Onkologie: Am Anfang war die Entzündung

12. Februar 2018

Anomalien im Erbgut lösen Krebs aus – so lautet seit 100 Jahren das Paradigma von Forschern und Onkologen. Diese Theorie ist laut Kritikern überbewertet. Entzündungen spielen eine stärkere Rolle als bislang vermutet. Wurde zu lang in die falsche Richtung geforscht?

Die Onkologie macht rasante Fortschritte – aber nicht in allen Bereichen. Bei der Erforschung der Ursache sowie bei der Behandlung verschiedener Krebsarten gibt es drastische Unterschiede. Bei malignen Erkrankungen des Hodens, der Haut, der Schilddrüse, der Brust oder bei Morbus Hodgkin leben nach zehn Jahren mehr als 80 Prozent aller Patienten. Deutlich schlechter sieht es u.a. bei Tumoren der Lunge, der Leber beziehungsweise der Speiseröhre aus. „Wir müssen mehr tun und besser werden“, sagt der Tumorchirurg und -Forscher Professor Dr. Björn Brücher von der Theodor-Billroth-Akademie.

Zusammen mit seinem US-Kollegen Dr. Ijaz S. Jamall hat er 2014 und 2016 beachtenswerte Artikel veröffentlicht. Beide Forscher kritisieren nicht nur die Überbewertung der somatischen Mutationstheorie zur Krebsentstehung, sondern berücksichtigen Erkenntnisse der Zell-Zell-Kommunikation für eine plausiblere Krebs-Hypothese und verbinden dies mit einer neuen Anti-Krebs-Strategie.

 

Krebsdaten

Grafik © Krebs in Deutschland / Robert Koch-Institut

Alte Hypothesen – neue Erkenntnisse

Angehende Ärzte lernen schon im Studium folgende Hypothese kennen: Bei der Zellteilung (Replikation) wird eine DNA-Kopie erstellt. Diesen Prozess begleiten Tumorsuppressorgene. Ihr Name deutet auf ihre Eigenschaft hin – sie sollen maligne Entartungen unterdrücken. Sie überwachen u.a., ob ein DNA-Einzelstrang als Matrize korrekt abgelesen wurde oder ob Reparaturen erforderlich sind. Gegebenenfalls stoppen sie den Zellzyklus, also den periodischen Ablauf verschiedener Ereignisse bis zum Abschluss einer Zellteilung. Sollten alle Stricke reißen, treiben manche Genprodukte Zellen auch in den induzierten Zelltod, die Apoptose. Daneben gibt es noch Onkogene. Sie fördern Zellwachstum und Zellteilung. Nach dem Mutationsmodel sind Gen-Veränderungen das primäre Krankheitsereignis.

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Professor Dr. Björn Brücher © privat

Brücher: „Richtig war, ist, und bleibt, dass man in Tumorgewebe Mutationen findet, aber es resultierten falsche Schlussfolgerungen. Das wäre so, als wenn wir einen Apfel in einem Auto finden und deklarieren, Äpfel wachsen in Autos“. Der Forscher ergänzt: „Hier besteht ein signifikanter Unterschied in der Wissenschaft: die richtige Beobachtung versus die Schlussfolgerung“.

Bei 80 Prozent aller Tumore ist die Ursache unbekannt

Das hat Folgen für die Praxis: „Bei fünf bis zehn Prozent der Tumore ist bewiesen, dass Mutationen ursächlich sind, bei 15 Prozent eine Infektion, aber 80 Prozent – die Mehrheit an Tumoren – gelten als sporadisch, das heißt, ihre Ursache ist unbekannt“, sagt Brücher. Je nach Tumor bestehen große Unterschiede. Bei Magenkrebs sind weniger als ein Prozent, bei Dickdarm drei bis fünf Prozent und bei Brustkrebs acht Prozent mit Änderungen im Erbgut bewiesen. „Die erstmals 1928 vertretene, mutige Meinung, dass Mutationen Krebs auslösen, verselbstständigte sich innerhalb der letzten 50 Jahre zu einem Dogma“, so der Experte weiter.

