Handy Disorder: Einsam, faltig, krank

22. August 2018

„Problematische Smartphone-Nutzung“ ist inzwischen ein psychologischer Fachbegriff. Immer mehr Menschen sind abhängig und leiden an Konzentrationsschwierigkeiten. Jetzt reagieren Smartphone-Hersteller auf das pathologische Verhalten und suchen selbst nach Lösungen.

Zigarettenhersteller müssen auf ihren Produkten Gesundheitswarnungen mit Gruselbildern drucken. Muss mit ähnlichen Warnhinweisen bald auch auf Smartphones gerechnet werden? Einige Hersteller untersuchen bereits die exzessive Smartphone-Nutzung ihrer Kunden und die damit verbundenen Gefahren. Das Unternehmen Motorola befragte online 4.418 Smartphone-Nutzer in den USA, in Brasilien, Indien und Frankreich. Es nahmen User zwischen 16 und 65 Jahren teil. Ziel der Studie war es, herauszufinden, wie stark Handys die Lebensführung beeinflussen. Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie von der Psychologin Dr. Nancy Etcoff von der Harvard University.

Soziale Kontakte ziehen den Kürzeren

Ein Drittel der Befragten gab an, sich lieber mit dem Smartphone zu beschäftigen, als mit Menschen aus dem engeren Umfeld. Besonders drastisch ist die Lage bei der Generation Z – damit sind Jugendliche die etwa von 1995 bis 2010 zur Welt kamen. 53 Prozent der Teilnehmer aus dieser Generation beschreiben das Smartphone als ihren besten Freund. Dabei findet durchaus eine kritische Eigenreflexion statt: Rund 60 Prozent aller Betroffenen beurteilen ihr Verhalten als problematisch und wünschen sich einen Lebensbereich ohne Smartphone.

Zahlreiche Nutzer leiden unter dem zwanghaften Einschalten ihres Geräts, jeder Zweite bekennt sich zu diesem Fehlverhalten. Zwei Drittel der Befragten geben an, Panik zu empfinden, wenn das Smartphone verloren wurde. Bei den jüngeren Nutzern ist dieser Wert mit 75 Prozent sogar noch höher. Ein Drittel der Befragten denkt schon über die nächste Handynutzung nach, wenn das Smartphone gerade nicht in Benutzung ist.

Fragebogen und Hilfe-App

Um Nutzer auf die immer größer werdende Abhängigkeit hinzuweisen, hat Motorola einen Online-Fragebogen erstellt. Darin wird das Nutzungsverhalten mit zehn einfachen Fragen analysiert: Wo liegt das Smartphone beim Essen? Wird auch auf dem Klo gesurft? Welche Reaktionen ruft ein bevorstehendes Wochenende ohne Handy hervor? Auch bieten sie eine „Phone-Life-Balance“-App an, die Usern in 60 Tagen einen bewussteren Umgang mit ihrem Gerät angewöhnen soll. Beispielsweise weist sie Nutzer auf Blocker für Benachrichtigungen hin, die gegen das häufig zwanghafte Überprüfen auf neue Nachrichten helfen sollen. Wer glaubt, nur die Generation Z ist betroffen, der irrt.

Der Störenfried im Familienalltag

Nach einer Studie von McDaniel et al. leiden Kinder unter der Handynutzung ihrer Eltern. Wenn die Kinder im Sandkasten Kuchen backen, schauen Mama und Papa aufs Handy. Dieses Verhalten könne zu einer Störung der Eltern-Kind-Beziehung führen. Eltern, die viel Zeit mit digitalen Medien oder vor dem Fernseher verbringen, statt sich mit ihrem Nachwuchs zu beschäftigen, können der Studie zufolge Verhaltensauffälligkeiten bei ihren Kindern fördern. Kinder fühlen sich ignoriert, sie können frustriert, hyperaktiv oder mit Wutanfällen reagieren, so die Studienergebnisse. Die Psychologen warnen vor einem Teufelskreis. Ein anstrengendes Kind verleitet die Eltern wiederum zu einem noch stärkeren Medienkonsum. Für die Studie wurden 183 Elternpaare mit Kindern unter fünf Jahren über sechs Monate hinweg online befragt. Besonders beim gemeinsamen Essen, Spielen oder beim Zubettbringen des Nachwuchses ist es wichtig, auf die emotionalen Bedürfnisse der Kinder ohne Ablenkungen einzugehen, so die Studienautoren.

