Verschwörung auf weiter Fluor

24. Juli 2018

„Fluorid in der Schwangerschaft macht Kinder dümmer“ – Schlagzeilen wie diese gehen seit der Veröffentlichung einer mexikanischen Studie durch die Presse. Der Markt für fluoridfreie Produkte wächst, die Anti-Fluorid-Bewegung findet immer mehr Anhänger. Zu Recht?

Fluorid ist allgegenwärtig. Wir nehmen es beim Zähneputzen oder über fluoriertes Speisesalz auf. Mittags braten wir das Steak in der fluoridhaltigen Teflonpfanne. In der Werbung und auf „alternativen“ Verbraucherforen wird davor gewarnt. Ein schönes Beispiel für populistische und unseriöse Darstellung der Gefahren vor Fluorid ist die Homepage der ärztlich begleiteten Homepage „Wasserklinik“:

„Eine unbedenkliche Dosis Fluoride gibt es nicht. Bereits eine vermeintlich geringe, aber stete Aufnahme von Fluorid über fluoridierte Zahnpasta, Fluor-Tabletten oder auch in Speisesalz und Fluorid im Trinkwasser beschleunigt die Alterung und fördert den gesundheitlichen Verfall mit vielfältigen – meist unheilbaren – Erkrankungen“. Um den Verkauf eigener Wasserfilter zu fördern, wird der Anbieter noch drastischer: „Fluorid bzw. Fluoride gehören zu den giftigsten Substanzen auf der Erde, sind aggressiv und können sich sogar durch Stahl, Glas und Aluminium fressen.“

Alternative Fakten verunsichern

Hier werden aus dem Zusammenhang gerissene „Fakten“ fehlerhaft dargestellt. Bei der Beurteilung der Toxizität spielt es eine Rolle, ob es sich um organische oder anorganische Verbindungen handelt, ob Fluoridionen dissoziieren und ob das Salz löslich ist. Fluorwasserstoffsäure (Flusssäure) kann sich in der Tat durch Glas und Metall fressen, dies ist aber nicht mit Fluoridsalzen in Zahncremes vergleichbar. Es wäre so, als würde man behaupten, Zucker ist extrem explosiv, weil er 22 Wasserstoffatome enthält. Ganz zu schweigen von aggressivem Chlor im Kochsalz.

Dumm durch Fluorid

Die Laienpresse interpretiert Studien gerne falsch, nach dem Motto „Bad news are good news“. Die Zeitschrift „Brigitte Mom – das Magazin mit starken Nerven“ titelte unlängst „Fluorid in Schwangerschaft macht Kinder dümmer“. Die Studie wurde mit Müttern und ihren Kindern in Mexiko-Stadt durchgeführt. Während der Schwangerschaft wurde von den Frauen Urin gesammelt, tiefgefroren und der Fluoridgehalt bestimmt. Bei den Kindern im Alter von vier Jahren und im Zeitraum von sechs bis zwölf Jahren ermittelten Forscher den Intelligenzquotient. Knapp 300 Mutter-Kind-Paare schloss die Untersuchung ein. Das Ergebnis war eindeutig: Je höher die Fluoridkonzentration, desto geringer die kognitive Leistungsfähigkeit des Kindes. Mit einer um jeweils 0,5 mg/l höheren Fluoridkonzentration war ein um 2,5 Punkte geringerer IQ assoziiert.

Die Presse schlachtete dies populistisch aus und stellte einerseits einen kausalen Zusammenhang zwischen der Fluoridaufnahme und der kindlichen Intelligenz her, andererseits verknüpfte sie es direkt mit fluoridhaltigen Zahncremes. Die Kurzformel lautete „Fluoridzahncreme macht Kinder dumm“. Die Studie wies allerdings mehrere methodische Mängel auf. Von den Probanden wurde kein Sammelurin verwendet, sondern nur ein Spot-Urin, was die Aussagekraft erheblich verfälscht. Bei den Schwangeren erhob man nicht, aus welchen Quellen sie Fluorid aufnahmen. Das könnte zum Beispiel über das Trinkwasser erfolgen. In Mexiko-Stadt liegt der Fluoridgehalt im Trinkwasser zwischen 0,15 ppm und 1,38 ppm. In Deutschland enthalten über 90 Prozent der Trinkwässer nicht mehr als 0,3 ppm Fluorid.

Ausgangspunkt war die Promotionsarbeit von Deena B. Thomas, eine der Studien-Autorinnen. Vier von fünf Gutachtern ihrer Dissertation waren als Autoren an der späteren Studie beteiligt. Das Ergebnis überrascht, oder auch nicht: Weder die aufgenommene Fluoridmenge der Mutter noch die Fluoridkonzentration im Urin der untersuchten Kinder hatte einen Einfluss auf den IQ.

