Reizdarmsyndrom: Probiotika völlig überschätzt

18. April 2018

Experten-Gespräch auf der DGIM 2018: Evidenzbasierte Therapien für Patienten mit Reizdarmsymptomatik zu finden, ist schwierig. Häufig wird eine Probiotika-Therapie empfohlen. Neue Studien zeigen: Probiotika werden zu viel Gewicht beigemessen. Internist Patrick Michl sieht in der Low-FODMAP-Diät größeres Potential.

19 Wertungen (3.84 ø)
Allgemein

3 Kommentare:

Student/in der Humanmedizin

Wenn ich schon “erfahrungsheilkundlich erwiesen” lese, wird mir schwindelig. “Erfahrungsheilkundlich” bemerkt man in aller Regel einen wunderbaren Placebo-Effekt. Sie haben offensichtlich promoviert Frau Dr. Bihlmaier, ich gehe also davon aus, dass sie zumindest grundlegend mit Statistik und Evidenz vertraut sind. Wie kommt man dann zu solch unsinnigen Aussagen?

#3 |
  5
Dr. med. Susanne Bihlmaier
Dr. med. Susanne Bihlmaier

Low Carb ist wissenschaftlich wieder überholt, weil erkannt wurde, dass Slow Carb noch besser ist, bzw. generell wirksam: Vollwertkohlenhydrate. Bei Reizdarm natürlich nicht alles auf einmal, aber längerfristig verhelfen Vollkornnudeln (noch besser:Dinkel),Vollwertreis und Vollkornbrot zu einer besseren Darmflora. Und milchsauer Vergorenes, die Nr. 1 unter den Darmflora-Stützen, kostengünstig, erfahrungsheilkundlich erwiesen.

#2 |
  1
Nichtmedizinischer Beruf

Meine Mutter hatte Reizdarm. Nach einer zweiwöchigen Nystatin – Behandlung und einer Antipilzdiät: low carb, völliger Verzicht auf Zucker , hat sie dann Probiotika kurmäßig für einen Monat genommen und weiter low carb gegessen.
Seitdem sind ihre Beschwerden weg , sie verträgt wieder alles und kann auch mal Zucker essen – einen Versuch ist es Wert.

#1 |
  10


Copyright © 2019 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: