Mach dich mal locker, Rezeptpflicht

26. Juni 2018

Ob es mehr Präparate ohne Rezept geben sollte, diese Frage steht schon länger zur Diskussion. Jetzt gibt es eine Umfrage mit konkreten Zahlen. Apotheker und Patienten finden den Vorschlag gut. Ärzte sind von der Idee weniger begeistert.

Das Verfahren, Arzneimittel aus der Rezeptpflicht zu entlassen, bezeichnen Apotheker als OTC-Switch. Zu diesem Thema wurden kürzlich die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die bei Ärzten und Apothekern für Gesprächsstoff sorgt. Der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) befragte für eine neue Studie Apotheker, Ärzte und Patienten: Soll die Verschreibungspflicht für Medikamente weiter gelockert werden?

Alle sind überzeugt – bis auf die Ärzte

An der Umfrage nahmen 940 Apothekenmitarbeiter teil, darunter 752 Approbierte und 145 PTA. Von ihnen befürworteten 44 Prozent weitere OTC-Switches vorbehaltslos, und 41 Prozent mit Einschränkungen. Insgesamt sehen 95 Prozent in der Maßnahme eine Stärkung der Kompetenz öffentlicher Apotheken.

„Diese breite Akzeptanz war im Vorfeld nicht zu erwarten, da Switches für die Apotheker auch immer ein Stück wirtschaftliches Risiko darstellen“, schreibt Studienleiter Prof. Dr. Niels Eckstein von der Hochschule Kaiserslautern. Die Rx-Preisbindung schützt Inhaber zumindest vor dem ruinösen Wettbewerb mit deutschen Konkurrenten, jedoch nicht vor Versendern aus anderen EU-Staaten. OTCs können auch Kollegen eine Straße weiter frei kalkulieren.

Ärzte, warum so skeptisch?

Anders als bei Apothekern rufen OTC-Switches bei Ärzten ein geteiltes Echo hervor. Insgesamt wurden 540 Kollegen befragt. Von ihnen befürworten 23 Prozent die Liberalisierungen „uneingeschränkt“ und 28 Prozent „mit Einschränkungen“. 20 Prozent kreuzten bei der Befragung „eher nein“ an, während 25 Prozent strikt gegen Lockerungen der Verschreibungspflicht waren. Unter allen Befragten befürchten 41 Prozent eine Abwertung von Ärzten als Ansprechpartner, während 33 Prozent sogar eine Aufwertung sehen.

 

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Alle Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick © BAH

 

Die Zustimmung der Apotheker hängt stark von der Indikation beziehungsweise vom Wirkstoff ab. Bei allergischer Rhinitis (Budesonid und Triamcinolon zur nasalen Anwendung) gaben 86 Prozent ihr OK, und bei weiteren topischen Mitteln zur Akne-Therapie waren es 75 Prozent. Weitere Triptane zur Migräne-Therapie (70 Prozent), Antibiotika bei einer Konjunktivitis (87 Prozent) oder weitere Protonenpumpenhemmer bei Sodbrennen (55 Prozent) standen ebenfalls hoch im Kurs.

Skeptischer sind Apotheker bei Salbutamol gegen akute Atemnot im Zuge von Asthma bronchiale (51 Prozent), bei Impfungen (47 Prozent), bei Famciclovir gegen Lippenherpes (43 Prozent), Fosfomycin gegen bakterielle Harnwegsinfektionen (41 Prozent), Adrenalin-Injektoren zur Vermeidung anaphylaktischer Schocks (39 Prozent), PDE-5-Hemmern gegen Erektionsstörungen (35 Prozent), bei oralen Kontrazeptiva (35 Prozent) oder bei Statinen gegen hohe Lipidwerte (10 Prozent).

