Die krieg ich, die mach ich.

Weltrekord im Rückenröntgen

2. März 2010

Rückenschmerzen kennt fast jeder, und meist liegen keine spezifischen Veränderungen der Wirbelsäule zugrunde. Dennoch ist der diagnostische Aufwand hoch und auch therapeutisch liegt Einiges im Argen.

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit, die häufig schon früh im Leben ihren Lauf nimmt. Einer EMNID-Umfrage aus 2004 zufolge hatten bereits zwei Drittel der Bevölkerung über 14 Jahre Erfahrungen damit sammeln müssen. Die meisten von uns führen Rückenschmerzen mindestens einmal im Leben zum Arzt. Damit sind sie einer der häufigsten Gründe für Arztbesuche und Arbeitsfehlzeiten.

Erst mal röntgen

Wer mit Kreuzweh beim Arzt landet, findet sich meist schnell im Röntgenraum wieder, auch Magnetresonanzuntersuchungen (MRT) und Computertomografien (CT) erfreuen sich großer Beliebtheit – und dies obwohl Leitlinien darauf hinweisen, dass diese Prozeduren meist nutzlos sind, da die meisten Patienten unspezifische Beschwerden haben, die häufig selbstlimitierend sind. Lediglich bei Vorliegen von „red-flag“-Symptomen, Hinweis auf Tumorerkrankung oder therapieresistenten unklaren Befunden ist die Bildgebung gerechtfertigt.

Bildgebungsstrategien bei unteren Rückenschmerzen untersuchten 2009 Roger Chou der Oregon Health and Science University in Portland, Oregon in einer Metaanalyse von sechs Studien mit 1.800 Rückenschmerzgeplagten. Die sofortige Bildgebung ergab im Hinblick auf Schmerzen, Funktion, Lebensqualität sowie von Patienten berichtete Verbesserungen und Patientenzufriedenheit keine Vorteile gegenüber Standarduntersuchungen. Nach Meinung der Studienautoren handelt es sich bei der gängigen Überdiagnostik von Rückenschmerzen nicht nur um eine Verschwendung von Ressourcen.

Mehr MRT’s – mehr Operationen

Eine der Folgen der immer häufiger durchgeführten MRT-Untersuchungen ist die gleichzeitig steigende Anzahl von Operationen, die Besserung leider nicht garantieren. Ist entsprechende Diagnostik verfügbar wird sie offenbar auch genutzt, berichteten unlängst Jaqueline Baras und Laurence Baker der Stanford University im Journal Health Affairs. Sie untersuchten die Häufigkeit von MRT-Untersuchungen bei Rückenschmerzpatienten und ihr Verhältnis zur Verfügbarkeit dieser Untersuchung. Bei 15,6 Prozent von 660 Episoden unterer Rückenschmerzen war eine MRT durchgeführt worden. 2,7 Prozent davon landeten innerhalb eines Jahres auf dem OP-Tisch. Dabei war die Häufigkeit der diagnostischen MRT von der Verfügbarkeit der Geräte abhängig.

Röntgen- und CT: Strahlung mit Folgen

Ein weiterer Aspekt der Überdiagnostik durch unnötige CT-Untersuchungen ist die erhöhte Strahlenexposition. Das strahlungsintensive Verfahren erhöht insbesondere bei wiederholter Anwendung das Krebsrisiko. Einer Untersuchung aus dem letzten Jahr zeigt, dass viele Patienten fünf oder mehr diagnostische CT-Untersuchungen im Leben erhalten. Es gab sogar Spitzenwerte. Manch ein Patient von den insgesamt über 31.000 untersuchten brachte es auf über 100 CT’s im Leben. Sieben Prozent der Untersuchten hatten allein durch CT-Untersuchungen ein um ein bis zwölf Prozent erhöhtes Tumorrisiko.

Zu erschreckenden Ergebnissen kamen auch aktuelle in den Archives of Internal Medicine veröffentlichte Studien. Demnach hat sich die Häufigkeit von CT-Untersuchungen in den USA in den letzten 15 Jahren insgesamt verdreifacht. Nicht ohne Folgen: Schätzungen zufolge induzierte dies im Jahr 2007 29.000 Krebserkrankungen. Auch bei CT-Untersuchungen besteht daneben natürlich das Risiko, dass Zufallbefunde erhoben werden, die zu weiterer belastender und unnötiger Diagnostik veranlassen.

