Mehr Fluorid fürs Volk?

25. Mai 2018

Sollte der Staat Leitungswasser mit Fluorid anreichern und Mehl mit Folsäure ergänzen? Sollte er die Impfpflicht einführen und Alkohol regulieren? Darf sich also eine Regierung das Recht nehmen, zu entscheiden, was gut für die Bürger ist? Die Vor- und Nachteile aus medizinischer Sicht.

Im Kölner Raum erkranken seit einigen Wochen mehr und mehr Patienten an Masern. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, gibt es im Kölner Stadtgebiet mittlerweile 55 bestätigte Meldungen. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum 2017. Die Altersspanne reicht vom Säuglingsalter (sechs Monate) bis zum Seniorenalter (62 Jahre). Und wieder einmal steht die Impfpflicht auf der politischen Agenda.

Impfpflicht – pro und contra

Wissenschaftler forcieren die Debatte durch neue Zahlen. Sie fanden heraus, dass bis zu 80 Prozent aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in 2017 an Masern erkrankt sind, nicht geimpft worden waren. Italien und Frankreich haben ihre schon länger bestehende Impfpflicht deshalb u.a. um Masern erweitert.

Professor Lothar H. Wieler ist Präsident des Robert Koch-Instituts und lehnt solche Maßnahmen für Deutschland ab. Lücken gebe es vor allem bei den 18- bis 44-Jährigen. Mehr als 40 Prozent seien nicht gegen Masern geimpft. Er konstatiert, eine Impfpflicht sei „möglicherweise sogar kontraproduktiv“. Man würde den Eindruck erwecken, dass „sachliche Argumente doch nicht so gut sind“. Ärzte versuchen derzeit, Patienten mit Fakten zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Zwang gehört nicht ins Repertoire. Staatlicher Druck könnte diese Linie konterkarieren, befürchtet Wieler. „Eine verpflichtende Information zu Impfungen, die auch vergütet wird, bringt mehr als die Einführung einer Impfpflicht“, ergänzt Professor Dr. Horst von Bernuth. Er ist Leiter der Sektion Immunologie an der Charite – Universitätsmedizin Berlin.

Nicht alle Experten teilen diese Meinung. Proferssor Dr. Andrew Ullmann, Obmann der FDP im Gesundheitsausschuss des Bundestages und Infektiologe an der Universitätsklinik Würzburg, kann sich regionale Impfpflichten gut vorstellen. Im Wahlkampf forderten Liberale sogar bindende Regelungen für Kinder bis 14 Jahre gemäß Paragraf 20 Absatz 6 Infektionsschutzgesetz. Andere Länder gehen nicht nur bei Impfungen, sondern auch bei Lebensmitteln wenig zimperlich zur Sache.

Folsäure im Mehl

US-Hersteller von Getreideprodukten werden von der FDA seit 1998 verpflichtet, raffiniertes Mehl mit 2,9 mg Thiamin, 1,8 mg Riboflavin, 24 mg Niacin, 0,7 mg Folsäure und 20 mg Eisen pro 500 g in den Handel zu bringen. Weltweit haben etliche Nationen Regelungen verabschiedet, um Getreide, Mais und/oder Reis anzureichern:

Zusatzstoffe in Weizenmehl

Nationen mit Supplementation über Weizenmehl (rot), Weizenmehl plus Maismehl (grün), Weizenmehl plus Reis (orange), Weizenmehl plus Mais plus Reis (blau) oder Reis allein (gelb) © Food Fortification Initiative

 

Jennifer Williams von den Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta wollte wissen, ob die Supplementation nachweisbare Benefits bringt. Ein Mangel an Folsäure kann zu Neuralrohrdefekten wie Spina bifida und Anenzephalie führen. Deshalb analysierte Williams Daten aus 19 bevölkerungsbasierten Surveillance-Programmen. Sie fand heraus, dass sich die Prävalenz bei Neuralrohrdefekten von 6,5 auf 4,0 Fällen pro 10.000 Lebendgeburten pro Jahr verringert hat. In absoluten Zahlen sind das 904 Kinder weniger mit Spina bifida und 422 Kinder weniger mit Anenzephalie.

