsdiagnose stellt, da einem eine verifizierbare Diagnose nicht zur Hand scheint. Darüber kann man sich wol einig sein. Was ich abscheulich finde, ist die immer wieder und leider auch zunehmende ärztlich-menschliche Härte und Kälte, denen wir unsere Patienten nur all zu leicht aussetzen. Man wird die ganze Problemantik des “Fibromyalgiesyndroms” ganz gewiß nicht in dieser Komentar-Rubrik bewältigen geschweige denn lösen können. Was ich aber erschreckend finde, ist die Kaltschnäutzigkeit, die hier aus den eigenen Reihen so zum Ausdruck kommt. Vielleicht zupft man sich doch mal an der eigenen Nase und ist im Stillen etwas dankbar, wenn unsereins von derartigen “Fibromaylgie-Schmerzen” (oder was auch immer man zu ihnen sagen mag, was gemeint ist, das weiß man ja doch)verschont ist. Ich nehme grundsätzlich jeden meiner Patienten ernst, was wohl nicht immer der Fall zu sein scheint, wenn man die Berichte der Betroffenen hier liest… Traurig! Kleiner Tipp: spielt vielleicht doch die Schilddrüse hierbei mit eine Rolle? Ich habe unter meinen Patienten, die ähnliche Beschwerden beklagten, bisher nicht wenige herausgefunden, denen es nach einer entsprechenden Behandlung einer Hypothyreose UND auch einer Hyperthhyreose danach besser erging.

#14 |
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PDL Anja Bröcking-Brucherseifer
PDL Anja Bröcking-Brucherseifer

Hallo,
ich selbst habe seit ca. 6 Jahren Fibromyalgie. Es wurde festgestellt, da alle Tenderpunkte positiv sind. Man hat mir zuerst Amitriptilin verordnet. Dieses Medikametn konnte ich überhaupt nicht vertragen. Hatte fast alle Nebenwirkungen. Anschließend wurden noch 2 Antideprissiva verordnet, bei denen ebenfalls sämtliche Nebenwirkungen auftraten.
Zur Zeit nehme ich nur Schmerzmittel und kann sagen, dass das Wetter (feucht- nass) absolut falsch für mich ist.
Gehe ich auf die Sonnenbank, werden die Schmerzen ein wenig weniger.
Ich habe einen guten Arbeitgeber, der meine Krankheit kennt und mit dem ich reden kann, wenn die Schmerzen überhand nehmen und ich mich kaum noch bewegen kann. Mein Hausarzt weiß keinen Weg, außer Schmerzmedikation.
Ich selbst hoffe, dass endlich ein geeignetes Mittel gefunden wird, um das Leben der Fibromyalgiepatienten zu veerbessern.
Als erstes sollte allerdings auf dem Therapieplan Verständnis und den Patienten Ernst nehmen stehen.
Darin liegt das Übel.
Wir werden nicht ernst genommen, da man ja keine Verletzung oder sonst was sieht- ergo, wir haben nix.
Irrwahn!! Schmerzen begleiten uns in jeder Situation und Lebenslage und das andauernd.

#13 |
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Dr. Christian Torp
Dr. Christian Torp

Ich nenne das eigentliche Problem “Verselbständigung der Diagnose”. Erst durch die Diagnose wird die Krankheit oft so richtig schlimm und das Programm läuft. Die Kunst des Therapeuten besteht m.E. darin, sich von der Diagnose und den Symptomen zu lösen und den Patienten in seinem Schmerz ernst zu nehmen. Heilung ist immer möglich, dazu müssen die Wurzeln einer Störung behandelt werden, der Organismus muß ganzheitlich betrachtet werden. Gemäß der chinesischen Medizin müssen generell Blockaden des Qi-Flusses gelöst werden, Yin und Yang ins Gleichgewicht gebracht werden, dann macht der Körper das ihm Mögliche. Und dazu gehört auch die Heilung der Schmerzsymptomatik bei Fibromyalgiepatienten. Dass dieses Gleichgewicht auch durch andere Therapieverfahren erreicht werden kann (Homöopathie, Psychotherapie, Osteopathie, usw.) halte ich für sicher. Bei allen Verfahren wird es aber wichtig sein, sich bei der Behandlung an der Konstitution zu orientieren und nicht an der Symptomatik. Das machen nach meiner Erfahrung leider nur wenige Therapeuten.