Therapie: Aufs falsche Pferd gesetzt

Während bei der Diagnostik zu häufig auf neue Technik gesetzt wird, sieht es bei der Therapie von Rückenschmerzen ganz anders aus. Zu viele Mediziner halten an alten Therapiekonzepten fest, auch wenn Leitlinien klar empfehlen, aktiven Therapien bei Rückenschmerzen den Vorzug zu geben, um eine Chronifizierung zu vermeiden, so Forscher der Universitätsklinik Heidelberg im Fachblatt Der Schmerz. Spritzen und Medikamente stehen demnach weiterhin hoch im Kurs. Auch Bettruhe empfinden nicht wenige Ärzte, aber vor allem auch der Großteil der Patienten, als adäquate Therapie. Dass dies ein Trugschluss ist, zeigen Wiederholungsuntersuchungen der Forscher nach einem halben Jahr. 66 Prozent der Patienten mit akuten Rückenschmerzen, die passive Therapien erhielten, entwickelten chronische Beschwerden. Über der Hälfte der Patienten mit bereits chronischen Schmerzen konnten von passiven Therapien nicht profitieren und bei 13 Prozent der chronisch Geplagten verschlechterte sich die Lage zusehends.

149 Wertungen (3.9 ø)

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27 Kommentare:

Marikka Singer
Marikka Singer

Meinem Vorredner kann ich mich nur anschließen.
Ich habe es noch nie erlebt, dass zuviel Diagnostik durchgeführt wurde. Gravierende Schwierigkeiten für
Patienten habe ich bisher nur gesehen, wenn zu wenig
oder keine Diagnostik erfolgte. Dabei besteht
zudem die Gefahr der zu frühen Diagnose einer psychiatrischen Erkrankung als alleinige Ursache organisch bedingter Rückenschmerzen. Natürlich ist mir jedoch auch bekannt, dass ein nicht geringer Teil der Rückenschmerzen durchaus psychisch bedingt oder zumindest verstärkt sein kann.

Es ist ärgerlich, dass der juristische Aspekt nicht berücksichtigt wird, dass bei manualtheraputischen Manipulationen laut Leitlinien typischerweise ein Röntgenbild, welches nicht älter als 2 Jahre ist, gefordert wird. Macht man es nicht, sieht man sich der Gefahr ausgesetzt, dass man später blöd dasteht. Die Strahlen-Belastung einer Rö der LWS in 2E zum Ausschluss Ostolysen, Listhesis, etc. sind entsprechend gering, findet sich doch nur einmal zum Ausschluß statt.
Dass der Autor des Artikels einen Confounding Error völlig unterschlägt (älter werdende Gesellschaft, Inzidenz und Prävalenz tumoröser Erkrankungen massiv angestigen) erzeugt in der Anamnese leider auch viele Red-Flags, so dass egsucht werden muss.

Grüße aus der Tumororthopädie,

Helmut Ahrens

Universitätsklinikum Münster
Klinik für Allgemeine Orthopädie und Tumororthopädie
Lehrbeauftragter der Klinik
Homepage: orthopaed.klinikum.uni-muenster.de
Vermittlung: (02 51) 83 ¿ 48002

Dr. med. Wolfgang Schumacher
Dr. med. Wolfgang Schumacher

bei der Durchsicht der vielen kommentierenden Berichte fehlt mir völlig der Ansatz der Trioggerpunkt-Akupunktur sog DRy-nedling. ich bin seit 26 Jahren als Allgemeinarzt in Alsdorf bei Betzdorf /Sieg niedergelassen und wende dieses Verfahren seit über 4 Jahren mit ca 6000 Behandlungen an . Bei weiterem Interesse an dieser Methode möchte ich auf die Homepage des TRIAS-Institutes Dr.Kohls verweisen. Bei weiterm Interesse bin ich gerne berit auch per E-Mail auf Fragen nach dieser Methode zu antworten.