Handys lassen Aufmerksamkeit leiden

Auch die kognitive Leistungsfähigkeit kann leiden, selbst dann, wenn das Handy gar nicht aktiv genutzt wird. Professor Adrien Ward von der McCombs School of Business an der University of Texas in Austin führte verschiedene Experimente mit annähernd 800 Smartphone-Nutzern durch. Es ist die erste Studie, in der festgestellt werden sollte, wie gut Aufgaben erledigt werden können, wenn das Smartphone in der Nähe liegt – auch dann, wenn es gar nicht eingeschaltet beziehungsweise auf stumm gestellt ist.

Vor Teststart wurden die Teilnehmer in drei unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Die Teilnehmer der ersten Gruppe sollten ihre Smartphones auf den Tisch legen – und zwar mit dem Display nach unten. Die zweite Gruppe musste das Gerät in ihre Tasche stecken und eine dritte Gruppe sollte es in einen anderen Raum legen. Alle Teilnehmer mussten ihre Smartphones auf stumm stellen. Die Forscher beobachteten, dass jene Teilnehmer, die ihr Smartphone in einem anderen Raum abgelegt hatten, die anderen Teilnehmer bei den Testaufgaben deutlich übertrafen. Der Unterschied war besonders stark zu den Teilnehmern, die ihre Smartphones auf dem Tisch liegen hatten. Etwas weniger auffällig war er im Vergleich zu den Teilnehmern, die ihre Smartphones in der Tasche verstaut hatten.

Diese Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die bloße Gegenwart des Smartphones die verfügbare kognitive Leistungsfähigkeit reduziert und kognitive Funktionen beeinträchtigt – auch bei Personen, die glauben, sie würden ihre volle Aufmerksamkeit der augenblicklichen Aufgabe widmen. „Es ist also nicht die Ablenkung des Smartphones etwa durch hereinkommende Nachrichten“, sagte Ward. „Schon die bloße Anwesenheit des Smartphones genügt, um die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu drosseln.“

Selfie-Wahn lässt die Haut altern

Doch nicht nur die Kognition leidet: Smartphones, Tablets und Laptops emittieren hochenergetisches sichtbares Licht (HEV). Dieses Hochfrequenzlicht strahlt im blau-violetten Spektrum mit Wellenlängen von 400 bis 500 Nanometern. Zum Vergleich: Während UVC-Strahlen nur in den Epidermisbereich der Haut und UVB-Strahlen bis in die Basalzellschicht eindringen, gelangt HEV-Licht noch tiefer in die Hautschichten. Mögliche Nebenwirkungen können vorzeitige Hautalterung, Vergrößerung der Poren sowie zunehmende Pigmentierung sein.

HEV-Licht fördert die Bildung von freien Radikalen. Die wiederum zerstören die komplexen Zellstrukturen und unterbinden die Kollagen- und Elastinbildung. Die Bildung freier Sauerstoffradikale trägt zusätzlich zur Hautalterung bei, so das Ergebnis einer Studie von Liebel et al..

In einer Studie von Logue et al. wurden Schaufensterpuppen im Freien der Strahlung unterschiedlicher Geräte ausgesetzt. Die Autoren untersuchten hauptsächlich Apple-Geräte. iPads erhöhen die Belastung um 85 Prozent, ein MacBook um 75 Prozent und ein nah an das Gesicht gehaltene iPhone um 36 Prozent. Die Industrie hat das Problem erkannt: Es gibt mittlerweile Brillen, Kontaktlinsen, Cremes und Bildschirmfilter, die Haut und Augen vor HEV-Licht schützen sollen. Zu viel ultraviolettes und blau-violettes Licht kann nämlich auch die Augen schädigen. Nicht nur kann es zu schmerzhaften Entzündungen der Binde- und Hornhaut führen, sondern auch zu chronischen Schäden, wie Schädigungen der Augenlinse. Auch das Risiko für eine Makuladegeneration erhöht sich, so das Ergebnis einer Studie von Shang et al..

