Wütender Patient lässt grüßen

31. Januar 2018
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Teils berechtigt, teils lächerlich: Wenn sich Patienten über Ärzte beschweren, ist alles möglich. Anstatt Einträge für das Beschwerdemanagement der Klinik zu verfassen oder die Ärztekammern zu kontaktieren, wählen unzufriedene Patienten immer öfter andere Wege.

Jeder Arzt war schon einmal mit Beschwerden seiner Patienten konfrontiert. Diese Beschwerden werden nicht immer in persönlichen Gesprächen geäußert sondern auch in Form von Briefen oder Mails.

In den letzten Jahren haben in diesem Zusammenhang auch Bewertungsportale im Internet deutlich an Relevanz gewonnen. Die Tatsache, dass Patienten diesen Service anonym nützen können, sehen viele Mediziner kritisch.

Organisation und Logistik fallen durch

Laut V. Sozialgesetzbuch, § 135a, müssen Kliniken ein patientenorientiertes Beschwerdemanagement anbieten. Ende 2017 gewährte der Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen Einblicke in die Resultate. Etliche Kritikpunkte betrafen die Organisation und Logistik (23 Prozent) wie beispielsweise Wartezeiten, gefolgt von Beschwerden zum Gebäude oder der Ausstattung (17 Prozent) und zu Pannen bei der Kommunikation (16 Prozent). Positiv äußerten sich Patienten über Pflegeleistungen (25 Prozent), ebenfalls über die Kommunikation (23 Prozent) und die ärztliche Versorgung (22 Prozent). An der Erhebung beteiligten sich 213 Krankenhäuser.

Von außen betrachtet wirkt die Sache wenig transparent. Im Internet bietet dies Usern die Möglichkeit, Krankenhäuser über Social Media zu kritisieren oder sogar zu bashen. Das ist im Juli 2017 dem Klinikum Dortmund passiert, nachdem es über die Nominierung zum „Klinik Award“ berichtet hatte: eine Auszeichnung, die besondere Leistungen im Kommunikationsbereich würdigt.

Shitstorm statt Ehre

Nach der Veröffentlichung auf Facebook kam es völlig überraschend zum Shitstorm. Obwohl es in dem Post nicht um medizinische Aspekte ging, ließen sich User über die Behandlungs und Organisationsqualität des Krankenhauses aus. „Beschwerdemanagement, dass ich nicht lache“ oder „Bei allen Dortmunder Kliniken Katastrophe“, hieß es unter anderem auf Facebook. Ein Sprecher der Klinik sieht darin eher „individuelle Erlebnisse“ als substanzielle Kritik. Besonders treffen solche Postings niedergelassene Ärzte, weil sich potenzielle Patienten von negativen Bewertungen im Internet abschrecken lassen könnten.

Sind Patienten aus welchem Grund auch immer mit ihrem Behandler nicht zufrieden, können sie sich bei der zuständigen Ärztekammer beschweren. Damit Eingaben überhaupt bearbeitet werden, sind detaillierte Unterlagen in schriftlicher Form einzureichen. Geht es nicht nur um Beschwerden an sich, sondern um mögliche Behandlungsfehler, wird der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) aktiv. Im Zeitalter der Social Media gibt es aber durchaus Alternativen.

Bewertunsportale: Ärzte werden erpressbar

„Ärztebewertungsportale wie Jameda und Sanego geben kein objektives Bild über die Qualifikation eines Arztes ab“, kritisiert Dr. Stefan Pollmächer aus Kassel. Auf Bewertungsportalen gibt es auch viele Patienten, die schlechte Noten vergeben und Leistungen mit „Vertrauen könnte höher sein“, „Unfassbar schlecht“, „Dieser Arzt geht nicht“ kommentieren. Nicht immer geht es tatsächlich um eine offene Fehlerkultur, sondern darum, Dampf abzulassen. „Ein Patient kann zwar beurteilen, ob ein Arzt eine schlechte Sprechstundenorganisation hat. Ob er allerdings fachlich qualifiziert ist, wird er als Laie nur schwer bewerten können“, argumentiert Pollmächer. Gleichzeitig verweist er auf die Erpressbarkeit. Gibt es kein Originalpräparat oder keine Krankschreibung, drohen schlechte Bewertungen im Web. Dr. Ulrich Luther aus Freiburg ergänzt: „Hauptproblem ist, dass die Patienten anonym die Ärzte beurteilen.“ Besser wäre, „dass sich unzufriedene Patienten direkt beim Arzt melden“.

Mehrere Ärztekammern befürworten es zwar, Patienten eine Stimme zu geben. Sie raten aber, nur Kriterien wie die Organisation, den Service oder die Freundlichkeit einzubeziehen. Medizinische Aspekte könnten Laien nicht beurteilen.