In diesem Zusammenhang ist auch eine Studie von Broadbent et al. von Bedeutung, in der bei etwa 1.000 Probanden ein Zusammenhang zwischen Fluoriden und dem IQ  gesucht wurde. Von der Geburt bis zum 38. Lebensjahr wurde die Aufnahme aus unterschiedlichen Fluoridquellen analysiert und mit dem Intellekt in Korrelation gebracht. Die Studie fand keinerlei Hinweise auf einen Zusammenhang. Fluorid macht also weder dumm noch ist es in geringen Mengen schädlich. Aber nutzt es denn wirklich der Gesundheit?

Fluorapatit nur in Kombination sinnvoll

Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz im menschlichen Körper. Er besteht zu fast 100 Prozent aus Hydroxylapatit, einem hydroxylierten Calciumphosphatsalz. Seit langer Zeit werden Zahncremes mit Fluorid eingesetzt, um den Zahnschmelz zu härten. Durch den Austausch des Hydroxid- gegen ein Fluoridion entsteht dabei auf der Oberfläche des Zahnschmelzes Fluorapatit, das unempfindlich gegenüber Säuren ist und so den Zahnschmelz vor aggressiven Faktoren schützt.

Seit einigen Jahren werden Zahncremes mit „flüssigem Zahnschmelz“ angeboten. Sie sollen den Zahn mit enthaltendem mikrofeinem Hydroxylapatit mineralisieren und vor Hitze- und Kälteempfindlichkeit schützen. Das Hydroxylapatit lagert sich in einer hauchdünnen Schicht auf Oberflächen an. Diese Schicht sorgt in der Tat für die Reduktion von Sensibilitäten und für einen höheren Glanz, hellt die Zähne auf und schützt sie vor einem Säureangriff, so die Ergebnisse eine Studie von Orsini et al.

Auf der Zutatenliste dieser Zahncremes findet man auch manchmal Fluorid. Die Kombination aus Hydroxylapatit und Fluorid in der Tube hat allerdings ein technisches Problem: Das Fluorid soll sich mit dem Zahn verbinden, der aus Hydroxylapatit besteht. Wenn nun die Zahncreme bereits feines Hydroxylapatit enthält, reagiert das Fluorid bereits in der Tube mit Hydroxylapatit. Aus diesem Grund wird in den meisten Hydroxylapatit-Zahncremes auf Fluorid verzichtet, was aus kariespräventiver Sicht nicht sinnvoll erscheint.

Grunau et al. raten in ihrer Publikation vom künstlichem Zahnschmelz ab: Ein fluoridfreies Produkt, das Zink-Carbonat-Hydroxylapatit enthält, sollte nicht empfohlen werden, da es keinen kariespräventiven Effekt aufweist. Auch die Stiftung Warentest orientiert sich bei Untersuchungen von Zahncremes daran. Zahncremes ohne Fluoride sind im Hinblick auf Kariesprophylaxe nicht geeignet. Die meisten dieser Studien wurden allerdings nicht an menschlichen Probanden sondern u.a. an Zähnen von Rindern unter Laborbedingungen durchgeführt. Hanning et al. kritisiert, dass sich dies keinesfalls auf Menschen übertragen lasse.

Zahnärztekammer ist Fluoridfan

Eduard R. Dörrenberg, Geschäftsführer des Unternehmens Dr. Kurt Wolff, schürt in einem Video gezielt die Ängste der Verbraucher vor Fluoriden. Seine Zahncreme ist frei von „toxischen“ Fluoriden. Diese Botschaft wird auch in der TV-Werbung verbreitet und führt dazu, dass die Zahnärztekammer mit Verbraucheranfragen überschüttet wird.

Die Bundeszahnärztekammer votiert unmissverständlich für Fluoride zur Kariesprävention und spricht sich in einer Patientenbroschüre klar gegen die Fluorkritik aus. „Die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta ist eine der wirksamsten kariespräventiven Maßnahmen. Fluoride sind eines der weltweit am gründlichsten untersuchten Medikamente: In über 300.000 wissenschaftlichen Untersuchungen wurde bisher kein Hinweis auf eine etwaige Gefährdung der Gesundheit bei korrekter Einnahme gefunden. Der starke Kariesrückgang in Deutschland wird unter anderem auch der Fluoridanwendung zugeschrieben“.

Die Kammer betont außerdem, dass neben fluoridhaltigen Zahncremes auch fluoridhaltiges Speisesalz zum Kochen und Backen verwendet werden soll. Wer Zahncreme und Salz mit Fluorid verwendet, kann jedoch auf die Einnahme von Fluoridtabletten zur Kariesprophylaxe verzichten.

In Deutschland nehmen Erwachsene durch unterschiedliche Fluoridquellen zwischen 0,4 und 1,5 mg des Halogens auf. Der Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt bei 3,5 Milligramm. Schwarzer Tee, Mineralwasser und Fisch sind einige Fluoridquellen. Fluorid wird nur durch Verschlucken vom Körper aufgenommen. Ein Risiko durch fluoridierte Zahnpasten besteht bei sachgemäßem Gebrauch nicht, weil der Mund nach dem Putzen ausgespült wird. Selbst bei versehentlichem Verschlucken liegt die Menge innerhalb der Richtwerte. Die Stiftung Warentest wertet alle fluoridfreien Zahnpasten grundsätzlich ab.

