Paramedizin: Resistent gegen Fakten

5. Dezember 2012
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Wir nutzen nur zehn Prozent unseres gesamten Gehirns - sagte einst Einstein, aber ist es deswegen auch wahr? Auch wenn Studien Mythen widerlegen, glauben viele Paramediziner weiterhin fest daran. Ist eine Lawine, einmal losgetreten, noch zu stoppen?

Knoblauch, Rote Bete und ausreichende Vitaminversorgung seien das beste Mittel gegen die AIDS-Epidemie im südlichen Afrika. Denn die Krankheit sei ein Signal, dass der Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist und geht nicht auf eine Infektion mit fremden Organismen zurück. Weil Präsident und Gesundheitsministerin von Südafrika lieber Internetseiten und Scharlatanen glaubten, mussten etwa 350.000 Menschen an der Krankheit sterben. Antiretrovirale Medikamente hätten deren Leben wahrscheinlich deutlich verlängert. Thabo Mbeki bekam für seine “Strategie” auch Unterstützung aus Deutschland. Matthias Rath, deutscher Arzt und Kämpfer gegen eine “Pharma-Diktatur”, überzeugte die Regierung von seinen Vitaminpräparaten.

Impf-Nebenwirkung: Autismus

Der Stammtisch-Diskurs über medizinische Un- und Halbwahrheiten tut sich dank multimedialer Netzausbreitung heute leichter als noch im letzten Jahrhundert. Das Buch “Virus-Wahn” enthält im Untertitel: “Wie die Medizin-Industrie ständig Seuchen erfindet”. Die Spanische Grippe von 1918/19 gehe dementsprechend auf “Übermedikamentalisierung und Impfkampagnen” zurück. Wie viele Leser sind sich dabei bewusst, dass es zur damaligen Zeit noch gar keinen Impfstoff gegen die Grippe gab?

Ganz ähnlich liegt der Fall bei der MMR Impfung als Ursache für Autismus bei Kindern. Der Brite Andrew Wakefield glaubte, mit einer Untersuchung an zwölf Kindern diesen Zusammenhang beweisen zu können. Zahlreiche spätere Studien widerlegten die Annahme. In Japan erkrankten sogar Ungeimpfte häufiger als jene, die eine Spritze bekamen. Schließlich belegte Großbritannien den Arzt mit einem Berufsverbot. Wakefield war von den Eltern autistischer Kinder engagiert worden, um entsprechende “Beweise” zu erbringen. Außerdem versuchte er damit, seine eigenen Impfstoff-Firma “Immunospecifics Biotechnologies” zu fördern. Lancet zog die entsprechende Veröffentlichung zurück. Dennoch hält sich das Gerücht um den angeblichen Zusammenhang beständig.

“Keep it simple!”

Warum sind medizinische Mythen trotz zahlreicher Beweise für das Gegenteil kaum aus der Welt zu schaffen? Der Psychologe Norbert Schwarz von der Universität Michigan hat sich darüber Gedanken gemacht. Seine Theorie: Je intensiver wir versuchten, den Gegner mit Argumenten überzeugen zu wollen, desto mehr festigen wir seine ursprüngliche Meinung. Denn zahlreiche unterschiedliche Aspekte verkomplizieren den Meinungsprozess. Daher wirken zwei oder drei Gegenargumente besser als ein Dutzend. Je mehr sich der vermeintlich Starrsinnige Gedanken machen muss, warum er seine Meinung ändern sollte, desto anstrengender wird es für ihn.

Er und sein Kollege Ian Skurnik meinen, das auch mit experimentellen Daten beweisen zu können. Den Teilnehmern an ihrer Studie gaben sie einen Flyer mit Gegenargumenten zu weit verbreiteten Ängsten bei der Grippeimpfung zu lesen. Konnten die untersuchten älteren Leser direkt danach noch gut für eine Impfung argumentieren, sah das schon nach einer halben Stunde anders aus: Sie hatten sich eher die Irrtümer als die Gegenargumente gemerkt und wussten über fälschliche Annahmen besser als vor dem Lesen Bescheid. Drei Tage nach dem Lesen konnte sich auch knapp die Hälfte der jüngeren Leser nicht mehr an die Unterschiede zwischen Wahrheit und Mythos erinnern.

