Die krieg ich, die mach ich.

Famulatur – eine schwere Geburt?

13. November 2009

Susanne hat Ihre Famulatur auf Gynäkologie und Geburtshilfe in Gotha an der Heliosklinik absolviert. Jetzt erzählt sie Euch, wie man Ultraschall beherrscht und den Fetus richtig ausmisst.

DocCheck Campus: Wo und wie lange hast Du famuliert?

Susanne: Ich habe eine 2-wöchige Famulatur auf einer Station für Gynäkologie und Geburtshilfe in Gotha an der Heliosklinik absolviert.

DocCheck Campus: Wie hast Du die Stelle Deiner Famulatur gefunden?

Susanne: Ich habe im Internet mein Wunschkrankenhaus gesucht und mich dann an die Personalabteilung gewendet.

DocCheck Campus: Was war Deine Motivation für das ausgewählte Fachgebiet?

Susanne: Das Fachgebiet hat mich näher interessiert. Außerdem war es eine hervorragende Möglichkeit, den Ultraschall ein bisschen besser zu verstehen und zu üben. Des weiteren wollte ich ein operatives Fachgebiet, mich aber während meiner Famulaturzeit aber auch nicht nur auf den OP-Saal beschränken.

DocCheck Campus: Wie sah Dein Tagesablauf aus? Was waren Deine Aufgaben?

Susanne: Wenn ich zeitig da war, konnte ich den Schwestern noch helfen, Blut abzunehmen. Dann war Visite und anschließend Morgenbesprechung. Nach der Visite bin ich entweder in den OP, mal nur zum schauen, mal als 2. oder 1. Assistenz. Dies war unterschiedlich, je nachdem wer operiert hat und welche Operationen anstanden. Wenn ich nicht im OP war, habe ich Patienten aufgenommen oder untersucht.
Außerdem habe ich noch während des Tages Flexülen gelegt und Ports angestochen. Manchmal habe ich beim Ultraschall zugeschaut, manchmal aber auch selber geschallt. Von mal zu mal wurde ich besser und durfte mehr machen. Bei Schwangeren konnte ich zum Beispiel, immer unter Anweisung, schallen und dann den Fetus ausmessen.

Mein Tag begann um 7 Uhr und endete unterschiedlich. Wenn ich halb drei gerade nichts gemacht habe, durfte ich auch da schon nach Hause gehen. Ich bin aber auch manchmal länger geblieben, wenn eine interessante Aufnahme oder eine Geburt anstand.

DocCheck Campus: Was hast Du gelernt?

Susanne: Meine praktischen Fähigkeiten habe ich auf jeden Fall verbessert. Mein Stand, als ich begonnen hatte, war: Blut abnehmen bei Patienten mit super Venen. Als ich ging: Blut abnehmen ging sehr gut und ich brauchte keine super Venen mehr. Vorher hatte ich nur einmal gesehen, wie man einen Port ansticht, dort durfte ich es mehrmals unter Aufsicht selbst machen. Außerdem habe ich gelernt, Flexülen zu legen. Die Anästhesisten hatten auch kein Problem, wenn ich bei Ihnen nach gefragt habe, ob ich es bei den Patienten vor der OP versuchen darf. Ich durfte auch gynäkologisch untersuchen. Im OP bin ich jetzt auch mehr vertraut mit den einzelnen Instrumenten.

DocCheck Campus: Wie waren das Arbeitsklima und die Betreuung?

Susanne: Das Arbeitsklima war sehr gut. An meinem ersten Tag hat die Oberärztin mich noch einmal den Ärzten vorgestellt. Bei den Schwestern habe ich mich selbst vorgestellt, sodass es da auch keine Probleme gab und ich nett empfangen wurde.
Die Betreuung war sehr gut. Ich konnte jeden Arzt fragen. Mir wurde viel erklärt und gezeigt. Manchmal wurde ich sogar extra gerufen, weil es was besonderes gab oder um in den Kreißsaal zu kommen, weil „da gerade was los sei“.

DocCheck Campus: Was war der beste Moment?

Susanne: Als ich bei einer Geburt dabei sein durfte und im OP nähen zu dürfen.

DocCheck Campus: Was war der schlimmste Moment?

Susanne: Als ich dabei war, als einer ca. 40 Jährigen Frau die Diagnose Ovar-Ca gesagt wurde und mit ihr die OP besprochen wurde.

DocCheck Campus: Hast Du eine Vergütung oder andere Unterstützung für Deine Famulatur bekommen?

Susanne: Ich durfte kostenlos parken und Mittag essen. Des weiteren bekommt man pro 4 Wochen Famulatur 100 Euro als Vergütung.

DocCheck Campus: Hast Du Tipps für die anderen Famulanten?

Susanne: Immer schön vorstellen und fragen.

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Helios Klinik Gotha
Personalabteilung
Friedrichstr. 136
10117 Berlin

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