Patientenakte: Ärzte können nicht hellsehen

13. März 2018

Patienten sind oft verwundert, dass der Hausarzt nicht über ihre Besuche bei anderen Fachärzten Bescheid weiß. Nicht immer gelingt es dem Patienten, Befunde und Diagnosen wiederzugeben. Das erschwert die weitere Behandlung. Kinderarzt Christof Metzler will das ändern.

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Medizin, Pädiatrie

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5 Kommentare:

Sonstige

Ich persönlich schleppe zu jedem Arzt ( auch Hausarzt ) sämtliche Dokumente in einem Ordner mit.Da mein Sohn eine sehr seltene Skelettdysplasie hat und diese multikomplex verläuft ,ist es sehr wichtig dass alle gestellten Diagnosen ,Blutbilder usw.für alle behandelnden Ärzte auch zugänglich sind.Ferner,könnte man mit mehr Daten (Un-)Kosten minimieren und mögliche schwerwiegende Krankheiten früher erkennen.

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Nichtmedizinische Berufe

Dr. Suermeli , “Eine für alle Beteiligte wohlwollende Lösung des Problems könnte in Einführung von Patientenkonten liegen, die einmalig angelegt werden und von Geburt bis zum Lebensende sämtliche medizinisch relevante Daten basierend auf Algorithmen, Checklisten und standardisierten Verfahren beinhalten. Diese Informationen könnten für unbeteiligte gänzlich versperrt, für die Verwaltung bedingt oder begrenzt zugänglich und für die kompetenten autorisierten Ärzte ganz zugänglich gemacht werden. ”
ich persönlich wäre dagegen. Ich habe nämlich eine psychiatrische Diagnose und finde nicht, dass die Orthopäden, Gastroenterologen, Gynäkologen etc, etwas angeht….ich möchte gerne die Kontrolle darüber behalten, wem ich was weitergebe.

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Absolut richtig was der Herr Metzler da sagt nur eins würde ich anders sagen:
Die Information, die den Eltern mitgeben wird, ist nicht “umsonst” sondern “kostenfrei”.. :-)
Wenn Sie “umsonst” wäre, könnte Sie auch wirklich wegfallen.

Hätte auch den Vorteil, dass alle beteiligten Ärzte darüber informiert wären, welche Medikamente verordnet werden..
Ich als Heilpraktiker lasse meine Patienten GRUNDSÄTZLICH ALLES an Medikamenten UND Nahrungsergänzungsmitteln auflisten, wenn Sie das erste mal in die Praxis kommen.. und es ist schon SOOO häufig vorgekommen.. dass ich da Kombinationen gefunden habe, die nicht gleichzeitig verschrieben werden sollten.. ich schicke dann diese Patienten mit dieser Liste und einem Vermerk an ihre Hausärzte mit der Bitte das zu Überprüfen.. bei den Nahrungsergänzungsmitteln übernehme ich die Überprüfung dann schon.. da wird auch gerne viel durcheinander und nicht optimal genommen.

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Nach über einem Viertel Jahrhundert praktischer ärztlicher Erfahrung kann ich auch nur bestätigen, dass der Informationsfluss in der medizinischen Versorgung mangelhaft, zumindest dringend verbesserungsbedürftig ist.

Die derzeitige Situation verbirgt nicht nur eine Gefahr einer wirtschaftlich verschwenderischen Kettenreaktion durch ineffektive (Be-)Handlungen, sondern bereitet auch einen Nährboden für erhebliche gesundheitliche Risiken für die betroffenen Patienten durch doppelt und dreifache Medikationen, invasive Maßnahmen etc.

Eine für alle Beteiligte wohlwollende Lösung des Problems könnte in Einführung von Patientenkonten liegen, die einmalig angelegt werden und von Geburt bis zum Lebensende sämtliche medizinisch relevante Daten basierend auf Algorithmen, Checklisten und standardisierten Verfahren beinhalten. Diese Informationen könnten für unbeteiligte gänzlich versperrt, für die Verwaltung bedingt oder begrenzt zugänglich und für die kompetenten autorisierten Ärzte ganz zugänglich gemacht werden. Auf diese weise könnten viele unerfreuliche Konsequenzen verhindert werden.

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Medizininformatiker

Warum erhalten die Patienten nicht wie in anderen Ländern, Beispiel Schweiz, ihre Befunde nicht mit nach Haus? Hier ist die Patientenakte Eigentum des Patienten. Schliesslich zahlt er ja auch dafür und so kann jeder seine eigene Krankenakte komplett zuhause haben oder auch in einer geeigneten App elektronisch den Ärzten zur Verfügung stellen. Die “Datenschutzrechtlichen Bedenken” habe ich noch nie verstanden…

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