Unglücke sind selten, aber gut für Schlagzeilen

In seinem Buch “Denialism” bestätigt auch der amerikanische Wissenschaftsjournalist Michael Specter die Ergebnisse aus Michigan. Vermeintliche Experten gäben einfache Antworten auf komplizierte Fragen. Gerade bei Kinderkrankheiten wie beginnenden Autismus könne man damit gut die zweifelnden Eltern überzeugen. Den winzigen Bruchteil an Impfzwischenfällen – meist nur durch zufälliges Zusammentreffen unabhängiger Ereignisse – macht das Netz in kürzester Zeit weltweit bekannt, während Immunisierungen ohne Komplikation stumm bleiben. Dabei gehen Medizinmythen nicht selten von einer wahren Begebenheit aus. 1930 starben in Lübeck rund 80 Kinder an einer Tbc-Immunisierung mit nicht abgeschwächten Bakterien. Auch die ersten Polio-Vakzine enthielten Affentumorviren.

Erfahrung + Bauchgefühl ≠ Wahrheit

1996 publizierte die “New York Times” einen Artikel über die überaus lange Lebenszeit von medizinischen Mythen. Ärzte behandeln ihre Patienten zumeist mit einer Mischung von Wissen, Erfahrung und Bauchgefühl. Das letztere weigert nur allzu oft, Erkenntnisse aus neuer Forschung anzuerkennen, wenn sie der Medizin widersprechen, die vor etlichen Jahrzehnten gelehrt wurde. “Hat Akne etwas mit Schokoladenkonsum zu tun?” Bevor die ersten Studien handfeste Beweise für den fehlenden Zusammenhang lieferten, glaubten nicht nur Patienten, sondern auch ihre Doktoren daran. “Ich habe mich geirrt.” ist ein Satz der besonders Ärzten schwer über die Lippen kommt.

Auch das “British Medical Journal” hat sich mit dem Thema “Mythen” auseinandergesetzt. Ein Zeichen dafür, dass auch unter Ärzten noch viele Falschannahmen grassieren oder eher eine Argumentsammlung für Patientengespräche? Auf zwei Seiten listen Rachel Vreeman und Aaron Carroll aus dem amerikanischen Indianapolis auf, warum wir nicht jeden Tag mindestens acht Glas Wasser trinken müssen, warum auch Rasieren nicht zu schnellerem Haarwachstum führt und Lesen im Dunkeln zwar anstrengend ist, jedoch nicht die Augen schädigt.

Entlarvungs-Handbuch gegen Gerücht-Epidemien

Gibt es überhaupt Möglichkeiten, Gerüchte aus dem Netz oder von der Nachbarin zu stoppen oder vielleicht sogar zu deaktivieren? Die Australier John Cook und Stephan Lewandowsky haben ein “Debunking Handbook” geschrieben, das gefürchtete Schreihälse entlarven soll. Wer in der Diskussion zu oft die falsche Behauptung erwähnt, gräbt sie in die Erinnerung das anderen ein. Daher: Sparsam mit eigenen Argumenten und mit der These des Gegners umgehen (“Overkill- und Familiarity Backfire Effect”). Wer Reizworte und Bedrohungen erwähne, erzeuge Angst und Solidarität unter den Widersachern (World View Backfire-Effect). Daher sei es wichtig, unverfängliche Begriffe und Alternativen zu präsentieren. Angewandt auf die Impfung-Autismus-Theorie bedeutet das beispielsweise, andere mögliche Erklärungen für die die Entstehung der Krankheit zu präsentieren.

