Konnektoren: Ob du willst oder nicht

14. August 2018

Für Praxisinhaber sind die Konnektoren ein großes Ärgernis: Es gibt Probleme bei der Installation, im Alltag ist die Technik zu langsam und wer die Anschaffung verweigert, dem drohen Geldstrafen. Derweil sagt Spahn: „Ohne Konnektoren verlieren Ärzte den Anschluss an die Zukunft.“

„Wir wehren uns alle mit Händen und Füßen gegen die Konnektoren“, erzählt der kinderdok, ein bloggender Kinderarzt bei DocCheck. Er betreibt eine eigene Praxis und muss sich zwangsläufig mit dem Thema Konnektoren auseinandersetzen. Diese Tools sind Teil der Telematikinfrastruktur des deutschen Gesundheitswesens und stellen die Schnittstelle zu den Gesetzlichen Krankenversicherungen dar, etwa um Stammdaten von Versicherten abzufragen. Später soll auch das Abrufen der elektronischen Patientenakte und des elektronischen Rezepts über die Konnektoren möglich sein.

Etwas technischer ausgedrückt bauen Konnektoren ein virtuelles privates Netzwerk (VPN), also ein in sich geschlossenes sicheres Netz auf, um mit externen Systemen zu kommunizieren. Laut gematik-Fachportal wurden bislang zwei Konnektoren zugelassen, nämlich die KoCoBox MED+ (KoCo Connector GmbH) und der VSDM-Konnektor (T-Systems). Die KoCo Connector GmbH arbeitet mit CGM und der Concat AG als Vertriebspartner. T-Systems bietet die Tools direkt an. Der Markt ist momentan also recht überschaubar.

Erst mal keinen Konnektor anschaffen

Der kinderdok sieht bei Konnektoren noch viele Baustellen:  „Zu viel Kontrolle, zu viele Hardware-Probleme. Jedes Einlesen der Karte braucht bis zu zwei Minuten für den Online-Abgleich mit dem Kassenserver, bei uns sind das 200 Minuten am Tag.“ Außerdem handle es sich momentan noch um ein Monopolisten-Geschäft. „Ein heißes Thema, unser Berufsverband der Kinderärzte empfiehlt intern, sich keinen Konnektor anzuschaffen“, erzählt der Insider weiter. Doch wer sich weigert, muss Strafe zahlen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung informiert: Ab dem 1. Januar 2019 müssen alle Praxen in der Lage sein, diesen Datenabgleich durchführen zu können. Das heißt: Sie müssen an die TI angeschlossen sein, sonst drohen Honorarabzüge von einem Prozent. Das ist dem kinderdok aber egal: „Ich habe keinen Konnektor und werde auch erstmal keinen anschaffen.“

Diesen Ansatz vertritt auch Dr. Hermann Josef Kahl gegenüber DocCheck. Er ist Arzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendkardiologie, aus Düsseldorf: „Wir haben von den Schwierigkeiten gehört und setzen deshalb auch keine Konnektoren ein.“ Dies sei angesichts der Abstürze und der wenigen Geräte derzeit nicht sinnvoll. „Wir warten ab, bis ein vernünftiges, gut implementierbares System verfügbar ist.“

Technik legt Praxen lahm

Es handelt sich hier nicht um Einzelfälle, wie Dr. Werner Baumgärtner von MEDI GENO Deutschland schreibt. Sein Verbund vertritt nach eigenen Angaben knapp 17.000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten und gehört damit zu den größten Ärztenetzen in Deutschland.

Baumgärtner stellt in einem Artikel auf der Medi-Verbund-Seite die Ergebnisse einer Befragung mit 1.259 Praxen vor. Von ihnen haben 860 bereits Konnektoren im Einsatz.