Medizininformatiker

In dem Artikel wird nicht verallgemeinert wie einige hier beklagen.
Es ist natürlich gut, daß es CT und MRT gibt und in vielen Fällen ist es auch sinnvoll und hilfreich für den Patienten.
Aber in sehr vielen Fällen ist es eben auch reine Geldverschwendung und dient nur dem Medizingeräteherstellern und den Ärzten und die Krankenkassen bezahlen dies alles von unser aller Geld, das dürfen wir nicht vergessen.

dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

ACROMIOPELVIMETER

dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

das Hauptproblem – der Beckenfehlstand mit einseitig verkürztem Bein – wird nicht ausreichend erkannt ,bewertet u therapiert .Es ruft auch die meisten CMD-Probleme im Hals-Kopfbereich-Kiefergelenk
hervor . Frau Lilo Cross hat ein spezifisches Beckenstandsmeßgerät entwickelt . Es ermöglicht ohne Strahlenbelastung sofort u. mehrfach u. ohne Brettchen , Wasserwaage odgl. den Beckenstand exakt zu erfassen ;bewährt seit 30 Jahren .Es heißt ACROPELVIMETER

Dr. med. Martin Schlauer
Dr. med. Martin Schlauer

Ich möchte ebenfalls die Verallgemeinerung beklagen z.B. entsteht der Eindruck CT und Röntgen seien überflüssig. Viele meiner Patienten sind froh, dass ich die orthopädische Röntgendiagnostik mit Spezialaufnahmen anbiete. Auch ich habe fast täglich durch Kollegen verschleppte frische Wirbelkörperfrakturen und Tumoren der Wirbelsäule zuerst entdeckt und behandelt. Bitte auf mehr Qualität achten.
Besten Gruß an die Redaktion

dipl. med. Rainer Hansen
dipl. med. Rainer Hansen

Tip an P. Fackelmann: Ein Versuch mit posturaler propriozeptiver Therapie nach Dr.Eugen Rasev (Prag/Schweinfurt) lohnt sich sicher, kann nur von guten bis sehr guten und anhaltenden Erfolgen als Therapeut berichten.

Medizinjournalistin

Unter passiven Therapien sind – wie bereits Dr. Woermann erläuterte – Bettruhe, Spritzen, Kälte-/Wärmeanwenungen, also Therapien, die eine Aktivität auf Seiten des Patienten nicht erfordern, zu verstehen.

Dass in Einzelfällen eine weitere Diagnostik sinnvoll ist, wird niemand bestreiten. Die Stenose des Spinalkanals ist ein Krankheitsbild mit Symptomen, die allerdings zu weiterer Diagnostik veranlassen sollten – dies hat jedoch meines Erachtens mit dem Artikel, wenn überhaupt, nur sehr bedingt etwas zu tun.

Der Sachverhalt, dass zu häufig reflexartig zur bildgebenden Diagnostik,insbesondere zu den Spezialverfahren mit CT und MRT, bei unzureichender klinischer Untersuchung – soweit dokumentiert – gegriffen wird, ist mir aus der Begutschtungspraxis bekannt, ich danke für entsprechende Literaturhinweise.
Das Interessanteste sind im vorliegenden Fall jedoch die Kommentare aus den unterschiedlichen einseitigen Blickwinkeln, die die Unzulänglichkeiten in der Diagnostik dokumentieren.

Dr. Hans Witta
Dr. Hans Witta

Zu oberflächlich;nicht beurteilt wurde die im Alter häufig auftretende Enge des unteren Spinalkanals mit Sc^hmerzen und Taubheit in bes.den Füssen,was häufig mit einer sog.gefäßbedingten Schaufensterkrankheit verwechselt wird.Und diese Krankheitsbilderkenntnis verdanken wir im wesentlichen der MRT.

Dr. Rüdiger Gall
Dr. Rüdiger Gall

Nach über 10 jährigem Leidensweg durch Orthopädie und physiotherapiepraxen, der beinahe zur Berufsaufgabe geführt hatte, hat die DETENSOR Orthese mich wieder zum vollwerigen und schmerzfreien Menschen gemacht !

Physiotherapeut

Wie meistens liegt die Wahrheit in der Mitte. Als Physiotherapeut verwende ich passive manualtherapeutische Techniken und aktive Maßnahmen. Die Kombination von beiden bringt in der Regel die besten Ergebnisse. Jull et al. haben dies z.B. bei cervicogenem Kopfschmerz bereits mehrfach beschrieben und die Praxis bestätigt dies. Der größte Fehler ist Patienten allein nach Diagnosen zu kategorisieren, wissen wir doch alle, das Discusprolaps nicht gleich Discusprolaps ist! Jeder dieser Patienten wird anders von mir behandelt! Clinical Reasoning ist die Entscheidungshilfe zur adäquaten Therapie. Sehr gute Ergebnisse gibt es wenn Arzt und Therapeut an einem Strang ziehen. Ich bin als Therapeut sehr froh, wenn der Arzt eine angemessene Schmerztherapie praktiziert. Es ist falsch Spritzen und Medikament als passive Maßnahme zu verdammen. Die Frage ist nur handelt es sich wirklich um einen peripher Nozizeptiven Schmerz oder bereits um vorwiegend zentrale Verarbeitungsproblematik? Kein Wunder wenn hier NSAR nicht helfen. Jedoch bin ich überzeugt, dass aktive Maßnahmen bei Rückenschmerzpatienten immer dabei sein sollten. Sie einfach ins Fitnesscenter zu schicken geht jedoch leider in die falsche Richtung. Dies bestätigt mir die Praxis immer wieder.

Danke und Grüße

Bekannt ist sicherlich schon lange, daß die Röntgenbefunde welcher Art auch immer, incl. MRT etc. mit den Symptomer der “Rückenschmerzen” sehr häufig nicht korrelieren. (Pathologie der Röbefunde groß, trotzdem wenig Beschwerden und auch das Gegenteil). Die Schmerzen stammen in der Regel eher von den Weichgeweben wie Muskeln, Fascien, Sehnen und Bindegewebe und dort sollte auch die Therapie ansetzen.

Mir ist es immernoch ein Rätsel, warum die entsprechenden Methoden von uns Ärzten so wenig oder selten geachtet werden. Massage und Fango hilft sicherlich nicht, eher schon Osteopathie und noch viel effektiver “Rolfing”, welches leider ersten unbekannt ist und zweiten von denen die davon ärztlicherseits mal gehört habe, leider aus Unkenntnis als Scharlatanerie oder Humbug abgetan werden.

Ich habe am eigenem Leib, erst kürzlich erfahren können, wie effektiv diese Methode sein kann. Bandscheibnenprolaps HWS 3-4, sehr ausgeprägt im MRT dargestellt! 5 Rolfingbehandlungen a 1 Stunde, 4 Wochen warten (weil es “nacharbeitet”), seitdem Beschwerden frei!

Zum vielen Röntgen: Ich halte es nur für sinnvoll eine diagnostische Methode durchzuführen, wenn mit den Ergebnissen auch eine gezielte, geänderte! Therapie eingeleitet werden kann und nicht die alte oder bereits eingeleitete Therapie nur weitergeführt wird.
Wozu weiterführende teure Diagnostik, wenn kein neues oder verändertes Therapiekonzept bekannt ist?

Dr. K. Krützmann
Arzt und Zahnarzt
(leider kein Rolfer!)

Medizininformatiker

Der Artikel ist wirklich interessant und ich kann als Betroffener aus eigener Erfahrung sagen, daß viel Geld für Röntgen und CT ausgegeben wird, nur um festzustellen, daß ein Schaden vorhanden ist.
Damit ist dem Patienten aber noch nicht geholfen.
Mir hat letztendlich die energetische Wirbelsäulenaufrichtung sehr gut geholfen und ich würde mir wünschen, daß mehr Ärzte sich auch für diese sehr kostengünstige Methode interessieren würden.
Leider werden aber solche wirksamen Methoden nur deshalb abgelehnt, weil Sie nicht zur Schulmedizin gehören.

schon mal an eine Rippengelenksblockade gedacht?

Unternehmensberater

Guten Tag -

als Betroffener:

im Juni 2008 hatte ich einen (dann diagnostizierten) Bandscheibenvorfall (HWS 5, 6).
Physiotherapie brachte das Schmerzniveau von 10 auf 5, dann war Schluss.
Auch eine Reha brachte keine weitere Besserung; ich glaube inzwischen, dass Krafttraining in verspannte Muskeln contratherapeutisch ist.
Akupunktur half auch nicht.
Erst eine Dorn-Therapie senkte das Schmerzniveau auf 2.
Damit koennte ich leben, aber beim Laufen steigt der Pegel wieder an, bergauf noch staerker und schneller.
Keiner konnte mir das bis jetzt erklaeren; ich weiss zwar, dass die mechanische Arbeit aufwaerts einer schiefen Ebene ansteigt, aber quantitativ ist das als Erklaerung zu wenig.
Taping hilft, aber muss ich den Rest meines Lebens verklebt herumlaufen?
Schmerzsalbe mit Eukalyptus, Minze etc. hilft ein bissel, aber loest natuerlich nicht das Problem.

