Geburten: „Gesunde Kinder rechnen sich nicht“

9. Februar 2018
Teilen

Immer weniger Hebammen wollen in Kliniken arbeiten. Sie kritisieren neben den Arbeitsbedingungen, dass das Risiko der Gefährdung für Mutter und Kind steige. Zu Stoßzeiten sei nicht zu garantieren, dass Komplikationen frühzeitig erkannt werden, so Franziska Manthey im Interview.

28 Wertungen (2.89 ø)
Gynäkologie, Medizin
userImage

Bitte geben Sie Ihren Namen ein.
Bitte schreiben Sie einen Kommentar.

18 Kommentare:

Gast
Gast

Tja,die die sich hier über Text- oder Videoartikel ergötzen haben meiner Meinung nach das Thema verfehlt und sollten ihren Komentar für sich behalten.

Dieses Thema ist wichtig angesprochen zu werden., ob in Schrift oder Ton.
Beim Kaiserschnitt geht es vielfach klar um Wirtschaftlichkeit in reinster Form. Das dauert i.d.R. nicht so lange wie eine natürliche Geburt und wirft finanziell mehr ab, d.h. mehr Geburten an einem Tag wären möglich.
Wie es dann der Mutter psychisch (und physisch) geht und welche Konsequenzen das vor allem auch auf die Kindesentwicklung hat, bleibt unterm Tisch. Eine natürliche Geburt ist für ein Kind ein wichtiger Erfahrungsprozess und der erste Schritt ins Leben. Ebenso ist das für die Mutter ein ganz wichtiger und bewusster Prozess für die Bindung zum Kind. Also sollte man dem Prozess Zeit und Raum geben. Und das sollte in einer Klinik auch personell gut begleitet werden.

Man kann es auch schon fast als fahrlässige bzw. auch vorsätzliche Körperverletzung bezeichnen, wenn ein Arzt das in einer Beratung vorschlägt. Ein Kaiserschnitt ist nur in einem wirklichen medizinischen Notfall notwendig.

Wie schon mehrfach benannt zieht sich der Verfall im Gesundheitswesen durch Politik und Wirtschaft auch in allen anderen sozialen Bereichen schleichend fort. Das System ist selbst chronisch krank. Das Symptom heisst Geldgier, die Ursache Macht.
Traurig, dass der Mensch als Mensch nichts mehr wert ist.
Die Kinder sind unsere Zukunft!!!

#18 |
  1
Dr. med. Peter Rothkegel
Dr. med. Peter Rothkegel

Das Gesundheitssystem ist seit Jahrzehnten krank und wird gezielt gegen die Wand gefahren! Leider!

#17 |
  0
Hebamme

1. es gibt Untersuchungen die besagen, dass die rate von “Wunschkaiserschnitten” ohne medizinische Indikation bei 1% der Sectiones liegt. Das kann also nicht das Problem sein.
2. eine Schwangere darf Angst vor einer normalen Geburt haben; die Frage ist, wie und mit welchen Lösungsvorschlägen die Profis auf diese Angst eingehen…
3. es gibt Untersuchungen die belegen, dass Frauen, die sich für eine reine Hebammen-Vorsorge entscheiden, selbstbewußter in die Geburt gehen, weniger Schmerzmittel brauchen und weniger operative Entbindungen, häufiger stillen etc.

Und die Hebammen werden grade abgeschafft durch Auspowern und Aushungern.
Das System ist sowas von krank!

#16 |
  0
Christiane Borchard, Hebamme
Christiane Borchard, Hebamme

Ob gefilmt oder geschrieben, egal, weil die Entwicklung traurig und gefährlich ist.
Kaiserschnittrate gestiegen, auf jeden Fall richtig. Ursache Angst?
Angst der Krankenhäuser nicht rentabel zu sein? Angst der aller Geburtshelfer( innen) vor dem Haftungschaden? Angst der Frauen vor der Spontangeburt?
Egal, was und wie da zuerst da war oder ist. Alle haben Angst. Keine gute Basis! Die Kollegin spricht gelassen und ehrlich aus ihrem Alltag, super guter Film. Und einige finden sich dort wieder, andere nicht. Offen bleibt die Frage, wer ändert jetzt etwas daran? es ist bereits 10 nach Zwölf!

#15 |
  0
Emira, Krankenschwester
Emira, Krankenschwester

Das System ist krank, Unterbesetzung in fast allen Bereichen, keine Pausen wird zur Regel, Patientengefährdung nimmt zu.
Überlastungs- und Gefährdungsanzeigen bringen fast nie Verbesserung/Abstellen der Zustände.

#14 |
  0
Sylvia
Sylvia

Wie lächerlich hier zu diskutieren, ob Videosequenz oder Text besser seien. Da zeigt sich bereits das Desinteresse am ganzen Thema ansich. Ich bin Hebamme und seit Jahren in einer Klage involviert betreffs eines minimal eingeschränkten Kindes. Es ist unbeschreiblich, was das für Kraft und Nerven kostet. Der beteiligte Arzt war nicht ausreichend versichert und daher wird mit aller Macht versucht der Hebamme grobe Fahrlässigkeit zu bescheinigen. Ich arbeite immer noch in der Klinik, weil ich meinen Beruf liebe und wenigstens immer wieder mal etwas Gutes für die Frauen/Familien tun kann. Aber was in dem Video beschrieben wird, kann ich nur bestätigen. Hinzufügen möchte ich, dass die angestellte Hebamme bei Überlastung immer nur die Chance hat entweder mit zunehmenden Abstrichen zu Hause weiter zu funktionieren oder sich selber durch Krankschreibung herauszunehmen. Das widerum muss von den restlichen Kolleginnen kompensiert werden. Wenn gewisse Kolleginnen das immer wieder tun, weil sie ihre Familie nicht ständig vor den Kopf stossen wollen, dann hat das natürlich entsprechende Resonanz im Team. Der immer mehr zusammen schmelzende Rest muss immer noch mehr Dienste übernehmen, ganz davon abgesehen dass diese Dienste mit immer mehr Arbeit ausgefüllt werden, die mit dem direkten Patientenkontakt nichts mehr zu tun hat. Im Nachbar-Krankenhaus ist letztes Jahr in diesem Kreislauf eine völlig überlastete Hebamme verstorben, was bei den Kolleginnen dann erst einmal Entsetzen ausgelöst hat und schliesslich zum Zusammenbruch des Systems und zur anschliessenden Schliessung geführt hat. Diese Schliessung hat bei uns zu einem deutlichen Anstieg der Geburten geführt und keineswegs zu mehr Zufriedenheit der Kolleginnen. Der alte Stamm, der gerne seine Arbeit mit hohen Versorgungsansprüchen fortführen möchte wird sozusagen angefeindet von den jüngeren Kolleginnen, die nicht mehr bereit sind auf ihre Kosten nur für das Patientinnen-Wohl zu kämpfen. Die Auswirkungen einer auf Profit ausgerichteten Medizin sind derart breit gefächert, das sollten wir uns einmal dringend überlegen in Zeiten der Zwangsversicherung!

#13 |
  3
Ärztin und Mutter
Ärztin und Mutter

Fr. Dr. Hefter: ich muss Gast Nr. 8 zustimmen. Was Sie da von sich geben, dieses vorwurfsvolle vorsinnflutliche Diffamieren Gebärender ist unpassend und in den meisten Fällen falsch. Den Frauen und ihrer Wehleidigkeit allein die Schuld an den überhöhten Sectioraten zu geben ist unangemessen. Ich selbst durfte 2017 die Erfahrung als Spontangebärende (ohne PDA und Schmerzmittel) machen und war trotzdem es eine renommierte Geburtsstation war schlichtweg entsetzt über das Ausmaß an Unterbesetzung, Vernachlässigung, mangelnde Anwesenheit, damit verbunden absolut inakzeptables Risikomanagement und resultierend Gefährdung von Menschenleben! In keinem anderen klinischen Fachbereich, Chirurgie, Anästhesie oder Innere Medizin wären solche Zustände hinnehmbar. Einzig der OP bietet eine gewisse Sicherheit… nicht wegen dem Kaiserschnitt, sondern wegen der Überwachung und dem besseren Personalschlüssel. Wenn ich sowieso alleine gebären muss und es niemanden interessiert dass das CTG pathologisch ist kann ich gleich zu Hause bleiben. Warum herrschen bei 80 oder 90jährigen Patienten nicht solche Zustände und in der Geburtshilfe schon? Weil für die alles Geld der Welt da egal ob sie nun künstlich am Leben erhalten werden wollen oder nicht. Eine Stroke Unit, ein Herzkathaterlabor oder eine Dialyse bringt bares Geld! Ein Kreisssaal ist ein Draufzahlgeschäft. Das ist die Realität.

#12 |
  2

In der Tat ein wichtiges Thema, das es verdient hätte, angemessen verschriftlicht und diskutiert zu werden.

