Vitamin D macht jetzt in Migräne

10. Juli 2018

Die einen sagen: Vitamin D sei bei der Vorbeugung von Migräne hilfreich. Andere sagen: ein Zusammenhang zwischen Migräne und Vitamin D sei unwahrscheinlich. Die Studienlage ist widersprüchlich. Wie positioniert sich die neue Leitlinie zu Nahrungsergänzungsmitteln?

Einige Experten sind überzeugt: Vitamine und Mineralstoffe sind bei der Vorbeugung von Migräne hilfreich. Andere sind demgegenüber skeptisch. Zwar ist die Wirkung solcher Substanzen bisher nicht vergleichbar gut belegt wie die von Migränemedikamenten, doch eine Reihe von Studien legt nahe, dass Vitamine und andere Vitalstoffe dazu beitragen könnten, die Schwere und die Anzahl der Migräneanfälle zu verringern. 

Migräne ist eine sehr häufige neurologische Erkrankung. Weltweit sind etwa zehn Prozent der Menschen davon betroffen. In Deutschland leiden zehn bis 25 Prozent der Frauen und acht bis zehn Prozent der Männer an den Kopfschmerzattacken. Migräne kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Während der Attacken erleben die Betroffenen neben heftigen Kopfschmerzen oft auch Übelkeit, Erbrechen und eine erhöhte Licht- und Geräuschempfindlichkeit.

Eine repräsentative Befragung der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft zeigt: Möglichkeiten zur Prophylaxe nutzen Erkrankte wenig – und viele kennen diese nicht einmal. Nur 43 Prozent werden von ihrem Hausarzt oder Internisten und nur 57 Prozent von ihrem Facharzt über vorbeugende Maßnahmen beraten. In puncto Beratung herrscht offensichtlich Handlungsbedarf. Aber wozu sollen Ärzte Migränepatienten raten?

NEM im Mittelpunkt

Im April haben die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) eine neue Leitlinie zur Behandlung der Migräne veröffentlicht. Sie gewichtet eine Reihe von medikamentösen, nichtmedikamentösen und interven­tionellen Verfahren, die sich bei der Behandlung und Vorbeugung von Migräneattacken als wirksam erwiesen haben.

Laut Leitlinie der DGN und DMKG konnten kleinere Studien eine Wirksamkeit von Coenzym Q10 und hochdosiertem Vitamin B2 bei der Vorbeugung der Migräne zeigen. Eine Kombination aus Coenzym Q10, Magnesium und Vitamin B2 trug in einer deutschen Studie mit 130 erwachsenen Migränepatienten dazu bei, die Schwere, nicht aber die Häufigkeit der Migräneanfälle zu reduzieren. Auch eine aktuelle Review, bei der eine Reihe von Studien zusammenfassend ausgewertet wurde, liefert Hinweise, dass die Gabe von Magnesium, Vitamin B2, B3 und B12, Coenzym Q10, Carnitin und Vitamin D zur Vorbeugung von Migräneattacken beitragen kann. Diese konnten die Schwere der Kopfschmerzen sowie in einigen Studien auch die Häufigkeit der Migräneattacken reduzieren. Die Probanden nahmen die Vitamine und Mineralien meist als Nahrungsergängungsmittel ein, in einigen Studien wurden Magnesium und Vitamin B3 auch intravenös verabreicht.

Präparate, die eine Kombination aus Coenzym Q10, Magnesium und Vitamin B2 enthalten, sind in Deutschland als diätetisches Lebensmittel zur Vorbeugung von Migräne erhältlich. Diese Kombination reduziert laut einer Studie ebenfalls die Schwere, allerdings nicht die Häufigkeit von Migräneattacken. Die Leitlinie informiert über den aktuellen Stand der Forschung in diesem Bereich, spricht allerdings keine explizite Empfehlung für Patienten aus, diese Vitamine und Mineralstoffe zur Prophylaxe einzunehmen.