#12 |
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Weitere medizinische Berufe

@ Nr. 12: Ich hoffe nur, dass keine Ihrer Fibromyalgie-Patientinnen (denn Frauen werden ja weitaus häufiger mit diesem Syndrom diagnostiziert) dies liest, ich glaube, sie wären empört, Herr Professor.

#11 |
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Michael Krämer
Michael Krämer

Fibromyalgie und umweltmedizinische Erkrankungsbilder sind häufig vergesellschaftet – in vielen Fällen findet man bei den Betroffenen chronische langjährige Schadstoffexpositionen durch chlorierte Kohlenwasserstoffe u.a. toxische Verbindungen.

Toxische und immunologische neuroinflammatorische Prozesse in Kombination mit insuffizienten Zellreparatur- und Enzymsystemen auf dem Nährboden eines übersäuerten, toxisch belasteten und minderversorgten Binde- und Stützgewebes sollte als Pathomechanismus in Betracht gezogen werden.

Auch die Begleitsymtptome der Fibromyalgie finden sich bei chronisch schadstoffbelasteten Menschen.

Psychischen Symptome sind durch neurotoxische, immunologische und mykologische Effektmechanismen oder auch durch Mangelzustände umweltmedizinisch erklärbar.

Umweltmedizinisch belastete Patienten haben oft auch Probleme mit Nahrungsmittel- und Medikamentenunverträg-lichkeiten und sollten nach meinen Erfahrungen chemische Präparate mit umfangreichen Nebenwirkungen meiden – diese müssen i.d.R. vom Körper entgiftet werden, was bei toxischen Belastungen und insuffizienten Entgiftungs-systemen (Gluthation-S-Transferasemangel) sehr problematisch sein kann.

Bei multiplen Unverträglichkeitsreaktionen sollten bevorzugt nebenwirkungsarme naturheilkundliche oder hypoallergene orthomolekulare Präparate verordnet werden, die bei multiplen Allergien oder pseudoallergischen Reaktionen auf Verträglichkeit getestet werden sollten.

Jeder Fibromyalgiepatient sollte in seinem Umfeld recherchieren, ob Schadstoffbelastungen in seinem Wohnung oder an seinem Arbeitsplatzvorliegen.

Baubiologen und Umweltmediziner, Ärzte für Naturheilverfahren und auch Heilpraktiker können hier nach meinen Erfahrungen meist effektive Hilfestellung leisten.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Umweltmediziner, die im Auftrage von Berufsgenossenschaften arbeiten und oft auch universitäre umweltmedizinische Einrichtungen nicht immer auch eine gute Anlaufstelle darstellen. Hier sollte sich der Patient bei Betroffenen und auch Selbsthilfeverbänden nach geeigneten Ärzten und Instituten erkundigen.

Leider ist Umweltmedizin noch kein Lehrfach an medizinischen Fakultäten, obwohl es diese Erkrankungs-bilder seit mehreren Jahrzehnten zunehmend gibt. Insofern ist die Fibromyalgie als auch die umweltmedizinischen Erkrankungsbildern für die konventionell ausgebildeten Ärzte oft suspekt und nicht kausal therapierbar.

So werden auch “Mode- und Zeitgeistdiagnosen” oder
ein vermeintlicher “HOAXE” der Medizin erklär- und therapierbar.

Bewährter Therapievorschlag für die Vergesellschaftung von Umwelterkrankung m. tox.Belastung und Fibromyalgie:

– Expositionsvermeidung
– große Diurese – mit geeigneten Phytotherapeutika z.B. (Goldrute, Zinnkraut, Brennessel, Cystus)
– Ausgleich von Mikronährstoffdefiziten nach Testung – bevorzugt mi hypoallergenen Präparaten
– Darmsanierung (Pilze, Darmflora, antientzündliche Therapie, Schleimhautaufbau – Leaky Gut Syndrom)
– bei Nahrungsmittelallergien – NM-Karenz bzw. Rotationsdiät – besser geeignetes Testverfahren anwenden
– Amalgam- und Zahnherdsanierung (vorsichtig, schrittweise und angepaßt durch spezialisierten Zahnarzt mit Schutzvorrichtung (niedertouriger Bohrer,Kofferdam, Absaugeinrichtung)
– Entfernung tox. Zahnmetalle (nach LTT Lymphozytentransformationstest) – z.B. Palladiumbasislegierungen – Zahnmaterialien nur nach vorheriger Testung eingliedern – 1 Jahr nach Amalgamentferung keine Metalle (Steinzement o.a. verträgliches Provisorium)
– Entsäuerungstherapie – Ernährungsumstellung – kein Zucker, kein Fleisch
– Zuckerersatz: Xylitol o. Stevia in Eigenanbau
– Fleischersatz: gensojafreier Tofu, Produkte auf Weizeneiweißbasis (Bioladen, Naturkostläden, Biohöfe)
Getreide- Käsebratlinge, Seitan aus der Makrobiotik
– bevorzugt NM aus kontrolliert biol. Anbau und gesundes Wasser

Best Wishes

#10 |
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Wolfgang Ludwig
Wolfgang Ludwig

Als Physiotherapeut behandele ich Patienten, die mit der Diagnose Fibromyalgie zu mir kommen vor allem physikalisch. Die besten Ergebnisse erziele ich dabei mit Schallwellenmassage. Als Beispiel möchte ich eine 55 jährige Patientin anführen, die seit 6 Jahren unter ihren Beschwerden litt, aufgrund fehlender Therapieerfolge berentet wurde, täglich mehrmals Schmerzmittel und Antidepressiva einnahm. Bereits nach wenigen Behandlungen konnte die Patientin ihre Schmerzmedikation deutlich reduzieren, das Gewebe an Armen und Beinen fühlte sich lockerer an. Die Patientin gab eine erhöhte Leistungsfähigkeit und Stimmungsaufhellung an.

#9 |
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Maximilian Micka
Maximilian Micka

Ich darf mich den Skeptikern unter den Kollegen anschließen und auf das letzte Ärzteblatt verweisen, wo im Artikel kräftig an den “Tenderpoints” gesägt wurde. Die Forderung der Patienten nach mehr Zuwendung von Seiten der behandelnden Ärzte klingt wie ein Ruf nach dem Babysitter. Tatsächlich habe ich die Erfahrung gemacht, daß in der Behandlung dieser Patienten die Frage: “Wie stellen Sie sich denn weitere Behandlungsschritte vor und wie gehöre ich als Ihr Hausarzt da hinein?” des Öfteren entscheidende Hilfestellung geben konnte. Mehr als nur einem Kind einen Namen zu geben.
Fakt: Chronische Leidensschmerzen sind eher funktioneller Natur als struktureller. Wenn ich mit einem gebrochenen Bein herumlaufe werden die Schmerzen mehr. Chronische Rückenschmerzen und wohl auch Fibromyalgie werden unter Bewegung aber besser. Interessant. Also haben wir es mit einem Phänomen zu tun wo Schmerzen entweder durch falschen “Input” erzeugt werden oder bei richtigem “Input” falsch verarbeitet werden. Diese Signale überschreiten die Bewußtseinsbarriere aber nur bei gewissen Streßbelastungen (wenn das Wetter wechselt ist mein Wartezimmer interessanterweise voll mit Rückenschmerzpatienten) und werden dann als Schmerz interpretiert. Dies erklärt auch, warum sich ein chronischer Schmerzpatient plötzlich ganz locker ankleiden kann – die unbewußte Konzentration liegt in diesem Moment nicht auf den Schmerzen sondern in der Bewegung – und es erklärt wie das Bewegungstraining hilft, die (Fehl-)Signale unter der Schmerzempfindungsschwelle zu halten.
Zum Schluß: was heißt eigentlich Fibromyalgie?
Muskelfaserschmerzen?! Das ist keine Diagnose! Das ist bestenfalls eine Zustandsbeschreibung oder eine Phänomensbeschreibung.