#11 |
  1
Dr. med. Ulrike Bohlmann
Dr. med. Ulrike Bohlmann

Hallo zusammen, also den Ton der Kommentare hier finde ich echt nicht angemessen! Wird doch niemand gezwungen, sich die Videos anzugucken. Ich selbst musste mich auch erst dran gewöhnen. Aber so what? Wer lesen möchte findet diverse Texte hier. Und bezüglich Störung anderer: schonmal was von Kopfhörern gehört? Ja genau, diese winzigen Stöpsel, die heutzutage in jede Hosentasche passen… Also von mir: Danke für den Beitrag! Und bitte, liebe Kollegen und sonstige Interessenten – vielleicht helft ihr statt zu motzen mal, zu überlegen, was man gegen dieses m. e. wirklich grosse Problem mit den Arbeitsbedingungen der Hebammen (und den Folgen) tun kann? (UM, Ärzin und Mutter)

#10 |
  3
Martina Kuhlbusch
Martina Kuhlbusch

Ich hasse Videos ebenfalls.Lesen geht überall ohne Störung anderer.

#9 |
  3
Gast
Gast

@ Dr. med. Almut Hefter
Haben Sie sich den Beitrag überhaut angehört?!! Es geht hierbei, dass immer mehr Häuser geschlossen werden und die übriggebliebenen Häuser überlastet sind. Was zu Fehlentscheidungen führt vom Personal! Oft werden die Frauen zum Kaiserschnitt gedrängt, weil nicht genügend Personal da ist. Das habe ich von vielen Frauen gehört. Und es kümmert keinen! Der Profit steht an erster Stelle. Ich kenne nur eine Frau, die sich freiwillig für einen Kaiserschnitt entschieden haben. Sie hatte schreckliche Angst Ihr Kind bei der Geburt zu verlieren, sie hatte viele Fehlgeburten und musste lange auf ihr Kind warten (teure Behandlungen usw.)…. In den meisten Fällen hat der Arzt zum Kaiserschnitt geraten!! Und wenn man dem Arzt vertraut, macht man es so. Aber das ist ja anscheinend auch falsch. Ihr Ärzte seid angepisst, wenn man eure Empfehlungen in Zweifel zieht. Macht man es aber so wie ihr es wollt, dann ist der Patient wieder Schuld….. So oder so, ist der Patient immer der A….. Solche Ärzte wie Sie kotzen mich an. Immer dieses Herumgehacke auf Frauen. Das kann ich nicht mehr lesen. Und das kommt von Frauen selbst. Schön sich gegenseitig die Augen aushacken. Toll gemacht :-(

#8 |
  6
Gast
Gast

Wenn schon Video, dann bitte mit Untertitel oder als Zusatz zum Text.

#7 |
  1
Zahnärztin

Geht mir ähnlich mit den sich epidemieartig ausbreitenden Filmchen statt Kurzartikeln. Lesen geht überall ohne die Mitmenschen zu stören… Will man die letzten Kompetenzen untergraben, kein lesen und verarbeiten, nur konsumieren? Klares Daumen runter!

#6 |
  4

Ich favorisiere ebenfalls Textartikel. Leider beobachte ich eine Zunahme dieser Videosequenzen – und ignoriere sie konsequent.

#5 |
  0

Also dass die Rate an Kaiserschnitten steigt, weil sie besser bezahlt sind als normale Geburten ist eine krasse und falsch Vereinfachung/Verzerrung.
Die Rate steigt weil viele Frauen nicht mehr gewillt sind, sich durch die Strapazen einer normalen ersten Geburt durchzubeißen, oft zu früh auf einer Schmerzerleichterung bestehen, weil das Kollektiv der Frauen adipöser und unbeweglicher wird, weil sich das Sicherheitsbedürfnis bzg. des Kindes komplett verändert hat bei Eltern und Geburtshelfern (und da hängt auch die ganze forensische Situation mit dran…), aufgrund von Angst durch die Gewichtsschätzung beim Ultraschall und weil der Kaiserschnitt “gesellschaftsfähiger” geworden ist (prominente Vorbilder, Bekannte im Umfeld…)
Die Tatsache, dass ein Kaiserschnitt besser bezahlt ist, spielt bei mir bei der Entscheidung für einen Kaiserschnitt überhaupt keine Rolle – da denk ich nicht mal dran! Wenn man Frauen mit diesem Wunsch nicht hindert, dann weil man sich dabei meist nur Undank einhandelt.

#4 |
  19
Gast
Gast

Text ist besser. Auch – erwachsener.

#3 |
  0
Assistenzarzt
Assistenzarzt

Bin auch für Texte, schaue im Krankenhaus und hab keinen Ton

#2 |
  0
Gast
Gast

Ich hasse diese Videosequenzen.
Könnt ihr nicht normale Textartikel schreiben?

#1 |
  4


Copyright © 2018 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: