Masern: Die Impfgegner-Cliquen

22. Juni 2018

Impfgegner verteilen sich räumlich nicht gleichmäßig. Vielmehr gibt es laut Studien „Hot Spots“ mit besonders vielen Verweigerern – eine Entwicklung mit Konsequenzen. Das Beispiel Masern zeigt: Die Zahl der Fälle hat sich in Deutschland von 2016 auf 2017 verdreifacht.

In Deutschland bleiben die Masern ein Thema. Einer der Brennpunkte ist momentan Köln. Das Gesundheitsamt spricht von 106 bestätigten Meldungen, Stand 13. Juni 2018. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es gerade einmal neun Fälle.

Weitere Hiobsbotschaften kommen aus den USA. Virologen berichteten zwar, sie hätten Masern bereits im Jahr 2000 ausgerottet. Doch der Schein trügt. Zwischen 2001 und 2015 haben sich die Fallzahlen wieder auf bis zu 667 Infektionen (2014) erhöht. In der Kohorte mit 1.789 Patienten hatten 1.243 keinen Impfschutz, und weitere 316 einen unklaren Impfstatus. Jetzt berichten amerikanische Forscher über Besonderheiten bei der räumlichen Verteilung von Impfskeptikern.

Der Glaube kann Berge versetzen – aber keine Viren

Zum Hintergrund: Ohne mit der Wimper zu zucken, verpflichten US-Behörden Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen. Ohne Schutz per Spritze dürfen öffentliche Einrichtungen wie Kitas oder Schulen die Aufnahme verweigern. Und das ist nicht nur graue Theorie, sondern wird rigoros umgesetzt.

Impfgegnern bleibt dennoch eine Trumpfkarte. Wer weltanschauliche oder religiöse Zweifel glaubhaft macht, kann sich in 18 Bundesstaaten von der Impfpflicht freistellen lassen. Peter J. Hotez, Forscher am Baylor College of Medicine in Houston, Texas, machte sich zusammen mit Kollegen auf die Suche nach Trends bei Impfskeptikern. Ihm ging es um die zahlenmäßige Entwicklung, aber auch um die regionale Verteilung. Zusammen mit Kollegen analysierte er Routinedaten. In zwölf aller 18 Staaten entschlossen sich Eltern immer häufiger, die Sonderregelung in Anspruch zu nehmen. Hier wurden mathematische Trends aus Daten von 2009 bis 2017 ermittelt. Und in mindestens einem Drittel aller Staaten setzte sich der Trend auch jetzt noch weiter fort.

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Entwicklung der Zahl an medizinisch nicht begründeten Ausnahmen von der Impfpflicht in Kindergärten (*weiter Trend nach oben) © Hotez et al, PLOS Medicine

 

Bei Detailanalysen fand Hotez mehrere „Hot Spots“ mit besonders hohen Zahlen an Impfverweigerern: Seattle und Spokane in Bundesstaat Washington, Portland in Oregon, Phoenix in Arizona, Salt Lake City und Provo in Utah, Houston, Fort Worth, Plano und Austin in Texas, Troy, Warren und Detroit in Michigan, Kansas City in Missouri sowie Pittsburgh in Pennsylvania.

Im nächsten Schritt analysierten Forscher Beziehungen zwischen der Rate an Ausnahmegenehmigungen und dem Schutz gegen Mumps, Masern und Röteln (MMR). Wenig überraschend fanden sie einen reziproken Zusammenhang: In Regionen mit mehr Impfgegnern war auch der MMR-Schutz schlechter. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass in den genannten Ballungsräumen neue Schwerpunkte für die Bekämpfung von Impfstoffen gesetzt werden“, schreibt Hotez. Diese Regionen seien besonders gefährdet.

Als Beispiel nennt er die Masernepidemie 2014/2015 im Disneyland Anaheim. Damals hatten sich aufgrund niedriger MMR-Raten 147 Personen mit dem Virus infiziert. „Strengere gesetzliche Maßnahmen für medizinisch nicht begründete Ausnahmen von Impfungen sollten eine höhere Priorität erhalten“, fordert der Wissenschaftler. Er nennt jedoch keine Erklärung für die ablehnende Haltung vieler Amerikaner.

Impfgegner im Rampenlicht

Recherchen in US-Medien liefern unterschiedliche Erklärungsansätze speziell für die USA:

  • Impfgegener („Anti-Vaxxer“) wie Kelly McMenimen haben eine deutlich größere mediale Präsenz als bei uns. Ihre Tochter darf wegen fehlender Impfungen nicht am Unterricht teilnehmen, doch die Aktivistin bleibt hart und berichtet regelmäßig.
  • Viele Amerikaner glauben an Zusammenhänge zwischen Impfungen und Autismus. Donald Trump befeuert das Thema immer wieder mit Tweets.
  • Rand Paul, Arzt und US-Senator, sagte in einem Interview, er habe von „vielen tragischen Fällen von Kindern gehört, die vorher normal gelaufen sind und normal gesprochen haben und dann nach Impfungen plötzlich tiefe mentale Störungen gehabt haben“. Auch er ist medial sehr präsent.
  • Streng religiöse Gruppen wie die Amischen lehnen Impfungen ab.
  • Wohlhabende Bevölkerungsgruppen verweigern Kindern ebenfalls Vakzine. Sie sind eher dem ökologischen Lager zuzuordnen.

Reich (an Skepsis)

Ähnliche Untersuchungen zur regionalen Verteilung von Impfgegnern sind auch bei uns von Bedeutung. So traten besonders viele Masernfälle in den Kölner Stadtteilen Ehrenfeld und Neuehrenfeld auf.

Benjamin Goffrier vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) hat Quoten der Masern- und Meningokokken-C-Impfungen mit Angaben zum Landkreis in Verbindung gebracht.

Zwar fand er für Gegenden mit hoher oder mittlerer Impfquote kein eindeutiges räumliches Muster. Anders sah die Sache bei Clustern mit niedrigen Impfquoten aus. Hier entdeckte Goffrier einige Besonderheiten. In Bayern und Baden-Württemberg fand er eine größere zusammenhängende Region mit signifikant niedrigeren Impfquoten für beide Vakzine, verglichen mit dem Bundesdurchschnitt. Nur der Großraum München bildete eine Ausnahme.

 

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Regionale Cluster mit niedriger Impfrate sind in Süddeutschland zu finden. © ZI

 

Anschließend machte sich Goffrier auf die Suche nach Erklärungen. Er fand heraus, dass die Impfquoten vor allem in Regionen mit hohem Haushaltseinkommen, geringer Arbeitslosenquote und geringer gesundheitlicher Belastung niedrig sind. Der Autor verweist zur Erklärung auf die Dissiertation von Marin Weigel, Uni Greifswald.

Weigel fand heraus, dass Ärzte in Süddeutschland Impfungen gegenüber deutlich negativer eingestellt sind als ihre Kollegen in anderen Regionen. „Dies mag ebenso wie eine impfkritische Haltung der dort lebenden Eltern zu den niedrigen Impfquoten beigetragen haben“, schreibt Goffrier. „Die Ergebnisse der sozioökonomischen Indikatoren könnten darauf hinweisen, dass gerade in besser gestellten Milieus die individuelle Auseinandersetzung mit der Impfung des Kindes eine hohe Bedeutung hat“, ergänzt der Experte. Das heißt im Klartext: Während schlechter gestellte Menschen eher ihrem Arzt vertrauen, bilden sich wohlhabendere selbst ihre Meinung. Das Ergebnis entspricht deutlich seltener medizinischen Empfehlungen.

Angesichts dieser Besonderheiten fordert Goffrier in seiner Studie von Politikern, regionale Aktionen für impfkritische Ärzte und Eltern zu entwickeln. Als Beispiel nennt er „Impfen: Eine wirkungsvolle Vorsorgemaßnahme“ aus Bayern. Sie richtet sich an Health Professionals und an Laien, etwa mit der “bayerischen Impfwoche”. Im Fokus standen zuletzt junge Familien als Zielgruppe, die Ärzte kaum in ihrer Sprechstunde sehen. Sie werden medienwirksam über den Mehrwert von Impfungen informiert. Mediziner bekommen auch ihr Fett ab. Viele Kollegen schlampen bei sich selbst, wenn es um Vakzine geht. Auf die Notwendigkeit, sich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im Gesundheitsbereich zu impfen, macht die Impfwoche ebenfalls aufmerksam.

 

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44 Kommentare:

Diätassistent

Ich hatte als Kind die Masern und lebe noch. Was die Inhaltstoffe und deren Auswirkungen in einem lebenden Organismus betreffen, sollte jeder so langsam wissen bzw. hinterfragen. Es gibt Studien, welche nachweislich verfälscht werden oder unterdrückt werden. Was von Seiten der Pharma dazu kommt ganz zu schweigen. Wenn Babys eine 6- 8 ach Impfung bekommen, empfinde ich es als absolut grobe und fahrlässige Körperverletzung. Es wird in ihr Immunsystem eingegriffen und an die Nebenwirkungen nicht zu denken. Wenn sich Ärzte selbst die 6- 8 fach Impfung injizieren, dann liegt es ihrer eigenen Verantwortlichkeit.
Aber jeder darf für sich entscheiden und wenn hier ein Arzt oder Heilpraktiker oder Gast der Meinung ist, der Staat sollte die Menschen zur Impfung zwingen oder harte Strafen auferlegen, dann empfinde ich es absolut egoistisch und dogmatisch. Ich frage mich nur, warum die Menschen, welche sich für Gesundheit entscheiden, so attackiert werden.

#44 |
  53

Ich sage nur Herdenimmunität….

