Brustkrebs: Neuer Behandlungsansatz

9. August 2013
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Forscher wiesen an der Oberfläche von Brustkrebszellen die Aktivierung des Proteins Ret (Rearranged during transfection) nach. Erhöhte Werte dieses Proteins sind mit einer geringeren Überlebensprognose von Brustkrebspatientinnen verbunden.

“Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Ret-Enzyme (Ret-Kinase) ein attraktives und neuartiges therapeutisches Ziel in ausgewählten Gruppen von Brustkrebspatientinnen sein können”, fasst Lukas Kenner vom klinischen Institut für Pathologie der MedUni Wien und Leiter des Wiener Teams die Resultate der Studie, die jetzt im Magazin „EMBO Molecular Medicine“ veröffentlicht wurden, zusammen.

Erste Versuche mit spezifischen Ret-Inhibitoren haben dabei gezeigt, dass die Ausbreitung von Krebs und die Anzahl der Metastasen in der Lunge verringert werden können, wenn die Aktivität der Ret-Enzyme in Tumorzellen blockiert wird. Bei den vorliegenden Tests wurden zwei bereits bekannte Blockadestoffe verwendet.

Blockade der Ret-Enzyme verringert Tumorwachstum

Die Wissenschaftler untersuchten Tumorgewebe von mehr als 80 Brustkrebspatientinnen, wobei Antikörper verwendet wurden, um das Ret-Protein in den Proben zu erfassen. In anderen Experimenten wurden vier verschiedene Krebszelllinien verwendet, um die Auswirkungen von Ret-Inhibitoren auf den Verlauf und die Ausbreitung von Brustkrebs zu untersuchen.

Kenner: “Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Blockade der Ret-Kinase das Wachstum und die Ausbreitung der Tumore im Organismus verringern kann, und somit eine vielversprechende neue Therapie darstellen könnte.”
 
Die Blockade von Rezeptor-Enzymen mit Antikörpern oder niedermolekularen Inhibitoren ist ein bereits klinisch erprobter Ansatz für die Krebstherapie. Allerdings kommt nur ein Teil der Patienten für diese Art von Behandlungen in Frage. „Daher sind weitere Anstrengungen erforderlich, um zusätzliche Inhibitoren für die Blockade von Brustkrebs zu finden“, so Kenner.

Originalpublikation:


Ret inhibition decreases growth and metastatic potential of estrogen receptor positive breast cancer cells
Lukas Kenner et al.; EMBO Molecular Medicine, doi: 10.1002/emmm.201302625; 2013

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Gynäkologie, Medizin, Onkologie

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1 Kommentar:

Hildegard Schäl
Hildegard Schäl

Sehr interessanter Artikel, der vielen betroffenen Frauen wieder Mut macht.

Hildegard Schäl
MARS-Methode

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