Wissenschaftliche Fakten aus Zell-Zell-Kommunikation, der Genomik und der Epigenetik blieben weitgehend unbeachtet. Bei der Auswertung von 31.717 Krebsfällen und 26.136 Kontrollen aus 13 Genom Studien zeigte sich, dass in beiden Gruppen Gen-Veränderungen auftraten, also auch bei der krebsfreien Kontrolle. „Man würde erwarten, dass Wissenschaftler das ursprüngliche Paradigma neu bewerten“, kommentiert Brücher. Geringe prozentuale Anteile von Mutationen, die nachweislich in Verbindung stünden, sind auf andere maligne Erkrankungen übertragen worden. „Mutationen treten vorwiegend auf, nachdem die eigentliche Krebszelle entstanden ist“. Damit führt er weiter aus, dass „die Entstehung einer Krebszelle die eine Sache ist – Krebswachstum danach eine andere“ und „richtige Beobachtungen (Mutationen) wurden falsch interpretiert, diese sind für die Mehrheit von Krebs-Entstehungen ursächlich hauptverantwortlich“. Mutationen seien meist späte Phänomene und nicht ursächlich für die Mehrheit von Tumoren.

Sein Fazit: „Das ist erschreckend, weil zirka 90 Prozent aller onkologischen Forschungsgelder in zirka fünf Prozent von Tumoren investiert wurden“. Genetik sei wichtig, erkläre aber nicht alles – die Zell-Zell-Kommunikation mit ihren Folgen müsse mehr Berücksichtigung finden.

Erst die Entzündung, dann der Tumor

Mittlerweile haben er und Jamall mit eigener Forschung und zahlreichen In-vitro- und In-vivo-Studien eine neue plausible Hypothese entwickelt, um die Mehrheit an Krebs zu erklären. Hier geht es ihnen um die Entstehung der ersten Krebszelle:

  • Krebs beginnt mit einem biologischen oder chemischen Reiz.
  • Hält dieser Einfluss an, scheitert die normale Wundheilung, und es entsteht eine chronische Entzündung (diese unterscheidet sich von herkömmlicher Entzündung).
  • Die Entzündung geht in eine Fibrose über: dieses Bindegewebe ist pathologisch verändert, das Mikromilieu verändert sich, was die Zell-Zell-Kommunikation ändert (hier wird u.a. auch die Apoptose gehemmt).
  • Dadurch entsteht eine präkanzeröse Nische – eine wesentliche Vorstufe von Krebs.
  • Gelingt es dem Organismus nicht, diesen chronischen Stress für Zellen und Gewebe aufzulösen oder umzukehren, wandelt sich eine Zelle in eine Krebszelle um.

 

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Die Sechs-Stufen-Hypothese (links: einzelne Schritte; Mitte: zelluläre Prozesse). Abkürzungen: CSES – chronische Stressfluchtstrategie; NCCCT – normaler Übergang einer Zelle zur Krebszelle; npGC – neutrophile Granulozyten; TGFβ – Tumorwachstumsfaktor Beta; LOX – Lysyloxidase; ECM – extrazelluläre Matrix. © BioMed Central CC BY 4.0

 

Brücher führt zahlreiche Belege dieser Sechs-Stufen-Krebs-Hypothese an. Forschung bei Humanen Papillomaviren sowie Zervix-, Penis-, Kopf-Hals-, Speiseröhre und Anogenitalkarzinomen, aber auch bei Dickdarmtumoren, Lungenkrebs und Brustkrebs. Auch bei Infektionen des Magens mit Helicobacter pylori kommt es zur chronischen Inflammation und Fibrose, wie auch beispielsweise durch Besiedlung von Bacteroides (Dickdarm-Adenome und Krebs) oder dem Leberegel Opisthorchis viverrini (Cholangiokarzinom) und vielen mehr.

