LDL-Cholesterin: 3 Waffen gegen das Böse

9. November 2018

Um das „böse“ LDL-Cholesterin zu senken, kommen viele Maßnahmen in Frage. Dr. Waller und sein Kollege Dr. Sinning bewerten die unterschiedlichen Ansätze. Sie sprechen über humane Antikörper, die Zukunftsvision einer „LDL-Impfung“ und das umstrittene Frühstücksei.

80 Wertungen (3.15 ø)

9 Kommentare:

Diätassistentin

Müssen wichtige Themen wirklich wie eine Art Dauerwerbesendung publiziert werden? Wäre ein normalte Beitrag im menschlichen Austausch nicht kompetenter?

#9 |
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Heilpraktiker Eckhard Krämer
Heilpraktiker Eckhard Krämer

Hier entsteht die Frage, wer diese beiden jungen Herren wohl gesponsert hat.

#8 |
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Heilpraktikerin

In meinem ganzen Ökotrophologiestudium hat kein Prof mehr versucht, uns beizubringen, dass Cholesterin Gefäßerkrankungen “macht”. Wohl aber, dass es am arteriosklerotischen Prozess beteiligt ist und dass oxidierte LDL ein großes Risiko darstellen.
Im Übrigen würde ich etwas wertfreier an die Lipoproteine herangehen, als LDL und HDL in die Kategorien “Böse” und “Gut” zu unterteilen, nur weil das LDL mit Cholesterin zu den Organen schwimmt und das HDL Cholesterin zurück zur Leber bringt. Vielleicht ist es ja so, dass bei Menschen mit hohem LDL im Körper viel auf der zellulären Ebene zu reparieren ist und bei Menschen mit niedrigem LDL eben nicht. Dann wird bei den Organen weniger Cholesterin gebraucht und daraufhin geht es zur Leber zurück?
Das LDL sinkt meistens auch recht schnell, wenn man bei jemandem stille Entzündungen auffindet (nicht nur durch Arteriosklerose) und behebt.
Unter diesem Aspekt ist es auch interessant, dass sich bei manchen Patienten eine regelmäßig angewandte Stressbewältigungstechnik positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt.

#7 |
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Der Film zeigt eine Grundproblematik der modernen Medizin auf. Im internistischen Bereich versuchen wir mit gesponserten Studien Therapieprinzipien, die seit Jahren, optimistisch ausgedrückt, marginale Verbesserungen der Prognose ergeben, mehr oder weniger verzweifelt zu stützen. Im Klinikalltag wird dem Patienten gegenüber, gegen alle “statistische Vernunft”, meist so getan als habe er mit der LDL-Senkung das ewige Leben gebucht. Anscheinend lebt unser medizinisches Alltagshandeln mehr von der Hoffnung als von der Vernunft. Der Eindruck des grenzenlos Machbaren, der auch in diesem Film suggeriert wird, ist nicht der Audruck der seriösen Wissenschaftlichkeit (Zitat: “Eine weitere LDL-Senkung schützt vor einem weiteren Gefäßereignis.” – wird so dargestellt als gelte das für jeden Einzelnen statt für ein statistisch Allgemeines). Mehr Selbstkritik und Anerkennung der Grenzen des eigenen Handelns würde uns, gerade in der aufrichtigen Kommunikation mit dem Patienten, gut zu Gesicht stehen.

#6 |
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Student der Humanmedizin

Vielleicht kann mir unerfahrenem Vorkliniker jemand Folgendes beantworten:

Was wird als Ursache der sehr weit verbreiteten pathologischen LDL-Werte gehandelt? Die Cholesterinaufnahme ist limitiert und kann somit nicht der Hauptgrund sein. Der einzig plausible Mechanismus scheint für mich die vermehrte Oxidation von LDL -> erhöhte Aufnahme in die Schaumzellen bei bestehenden Plaques -> sinkende LDL-Serumkonzentration -> angekurbelte Cholesterinbiosynthese, womit sich ein schöner feedback loop ergibt. Aber würde es dann nicht Sinn machen, an dem kausalen Ausgangspunkt, den oxLDLs anzusetzen?

Dieser Mechanismus wurde in einem Paper von Dr. med. Roland Scholz (LMU Professor em. der Biochemie) dargelegt.

Ich wäre sehr erfreut über eine Einschätzung von erfahrener Seite.

#5 |
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Student der Humanmedizin

Der Gute hat wohl damals in der Biochemie nicht immer aufgepasst. Anteil von Resorption / Biosynthese über Pyruvat (-> Kohlehydrate) am Blutspiegel…

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Biologe

jung, dynamisch und unerfahren.
Cholesterin aus der Nahrung ist nicht verantwortlich für hohe LDL-Werte.
Viel entscheidender ist die Menge der Kohlenhydrate in der Nahrung, die über das VLDL den LDL-Wert erhöhen. Sehr gut beschrieben bei Dr. Nicolai Worm in “Menschenstopfleber”.
Als lebenslanger intensiver Ausdauersportler, der sich schon seit knapp 40 Jahren sehr gesund ernährt hatte, hatte ich bis 2013 trotz Sport und bewußter Ernährung ( beides angeblich LDL-senkende M aßnahmen ) immer erhöhte LDL- ( so um 180 ) und niedrige HDL-Werte ( so um 40 ). Dann habe ich Ostern 2013 den hohen Kohlenhydratkonsum ( hoher Kalorienbedarf bedingt durch den Sport ) durch eine low-carb-Ernährung abgestellt, und siehe da: HDL-Wert von 80 und LDL nur noch bei 113.
genau so, wie es nach Dr. Worm zu erwarten war !!!

#3 |
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Allerdings wird nicht darauf eingegangen, wie weit der Cholesterinspiegel gesenkt werden sollte! Mit jeder Senkung werden wieder einige tausend neue potentielle Konsumenten geschaffen!

#2 |
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Wirkt wie eine Werbesendung!
Abstossend

#1 |
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