Geplanter Genozid der Pharmaindustrie

Wer nach derzeit kursierenden Kampagnen gegen Schulmedizin oder menschenverachtender Pharmaindustrie sucht, wird im Netz schnell fündig. Stichort “Dirk Hamer-Syndrom“. Krankheiten sind nach der Lehre der “Germanischen Neuen Medizin” und seines Vertreters Dr. (die Approbation wurde jedoch schon vor 20 Jahren entzogen) Ryke Geert Hamer nichts anderes als die Reaktion auf ein Schockerlebnis, Krebs ein Teil eines natürlichen Heilprozesses im Körper. Medizinische Eingriffe mit oder ohne Medikamente störten diese natürliche Regeneration. “Secret.tv” dokumentiert die Bemühungen der Medizintechnologie, sich die Schweinegrippe zu Nutze zu machen. Die Impfung sei nichts anderes als ein geplanter Genozid an großen Teilen der Menschheit – und glücklicherweise aufgedeckt und somit misslungen.

Kampagnen gegen sinnvolle Impfungen wie etwa Masern, Mumps und Röteln fiel nach den Veröffentlichungen von Dr. Wakefield von mehr als 90 Prozent auf rund 70, in London auf 50 Prozent. “Wir müssen uns eben von dem Traum verabschieden, dass wir die Masern ausrotten können” skizziert Johannes Löwer, ehemaliger Präsident des Paul-Ehrlich Instituts“ in der “ZEIT” die Konsequenzen.

206 Wertungen (4.21 ø)
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33 Kommentare:

Doris Schmidt
Doris Schmidt

Wow, was für ein Rundumschlag und die dicken Fische wie Rath, Hamer und Wakefield kommen auch vor!
Klasse!

#33 |
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Doris Schmidt
Doris Schmidt

@Nr. 13

Frau Jürgens,

können Sie sagen, welchen Teil des Immunsystems Sie stärken wollen? Was Sie damit erreichen wollen und ob dieses Vorgehen durch Studien belegt ist.

Vielen Dank

#32 |
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Dr. Peter Mandry
Dr. Peter Mandry

Herr Lederer hat ein Händchen für kontroverse Themen. So emotionale Äußerungen in den Meinungen bekommt man sonst nur bei Themen, welche die Geschlechterfrage betreffenden.
Das Feld der Meinungen ist sehr groß, was am Ende auch daran liegt, dass bei unscharfen Informationen die Grenzziehung zwischen falsch und richtig nicht eindeutig sein kann. Wo diese Grenze individuell gesetzt wird, hängt nicht nur vom Wissenstand des Betrachters und dessen methodische und wissenschaftliche Ausbildung ab, sondern auch von der Weltanschauung und persönlichen Präferenzen. Letztendlich beruht auch wissenschaftlich fundiertes Wissen auf Annahmen. Dass das Ergebnis einer Studie als nicht zufällig angesehen wird, wenn eine Signifikanzniveau von 5% erreicht ist, ist reine Konvention und führt mit der oft gewählten niedrigen Power von 80% dazu, dass ca. ein Drittel aller publizierten signifikanten Studien tatsächlich eher auf zufälligen Ergebnissen beruhen. Nur wenigen ist klar, dass selbst eine wirklich signifikante Studie eben auch kein Beleg für die Wirksamkeit einer Behandlung ist.
Diese ungenaue Interpretation wissenschaftlicher Ergebnisse, die sich auch in den besten internationalen medizinischen Zeitschriften verfolgen lässt, gibt viel Raum für Gegenargumente und andere Ansichten. Den größten Anteil am Festhalten obskurer Theorien dürfte aber der dem Umstand geschuldet sein, dass Wissen selektiv aufgenommen wird. Was nicht unserer Erfahrungswelt entspricht, wird erst einmal abgelehnt bzw. verdrängt. Jedem Lottospieler müsste klar sein, dass es wahrscheinlicher ist, in der Zeit von Abgabe des Lottoscheins bis zur Ziehung zu sterben, als den Hauptgewinn zu ziehen, 80% der französischen Autofahrer halten sich für die besten 10% usw. die Liste ist unendlich lang. Wenn wir aber nun wissen, dass wir so ticken, wäre es doch produktiver diesen Glauben produktiv zu nutzen statt zu bekämpfen. Denn der Glaube versetzt bekanntlich Berge.

Vielen Dank für die interessante Literatur.