 

Prävalenz von Neuralrohrdefekten

Prävalenz von Neuralrohrdefekten (neural tube defects, NTDs) im zeitlichen Verlauf; “Fortification” bedeutet Folsäure-Zusatz © CDC

 

Deshalb sehen viele Verbraucher in angereichertem, raffiniertem Mehl ein wertvolles Lebensmittel. Doch das ist nicht ganz richtig: Williams fokussiert sich bei ihren Untersuchungen auf Fehlbildungen während der Embryogenese. Das industrielle Getreideprodukt hat jedoch weniger Ballaststoffe als Vollkornmehl. Diese unverdaulichen Nahrungsbestandteile verringern möglicherweise das Risiko, an einer koronaren Herzerkrankung, an einem Kolonkarzinom u.a. zu erkranken. Epidemiologische Studien liefern unterschiedliche Hinweise: Manche Arbeiten bestätigen Assoziationen zwischen Ballaststoffen und niedrigeren Krankheitsrisiken, andere Papers finden keine Belege. Klar ist, dass Vollkornprodukte eine niedrigeren glykämischen Index als raffinierte Getreideprodukte haben. Sie erhöhen den Blutzucker schwächer und sättigen länger. Damit ist Vollkornmehl generell ein hochwertigeres Lebensmittel als angereichertes Weißmehl, trotz der Studien von Williams und Kollegen.

Fluorid im Leitungswasser

Gesundheitspolitiker haben nicht nur Lebensmittel, sondern auch das Leitungswasser im Visier. Ihr Ziel ist, effektiv gegen Karies vorzugehen. Weltweit haben zwischen 60 bis 90 Prozent aller Kinder und knapp 100 Prozent aller Erwachsenen Kavitäten in ihren Zähnen, berichtet die WHO. Seit Ende der 1960er-Jahre raten Experten, Leitungswasser automatisiert mit Fluorid zu versetzen. Ihrer Empfehlung sind viele Länder gefolgt, allen voran die USA (Versorgung von 67 Prozent aller Einwohner), Australien (70 Prozent), Brasilien (41 Prozent) und Chile (70 Prozent). In Europa bleibt es bei mageren 2 Prozent. Viele Länder, auch Deutschland, haben regionale Modellprojekte durchgeführt, diese jedoch aufgrund kontroverser Debatten eingestellt.

Fluoridversorgung

Länder mit ausreichender Fluoridversorgung durch künstliche Zugabe (Nord-, Südamerika, Australien) oder durch ausreichende natürliche Mengen im Grundwasser (China, u.a.) © Eubulides / Wikipedia, CC BY SA 3.0

Das liegt auch an wissenschaftlichen Unsicherheiten. Laut Metaanalysen der Cochrane Collaboration war es um die Evidenz Mitte 2015 schlecht bestellt: „Es liegen keine ausreichenden Informationen vor, um die Auswirkungen von Fluoridierungsprogrammen auf Karies zu evaluieren“, heißt es im Report. Experten verweisen auf den hohen Bias vieler Studien. In vielen Fällen fehlten genaue Daten zur aufgenommenen Fluoridmenge.

Ende 2017 veröffentlichte Anne E. Sanders von der University of North Carolina, Chapel Hill, weitere Ergebnisse. Zusammen mit Kollegen hat sie Daten von rund 16.000 Kindern und Jugendliche zwischen zwei und 19 Jahren aus der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) analysiert. Sanders standen Blutwerte von 12.000 Probanden vor. Hinzu kamen 5.600 zahnärztliche Untersuchungen. Tranken Kinder kein Leitungswasser mit Fluorid-Zusatz, hatten sie eine um 13 Prozent höhere Karies-Prävalenz. Dem stehen höhere Bleiwerte im Blut gegenüber. Wer sich am Wasserhahn bediente, hatte ein um 37 Prozent höheres Risiko, die Schwelle von 3 μg/dL zu überschreiten. Das liegt an alten Leitungen. Trotzdem zieht die Erstautorin als Fazit: „US-Bürger sollte unabhängig vom Alter fluoridiertes Leitungswasser trinken.“ Obergrenzen gebe es nicht.

Gegner führen vor allem toxische Effekte an. „Die Fluorid-Lüge: Rattengift für die Zähne“, heißt es in einem deutschsprachigen Online-Medium. Die Autoren vergessen, dass tatsächlich die Dosis das Gift macht. Wasserlösliche Fluoride sind erst in größerer Menge schädlich (s.u.). Für Menschen sind 5 mg Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht und Tag akut toxisch. Das entspricht bei einem Körpergewicht von 70 kg 350 mg Fluorid. Deutlich geringere Mengen führen bei langfristiger Einnahme zu chronischen Erkrankungen wie der Fluorose

  • Bei der Zahnfluorose kommt es zu weißen bis gelbbraunen Verfärbungen auf dem Zahnschmelz.
  • Bei der Knochenfluorose aktiviert Fluorid Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) und lagert sich in die Knochensubstanz ein. Knochen werden brüchiger, und die Wirbelsäule kann sich versteifen.
Zahnfluorose

Zahnfluorose © Matthew Ferguson 57 / Wikipedia, CC BY-SA 4.0

 

WHO-Toxikologen empfehlen deshalb, Leitungswasser mit höchstens 1,5 mg/L Fluorid anzureichern. US-Gesundheitsbehörden arbeiteten mit 0,7 bis 1,2 mg/L. Nachdem vermehrt Fälle mit Zahnfluorose auftraten, ruderte die US Environmenal Protection Agency (EPA) zurück und legte 0,7 mg/L als Richtwert fest.

Zum Vergleich: „In Deutschland sind die Fluoridgehalte des Trinkwassers im Allgemeinen niedrig“, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). In mehr als 90 Prozent der Fälle liege der Gehalt unter 0,3 mg Fluorid/L. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) rät speziell bei kleinen Kindern zu Fluoridlack als Karies-Prophylaxe. Kinder und Erwachsene sollten fluoriertes Speisesalz verwenden. Weitere Maßnahmen wie Fluorid im Trinkwasser sind derzeit nicht vorgesehen und würden sich angesichts unklarer Risiken politisch kaum durchsetzen lassen.

Fluorid macht Babys im Mutterleib dümmer“, berichtete etwa der MDR in dem Zusammenhang. Basis ist eine Publikation von Morteza Bashash, Forscher an der University of Toronto. Er fand bei der ELEMENT-Studie (Early Life Exposures in Mexico to Environmental Toxicants) Assoziationen zwischen höheren Fluoridmengen während der Schwangerschaft und einem niedrigeren Intelligenzquotienten im Alter von vier und sechs bis 12 Jahren. Die Arbeit hat ihre Schwächen. Bei der Auswertung lagen nur Daten von 299 Müttern und ihren Kindern vor. Die aufgenommene Fluoridmenge konnte Bashash nicht ermitteln. Vielmehr bestimmte der Forscher ausgeschiedenes Fluorid im Urin. Er bemühte sich, weitere Einflussfaktoren zu eliminieren. Das ist bei einer komplexen Größe wie dem IQ kaum möglich.

Stärkere Regulation von Alkohol

Staatliche Maßnahmen greifen nicht nur bei potenziell gesundheitsfördernden Stoffen, sondern auch bei gefährlichen Substanzen wie Alkohol. Deutschland klärt Verbraucher auf und versucht, über Steuern zumindest eine gewisse Regulierung durchzusetzen – nicht unbedingt mit Erfolg. Zwischen 2005 und 2016 ist die Zahl an Patienten mit akuter Ethanolintoxikation trotzdem von 88.938 auf 115.456 angestiegen, berichtet das Statistische Bundesamt (DESTATIS). Und laut „Jahrbuch Sucht 2018“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen hat sich der Gesamtverbrauch nur um 1,25 Prozent verringert (Stand 2016), verglichen mit 2015.

In Schweden ist der Umgang mit Alkohol deutlich restriktiver als hierzulande. Bis 1995 erhielten Konsumenten Getränke über 3,5 Volumenprozent Ethanol nur in staatlichen Alkoholläden (Systembolaget) ohne Selbstbedienung, aber mit restriktiven Öffnungszeiten und mit langen Warteschlangen. Rabatte oder Bündelungen („Sixpacks“) sind bis heute untersagt.

Mit dem Beitritt zur Europäischen Union 1995 verlor Schweden Teile seines Monopols. Ab sofort verkauften Restaurants Alkohol. Erst 2007 entschied der Europäische Gerichtshof in Luxemburg, schwedische Bürger dürften nicht gezwungen werden, alkoholische Erzeugnisse über staatliche Läden zu beziehen. Richter stellten ihnen frei, Getränke per Versandhandel in anderen EU-Staaten zu beziehen oder bei Reisen im Ausland zu erwerben. Zwischen 1996 und 2005 stieg der Konsum wenig überraschend um 21 Prozent. Systembolaget-Läden gibt es immer noch, nicht jeder Bürger bestellt im Ausland. Bis heute ist der Alkoholmarkt deutlich stärker reguliert als in Deutschland. Bei uns verkauft jede Tankstelle, jeder Kiosk und jeder Supermarkt Hochprozentiges.

In Schweden fordern indes einige Politiker, den Markt stärker zu liberalisieren. Welche Folgen die komplette Freigabe von Alkohol in Schweden nach deutschem Vorbild hätte, wurde in einer Studie untersucht bzw simuliert. Experten rechnen pro Jahr mit bis zu 1.580 zusätzlichen Toten, vor allem durch Unfälle. Hinzu kämen im gleichen Zeitraum bis zu 14.200 zusätzliche Misshandlungen und bis zu 16 Millionen zusätzliche Krankschreibungen. Aus volkswirtschaftlicher und gesundheitsökonomischer Sicht spricht viel für die staatliche Kontrolle. 

