Transsexualität: Der Adam/Eva-Fahrplan

28. Februar 2018

Die Eichel wird zu Schamlippen und Klitoris umgeformt, ein Teil des Unterarmlappens zum penisartigen Wulst gerollt – wie gehen Chirurgen im Detail vor, wenn Transsexuelle sich zu geschlechtsangleichenden OPs entscheiden? Und wie sieht das Ergebnis aus?

Umstrittene TV-Formate wie das „Dschungelcamp“ haben auch ihre guten Seiten. Zuletzt sprach das Model Giuliana Farfalla über ihre geschlechtsangleichenden Operationen. Dadurch erreichte das Thema Transsexualität ein breites Publikum – bestimmt auch Betroffene. Das Gefühl, sich seit Geburt im falschen Körper zu befinden und dem anderen Geschlecht anzugehören, resultiert bei immer mehr Betroffenen im Wunsch, sich einer geschlechtsangleichenden Operation zu unterziehen. Die Frage, die sich aus medizinischer Sicht ergibt: Was bedeutet das für den Arzt? Wie muss er vorgehen, was gilt es zu beachten und welche Komplikationen können auftreten?

Nicht voreilig zum Skalpell greifen

Transsexuelle Menschen fühlen nämlich, dass sie nicht das bei ihrer Geburt zugewiesene Geschlecht haben. Bei ihnen gibt es im Gegensatz zur Intersexualität weder anatomische noch genetische oder biochemische Besonderheiten. Aussagen zur Prävalenz sind mit Vorsicht zu genießen. Zentrale Register existieren nicht. Eli Coleman von der University of Minnesota steckt für Mann-zu-Frau-Transidente als Rahmen 1:11.900 bis 1:45.000 ab. Für Frau-zu-Mann-Transidente gibt er 1:30.400 bis 1:200.000 an. Der Leidensdruck schwankt von Person zu Person in weiten Grenzen.

Jochen Heß

Jochen Heß © UK Essen

Ärzte warnen jedoch, das Thema nicht auf rein chirurgische Aspekte zu reduzieren. „Sind sich Patienten unsicher, ob eine geschlechtsangleichende OP für sie infrage kommt, sollten sie im ersten Schritt den Rat eines Psychotherapeuten einholen“, sagt Privatdozent Dr. Jochen Heß. Er ist stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie, Uroonkologie und Kinderurologie am Uniklinikum Essen. Einer seiner Schwerpunkte ist die rekonstruktive Urologie.

Augenmerk auf Compliance nach der OP

Vor jeder OP fordert Heß klare Diagnosen. Transsexualität ist im ICD-10 64.0 hinterlegt. Vor dem Eingriff sollten zwei Gutachten vorliegen, etwa vom begleitenden Psychologen oder Psychiater sowie von einem Arzt. Bei klarer Diagnose übernehmen gesetzliche oder private Kassen alle Kosten.

„Neben diesen formalen Voraussetzungen muss sich für den Operateur nach Prüfung aller Kriterien ein stimmiges Bild ergeben“, ergänzt Heß. Aus medizinischer Sicht evaluiert er außerdem allgemeine Risikofaktoren wie Adipositas. Nicht ausreichend stabilisierte Depressionen, Schizophrenien oder Suchterkrankungen seien ebenfalls eine Kontraindikation. Heß zufolge ist die Rate an psychiatrischen Diagnosen bei Patienten mit Geschlechtsinkongruenz höher als im Bevölkerungsdurchschnitt. Ob hier aber eine Kausalität bestehe, sei schwierig zu sagen. Soziale Stigmatisierung könne sekundär zu Depressionen führen.

Patienten mit augenscheinlich mangelnder Therapietreue kommen für Eingriffe auch nicht infrage. „Nach der Operation ist ein erhebliches Maß an Compliance erforderlich“, erklärt der Experte. Mögliche Risiken und chirurgische Herangehensweisen hängen stark von der Art der Geschlechtsumwandlung ab.

Neophallus: „Kleine Lösung“ oder Penoide

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© Genusfotografen (Tomas Gunnarsson) / Wikimedia Sverige, CC CY SA 4.0

Bei der geschlechtsangleichenden OP von Frau zu Mann verschreiben Ärzte Testosteron als Gel oder als Depotpräparat. Sie entfernen die Gebärmutter (Hysterektomie), die Eierstöcke (Ovarektomie) und gegebenenfalls das Brustgewebe (Mastektomie).

Erst danach müssen sich Patienten zusammen mit ihren Behandlern entscheiden, wie es weitergehen soll. Ärzte entfernen Teile der Scheidenwand (Kolpektomie) und legen einen Neophallus nach unterschiedlichen Methoden an. „Als kleine Lösung gibt es sogenannte Metaidoioplastik“, berichtet Heß. Durch die Testosteron-Substitution kommt es zur Klitoris-Hypertrophie. Die Klitoris wird danach teilweise freigelegt. Eine Harnröhre lässt sich aus den kleinen Schamlippen formen. Heß: „Hier entsteht ein Minipenis, der sicherlich ausreicht, um im Stehen zu urinieren: eine Tatsache, die vielen Patienten sehr, sehr wichtig ist.“ Penetrativer Geschlechtsverkehr gelinge damit aber kaum. Als Vorteile nennt der Experte den geringeren Aufwand und die im Vergleich zu anderen Verfahren geringere Komplikationsrate.