Bei vielen Vorgängen spielen u.a. der Transforming growth factor beta (TGF-ß) und die Lysyloxidase als zentrale Moleküle eine Rolle. Dauerhafte Aktivierung verschiedener Zelltypen, z.B. Fibroblasten bedingen die Erhöhung und Aktivierung von Zytokinen, Zellen und Matrix-Metalloproteasen. Diese beeinflussen die Zell-Kommunikation zwischen den Zellen, und auch anderen Vorgängen, wie die Apoptose.

Strategien für die Diagnose und Therapie von morgen

Welche Lehre können Onkologen aus dem neuen Modell ziehen? Brücher fordert eine bessere Verzahnung zwischen Grundlagenforschung, Translation vom Labor in die Klink und klinischer Forschung. „Eine wissenschaftliche Disziplin gewinnt an Erkenntnis, wenn sich unterschiedlichste Experten anderer Fachdisziplinen zusammen begeben“, sagt der Experte. „Wenn eine Therapie kausal sein soll, reicht es nicht, nur diesen oder jenen Signalweg anzugreifen – wir wissen das seit Langem.“

Für die Zukunft wünscht er sich neben einer besseren Grundlagenforschung die Berücksichtigung weiterer Variablen für eine patientenindividuelle Anti-Krebs-Strategie. Dazu zählt neben umfassenden molekularen, metabolischen und immunologischen Profilen des Tumors auch die Lebensqualität, kalkulierbare Risiken und psychosomatische Faktoren.

115 Wertungen (4.82 ø)
Forschung, Medizin, Onkologie

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36 Kommentare:

Gast
Gast

Danke für den Artikel, aber 1985 wurde in dem Heft (leider vergriffen), “Krebs-Diagnostik und Therapie unter Berücksichtigung viologischer und natuheilkundlicher Verfahren” über die Virus- und Entzündungstherorie berichtet. Auch das Buch “Krebs – Ein Virus im Blut” von 2006, geht darauf ein. Es ist eine Fortsetzung der Untersuchungen von Dr. W.v. Brehmer.

#36 |
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Gast
Gast

Danke für diesen überaus lesenswerten Artikel.
Ich halte es für außerordentlich begrüßenswert, dass sich seriöse Forschungsgruppen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum und Prof. Christian Schubert, Leiter des Labors für Psychoneuroimmunologie in Innsbruck, mit der Thematik Epigenetik und PNI befassen. Entzündungen gleich welcher Genese, ob durch eine Noxe oder körpereigene Reaktionen induziert, scheinen eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Auto-Immunerkrankungen, Gefäßveränderungen und ja, auch Krebs zu spielen.

#35 |
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Gast T.G.
Gast T.G.

#28
Nicht nur bei der Entstehung von Krebs kam man hierzu durch eine Entzündung, virale Infektion noch nie vorbei:Gehen wir zu den Grundlagen: Auch Herzinfarkt- Hirninfarkt dürfen wir verstehen müssen als Infekte, denen eine intraarterielle Infektion-Entzündung zugrundelag: Wohl wissend, dass sich das über lange Jahre hinweg ziehen konnte.

#34 |
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Gast T.G.
Gast T.G.

Ich möchte hierzu gerne angemerkt haben, dass auch Arteriosklerose ursprünglich durch bzw. an Entzündungen entstand.Zuerst die Entzündung im Endothel der Arterie: Darnach die schwere Anlagerung von Plaque daran.Eine Entzündung macht die betroffene Stelle offen für allerlei Angriffe: Sei es Plaquebildung, sei es Krebs.Nur gegen eins hilft nichts, so scheinen wir sagen zu müssen: Eine exogene Verübelung schwer betroffener Stellen durch stark cancerogene Gifte.Antiinflammatorisch wirksame Arznei -zur Prävention auch nur-: Sollte nicht verachtet worden je sein.Die konnte durchaus, so meine ich, phytopharmakologisch gewesen sein.Prophylaktisch wie hernach kurativ scheint mir ihr Einsatz stimmig und angebracht:Möchte ich allerdings hinzufügen, dass der braune Mohnsaft bei chronischen Schmerzen wirken möchte.Dass ein Krebs inflammatorisch evoziert worden sein konnte, heißt:Nimm antioxidative und antiinflammatorische Arznei!Es möchte nie umsonst gewesen sein.