Smartphone als Bakterienschleuder

Neben Licht spielen auch Bakterien eine Rolle: In einer Studie der University of Surrey wurden 40 Mobiltelefone von Patienten, Pflegepersonal, Laboranten und Ärzten auf bakterielle Kontamination untersucht. Die Hälfte dieser Handys besaß einen Touchscreen, die andere Hälfte Keypads. Es zeigte sich, dass alle getesteten Mobiltelefone mit gemischten Organismen kontaminiert waren.

Bei isolierten Organismen konnten in 53 % der Proben Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) nachgewiesen werden, gefolgt von Koagulase-negativen Staphylokokken (KNS) (50 %), Diphtheroiden (30 %), Methicillin-sensiblen Staphylococcus aureus (MSSA) (18 %), E. coli und Viridans-Streptokokken (je 13 %), Mikrokokken (10 %), Klebsiella pneumoniae und ESBL Klebsiella pneumoniae (je 8 %). Die am wenigsten vorkommenden Isolate waren Acinetobacter baumanii und Candida (je 3 %). KNS fühlten sich besonders auf den Mobiltelefonen von Ärzten wohl, MRSA bevorzugten die Geräte von Krankenschwestern.

Selbst Toiletten sind hygienischer

Eine Studie von Gerba et al. ergab außerdem: Auf praktisch jedem Handy fanden sich pro Quadratzentimeter 3.895 Bakterien. Das sind 84-mal mehr als auf einem Toilettensitz. Die Community and Hospital Infection Control Association (CHICA, Kanada) gab einen entsprechenden Praxisleitfaden heraus, der für die Problematik elektronischer Geräte im Gesundheitswesen sensibilisieren soll. Einige der Empfehlungen beinhalten, dass Händehygienemaßnahmen zwischen Patientenkontakt und Handynutzung durchgeführt werden sollten.

Brillenputztuch zur Reinigung

Zur hygienischen Reinigung des Geräts empfehlen Mikrobiologen der Universität Furtwangen entweder saubere Mikrofasertücher oder alkoholische Brillenputztücher. Letztere können die Keimzahl um bis zu 96 Prozent reduzieren. Die Hersteller von Mobilgeräten raten allerdings meist nur zur trockenen Reinigung. Damit lassen sich jedoch lediglich 80 Prozent der Keime entfernen, zeigte die Studie.

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Dermatologie, Medizin

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18 Kommentare:

Geschätzter Matthias Bastigkeit, als erfahrener Medizin-Journalist ist Ihnen doch sicher geläufig, dass ein großes Internet- und Mobilfunk Unternehmen wie Motorola online 4.418 Smartphone-Nutzer in den USA, in Brasilien, Indien und Frankreich nicht ohne Marketing-Hintergedanken befragt. Bei den Usern zwischen 16 und 65 Jahren wollte man doch nur herausfinden, wie stark Mobiltelefone ihre Lebensführung beeinflussen.
Die wissenschaftlich Begleitung der Studie durch die Psychologin Dr. Nancy Etcoff von der Harvard University unterstreicht doch nur ökonomisch motivierte Avancen von Motorola (wer erinnert sich nicht an deren legendäre “Fisch-Werbung”).
Die Studie von F. Liebel et al. bezog sich auf UV-STRAHLUNG und UV-Schutzmittel: “Irradiation of skin with visible light induces reactive oxygen species and matrix-degrading enzymes.”
Liebel F. Er forderte lichstabile Sonnenschutzcremes mit Antioxidantien: “Pretreatment with a photostable UVA/UVB sunscreen containing an antioxidant combination”, aber nicht für Mobiltelefone.
Mary E. Logue et al. https://www.jaad.org/article/S0190-9622(15)01806-X/fulltext
untersuchten UVA/UVB Strahlungen von durch Smartphones reflektierendes Sonnenlicht auf Schaufenster-Puppen mit “Reflections on smart phones, tablets, and ultraviolet (UV) light: Should we worry? – An observational study” Mary E. Logue, wie aus Abbildung 1 und 2 ihrer Versuchsanordnung unzweifelhaft hervorgeht: “Fig 1 – Ultraviolet sensor secured within mannequin head at fixed distance from device stand for data collection.” … “Fig 2 – Recordings of ultraviolet (UV) intensity and UV dosage per hour for trials A and B; the percent increase of UV dosage, because of reflectance of common handheld devices, is recorded and represented graphically.”
Von “Eigenlicht-Strahlung” der Smartphones war nicht die Rede.