„Bei den eigentlichen Penoiden hat sich der Radialis-Lappen durchgesetzt“, so Heß weiter. Penoide sind künstliche, penisartige Strukturen. Auch hier wird eine Harnröhre mit aufgebaut. Operateure entnehmen einen Unterarmlappen mit Vene und mit Nerven, rollen die Struktur zu einem penisartigen Wulst und nähen das Konstrukt als freies Transplantat an. „Man kann eine gewisse Empfindlichkeit des Hautschlauchs erreichen“, erklärt Heß. Als weitere Option nennt er den ALT-Lappen (anterolateral thigh flap, Anterior-Lateral-Tight-Lappen) mit Gewebe aus dem vorderen, seitlichen Oberschenkel. Hodenimplantate sowie ein künstlicher Schwellkörper kommen mit hinzu. Hautsensibilität und sexuelle Empfindungsfähigkeit am Penoid sind gegeben, indem Klitoris-Gewebe verwendet wird.

Die Bewertung verschiedener Techniken gestalte sich schwierig, da es keine direkten Vergleiche gebe, berichtet Heß. „Oftmals spezialisieren sich Zentren auf die eine oder andere Variante.“ Bei großen Fallzahlen seien die Ergebnisse aber durchaus vergleichbar.

Insgesamt sind je nach medizinischer Strategie und nach Wunsch der Patienten vier oder mehr OPs erforderlich:

  • OP 1: Entfernung der Gebärmutter, der Eierstöcke; Verschluss der Scheide; Anlegen eines Klitorispenoids (2 Wochen Klinikaufenthalt)
  • OP 2 (falls gewünscht): Penoidaufbau (3 Wochen Klinkaufenthalt)
  • OP 3: Anlegen einener Eichel; Implantation einer Hodenprothese (1 Woche Klinkaufenthalt)
  • OP 4: Penisprothese zur Versteifung (1 Woche Klinkaufenthalt)
  • ggf. Revisionen

Seiner Erfahrung nach treten bei bis zu 40 Prozent Komplikationen wie Fisteln der Harnröhre auf. An der ursprünglichen Entnahmestelle des Gewebes entstehen Hebedefekte, also Verluste der Funktion und der Körperform. Das heißt, Gliedmaßen sind nicht mehr so belastbar wie vor dem Eingriff und haben an der Entnahmestelle erkennbare Deformationen.

Was sind mögliche langfristige Perspektiven bei der OP Frau zu Mann? Jochen Heß glaubt, dass vor allem künstliche Organe eine Rolle spielen werden. Gewebekulturen und 3D-Biodruckverfahren haben in letzter Zeit immense Fortschritte gemacht. Penistransplantationen räumt er keine große Bedeutung ein, da bundesweit ein genereller Mangel an Spenderorganen herrscht. Außerdem müssten Patienten nach der OP Immunsuppressiva einnehmen, was mit etlichen Risiken verbunden ist, allen voran Infektionen.

Aus der Eichel werden Schamlippen und Klitoris

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© Genusfotografen (Tommas Gunnarsson) / Wikimedia Sverige, CC BY SA 4.0

Deutlich weniger komplikationsanfällig gestaltet sich die operative Geschlechtsangleichung vom Mann zur Frau. So lange Patienten noch ihre Hoden haben, verordnen Ärzte Antiandrogene und Östrogene.

Beim Eingriff selbst entfernen Chirurgen den Penisschwellkörper und die Hoden inklusive aller Samenstränge. „Man muss dammseitig zwischen Prostata und Enddarm erst mal eine Kavität schaffen“, so Heß. Die Neovagina wird mit eingestülpter Penisschafthaut und Vollhaut des Hodensacks ausgekleidet. Die Schamlippen und die Klitoris entstehen aus der Eichel. Auch hier bleibt die sexuelle Emfindsamkeit durch die Verwendung von Penisgewebe in gewissem Umfang erhalten.

Weitere plastische Eingriffe folgen, um den Scheideneingang zu erweitern, einen Schamhügel sowie ein Klitorishäubchen anzulegen oder die Schamlippen zu korrigieren. Als mögliche Komplikationen nennt Heß Wundheilungsstörungen oder Harnröhrenkomplikationen. „Im Vergleich zu den Phalloplastiken sind diese aber gut beherrschbar“, berichtet der Experte. Es finden in der Regel zwei Eingriffe statt.

  • OP 1 (Klinkaufenthalt 2 Wochen): Ärzte entfernen Schwellkörper und Hoden, legen die Neovagina an, kürzen die Harnröhre und formen eine Neoklitoris aus der Eichel.
  • OP 2 (Klinkaufenthalt 1 Woche): Korrektur der Schamlippen, Erweiterung des Scheideneingangs und Aufbau eines Schamhügels.

Darüber hinaus ist es auch möglich, dass Trans-Frauen unabhängig von geschlechtsangleichenden OPs stillen. Tamar Reisman vom Center for Transgender Medicine and Surgery, New York, hat kürzlich einen Fallbericht veröffentlicht. Die Ärztin gab ihrer Patientin nicht nur Hormone, sondern auch Domperidon. Der Wirkstoff ist eher als Antiemetikum bekannt geworden, erhöht aber auch den Prolaktinspiegel. Dieses Hormon führt zur verstärkten Produktion von Muttermilch. Ihre pharmakologische Strategie ergänzte Reisman mit einer Milchpumpe.

Hohe Patientenzufriedenheit

Doch wie beurteilen Patienten das Resultat? Hier gibt es recht wenige Daten. Heß interviewte 254 Patientinnen, die sich fünf Jahre zuvor einer geschlechtsangleichenden Operation vom Mann zur Frau unterzogen hatten. 119 von ihnen füllten den Fragebogen aus. Für 90,2 Prozent hatten sich ihre subjektiven Erwartungen hinsichtlich der Geschlechtsidentität erfüllt. Mit dem neuen Erscheinungsbild als Frau waren 61,2 Prozent zufrieden und 26,2 Prozent sogar sehr zufrieden. Dem funktionellen Ergebnis gaben 37,6 Prozent gute und 34,4 sogar sehr gute Noten. Bei Frau-zu-Mann-OPs seien laut Heß 80 Prozent mit dem Ergebnis zufrieden. Eine weitere Studie zeigte, dass 88 Prozent Schwellkörper-Implantate im Zuge ihrer Sexualität positiv bewerten. Genauere Daten, etwa zur Orgasmusfähigkeit, gibt es aber noch nicht.