  • 24 Prozent berichteten von Problemen bei der Installation. Dazu zählten vor allem Systemabstürze und -ausfälle, lange Installationszeiten oder inkompatible Hardware-Komponenten.
  • 64 Prozent aller User gaben an, dass es durch den Datenabgleich zu Verzögerungen im Praxisablauf kommt.
  • Bei 30 Prozent waren es maximal 5 Sekunden, bei weiteren 31 Prozent 6 bis 10 Sekunden, bei 11 Prozent 11 bis 15 Sekunden und bei 8 Prozent sogar 16 bis 20 Sekunden.
  • 48 Prozent kreuzten an, seit der Installation komme es zu Systemabstürzen.
  • 61 Prozent gaben sonstige Schwierigkeiten zu Protokoll. Teilweise funktionierten Online-Abgleiche nicht, manchmal ließen sich Gesundheitskarten nicht einlesen.
  • Auch die Service-Hotline sei schlecht erreichbar gewesen, teilweise schalteten sich Techniker erst 10 Tage nach der Fehlermeldung auf ein System.

In der Umfrage wurde auch nach den Anschaffungskosten und den Erstattungen durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) gefragt. Eine Frage lautete: Wurden alle Installationskosten von der KV ersetzt? 29 Prozent gaben an, dass die Kosten erstattet wurden; 31 Prozent verneinten die Frage und weitere 40 Prozent wissen noch nicht, ob die Kosten erstattet werden.

Als Unterdeckung, also Eigenanteil, geben Kollegen vor allem 100 bis 1.000 Euro an (62 Prozent), seltener waren es 1.000 bis 2.000 Euro (17 Prozent), 2.000 bis 3.000 Euro (5 Prozent) oder 3.000 bis 4.000 Euro (9 Prozent).

Details hat das Bundesgesundheitsministerium noch im E-Health-Gesetz geregelt. Laut KBV sinkt der Zuschuss je nach Quartal der ersten Nutzung (nicht Anschaffung) stetig ab:

connector

© KBV

Im Artikel geht Baumgärtner auf alle Ergebnisse der Umfrage ein und nennt diese alarmierend. „Das Hauptproblem bleibt, dass Praxen nach der Konnektorinstallation die elektronische Gesundheitskarte 1, die sich immer noch im Umlauf befindet, oft nicht mehr einlesen können und deshalb für jeden Patienten ein aufwendiges Ersatzverfahren durchführen müssen“.

Er bewertet es als „Skandal, dass unter diesen Voraussetzungen die Praxen unter gesetzlicher Strafandrohung gezwungen werden, den TI-Konnektor zu installieren“. Für ihn ist klar, dass eine unabhängige Stelle prüfen muss, warum es zu Abstürzen kommt. Gleichzeitig will der Experte klären lassen, wer für finanzielle Schäden aufkommt, sollten sich alte eGK1 nicht einlesen lassen.

Apos: Derzeit keine Sanktionen

Werfen wir noch ein Blick auf öffentliche Apotheken. Laut E-Health-Gesetz müssen sie ebenfalls Konnektoren anschaffen, um elektronische Gesundheitskarten einzulesen und E-Medikationspläne zu bearbeiten. Ab dem 1. Januar 2019 sollen nach dem E-Health-Gesetz alle Praxen und Apotheken an die Telematikinfrastruktur(TI) angeschlossen sein. DAZ.online vermutet, es sei noch keine Apotheke mit einem Hardwarekonnektor an die TI angeschlossen. Das hat drei Gründe:

  • Anders als Ärzte müssen Apotheker im Tagesgeschäft derzeit noch keine eGK einlesen.
  • Apothekern drohen keine Sanktionen, sollten sie sich querstellen.
  • Medikationspläne sind eher in Praxen als in Apotheken ein Thema. Mediziner erhalten ein Honorar für ihre Leistung, Apotheker nicht.