#31 |
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Annette  Peter
Annette Peter

Es ist eigentlich erstaunlich, dass so viele Menschen sich hier richtig Mühe geben mit Antworten, die der Autor wahrscheinlich gar nicht braucht. Ich glaube, dass der Autor weiß, dass dieser Artikel ein Lapsus ist, vielleicht stand er unter Zeitdruck und mußte irgendwas aus der Hosentasche ziehen und abliefern. Wie es heute so ist: hauptsache, da steht was, egal was.
Was wäre gewesen, wenn hier gestanden wäre: “Liebe Leser, diese Woche ist die Sparte leer, weil im allgemeinen Zeitdruck- und Beschleunigungsgedöns unsere Autoren nicht mehr hinterherkommen, wobei wir diese ausdrücklich in Schutz nehmen: wir entschleunigen jetzt durch eine kurze Sendepause, bevor wir die Autoren zwingen, Mist abzuliefern. Sie hören in 2 Woche wieder von uns.” DAS wäre schlau gewesen, vielleicht gäbe es sogar Zuspruch von den Lesern, und manch ein vom Zeitdruck Erledigter würde ad hoc drüber nachdenken, was WIRKLICH wichtig ist im Leben und vielleicht auch einfach mal was WEG-lassen ?

#30 |
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Dr. med. Volker Perlitz
Dr. med. Volker Perlitz

Sehr geehrter Herr Dr. Lederer,

nur einen kleinen Hinweis in eigener Sache:
In Ihrem sicherlich wichtigen Artikel stapfen Sie an 2 Stellen (“Der Brite Andrew Wakefield glaubte, mit einer Untersuchung an zwölf Kindern diesen Zusammenhang beweisen zu können.”; “Er und sein Kollege Ian Skurnik meinen, das auch mit experimentellen Daten beweisen zu können.”) in eine essentielle methologische Falle: Per definitionem gibt es nur in 2 Unterdisziplinen der Mathematik, nämlich der Mengenlehre und der Logik, Beweise. Experimentelle Daten sind hingegen IMMER nur Ausdruck kontingenter Kopplung.
Dies ist keine semantische Griffelspitzerei, sondern ein eklatanter Verstoß der sog. Wissenschaftsmedizin gegen das, was sie selber für sich zuvorderst in Anspruch nimmt: nämlich Objektivität! Dieser extrem weit verbreitete ¿Lapsus¿ mag zuerst als bewusster Akt der Vortäuschung einer maximalen Sicherheit der Befunde + seiner Bewertungen vermutlich eines sogar renommierten Wissenschaftlers inszeniert worden sein, der dann (s. Ihr Artikel) ein Eigenleben zu führen begann. Und dieses Eigenleben ist mittlerweile überaus mächtig. Selbst der ¿große¿ Neurobiologe Wolf Singer wurde an diesem Nasenring schon durch die Arena geführt. Die Deutungsmacht der Naturwissenschaften ist an dieser Stelle schmählich erschwindelt.

#29 |
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Falsch! Ich stimme zu, dass wir wach bleiben. Unwissenschaftlich finde ich nicht diesen Bericht, sondern tausend andere Ärgernisse im medizinischen Alltag, angefangen mit Ernährungslügen, der Farce um die Schweinegrippe, das “harmlose” Roundup (danke an A. Tausch) und und und…..

#28 |
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Das ist wohl wahr! Stimme vollends zu!

#27 |
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Johannes Rücker
Johannes Rücker

Die in vielen Reaktionen enthaltene Kritik an der geldgierigen Pharmaindustrie und das Loblied auf die Alternativ- bzw. Komplementärmedizin erheitert schon etwas. Aber es ist ja meistens so: Wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt, zeigen drei Finger auf einen selbst zurück. Die ¿Schulmedizin¿ und die ¿Pharmalobby¿ wollen Geld verdienen. Und die Paramediziner und die Hersteller von homöpatischen oder sonstigen Mittelchen wollen um Gottes willen ja keine Profite machen, sondern den bedauernswerten Kranken nichts als helfen, oder was?