87 Wertungen (4.4 ø)

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44 Kommentare:

Anette Scholten
Anette Scholten

Gast 42 , zu spätrömischer Dekadenz. Es ist mir nicht bekannt, dass da die Anzahl der Geschlechtsangleichungen irgendwie besonders hoch gewesen sein soll. Das Problem der Dekadenz war, dass sich niemand mehr mit dem Staat identifizierte, dass Korruption herrschte und das das Christentum mit dazu beitrug, dass Menschen sich aufs Jenseits konzentrierten anstatt politische Ämter anzustreben. Dazu gab es Inflation , der aufgeblähte Staat wurde von Invasoren überrannt….etc. Schon Herr Westerwelle hatte historisch also unrecht ; darüber könnte ich viel schreiben…..

#44 |
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Gast
Gast

Transsexuell:
Also eigentlich war das für die Seienden der Hinübergang ins -dann allerdings auch Sexuelle-zum Anderen Geschlecht.Also dies Totaleinzigwerden.Für mich war das nur ideell je gegeben, wie auch immer.Eines war ins Sexuelle, das Fleisch, hinübergegangen: Anderes traf sich im Sein des Mentalen.Diesen Sinn vermisse ich sehr.Wo auch immer der Geliebte gefunden wurde:Und wo meine Geliebte je ich ersah:Wo mein göttlich Licht je erschien erleuchtend:Da warest Du nicht dabei.
Dies betraf ein heilig Geschlecht.
Meine Frage nach so einem , durfte wohl gestellt worden sein.
Oft werde ich mich zu fragen haben, wo war, den ich anrief.

#43 |
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Gast
Gast

#43
Ich komme mir mißverstanden vor:
Also ich meinte, dass die identitäre Sexualität im Anderen Geschlecht schon immer ins Eins kommen wollte.Das macht Mamma und Papa aus:Ja ja, schon als Kinder erliebten wir als Bube und Mädle die Andersheit: Ich hatte hiermit eigentlich noch nie Probleme, nur Erfüllungen.Dass hierbei auch transsexuelle Probleme augfetreten haben konnten, verberge ich.Früher wurden diue streng geheim gehalten:Dass hierunter seelisch zu leiden war, zweifle ich nicht an, aber ebsnso unterstütze ich das.Hierzu wird sich verbergen und zurückziehen ebenso, wie alle anderen, die Geliebte wurden.Eigentlich ist das alles eine Wissenschaft und Weisheit des SEINS.
Ich kenne einen Fall aus meiner Verwandtschaft: Gut vier oder fünf Jahre brauchte ich, um diese Geschlechtsumwandlung zu azeptieren: Eine psychiatrische Diagnose dauert bis heute an.Dass man jemanden hiermit plagen soll oder darf, aberkenne ich.Irgendwie bleibt das alles extrem, sorry.
Ihnen Grüße abermals mit viel Dank!

#42 |
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Gast
Gast

#43
An:
Dr. med. Yves Steinmetz
Sehr geehrter Herr, äußerst vielen Dank Ihnen zudem dafür, dass Sie die sehr profunde Doktorarbeit einreichten.
Eigentlich weiß ich vorerst nur Eins zu sagen:Sorry:Wer verliebt war, wollte an sich total und völlig im Geliebten, anderen Geschlecht irgend untergegangen sein und wieder auftauchen:So empfand ich mich schon in meiner geheiligten asexuell-übersexuellen Kindheit.Vielleicht war ich ein besonders geheiligtes Kind und ich sage: Nein , das waren alle schon immer so.Ja ja, das war schon immer so.Also eigentlich wollte jeder der riesig Liebenden im Anderen des Geschlechtes irgendwie sogar gefangen worden sein aus lauter lichtleuchtender Liebe.Dass Transsexualität derart falsch von der grobschlächtigen Gemeinheit mißverstanden wurde,bedaure ich zutiefst.Die Freiheit galt mir als heilig-höchster Wert bei ihrer Findung schon immer.ch werde Ihren werten Beitrag nicht auf die Schnelle durchlesen können, bedanke mich allerdings großherziglichst dafür.Die Gründlichkeit Ihrer medizinischen Erläuterungen ruhet tief in mir.Danke.Thomas

#41 |
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Gast
Gast

#19
Sicher wird eine psychistische Analyse in den Fällen einer sexuellen Inkongruenz dramatischer ausfallen:Ich frage mich allerdings, ob hierbei psychistische Diagnosesteller sich nicht stärker zurüchhalten hätten sollen.Sage ebenso;Nein.
Ohne Dialektik im Feinempfinden kein Finden der Wahrheit.Ich zitiere aus #19:
” Heß zufolge ist die Rate an psychiatrischen Diagnosen bei Patienten mit Geschlechtsinkongruenz höher als im Bevölkerungsdurchschnitt” Das glaube ich sofort.Rührt das daher, dass man diesen Personen kein Fürsichsubsistieren gönnen mag, da sie a priori des Schlimmsten an Unstimmigkeiten verdächtigt werden,oder rührt es aus der an sich bestehenden, rein objektiv sachverhältigen
Diagnose?Das kommt von der objektiven Tatsache her, wird man sagen.Ja, dem werde ich zustimmen. Ging also die Entscheidung zur transsexuellen Umwandlung in die Irre?Viele leben gut nach so einer Entscheidung. Und ich werde hierzu die hochfeine , gebührende Zurückhaltung im Urteilen pflegen.Ausgemacht ist hier noch gar nicht alles.Hier scheiden sich die Geister: Möchten sie irgendwo auch wieder einiglich sich treffen wollen.Das ist alles eben schwierig-und manche lösten das alles doch leicht.Wie auch immer.Ein Hintergrund reiner Problematik wird bleiben, so meine ich.

#40 |
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Dr. med. Yves Steinmetz
Dr. med. Yves Steinmetz

Hinweis zum Text im Artikel: “Die Bewertung verschiedener Techniken gestalte sich schwierig, da es keine direkten Vergleiche gebe, berichtet Heß.”
Zu hinterfragen wäre in dem Zusammenhang die Tatsache, dass die Bewertung verschiedener OP-Techniken – u.a. von Kollegen, die auf dem Gebiet selbst operativ tätig sind – immer wieder als schwierig bezeichnet wird, dass aber vonseiten der sogenannten “Zentren” für Geschlechtsangleichung von FzM die Zusammenarbeit zwecks Erstellung meiner Dissertation abgelehnt wurde.

Zur Geschlechtsangleichung Frau-zu-Mann gibt es eine vergleichende Studie und auch Langzeitergebnisse beinhaltet, im Rahmen meiner Dissertation (direkte Vergleiche).
Hier werden verschiedene Operationsmethoden Frau-zu-Mann mit Phalloplastik dargestellt und die Operationsergebnisse eingeschätzt, mit Komplikations-Raten, Anzahl der erforderlichen Operations-Schritte einschliesslich der Revisions-Operationen, Gesamtdauer der stationären Aufenthalte und der daraus resultierenden Operations-Gesamtkosten (pro Patient), sowie Folgekosten (Krankengeld, Verlagerung auf andere Kostenträger). Auch wird eruiert, ob das Operationsziel erreicht wurde.

Die URL meiner Dissertation auf dem Server der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (OPUS-Datenbank) lautet:

http://www.sub.uni-hamburg.de/opus/volltexte/2010/4861/

Titel:
Geschlechtsangleichende Operationen
bei Frau-zu-Mann-Transsexuellen mit Phalloplastik
Vergleich verschiedener Operationstechniken sowie
Einschätzung der Operationsergebnisse

Dissertation
zur Erlangung des Grades eines Doktors der Medizin
der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg
vorgelegt von:
Yves Steinmetz
aus Fürth / Bayern
Hamburg 2010
Doktorvater: Prof. Dr.med. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin Hamburg

#39 |
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Gast
Gast

Seltsam:Spätrömische Dekadenz-Untergang des Abendlandes -nach Oswald Spengler
Ich war in Istanbul so 1989, da auf der Straße, da traf ich Männer, und die zeigten mir welche, die wie Frauen rumliefen, und man sagte mir, dass das männliche Anschaffer seien:Die liefen dem äußerlichen Aussehen wie Frauen rum, waren aber keine.Da verwunderte ich mich.Seitdem kenne ich dies Phänomen der Transsexualität.Darüber war ich nicht nur zuhöchst verwundert, dass es das gibt, sondern weit stärker noch verwundet.Über solche Verirrungen im biologischen Dasein bin un d bleibe ich bis heute verwundet:Ich frage mich nach der Freiheit eines Jeden.Die Thematik ist dermaßen extrem verwirrt und verirrt, dass ich eigentlich verstummen müßte.Nicht nur, dass die höchste Ansteckungsrate mit HIV unter Homosexualität nachweislich besteht:Ich sage, dass jeder verantwortliche Mensch hierüber urgrundtief nachzudenken und zu beten hat.Ich müßte also eigentlich sogleich verstummen.Wenn ich den damaligen Außenminister Westerwelle von der FDP zitieren darf: Es würden Zustände wie im spätantiken, wie bei römischer dekadenz herrschen, so meine ich, dass der das richtig getroffen hat.

#38 |
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Gast
Gast

Jetzt müssen Homosexuelle nicht mehr ins Gefängnis: Das ist doch immerhin ein antifaschistisischer Fortschritt.Früher, noch in den Nachkriegsjahren, Inhaftierte bekamen eine staatliche Entschädigung(freilich dürfte die wohl sehr kümmerlich ausgefallen sein).Dass die Urgründe einer fälschlichen Interpretation der Empfindung des eigenen Geschlechtes in die Irre haben gehen können, bedaure ich sehr.Jeder Mensch hat Männliches und Weibliches, wie er von Mama und Papa eben herkommt.(Animus und Anima)Dass ein Leben in dieser Transsexualisierung weit mehr Probleme machen kann, als wenn das nicht erfolgt worden wäre, kann ich mir gut vorstellen.Hierzu wird eine staatliche Erlaubnis keineswegs alles zum Besseren gewandelt haben.Im Gegenteil:Ich kenne selten zartedelste Männer, denen ich bezeuge, wenn sie ihre Feinheit, heiligste Sublimität, irreerkannt hätten als Weiblichkeit und sich einer transsexuellen med.OP unterworfen hätten,dass ich das schwerst bedauert hätte.Die Charaktere der Menschen wollen in ihrer Vielseitigkeit anerkannt und als Sosein geliebt werden.etc……Eine barbarisch-dreckige Gemeinheit war noch nie meine Sache.

#37 |
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Joachim Bedynek, Anthropologie
Joachim Bedynek, Anthropologie

# 38)
Das Personal im Gesundheitswesen in Mediziner und “Nicht-Mediziner” aufzuteilen halte ich für ziemlich arrogant. Was ist mit den unzähligen Menschen, die – zum Teil hochqualifiziert – jahrzehntelang im Medizinbetrieb arbeiten?

#36 |
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Nichtmedizinische Berufe

# Nr 33

Da haben Sie absolut Recht. Sie sprechen aber über Intersexualität, wo die sekundären Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig sind.

Leider setzt es sich in der Ärzteschaft nur langsam durch, dass man diese Säuglinge am besten erstmal in Ruhe lässt, es sei denn es bestehen medizinische Indikationen durch Funktionsstörungen.