Musterbeispiel: Die Pille danach

„Für die Indikationen Heuschnupfen, Migräne oder Refluxbeschwerden befürworte ich eine intensive Prüfung, ob nicht weitere Wirkstoffe aus der Verschreibungspflicht entlassen werden könnten,“ sagt Dr. Andreas Kiefer, Leiter der Sophien-Apotheke, Koblenz, und Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK) auf Nachfrage von DocCheck. Der Experte ergänzt: „Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass das deutsche System der Entlassung von rezeptpflichtigen Arzneimitteln in die Apothekenpflicht alles in allem ganz gut funktioniert.“ Apotheker würden ihrer heilberuflichen Verantwortung im Rahmen solcher OTC-Switches gerecht.

Als Beispiel nennt Kiefer die „Pille danach“. Hier habe sich „der Versorgungsgrad der betroffenen Frauen in den vergangenen Jahren enorm verbessert“. Auf die Frage, wie die Zukunft aussehen könnte, sagt er: „Apotheker stehen auch weiteren OTC-Switches grundsätzlich offen gegenüber, sofern eine Versorgungsverbesserung für die Patienten in Aussicht steht und der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht eine Änderung der Verkaufsabgrenzung befürwortet.”

Interessanterweise teilen Ärzte die Einschätzung von Apothekern zur Frage, welche Indikationen und Wirkstoffe für neue Switches in Frage kommen, weitgehend. Im Spitzenfeld stehen Heuschnupfen (64 Prozent Zustimmung), topische Akne-Therapien (63 Prozent) und Sodbrennen (58 Prozent). Auf den hinteren Plätzen rangieren Adrenalin-Injektoren (29 Prozent), Statine (29 Prozent) und Antibiotika bei Harnwegsinfektionen (22 Prozent).

Streitthema Kontrazeptiva

Zwei Unterschiede fallen dennoch auf. 48 Prozent der Ärzte könnten sich vorstellen, Kontrazeptiva aus der Rezeptpflicht zu entlassen, bei Apothekern waren es nur 35 Prozent. Und Impfungen befürworten 47 Prozent aller Apotheker versus 28 Prozent aller Ärzte.

Die Bundesärztekammer äußert sich derzeit nicht zur BAH-Studie. Ihr Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery hatte bei der Entlassung von Notfallkontrazeptiva aus der Rezeptpflicht aber klare Worte gefunden: „Ich möchte meinen akademischen Freunden von der Pharmazie nicht weh tun, aber ich glaube, da überschreiten sie doch eine Grenze: Die Beratung in der Apotheke halte ich nicht für ausreichend, die halte ich überhaupt nicht für suffizient.“

„Der Hausarzt kennt im Idealfall alle Medikamente, die verschrieben werden, auch von Kollegen. Ich habe mehrmals nur durch Zufall erfahren, was Patienten so alles in der Apotheke kaufen,“ gibt Dr. Herbert Vogl im Gespräch mit DocCheck zu bedenken. Der mittlerweile pensionierte Allgemeinmediziner aus der Nähe von München sieht bei OTC-Switches in erster Linie ein organisatorisches Problem. Weitere Entlassungen aus der Rezeptpflicht erschweren Ärzten die vollständige Übersicht über die Medikation ihrer Patienten.

Verbraucher wollen auf den Arzt verzichten

Neben Ärzten und Apothekern befragten BAH-Experten auch 1.000 Konsumenten. 67 Prozent finden eine Lockerung der Rezeptpflicht für Medikamente gut, denn der Apotheker berate zuverlässig. Weitere 55 Prozent sehen bei zusätzlichen OTC-Switches die Möglichkeit, selbst stärker zu entscheiden, welche Präparate sie bekommen. Und 51 Prozent befürworten, Medikamente aus der Verschreibungspflicht zu entlassen, weil sie sich dann den Weg zum Arzt sparen. Patienten wünschen sich vor allem bei Blasenentzündungen, Pilzerkrankungen, Migräne oder Kopfschmerzen mehr Pharmaka ohne Verordnung.