Vitaminmangel als Migräneauslöser

Woran machen Befüworter, die an einen Zusammenhang zwischen Vitaminmangel und Migräneattacken glauben, ihre Vermutung fest? „Ein […] Vitaminmangel könnte mit den Krankheitsmechanismen zusammenhängen, die bei Migräne eine Rolle spielen“, schreiben Suzanne Hagler und ihre Kollegen vom Cincinatti Children’s Hospital Medical Center (USA). Ihre Untersuchung (Abstract PF77) aus dem Jahr 2016 mit 7.691 Kindern und Jugendlichen mit Migräne ergab, dass diese häufig unter einem Vitaminmangel litten. Das war insbesondere für Vitamin D, Vitamin B2, Folsäure und Coenzym Q10 der Fall. Dagegen sind die meisten Menschen, etwa in Deutschland, nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ausreichend mit Vitaminen versorgt. Eine Ausnahme ist Vitamin D: Laut Robert Koch-Institut haben etwa zwei Prozent der Erwachsenen und etwa vier Prozent der Kinder in Deutschland einen deutlichen Vitamin-D-Mangel.

Ein Vitaminmangel könnte dazu beitragen, dass die individuellen Auslöser für Migräneattacken – wie bestimmte Lebensmittel, Licht, Schlafmangel oder Stress – mit höherer Wahrscheinlichkeit zu einem Migräneanfall führen. So sind Coenzym Q10, Vitamin B2 und Magnesium am Energiestoffwechsel der Zellen beteiligt. Experten diskutieren darüber, ob ein Mangel dieser Substanzen zu einer Fehlfunktion der Mitochondrien führen könnte. Dies könnte die Entstehung eines Migräneanfalls begünstigen. Bei vielen Prozessen, die zu einer Migräneattacke führen können, spielt zudem Magnesium eine Rolle. Es wird angenommen, dass eine erhöhte Erregbarkeit der Nervenzellen und eine starke Erweiterung der Blutgefäße zu Migräneattacken beitragen. Hier kann Magnesium gegenarbeiten, denn es bewirkt, dass Gefäßwände sich wieder entspannen und die Erregbarkeit der Nervenzellen sich verringert. Bei einem Magnesiummangel bleibt dieser Effekt aus.

Welche Rolle spielt Vitamin D?

Vitamin D wiederum gilt als entzündungshemmend. Manche Mediziner glauben deshalb, es könnte bei Erkrankungen hilfreich sein, die mit Entzündungen im Zusammenhang stehen. Auch bei der Entstehung bzw. beim Verlauf der Migräneattacken wird davon ausgegangen, dass entzündliche Prozesse im Gehirn eine Rolle spielen. Darüber hinaus legen Studien nahe, dass Vitamin D die Aufnahme von Medikamenten verbessern könnte. Auf diese Weise könnte das Vitamin in Kombination mit einer medikamentösen Therapie dazu beitragen, die Häufigkeit und Schwere der Migränesymptome verringern.

Die Studienlage dazu ist widersprüchlich: In einigen Studien wurde ein Zusammenhang zwischen chronischen Spannungskopfschmerzen bzw. Migräne und einem Mangel an Vitamin D beobachtet. Andere Studien konnten keinen Zusammenhang nachweisen.

In einer Untersuchung türkischer Forscher erhielten 53 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren entweder nur ein Medikament gegen die Migräne (Amitriptylin) oder eine Kombination aus Amitriptylin und Vitamin D. Dabei erhielten Kinder mit einem Vitamin-D-Mangel höhere Vitamin-D-Dosen als Kinder, die keinen Vitamin-D-Mangel hatten: Kinder ohne Vitamin-D-Mangel erhielten 400 internationale Einheiten (IE) pro Tag, Kinder mit leichtem Vitamin-D-Mangel 800 IE pro Tag und Kinder mit schwerem Vitamin-D-Mangel 5000 IE pro Tag.

Vor der Behandlung hatten die Kinder in allen Gruppen in etwa gleich viele Migräneattacken, nämlich durchschnittlich 7 Attacken in 6 Monaten. Bei einer Kombination aus Amytriptylin und Vitamin D war die Zahl der Migräneattacken im Behandlungszeitraum signifikant geringer als in der Kontrollgruppe – und zwar sowohl bei Kindern mit als auch ohne Vitamin-D-Mangel. So hatten die Kinder der Kontrollgruppe, die nur Amitriptylin erhielten, im sechmonatigen Behandlungszeitraum durchschnittlich 3 Migräneattacken, Kinder ohne Vitamin-D-Mangel, die Amitriptylin und Vitamin D erhielten, durchschnittlich 1,76 Attacken, Kinder mit leichtem Vitamin-D-Mangel (Amitriptylin plus Vitamin D) 2,14 und Kinder mit schwerem Vitamin-D-Mangel (Amitriptylin plus Vitamin D) 1,15 Attacken. Die Autoren schließen daraus, dass eine Zusatzversorgung mit Vitamin D hilfreich sein könnte, um die Häufigkeit und die Schwere von Migräneattacken zu verringern. Allerdings ist die Aussagekraft der türkischen Studie aufgrund der kleinen Kohorte wohl als eher begrenzt einzustufen.

Bislang ist noch nicht nachgewiesen, ob die Gabe von Vitamin D nur bei einem Mangel hilfreich sein könnte oder eine zusätzliche Einnahme trotz normalem Vitamin-D-Spiegel etwas bringt. Die Ergebnisse einer anderen Studie mit 76 Migränepatienten deutet darauf hin, dass die Wirkung von Vitamin D nicht direkt mit einem Vitamin-D-Mangel bzw. mit der Höhe des Vitamin-D-Spiegels zusammenhängt. Es konnte kein Zusammenhang zwischen dem Serum-Level an Vitamin D (Vitamin-D-Mangel, leichter Vitamin-D-Mangel oder kein Vitamin-D-Mangel) und der Schwere der Migräne gefunden werden. 

Auf der Suche nach Prophylaxe ohne Nebenwirkungen

Warum sich Forscher für die Wirkung von Vitaminen im Zusammenhang mit Migräne interessieren, liegt auf der Hand: Das Risiko für Nebenwirkungen hält sich in Grenzen. „Medikamente zur Behandlung und Vorbeugung der Migräne können Nebenwirkungen haben“, so Elyas Nattagh-Eshtivani und sein Team von der Universität für Medizinwissenschaften Tabriz im Iran, die sich mit der Wirksamkeit von Vitamin D bei Migräne beschäftigen. „Daher empfehlen einige Experten die Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen als Nahrungsergänzungsmittel – allein oder in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden.“

Hans-Christoph Diener, Professor für klinische Neurowissenschaften an der Universitätsklinik Essen, hält einen Zusammenhang zwischen Migräne und Vitamin D für eher unwahrscheinlich. „In größeren Meta-Analysen, etwa zu verschiedenen Schmerzarten, konnte bisher kein Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und Migräne oder zwischen der Gabe von Vitamin D und einer Verminderung der Migräne-Attacken nachgewiesen werden“, sagt der Experte.

„Es sind in jedem Fall weitere Studien notwendig, um die Wirksamkeit dieser Substanzen, insbesondere von Vitamin D, zur Vorbeugung der Migräne zu belegen“, betonen die Forscher um Nattagh-Eshtivani.

Möglichkeiten zur Vorbeugung besser nutzen

Die neue Leitlinie empfiehlt zur Vorbeugung von Migräneattacken Ausdauersport, Verhaltensänderungen zum Abbau von Stress und verhaltenstherapeutische Methoden wie Entspannungsverfahren. „Regelmäßiger Ausdauersport hilft, Migräneattacken vorzubeugen. Auch Entspannungsverfahren und Stressmanagement haben sich in der Prophylaxe als wirksam erwiesen“, erläutert Peter Kropp, Autor der Leitlinie und Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Rostock. Um den optimalen Umgang mit Migräne zu finden, müssen Patienten über alle Behandlungsmöglichkeiten, die es gibt, informiert werden – auch über die nicht-medikamentösen. Das dürfen Ärzte im Berufsalltag nicht vergessen.

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Bildquelle: mohamed_hassan, pixabay / Lizenz: CC0

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12 Kommentare:

HPA Juliane Deinzer
HPA Juliane Deinzer

Hallo,

mich freut es echt riesig, dass endlich sinnvolle Therapien entwickelt werden (und die Medizin sich von der Medikamenten-Seite her mehr präventiv-kurativen Maßnahmen widmet, nicht nur Not-Nebenwirkungstherapien).

Mich erschreckt aus dem Artikel wirklich das hohe Migränevorkommen in der Bevölkerung, das bedeutet wirklich eine enorme Morbidität.

Andererseits ist natürlich die Umsetzung nach Schema: “Magenschmerzen- Pille A” bei wirklich vorbeugend-oder Restutio-ad-integrum-Therapien gerade für Ärzte nicht so einfach, und so ein total einfaches Rezept (Symptom A-Rezept B, Therapie C) gibt es nicht ohne so weiters, da müsste man wirklich immens viel forschen, und selbst dann wäre es noch viel zu kompliziert. Deswegen wird auch immer so leicht “nicht wirksam” nachgewiesen.

Selbst die an und für sich einfache Akupunktur/Akupressur ist im Akutfall nicht “einfach”, nämlich herauszufinden, ob es überhaupt ein paar Punkte gibt, die effizient helfen (möglich ist sowas schon, aber nicht immer, sogar bei ein und demselben Patienten). Oft ist meiner Meinung nach der Patient zu krank für eine ausreichende Wirksamkeit dieser Therapie.

Ich freue mich, und erwähne dies nochmals, wirklich, dass Vitamin D angewendet wird, allerdings fände ich dann im Gegenzug viel mehr Forschung über Licht und weitere Bedeutungen sinnvoll, da sonst das Leben von der Vitamin D Produktion abhängt. Pilze, die sonnenbestrahlt wurden (sind dann Vit.-D- haltig), sollten dabei nur ein “Medikamentenersatz” sein, man sollte auch die natürliche Lichtbestrahlung wieder nutzen, und auch die Innenbeleuchtungsollte viel mehr erforscht werden.

Zum Thema: Vitamine sind wichtig, und oft gibt es (ist wohl nicht erforscht) einen riesengroßen Spielraum zwischen optimaler Versorgung (wegen Mehrbedarf) und so “krassem” Mangel, dass sich klassisch-typische Mangelsymptome zeigen, oder gar der Blutspiegel einen Mangel zeigt. Bedenken sollte man hierbei auch, dass mit mehr Vitaminen mehr Eigenreparatur möglich ist, weil dann mehr Enzyme gebildet werden können, und viel mehr Stoffwechselarbeit möglich ist, und dabei nicht immer ein klassischer Aufnahme- oder Grundspiegelmangel vorliegen muss. Selbst wenn Vitamine helfen, ist die Grundursache der Migräne möglicherweise ein ganz anderer als Vitaminmangel, und der Organismus kann mehr reparieren mit mehr “Werkzeugen” -sprich mit mehr Enzymen aus vermehrter Vitaminzufuhr.
Gegenspieler, wie z.B. Quecksilber, sollten dabei auch berücksichtigt werden (was z.B. den riesengroßen Erfolg des Kommentators nur mittels Vitamin D bei seiner Migräne erklärt, da Zahnärzte gerade im Kopfbereich in früheren Zeiten einseitig quecksilberbelastet waren (durch Einatmen von Bohrdämpfen)).
Vitamin D ist ein Teil einer Nahrungsergänzungs-oder Ernährungszufuhr, die eine größere Entgiftung ermöglicht.
Kalzium spielt dabei einen riesengroße Rolle, und Vitamin D fördert die Calcium-Resorption. Man könnte viel mehr Beobachtungen/Studien machen, z.B. ob bei vermehrter Calcium-Aufnahme (in der richtigen Form) Vit.D eingespart werden könnte; und auch die Bedingungen klären, unter denen es dann vermehrt zu Nierensteinen ect. kommt.
Ich schrieb ja eingangs, dass das alles nicht so ganz “einfach” ist…. und unser Wissen den tatsächlichen Vorgängen trotz Gen-Entschlüsselungstechnik leider immer noch “nachhängt”.

#12 |
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Nichtmedizinische Berufe

Herr Ulbricht, ich habe nach dem von Ihnen benannten Medikament gegoogelt und folgende Information gefunden:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-39-2011/dekristol-r-20-000-ie-off-label-und-gefaehrlich

Was ich zuvor auch nicht wusste: (aus dem Artikel): ” Vitamin D wird im Fettgewebe gespeichert. Adipöse und übergewichtige Menschen benötigen daher für das metabolisch verfügbare 25-OH-Vitamin-D3 eine höhere Zufuhr an Vitamin D zur Normalisierung ihres Vitamin-D-Status. Auch in diesem Fall sollte vor der Einnahme der Vitamin-D-Status kontrolliert werden! Studien geben zunehmend Hinweise darauf, dass ein Vitamin-D-Mangel zum Übergewicht und metabolischen Syndrom beitragen kann. Eine gezielte Vitamin-D-Supplementierung kann eine erfolgreiche Gewichtsstabilisierung und Regulation des Insulinstoffwechsels unterstützen.”
Bei 50% Übergewichtigen in Deutschland dürfte der Mangel an Vitamin D demnach noch größer sein als angenommen. Gleichzeitig steigt auch die zahl der Migräniker an.
Wenn Vitamin D wirklich hilft, könnte auch hier ein Zusammenhang bestehen.

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Medizinjournalist

#5 Herr Wolfgang Neher:Als Medizinjournalist möchte ich mich zu Ihrem diffamierenden Kommentar äußern: Es geht um Migräne nicht um Kopfschmerz im Allgemeinen. Die Leitlinie hat sich hier klar positioniert, Akupunktur hilft NICHT. Und warum soll ein Medizinjournalist wenig kompetent sein? Ich spreche ja auch nicht allen “weiteren medizinischen Berufen” die Kompetenz zur Rechtschreibung ab, weil Ihre Kommentare diesbezüglich suboptimal sind.

#10 |
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Gertraud Schmid
Gertraud Schmid

Heilpraktikerin, unter anderem spezialisiert auf Nahrungsergänzung

Danke dass Ihr Artikel, das Thema auf den Tisch bringt.

Nahrungsergänzung gibt es in hochdosierter Form, diese eignet sich um unter KONTROLLE Mängel aufzufüllen (Labor oder eindeutige Klinik) und entfaltet pharmakologische Wirkung.
Es gibt andererseits naturnahe Mittel, um im Alltag die Nahrung aufzuwerten, sodass Mängel gar nicht entstehen, eine niedrigdosierte Form, die jeder einnehmen könnte, ohne dass man sie monitoren muss. Wichtiger Unterschied! Frische ist wichtig.

Das Thema gehört in die Hand von spezialisierten Therapeuten. Es gibt auch Gegenanzeigen, also Situationen, wo man etwas nicht einnehmen sollte.
Wer sich schlauer machen möchte: die Bücher von Uwe Gröber, Apotheker oder auch YouTube – Mikel Hollick, Prof Spitz, Kuklinski oder FOM Forum Orthomolekularmedizin…
Ich halte es für gefährlich, was in Facebook Gruppen abläuft, da baden Menschen in Magnesium, das sie kübelweise im Internet bestellen, Vitamin D wird extrem über-dosiert, da gibt es auch Nebenwirkungen wie appetitlos, Herzaffektionen u.a. Oder personal Trainer empfehlen Nahrungsergänzung, und so weiter.

Für einen guten Vitamin-D-Haushalt benötigt man eine tätige Leber! Und schon ist der Lebensstil mit im Boot, genug Nachtschlaf? minderwertige Fette in der Ernährung? Sitzen ist das neue Rauchen! Leber-Therapie, wo gibt es denn sowas? In der Naturheilkunde!
Ich erinnere mich an einen Fernseh-Beitrag: ein Mann hatte die zweite Portion Curry-Wurst mit Pommes gegessen. Der Reporter fragte ihn, ob er bereit sei, einen freiwilligen Zuschlag zum Krankenkassenbeitrag zu leisten…

DIE MIGRÄNE gibt es nicht. Es gibt übrigens auch nicht DEN MUSKELSCHWUND und nicht einmal DEN TYP-II DIABETES. Es gehört eine gründliche Anamnese erhoben, sodass man sich der Ursache annähern kann. Alter Spruch : Häufiges ist häufig, Seltenes ist selten (Zusatz: das Seltene kommt regelmäßig vor)
Magnesium und ATP (CoQ10?, L-Carnithin?, Omega 3? B-Vitamine?) sind notwendig, damit ein kontrahierter Muskelteil sich wieder entspannen kann. ATP kann man messen, kostet Geld, hilft aber für die Orientierung in der Therapie, ob es in Richtung Mitochondrien-Schwäche geht.
Auch Vitamin D hilft der “rumpfnahen Muskulatur”, wenn die Verspannung wegen eines Vit-D-Mangels besteht. Weniger Verspannung, bessere Durchblutung, weniger Kopfschmerzen. Oder liegt es doch eher an den Geschlechtshormonen?

Die Erhebung der Anamnese ist die Basis. Wenn die Therapie nicht anschlägt, muss man zurückgehen und die Anamnese prüfen. Das habe ich aus schulmedizinischem Fachbuch gelernt. Ist eine Wahrheit ohne Verfalldatum.

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Zahnarzt

Seit mehr als 30 Jahren leide ich unter Migräneanfällen ein bis zwei Mal monatlich. Aus eigener Erfahrung darf ich berichten, dass ich seit 6 Monaten wegen eines laborchemische nachgewiesenen D-Mangels mit Dekristol 20000 therapiert werde. Seitdem traten als Nebeneffekt keine Anfälle mehr auf.

#8 |
  1
Medizinisch-Technische Assistentin

Das Einzige, was mir geholfen hat: Koriander Tinctur! Kombiniert mit Allium Ursinum Tinctur und Chlorellatabletten.

#7 |
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Weitere medizinische Berufe

Frau Margit Seitz,
Ich Stimme Ihnen etwas zu so um die 10 %.
Das Hauptproblem legt ans der Ausbildung der Ärzte, da ist das Thema wohl untergeordnet wenn nicht gar tabu
1.Mitamin D Wert wird über die Blutprobe ermittelt und KOSTET den Patienten da 20.- €
2.Jetz Wiebke und wie viel Schlucken, die Brechnungen kennt wohl kein Arzt. HIER GIBT ES EIN Buch “Gesund in 7 Tagen” da ist die Methode gut und logisch beschrieben
PRIVATE Kosten also da 30.- € u d das ist mir mir e Gesundheit Wert.

#6 |
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Weitere medizinische Berufe

Hat da die Pharmaindustrie mitgeholfen?
Die Mdizinjournalisten sind wohl wenig kompetent bei solchen Fragen.
1. Wenn man Kopfschmerzen nicht los bekommt, so hilft fast immer Akkupunktur bei einem
CHINESISCHEN Arzt, nicht bei einem Arzt mit Schnellbleiche.
2. Die Schreibetlingen schreiben über Nahrungergänzungsmittel ift widersprüchlichen Unsinn
Der das Volk verunsichert, das ist Inkompetenz bis zum geht nicht mehr.
3. Jegliche Anleitung fehlt. Z. B. Ermittlung Vitamin D vor allem im Winter;
Wie berechnet man die Auffüllmenge? WIE hoch soll der Stand sein mit Reserven?
Wie viel nimmt monatlich die gespeicherte ab (20%?) ist..
4 Alles Fehlanzeige und keine kompetent Lösungen, dazu gehört auch das Bundesamt für Ernährung, das nur Stümperhafte Lösungen anbietet und auf diesem Gebiet die Kompetnz entzogen bekommen sollte

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Nichtmedizinische Berufe

Vitamin D bei Migräne? Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren und berichten.
Im Winter substiuiere ich es ohnehin, denn auch wenn es immer heisst, in Deutschland gäbe es keinen Vitaminmangel , ist imho die Versorgung mit Vitamin D in unseren langen, trüben, norddeutschen Wintern nicht gesichert.,
Magnesium hat mir leider als Prophylaxe nichts gebracht, CoEnzym Q10 bin ich gerade dabei.
Man wird jetzt lächeln – Tatsache ist, dass Migräne höchst unerfreulich ist. Zwar bekomme ich mit Triptanen (meistens) innerhalb von 2 Stunden die Kopfschmerzen weg, aber die Attacke läuft ja trotzdem ab, mit Blässe, Übelkeit und allgemneinem Schlecht – Fühlen, so dass ich auch mit ca. 6 Attacken im Monat 12 – 18 Tage nicht leistungsfähig bin.
Und die Prophylaxen haben alle üble Nebenwirkungen: meistens die, dass sie Gewichtszunahme machen.
. Bei mir ist die Migräne vor drei Jahren aufgetreten, seitdem ich keine Neuroleptika mehr nehme. Leider kann mir niemand den Zusammenhang erklären, ich gehe von einer starken neurologischen Komponente aus.
Ich hoffe jetzt auf die Spritze, die Herbst 2018 zugelassen werden soll.

#4 |
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Immer dasselbe mit den sog. „Vitamin-D-Studien“: zu geringe Dosierungen sowieso, häufig auch noch Dekristol „Depot“-Verordnung – als ob die Sonne eine Woche durchscheinen würde. Aber dieser unlogische Selbstbetrug ist kaum auszurotten: bequem, verordnungsfähig, und tschüss. Zahlen alles letztendlich die Patienten. Hinzu kommt: Vitamin D ist KEIN Arzneimittel. Und trotzdem: D-Mangel macht krank. Da kann man dann NSAR und Antidepressiva verordnen. Toll. Ich liebe die lernunfähige praktische Medizin.

#3 |
  5
Nichtmedizinische Berufe

Einen Mangel auszugleichen, ist immer sinnvoll, weil Mängel meist oder gar immer zu gesundheitlichen Störungen führen. Ob man einen Mangel hat, weiß man aber erst, wenn man daraufhin untersucht wurde.
Doch ist die Frage, wer die Untersuchungen auf Mangelerscheinungen zu bezahlen hat?
Hier sehe ich die Krankenkasse in der Verantwortung.
Denn schließlich können Mängel jede Menge von Gesundheitsproblemen hervorrufen.
Wer z. B. viel zu wenig Kalium hat, hat das nicht lange. Denn irgendwann ist er tot.
Menschen, die einen Mangel an Vitaminen und/oder Mineralstoffen haben, haben diesen nicht selten als Folge einer Krankheit.

Was ich aber immer wieder beobachte ist, dass Untersuchungen auf Mängel von den Patienten privat bezahlt werden sollen.
Das kann doch nicht richtig sein?
Die Krankenkasse horten Milliarden Euro und für so etwas sollen oder wollen sie nicht bezahlen?

#2 |
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Nichtmedizinische Berufe

Meine persönliche Studie: Mit Vitamin D nicht mehr und nicht weniger Migränen.

#1 |
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