Das neue Gesetz über ein drittes Geschlecht ist nur ein erster Schritt, hier ein Umdenken zu befördern. Es ist keinesfalls nötig, einem Kind auf Teufel komm raus, ein “Wunsch”-Geschlecht zu verpassen. Man kann in den allermeisten Fällen die Entwicklung abwarten.

Manchmal haben diese Kinder auch gar nicht den Wunsch, etwas zu ändern, da sie sich beiden Geschlechtern etwas zugehörig fühlen und damit kein Problem haben.

#35 |
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Nichtmedizinische Berufe

# Nr. 29
“Ich halte gar nichts von Geschlechtsumwandlungen.Ich empfehle eine Psychotherapie und substituierte Hormone in hohen Mengen.Für Frauen also hohe Dosen Östrogen und für Männer hohe Dosen testosteron.Nach ein paar Monaten hat sich das problem dann eerledigt.”

Da kann ich nur hoffen, dass Sie entweder Nicht-Medizinierin oder längst in Rente sind. Für die Patienten. Sie haben von dieser Diagnose nicht die geringste Ahnung und richte(te)n nur Unheil an.

#34 |
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Flüchtiger Leser
Flüchtiger Leser

@#1
siehe Zeile 16 des Artikels.
Das Analphabeten wie Ihnen in Deutschland der Zugang zum Internet erlaubt wird ist unglaublich. Irgendwann sind die Grenzen der Toleranz dann auch erreicht.

#33 |
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N.J.
N.J.

“Ich halte gar nichts von Geschlechtsumwandlungen.Ich empfehle eine Psychotherapie und substituierte Hormone in hohen Mengen.Für Frauen also hohe Dosen Östrogen und für Männer hohe Dosen testosteron.Nach ein paar Monaten hat sich das problem dann eerledigt.”

Wenn Sie gar nichts von Gleichtsangleichungen (so lautet übrigens der korrekte Begriff dafür) halten, ist das eigentlich im Wesentlichen Ihr Problem (das sie auch gerne behalten dürfen). Ihre “Behandlungsvorschläge” sind nicht nur altertümlich, sondern auch nachgewiesenermaßen völlig wirkungslos. Diese fragwürdigen Methoden verschlimmern das Leiden, weil durch die von Ihnen propagierte Zwangstherapie allerhöchstens die sekundären Geschlechtsmerkmale stärker entwickelt werden. Das vergrößert sogar den Leidensdruck und ist auch gut nachzuvollziehen, wenn man verstanden hat, was Transsexualität ist. Darüber hinaus war es noch nie gesund Sexualhormone in hohen Dosen einzunehmen, da mittlerweile hinreichend bekannt ist, dass beispielsweise Östrogene in hohen Dosen die Thrombosegefahr steigern und auch eine Überdosierung mit Testosteron, durch die Aromatisierung zu Östrogen, buchstäblich “nach hinten” losgeht. Also nein, Ihr Vorschlag ist alles andere als zielführend. Wäre heute der 1. April, hätte ich angenommen, dass es sich um einen Aprilscherz handelt.

#32 |
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Frau im Gesundheitswesen
Frau im Gesundheitswesen

Gehört vielleicht nicht so ganz zum Thema: Mir sind solche geschlechtsangleichenden Sachverhalte und Methoden fremd, ich finde es aber gut, dass es heutzutage die Möglichkeiten gibt.

Bedrückender finde ich die Geschlechtsangleichung im Säuglingsalter, bei der entweder das Eine oder Andere herausgeformt wird, je nach dem, welchem es mehr ähnelt. Diese Kinder (und späteren Erwachsenen) habe keine Wahl und können sich dann auch nicht oder nur sehr schwer re-operieren lassen. Da bleibt dann nur die Psychotherapie oder der Suizid. Auch wenn die Eltern im besten Glauben gehandelt haben, hätte der beratende Arzt es besser wissen müssen. Ich glaube, heute ist das Verständnis der Medizin schon so weit, dass solche Operationen nicht mehr stattfinden. Hoffentlich.

#31 |
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Joachim Bedynek, Anthropologie
Joachim Bedynek, Anthropologie

Ich bin aus operationstechnischen Gründen für gechlechtsangleichende Maßnahmen. So profitieren auch viele “urologische Patienten” von neuen Op-Methoden.

#30 |
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Gast
Gast

Ein interessanter Artikel. Ich bin selbst betroffen (GA-OP 2010 MzF an der UK Essen), damals noch bei Dr. Rossi, und bin mit dem Ergebnis dieser OP sehr zufrieden. Ich war auch Teilnehmerin an der Studie von Dr. Heß. Was mich stört, ist das hier gezeigte Foto des Ergebnisses einer GA-OP. Das ist der Worst-Case! Ich glaube nicht, dass viele Operationsergebnisse an der UK Essen so schlecht ausfallen dürften.

#29 |
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Ann-Marie Kutter
Ann-Marie Kutter

An #21 ich finde ihre Argumentation unglaublich! Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihre Zähne auch nur annähernd ein so großes Leiden hervorrufen können, als es der Jahre lange Kampf im “falschen” Körper tut!
In so einer Situation kann doch Geld nicht wirklich Teil der Diskussion sein oder?
Auch das Thema Sterbehilfe hier aufzubringen finde ich äußerst unpassend. Sie mögen von Ärzten halten was sie wollen, aber lassen sie nicht Unschuldige darunter leiden, die nichts für ihr Leiden können und viele Risiken eingehen, um sie selbst sein zu können.
Es schockiert mich und ich bedauere es einen solchen Kommentar lesen zu müssen. Und finde ich es toll, dass sich so viele hier dagegen wehren -danke dafür

#28 |
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Katarina Hintz
Katarina Hintz

Ich halte gar nichts von Geschlechtsumwandlungen.Ich empfehle eine Psychotherapie und substituierte Hormone in hohen Mengen.Für Frauen also hohe Dosen Östrogen und für Männer hohe Dosen testosteron.Nach ein paar Monaten hat sich das problem dann eerledigt.

#27 |
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Dr. med. Martina Wessiepe
Dr. med. Martina Wessiepe

Könnten wir mal”gast” checken?
Die Beiträge von “gast” sind komplett unqualifiziert und polemisch.
Ich mag nicht glauben, dass ein Mensch und evtl. Arzt so denkt!
Könnte evtl. die Redaktion dahinterstecken, als Stimmungsmacher und zum Anheizen der Diskussion?

#26 |
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Zitat: “Oder möchten Sie einem Diabetiker seine Medikamente oder einem Depressiven seine Antidepressiva vorenthalten, weil Ihre Grenzen der Toleranz durch diese Erkrankungen auch überschritten werden?”
Prima Beispiel für Whataboutism.
Ich frage mich auch, warum ein Daumen nach unten gezählt wird, wenn man “nach oben” angeklickt hat. Wird hier manipuliert?

#25 |
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Weil das Dschungelcamp angesprochen wurde.. bei der Frage: “Kannst du schwanger werden?” ist mir der Mund offen stehen geblieben. Was die Leute den Göttern in weiß doch alles zutrauen.. XD

#24 |
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Nichtmedizinische Berufe

Mona Maier

Also wieviel Fehlinformation in diesem Bericht verborgen sind ist ja schon wirklich blamabel.

Alleine dass die Gesichtsfeminisierung und Stimmfeminisierung als wichtigste Operationen zur Geschlechtsangleichung fehlen ist ein Faux-Pas erster Guete.

Die WPATH (World Professional Associtaion of Transgender Health) stuft diese Operationen fuer das soziale Umfeld als wichtiger und zentraler ein, als eine Genitalangleichng (SRS)

Deutsche Chirurgen sind bei TS Operationen MzF Entwicklungsland und die Resultate glaenzen hoechstens durch Genitalverstuemmelung, denn durch gute Ergebnisse -was das im Beitrag abgebildete Bild ja schon bestaetigt – und da sind die Beine noch nicht mal geoffnet!

Wirklich hervorragende Ergebnisse fuer Genitalangleichung und Gesichtsfeminisierung werden bei den Top-Chirurgen in Thailand erzielt – in einer 1-STUFEN-OP! – und diejenigen Patientinnen, die sich ordentlich informieren werden feststellen,dass alle Hauttransplantats-SRS Operationen funktionell keine guten Ergebnisse im Vergleich zu den neuen Formen der Sigmascheidentechnik oder der Sigma-Lead SRS Technik von Dr. Kaushik aus Indien, erzielen.

Was fuer MRKH Patientinnen die beste Wahl ist, sollte auch fuer TS Frauen erste Wahl sein.

Einzigste gute Adresse in Europa fuer eine ordentliche Genitalangleichung (SRS) ist das Team von Gender Surgery Amsterdam um Dr. Bouman in den Niederlanden – die mit der VU-Universitaet eng zusammenarbeiten, da gerade fuer junge TS-Teens aufgrund der gegengeschlichtlichen Hormontherapie (angeboten von der VU-Universitaet, welche hier Pionierarbeit leistete) NUR die Sigmascheide in Frage kommt, da kein Peniswachstum durch die weibliche Hormontherapie entsteht – und schon alleine deswegen nur die Sigmascheide als beste Option in Frage kommt.

Bei den Hormontherapien versagen die meisten Endokrinologen/innen auf ganzer Linie; da werden meist noch Hormontabletten mit einer Bioverfuegbarkeit von ca. 5% eingesetzt – mit Spaetschaeden fuer Leber und Nieren garantiert – anstatt transdermaler Oestrogene und Progesteron. Progesteron wird oft aus Unkenntnis oder Unwillen sehr oft nicht verschreiben, obwohl es entscheiden fuer eine gesunde Psyche und eine adaequate Fettverteilung im Koerper ist – und zahlreiche andere Funktionen innehat, die wir bislang noch gar nicht wissen oder kennen.

Und Dr. Hess sagte zu mir in einer Antwort auf meine Anfrage, wie er denn seine Ergebnisse als “natuerliches Resultat” rechtfertige:

“Ich verspreche keiner meiner Patientinnen, dass sie ein naturaehnliches Genital erhalten wird” – was dann die Frage aufwirft – warum wird ueberhaupt operiert?

Anstatt nach dem Vorbild der Schweiz vorzugehen, wo Dr. Fakin im PAI von Dr. Preecha in Bangkok die Genitalangleichung ueber mehrere Monate erlernen durfte, ist die Arroganx und Selbstherrlichkeit der meisten deutschen Pfusch-Chirurgen einfach nur bedauernswert.

Auf meiner Webseite http://www.srs-in-thailand-begleitung.com ist viel Detailwissen fuer Interessierte zu finden.

Als Anekdote zum Schluss:
In der plastischen Chirurgie sind Resultate mit einer Erfolgsrate von unter 20% als experiementell eingestuft – und genau so sehen die deutschen Resultate auch aus.

Was soll aber auch erwartet werden, wenn deutsche Chirurgen wenige Male im Monat oder maximal 2 x die Woche operieren, wo die thailaendischen Kollegen taeglich diese Operationen durchfuehren.

#23 |
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Gast
Gast

N.J.
unterste Schublade ich hoffe dass Sie, wenn Sie mal ein Lungenkrebs bekommen weil Sie unbedingt rauchen müssen, nicht auch noch von der Krankenkasse bezahlt werden.
Das ist nämlich genau die selbe Argumentation.

#22 |
  21
Gast
Gast

Ist die Frage aber nicht berechtigt, warum derart teure OPs bezahlt werden, während ich für meine Zähne z.B. alles extra zahlen muss?