Der Druck steigt

Doch zurück zu den Ärzten. Mittlerweile ist die Kritik auch in Berlin angekommen. „Angesichts anhaltender Verzögerungen auf Herstellerseite fordere ich ein rasches Umdenken beim Rollout der Telematikinfrastruktur“, so Tino Sorge. Er ist Bundestagsabgeordneter der CDU – und seine Äußerungen dürften dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nicht wirklich gefallen. Sorge weiter: „Ärzte sollen für unverschuldete Verspätungen nicht sanktioniert werden.“ Er spricht von einem „Oligopol-ähnlicher Markt“ mit knappen Angeboten ohne echten Wettbewerb. Seine Forderungen sind mehr als deutlich:

  • Weitere Konnektoren sind in einem „Express-Verfahren“ zuzulassen.
  • Für die Erstattung soll der Bestellzeitraum ausschlaggebend sein – und nicht der Zeitpunkt der Inbetriebnahme.

Sowohl die FDP als auch die AfD fordern mittlerweile, die Fristen um mindestens sechs Monate zu verlängern. „Da aktuell nur rund 17.000 Praxen (ca. 12 % aller Praxen) vollständig an die Telematikinfrastruktur angebunden sind, ist nicht damit zu rechnen, dass die fehlenden 85.000 Praxen rechtzeitig zum Jahresende mit der notwendigen Hard- und Software versorgt und angebunden werden können“, schreibt Dr. Wieland Schinnenburg von der FDP. Jetzt kommt es auf Spahn an, ob der Fristtermin am 31. Dezember 2018 gekippt wird. Ob er das tun wird ist fraglich. „Auch wenn ich die Reserviertheit nach 14 Jahren Warten auf die Gesundheitskarte verstehe, rate ich den Ärzten: Besorgen Sie sich einen Konnektor“, so Spahn im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt. „Ohne Konnektoren verlieren Ärzte den Anschluss an die Zukunft!“

56 Wertungen (4.39 ø)
Gesundheitspolitik, Medizin

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24 Kommentare:

Zahnarzt

Ich werde mich diesem Terror von Bürokratie nicht beugen. Eine strafe von 1% kann ich verschmerzen, wenn ich die Daten meiner Patienten in sicheren Händen weiß.
Aber Angst macht es schon, wie mit uns Ärzten verfahren wird. Und ängstliche Menschen lassen sich halt gut beherrschen.
Sich dagegen wehren hilft den Kopf klar zu halten und sich nicht unterkrigen zu lassen, die Geschichte der DDR hat es gezeigt.
IN MEINE PRAXIS KOMMT KEIN KONNEKTOR, MEIN PRAXIS-PC BLEIBT OFFLINE

#24 |
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Medizinphysiker

Immer wenn schon Worte verwendet werden die man nicht sofort versteht #Konnektor# ist äußerste Vorsicht geboten.

#23 |
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Medizininformatiker

Leider ist es ja mit dem VPN-Gateway alias Konnektor, dem Kartenterminal und dem Praxisausweis kostentechnisch nicht getan. Denn dazu kommt noch eine monatliche Gebühr von derzeit rund 76,-€ für die Nutzung des VPN-Netzes. Mal schauen, wie sich diese Grundgebühren noch entwickeln…
Das ganze ist wohl wieder einmal eine Lizenz zum Geld drucken. Die benötigten Elektronikkomponenten verkaufen wir an nicht medizinische Einrichtungen für weniger als die Hälfte.

#22 |
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Psychotherapeut

Als Psychotherapeutin in eigener Praxis werde ich ebenfalls den Anschluss an die Telematik verweigern, da ich den Aufwand und Kosten dieses ganzen Technik-overloads in keinem Verhältnis zum Nutzen sehen kann. Ich weise ebenfalls auf meiner homepage auf die Konnektor-freie Praxistätigkeit hin.

Ich möchte noch alle Kollegen auf den Bezug eines tollen, wöchentlich erscheinenden Newsletter aufmerksam machen, auf dem sich weitere TI-Verweigerer austauschen.

Anmelden kann sich jeder einfach mit einer Email an:
newsletter@kollegennetzwerk-psychotherapie.de

#21 |
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Dr. Andreas Triebel
Dr. Andreas Triebel

Der Sinn des elektronischen Anschlusses ist ja nicht irgeneine Vernetzung, z.B. der Ärzte untereinander, sondern der Datenhunger der Kassen und der Regierung. Kassen und Regierung können keine Vorschriften machen ohne Daten. Datenbesitz ist eine Machtfrage.