#33 |
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Facharzt
Facharzt

„Bei fünf bis zehn Prozent der Tumore ist bewiesen, dass Mutationen ursächlich sind, bei 15 Prozent eine Infektion, aber 80 Prozent – die Mehrheit an Tumoren – gelten als sporadisch, das heißt, ihre Ursache ist unbekannt“

Sporadisch heißt, dass ursächlich somatische Mutationen und keine Keimbahnmutationen vorliegen. Es heißt nicht, dass keine Mutationen vorliegen. Somit ist die Aussage falsch.

Infektionen und Mutationen schließen sich auch nicht gegenseitig aus. Viren integrieren sich gerne ins Wirtsgenom und führen dadurch zur Mutation (z.B. HPV, EBV).

Entzündungen führen zu Gewebsschäden und damit zum erhöhten Zellumsatz, somit ist es auch kein Wunder, dass es damit zu mehr Zellteilungen und damit zu mehr somatischen Mutationen und mehr Krebs kommt.

Das Immunsystem und andere Faktoren spielen eine Rolle und das wird auch schon therapeutisch genutzt (siehe Check-point-Inhibitoren). Aber ohne Mutationen gibt es trotzdem keinen Krebs.

PS: Vielleicht wäre es hilfreich, die Kommentarspalte nur für Ärzte und Pharmazeuten freizugeben (was man da manchmal lesen muss ist schon schlimm genug), um die Flut an Schwurbelposts einzudämmen.

#32 |
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Sylvia
Sylvia

Die Schulmedizin stellt es gerne sehr kompliziert dar, man möchte sich abheben vom Rest der Welt. Leider outet sie sich zunehmend als äußerst fragwürdiger Vertreter der Pharmaindustrie. denn egal, ob es um Krebs oder andere Erkrankungen geht. Der weg kann immer nur sein, das Immunsystem zu stärken, indem eine entpsprechende Verhaltens-und Ernärungsumstellung erfolgt. denn die Heilung kann nur vom Patienten ausgehen. Und nicht der erreger ist das Problem, sondern das Millieu ( Paracelsus und weitere). Wenn hier wirklich ein Umdenken erfolgen kann, dann nur mit Offenheit und Transparenz, was auch das dringende Eingeständnis der Jahre-langen Irrwege erfordert. Denn angesichts der vielen hinzugekommenen ungünstigen Faktoren ( an denen oft auch die gleichen Vereine verdienen!) wie extreme Schadstoffbelastung in Luft, Wasser, Nahrungsmitteln, ist die Situation noch verworrener. Häppchenweise kommt immer wieder mal ein bisschen Wahrheit ans Tageslicht, aber geändert hat es bisher nichts. Alle Behandlungen bei Krebs laufen immer nur am Rande von Bestrahlung und Chemotherapie. Das ist äußerst bedenklich, m.E. ein Verbrechen, welches für Macht-und Geldgier steht.

#31 |
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Sylvia
Sylvia

Leider wird bei einer Richtung geblieben, die inzwischen das meiste Geld für die Phsarmaindustrie einbringt mit dem geringsten Nutzen für den Patienten, man könnte sogar sagen: Verbrechen an der Menschheit

#30 |
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Gast

Bereits im Jahre 1957 wies der Chefarzt am evangelischen Krankenhaus in Oberhausen, Professor Dr. Flaskamp, darauf hin, daß man bei der “Entstehung von Krebs an einer Virusinfektion nicht vorbeikommt”. Es gab seinerzeit meiner Erinnerung nach eine Gesellschaft, die sich wissenschaftlich mit der Krebsentstehung befaßte. Damals leistete ich dort meine Medzinalassistentenzeit ab und habe diese eindringlichen Worte nicht vergessen.