Außerdem finde ich den Aufschrei der Ärzte hier etwas heuchlerisch…die Medizin ist dazu da, um Leiden zu lindern…hippokratischer Eid. Ach kommt: Siebzig Prozent der Ärzte würden (zu finden bei der Ärztekammer) einen schwer kranken Patienten selbst auf Verlangen nicht beim Suizid assistieren. Das sind übrigens dieselben 70 Prozent, die eine Therapie ohne das Wissen oder die Einwilligung des Patienten beenden würden, wenn sie selbst keinen Sinn in der Therapie sehen.

Machen wir uns nichts vor: Gibt Beispiele von Leuten, die hinterher dennoch unglücklich sind. Und genug Geschichten von Transsexuellen, die erzählen dass sie oft genug Versuchskaninchen sind.
Ich weiß von meiner Arbeit auf der IPS: nicht alles Teure wird gemacht, weil es sinnvoll ist. Ganz im Gegenteil.

#21 |
  36
Thomas Hauser
Thomas Hauser

In der näheren Familie konnte ich den Leidensdruck miterleben und die Befreiung nach der erfolgreichen GA-OP. Den Krankenkassen blieb ein Beitragszahler erhalten dank GA-OP, ansonsten wäre ein Suzid wahrscheinlich gewesen. Wer da nach der Legitimation der Kostenübernahme fragt ist nur zu bedauern, da er offensichtlich nicht genügend Hirn und Empathie mitbekommen hat.

#20 |
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Anette Scholten
Anette Scholten

Ich bin richtig ehrfürchtig diesen Wunderwerken der medizinischen Technik gegenüber.
“Aus medizinischer Sicht evaluiert er außerdem allgemeine Risikofaktoren wie Adipositas. Nicht ausreichend stabilisierte Depressionen, Schizophrenien oder Suchterkrankungen seien ebenfalls eine Kontraindikation. Heß zufolge ist die Rate an psychiatrischen Diagnosen bei Patienten mit Geschlechtsinkongruenz höher als im Bevölkerungsdurchschnitt. Ob hier aber eine Kausalität bestehe, sei schwierig zu sagen. Soziale Stigmatisierung könne sekundär zu Depressionen führen.”
Überhaupt im falschen Körper leben und sich ständig verstellen/ lügen zu müssen kann auch zu psychischen Problemen führen, da brauchts keine offene Stigmatisierung .
Weshalb werden gerade diese Personen ausgeschlossen? Ist die Geschlechtsumwandlung ein Trigger?

#19 |
  7
Gast
Gast

Der Penis auf dem ersten Bild ist ganz gut geworden, der Penis auf dem zweiten Foto nicht so.
Die Vagina kann man nicht so gut beurteilen, find ich.
Aber danke, dass ein Einblick gewährt wurde!

#18 |
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Gast
Gast

fürchterliches Halbwissen gepaart mit ärztlicher Arroganz.
Einigen Menschen sollte und muss man das Geschreibsel verbieten können müssen.

#17 |
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Gast
Gast

Kommentar #1 ist für “normale” Menschen sicherlich auch wichtig, um auch nur einen leichten Hauch von dem zu spüren, was einem von vielem Menschen entgegen schlägt.

Was mir bei dem sehr interessanten Artikel fehlt, ist das long-term-outcome bzgl. Zufriedenheit mit der OP, allgemeiner Lebenszufriedenheit im Vergleich zu nichtoperierten Transsexuellen, und mit UAW der (Dauer)medikation.

#16 |
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Max Schlommski
Max Schlommski

Jedem seine Meinung, sei sie noch so daneben. Diskussionen und Meinungsaustausch sind Grundlagen um im Zweifel auch seine eigene Meinung revidieren zu können.
Zum Artikel, ein dickes Danke!

Ich kenne eine betroffene, aber nicht so gut, um darüber sprechen zu können. Ich habe michehrlich gesagt auch nicht getraut. Aber ichweiss um den Leidensdruck und bin froh darüber das die Problematik als Krankheit anerkannt ist.

#15 |
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N.J.
N.J.

“Bekommen solche Leute so was in Deutschland eigentlich von den Kassen bezahlt? Hoffentlich nicht. Irgendwann sind die Grenzen der Toleranz dann auch erreicht”

Glücklicherweise sind Ihre Grenzen der Toleranz nicht maßgeblich dafür, welche Leistungen von den Krankenkassen erbracht werden und welche nicht. Es hat schon einen Grund, weshalb diese Eingriffe von der Krankenkasse erstattet werden. Oder möchten Sie einem Diabetiker seine Medikamente oder einem Depressiven seine Antidepressiva vorenthalten, weil Ihre Grenzen der Toleranz durch diese Erkrankungen auch überschritten werden? Es ist mittlerweile mehr als hinreichend bekannt und auch wissenschaftlich gut belegt, dass Transsexualität ein konkretes physisches Korrelat hat und daher eben auch ein “echtes” Leiden darsellt. Die Betroffenen suchen sich diesen Zustand nicht aus. Die Behandlungskosten sind meistens recht überschaubar und eine Kostenübernahme vor allem auch deswegen angezeigt, weil die Behandlungskosten für die Behandlung der psychischen Leiden, die im Falle einer nicht erfolgten Geschlechtsangleichung entstehen können, deutlich höher sind, als die der Geschlechtsangleichung. Klar, das ist alles nicht günstig, aber es gibt teurere “Krankheiten”.

Abgesehen davon finde ich die Wortwahl in dem Artikel/Interview teilweise etwas schwierig. Es ist natürlich medizinisch korrekt von einem “Hautschlauch” oder “Konstrukt” zu sprechen, jedoch wäre es vor allem für die Betroffenen auch etwas respektvoller, wenn man diese doch recht abwertenden Begriffe vermeiden würde. Man darf ruhig auch von einem Penis sprechen. Dieser Begriff ist nicht nur für biologisch gewachsene “Konstrukt” reserviert. Das gewählte Bild ist auch recht unglücklich- die Ergebnisse sehen heutzutage zumeist deutlich realistischer aus (vor allem nach der sog. Glansplastik). Darüber hinaus stimmt es nicht, dass immer mit mindestens 4 Operationsschitten zu rechnen ist. Es gibt Operateure, die einen Phallusaufbau in einem zweizeitigen Verfahren operieren können, sog. “all in one”-OPs (Mastektomie, Ovariohysterektomie, Kolpektomie, Phallopastik und anschließend Implantation von Hoden- und Erektionsprothese).

Abgesehen von diesen Punkten finde ich es gut, dass diese Thematik in diesem Artikel so offen und ausführlich behandelt wurde. Ich bin übrigens Beides- fast Arzt und Betroffener. Wie man sieht: aus uns kann auch “was werden”. ;)

#14 |
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Gast
Gast

Ein Aspekt kommt leider auch in diesem Artikel zu kurz. Nicht jede/r Transsexuelle hat das Bedürfnis nach geschlechtsangleichenden Operationen. Es besteht sicherlich auch die Möglichkeit sich mit den eigenen Geschlechtsorganen zu arrangieren und sich davon frei zu machen als Mann unbedingt im Stehen urinieren zu müssen. Ich bin selber Frau-zu-Mann-Transsexuell und würde sicherlich nicht nein sagen, wenn eine gute Fee mir einen Penis verschaffen würde, die möglichen Komplikationen und OP-Risiken sind mir allerdings zu zahlreich. Ich bin schlicht nicht bereit sie auf mich zu nehmen und habe in jetzt sieben Jahren gelernt mit meinen weiblichen primären Geschlechtsorganen umzugehen, weil ich, als Hosenträger, im Alltag nicht davon beeinträchtigt werde. Auch Freude an Sexualität ließ sich für mich irgendwie erlernen.
Sicherlich geht es in diesem Artikel in erster Linie um OP-Methoden, unerwähnt sollte das trotzdem nicht bleiben.

„Sind sich Patienten unsicher, ob eine geschlechtsangleichende OP für sie infrage kommt, sollten sie im ersten Schritt den Rat eines Psychotherapeuten einholen“
Jeder Transsexuelle ist durch die Regularien der Krankenkassen und des MDKs fast dazu gezwungen sich einer Psychotherapie zu unterziehen.

#13 |
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Mitarbeiter von DocCheck

@Ludger GollanL: Die Redaktion hatte zunächst den Kommentar #1 gelöscht, dann stand aber der inhaltlich sehr gute Kommentar #2 ohne Kontext da. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, beide Kommentare stehen zu lassen.

#12 |
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Herr Ludger GollanL
Herr Ludger GollanL

Vorschlag an die Redaktion: Wer glaubt hier was sagen / posten zu müssen…sollte mit seinem Klarnamen beginnen müssen. Das vermeidet unsäglichen Müll lesen zu müssen.

#11 |
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Herr Ludger GollanL
Herr Ludger GollanL

und nu- ist #1wieder da – merkwürdig in diesem Forum :-(

#10 |
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Herr Ludger GollanL
Herr Ludger GollanL

Achtung – das Posting #1 auf das ich mich unten bezogen hatte wurde glücklicherweise gelöscht – dem aktuellen Posting #1 stimme ich voll zu !

#9 |
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Sowas macht doch niemand aus einer schieren Laune heraus, da steckt richtiger Leidensdruck dahinter, um so einen Weg zu gehen und alles durchzustehen. Und ausgesucht hat sich das auch keiner. Ich kenne jemanden, der das Ganze nun endlich hinter sich hat und wie er die Jahrzehnte davor gelitten hat. Und dafür gibt es doch die Medizin: Um Leiden zu lindern. Oder?

#8 |
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Matthias Kraft
Matthias Kraft

Vielen Dank für den sachlichen, informativen und wertfreien Artikel.

Ich bin unendlich dankbar, dass weder ich, mein Partner noch unsere Kinder diesen beschriebenen Konflikt erdulden mussten.

#7 |
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Gast Susanne Burgdorf
Gast Susanne Burgdorf

Ich gebe Ihnen völlig Recht, #3. Aber wer sind Sie denn nun – Christian Goergen, Neurochirurg oder Dr. Uta Przygodda?

#6 |
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Herr Ludger GollanL
Herr Ludger GollanL

Vorschlag an die Redaktion: Wer glaubt hier was sagen / posten zu müssen…sollte mit seinem Klarnamen beginnen müssen. Das vermeidet unsäglichen Müll lesen zu müssen wie Posting #1

#5 |
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Herr Ludger GollanL
Herr Ludger GollanL

Das sich in diesem Forum “mediz. Ultralaien” als Gast tummeln dürfen, OK = halt die Meinungsfreiheit….. Aber was dabei so “abgesondert” wird ist schon erschreckend.

#4 |
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Dr. Uta Przygodda
Dr. Uta Przygodda

Es ist aus meiner Sicht außerordentlich zu bedauern, dass in Foren (nicht nur in diesem) nicht verpflichtend mit Echtnamen gezeichnet werden muss.
Christian Goergen, Neurochirurg

#3 |
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Gast
Gast

Glücklicherweise bekommen “solche”Leute” es von der Kasse bezahlt. Wär ja noch schöner wenn nicht -.- Naja, Hautsache nen blöden Kommentar schreiben, wenn man absolut keine Ahnung hat!

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Gast
Gast

Bekommen solche Leute so was in Deutschland eigentlich von den Kassen bezahlt? Hoffentlich nicht. Irgendwann sind die Grenzen der Toleranz dann auch erreicht.

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