Eine rote Linie überschritten

Deutschland arbeitet bei Alkohol, Impfungen und Fragen zur gesunden Schwangerschaft eher mit Aufklärung als mit Zwang. Bürgerinnen und Bürger haben zahlreiche Grundrechte, etwa das Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und auf die Freiheit der Person. Patienten dürfen nicht nur Untersuchungen oder Eingriffe ablehnen, sondern auch ihren potenziell mehr oder weniger gesunden Lebensstil selbst wählen.

70 Wertungen (4.31 ø)
Bildquelle: Paul. B, flickr / Lizenz: CC BY
Gesundheitspolitik, Medizin

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30 Kommentare:

Felix Besch
Felix Besch

“bis zu 80 Prozent aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in 2017 an Masern erkrankt sind, nicht geimpft worden waren.” (Zitat Artikel) Was ist eigentlich mit den mindestens 20% der Erkrankten die nicht ungeimpft waren? Die müssen ja geimpft gewesen sein und sind trotzdem erkrankt? Wie effektiv ist dann die Impfung?

#30 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich meine mich zu erinnern, mal irgendwo gelesen zu haben, dass in der Industrie bei der Herstellung von – ich hab’s leider vergessen – große Mengen an Fluorid anfallen, und dass diese schon vor Jahrzehnten der Bevölkerung als lebenswichtig untergejubelt wurden (z. B. Zahnpasta), nur um den Produktionsberg zu reduzieren. Würde man das Trinkwasser anreichern, wäre dieses “Resteproblem” beseitigt. Was wäre aber, wenn die einzige positive Wirkung von Fluorid die der Kariesvermeidung wäre, es ansonsten aber für z.B. Demenz usw. verantwortlich wäre? Prost Mahlzeit!

Impfpflicht – find ich gut! Dreifachimpfstoffe – finde ich nicht gut!

#29 |
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Stefanie Roché
Stefanie Roché

Kinder erst spät zu impfen macht in etwa so viel Sinn wie die ersten Jahre nicht mit ihnen zu sprechen, weil Sprachen lernen ihr Gehirn überlasten könnte. Kinder haben noch einen aktiven Thymus, und entwickeln so viel leichter und nachhaltiger eine gute Immunität.

In einem normalen Haushalt leben mehrere tausend verschiedene Bakterienarten, die sich auch noch von Haushalt zu Haushalt unterscheiden. Die lernt das kindliche Immunsystem auch kennen und bekämpfen. Das Microbiom der Eltern, Geschwister, Freunde, Dutzende von Rhinoviren oder Magen-Darm-Infekte… die paar Impfungen machen in der Masse der Antigene, die ein Baby ab dem 3. Monat abwehren lernt wirklich keinen Unterschied.

#28 |
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Biologisch- / Chemisch- / Physikalisch-technischer Assistent

Sich regelmäßig die Zähne zu putzen ist und bleibt die effektivste Methode für Kariesprävention, genau wie die vollwertige Ernährung gegen andere Mangelzustände (kostet aber auch mehr). Künstliche Anreicherung hat sich in Ländern bewährt wo Hunger herrscht.

#27 |
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Medizinphysiker

@33
in Ihrem Beitrag, der Fluoride als gesundheitsschädlich darstellt, hat mich der Teilsatz ♢als ich noch Zähne hatte♢ doch schmunzeln lassen.

#26 |
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Medizinphysiker

Frau Rathmann ich geb Ihnen recht. Allerdings hatten unsere Urahnen bei Ernährung ohne Gift etc.nachweislich miserable Zähne. Nur wenn Fluoride natürlichen Ursprungs im Trinkwasser vorhanden waren waren die Zähne widerstandsfähiger. Darum kann Fluorzusatz im Trinkwasser im Einzelfall sehr sinnvoll sein.

#25 |
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Heilpraktikerin

Impfaufklärung? Ja, aber bitte vollumfänglich, absolut sachlich und mit Bedenkzeit! Viele Eltern sehen sich unter Druck gesetzt von ihren Kinderärzten. Es gibt die Maßgabe, dass ungeimpfte Kinder nicht im Kindergarten aufgenommen werden. In den Jahren zwischen 1970 und 1990 erhielten Kinder bis zum 3. Lj. insgesamt 11 Impfdosen, heute sind es bis zu 37! Das Immunsystem eines Kindes ist erst mit dem. 3. Lj. fertig ausbildet. Es wird gegen Erkrankungen geimpft, die nur seltenrelevant sind, es wird aber nach dem Gießkannenprinzip alles durchgeimpft, was sich nicht wehrt! Abgesehen davon, dass Drei- und Sehcsfachimpfungen mehr als kritisch zu betrachten sind, angesichts des dann überforderten Immunsystems des Kindes. Hier werden schon seit langem rote Linien überschritten!!! Ich halte das für unverantwortlich.