#8 |
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Heinz Neufeind
Heinz Neufeind

Patienten mit der zuvor gestellten Diagnose “Fibromyalgie” wiesen überwiegend eine Konstellation von folgenden Symptomen auf: neuropathische Schmerzen, gestörte Schmerzverarbeitung, dysfunktionale Kognitionen, vegetative Imbalance, inaktivitätsbedingte Hypotrophie funktioneller Skelettmuskelgruppen. Hier zeigte sich also ein Syndrom, welches bis auf den neuropathischen Schmerz dem somatischen Syndrom des melancholischen Subtypus der Depression entsprach. Dieses recht einheitliche syndromale Bild im Querschnitt hatte jedoch kein einheitliches ätiologisches Muster im Längsschnitt, wenngleich bestimmte persönlichkeitsstrukturelle Eigenheiten die Entwicklung dieses Syndroms zu begünstigen schienen. Hinweise auf eine Krankheitsentität ergaben sich nicht. Demzufolge ergab sich die Notwendigkeit einer syndromalen Behandlung, die aus folgenden Komponenten bestand: 1. Psychotherapie mit den Schwerpunkten Psychoedukation, kognitiver Neuorientierung, Selbstwertsteigerung; 2. Pharmakotherapie mit den Schwerpunkten Antidepressivum (SSRI/Mirtazapin o.ä.) und Pregabalin (o. Gabapentin), parallel häufig qualifizierte Detoxikation von Opioiden; 3. Physiotherapie von akt. KG über Bewegungs- bis zur Sporttherapie.
Alle Patienten, die sich auf ein solches integratives syndromales Behandlungskonzept über 6-12 Wochen unter stat. Bedingungen einlassen konnten, wiesen eine gravierende Zustandsbesserung auf. Viele Patienten, die nach der Behandlung trotz subjektiv erkannter Veränderungsnotwendigkeit wieder in ein belastendes und konfliktreiches Umfeld zurückgingen, zeigten Rezidive, was zumindest auf eine nicht unerhebliche Beteiliginug depressiver Mechanismen hinzuweisen scheint.
Eine Klärung einer einheitlichen Ätiologie erscheint für eine erfolgreiche Therapie nicht erforderlich zu sein, was aber bei vielen anderen Syndromen, die immer noch fälschlicherweise als Krankheitsentität durch viele Köpfe geistern, ebenfalls zutrifft.

#7 |
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Dr. Thore  Litta
Dr. Thore Litta

Der funktionsorientiert tätige Zahnarzt justiert das Kauorgan und stabilisiert damit den Halte- und Bewegungsapparat. Ein Strauß von Symptomen, in einigen der Beiträge nachzulesen, wird dadurch gemildert, bzw. eliminiert. Ca. alle 2-3 Monate muß nachjustiert werden!
In diesem Zusammenhang müßte nicht von Psychosomatik sondern von Somato-Psyche gesprochen werden.

#6 |
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Prof. Dr. Christof Specker
Prof. Dr. Christof Specker

Wenn man es kurz machen will und als Rheumatologe der täglich mit der Problematik mehr zu tun hat, als einem lieb sein kann, muss man das, dann sollte man die “Erkrankung” Fibromyalgie als HOAX der Medizin einstufen.

#5 |
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bc Gabriele Schenk
bc Gabriele Schenk

Ich frage mich warum die Symptome in irgend eine Schublade gesteckt werden müssen? Vielleicht ist die eine Fybromyalgie die andere nicht. Wie wäre es, dem Patienten in seiner Situation gerecht zu werden und ihm zu helfen ‘seine’ Krankheit zu überwinden? Was bei dem einen Muskelaufbautraining und Dieet bedeutet, ist bei dem anderen Psychotherapie ect.Schließlich geht der Patient nicht zum Arzt um Be-(Ver)-urteilt zu werden.Es ist höchstens die Frage, ob er Anspruch auf irgendwelche Leistungen hat.Durch das eingliedern in Schubladen ist keinem echt geholfen, höchstens
der Büroktatie.(ICD 10)Hier geht es deutlich nicht um Menschen sondern um Definitionen.Ab wann ist ein Mensch Krank?Krankheitsgewinn haben nicht nur Patienten, sondern auch Arbeitgeber, die ihre Arbeitsumstände nicht verändern müssen(Stress, Arbeitszeiten),oder Ärzte, die zwar irgendwas tun, aber dem dummen Patienten die Schuld geben, dass es nix hilft. Denn bei dem Spießrutenlauf durch alle Instanzen(der keinen Spass macht)verdienen andere..(auch die Pharmaindustrie)
Krankheiten enstehen,und erst im Endstadium steht die fysische Veränderung.Unsere Ärzte sind meistens erst zufrieden mit dem Patienten, wenn schon alles kaputt ist.Dann kann man ihn einordnen.
Im Vorfeld können die meisten wenig mit ihm anfangen.Simmuliert er? Sie interessiert mehr die Krankheit als der Patient.Oder ist es mehr die Frage, wie das Rezept ausgestellt werden muß?