#29 |
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Gast
Gast

Bereits im Jahre 1957 wies der Chefarzt am evangelischen Krankenhaus in Oberhausen, Professor Dr. Flaskamp, darauf hin, daß man bei der “Entstehung von Krebs an einer Virusinfektion nicht vorbeikommt”. Es gab seinerzeit meiner Erinnerung nach eine Gesellschaft, die sich wissenschaftlich mit dee

#28 |
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Gast
Gast

Bringt bald nichts mehr, die Kommentare zu lesen. Zuviel mimimi-Pharma ist schuld und Hahnemann sollte Pflichtlektüre werden.

#27 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

Schnee von vorgestern,
wenn jetzt noch an Schwermetalle ,Hormone… bs. Zahnprobleme bedacht .. gedacht werden u.im Besonderen die Fehlsteurung des Mitochondriengenoms u. des Kerngenoms durch NO u. andere Gasotransmitter berücksichtigen ,könnte es ja vielleicht mal vorwärts gehen .

#26 |
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Gast
Gast

Falsifizierbarkeit von Ergebnissen und Erkenntnissen ist der entscheidende Grundpfeiler wissenschaftlicher Erkenntnis. Schon vergessen?

#25 |
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Gast
Gast

Deswegen haben Adipöse aufgrund ihren chronischen Entzündung häufiger bestimmte Krebsarten

#24 |
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Gast
Gast

Es war schon immer ein Fehler, lebendige Organismen in ihre Einzelteile zu zerlegen und diese rein fachspezifisch zu betrachten. Inzwischen gibt es aber so viele Hinweise auf interzelluläre Kommunikation, psychische und epigenetische Einflüsse, dass selbst in der Schulmedizin eine ganzheitliche Betrachtungsweise zögernd, aber doch vorsichtig Fuß fasst. Und wenn dann noch ein allgemeines Miteinander und nicht Gegeneinander von (fachlich fundierten) alternativen Ansätzen und schulmedizinischen Methoden an die Stelle tritt von kleinkariertem Dogmatismus auf beiden Seiten, sind wir schon ein großes Stück weiter. Es ist borniert zu behaupten, Homöopathie (oder anderes) sei wirkungslos. Früher war die Erde auch eine Scheibe, bis Menschen eines Besseren belehrt wurden. Und garnicht so sehr früher gab es Genetik, aber keine Epigenetik. Wir sollten also vorsichtig sein mit Generalverdächtigungen und Vorurteilen, auch und besonders in der Wissenschaft. Dass wir etwas nicht mit unseren menschgemachten Geräten und mit menschlicher Sinnesleistung wahrnehmen oder beweisen können, heißt nicht, dass es nicht existiert oder funktioniert. Es heißt nur, dass wir es nicht wahrnehmen und beweisen können. Wissenschaftlich ist, wenn es kein Dogma gibt, sondern eine allseitige Offenheit. Das gilt auch für die Schulmedizin. Das gilt auch für Alternativen.

#23 |
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Annika Diederichs
Annika Diederichs

Die Schulmedizin weiß schon seit langem, daß chronische Entzündungen in vielen Fällenmit einem erhöhten Entartungsrisiko einhergehen. Mich würde es wundern, wenn da noch niemand vorher an den Ursachen und Zusammenhängen geforscht hat. Mich hat es anderseits bereits im Studium gewundert, daß dazu so wenig Details gelehrt wurden und wir bloß einige Mechanismen der Genregulation kennengelernt haben. Mehr Forschung zu den Zusammenhängen von Entzündung und Entartung wäre sicherlich eine gute Idee.