„Der niedrigschwellige Zugang zu bewährten rezeptfreien Arzneimitteln in der Apotheke erleichtert einen schnellen Behandlungsbeginn“, kommentiert BAH-Experte Dr. Elmar Kroth. „So können Patienten schneller gesund werden, und Ansteckungsrisiken lassen sich vermeiden.“

Reden wir über Geld

Kroth fordert nicht ganz uneigennützig, Hersteller sollten Medikamente nach OTC-Switches drei Jahre lang exklusiv verkaufen: „Die fehlende Marktexklusivität stellt für viele Unternehmen ein Hindernis dar, einen Switch zu beantragen.“ Momentan werden Verfahren zur Entlassung aus der Verschreibungspflicht auf Wirkstoffbasis durchgeführt – und nicht für das Medikament eines Herstellers. Damit holt man sich unliebsame Konkurrenz ins Boot, was sich durch die fehlende Preisbindung bei OTCs noch verstärkt.

Des einen Leid, des anderen Freud: GKVen sparen laut BAH durch OTC-Switches viel Geld ein, da die Zahl an Arzt-Konsultationen sinkt. Experten verdeutlichen das anhand von Bindehaut-Entzündungen in einer Kosten-Simulation. Durch einen OTC-Switch von topischen Antibiotika würde die Zahl ärztlich behandelter Bindehautentzündungen um 30 Prozent sinken. Gleichzeitig erwarten sie niedrigere Arzneimittelkosten bei nicht verschreibungspflichtigen Präparaten.

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Simulation: Durch einen OTC-Switch von topischen Antibiotika sinkt die Zahl ärztlich behandelter Bindehautentzündungen um 30 Prozent. © BAH

Alle Überlegungen haben aus Sicht von GKV-Patienten einen Schönheitsfehler: Kassen geben Überschüsse kaum an Mitglieder weiter. Das haben die letzten Jahre gezeigt: Trotz voller Geldtöpfe wurden Zusatzbeiträge erhoben.

Versicherte sind sich der finanziellen Tragweite von OTC-Switches nicht bewusst. Sie zahlen Medikamente komplett. Manche Kassen erstatten OTCs zwar als freiwillige Satzungsleistung. Aber das könnte sich schnell ändern.

38 Wertungen (4.55 ø)

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15 Kommentare:

Ich frage mich die ganze Zeit, ob ich etwas hier nicht verstanden habe??
Hier werden zwei getrennte Dinge komplett vermischt – das geht nicht.
1.) Rezeptbindung mit Leistung der Krankenkasse bzw.
2.) Rezeptbindung ohne Ersatz der Krankenkasse, weil von jeher selbst vom Pat. zu zahlen sind (siehe zB. Kontrazeptiva).
Bei 1.) bin ich strikt dagegen, da den Pat. schon zuviel an Selbstkosten zugemutet wird. Ich kann vielen Pat. nichts sinnvolles aufschreiben, weil sie einfach kein Geld haben (siehe Altenheime).
Bei 2.) könnte man diskutieren: zB: Kontrazeptiva – ja; Antibiotika bei Harnwegsinfikt – definitiv Nein, usw….
Aber dies wird in diesem Artikel oder auch von den Kommentatoren überhaupt nicht unterschieden – wundert mich.

#15 |
  1
Dr. med. vet. Andreas Becker
Dr. med. vet. Andreas Becker

Metamizol wurde 1987 wieder rezeptpflichtig (Blutbildungsstörung Agranulozytose). Metamizol boomt, die Verordnungszahlen steigen jährlich, genauso wie die Nebenwirkungsmeldungen. Bezüglich Indikationsstellung, Behandlungswiederholung und Therapiedauer besonders bei geriatrischen Patienten machen es sich die Ärzte wohl zu einfach: Nihil nocere!

#14 |
  0

Ich sehe das leider ähnlich. Es geht am ehesten darum Geld einzusparen.