#20 |
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Sieglinde D.A. Feick
Sieglinde D.A. Feick

Die Ärzte werden unnötig belastet, der Patient wird verunsichert und es geht zu Lasten beider Gruppen.

#19 |
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Dr. med. Barbara Fuchs
Dr. med. Barbara Fuchs

ich schließe mich dem obigen Kollegen an, auf der Homepage meiner psychotherapeutischen Praxis wird stehen:
„Diese Praxis ist konnektorfrei und Ihre Daten sicher- zu Ihrer Datensicherheit zahlen wir deshalb eine monatliche Strafe“.
Des weiteren erleichtert die Entwicklung die Überlegungen zum Ausstieg aus der Kassenpraxis sehr.

#18 |
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Sehr geehrte Kollegen/in
Ich finde es eine Unverschämtheit ,wie uns Ärzte, heute das Geld aus den Taschen gezogen wird, geschweige den von der Technik, die eigentlich keiner braucht. Es geht ja schon mit der SMC-B Karte los, eine stinknormale Sim-Karte für die wir 600€ auf den Tisch legen dürfen für die Deutschen Bundesdruckerei. Der Konnektor, der bis vor kurzen 2400 € kostetet und nur von einer Firma geliefert wurde und der nach drei Monate Günstiger wird mit der Kürzung der Pauschale um 300-400€. Ist ein stinknormales Modem was wahrscheinlich nicht mehr als 150€ Kostet. Wir sollen auf Wirtschaftlichkeit , auf Korruption und etc. achten. Wir haben ein Leistungskatalog auf den wir achten müssen, die Position darf nicht mit der zusammen abgerechnet werden etc. Dann kommt eine Firma mit einen Produkt, von der Politik gefördert, und darf das verlangen was es möchte. Ich denke hier in Deutschland läuft einiges schief. Die Zahnärztekammern habe sich sowieso nur zu einer Behörde entwickelt die uns Fortbildung anbietet, wenn es um unsere Interessen geht stehen wir alleine da.

#17 |
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Es gibt kein sicheres Netz, sowie es keine sichere Atomkraft gibt oder irgendeine andere Technik gibt. In meinem Praxisalltag gibt es keinen Pat, der sich eine bessere Vernetzung der Praxen wünscht. Wenn es Vorbefunde gibt, soll der Pat diese mitbringen oder anfordern per Brief oder Fax. Die Software und Hardwareindustrie schürt Bedürfnisse, die weder die Ärzte noch die Pat haben. Es geht um sehr viel Geld, das der Patientenversorgung an Personal etc fehlt. Lassen wir die Informatiker zu Pflegekräften und Ärzten umschulen- das wäre ein vernünftiger Ansatz :-) Konnektor und eCard nein Danke! Wir brauchen mehr Zeit für die Pat nicht für noch mehr Buerokratie Datensammeln und weiterleiten etc

#16 |
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Dass sie dieses “VPN” als ein geschlossenes “sicheres” Netz beschreiben stört mich schon gewaltig.
Es gibt kein sicheres Netz, es gibt nicht einmal einen absolut sicheren Weg.
Wenn Diebe in eine Praxis einbrechen, sind womöglich die Daten dieser einen Praxis weg (diese Diebe haben meist andere Absichten), wenn sie aber in das Netz einbrechen, dann haben sie aber Millionen und Abermillionen Daten gestohlen (sensible Daten).
Ich warte jetzt schon auf die Nachrichtenmeldung:” Bei der XY-Krankenkasse wurden die Daten gehackt, über 6 Mio. Patientendaten wurden wurden gestohlen”
Wo es einen Bedarf gibt, an Daten zu kommen, “bemüht” man sich, auch an diese ran zu kommen. Und der Markt ist riesig!
Uns Ärzte Sand in die Augen zu streuen und uns zu beruhigen zu versuchen, ist sicher der falsche Weg.
Wir haben eine Verantwortung unseren Patienten gegenüber und daran wurden wir durch das neue Datenschutzgesetz nochmals eindringlich erinnert.
Dies sitzt mir noch immer in den Knochen und wird mir bis zu meiner baldigen Rente nicht mehr raus gehen.
MaW: mir reicht`s.

#15 |
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Dr. med. Hans N. Wolffgang
Dr. med. Hans N. Wolffgang

Ich spare mir den Konnektor auch erst einmal und kaufe lieber bessere Medizintechnik.
In den Vertragsentwürfen habe ich horrende monatliche Servicegebühren gefunden, da wird der 1% Honorarabzug fast ausgeglichen.
Solange ich nicht per Gesetz gezwungen werde, lasse ich es.
Außerdem: Ich bin 62 Jahre alt und hätte ganz gern noch ein paar Jahre gewerkelt, aber ich muss bald nicht mehr. (Chirurg)

#14 |
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Nichtmedizinische Berufe

Wahnsinn, als Patient macht mir das große Sorgen.

#13 |
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Nichtmedizinische Berufe

Konnektoren? Ich bekomme ja gleich Angst-Sorgen,ich weiß nämlich immer noch nicht , was das sein soll?Wenn eine Praxis Konnektor-frei sich nennt, kann ich Vertrauen gewinnen.Ich halte mich von der Sache so lange zurück, bis ich die gründlichste Durchprüfung nachvollziehen konnte:Und das dauert lang.Also hiermit wollte ich gesagt haben;:Jeder werde mündig, aber nicht als Gegner, sondern als Mitbezeuger,:Und ausserdem:Also vom standpunkte des Laien:Sei er gebildet.Nur:Er , der gebildete Laie, wird keinen Fachmann ersetzen können etc.
Der Liebende ohne Fachwissen:Meinte er , besser dastehen zu können als alle , die schon immer liebten?Also wenn hier schon mal Parteien ins Spiel kamen:So ist meine Position die der absolut souveränen, aristokratischen Weisheit:Dann werden wird zuerst mal über alle Parteiungen zu raisonnieren beginnen:Warum nicht?Und weil wir ja doch einen Präsidenten haben , der souverän über allen zu stehen habe:Dann bin ich früh, dass wir einen oder unseren Bundespräsidenten haben.

#12 |
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„Diese Praxis ist konnektorfrei und Ihre Daten sicher- zu Ihrer Datensicherheit zahlen wir gerne eine monatliche Strafe“ so oder so ähnlich sollte man sich auf die Seite der Patienten stellen. Es ist kaum zu verstehen, dass schon 12 % der Kollegen diesen Datenwahnsinn selbst finanziert mitmachen. Die Softwarelobby ist so stark wie die Atomlobby in den 70 er – fast die gleichen „Zukunftsargumete“ -wahrscheinlich müssen wir später auch für die Schäden zahlen bzw. den „Rückbau“ finanzieren. Wir müssen uns diesmal konsequenter wehren.

#11 |
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Dr. Ive Schaaf
Dr. Ive Schaaf

Gibt´s eigentlich auch irgendwen, der dieses Zeug gut findet? Wenn nicht, wieso kann es dann trotzdem eingeführt werden?
Ach ja, und hab ich nicht neulich im Radio gehört, dass Angela Merkel dem Herrn Spahn freie Hand gegeben hat, komplett zurück zu rudern sowohl bei der neuen Karte als auch bei den Konnektoren? Der Flughafen Berlin lässt sich nicht mehr rückgängig machen, da kann man nur ein Museum draus machen, aber die Karte und die Konnektoren ließen sich einfach so abblasen. Es dauert eh nicht mehr lang bis Fratzebock oder Dr. Gockel eine App haben, die all das kann, was die Neuerungen unseres Gesundheitswesen hätten können sollen aber nie so hinbekommen haben wie man es wollte – zum Nulltarif, auf jedes Smartphone, betrieben und gepflegt von den Patienten und nicht vom Arzt. Das ist auch richtig so. Die Datenhoheit dem, dem die Daten gehören – dem Patient. Er entscheidet dann, was er wem mitteilen will