Warum ¿leide¿ ich nur beim Laufen?
Gibt es eine Loesung?

Ich moechte nur wieder eine Stunde wandern koennen.

Die neuromuskuläre Zahnmedizin befasst sich mit den Themen Kiefergelenkserkrankungen, CMD, Problemen der HWS,
und Rückenschmerzen, die oft von absteigenden Regulationsstörungen in den Muskelketten herrühren.
Durch noninvasive Messungen der Muskulatur (EMG) und der Bewegungsmuster des Kopfkiefersystems sind die Fehlfunktionen wie bei einem EKG besser erkennbar. Nierigfrequente TENS-Therapie über den N.Trigeminus führt zu einer regulativen Senkung des gesamten Muskeltonus und über eine neuromuskuläre myozentrische Aufbisschiene zu wesentlicher Besserung. Eine Studie brachte bei über 500 Probanden mit CMD durch entsprechende interdisziplinäre Behandlung bei über 80 % eine sehr gute Besserung der “unspezifischen Rückenschmerzen”. Weitere Informationen auch unter Neuromuskuläre Zahnmedizin oder http://www.ICCMO.de oder http://www.zahnarzt-scheele.de oder http://www.sinfomed.de

Dr. med. ERNST  H. Tremblau
Dr. med. ERNST H. Tremblau

Stichworte: Volkstümliche Verallgemeinerungen vermeiden!Nochmal Anatomieatlas Neurologie anschauen!
Sensible Hinterwurzel ist mit Thalamus verschaltet;zudem
sind Kontakte bis zur hinteren Zentralrinde erforscht.”Larvierte Depression” Buchtitel von WALCHER nachlesen; leider den meisten hier Schreibenden kaum bekannt.- Viele Kranke empfinden das Wort Depression als
entschuldigungspflichtige, einklagbare Beleidigung;Cavete!
Abqualifizierende Äußerungen zu psychischer Beteiligung
sind mir leider auch von Kollegen, kaum von Kolleginnen
vertraut.”Nervenärzte und Huren können sich nur nachts
blicken lassen” = Zitat ESQUIROL! (18,Jhdt.)Die erotische Branche hat sich seitdem gesellschaftlich gewaltiglich verbesert.Sollte aber alles was heute als SEX empfohlen
und akrobatisch praktiziert wird olympische Disziplin
werden, bin ich froh nicht mehr mitspielen zu müssen.-
Die Schäden können erheblich sein;Skilaufen wenns nicht
gerade von Ministerpräsidenten mit Prestigevorfahrt praktiziert wird macht da mehr Spaß.-Bitte auch noch
darauf achten, daß in der Psychosomatik oft Priorität von Henne oder Ei wechseln kann.Im Kantonsspital Aargau wurden die ersten Rückenmarks-Diagnostikschäden bis hin
zum Querschnitt schon in den 70er Jahren bekannt.Die meisten von mir gelesenen Vorgängerkommentare haben einen
guten Kern.Man verzeihe einem über 80jährigen die unge-
schminkten Äußerungen, der übrigens auch von dem Konstrukt einer Fibromyalgie nicht viel hält.- Das wars!
Danke für Ihre Geduld mit mir und der Neurologie!

Meckern ist des Deutschen liebste Tugend.
All diese “Schädigungsberechnungen” bezweifle ich ganz ernsthaft.
Sonst müssten z.B. die Schwarzwälder (Bodenstrahlen) eine sehr höhe Krebsrate haben,
haben sie aber nicht.
Trotz aller bekannten Probleme der Rückenbeschwerden gibt es auch hier Fortschritte,
sie aufzuzeigen in dem Chaos der Möglichkeiten,
halte ich für verdienstvoller.