#22 |
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Gast
Gast

Guter Artikel! Die Kommentare von irgendwelchen Hokuspokus Heilpartikern die allesamt grandiosen medizinischen Unsinn verzapfen tun weh. Es gibt jedoch leider auch jede Menge Mediziner die Blödsinn schreiben. Fakt ist wir wissen garnichts und versuchen uns mit Pseudowissenschaft rauszureden.

#21 |
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Bitte bitte bitte Leute von docCheck: lasst euch einen Antischwurbelfilter einfallen, der die Absonderungen der selbsternannten Experten aussiebt…
Ansonsten schönen Dank an Herrn vdH für den guten Artikel

#20 |
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Gast T.G.
Gast T.G.

#17
Verdächtig wurden mir auch Kupferrohre, die in Neubauten gerne verlegt wurden.Es wurde angemahnt, daraus kein Wasser Babies zu geben.Was Sienaber über Bleirohre schreiben, läßt uns alle aufhorchen.

#19 |
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Heilpraktikerin

Hahnemann wüsste das schon vor 250 Jahren und noch mehr.
Vllt sollten seine Bücher doch mal für alle Mediziner Pflicht werden.
Allerdings wäre das das Ende der Pharmaindustrie.

#18 |
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Gast
Gast

Gudrun Dara Müller kann ich beipflichten. Die Lebensumstände werden nicht oder seltenst berücksichtigt. Meine Nachbarin hat in unserem Haus 40 Jahre gelebt, eine seltene Form von Leukämie hat sie gehabt. Ich weiss, dass unser Haus Bleirohre hat, lasse Wasser einige Minuten durchlaufen, bevor ich es abkoche. Ihr wurde das Wasser des Hauses zum Verhängnis. Eine andere Dame ist nur 1,5 Jahr vor ihr verstorben Darmkrebs. Ich stelle jetzt nicht das verbleite Wasser in den Vordergrund, entsprechende Dispositionen hat es bei beiden gegeben, beide aber lebten gleich lang im Haus. Ich wohne hier seit 2013 hier, ziehe Ende nächsten Jahres hier aus. Ich hab auch ne Disposition..

#17 |
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Gast
Gast

Vielen Dank für Ihren Arikel!

#16 |
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Dr. FMH Ferdinand Grädel
Dr. FMH Ferdinand Grädel

Chronische Entzündungen können unmöglich mit Kortison oder Antibiotika geheilt werden. Wissenschatler wissen, dass sie nicht weiter sind in dieser Beziehung als vor 50 Jahren. Wenn eine Primärentzündung einmal geheilt ist, wird sie immer wieder entfacht durch das minderwärtige Sekret, das die Drüsen produieren und so die Entzündungen chronisch machen.
Also, muss man die Drüsen mit der richtigen Nahrung versorgen. Dann verschwinden die chronischen Entzündungen innert kurzer Zeit. Auch Tumore verschwinden, die schon länger als 20 Jahre wucherten.Die Ernährung sollte dann in etwas abgeänderter Form weiter geführt werden. Die richtige Ernährung fand ich erst nach 20 Jahren heraus. Wenn ich allerdings auf die Millionen von Ernährungsberater gehört hätte, würden alle chronischen Krankheiten bei mir noch existieren.
F. Graedel

#15 |
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Heilpraktikerin

1975 -Die Zelle und ihr Milieu verstehen: Das System der Grundregulation nach Pischinger. 43 Jahre später….wurde ,,eine neue plausible Hypothese entwickelt,,