#18 |
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Ärztin

Ein Aspekt fehlt mir hier, der wohl in diesen Studien nicht untersucht wurde:

Da ich noch freiberuflich tätig bin und zu meinen Terminen mit dem Auto unterwegs bin, erlebe ich es etwa einmal pro Woche, daß sich ein Smartphone Junkie mit per Kopfhörer zugedröhnten Ohren und Blick auf sein I-Phone einfach auf eine viel befahrene Bundesstraße stürzt.
In 50 Jahren ist mir glücklicherweise der Bremsreflex in Fleisch und Blut übergegangen, so daß ich noch niemanden angefahren habe. Der arme Autofahrer bekommt dann immer eine Teilschuld.

Ad #4: Sie sind wohl noch sehr jung.
Mein Smartphone dient zum Notfallkontakt und zum Hilfe herbeirufen.
Ich mache keine Photos von Unfällen. Ansonsten empfinde ich schon das ständige Piepsen als Belästigung.
Ich bin kein Mitglied von “asozialen” Medien und ziehe es vor meine Informationen noch durch lesen einzuholen, da, wo ich selber es wünsche, und mich nicht passiv berieseln zu lassen.
Einen Fernseher besitze ich auch nicht. Ich höre aber gerne Musik mit meiner Stereoanlage zu Hause. Ich spreche auch gerne mit anderen Menschen von Angesicht zu Angesicht
Wir Technik Dinosaurier sind noch nicht ganz ausgestorben.
Allen anderen wünsche ich eine schöne neue Welt! Helga

#17 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

FRAU METSCHER :

Sie können physikalische -psychische -soziale Problematik nicht trennen .
Lesen SIE ! Teuchert-Nooth : Untersuchungen zu Hippocampus/limbisches System u. Frontalhirn .
Auch die Raum-Zeit-Wahrnehmung ist verändert .

#16 |
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@ 14 W. Schliemann
Das Wort Reflexion leitet sich vom lateinischen reflexio (Zurückbeugen) ab und nicht, wie sehr häufig angenommen, vom Verb reflektieren. Die Schreibweise Reflektion ist falsch. Reflexion mit x gilt demnach für beide Bedeutungen des Wortes, sowohl in Bezug auf die Physik (Reflexion von Licht) als auch im Sinne des Nachdenkens.

#15 |
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Dr. rer. nat. habil. Willibald Schliemann
Dr. rer. nat. habil. Willibald Schliemann

Herr
Dr. med. univ., PhD Mario Dorostkar – seit wann wird denn Reflexion so geschrieben: REFLEKTION. Habe ich eine Änderung der Neuen Rechtschreibung verpasst?

#14 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich oute mich: Ich habe gar kein Smartphone o. ä. Aber ich sehe tagtäglich im ÖPNV, wie weltvergessen alle Menschen nur noch den Kopf unten haben und auf ihr Gerät glotzen. Es wird nichts anderes mehr wahrgenommen. Wie #3, Frau Reese, sagte, hampeln Kinder herum und weinen, weil sich die Mütter (Väter sind da bemühter, habe ich beobachtet) auf dem Handy herumwischen müssen und ihr Kind und die Umwelt vollkommen ausgeblendet haben. Was soll aus diesen kleinen Menschlein werden?

Smartphone & Co sind eine wirklich feine Sache, aber wie alles, was übertrieben wird, sehr gefährlich. Und damit meine ich nicht nur die Strahlenbelastung, die noch keiner wirklich benennen kann, sondern die psychischen und sozialen Ausfälle als Resultat der Überbenutzung.

#13 |
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ja ja, das viele Lesen hat uns damals auch sehr geschadet.