#13 |
  0
Mawe Budweg
Mawe Budweg

Der Hintergrund dieses Vorschlags ist doch simpel nur der, daß alles frei verkäufliche auch komplett selbst zu bezahlen ist. Hier gehts doch nicht um einen besseren Zugang zu Medikamenten. Hier gehts ums Geld sparen, sonst nichts.

#12 |
  3
Mitarbeiter Industrie

aus Sicht der Profiteure ist das einleuchtend
da hier ja nur Fachpersonal Beiträge zum besten geben
die Meinung der Allgemeinheit Betroffenen Patienten ist Mal wieder nebensächlich

#11 |
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Apothekerin

Ergänzung: Antibiotika hingegen halte ich für ein No-Go. Selbst Fosfomycin. Pakete zu schnüren macht zum OTC-Switch gewiss keinen Sinn, jeder Wirkstoff bedarf einer separaten Betrachtung.

#10 |
  0
Apothekerin

@Hans-G. Gollkofer:
Vielleicht hätten Sie mehr Verständnis für die Idee, Migränemittel ohne Rezept abzugeben, wenn Sie selbst schon einmal an einem Wochenende einen schweren Migräneanfall erlebt hätten und ihnen die rezeptpflichtigen Tabletten ausgegangen wären. Ich kann Ihnen versichern,wenn man da keine Medikamente zur Stelle hat, bekommt man Suizidgedanken. Das kann aber wohl nur ein Betroffener nachvollziehen.
Im Übrigen sind 2 dieser Wirkstoffe tatsächlich schon seit Jahren rezeptfrei erhältlich. Mir verschlägt’s eher die Sprache, wenn Sie apothekenpflichtige(!) Arzneimittel als “Selbstbedienung” bezeichnen. Gerade bei Migränemitteln wird SEHR sorgfältig beraten – bei Nicht-Migränikern (d.h. normalen Kopfschmerzen) wirken diese schließlich nicht, aber zeigen entsprechende Nebenwirkungen (insb. Müdigkeit/Fatigue). In nahezu allen Fällen werden diese Mittel an Migränepatienten als Notfallmedikation abgegeben, die ohnehin normalerweise rezeptpflichtige Triptane erhalten. Was daran verwerflich sein soll, würde mich tatsächlich interessieren.

#9 |
  2
Nichtmedizinische Berufe

Man darf nicht aus den Augen verlieren, dass Medikamente schlussendlich einen Therapieansatz des Arztes unterstützen. Bei Bagatell-Erkrankungen leistet seit jeher die Apotheke gute Dienste. Sie erfüllt dort vielleicht eine ähnliche Funktion wie die Kosmetikerin in der Dermatologie. Solange es um Prävention oder Bagatellfälle geht, kann dies den Arzt entlasten. Die Frage ist aus meiner Sicht also eher, in Bezug auf welche gesundheitlichen Defekte man den OTC-Markt erweitern will. Und da kann ich sowohl das, was die Apotheker sagen unterstützen als auch das, was aus der Fraktion der Mediziner genannt wurde. Mixt man das zusammen, kommt eigentlich eine gute Lösung heraus.

#8 |
  4
Mitarbeiter Industrie

und absolut keine Aufklärung über mögliche Therapie Ansätze
Hinweise Aufklärung
in der Apotheke wurde mir ein Infoblatt zu Beschwerden überreicht das brachte weit mehr
als zig Termine bei der Fachschaft
zumal es im allgemeinen nur Schmerzmittel gibt
das war’s auch schon Herr Spahn
ich erwarte ihre Statement diesbezüglich

#7 |
  18
Mitarbeiter Industrie

rezeptpflichtige medizinische Unterversorgung ist möglich tödlich
ich werde hin und her geschoben vom Allgemeinen zum Facharzt und wieder zurück
Medikamente werden auf Nachfrage verweigert
das ist kein Zustand so geht es nicht weiter
Fremdbestimmung feudale Arroganz
der Patient der Unmündige
selbst Beschwerden an die kassenärztliche Vereinigung werden ignoriert
wo bitte bleiben denn die Rechte der Patienten
Behandlungsfehler Kunstfehler Chronisches
mit negativ Eintragen jameida hat so mancher Probleme
um Medikamente betteln keine oder absurde Antworten
jetzt reicht’s Herr Spahn