#4 |
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Elisabeth Rüger M.A.
Elisabeth Rüger M.A.

Die “Fibromyalgie” ist und bleibt eine Mode-, Trend- und Zeitgeist-Diagnose, bei der die Lust am Klagen über alles , die krittelige Anspruchshaltung und ein sekundärer, iatrogen geförderter Krankheitsgewinn und eine Schmerzmittelabhängigkeit, ebenfalls iatrogen gefördert, im Vordergrund stehen. Die Diagnose hat einen klangvollen Namen , die “Fibro” ist natürlich unheilbar, und die Patienten-Klientel, die glaubt, an “Fibro” zu leiden ist kolossal schwierig, hat aber in der Ärzteschaft auch viele, die für sie die Lanzen brechen, weil sie nicht merkt, wie wenig sie von den vermeintlichen Patienten für ernst genommen wird. Es wird sich bei der “Fibro” auch um eine Erfindung der Pharma-Industrie handeln, die Patienten sind bei der Untersuchung krittelig, anspruchsvoll, theatralisch und hysterisch, treten auf wie Zeloten, wie Eiferer, wenn sie wissen, daß die ebenfalls von der Industrie gesponserte “Schmerz-Liga” hinter ihnen steht. Da, erstaunlicherweise haben sie keine “Tenderpoint-Schmerzen”, und in’nem unbeobachteten Moment, wenn die Untersuchung zu Ende ist, ziehen sich diese “Fibros” an, flink wie ein Wiesel und ohne Schmerzgestöhne. Aber die Habgier der “Schmerztherapeuten” und “Gerbershagenianer” hat ja leider die klassische Definition der larvierten Depression zunichte gemacht, mit der diese dämliche “Fibromyalgie” nämlich bisher sehr klar erklärt werden konnte, nämlich als ein Kummer, und den haben die Patienten in der Tat! und der reicht weit in ihre Biographie zurück, der sich auf ein Organsystem, eben den Stütz- und Bewegungsapparat niederschlägt…

#3 |
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Heilpraktiker

Fibromyalgie ist in meinen Augen keine Diagnose (Ursachenerklärung), sondern nur eine Zustandsbeschreibung, mit dem Unterton von”..tja ich weiss auch nicht…” .
Inzwischen macht diese Begriffsnennung eher dem Betroffenen NAgst, unheilbar krank zu sein.
Ich weiss DIE Ursache letztlich auch nicht, habe so meine Vermutungen aus naturheilkundlicher Denkart – aber viel wichtiger: eben daraus resultierende therapeutische Erfolge, und zwar mit rein manueller osteopathischer Arbeit .
Ich empfehle den Besuch bei einem erfahrenen Osteopathen mit mind. 5-jähriger Ausbildung.
Jan Paffrath – Hp, Osteopath BAO, Naturheilpraxis holosapiens

#2 |
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Christiane Christ
Christiane Christ

Am Institut für Therapie und Beratung der HAWK wurde 2009 auf Basis des dort entwickelten Hildesheimer Gesundheitstraining ein weiteres Modul zur Beeinflussung chronischer Schmerzen entwickelt. Die Vorversionen dieses Moduls wurden 2006 und 2007 mit gutem Erfolg getestet von TeilnehmerInnen der Selbsthilfegruppe Fibromyalgie Hildesheim, die Ergebnisse auf dem Niedersächsischen Fibromyalgietag 2006 und 2007 in Hildesheim vorgestellt.

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