#26 |
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Ich sag es mal salopp und im Konsens mit z.B. Nr. 25 von Johannes Hendel:
IST DAS EIN GEI….GENIALER ARTIKEL!!!
Wissen Sie, was Paramedizin ist? Unter anderem die Medizin von morgen! Das, was in 5 oder 10 Jahren einen Medizin-Nobelpreis wert sein wird, dafür würde einem heute jeder leitlinientreue Schulmediziner einen Vogel zeigen!!
Deshalb habe ich mir zur Devise gemacht: verteufele nicht voreilig Theorien, wenn du dich nicht annähernd soviel damit beschäftigt hast wie der, der eine These aufstellt!
Es ist blasiert, hochnäsig, vor allem auch dumm, zu glauben, wir könnten nichts mehr lernen und entdecken.
Die folgenreichste und dümmste Initialzündung der Menschheit ist es meiner Meinung nach, Ihre Säuglinge mit Fabrikplörre zu füttern, im Glauben man könne alles Wichtge erfassen.
An alles andere mag ich gar nicht denken.Die Menschheit wird sich selbst zu Grunde richten. Vielleicht sind dann wieder T.Rex und Co dran.- Ach nein, soviel Müll und Gift halten selbst die nicht aus!

#25 |
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Annette  Peter
Annette Peter

Ich schließe mich der Autorin Nr. 10 an, alles andere wäre zu viel Aufwand an Antwort auf so wenig Aufwand an Artikel.

#24 |
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Zahnarzt Burkhard Wittje
Zahnarzt Burkhard Wittje

Interessant was so alles geschrieben wird. Doch mit den aktuellen Zulassungsbediingungen für Medikamente, Gennahrung oder Handys könnte ich selbst Zigaretten als Mediksment zulassen. Bei einer Erkrankung, bei der mir periphäre Gefäßenge wichtig ist, habe ich nach sechs bis 24 monaten noch keine auffälligen Nebenwirkungen. Es ist traurig zu lesen, wie absolut manche Zeitgenossen ihre Lehre hinstellen. Was bitte wissen wir denn bis heute von dieser Welt? Sind wir schon im mehrstelligen Prozentbereich. Mal bitte alle wieder ruhig hinsetzen.

#23 |
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“…hat auch nur so ziemlich recht ” reimt wilhelm Busch . Als Integrationsmediziner mit Ernährungsdiplom halte ich die von Nr. 25 et alii. angeführten Bedenken für weitgehend richtig ! Da sehr lange Schulmediziner gewesen , beobachtete ich immer schon amüsiert das Auf und Ab der ” Eminenz-“basierten Empfehlungen . Viele der auf unzulänglichen Studien ( z.B. Lown bei der Kardiologie etc. ) mit geringem Klientel beruhenden Erkenntnisse gelten heute noch als ” schulmedizinisch ‘” !!
Bzgl. der Grippe-Impfung bin ich ja durch eigenen Schaden zum Paulus geworden /insgesamt immer aber noch kein Impfgegner sui generis .. doch die Risiken muß man anerkennen ..
Ein noch hier überhaupt nicht angesprochenes Gebiet : Die reinen Schulmediziner sollten sich mal die Psyche mehr zur Brust nehmen , dann wird vieles für sie Unverständliche und Abgelehnte plötzlich erklärbarer …

#22 |
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Ernährungswissenschaftler / Ökotrophologe