Zusätze wie Fluoride im Trinkwasser? Wozu?
Hätten wir vernünftige Nahrungsmittel, bzw. Lebensmittel, die Zeit zum wachsen im organisch belebten Boden haben, die dem Wetter ausgesetzt und nicht halb so mit Giften und künstlichen Düngemitteln verseucht wären, fänden sich auch hinreichend Mineralien, Spurenelemente und Vitamine, die vom menschlichen Körper benötigt und ordentlich verwertet werden können.

Wir sind mittlerweile derart indoktriniert, dass wir fest glauben, dass alles reglementiert sein muss.
Umgangssprachlich nennt man das Gehirnwäsche.

Nein, der Staat hat nicht das Recht zu bestimmen, was dem Volke gesundheitlich gut tut. Der Staat hat sein Volk vor Gefahren und Ungemach zu schützen. Dazu gehört auch und in erster Linie, dass die einseitige Lobbyistenberatung wegfällt!
Es gehört dazu, dass Kinder in der Schule den Umgang mit Gesundheit, vor allem viel über Prävention durch Nutzung der entsprechenden Ernährung und den sinndvollen Umgang mit natürlichen Mitteln erlernen.

Vertrauen zum eigenen Körper, zum Leben ansich, ist das, was uns in den letzten drei Jahrzehnten größtenteils abhanden gekommen ist.

#24 |
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Medizinphysiker

@29…..aber ein Geschäftmodell…..

#23 |
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Gertraud Schmid
Gertraud Schmid

Eine Kasuistik:
Eine Tetanus-Auffrischung stand an, die Praxis bot aber nur den Dreifach-Impfstoff. Im Beipackzettel zu lesen, dass Thiomersal enthalten ist. Bei einer gut dokumentierten Quecksilber-Überempfindlichkeit ist Thiomersal keine gute Idee. Ob man Formaldehyd im Muskel haben möchte, ist zusätzlich fraglich.

Was tut “die ärztliche Praxis” ? Legt ein Dokument zur Unterschrift vor, dass man selbst die Verantwortung übernimmt für die Durchführung der Dreifach-Impfung, würde sie unmittelbar danach durchführen. Damit ist das Haftungsthema vom Arzt und dessen Haftpflichtversicherung, die dann bezahlt, wenn keine Fahrlässigkeit vorliegt, auf den Patient übertragen worden.

Mögliche Alternativen (die nicht angeboten wurden):
– einen Einfach-Impfstoff recherchieren
– einen Antikörpertiter durchführen.

Letzteres wurde in diesem Fall von einer anderen Institution gemacht, ergab, dass 10 Jahre nach der letzten Impfung immer noch genügend Impfschutz vorhanden war. Wichtig: dies gilt nur für die betroffene Person, die von Natur aus ein sehr guter Antikörperbildner ist. Der Labortest kostet nur 20€.

#22 |
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Gertraud Schmid
Gertraud Schmid

Zum Impfthema beschäftigt mich seit langem eine Frage, vielleicht kann die jemand beantworten:
Bei den mehrfach-Impfstoffen ist wohl mehr Zusatz enthalten, zur Konservierung wie auch zur generellen Anfachung der Immunreaktion, sogenannte Wirkverstärker. Man braucht weniger antigenes Material, wenn man mehr Booster drin hat, soweit mein womöglich lückenhafter Stand.

Müsste man nicht alle Menschen, die ein gesichertes Autoimmunes Geschehen haben oder ein höchstwahrscheinliches (noch nicht nachweisbares) von einer solchen Impfung ausschließen? Jedes Echinacea-Präparat ist mit einem entsprechenden Hinweis versehen,…aus grundsätzlichen Erwägungen….

Vielleicht kann mir da jemand etwas Erhellendes mitteilen?

#21 |
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Tamiflu ist keine Impfung…

#20 |
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Medizinphysiker

Bei aller Ehre, einen Impfschaden geltend zu machen und die Kausalität nachzuweisen ist sehr schwierig und darum gibt es womöglich kaum entsprechende Schäden.
Leider steckt bei Impfungen ja auch ein Geschäftmodell dahinter, ich denke da an die Tamiflugeschichte.
Trotzdem bin ich kein Impfgegner.

#19 |
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Gertraud Schmid
Gertraud Schmid

Ich möchte Menschen ermutigen, sich auf den Weg zu machen und sich das zu suchen, was sie benötigen, Informationen sammeln, sich mit anderen Interessierten austauschen, sich von Fachleuten beraten lassen und sich so eine eigene Meinung bilden.

Es wäre naiv, anzunehmen, dass das Benötigte schon von selbst zu einem kommen wird. Freilich ist es bequem, wenn andere für einen sorgen, aber ist es möglich?
Wir leben in einem freien Land, jeder darf seine Meinung äußern und in alle Himmelsrichtungen posten, egal, wie fundiert die Ansichten sind. Das ist einerseits ein hoher Wert, andererseits muss man dauernd das Fundierte vom Anderen trennen.

#18 |
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Gertraud Schmid
Gertraud Schmid

Heilpraktikerin, spezialisiert auf Nahrungsergänzung

ich bin GEGEN eine generelle Anreicherung von Weißmehl, weil man von Mikronährstoffen als Anwender etwas verstehen muss oder eine Beratung braucht von jemand, der sich ausgebildet hat. Zweitens, weil nicht jeder den gleichen Mangel hat. Wieviel Mehl verwendet eine Person pro Tag? Vielleicht mehr als früher, ist ja gesünder? Wieviel Folsäure nimmt man sonst so zu sich? Der USL-Wert (upper safe limit) und der NOAEL-Wert (langfristig keine Nachteile beobachtet, solange man unter der angegebenen Menge bleibt) für Folsäure liegt bei 1000µg pro Tag. Soll nur ein Beispiel sein.
Wer und wie erklärt den Menschen, dass man zu diesem Weißmehl keine Multivitamintablette verzehren soll oder angereicherte Säfte trinken?

Zum Fluorid möchte ich anmerken, dass es Jodid verdrängen kann. Ich untersuche durch die Urinausscheidung den Jodbedarf von Klienten und finde in weit über 90% einen Mangel. Jodid wird nicht nur in der Schilddrüse angereichert, auch andere Organe tun das. Jodidmangel ist ein Wachstumsreiz für Gewebe, nicht nur für die Schilddrüse.

Ich bin FÜR eine staatlich bezahlte Untersuchung und Beratung in Sachen Mikronährstoffe für Haushalten mit geringen Einkommen. Denn meine Erfahrung aus den bisherigen Labortests und Gesundheitsgesprächen zeigt: wer wertige Nahrungsmittel konsumiert, steht besser da. Wertige Nahrungsmittel kosten mehr Geld.

Ich bin FÜR eine Gesellschaft, in der jeder, der Arbeit verrichtet, genug Geld bekommt, um sich wertige Nahrungsmittel zu kaufen. Mir ist ein Satz im Ohr:
“Sparen kann man doch heutzutage nur noch beim Essen”.

#17 |
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Stefanie Roché
Stefanie Roché

Ein tatsächlicher Impfschaden wird bereits entschädigt. In 12 Jahren (2001 -2012) gab es durch Masernimpfungen 58 Impfreaktionen mit bleibenden Schäden. 9 Meldungen von Todesfällen könnten evt. mit der Impfung in Verbindung stehen.

Im selben Zeitraum gab es in D 15 Todesfälle durch Masern. (Quellen PEI und RKI)

Jede ausrottende Impfung kommt irgendwann an den Punkt, an dem es mehr Impfnebenwirkungen und Zwischenfälle gibt, als durch die Erkrankung selbst. Wer dann aufhört zu impfen, wird die Erkrankung nie ausrotten. Die Impfkampagnen wirken, die Zahl der Maserntoten ist weltweit von 550.000 (2000) auf 90.000 (2016) gesunken. Wäre schon extrem peinlich wenn Europa vor lauter unbegründeter Panikmache die letzte Bastion dieses Virus würde.

Wer gerne an Tetanus sterben möchte, kein Problem, damit steckt man niemand sonst an. Bei infektiösen Krankheiten wäre ich durchaus auch für eine Impfpflicht falls die Durchimpfungsrate unter ein effektives Niveau sinkt.

#16 |
  19

Die Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte zur Karieprophylaxe haben ergeben, dass die systemische Fluoridgabe wenig effektiv ist; insofern kann man sich die Diskussion um eine Trinkwasserfluoridierung sparen. Effektiv und empfehlenswert ist dagegen die Zahnpflege mit fluoridhaltiger Zahnpasta.

#15 |
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Soweit ich es übersehen kann, hat noch niemand was über Impfungen/Impfpflicht geschrieben. Eine Impfpflicht halte ich für juristisch und moralisch schwierig, solange es auch Impfkomplikationen gibt. Ich bin da leider nicht firm, aber rege an, man sollte nachsehen, wieviele Komplikationen es gibt gegenüber Komplikationen, wenn die Krankheit tatsächlich durchgemacht wird. Dann gibt es auch Diskussionen, inwieweit NICHT durchgemachte Kinderkrankheiten das Immunsystem schwächen könnten. Ich jedenfalls gehöre zu einer Generation, die hat alle Kinderkrankheiten noch “normal” durchgemacht – gottseidank ohne Komplikationen. Eine Impfpflicht könnte auch bedeuten, daß Eltern nach einer Impfkomplikation verstärkt vor Gericht gehen könnten. Generelle Impfverweigerer (also auch Tetanus usw.) würde ich aber wegen Körperverletzung vor den Kadi ziehen, ebenso wenn ein an Masern usw. nicht geimpftes Kind aufgrund der Krankheit Komplikationen hat.

#14 |
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Nichtmedizinische Berufe

Wären 300 µg Folsäure am Tag wirklich die für den Menschen erforderliche Mindestmenge, müsste man von einer Unterversorgung von mindestens 80 % der Bevölkerung in D mit Folsäure ausgehen. Wahrscheinlich liegt der Mindestbedarf wesentlich niedriger, da die Zahl der Folsäuredefizienzen überschaubar ist. Bei den Staaten, in denen Folsäure als Additiv in Lebensmittel insbesondere zu Weizenmehl bzw. Maismehl auf Grunbd gesetzlicher Verfügung gegeben werden muss, sin d bestimmte Ernährungsgewohnheiten ursächlich für Folsäuremangel verantwortlich. Insbesondere der hohe Weissbrotverbrauch in Amerika oder Ländern wie Frankreich spielt eine Rolle, handelt es sich doch um raffinierte bzw. gebleichte Mehle, aus denen die Backwaren hergestellt werden. Diese Mehle sind devitaminiert. In Ländern mit hohem Vollornbrot- bzw. Gemüseverbrauch ist der Folsäuremangel weitaus weniger gravierend. Ich halte – solange es hier noch soviele verschiedene und gute Brotsorten gibt – die Folsäuresupplementation für nicht notwendig. Neben ihrem erhöhten Folsäuregehalt enthalten diese Lebensmittel auch Ballaststoffe, die einen günstigen Einfluss auf die Verdauung besitzen. Menschen hingegen, die aufgrund ihrer individuellen physiologischen Konstitution einen möglichen Folsäuremangel haben könnten z.B. aufgrund eines unbekannten Defekts im Aufnahmesystem oder aufgrund ihrer ungesunden Lebensweise (basierend auf Fett, Fleisch, Weissbrot, Pommes, u. dgl.), müssten freilich mit Folsäure-angereicherte Nahrung aufnehmen. Auf jeden Fall sollten sich Frauen, die schwanger werden wollen, vorher mit ihrem Folsäurestatus beschäftigen. Hierzu kann eine Ernährungsberater oder Arzt Hinweise geben bzw. Laboruntersuchungen veranlassen.

#13 |
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Es wäre schön, bei solchen Artikeln, in Zukunft für die entsprechenden Experten. wie den Obmann im Gesundheitsausschuss mitzurecherchieren, bei welchen Unternehmen sie als Berater tätig sind, bzw. wleche Lobbyisten ihre politische Karriere sponsern. (z.B. Behring?)
Eine hohe Zuckersteuer würde wahrscheinlich genausoviel gegen Karies helfen, und gegen Diabetes etc. und nicht die Fluorierung von Trinkwasser.
Solange diejenigen Politiker und vermeintlichen Experten nicht offenlegen, in welchem Auftrag und mit welchem Hintergund soe die Studien veröffentlichen und daraus abgeleitet Forderungen erheben sollte sich die Politik aus diesen Dingen raushalten.
Danke für die Infos in diesem Artikel!

#12 |
  1
Nichtmedizinische Berufe

Die genannten Sachverhalte sind nicht zu vergleichen.: Fluorid ins Trinkwasser nein, denn man könnte es überdosieren. Angereichertes Weißmehl – dann doch lieber gleich Vollkornmehl benutzen. Aber wenn ich nun tatsächlich einen zu weichen Zahnschmelz habe oder nicht schwanger bin und deshalb mein Folsäure gedeckt ist oder auch nicht, das sind Probleme, die ganz allein meine Person betreffen. Da gibt es so was wie “ein Recht auf Krankheit”., da hat der Autor Recht.
Auch der paternalistischste Staat kann mich nicht zu meinem Glück zwingen.
Was ganz anderes ist die Impfpflicht. Ungeimpfte Menschen können fremdgefährdend sein.
Und beim Nächsten hört das Recht auf meinen potentiell ungesunden Lebenstil auf.

#11 |
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Medizinphysiker

Das Wichtigste was Freiheit ausmacht ist Aufklärung. Und in dieser Hinsicht ist Doc Check ganz vorne, danke! Muss auch mal gesagt werden.

#10 |
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Dr. med. dent Theo Streicher
Dr. med. dent Theo Streicher

@7+6:In der Medizin gilt:Die Dosis macht das Gift. Beim Einsatz in der Zahnmedizin reden wir von Milligramm und “ppm”, in der Industrie geht es um Kilogramm oder Tonnen von Fluorid.

#9 |
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Fluoride blockieren die Zirbeldrüse. Dadurch geht der Rhythmus verloren, aber auch der Kontakt zur eigenen Seele.

#8 |
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Dr. med. dent Theo Streicher
Dr. med. dent Theo Streicher

@10:”Neue Zahnarztes, die besser helfen als die mit Fluorid” :Man sollte nicht gleich auf Werbeversprechen reinfallen; während fluoridhaltige Zahncremes (über 1200 ppm) ihre Kariesschutzfunktion auf höchstem Evidenzlevel bewiesen haben, gibt es bei den fluoridfreien Cremes fast nur herstellernahe Untersuchungen.
Richtig ist: Gründliches Zähneputzen mit ausreichend fluoridierten Zahnpasten senkt die Kariesgefahr am besten.

#7 |
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Weitere medizinische Berufe

!.Fluorid im Leitungswasser, da gibt es heute neue Zahnkremes die besser helfen als die mit Fluorid, damit kein Fluorid ins Trinkwasser
2. Impfpflicht gehört eingeführt, da gegen Virus. Ein Virus lässt nicht behandeln
Es kann also nur eine Befreiung von der Impflicht geben, die Kosten muß
der Patient bei Erkrankung aber voll selber zahlen.
3. Auf Alkohol, je nach Gehalt eine steuer drauf, die die Kosten der Alkoholiker –
Kranken trägt.
Dort wo die anderen die Kosten Tragen hört die Selbstbestimmung auf, denn Freiheit endet dort wo Andere beeinträchtigt (kosten) werden, das ist die Freiheitsregel für Vieles!

#6 |
  47
Medizinphysiker

Ja und wer zu dick ist, den sperren wir bei Wasser und Brot solange ein bis der BMI unseren Vorgaben entspricht.

#5 |
  7

Mehr Staat für alle?
Alle Bürger unmündig?
Diese Diskussion sollte nicht geführt werden.
Da wünschen sich viele den allfürsorgenden Staat zurück.
Früher hätte man gesagt: Dann geh doch nach ‘drüben (DDR).
Gibts’s als Staat nicht mehr, aber weiter als Gesinnung.
Uns droht der Weg in eine Gesinnungsdiktatur.

#4 |
  8
Mitarbeiter Industrie

Hier Mal die Info aus das Gefahrstoff-Informationsdatenbank

EU-GHS-EINSTUFUNG UND KENNZEICHNUNG
Einstufung:
Akute Toxizität, Kategorie 3, Verschlucken; H301
Reizwirkung auf die Haut, Kategorie 2; H315
Augenreizung, Kategorie 2; H319
Grafik
Signalwort: “Gefahr”
Gefahrenhinweise – H-Sätze:
H301: Giftig bei Verschlucken.
H315: Verursacht Hautreizungen.
H319: Verursacht schwere Augenreizung.
Ergänzende Gefahrenhinweise – EUH-Sätze:
EUH032: Entwickelt bei Berührung mit Säure sehr giftige Gase.
Sicherheitshinweise – P-Sätze:
P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.
P305+P351+P338: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
P308+P310: BEI Exposition oder falls betroffen: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.

#3 |
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Kirsten Wahle
Kirsten Wahle

Bitte auch gleich den sogenannten Haushaltszucker mit besteuern, ist auch ne Droge (eine billige, die aber die Kassen teuer zu stehen kommt und die Bevölkerung mindestens genauso krank macht wie ein Mangel an Fluorid).

#2 |
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Nichtmedizinische Berufe

Alkohol? Ruhig höher besteuern. Ach ja, Werbung verbieten wäre vielleicht eine Idee. Alkohol ist eine Droge, nur halt legalisiert. Was ja an sich okay ist.
Vitamine/medizinische Zusatzstoffe/ Nahrungsergänzungsmittel: nein danke!
Auch ein Zuviel ist schädlich…

#1 |
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