Wie so oft ist es bei kritischen Berichten über Verfahren oder Therapien in der Medizin notwendig, die Fakten genau zu studieren und von Populismus oder Panikmache zu trennen. Dies gilt auch für die Nutzen-Risikobewertung von Fluorid.

135 Wertungen (4.11 ø)

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33 Kommentare:

Dr. med. dent. Stefan Draeger
Dr. med. dent. Stefan Draeger

Sehr geehrter Herr Kollege Sigge,
verflixter, impertinenter Buchstabendreher: Natürlich “FLUOR” statt “FLOUR” !!!!!!
Aber trotzdem: Ironie muß erlaubt sein, weil gegen vermeintlich besser-wissende Besserwisser/Überzeugungstäter kein Kraut gewachsen ist!.
MFG Draeger

#33 |
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Dr. med. dent. Stefan Draeger
Dr. med. dent. Stefan Draeger

Sehr geehrter Herr Kollege Sigge,
falls Sie sich auch auf meinen ironisch-aufklärerischen Kommentar beziehen:
Vielen Dank, daß Sie mich auf meinen Buchstabendreher hinweisen: FLOUR statt richtig FLOUR. Aber das ist natürlich nicht der Knackpunkt: Es geht wissenschaftliche Korrektheit, nicht um Rechtschreibfehler: Nicht FLUOR ist das Thema sondern FLOURID !
Danke! Sehr aufmerksam .

#32 |
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Steckt nicht hinter dem Versuch, Zahnpasta mit Hydroxylapatit statt Fluor zu puschen der deutsch- brasilianische Ex- Milliardär und Pleitier Eike Battista ? Ich kann mich irgendwie dunkel an einen Artikel im Spiegel erinnern.

#31 |
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Dr. med. V. Stigge
Dr. med. V. Stigge

Wie schön, dass es auch einige sachlich denkende Kommentatoren gibt (zuletzt Herr Maeusel, Frau Eva Julia Fischer), sonst könnte man am IQ der vielen Pseudowissenschaftler verzweifeln.
Wie oft muss noch auf die richtige Schreibweise von FLUOR hingewiesen werden, bis sich die “Experten” von FLOUR endlich trennen.
Insgesamt eine sehr amüsante Diskussion, kommt doch eine Menge Halbwissen zutage.

#30 |
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#26 Hr. Maeusel, herzlichen Dank für dieses Lehrstück, wie mit Verschwörungstheoretikern im Idealfalle umzugehen ist. Ich habe mich köstlich amüsiert darüber, wie man die mit angeblichen Fakten um sich werfenden Trolle mit ihren eigenen Waffen schlagen und durch korrekte Präsentation der vorher unkorrekt präsentierten Fakten auf Herrlichste vorführen kann.
Wenn man nur immer die Zeit hätte, das alles nachzurecherchieren was einem diese Menschen, denen es an Bedeutung im eigenen Leben fehlt, weshalb sie sich die Bedeutung an anderer Stelle zurecht spinnen, immer so vor die Füße knallen…

#29 |
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Zahnärztin

Lieber Herr Kroj,
Selbstverständlich geht es hier um Meinungen einzelner- um was sollte es sonst gehen?! Es handelt sich um die Kommentarspalte und nicht um eine peer review. Allerdings vermisse ich persönlich in manchen Beiträgen die Bereitschaft, sich mit Fakten auf Grundlage von Studien auseinanderzusetzen, denn GEFÜHLTE Sachverhalte haben – zumindest diesbezüglich- keinen Wert.
Was meinen Sie denn mit” künstlichen Stoffen”?! Um Fluoriden zu entgehen, müssten Sie die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme einstellen. Komplett. Wenn ein ganz klein wenig ok ist, ziehen Sie in eine Gegend um, in der natürlicherweise der Fluoridgehalt im Trinkwasser sehr niedrig ist oder ernähren Sie sich ausschließlich von Muttermilch. Meinten Sie das mit Ernährungsumstellung? Und bloß keinen Fisch mehr essen( den sollten Sie schon deswegen nicht essen, weil er methyliertes Quecksilber enthält, dass zu einem äußerst hohen Prozentsatz resorbiert wird!)Und natürlich auch keinen schwarzen oder grünen Tee mehr trinken- zu viel Fluorid…..
Selbst komplexe Kohlehydrate sind kariogen. Also keine Kohlehydrate mehr essen?! Was stattdessen? Fette? Proteine? Das halten Sie für gesund?
Und was soll die Anspielung auf die Zeit des Nationalsozialismus? Diese Verbrecher haben alles Mögliche erforscht. Ist Ihnen deshalb Homöopathie suspekt? Oder Druckausgleich bei Tauchern?
Unbestritten ist, dass Fluorid in hohen Dosen gesundheitsschädlich ist, aber das trifft selbst auf Wasser zu.

