Die Sportmuffel-Sprechstunde

14. Februar 2018

„Intensiver Ausdauersport kann Herzen schädigen“ – Schlagzeilen wie diese lösen die Sorge aus, Sport sei gefährlich. Besonders dann, wenn Studien diese Aussage stützen. Für Ärzte ist es schwer, dagegen zu halten. Kardiologe Dr. Waller erklärt, wie er Patienten überzeugt.

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17 Kommentare:

Wie sagten Sie so schön, es ist Alles eine Sache der Dosis. Zunächst versuche ich herauszufinden, welche Ausdauersportart zu der/dem Patienten passt. Anfangs kann es erst mal eine geringe Form des Trainings in der Woche sein. Besser überhaupt als gar nicht. Ein/e deutlich Übergewichtiger/e sollte eher natürlich nicht joggen. Hier kann der Spaziergang eine Möglichkeit darstellen. Wichtig: es sollte Spaß machen. Ich bitte dann meist auch um Rückmeldung und vereinbare einen Termin. Wichtig ist Belobigung. Es sollten auch Schwierigkeiten angesprochen werden

#17 |
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Gast
Gast

@#14: einen Ministepper oder ein Ergometer gibt es schon für recht kleines Geld (auch über Kleinanzeigen) und das könnte die Schwelle, 30 Minuten am Tag etwas zu tun, senken.

#16 |
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Nichtmedizinische Berufe

Zwischen Leistungssport und Gesundheitssport liegen Welten.

#15 |
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Gast
Gast

Nun wüsste ich aber gerne, wie man sportliche Betätigung bei einer siebzig Stunden Woche verrichten soll und vor allem wann?

#14 |
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Manfred Kloep
Manfred Kloep

Es ist bekannt, dass schon bei ganz normal sportlicher Aktivität das NT pro BNP in die Höhe geht. Bei Extrem- Sportler steigt gleichzeitig sogar Troponin T an. Diese Studien müssten schon alleine aussagefähig sein, dass zumindest übertriebener Sport nicht gut für das Herz sein kann.
Man bringt das Ausbilden von Coronar- Anastomosen mit sporlicher Betätigung in Verbindung. (Herzhose). Aber auch hier gehen die Meinungen auseinander.
Extremsport kann in einer Art Sucht ausarten; und jede Sucht wird vom Körper nicht akzeptiert.

#13 |
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Den Ausführungen von Dr. Waller kann ich nur zustimmen. Bewegungsphobiker saugen Meldungen, die sie in ihrem “Sport ist Mord”-Irrglauben bestätigen, nur zu gern auf. Nichtsdestotrotz verdient auch die gegensätzliche Tendenz Beachtung. Früher nahmen an Mararthonveranstaltungen nur austrainierte Athleten teil. Heute mischen sich unter 50.000 Teilnehmer viele nicht ausreichend vorbereitete und medizinisch adäquat betreute Breitensportler. Marathon wird heute gar nicht mehr als “Extremleistung angesehen”. Ultraläufe (100km) und Ironman über die Volldistanz sind heute das Ziel vieler “Hobbysportler”. Bei vielen kommt dann noch unkontrollierter Schmerzmitteleinsatz hinzu. Und da kommt man dann wirklich in die Trainingsumfänge, auf die sich die beobachteten Narbenbildungen beziehen. Daher sollten Ärzte ihren “sportmuffligen” Patienten klar kommunizieren, dass die echte Gefahren nur von Belstungsumfängen ausgehen, die kein bis dato Passiver je erreichen wird.

#12 |
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Sonstige

Sehr geehrter Herr Dr. Waller,

vielen Dank für die vielen Tipps.

In meiner Ausbildung zum Sporttherapeuten sagte Prof. Huber sinngemäß: Wir müssen vom Patienten wegkommen der passiv seine Medikamente schluckt, hin zum “Aktienten” der aktiv seine Gesundheit fördert.

In diesem Sinne lehre ich in meinen Onlinekursen besonders die intrinsische Motivation nach einem 5 Schritte Model.