#12 |
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DM Brunhilde Krug
DM Brunhilde Krug

Schade, daß sich etliche Kommentare auf die physikalischen Aspekte stürzen. Dabei sind die sehr gut herausgearbeiteten sozialen Auswirkungen doch die wesentlich prekärere Seite der modernen Technik, ganz zu schweigen von den orthopädischen Auswirkungen ( Handy-Nacken usw. ).

#11 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

Gertraud T.-N. …o .. Barry Trover

#10 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

ein paar Bakterien mehr oder weniger tun es doch nicht und lenken vom eigentlichen Problem ab …
wer wirklich wissen will ,wo es lang geht liest Peter Hensinger u. Prof. Gertaud Teuchert- Noodt oder schaut youtube Barrie Trovers …. 5G z. B.

#9 |
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Student der Humanmedizin

Sehr interessanter Artikel.

Trival – nur am Rande:
Zu dem Punkt “(…)alkoholische Brillenputztücher. (…)”, man sollte darauf achten, ob die Brille beschichtet ist. Die Beschichtung löst sich bei Benutzung von alkohl. Tüchern auf und eine sehr sehr teure Brille wird zerstört, wie ich vor kurzem lernte.

#8 |
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Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA)

Bitte nehmen Sie mir die kleinliche Kritik nicht übel, aber der Begriff “Handy” für Mobiltelefon ist ein rein deutsches Phänomen. “Nützliche Störung” im Titel zu lesen, fand ich etwas unangebracht.

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Medizinjournalist

# zum Kommentar von Dr. Dorostkar: danke für die konstruktive Kritik! In meinem Abschnitt zur Studie beschreibe ich die Strahlung aber nicht als emittiert, reflektiert oder durch Radiation verursacht. Durch das Lesen der verlinkten Studie wird klar, dass es sich um reflektierte Strahlung handelt, die dadurch aber nicht ungefährlicher wird.

#6 |
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Medizinphysiker

Bei der Studie von Lieber et als geht es um Sonnenlicht und Sonnrencreme. Ob man diese Ergebnisse auf Licht von z.B. Handys übertragen kann? Da sind Zweifel erlaubt und es ist womöglich sogar ein Unterschied ob ich in die Sonne schaue oder in ein Handy?

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Medizinjournalistin

Kann mir jemand erklären, warum die Studie nur Menschen unter 65 erfasst? Sind wir danach zu doof oder zu schlau? Das wäre mal ein interessanter Forschungsansatz!

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Der DLRG hat sich gerade gemeldet mit unfaßbar hohen Zahlen an ertrunkenen Kindern, ein Kommentar dabei war, daß die Eltern irgendwo mit ihren Handys befaßt waren, und selbst Kleinkinder komplett sich selbst überlassen waren. Immer wieder sehe ich Kinder in Kinderwägen, die verzweifelt Kontakt zu ihren Müttern suchen und rufen und winken und brabbeln, wie sollen diese armen kinder sprechen lernen, wenn die Mütter ihnen keinerlei Aufmerksamkeit schenkt und ihnen nicht die Welt erklärt? Aber Abitur sollen die armen sprachlosen Kinder dann irgendwann machen????????????????????

#3 |
  3

Dieser Artikel scheint geschrieben, um unnötige Hysterie auszulösen, begründet mit falsch zitierten Studien. Das ist ein Armutszeugnis für DocCheck News.

In der hier zitierten Studie von Logue et al., wurde die REFLEKTION von UV Licht an Oberflächen von Bildschirmen gemessen, nicht deren Emission. Erwähnenswert wäre an dieser Stelle, dass ein in Alufolie eingewickeltes iPad die gemessene Belastung um 175 % erhöhte. In obigem Artikel wird aber suggeriert, dass die betroffenen Geräte selbst schädliche Strahlung emittieren, was aber nie nachgewiesen wurde.

Solche journalistischen Fehler (und ich gehe mal davon aus, dass es sich hier um einen Fehler und nicht um Absicht von Herrn Bastigkeit handelt) untergraben laufend mein Vertrauen in die Medien.

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Zudem steht die 5. Generation (5G) bevor, die das Problem noch einmal vervielfachen wird.

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