#28 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich glaube, es geht hier, wie so oft, nur darum, seine Meinung zu vertreten.
Und wenn die nun mal lautet, dass Flouride gesundheitsfördernd sind, dann bleibt es dabei.
Frühere Studien über Amalgam sagten das ja auch immer und teiweise heute noch über dieses ungiftige Quecksilber. Zum Glück ändert sich das in heutiger Zeit etwas.
Es sollte grundsätzlich anders mit künstlichen Stoffen umgegangen werden und zwar in der Form, dass sie erst bei absolut und zweifelsfrei bewiesener Unschädlichkeit eingesetzt werden dürfen und sie allesamt zu festgelegten Intervallen, nach modernen Gesichtspunkten, neu beurteilt werden müssen, um weiter in der Zulassung zu sein.
Mir zumindest wird mulmig dabei, mir täglich einen Stoff zuzuführen, den die Nazis schon zu diversen Zwecken benutzten. Und das nur , um den Zahnschmelz noch härter, als er sowieso schon ist, zu verändern? Vielleicht wird er dadurch aber spröder, kann ja auch sein. Und ich glaube auch dass, wenn Flourid so aggressiv sein kann und Calcium aus dem molekularen Verbund reisst, es dieses mit Sicherheit dann auch an Enzymen oder an anderen Stellen im Körper, wo es alles andere, als gut ist vollbringt.
Aber ich bin kein Fachmann, nur Denker.
Mit weniger Zucker und einer Nahrungsumstellung wäre da schon ausreichend getan.

#27 |
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Sonstige

Moin,
als Historiker und Teilzeitbeschäftigter in einer Zahnarztpraxis bin ich hier bislang nur neugierig genug gewesen, die Beiträge zu lesen.
Jetzt einmal zu kommentieren, ist mir eine Notwendigkeit, weil die Themastik sich mit einer Materie beschäftigt, von der ich etwas verstehe. Damit meine ich nicht die Fluor-/Fluorid-Thematik. Alles, was ich davon weiß, läuft auf fluoridhaltige Zahnpasta hinaus, die ich selbst benutze.
Ich meine vielmehr den Versuch, hier eine Verschwörungstheorie zu etablieren, wie sie vom User Bernhard Knöfel am 24. Juli 2018 um 18:12 gestartet wurde. Er behauptet, vor ca. 15 Jahren sei von zwei Jugendlichen bei “Jugend forscht” die Schädlichkeit von Fluorid [fälschlich Flour geschrieben] nachgewiesen worden, weil es den Zahnschmelz spröde und brüchig mache.
Innerhalb von einem Jahr sei aber die Dokumentation dazu verschwunden bzw. alles internetrelevante Material einschließlich der Datenbanken von “Jugend forscht” diesbezüglich gelöscht worden. Wörtlich: “Wer kann so massiv investieren, um solch eine hervorragende Entdeckung aus unserem – inzwischen kurzem Gedächtnis und dazu auf allen Internetebenen und selbst bei “Jugend forscht” – gänzlich auszulöschen? Da muß man doch hellhörig werden, wenn es nicht mal die Zahnärzte interessiert!”

Zunächst einmal: Mich erinnert die Formulierung “Da muß [sic] man doch hellhörig werden” fatal an “Das muss man doch noch sagen dürfen!”
Dazu kommt die Unterstellung, eine unbekannte Person oder Gruppe habe mit offensichtlich unvorstellbar großen Summen ausgestattet, den erfolgreichen Versuch unternommen, die Gesellschaft aus Gründen zu betrügen und um Erkenntnisse zu bringen, weil dies allein im egoistischen Interesse dieser Person oder Gruppe gelegen habe. Nicht explizit ausformuliert, aber angedeutet: Fluoridbefürworter fälschen, betrügen und löschen mit großem Aufwand Internetdatenbanken.

Gelöscht wurde hier jedoch wohl nur die Erinnerung des Users. Meine Aufklärung seiner Thesen folgt hier.

“Vor ungefähr 15 Jahren”
(genauer: Anfang März 2009)

“erhielten 2 Jugendliche eine Auszeichnung bei “Jugend forscht””
(genauer: März 2009, Aschaffenburger Stadthalle: Präsentation des Regionalentscheids Unterfranken von “Jugend forscht” – Hendrik Straub und Steven Shenouda vom Balthasar-Neumann-Gymnasium stellten “Die Stabilität der Knochen – beeinflusst von Fluorid” vor (zit. nach Main-Post, 6.3.2009); die Jugendlichen nahmen Teil, erhielten aber keine Auszeichnung im Sinne eines Preises oder Sieges, noch nicht einmal im Bezirk Unterfranken, von Überregionalem ganz zu schweigen…)

“da sie zweifelsfrei an menschlichen Zähnen nachwiesen, daß Flour [sic], Flouride [sic] und Flourverbindungen [sic] den Zahnschmelz spröde und brüchig macht [sic].”
(genauer: sie legten Hühnerknochen tagelang in Fluoridlösungen ein und erreichten dabei eine größere Härte bei gleichzeitig höherer Sprödigkeit, abgesehen davon, dass ihnen schlicht etliche Knochen vergammelten).

Im gleichen Wettbewerb gingen zwei “Karlstadter Realschüler […] einer Behauptung der Fernsehsendung „Galileo“ auf den Grund, dass Salz die billigste Zahnpasta sei” (zit. nach mainpost.de, 6.3.2009)
“Das Ergebnis: Salz ist zwar die billigste, aber nicht die beste Zahnpasta. Es habe eine bleichende Wirkung, mache den Zahnschmelz aber rau und damit anfällig für Karies.” (mainpost.de, 6.3.2009)

Ich gehe davon aus, dass sich in der Erinnerung von Bernhard Knöfel diese Fakten zu einer Gewissheit verdichtet haben, die durch Fakten eben nicht mehr nicht zu halten ist. Sein Versuch einer Erklärung außerhalb der Faktenlage geriet zu einer Verschwörungstheorie.

Ja, die Gruppe der finanziell so gut ausgestatteten Bösewichter, die das Internet löschen, findet auch noch ihre Erklärung: An die geschilderten Fakten gelang ich explizit nur nach Anmeldung bei der Main Post. Tagespass kostete 1,79 Euro. Sonst hätte ich mich mit einigen wenigen Zeilen zufrieden geben müssen. Aber gelöscht war nix… Die Zeitung möchte nur ein wenig dafür bekommen, ihre Daten im Internet zur Verfügung zu stellen. Kann man zu stehen, wie man möchte, hat mit Bösartigkeit aber nichts zu tun.
“Jugend forscht” hat diese Arbeiten deshalb nicht in der Datenbank, weil dort nur die überregionalen Sieger verzeichnet sind.

Vielleicht haben meine Einwände ja Erfolg. Schön wäre es. Ich lasse mich übrigens gerne ebenfalls eines Besseren belehren – dann aber auf Beweislage von Fakten und nicht von Behauptungen und Unterstellungen.

Schönen Gruß, Volker Maeusel

Zuletzt: Wie Bernhard Knöfel (heute: Karlsbad bei Karlsruhe) an die Geschichte aus Aschaffenburg gekommen ist, kann ich nicht belegen. Die Entfernung zwischen den Orten beträgt aber gerade einmal 180 km über die Autobahn, Luftlinie noch weniger…

#26 |
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Dr. med. dent. Stefan Draeger
Dr. med. dent. Stefan Draeger

S.g.Juliane Deinzer
klar, daß Sie enttäuscht sind: Es reicht eben nicht als HPA (?) emsig Fakten und Nichtfakten zu sammeln und dann daraus einen selbstgefälligen Cocktail zu mischen. Offensichtlich bestimmen Sie selbst, was Tatsachen und was Polemik ist. Das geschieht meist aus laienhaft angesammeltem Einzelwissen. Zu meinem Bereich als Zahnarzt:
Z.B. FLUORID gelangt nicht in die Zahnpulpa, definitiv! Das verbindet sich nur im Zahnschmelz zu dem Säure-resistenteren Fluorapatit.Schon wieder diese böse “Fluor”! Ich hoffe, Sie meiden ebenso das böse Natriumchlorid ( vulgo Kochsalz), denn darin ist ja auch höchst giftige Chlor enthalten.
Zum Thema Kariesprophylaxe durch fluoridierte Zahnpasten und IQ der Nachfolgegeneration: Man hätte die Wiedervereinigung noch etwas aufschieben sollen, denn in der DDR selig hat man schon früh eine nicht zu befürwortende Zwangsmedikation durch fluoridiertes Trinkwasser durchgeführt mit dem Ergebnis der wesentlichen Reduzierung der Karies, die ähnlich erfolgreich in der BRD erst viel später durch die eingeführte Individualprophylaxe und verbessertes Zahnpflegeverhalten erreicht wurde.
In einer vergleichenden Studie (DDR versus BRD) mit Millionen von Pro-banden hätte man doch erst mal einen gesicherten IQ-Vergleich anstellen können. Vielleicht hätte die DDR dann gar nicht gewollt? Oder die BDR nicht? Verpasste Situation! Tipp für Frau Deinzer: Lassen Sie sich schockgefrieren und in ca. 439 Jahren wieder auftauen: Dann sind sicherlich auch alle Ihre Miß-Verständnisse zu Ihrer Zufriedenheit gelöst. Sorry, aber manchmal hilft nur Ironie! Noch ein Tipp für alle ZA-Kolleg(inn)en: Von Flour bez. der Kariesprophylaxe zu sprechen ist unwissenschaftlich! Bitte kein Tropfen Öl in den See der Besserwissenden.

#25 |
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Reinhold Eysel
Reinhold Eysel

Interessant ist
– selbst an dieser Stelle und anhand der Kommentare gut zu beobachten –
das Verhältnis von (ich bin mal ganzfrech) “Hysterikern” zu Menschen die – zumindest vorläufig – seit Jahrzehnten belegten Fakten vertrauen. (Z.B. dem Beleg aus der DDR. – Ein Wessi schreibt das übrigens ;-) –

#24 |
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HPA Juliane Deinzer
HPA Juliane Deinzer

Ich bin enttäuscht.

