Famulatur in Herzform

11. November 2009
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Manuela hat ihre Famulatur auf der Inneren in Bad Neustadt absolviert. Die Highlights und ein paar Tipps für Eure Famulaturen könnt Ihr im Interview mit ihr hier lesen. Schicke uns auch Deinen Bericht und gewinne einen 100 Euro Gutschein für DocCheck Shop!

DocCheck Campus: Wo und wie lange hast Du famuliert?

Manuela: Ich habe in der Rhön-Saale Klinik für 4 Wochen famuliert. Die Klinik liegt in Bad Neustadt a.d. Saale – eine Stadt gebaut in Herzform für die Geliebte von Karl dem Großen, der gleich nebenan seine Salzburg hat. Neben dem Rhönklinikum sind weitere Kliniken der Rhön-Klinikum AG dort vertreten. Die Stadt selbst ist klein und gemütlich, bietet jedoch viele Ausflugsmöglichkeiten, z.B. zum Kreuzberg und ein nettes Abendprogramm wie z.B. Konzerte Donnerstags auf dem Marktplatz.

DocCheck Campus: Wie hast Du die Stelle Deiner Famulatur gefunden?

Manuela: Ich wollte in ein kleines Krankenhaus und kannte die Innere Station bereits vom Pflegepraktikum und die Notaufnahme von einem freiwilligen Praktikum vor dem Studium. Also habe ich dem Chefarzt geschrieben und auch sofort eine Zusage für den gewünschten Zeitraum bekommen.

DocCheck Campus: Was war Deine Motivation für das ausgewählte Fachgebiet?

Manuela: Ich war interessiert, ob wirklich all die Krankheitsbilder so existieren, wie sie in der Vorlesung referiert wurden. Außerdem finde ich die Innere Medizin ein spannendes Fach mit einer Vielzahl an Krankheiten und oft einfacher Behandlung. Zudem wird die Innere Medizin eines der Fächer sein, von dem jeder Arzt später mal ein gewisses Grundwissen besitzen muss, egal in welchem Bereich er arbeitet.

DocCheck Campus: Wie sah Dein Tagesablauf aus? Was waren Deine Aufgaben?

Manuela: Um 7.30 Uhr begann der Tag auf Station, man informierte sich kurz über die Neuzugänge und Aufgaben des Tages. Danach gab es um 8 Uhr eine Besprechung über die Röntgenbilder, die Neuzugänge der Nacht und Befunde von außerhalb z.B. PE-Ergebnisse. Im Anschluss konnte man bei der Blutabnahme auf Station helfen bis die Visite begann, bei der man stets dabei war.

Anschließend durfte – musste aber nicht – man selbstständig Patienten aufnehmen, sowohl über die Notaufnahme als auch über Station, und auch Kurven schreiben und eigene Ideen und Behandlungsstrategien einbringen, für venöse Zugänge sorgen, beim Ultraschall dabei sein, in der Endoskopie über die Schulter schauen (Broncho-, Gastro-, Koloskopie, PEG-Anlage), auf Intensivstation reinschauen, dem Chefarzt assistieren oder ihn begleiten u.v.m.

Sofern man um 16 Uhr nach Hause wollte, durfte man dann gehen, doch es gab meist so viele spannende Dinge mitzuerleben, dass es doch 18 Uhr war, bis man dann „heimgeschickt“ wurde.

DocCheck Campus: Hattest Du viel Kontakt mit Patienten?

Manuela: Auf jeden Fall! Ich kannte fast alle Neuzugänge, weil ich diese aufgenommen habe und auch durch die Kurvenvisite und die anschließende persönliche Visite waren mir alle Patienten bekannt. Zudem bestand auch bei einigen Patienten Kontakt zu den Angehörigen, da gelegentlich sterbenskranke Menschen auf Station lagen oder kritische Fälle besprochen werden mussten.

DocCheck Campus: Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung?

Manuela: Ich hatte vom ersten Tag an eine Assistenzärztin, die für mich zuständig war. Mit ihr versorgte ich einen Teil der Station und konnte mich mit allen Fragen an sie wenden. Zu allen anderen Ärzten und v.a. auch Pflegepersonal bestand ein sehr gutes Verhältnis und man bekam stets Unterstützung. Auch das Arbeitsklima war einfach genial, denn welcher Chefarzt übernimmt schon eine Arbeit des Assistenzarztes, nur damit dieser sich für seinen Facharzt vorbereiten kann?

DocCheck Campus: Was war der schlimmste Moment?

Manuela: Als ich am letzten Tag angekommen war und wusste, dass die Famulatur jetzt schon vorbei ist!

DocCheck Campus: Und der beste Moment?

Manuela: Als der Chefarzt meinte: „Frau Zirk, wenn sie ihr zweites Staatsexamen haben, dann stelle ich Sie sofort ein!“

DocCheck Campus: Hast Du eine Vergütung oder andere Unterstützung für Deine Famulatur bekommen?

Manuela: Es gab für jeden Famulaturtag einen Essensgutschein, mit dem man sich ein Mittagessen der Wahl bestellen konnte. Zudem hatte ich einen Spind und Schreibtisch-Platz im Zimmer meiner betreuenden Assistenzärztin. Vergütung gab es keine.

DocCheck Campus: Hast Du irgendwelche Tipps für die anderen Famulanten?

Manuela: Nett zu den Schwestern sein, dann bekommt man alles und wird sogar angerufen, wenn sie schnell einen „Arzt“ brauchen. Einfach alles ausprobieren, was sich gerade so anbietet! Habe z.B. die Patientenversorgung bei einer externen Schrittmacherimplantation und einer Eigenfrequenz von 30/min übernommen…

Adresse der Klinik. Kontaktdaten des Ansprechpartners.

Rhön-Saale-Klinik gGmbH
Bad Neustadt a.d. Saale
Goethestraße 9
97616 Bad Neustadt
Telefon: 0 97 71 / 90 7-0
Telefax: 0 97 71 / 90 7-111

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