#14 |
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Heilpraktikerin

Die Ursache der Tumore ist nur solange unbekannt, wie der Mensch, seine Lebenssituation und die Rhythmik der Gewebe nicht berücksichtigt wird.
Wie wäre es, wenn alles was wir an Tumoren, Krebs und Krankheiten im Körper wahrnehmen können, evolutionsbiologisch die beste Strategie wäre, um das Überleben in einer als feindlich wahrgenommenen Umwelt sicher zu stellen?
Wie würde sich die Medizin verändern, wenn wir so auf unseren Körper schauen?
Würden wir dann immer noch auf die Idee kommen, gegen Krankheiten zu kämpfen und den Körper zu vergiften?
Würden wir dann nicht viel sinnvoller auf die Idee kommen, den Menschen zu stärken, damit er es lernt, seine Lebensprobleme zu lösen, anstatt seinen Körper zu überlasten?
Würden wir den Körper dann nicht viel eher bei seinen Bemühungen unterstützen, damit das wahr werden kann, was schon Paracelsus gesagt hat: “Der Arzt verbindet die Wunde, die Natur heilt.”
In dieser Blickrichtung hätten wir dann wirklich ein Gesundheitssystem und kein Krankheitenverwaltungssystem.
Damit so ein Gesundheitssystem Realität werden kann, habe ich das Studiennetzwerk für integrative Medizin gegründet.
Ich freue mich über die Zusammenarbeit mit Menschen, die auch so ein Gesundheitssystem wahr machen möchten.

#13 |
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Chronische Entzündungen können auch verursacht werden durch Parasiten und Protozoen. Hier wären wir dann bei einer der Krebsentstehungstheorien von Enderlein, H. Clark, A. Weber oder T. Lebedewa. Diese sollten nicht als obsolet abgetan werden, denn sie beinhalten eine stringente Logik. Von daher wären als Krebsprophylaxe einsetzbar Mebendazol oder Metronidazol. Interessant.

#12 |
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Anja
Anja

Wenn ein Auto Benzin zum Fahren braucht, was braucht dann der Mensch, um zu leben? Es geht um den richtigen Input, um die richtigen Verhaltensweisen. Da sollte noch 10x mehr geforscht werden. Alle Vitamine, Mineralien, Spurenelemente hochpushen! Dazu sekundäre Pflanzenstoffe. Wenn ich den Ölstand meines Autos messe und feststelle, dass der Ölstand zwar noch im Normbereich ist, jedoch an der unteren Grenze entlang schrammt, tu ich doch lieber noch ein bisschen Öl nachkippen. Sicher ist sicher.

Das ist mit Sicherheit noch nicht die ganze Wahrheit. Experten wie Prof. Dr. Jörg Spitz können da mit Sicherheit noch 1000 zusätzliche, wichtige Dinge auflisten.

Wenn ich persönlich mal beim Arzt war, hat der immer ein kleines Blutbild gemacht, aus dem er quasi das Resultat meiner schlechten Lebensführung ablesen konnte. Aber nie nie nie nie nie hat er meine Blutwerte auf Vitamine, Mineralien, Spurenelemente testen lassen. Das hab ich dann irgendwann mal selber gemacht, als ich die Nase voll hatte (im wahrsten Sinne des Wortes). Und siehe da! Überall Defizite. Ständig Entzündungen. Jetzt fülle ich alles auf und mir geht es so blendend wie nie zuvor. By the way: Alles mit natürlichen Lebensmitteln, außer mit Eisen und Vitamin D… Das krieg ich noch nicht so hin.

Liebe Grüße
Anja

#11 |
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Heilpraktiker Peter Illig
Heilpraktiker Peter Illig

Niemand hat Interesse an klinischen Studien zu bestimmten Medikamenten, die einen echten Fortschritt in der Krebs Therapie bringen könnten.
An der Heilung von Patienten lässt sich kein Geld verdienen, solange tausende Arbeitsplätze von der Krankheit abhängig sind.