Sachlichkeit sieht für mich anders aus, also bei manchen Tatsachen polemisieren, und dann schön “sachlich” das nachbeten, was wir seit Ewigkeiten schon wissen.

Nur dass Chemie halt nicht jedermanns Sache ist, wenigstens die Details: Stoffe und Stoffverbindungen können sich im Körper nämlich wenigstens zu einem Mini-Prozentsatz lösen und Umwandeln (neue Verbindungen eingehen). Wer sagt denn, dass ein Natrium- oder Aminflourid immer dasselbe bleibt? Gehen wirklich genau 100% in den Zahnschmelz? Und die “zu vernachlässigende” Menge, die dann in die Pulpa wandert, an den Zähnen abgerieben und in den Körper aufgenommen wird, die ist egal? Das summiert sich! Ach ja, man hat ja eh noch die riesengroße Zahnpastamenge, die über die Mundschleimhaut wenigstens zu einem geringsten Teil resorbiert wird. Frägt sich, wieviel davon (wieviel Prozent) dann wieder aus dem Körper ausgeschieden werden kann.

Klar wissen wir noch nicht alles, aber kein Grund, nicht nach neuen Lösungsansätzen und auch Alternativen zur Flouridprophylaxe zu suchen. Ich meine, IQ fängt da an, wo man nicht daran glaubt, dass es keinen Zahn ohne Flourid geben kann, oder wo man wieder in die Bücher schaut (zur Not auch ausführlichere und ältere), wo genau steht, wie von Natur aus Remineralisation funktioniert (und auch mit was). Natürlich kann man auch mit hohem IQ falschinformiert werden, aber die Nebenwirkungen von Flour wie auch von allen anderen Giften zu dezimieren, dazu muss in der heutigen Zeit schon jeder sich selbst entscheiden (und genau da hat Flour/Flourid eine Nebenwirkung : weniger Selbstentscheidung, wie man häufig nachlesen kann).

Zum Kommentar mit der Mundflora und den giftigen/scharfen Zahncremes: konnte auch die Beoachtung machen, dass Keimtöten zu einer sich verschlechternden Mundflora führt. Das ist ja beim “heftigsten” Mittel Chlorhexidin durchaus bekannt. Für mich ist aber Minzöl und Xylit aber auch nicht so das “Wahre”, wäre wirklich für eine remineralisierende Zahnpasta ganz ohne Schmirgeleffekt, ohne Körperschädigung (wie z.B. durch Nanopartikel aus Calcium, die nur für die Zähne aber nicht für den ganzen Körper gut sind durch ihre Winzigkeit). Ohne andere Vorbeugestrategien und Forschungen in Richtung “andere Faktoren für/gegen Karies” als Kunstzuckerkonsum und mechanische Reinigung und chemische Zusatzstoffe (z.B. Flourid) kommen wir-denke ich- langfristig nicht besonders gut gesundheitlich weg (dass Füllungstherapie und auch andere Therapien äußerst belastend sind -selbst für Zähne- steht ja wirklich ganz außer Zweifel!!).

#23 |
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Nichtmedizinische Berufe

Schüßler Salze, wer dran glaubt hat schon verloren!

#22 |
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Fluorprophylaxe ist erfolgreich.
Fluorüberdosierung kann tatsächlich den Zähnen schaden.
Eine umfangreiche Aufklärund durch Zahnärzte (Kinderärzte sollten besser informiert sein) kann das verhindern.
Mit lokaler Fluoridierung (Kassenprophylaxe) ist man auf der sicheren Seite.
Der Fluorgehalt des Trinkwassers kann bei den örtlichen Wasserwerken erfragt werden. Lieber unter- als überdosieren bei oraler Einnahme und dann auf jeden Fall auf fluoridiertes Kochsalz verzichten

#21 |
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Gertraud Schmid
Gertraud Schmid

Heilpraktikerin

Die Dosis macht es wohl auch hier. Dr. Schüßler hat´s entwickelt, ist noch gar nicht so lang her: man kann den Zahnschmelz härten mit Fluor in potenzierter Form, Calcium fluoratum, das Schüßler Mineral Nummer 1, zusammen mit anderen: Nr. 2 und Nr.11. Hat sich in der Praxis bewährt, ein Hündchen hat enorm davon profitiert, die ersten Zähnchen waren Krümel, das Tierlein fraß Kalk von der Wand. Mit den Zweiten kaut es und kaut und kaut leidenschaftlich, wuff wuff und schöne Grüße aus dem Sommerloch.

Aus dem Chemieunterricht sei erinnert: Fluor verdrängt Chlor, Brom, Jod aus seinen Verbindungen. Daraus kann man folgern, und wieder, die Dosis… und das bei einem Spurenelement. Bei Zahncremes besteht immer das Risiko, zu verschlucken.

Ich mache einen Bogen um Zahncremes, auf denen zu lesen ist, dass sie für Kinder ungeeignet sind. Und außerdem sind milde Zahncremes empfehlenswert, weil die gesunde Mundflora nämlich allerhand Gutes produziert, wenn man sie lässt, angeblich sogar Vitamin B12, das man dann getrost in den Körper aufnehmen kann.
Ich beobachte, dass die üblichen Zahncremes mir inzwischen superscharf erscheinen UND am nächsten Tag hab ich einen schlechteren Atem.

#20 |
  32
Zahnärztin

Meine Güte! Irgendwie geht bei diesem Thema alles immer durcheinander….
Fluor ist mitnichten dasselbe wie Fluorid- ebensowenig wie Natrium dasselbe wie Natriumchlorid ist. Insofern ist in diesem Zusammenhang eine Diskussion über Fluor fehl am Platze.
Wir haben keinen Fluoridmangel, den wir ausgleichen müssen. Genaugenommen handelt es sich um den Versuch durch systemische oder lokale Fluoridierung die Ergebnisse einer kohlehydratreichen Kost zu minimieren. Alternativ könnte man seine Ernährung auf „frühe Jäger und Sammler“ umstellen um der Karies zu entgehen. Damit einhergehend sind jedoch vermutlich andere gesundheitliche Probleme, die die Menschen damals nicht mehr erlebt haben, weil sie nicht alt genug wurden. Oder man nimmt die Löcher in den Zähnen( und die damit einhergehenden Schmerzen)hin und lässt sich Füllungen machen. Aber welcher Art?! Amalgam? Gott bewahre- Quecksilber! Kunsttoff? Lieber auch nicht… jede Menge organische Verbindungen, deren Auswirkungen gar nicht bekannt sind….und selbst Keramik wird mit Kunstoff eingeklebt….
Dann doch lieber fluoridhaltige Zahnpasta und die Studien mal genauer lesen und den eigenen Kopf einschalten: Zwischen Ländern mit und ohne fluoridiertem Trinkwasser müssten ja statistisch signifikante Unterschiede im IQ Wert feststellbar sein, wenn es wirklich zu einer Intelligenzminderung durch Fluoride käme.

#19 |
  6
DS Holger Miersch
DS Holger Miersch

@ Herrn Knöfel: welche Jugendliche, welche Forschung, und Flour ist immer noch Fluor!

#18 |
  11
Dr. med. Max Bittrich
Dr. med. Max Bittrich

Wie von der Zahnärztin Frau Vette angesprochen, würde ich mir beim Thema Fluorverbindungen und Substitutionstherapie bei Neugeborenen einen Blick der zahnärztlichen Wissenschaft in Richtung MIH (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation) wünschen.

#17 |
  3

In den USA wir Trinkwasser seit langem fluoridiert.
Die letzten Wahlergebnisse beweisen doch eindeutig, dass diese Thesen stimmen!!!

#16 |
  9
Sonstige

#5 und #12 haben eigentlich schon alles gesagt.

#15 |
  8
Nichtmedizinische Berufe

Die Ahnungslosen, die Populisten, die Rechtsgläubigen, die Nicht-Fachleute werfen alles in eine Topf und rühren dann feste. Das nennt man alles so als es der liebe Gott erfunden hätte. Aber der ist weit weg oder doch nicht? Wer kann wohl daran Interesse haben an den Unfakten? Natürlich die Pharmaindustrie. Ach, ja zu dumm nur.
Klaus Fischer

#14 |
  29
Medizintechniker

Vor ca. 15 Jahren erhielten 2 Jugendliche eine Auszeichnung bei “Jugend forscht”, da sie zweifelsfrei an menschlichen Zähnen nachwiesen, daß Flour, Flouride und Flourverbindungen den Zahnschmelz spröde und brüchig macht.
Wurde hervorragend im TV übertragen. Nach einem Jahr suchten wir selbst bei “Jugend forscht” nach diesem Forschungsergebnis und den Jugendlichen vergeblich! Alles wie weggewischt! Wer kann so massiv investieren, um solch eine hervorragende Entdeckung aus unserem – inzwischen kurzem Gedächtnis und dazu auf allen Internetebenen und selbst bei “Jugend forscht” – gänzlich auszulöschen? Da muß man doch hellhörig werden, wenn es nicht mal die Zahnärzte interessiert!
Was geht bei uns vor??? Ich hoffe es melden sich die ehemaligen prämierten Jugendlichen und bringen ihre Forschungsergebnis wieder in Umlauf!

#13 |
  45

Der Mensch besteht nicht nur aus Zähnen. Die Effekte der Fluoride auf die Hormondrüsen sind wichtiger, vor allem auf die Zirbeldrüse (kombiniert mit Stress und Elektrosmog).