Also der Artikel bringt richtig Schwung in die Bude, wie man lesen kann. Gehe deshalb mal nur auf einen Punkt ein und möchte eine Lanze für Dr. Rath brechen , der immer gerne als `enfant terrible´ und Scharlatan hingestellt wird.
Fakt ist, wie man aus einer Studie der WHO aus dem Jahre 2001 entnehmen kann, dass von nach 13 Jahren HIV positiv Getesteten weniger als 20% AIDS entwickeln, das bedeutet, dass rund 80% in diesem Zeitraum nicht diese Immunschwächekrankheit entwickeln.
Auf der anderen Seite liegt die Sterblichkeitsrate von HIV-Infizierten, die ARV-Präparate einnehmen bei 7% pro Jahr. (Journal of Medicine 1998, Palella et al.: Journal of the AMA 2003, Hogg et al.) Jetzt vergleiche man mal den vorher genannten Zeitraum – im Jahre 13 schon über 90%, im Jahre 14 fast alle pharmaindustrieversorgten Patienten im Grab! Na so was aber auch! Was diese Chemoabkömmlinge so alles fertigbringen – das was der Beipackzettel wahrheitsgemäß sagt (VIRAMUNE/Böhringer z. B. ´bei Patienten können weiterhin Erkrankungen auftreten, die mit einer fortgeschrittenen HIV-1-Infektion verbunden sind, einschließlich opportunistischer Infektionen´. Und das gilt für alle antiretroviralen Präparate, gleich welcher Hersteller! Statt Immunschwäche zu beseitigen wird das Immunsystem erst recht malträtiert, dass ópportunistische Infektionen´wie Verpilzung, Tuberkulose, Lepra und andere ansteckende Krankheiten auftreten. Von dem Ruin durch die überteuerten Pharmapräparate für Volkswirtschaften ganz zu schweigen!

Wer sind hier denn die Scharlatane und immensen Gewinnemacher? Ein Dr. Rath etwa, der mit Einsatz von immunstärkenden Mikronährstoffen div. Spurenelemente wie Zink, Mangan, Selen; Aminosäuren wie N-Acetylcystein, L-Lysin, L-Prolin, L-Arginin u. etlicher sek. Pflanzenstoffe * Vitamin C und E die Viruslast innerhalb von 2 Monaten um 89 % senken konnte? Schade, dass man einem Mann wie ihm nicht das Feld überlassen hat!
AIDS bedeutet schließlich ´Erworbene Immunschwäche´ – ergo lässt sich auch eine geschwächter Immunstatus mit entsprechenden körpereigenen Stoffen wieder anheben – wofür wurden eigentlich 9 Nobelpreise an Vitaminforscher vergeben?
Und welchen Nutzen hat die Schulmedizin daraus gezogen?
Aber der ganz normale Wahnsinn geht weiter:
Krebs wir mit krebserzeugenden Mitteln bekämpft!
AIDS wird mit weiter immunschwächenden Giften bekämpft! Die Patienten, die in Unkenntnis dahinsiechen, bleiben auf der Strecke
Eine Wahrheit zu finden ist schon schwer, aber Wahrheiten durchzusetzen ist ein Kapitel für sich.

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Monika Geissler
Monika Geissler

DANKE für den sehr interessanten Artikel.
Zu 16: Stimme ich voll zu.

#20 |
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Anne-Marie Peters-Tipton
Anne-Marie Peters-Tipton

Da ich als Dauerpatientin durch die Gegend latsche (Ich nehme ein Neuroleptika) bemuehe ich mich um eine gesunde Lebensfuehrung,versuche mich nicht verwirren zu lassen an der Unmenge an Informationen & seltsame Verdaechte, manche evtl. berechtigt.
Dank der guten Unterstuezung eines Psychiaters, lebe ich mein Leben & habe mir Humor bewahrt.
lachen als medizin!!!

#19 |
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Whistleblowing vs. scharia

#18 |
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hp sabine rossmann
hp sabine rossmann

interessanter weise geht der thum down automatisch an ,wenn ich thum up anklicke -seltsam !

#17 |
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Es ist selbst für Mediziner nicht leicht zu unterscheiden zwischen rein glaubensbasierter Volksmedizin und ernst gemeinter Komplementärmedizin, die in Fallkasuistiken funktioniert, wenn auch nicht in randomisierten Studien.
Man sollte nicht vergessen, dass viele Dinge in der universitären Medizin auch auf anfänglicher einzelfallbezogener Erfahrung beruhen, bis sich irgend wann eine Erklärung dafür gefunden hat oder sich jemand die Mühe gemacht hat eine entsprechende Studie, unabhängig von finanziellen Anreizen, durchzuführen.
Irrtümer ereignen sich leider überall. Polemik hilft dagegen nicht.
Komplementär heisst eigentlich ergänzend und nicht alternativ oder konkurrierend. Wer irgend welchen Verschwörungstheorien glaubt, bitteschön. Das lässt sich nicht ausrotten, am wenigsten in den USA.

#16 |
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Dr. med. Meinolf Wettzel
Dr. med. Meinolf Wettzel

Oh man !! Der Graben ist ja ganz schön tief zwischen den Fraktionen. Ich geb s auf da zu vermitteln, sondern zieh max. meine eigenen Konsequenzen nach ca. 35 Jahren Medizin.

#15 |
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Ronald Fritzsche
Ronald Fritzsche

Den größten schwer wieder verschwindenden Blödsinn verbreitet leider noch immer die etablierte Medizin und dieser Artikel ist da schon ein gutes Beispiel. Als ich die Überschrift las war mein Interesse groß darüber, ob nun endlich einmal etwas in der breiteren Masse publik gemacht wird. Doch leider steht da nur Unsinn geschrieben und dann auch noch die 80 an TBC-Immunisierung gestorbenen Kinder ist ja wohl der Oberhammer, viel eindrücklicher hätte ja hier wohl die Geschichte über die TBC-Immunisierung mit dem Impfstoff des so hoch geehrten Kobert Kochs oder dessen Vorgehen in Afrika bei der Bekämpfung der Schlafkrankheit. Die alten Herren und Institutionen schweigen sich aus und verbiegen die Wahrheit doch die Leidtragen sind vor allem die engagierten Mediziner.
Was ist eigentlcih beid er Erforschng der Geschichte des Kobert-Koch-Instituts heruasgekommen? die Ergebnisse kann ich mir in einem teuren Buch kaufen doch diese Untersuchung ist von Steuergeldern finanziert worden. Doch daruber ist nichts in den Medien zu finden, geschweige denn, dass sich ein Journalist einmal die Mühe macht tatsächlich eine Studie zu lesen, wie auch hier auf dem Portal bei der schottischen Grippestudie.
Journalismus bedeutet: Schreiben was ich selber gesehen/gehört habe an sonsten muss die Quelle angegeben werden, doch auch bei diesem Artikel kann der Leser einfach nur raten.
Bitte mehr Mühe!!!

#14 |
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Medizinphysiker

Sehr geehrter Herr Dr. Leder,
mit Ihrem couragierten Artikel treffen Sie ins Schwarze – und diejenigen, die die wissenschaftlich fundierte Medizin als “Schulmedizin” abwerten und ihr eine Pseudo-Medizin als angeblich überlegen gegenüberstellen. Das Thema, das Sie aufgreifen, ist m. E. ebenso wichtig wie Ihr Artikel gelungen.
Herzlichen Dank dafür!

#13 |
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Karin Jürgens
Karin Jürgens

Na ja, na ja! Selten einen so dürftigen Artikel gelesen.

1. Seriöse medizinisch gebildete Menschen sprechen schon lange nicht mehr von “Paramedizin”, sondern von “Komplementärmedizin”. Hat der Autor das noch nicht mitbekommen oder schreibt er im Auftrag einer bestimmten Industrie?

2. Daß in Südafrika lieber auf Knoblauch, Rote Bete und Vitamine zurückgegriffen wurde, hatte politische Gründe – man wollte sich die hohen Kosten für die teuren Medikamente ganz einfach sparen, die betroffenen Menschen haben da überhaupt keine Rolle gespielt.

3. Auch der “Volksglaube” kann richtig liegen, man denke nur an Jenner, die Magd und die Kuhpocken. Und so manche medizinische Forschung ist von der Komplementärmedizin angestoßen worden.

4. Selbst Robert Koch hat nie infrage gestellt, daß die Milieubedingungen bei einer Infektion entscheidend sind. Weshalb also die Polemik gegen die Stärkung des Immunsystems?

5. Daß die Pharmaindustrie ein großes Interesse daran hat, die Komplementärmedizin zu verteufeln, dürfte heutzutage niemanden mehr überraschen. Daran kann sie nämlich kaum etwas verdienen.

6. Auch die Schulmedizin kann sich ganz böse irren, wenn sie sich nur auf Studien verläßt. Ich habe heute noch einen “Ratgeber” für Ärzte aus den Anfängen der AIDS-Epidemie. Darin wird doch tatsächlich behauptet, AIDS sei auch über Blut nicht übertragbar, alle anderslautenden Angaben seien reine Panikmache. Nun, der Glaube daran hat so manchen Bluter das Leben gekostet.

Es wäre noch so manches zu sagen, ich belasse es erstmal bei diesen wenigen Punkten. DocCheck möge uns zukünftig mit solchen eindeutig interessengeleiteten Artikeln verschonen.

#12 |
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Dr Gerhard Schäfauer
Dr Gerhard Schäfauer

Die Verfechter paramedizinischer Methoden versuchen üblicherweise die klassische Medizin mit dem Begriff
“Schulmedizin” negativ darzustellen.Dabei ist Schulmedizin nichts anderes als Bewährtes.

#11 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

das Prinzip des “Impfens” ist sicherlich gedanklich richtig u. soll einen Prozeß des Immunsystems übernehmen , anregen . Aber bitte dann nicht so blind – einfach drauf los , sondern erst nach eindeutiger Diagnostik der Leistungsfähigkeit des Immunsystems :dh zB. kein vorliegender TH1/TH2- Switch ,korrekte Zytokin- Muster . Und letztlich Thema Begleitstoffe -“saubere Impflösungen”.
Und auf anderen Wegen gibt es auch noch das Prinzip der FEIUNG .

#10 |
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Ein schlecht recherchierter, polemischer Artikel auf dem Niveau der Bildzeitung. Tut in erster Linie der konventionellen Medizin nicht gut. Hat die konventionelle Medizin es etwa nötig, derartige Abwehrhaltung zu zeigen?

#9 |
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Dr. med. Wolfgang Ballarin
Dr. med. Wolfgang Ballarin

Merine bisherigen Erfahrungen (mit Studium 40 Jahre Medizin) voll bestätigt.

Der Kampof geht weiter (subkutan)

#8 |
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@Friedrich Hofmann:

Das stimmt leider.

#7 |
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Dr Ronald Weser
Dr Ronald Weser

Und nun?

Wer hat die nächsten ausgelosten Beispiele für irgendwas?

#6 |
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Dr Johanna Osztovics
Dr Johanna Osztovics

Oh je- wasn da passiert in der Kommunikation? Erst Artiel IN RUHE lesen, Polemik draußen lassen und es dann so machen wie Herr Möllers: einen Arzt des Vertrauens finden. Kommt auch (sich) trauen drin vor!

#5 |
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Dr. Stefan Gesell
Dr. Stefan Gesell

Vielen Dank für den Artikel.

#4 |
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Mit so platten Argumenten kommt kein Dialog in Gang. Es hat schon seine Gründe, dass die Bevölkerung zu mehr als der Hälfte die Komplementärmedizin bejaht.Selbstkritik und Objektivität stünden der konventionellen Medizin gut zu Gesicht.

#3 |
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Holger Möllers
Holger Möllers

Es ist als Nicht-Mediziner ausgesprochen schwierig bis unmöglich, sich eine wirklich objektive Meinung über medizinische Sachverhalten zu machen. Die Flut an Informationen ist zu groß und das medizinische Fachwissen des Einzelnen, in aller Regel schlecht, bis gar nicht vorhanden. Ich persönlich halte es so, das ich meinem Hausarzt vertraue. Wir kennen uns seit Jahren und ich hatte nie den Eindruck, jemals schlecht beraten oder behandelt worden zu sein. Ich würde mich durchaus als einen kritischen Menschen bezeichnen, aber ich muss nicht auf jeden abfahrenden Zug springen, der gerade mal wieder durch die Medien gescheucht wird.

#2 |
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Medizininformatiker

Solange die Pharmaindustrie geschönte Studien präsentiert und Mietmäuler und Ärzte für Ihre Loyalität fürstlich belohnt, muss man sich nicht wundern, dass die Menschen das Vertrauen verlieren.

#1 |
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