#10 |
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Dr. med. Joachim Wolf Kaiser
Dr. med. Joachim Wolf Kaiser

Wenn die Telematik verpflichtend und ihre Nichteinführung sanktioniert wird, werde ich mein 63. Lebensjahr vollendet und meine Praxis geschlossen haben. Es ist eben immer ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, und die Telematik war der Tropfen bei mir. Ich werde mir den Wahnsinn, bis auf ein leichtes Lächeln auf meinen Lippen unbeteiligt, als Frührentner ansehen. Meine Kassenzulassung habe ich bereits zurückgegeben. Das war richtig befreiend. Ich bin nicht unersetzlich, und irgendwie geht es weiter, für meine Mitarbeiterinnen, für mich und auch die ehemaligen Patienten der Praxis. Einen Nachfolger für den freien Arztsitz sucht die Kassenärztliche Vereinigung seit etwa einem halben Jahr ohne Erfolg.

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Hat der Patient eigentlich ein Widerspruchsrecht gegen diesen Wahnsinn.

#8 |
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@Doktor Hans Stange. Dafür werde Sie aber von einem Internet Weinanbieter Angebote bekommen. Ist doch auch was.

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Arzt Frank Glasenapp
Arzt Frank Glasenapp

Ich kann nur jedem das exspektative Vorgehen bei den “vorprogrammierten” Systemausfällen raten und sich nicht von der Prämie ködern zu lassen.

Die kleine Differenz fängt die Ausfallzeiten und den Unmut im Team bei weitem nicht auf.
Außerdem sind es Betriebsausgaben, wie andere Anschaffungen auch …

#6 |
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Dr. Hans Stange
Dr. Hans Stange

Kürzlich beim Herzdoktor die Frage : Trinken Sie abends hin und wieder ein Glas Rotwein ? Ich beantwortete die frage mit ja.
Im Arztbrief wurde daraus “Trinkt regelmäßig Alkohol ”
Hoffentlich hat der noch keinen Konnektor, sonst seh ich (76 Jahre) schwarz für meinen Führerschein und meine Kassehgebühren

#5 |
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Bei einem virtuellen privaten Netzwerk mit ca. 2 Mio. Zugangsberechtigten von einem sicheren Netzwerk zu reden ist eine schlichte Lüge. Bei der Größe ist das Netzwerk immer zu knacken. Auf je 1000 Personen kommt immer eine kriminelle Person, egal, welche Auswahl man auch trifft.
Offensichtlich ist auch die Programmierung der Konnektoren nicht nur mit offengelegten Befehlen erfolgt, sondern es wurden offenbar auch Erweiterungen genutzt, die nicht mit allen Programmen kompatibel sind. Das ist ein Versagen der gematik bei der Zulassung.
Ich würde sagen:
MIT DER GEMATIK VERLIEREN DIE ÄRZTE DEN ANSCHLUSS AN DIE ZUKUNFT!!!

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Alles ist Zwang. Sogar Telematik. Ein Teil vom unsere Demokratie oder Prostitution ?
Guten Tag und gute Nacht Deutschland

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Wer sich der TI anschließt, verliert die Kontrolle über seine Datensicherheit und verletzt nach derzeitigem Datenschutzgesetz die Schweigeverpflichtung §203 !!!!!!!!!!!!! Besser die Strafe der K(Z)V ertragen, als eine der Gerichte. Was die Patienten wollen und mit ihren Daten auf ihren Handies (Apps), Uhren, usw. machen, hat uns Ärzte nicht zuinteressieren!!!

#2 |
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Otmar Bayer
Otmar Bayer

Das Fehlen eines Konnektors in einer Arztpraxis wäre für mich 1 Argument als Patient dieser Praxis mein Vertrauen zu schenken.

#1 |
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