#12 |
  40
Heilpraktiker Gerhard Hildebrandt
Heilpraktiker Gerhard Hildebrandt

#5 Herr Lauer schildert kurz und knapp, welche Wirkungen die Fluoridierung im menschlichen Körper hat. Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht – Karies entsteht nicht durch zu wenig Fluordierung der Zähne, sondern durch zu viel raffinierten Zucker! (s. Dr. Bruker, Dr. Schnitzer)

#11 |
  26
Prof. Dr. Paul Roesch
Prof. Dr. Paul Roesch

Richtig!

#10 |
  4
Heilpraktiker

@ Prof. Dr. Paul Roesch #7
22 Wasserstoffatome …

#9 |
  3

Fluorwirkungen wurden seit dem Bestehen der leider wegrationalisierten Zahnklinik der Medizinischen Akademie Erfurt, Abteilung Kinderstomatologie, erforscht, gelehrt. Trinkwasserfluoridierung wurde von Herrn Prof. Künzel bereits Jahre vorher in Chemnitz eingeführt. Diese Maßnahmen führten zu einem eklatanten Rückgang der Karies, der ebenfalls belegbar war. Die Fluoridierung zusammen mit einem straffen System der kinderstomatologischen Betreuung selbst in kleinsten Dörfern zu DDR- Zeit bescherte unseren Kindern eine Zeit des Aufwachsens ohne Karies und Schmerzen. Denkt eigentlich jemand von den Fluorgegnern daran, wie sehr die Keime in Kieferknochen, Mundhöhle über Generationen die Menschen haben altern lassen? Karies macht nicht bei Milchzähnen halt, sie geht übergangslos auf unreife, gerade durchgebrochene bleibende Zähne über. Diskussionswürdiger finde ich die MIH, deren Ursache ( ich bin jetzt mal böse und verdächtige Bisphenol A, aus sinnlosen Umverpackungen und auch Zahnfüllungen) nach wie vor wissenschaftlich nicht belegt ist.
Und es gibt Orte auf der Welt, die natürlicherweise einen Wert von 3,8ppm und darüber haben. Sind die Bewohner jetzt alle intelligenzgemindert?

#8 |
  12
Prof. Dr. Paul Roesch
Prof. Dr. Paul Roesch

Wie viele Wasserstoffatome hat Zucker (=Sucrose) gleich nochmal?

#7 |
  6
Chemiker

Schauermärchen verkaufen sich leider gut. Und die Unwissenden, die sie für bare Münze nehmen, verbreiten sie mit Begeisterung weiter.

#6 |
  26
Reinhard Lauer
Reinhard Lauer

In Studien wurden vielfältige gesundheitsschädliche Wirkungen von Fluoriden festgestellt: Speicherung in der Zirbeldrüse, Schilddrüsen-Unterfunktion, Gewebeschäden durch oxidativen Stress, Lipidperoxidation und Mitochondriopathien. Dadurch entstehen chronische Entzündungen: die Herzmuskulatur wird signifikant geschädigt und ausgedünnt, Apoptose von Herzmuskelzellen. Außerdem Schädigung der Leber (Änderung der Leber-Enzym-Aktivitäten) und in der Folge auch Schädigung der Nieren.
Vielleicht könnte mal jemand etwas genauer die Fakten “von Populismus oder Panikmache trennen”.

#5 |
  77
Nichtmedizinische Berufe

Kindern das zum Zahnaufbau nötige Fluorid zu enthalten: Für mich Körperverletzung

#4 |
  65
Medizinphysiker

Fluorsalze kommen natürlicherweise im Trinkwasser jeweils in verschiedener Konzentration vor. Bei Trinkwasser mit höherer Konzentration sind Zahnschäden
seltener. Insofern betrachte ich etwa Zahncremes mit Fluoriden oder womöglich sogar mit Fluor angereichertes Trinkwasser als Ausgleich eines Mangels.

#3 |
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Weitere medizinische Berufe

Ich bin etwas enttäuscht von diesem Artikel. Meiner Überzeugung nach sind Fluoride in der Zahncreme unverzichtbar, aber ich hatte gehofft, hier nachlesen zu können, warum dies richtig ist, nicht was die Meinung der BZÄK ist.
Darüber hinaus ist der Hinweis mit den Fluoridtabletten irreführend, da diese ohnehin nur für Kinder gedacht sind. Erwachsene haben von der Einnahme von Fluoridtabletten keinen Vorteil – zumindest nicht für die Zähne.

#2 |
  18
Nichtmedizinische Berufe

Der Artikel sollte als Meinung gekennzeichnet werden. Aus den zum Thema Fluorid vorhandenen Studien kann bei gezielter Auswahl jedes gewünschte Ergebnis präsentiert werden. Meiner Meinung nach ist die Empfehlung von fluoridhaltigem Speisesalz Körperverletzung.
Bezüglich Zahnpasta & Zahnpflege ist meine persönliche Erfahrung, dass ich in früheren Jahren auf Grund nicht ausreichender Zahnpflege diverse Kariesprobleme hatte und seit 1999 dank deutlich besserer Pflege nicht eine neue Füllung bekommen habe. Seit 2004 verwende ausschließlich fluoridfreie Zahncremes.

#1 |
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