#43 |
  12
Nichtmedizinische Berufe

Ich halte die Grippeschutzimpfung für sehr wichtig. Wir reden da nämlich nicht von einer harmlosen Erkältung, wo ein bisschen die Nase tropft!
Gibt es eigentlich noch die Schulimpfungen? Ich erinnere mich (70er/80er), dass wir klassenweise alle geschlossen Schluckimpfungen usw. hatten. Da gab es niemanden, dessen Eltern das abgelehnt hätten. Es war vorgeschrieben, der Gesundheitsdienst hat’s durchgeführt und da gab es keine Diskussion.
Deutschland ist zum Nachtwächterstaat verkommen, in dem alles zu Tode diskutiert wird, ohne Ergebnis. Jeder darf (an falscher Stelle) seinen individuellen Braten kochen. Und Andere dabei anstecken.

#42 |
  24
Eva Maria Horn
Eva Maria Horn

Noch ein Hinweis: Meine Oma hat nach einer Grippeimpfung eine Herzmuskelentzündung bekommen. In der Literatur hatte ich von der Komplikation auch schon gelesen. Hatte ich, bzw. meine Oma jetzt Pech, dass es meine Oma traf oder wie selten kommt es vor? Ich bin seit fast 40 Jahren nicht mehr geimpft und hatte noch keine einzige Grippe, kenne aber etliche, die sie dann trotz Impfungheftig hatten………… sind alles Einzelfälle, deshalb bin ich für eine wirklich aussagekräftige Statistik! Wer wurde krank, wie war der Verlauf, Anzahl Geimpfte und Ungeimpfte, vor allem, wenn es sich um eine größere Gruppe in einem Ortsgebiet handelt usw. sonstige Besonderheiten bei den Betroffenen . Dinge ins Blut spritzen ist extrem unnatürlich, ausser man bezieht sich auf Insektenstiche, die ja aus meiner Sicht Verletzungen darstellen.
So hat jeder seinen Erfahrungshorizont

#41 |
  55
Dr. Marc Heydenreich
Dr. Marc Heydenreich

@Herbert Och : Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen zeigen, dass sich in der Saison 2016/17 nur knapp 35% der Personen ab 60 Jahre impfen ließen. In einer 2010 durchgeführten Studie unter niedergelassenen Ärzten sagten 61%, dass sie sich regel¬mäßig gegen saisonale Influenza impfen lassen (Boehmer M et al. im Gesundheitswesen 2014).

#40 |
  1

@ Herr Braun

Würde es keine Probleme durch Nicht-Geimpfte geben, könnte man dieses Thema ja zu den Akten legen. Stichwort Herdenimmunität.

#39 |
  20

Jeder wirft sich bei Kopfschmerzen eine ASS/Ibu/Voltaren in den Rachen und interessiert sich nicht für die potentiellen Nebenwirkungen, die sicher häufiger auftreten, als potentielle Impfschäden. Bei Impfungen, unter denen nachweislich früher häufige Erkrankungen zur Rarität wurden, wird bis zum Abwinken debattiert und lieber darauf verzichtet… für mich nicht nachvollziehbar.

#38 |
  23
Heilpraktiker

Hr.Braun, weil die Illusion von schwarz und weiss so menschlich ist und bequem. Wir haben recht, die anderen nicht – die sind entweder dumm, wollen sich nur bereichern oder haben den falschen Glauben oder alles gleichzeitig.

#37 |
  28
Heilpraktiker

Warum lassen sich die Impfbefürworter nicht einfach impfen und lassen die, die sich nicht impfen lassen wollen einfach in Ruhe?
Wenn ich an einem Teich vorübergehe, von dem ich weiß, daß dort garantiert keine Fische sind und ich sehe einen zufriedenen Angler am Ufer, würde ich ihn ja auch nur einfach fragen ob er schon etwas gefangen hat und ihn zufrieden weiteranglen lassen. Jeden nach seiner Facon glücklich sein lassen, was ist daran so verkehrt?

#36 |
  78
Heilpraktiker

Hr.Dr. Kass, macht es denn keinen Unterschied, WIE das Aluminium (oder andere Wirkverstärker/Zusätze) aufgenommen bzw der Körper Kontakt damit hat? Einatmen wäre aus meiner Sicht physiologisch – das direkte Einbringen in den Körper per Injektion unter Umgehung der natürlichen Barrieren ist unphysioligisch aber hoch effektiv, z.B.der Notfall-Medizin.

#35 |
  24
Gesundheits- und Krankenpflegerin

Ich frage mich, wieso bei Verbreitung von Krankheiten die Millionen von Flüchtlingen in fragwürdigen Gesundheitszustand nie erwähnt werden. Masern in Afrika ist wohl nicht ausgerottet. Es wäre auch interessant, WER alle die Erkrankten sind….

#34 |
  19
Chemiker

Frau Reese: Ich warne Sie dringend davor, über Land spazieren zu gehen, denn die Luft dort enthält viel des SOO furchtbar gefährlichen Aluminiums. Der Staub enthält außerdem auch noch beträchtliche Anteile eines Schwermetalls. Eisen heißt es. Also tragen Sie zumindest eine Feinstaubmaske oder verwenden Sie eine Fremdbeatmung mit Pressluftflasche auf dem Rücken. Empfehlen Sie das auch Ihren Patienten, also den Leuten, denen Sie Ihr Metallmärchen erzählen. Die werden darauf reinfallen und für Gelächter bei den anderen Spaziergängern sorgen. ;)

#33 |
  43
Apotheker

Artikel von Dr. Felix Eggert, Apotheker

Tatsache ist , dass in Deutschland die Impfquote im Vergleich zu unseren Nachbarländern schlecht ist. Eine Möglichkeit wäre Impfungen nach eingehender Beratung in der Apotheke vornehmen zu lassen. Dieses wird mit Erfolg bereits seit Jahren in der Schweiz, Frankreich und Großbritannien praktiziert. Dort haben wir eine viel bessere Herdenimmunität . Die Hemmschwelle sich impfen zu lassen ,ist in der Apotheke deutlich geringer.

#32 |
  27

Unsere jüngere Tochter ist als Kind an Masern erkrankt; aus “Versehen” oder “Nachlässigkeit”, wie auch immer man es nennen mag, war sie nicht geimpft worden. Sie war schwer krank, es war erbärmlich, sie mit rotem, geschwol- lenem Gesicht und hohem Fieber leiden zu sehen. Gottseidank hat sie keinen bleibenden Schaden zurückbehalten.
Mein Rat: Impfgegnern ein kurzes Video von einem derart schwer kranken Kind zu zeigen (die Eltern des betreffenden Kindes müssen selbstverständlich für diese Video-Aufnahme schriftlich zustimmen), dann dürften, aus meiner Sicht, die Mehrzahl der Masern-Impfgegner ihre Haltung ändern.
So möchte ich mit dem geflügelten Wort “Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte” schließen.

#31 |
  31
Ärztin

Die Nebenwirkungen verschiedener Impfungen sind sehr wohl zu bedenken und zu diskutieren.
Zu meinem und dem Schutz meiner Kontaktpersonen habe ich alle notwendigen Impfungen trotzdem auffrischen lassen.
Bei meiner ersten Impfung gegen Hepatitis B hatte ich 2 Tage lang eine starke Reaktion. Glücklicherweise ist mein Immunstatus immer noch hoch.

Gegen Influenza habe ich mich jährlich impfen lassen.
2016 hatte ich allerdings danach sehr starke Beschwerden. 2017 nicht.
Jedoch bin ich mit Beginn der Grippewelle Ende Januar 2018 trotzdem daran erkrankt und konnte nur Dank der Bemühungen meiner Kollegen nach 10 tägigem Krankenhausaufenthalt und Behandlung der begleitenden Pneumonie wieder genesen.
Bei der Impfberatung sind sehr wohl die Nebenwirkungen zu bedenken und anzusprechen und auch, daß es bei schwacher Immunkompetenz trotz Impfung zu einer Erkranlung kommen mann.

#30 |
  10
Ferdinand Nießen
Ferdinand Nießen

Ich nehme Bezug auf den Kommentar des Herrn Ullrich. Er beschreibt treffend und fundiert was bei einer Impfung passiert. Ich bin zwar Tierarzt und nicht Humanmediziner allerdings werden in meiner Praxis regelmässig Impfungen durchgeführt und durch jahrzehntelange Erfahrung bin ich selektiver Impfbefürworter geworden. Regelmässig sehe ich Impfschäden. Das kann im Extremfall eine Myasthenie sein, oder nur eine Rhinitis. Teilweise treten die Schäden erst Wochen später auf und werden nicht im Zusammenhang mit der Impfung gesehen. Es wären sinnvoll, wenn die Applikation des Impfstoff den natürlichen Infektionsweg “kopieren” würde und nicht einfach subcutan oder intramuskulär appliziert würde. Da ich einfacher Praktiker bin, kann ich diese Fälle allerdings nicht wissenschaftlich aufarbeiten.
So versuche ich immer nach ausführlicher klinischer Untersuchung, Gespräch und Beratung des Patientenbesitzers, die Impfungen durchzuführen, welche ich nach Risikoabschätzung für sinnvoll halte. Es gibt in der Medizin nicht nur schwarz und weiss.

#29 |
  8
Dr. med. Jürgen Weser
Dr. med. Jürgen Weser

@Elke Hennig: wie Recht Sie doch haben. Es fasziniert und irritiert mich gleichermaßen seit Jahren wie explosiv dieses Thema ist, wie viele Emotionen dabei zutage treten. Woher diese rühren, ist mir bis dato ein Rätsel.

Ein kritischer Diskurs beider Fraktionen mit-, nicht gegeneinander wäre zielführender als mit Keulen aufeinander einzuschlagen. In der Geschichte gab es noch keinen Fall, in dem der Eine TOTAL Recht hat und der Andere TOTAL Unrecht -außer im Totalitarismus.

#28 |
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Nichtmedizinische Berufe

Was noch gar nicht diskutiert wurde: Sind die betreffenden Eltern gegen ALLE Impfungen oder nur gegen einige? Also nur gegen Masern aber beispielsweise für Polio. Gerade zu letzterem Thema gibt es bei SPON einen Artikel über Menschen, die ihr Leben in der Eisernen Lunge verbringen mussten : http://www.spiegel.de/einestages/medizingeschichte-a-948551.html#js-article-comments-box-pager

#27 |
  6
Elke Hennig
Elke Hennig

es ist schon erstaunlich welche energie sich am thema impfen “entzünden” kann ….
wenn diese energie auf beiden seiten für einen wirklich konstruktiven austausch genutzt würde, bräuchte nicht so viel zerschlagenes porzellan aufgekehrt werden !

treffendes zitat einen kommentierenden
“Es ist erstaunlich, dass man keine normale Diskussion über Sinn und Unsinn vom Impfungen führen kann ohne mit irgendwelchen Klischees konfrontiert zu werden.”

allerdings sträuben sich mir die nackenhaare, wenn ich äußerungen lese wie:
…”fehlgeleitete Irre wie Impfgegner…”

“…Ich kann den Gesetzgeber nicht verstehen , dass er nicht gegen Impfgegner mit harten Strafen vorgeht…”

druck war und ist noch NIE ein probates mittel gewesen um menschen “gefügig” zu machen
und sollte mir gegenüber ein mediziner so etwas ernsthaft als patient äußern, wüßte ich, wo ich den ausgang der praxis finde – egal welchem gesundheitlichen risiko ich mich damit aussetze …

vielleicht vergessen die ärzte auch, das es u.a. ein arzt war, der impfbefürworter war und nach der impfung (soviel mir bekannt ist die masernimpfung) einen schwer behinderten sohn hatte – sich dann auf die suche nach antworten machte – Dr. med Gerhard Buchwald

und wer als arzt mit der angst seiner patienten spielt – ob impfbefürworter oder impfgegener – sollte sich selber fragen, ob er den passenden beruf gewählt hat
patienten sind immer dann einsichtig (und ärzte eigentlich auch) wenn man(n)/frau sie da abholt und ernst nimmt, wo sie gerade stehen

zitat:
“So genannte Impfschäden sind mir und auch meinen benachbarten Kollegen nie begegnet”

wenn ich grundsätzlich impfschäden ausschliesse, kann ich sie nicht finden

zitat:
“Reaktionen generell sind sehr selten und gehören zum Teil einfach zum Immunprozess dazu.”

die frage ist, was bezeichne ich als “dazugehörige” reaktion und wo ist der u.U.sschmale grad zu einer möglichen schädigung ??

wenn es uns gelingt die polemik aus dem thema rauszulassen, könnten bestimmt beide seiten viel voneinander lernen

ich lass mich ungern weder vor die eine noch die andere karre spannen ;-)

#26 |
  25
Eva Maria Horn
Eva Maria Horn

Ich bin Impfkritiker, um das gleich voranzusetzen. Mich überzeugt das Erleben, daher gibt mir die Mitteileung der Tierärztin zur Blauzungenkrankheit und der erfahrenen hohen Wirksamkeit zu denken. Leicht zu überzeugen wäre ich auch, wenn bei jeder Epidemie veröffentlich würde, wieviele Erkrankte geimpft und ungeimpft waren und wie der Genesungsverlauf in den Gruppen war. Bisher habe ich da nur ungenaue zahlen gelesen. Das relativiert nämlich ggf die Statistiken, die einen Zusammenhang zwischen hoher Impfrate und Erkrankungsrate darstellen. Auch können sich nach meinen Informationen andere Krankheiten durch Impfungen entwickeln, die dann natürlich in der Statistik fehlen. Aber dass die Impfkritiker alles nur aus der Luft greifen oder blöde sind, reicht mir da nicht aus……….Meiner Ansicht nach besteht auch die Möglichkeit, dass es die Impfpflicht deshalb nicht gibt, weil dann der Staat haften müsste. Der Beipackzettel von Impfungen ist ja lang. Auch die Beschränkung, dass Impfschädern nur innerhalb von 72 Stunden auftreten können….ist jedenfalls mein Wissensstand. Bei Infektionen treten die Symptome ja oft genau nach den 72 Stunden auf…. Es könnte ja jeder einen Beipackzettel zur Krankheit bekommen, also zur Nichtimpfung und einen Beipackzettel zur Impfung , dann kann ja jeder sehen, welcher gefährlicher erscheint…bitte genau so genau! alles gute

#25 |
  58

Was für eine Diskussion. Ich habe es bereits vor Jahren aufgegeben, mit Impfgegnern zu diskutieren. Es ist verschwendete Zeit, die man sinnvoller nutzen kann.

#24 |
  28
Dr. med. Wolfgang Knüll
Dr. med. Wolfgang Knüll

Und noch was : Rand Paul ist Republikaner, der will bei Trump noch was werden. Sieht gut aus für ihn!

#23 |
  9
Dr. med. Wolfgang Knüll
Dr. med. Wolfgang Knüll

Ach ja, ich habe mich dreißig Jahre – 30 J. ! – lang immer gegen Grippe geimpft und wenn alle Ungeimpften in der Praxis daniederlagen, ging es mit gut. Aber wohl alles Placebo oder ? Und Glück wegen der unglaublichen Nebenwirkungen der Impfung.
Bei Impfungen geht es wohl immer um Wissen und Glauben. Während die Wissenschaft wenigstens etwas weiß, glauben die anderen ausschließlich und fast alles, was ins Bild passt.

#22 |
  22
Dr. med. Wolfgang Knüll
Dr. med. Wolfgang Knüll

Was für eine Diskussion! Kann es sein, dass nach der Erfindung der Impfung zuerst gegen Pocken – wo sie bestens wirkt !- und durch Leute wie Pasteur gegen Tollwut – wo sie bestens wirkt- es eine Entwicklung in den Köpfen von Gesinnungethikern, also argumentverneinenden Gefühlsbeurteilern gibt, unverstandene Wissenschaft durch hartnäckiges Negieren aus der Welt zu schaffen? Jede Wirkung hat eine mögliche Nebenwirkung, immer, eine Mögliche, immer! Keine wahrscheinliche oder zuverlässig immer auftretende Nebenwirkung, ggf. immer noch schlimmer als das zu bekämpfende Übel. Das liegt definitiv nicht vor und zwar beweisbar. Vielmehr überwiegt der Nutzen bei weitem. Das ist so sicher, wie die Sonne im Zentrum unseres Sonnensystems steht. Oder müssen wir das jetzt auch diskutieren? Überlassen wir wieder alles der Natur und schaffen wir die Impfungen ab? Meinen das die Impfgegner? Mal sehen, was dann nach Seuchenausbrüchen aus dieser Gesinnungsethikecke kommt. Vermutlich dasselbe, dann mit umgekehrten Vorzeichen !

#21 |
  21

@ #21: Hr. Och, natürlich gibt es dafür eine Begründung. Wir Ärzte sind den ganzen Tag so damit beschäftigt die Scherben aufzukehren die fehlgeleitete Irre wie Impfgegner anrichten, dass uns keine Zeit mehr bleibt uns vernünftig um unsere eigene Gesundheit zu kümmern. Aufopferung gewissermaßen. Den gleichen Trend können Sie Statistiken entnehmen zu der Frage, wie viele Ärzte sich regelmäßig bewegen, wieviele sich gesund ernähren etc. etc.

#20 |
  46
Herbert Och
Herbert Och

Nochmals, die Berufsgruppe mit den meisten Impfverweigerern ist die Berufsgruppe der Ärzte. Lt. RKI haben Ärzte eine sehr niedrige Durchimpfungsrate gerade bei der Erkrankung, die in D die meisten Todesopfer (von den Krankhheiten mit existierender Impfung) fordert, nämlich die Influenza. Gibt es hierfür eine Begründung?

#19 |
  30
Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)

Wogegen sind Impfgegner immun?
ARGUMENTE !!

#18 |
  47
Tierarzt

Es geht ja auch nicht nur um die Kinder unter einem Jahr, die noch nicht gegen Masern geimpft werden dürfen, sondern auch um ältere kranke Kinder und auch Erwachsene, die z.B. nach Leukämie und Stammzelltransplantation keinen Immunschutz mehr haben und z.T. auch keine Impfung mit Lebendimpfstoff mehr erhalten dürfen. Diese Menschen sollten vom “Herdenschutz” profitieren.

#17 |
  12
Nichtmedizinische Berufe

“Viele Amerikaner glauben an Zusammenhänge zwischen Impfungen und Autismus. Donald Trump befeuert das Thema immer wieder mit Tweets.”

Ich wusste nicht, dass Herr Trump bei sich selbst einen Impfschaden vermutet –
“er habe von „vielen tragischen Fällen von Kindern gehört, die vorher normal gelaufen sind und normal gesprochen haben und dann nach Impfungen plötzlich tiefe mentale Störungen gehabt haben“. nun ja, das würde einiges erklären.

Gottseidank spielt hierzulande die Religion (noch nicht) so eine große Rolle wie in godś own country, aber Esoterismus und selbstzusammen gebastelte Weltanschauungen , besonders
bei Müttern vom Typ ” Latte Macciato am Prenzlauer Berg”.

Warum wurden eingentlich die Schulimpfungen aufgegeben? Ich bekam einige Impfungen wie Röteln in meiner Schule, als Lehrerin an einer Auslandsschule übrigens auch noch.

#16 |
  36

Ich kann den Gesetzgeber nicht verstehen , dass er nicht gegen Impfgegner mit harten Strafen vorgeht. Ich kann mich noch daran erinnern , welche Angst ich hatte
in eine eiserne Lunge zu müssen, die damals die einzige Möglichkeit war Menschen mit Kinderlähmung zu beatmen. Diese Erkrankung ist durch konsequente Impfaktionen nahezu vollständig ausgerottet worden. Leider haben das viele Menschen vergessen. Ich kann nur hoffen, dass die vielen Migranten diese und andere Infektionskrankheiten wie z.B. die Tuberkulose nicht wieder vermehrt auftreten. Masern ist besonders tückisch. Wenn Ungeimpfte zum Beispiel eine Arztpraxis betreten und Kleinkinder , die aufgrund ihres Alters noch nicht geimpft werden konnten , anstecken, kann das nicht nur zu einer Tragödie für das angesteckte Kind führen. Für mich ist das eine Straftat, die hart mit Geldstrafen bis zu Gefängnisstrafen geahndet werden müsste. Für mich ist es deshalb richtig, dass bewusst nicht geimpfte Personen keine Kitas und Schulen besuchen dürften. Impfgegner müssten ebenfalls mit harten Strafen rechnen, weil sie andere Menschen schädigen können.

#15 |
  69
Herbert Och
Herbert Och

@Dr. Marc Heydenreich: Warum lassen sich so wenig Ärzte gegen Influenza impfen? Diese Erkrankung verursacht lt. RKI 99,9% aller Todesfälle (von Erkrankungen, bei denen eine Impfung existiert) in D?

#14 |
  33
Dr. Marc Heydenreich
Dr. Marc Heydenreich

Sie müssen nicht alle Ihre Kinder impfen lassen , nur die, die Sie behalten wollen!

#13 |
  60
Sven Larisch
Sven Larisch

zu Laura Reese in Pentavac sind 0,3 ind Infanrix 0,5 mg Al.
Zugelassen lt EUPH sind 1,25 mg pro Dosis.
Mit Pentavac hat man 5 der wichtigsten Impfungen abgeschlossen. In MMR ist 0 in Worten NULL Aluminium und 3 Impfungen. Sie sprechen von Impfrisiken und gefährden mit der Impfverweigerung andere, die noch nicht geimpft sind und eigene Schutzbefohlene. Ich bin der Meinung das die Versicherungen für Erkrankungen aus Impfverweigerung nicht aufkommen sollten.
Bei MMR gab es (Zahlen von 1999) 7 Komplikationen bei 16 Millionen Impfdosen. Der ganze andere M…st kommt von Impfgegnerseiten oder so halbgaren Seiten wie “Zentrum für Gesundheit” etc.
Und wenn es Ihrer Meinung so viele Impfschäden gibt- warum haben dann Herr von Haselberg et al noch keine einzige gehabt? Nur Brennen und Schmerzen an der Einstichstelle und etwas Fieber ist keine Komplikation.
Impfen hat uns vor den Pocken gerettet und ich wäre froh gewesen zu meiner Zeit schon MMR gehabt zu haben. Masern sind nicht witzig, Mumps ist keine einfach Kinderkrankheit. Schauen sie sich hier die Todesfälle und Schadenszahlen mal an. Lesen hilft- meistens :-)

#12 |
  50
Medizintechniker

warum kann man nicht eine Übersicht schaffen, wie sich die Krankheiten in der Republik aufteilen? (so wie die Impfübersicht)
evtl. kann dies neue Erkenntnisse bringen
warum wird immer so schnell “geschossen” obwohl man kaum die Zusammenhänge versteht.
es kann mir kein einziger Mensch, sogar noch nicht mal ein Experte, sagen woher z.B. Krebs kommt!

#11 |
  46
Heilpraktikerin

Herr Meyer: wieso Ihre Aufregung? Wenn das eigene Kind geimpft ist, ist ein Kontakt zu einem ungeimpften Kind sicher, das kann doch dann egal sein.
Es sei denn, es bestehen Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung …

#10 |
  53
Herbert Och
Herbert Och

Ein paar Fakten zu Impfungen: lt. RKI sind 99,9% der Todesfälle von Erkrankungen, bei denen eine Impfung existiert, auf die Folgen von Influenza zurückzuführen. Wie hoch sind denn hier die Durchimpfungsraten bei gewissen Berufsgruppen?

#9 |
  4

sehr geehrter Herr Kollege von Haselberg, es ist Ihnen sehr wohl klar, daß das ihre Aussage, Sie hätten sowas nicht erlebt, keinerlei Relevanz hat. Und:
Haben Sie von den von Ihnen geimpften Kindern die Titer kontrolliert, und wenn haben Sie auch die Impfversager herausfiltriert? das dürften so ca 8-10% sein. Wenn es also Schulverbot ausgesprochen wird, dann müßten auch die Nonrespoder und auch die Kinder mit zu niedrigem Titer ausgeschlossen werden.
Wissen Sie was GST-M1 ist? Menschen mit einem 0-Genotyp dieser Glutathiontransferase können ( Phase II) keine Schwermetalle entgiften, jede zwangsweise eingebrachte Menge an Metallen macht ein Riesenproblem für das z.B. ZNS. Zusammen mit den Umweltbelastungen, den die Kinder heute schon intrauterin ausgesetzt sind muß man sich fragen, ob man das als Gesundheitsvorteil sehen soll, die Säuglinge mit hohen Dosen Aluminium intramuskulär zu “versorgen” Sie können das gerne kleinreden, ziemlich sicher haben Sie keine Menschen mit Entgiftungsstörungen in Behandlung, das dauert, bis sich das zu einer chronischen Krankheit zusammengehäufelt hat, die Menge an nicht ausscheidbarem Metall( neben Quecksilber aus Amalgam, aus der Luft und aus dem Wasser und vom Gemüse…..

#8 |
  71

Die Behauptung von Frau Baumann ist wirklich durch nichts belegbar. Ich habe ca. 40 Jahre als Kinderarzt in Klinik und Praxis gearbeitet und buchstäblich tausende Kinder gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft. Reaktionen generell sind sehr selten und gehören zum Teil einfach zum Immunprozess dazu. So genannte Impfschäden sind mir und auch meinen benachbarten Kollegen nie begegnet und sind eine ohne irgendwelches Wissen in den Raum gestellte Behauptung.
Der Vergleich mit dem anschnallen trifft es recht genau

#7 |
  55
Reinhard Meyer
Reinhard Meyer

eine Impfverweigerung sollte hart und konsequent bestraft werden! weshalb gehen eltern, deren kinder geimpft wurden, nicht auf die Barrikaden und verbieten den kontakt zu ungeimpften. krippen, kindergärten und anderen einrichtungen müsste es untersagt werden ungeimpfte zu betreuen bzw aufzunehmen!

#6 |
  85
Heilpraktikerin

Leider kommen die Impfgegner meisten aus meiner Fakultät… ich bin immer wieder beeindruckt mit welcher Konsequenz man medizinisches Wissen unterdrücken kann. Solange es für die Heilpraktiker keine staatliche geregelte Ausbildung gibt werden wir paar Seriösen leider mit der Masse der “Aurachirugen” “Impfgegener” und sonstigen “Heilern” über einen Kamm geschert.

#5 |
  45

Sehr geehrte Frau Baumann,
ich kann nur hoffen, dass Sie ihre Tätigkeit als Medizinjournalistin nicht mehr aktiv ausüben, denn ich halte Ihren Beitrag für eine durch keine Tatsachen gedeckte publizistische Körperverletzung. Ihrer Homepage entnehme ich, dass sie Expertin für das “Heilen mit Symbolen” sind und die Menschheit mit irgendeinem “ganzheitlich-energetischen” Humbug beglücken. Dabei sollten sie es belassen.

#4 |
  54
Dr. med.vet. Viola Hebeler
Dr. med.vet. Viola Hebeler

Liebe Frau Baumann,
ich bin zwar “nur” Tierärztin, aber wir bekommen die hilfreiche Wirkung von Impfstoffen dafür am hautnahsten mit. Im Jahr 2006 und 2007 hatten wir den Vormarsch des Blauzungenvirus, eines damals neuen von Mücken übertragenen Virus, zu beklagen. BT ist eine im Sommer saisonale, für Schafe häufig tödliche Erkankung, Rinder und Milchkühe erkranken und leiden “nur”, sterben aber selten. In meinem Landkreis, dem oberbergischen Kreis fing die Verbreitung der Seuche 2006 langsam an. Im Jahr 2007 kam sie zum vollen Ausbruch. 100% aller oberbergischen Schafe erkrankten und trotz intensivster tiermedizinischer Bemühungen verstarb insgesamt ein Drittel (!) der Schafe. 2008 im Frühjahr war endlich der Impfstoff fertig und zugelassen, und wir konnten alle Tiere impfen. Die Erkrankungsrate betrug 2008 0%. Erzählen Sie uns bitte nichts davon, dass “Impfschäden” größer seien als der Nutzen.

#3 |
  37

Wenn es stimmen sollte, dass besonders “vermögende” nicht impfen lassen, dann sollte es auch kein Problem sein, die Kosten für die Behandlung von Kinderkrankheiten, gegen die geimpft werden kann, aus dem Erstattungskatalog zu nehmen und die Eltern für diese Entscheidung zur (finanziellen) Verantwortung zu ziehenm

#2 |
  62
Medizinjournalistin

Erst einmal sollten die Impfschäden reduziert werden, ehe man Impfungen als echten Schutz an die Massen verabreicht.

#1 |
  186


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