Gruß

Dr. med. Martin Alexander Domberg
Dr. med. Martin Alexander Domberg

Interessanter Artikel. Starke Schmerzen verführen auch mich dazu, schweres diagnostisches Geschütz aufzufahren, obwohl die Bildgebung i.d.R. keinen wegweisenden Befund zeigt. Junge Pat. lassen sich leichter und häufig mit Erfolg “zu aktiven Therapien bewegen” und profitieren erheblich. Aber wie ist mit dem grossen Anteil der älteren Pat. zu verfahren, die bereits jahrzehntelang durch diverse Kollegenhände gewandert sind und trotz chronischen Nichterfolgs konditioniert sind auf immer die gleichen nutzlosen Rituale, die sie teils aggressiv einfordern? Mit langwierigen Erleuterungen aktiver Strategien, ggf. gemeinsamem Einüben der einschlägigen Übungen und mit dem Verweigern “der großen Spritze” erntet man bei dieser Klientel mitunter keine große Dankbarkeit.

Christian W. Engelbert
Christian W. Engelbert

Finde ich gar nicht! Eine Darstellung, die vielen Kollegen zugänglich sein sollte- In der zitierten Studie des Lancet sind klare Aussagen. Interessant wäre die Bestätigung der NMR Befunde intraoperativ- was zu bezweifeln ist. Die Erkenntnis, dass NMR beim Rückenpatienten völlig überzogen ist, wird durch Experten der Methode bestätigt. Die Darstellung der CT Folgen ist wichtig und gut- insgesamt finde ich den Artikel sehr gelungen, da er zu weiterem Vertiefen in die Problematik einlädt. Als Spezialist auf dem Gebiet Rückenschmerz- durch eigenes Erleben: Danke an die Autorin
Christian W. Engelbert FA Allgemeinmedizin Rettungsmedizin Lehrbeauftragter Europauniversität Viadrina Frankfurt(Oder)

Dr. Jörg Heuser
Dr. Jörg Heuser

Der Artikel spiegelt den aktuellen wissenschaftlichen Stand zu dieser Thematik wider und basiert im wesentlichen auf einer im Jahr 2009 von Chou et al. durchgeführten Metaanalyse, die immerhin in The Lancet veröffentlicht wurde. The Lancet gehört zu den hochrangigen wissenschaftlichen Journals mit hohem Citation-Index und ist für seine sehr strenge und kritische Vorauswahl und Selektion der hier publizierten Arbeiten bekannt. Mitgliedern der Deutschen oder der internationalen Schmerzgesellschaften sind diese Ergebnisse nicht neu, in der Praxis haben sich diese Erkenntnisse dagegen bisher leider nur sehr wenig durchgesetzt.
Der Beitrag von Frau Dr. Hofmann gibt diesen Sachverhalt pointiert, aber in einer lesbaren Sprache und inhaltlich korrekt wieder.

Dirk Mennenga
Dirk Mennenga

Völlig einverstanden.Das entspricht den Erfahrungen in einer chirugischen Praxis mit hohem orthopädischem Anteil. Passive Therapien wie Massagen sollten nicht verordnet werden. Die Pat. müssen zu gezieltem Aufbautraining der WS stabilisierenden Muskulatur angehalten werden. Wer meint, er könne das nicht, muß die Beschwerden ertragen. Der Körper verkommt durch herumsitzen (Arbeit u.Freizeit), Inaktivität u.Übergewicht.Dagegen kann jeder selbst etwas tuen, dann werden Rö., Medikamente, KG, Kuren usw. gespart.

Was mögen wohl passive Therapien seien? Wahrscheinlich Schonung, Liegen, Krankschreibung. Sehr beliebt bei vielen Ärzten und Patienten, aber wie seit Jahren bekannt der Chronifizierung bis hin zur Invalidisierung sehr förderlich.
Hoffentlich helfen solche Artikel bei einer offensichtlich ungeliebten Umstellung der Therapie.

Die Bedeutung von minimal invasiven Verfahren in Kombination mit gezielter Physiotherapie(segmentale Stabilisierung der tiefliegenden interspinalen Muskelgruppen und gerätegestütztes Aufbautraining von Bauch und Rückenmuskeln), wie bei uns in der Grünewald Praxisklinik für Orthopädie durchgeführt, lassen in 90 Prozent aller Fälle operative Maßnahmen vermeiden.
Dr.Hermann Keller
Orthopäde
Bustellistr. 3
63739 Aschaffenburg
http://www.gruenewaldklinik.de

Schlechter Artikel…….
viele Verallgemeinerungen und unkonkrete Aussagen lassen den Artikel nicht sonderlich professionell wirken.
Was sind z.B. passive Therapie – siehe letzte Absatz – als nur ein Beispiel.

Bitte bessere Artikel veröffentlichen.
Danke und Grüße

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