#10 |
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Heinz Brettschneider
Heinz Brettschneider

Dümmer geht nicht es nicht mehr! – Was aber nicht heißen soll, dass die Mutationstheorie das Gelbe vom Ei wäre! Seit 1975 gibt es experimentelle Befunde von Jadah Folkman aus Los Angeles, die beweisen, dass die Zellmutation als solche nur Tumoren hervorbringt bis 3mm Durchmesser. Erst wenn die Tumor-Angio-Neogenese hinzukommt, können Tumore destruktiv und Expansiv wachsen. Diese Tumor-Angio-Neogenese wird durch das Immunsystem bereitgestellt und führt die Ärzte an der Nase herum, da eben die Zellen des Immunsystems selbstverständlich “Entzündungszellen” sind. Aber das bedeutet noch längst nicht, dass die Tumor-Angio-Neogenese eine Entzündung ist. Hier die Orientierung nicht zu verlleren, würde offenbar den Ärzten abverlangen, den Käse der “neuen Forschung” von echtem Fortschritt zu unterscheiden

#9 |
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Heinz Brettschneider
Heinz Brettschneider

Das ist die Schwäche der Zellular-Pathologie: Sie kennt sich nur mit Zellen, nicht mit Prozessen aus. Und weil in der Krebspathogenese die selben Zellen zu finden sind wie bei der Entzündung, verliert sie die Orientierung. Dann sollte man aber lieber schreiben: Alle Krankheiten beginnen als Entzündung. Oder sollte es bei den primären Entzündungen andersherum sein? Beginnen sie mit einer Krebsgeschwulst? – das wäre natürlich prima, denn das wären dann die Krebsgeschwülste, die eine 100 prozentige Selbstheilungsquote hätten. Gratuliere!

#8 |
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Zahni
Zahni

Sehr empfehlenswert in diesem Zusammenhang: Enzymdiplom, Grassau (Bayern), Dr. H.Münch; http://www.enzymforschungsgesellschaft.de und ein eindeutiges JA! zur Entzündung, die dem onkologischen Geschehen vorangehen kann durch Magel an Gegenregulation, Ausuferung in eine Art dauerhafte Entzündung; hier auch zu beachten der Einfluss von Stress auf den Organismus, immunologische Schieflagenprovokation mündend im Mangel z.B. Apoptose stattfinden zu lassen; man bedenke: jeder Mensch produziert jeden Tag Tumorzellen; ist der Organismus immunologisch kompetent, werden diese ausgeschleust; wichtig: abends nicht zu spät essen, denn darunter leidet das Immunsystem; Schlaf! auch dieser stärkt die Immunkompetenz; wenn´s dann doch zu einem unerfreulichen Leiden kam: Enzyme (WobeMucos, Innovazym), Elite OM (Schroth), Man Koso (Enzyme+Aminosäuren), Kyberg (Aminosäuren), Reishi (KlösterlApotheke), Bitterstoffe (Odermennigtee, Artischockenaft, Wermuth), Turmeric, Salvestrole, uvm.

#7 |
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HP Ingeborg Schauer
HP Ingeborg Schauer

Gott sei Dank ist die Wissenschaft wieder offen und lernfähig – auch nach “50 Jahren dogmatischer Meinung”. Endlich der Blick über den Tellerrand hinaus – mir fehlt allerdings auch der Einfluß von krebserregender Strahlung; wie wäre es mit weiteren Forschungen in Zusammenhang mit Strahlung bei Telekommunikation o. ä.? Sind hierfür auch Gelder da oder wird das alles wieder als völlig harmlos abgetan?

#6 |
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maku
maku

Dies würde wohl auch die Tumorentstehung nach Exposition von Asbestfasern erklären.

#5 |
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NP
NP

Diese Hypothese kann man nicht wirklich als neu bezeichnen. Chronische Infektionen HPV,Hel pylori sind bereits länger bekannt, auch chronische Entzündung (Barrett durch Reflux). Es gibt auch natürlich die andere Beispiele, wo die Genetik vor hat (vererbte karzerogene Mutationen).

#4 |
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Nichtmedizinische Berufe

T

#3 |
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Das finde ich sehr interessant, denn immer wieder finde ich als praktizierender Arzt diese Hinweise auf vorangegangene Entzündungen oder Verletzungen.

#2 |
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Ärztin

Danke an Prof. Brücher und seinen Kollegen für seine Arbeit und Forschung!

#1 |
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