Wer genaueres darüber erfahren möchte ist herzlich eingeladen in mein kostenloses Webinar “Das kannst Du zu Hause selber täglich gegen Rückenschmerzen tun”

http://online-gesundheitstraining.de/training

Hartmut Knorr
Zertifizierter Online Rückentrainer

#11 |
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Gast
Gast

Lieber Kollege,

vielen Dank für das tolle Video! Ich motiviere meine Patienten, indem ich Ihnen sage, dass sie gar kein Sport machen sollen, damit die Kollegen der Kardiologie weiterhin ihre Porsches mit dem Herzkatheter finanzieren können. “Oder wollen Sie, dass der Herr Doktor ein Billigauto aus Asien fährt?” :D

#10 |
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Angela Leyrat
Angela Leyrat

Als Physiotherapeutin unterstütze ich auch ständig die Patient/inn/en dabei, den inneren Schweinehund zu überlisten.

Eine Möglichkeit, die die Krankenkassen sogar bezuschussen, sind Präventiv-Kurse.
Es ist für viele einfacher in einer Gruppe, etwas aktiv für sich zu tun.

https://m.facebook.com/pilates.angela.leyrat oder angela.leyrat@web.de

#9 |
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Lieber Herr Walter,
ein wunderbar frischer Beitrag, bei dem es Freude macht zuzuhören!
Ich könnte neben den besagten antidepressiven Effekten das bessere Aussehen und Antiaging-Wirkungen beisteuern.
Gruß P Kroll

#8 |
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Weitere medizinische Berufe

Dem kann ich nur zustimmen. Inzwischen im Rentenalter, hatte ich 2003 einen Myokardinfarkt, 2 Stent wurden eingesetzt. Danach moderat mit Sport angefangen, seit 2010 selbst Übungsleiter für Orthopädie und Neurologie, NW sowie Aquagymnastik und leite seither mehrere Reha-Sportgruppen. Meine Belastung im EKG seit mehreren Jahren 250W. Meinen TN erkläre ich regelmäßig, wie sie durch regelmäßige Bewegung den Gesundheitszustand positiv beeinflussen können.

#7 |
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Gast
Gast

Superkollege …
eben alles in Maßen mit Freude genießen :o

#6 |
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Sebastian Hoppe
Sebastian Hoppe

Herr Waller,
genau der Ansatz ist richtig: statistische Hiobsbotschaften entkräften und moderaten Sport ans Herz legen.

Neben dem Einfluss auf Herz,Hirn und Immunsystem erkläre ich oft ohne Kategorisierung einfach den insgesamt positiven Einfluss auf den gesamten Organismus. Natürlich hört es sich fassbarer an wenn man Beispiele anführt. Aber wissen wir die gesamte Wirkung wirklich? Körperliche Bewegung als integraler Bestandteil im Leben verändert den Menschen gar genetisch, expressive Genmuster die insgesamt positiv auf den gesamten Organismus wirken gehen an.
Ich denke es ist ärztliche Pflicht das “evolutionäre Erbe der Erhaltung” angedeihen zu lassen. Samstägige Lauftreffs mit Hausarzt :-P

Grüße

#5 |
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Gast
Gast

Ich motiviere sie zum regelmässigen bewegen durch Walking u.nordic Walking mit einem
Lächeln und Verweise sie auf eine Studie hin die besagt Ruhepuls +10% bei einer Std. Bewegung geht ans Bauchfett.Da lächelt jeder wie gering der Aufwand sein kann bei regelmäßiger BEWEGUNG.

#4 |
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Gast
Gast

Lieber Kollege Waller,
danke für Ihren lebendigen Beitrag. Ich motiviere nebenbei: (wie Sie) unter Erwähnung der erstaunlich guten psychischen Auswirkungen und ebenfalls der “Verjüngung” sogar auf genetischer Ebene. Beginnend auf niedrigem Niveau mit zeitlicher und dann erst mit kräftemäßiger Steigerung. Alles in Abhängigkeit vom Wohlbefinden, nichts unter Druck, aber stetig dabei bleibend.
VG Ulrike Popp

#3 |
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Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter (PKA)

Solche Mediziner sehe ich gerne :)
Hier sollte die Zukunft sein: dass der Arzt dem Patient beibringt seine Erkrankungen selbst ziemlich gut in die Hand nehmen zu können.

#2 |
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Gast
Gast

Schade, er spricht zu schnell. Einen Text wäre doch nützlicher, um nicht immer von Internet abhängig zu sein.

#1 |
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