#6 |
  23

Und was passiert wirklich? Nach Freigabe der Notallkontrazeptiva sind deren Verkäufe zwischen 2014 und 2016 um 71% gestiegen, die Zahl der Schwangeschaftsabbrüche hat sich nicht verändert.
Also: mehr Umsatz in den Apotheken, mehr Medikamente geschluckt ohne messbaren Erfolg und weniger Beratung für die betroffenen Frauen für die weitere Verhütung nach dem Tag X, die es hier ja besonders bräuchte.
Ein großer Tag also für die endlich selbstbestimmte (Fehl-)Einnahme von Medikamenten. Hat aber nicht wirklich die Lage der Frauen verbessert.

#5 |
  23
Heilpraktiker

Mir verschlägt’s die Sprache, wenn ich die Paketbildung für die Umfrage sehe: “… Migräne”. Die anderen beiden: da könnte man darüber nachdenken. Aber Migränemittel zur Selbstbedienung freigeben? Darüber würde ich gar nicht erst nachdenken. Und über Qualität u. Wert der Umfrage auch nicht.

Antibiotika freizugeben wäre früher Wahnsinn gewesen. Aber nach der bisherigen Verordnungspraxis, derzufolge die Resistenzen ja bereits gezüchtet sind, kann heute ja kaum noch Schaden angerichtet werden. Die Resistenzen haben sich trotz Verordnungspflicht gebildet. Sicher, weil stets sorgfältig verordnet und dazu beraten wurde? Und bei Virenerkrankungen stets auf Antibiotika verzichtet?

Paketbildungen (wie geschehen) zur Prüfung zur Freigabe der Verschreibungspflicht von Substanzen halte ich für ausgeprägten Dilettantismus, sicherlich GKV-gesponsert?

#4 |
  15

Antibiotika bei Harnwegsinfekten als OTC würde ich kritisch beurteilen wegen der Gefahr der Resistenzentwicklung und der Nebenwirkungen. Bei einem unkomplizierten HWI hilft Bärentraubenblättertee und lokale Wärme – und wenn das nicht reicht, sollte eine Untersuchung beim Arzt erfolgen.

#3 |
  4
Nichtmedizinische Berufe

Die Rezeptpflicht führt im Ergebnis doch dazu, dass die Krankenkasse die Kosten für das Medikament zu zahlen hat.
Wenn ich es frei, ohne Rezept (und Arzt) kaufe, muss ich es doch selbst bezahlen!
Den Krankenkassen ist das lange Recht, weil sie so noch mehr Milliarden anhäufen können.
Aber als Patient wäre ich dagegen. Wofür zahlt man die Krankenkassenbeiträge, wenn nicht zur Begleichung von Krankheitskosten?

#2 |
  9

Zum Thema verschreibungspfl. Medikamente kann man unterschiedliche Ansichten vertreten. Wer verschreibt / verkauft, der haftet für das Medikament. Medikamentenbudgets beim Hausarzt werden entlastet, der Pat. bezahlt das Medikament in der Apotheke und wählt sich den Hersteller selbst aus. Frei verkäufliche Präparate müssen nicht von der Krankenkasse bezahlt werden. Statt Versichertenkarte sieht der Apotheker die Kreditkarte – letztendlich auch die Haftung für verkaufte Präparate, Stichwort Interaktionen zw. verschiedenen Pharma-Substanzen oder unzureichende Kontrazeption. Bei Haftungsfragen soll der/die Pat. sich mit dem Verkäufer / Verordner auseinandersetzen, die Solidargemeinschaft (Kasse) ist nicht die Haftpflichtversicherung.

#1 |
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