51 Wertungen (4.43 ø)
Bildquelle: Greg Scales, flickr / Lizenz: CC BY
Gesundheitspolitik, Medizin

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71 Kommentare:

Gast
Gast

Werte Patienten, auch ich bin ein Verfechter der Berufsgruppe Arzt. Die meisten der Ärzte machen ihren Beruf gern auch wenn sie hierfür mindestens 11 Jahre Aus- und Weiterbildung und etliche Probleme (Sozial/familiär) in Kauf nehmen müssen. (Und dies kann man nur wenn man seinen Beruf liebt) Ich selbst bin Internist und Leiter einer großen Praxis. Bewertungsportale an sich sind keine schlechte Sache. Aber leider ist es so, dass bei zB. 2000 Patienten pro Quartal (3 Monate) nur die zumeist bewerten welche unzufrieden sind… In Bewertungen von Kollegen (Neurologen) habe ich zB. die gleiche Bewertung bei 3 unterschiedlichen Neurologen gefunden: “Er hat meinen Vater umgebracht”… war die Grundbotschaft. Die Bewertung war jedesmal gleich geschrieben. Das ein Vater von 3 Neurologen umgebracht wird ist dann jedoch eigentlich mehr ein Fall für den Staatsanwalt… Ergo diese Bewertung erscheint unlogisch. Trotzdem stehen sie bei den Kollegen und jeder der Kollegen hat dadurch nur 1 Stern (bei einer Bewertung). Bei uns in der Praxis war es so, dass wir eine Bewertung erhalten hatten, die sich eindeutig auf die unter uns praktizierende Ärztin bezog. (Da ich als Internist keine Magen- und Darmspiegelungen anbiete aber über diese berichtet wurden) Erst nach mehreren Mahnungen an das Unternehmen mit dem J wurde die Bewertung gelöscht. Das eigentliche Problem ist, dass ohne längere Aussage eine teils rufschädigende Bewertung hinterlassen werden kann und man sich als Arzt nicht wehren kann. (Ich habe den Ersteller der irrtümlichen Bewertung kontaktiert aber nie eine Antwort erhalten) Ich als Arzt freue mich wenn mir Patienten sagen: Ich bin so froh das wir bei Ihnen untergekommen sind” und dies entschuldigt für so manche Unannehmlichkeit die man als Arzt über sich ergehen lassen muss. Wenn Sie also zufrieden mit Ihrem Arzt sind lassen sie Ihn das doch persönlich wissen und wenn nicht schreiben Sie ihm lieber eine Karte… dann hat er Zeit sich mit dem Problem auseinanderzusetzen und wenn er Empathie besitzt nimmt er sich mglw. Zeit um dies mit Ihnen zu besprechen. An unseren Studenten … einen Kollegen als inkompetent zu bezeichnen empfinde ich als diskutabel in der Situation als Student.
Ich werde mich nun nach 24 h Notarztdienst und 16 Stunden hausärztlichen Notdienst erstmal hinlegen und wünsche den Kommentatoren einen schönen Sonntag

#71 |
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Gast
Gast

Liebe Gastin. Im Namen vieler „jammernder“ Ärzte sei Ihnen gesagt, dass kaum jemand von uns mit seiner Berufswahl unzufrieden ist sondern vielmehr mit der Art und Weise wie wir in „Bewertungsportalen“ als Überdruckventil und Fußabtreter herhalten müssen. Man stelle sich vor es gäbe solche Portale für Lehrer oder gar Journalisten… die wären innerhalb kürzester Zeit wegen zweifelhafter Rechtslage und unzumutbaren Hasskommentaren geschlossen. Statt gegen solche Portale vorzugehen oder die Inhalte einfach zu ignorieren sind wir auch noch bemüht uns mit der Unzufriedenheit unserer Patienten auseinander zusetzen und machen uns auch noch die Mühe hier auf Anregungen und Vorschläge einzugehen um die Situation zu verbessern … aber raten Sie mal… selbst dafür kriegen wir wieder eins auf die Mütze. Obwohl es keiner von uns nötig hätte für sich zu werben da wir ohnehin mehr als genug Patienten haben setzen wir uns noch mit denen auseinander die uns den Rücken gekehrt haben… in welcher anderen Branche findet soviel Selbstreflexion zum Wohle der Kunden statt?

#70 |
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Gastin
Gastin

Herr Lorenz,wenn man ihre Kommentare liest,gewinnt man den Eindruck ,sie sind nicht gerne Arzt.
Zu ihrer fast schon jammernden Bemerkung,nur ihr Berufsstand werde gezwungen sich fortzubilden, lässt eher vermuten,dass sie sich noch nie wirklich mit anderen Berufsbildern auseinandersetzet haben.Jammernd kommt da der Vergleich mit den Piloten.Warum machen sie nicht was anderes?Wenn sie schon schreiben…ich habe nichts anderes gelernt….lernen sie doch was anderes,was sie zufriedener macht.Wer wie sie sich ach so benachteiligt fühlt kann auch nicht mit Hingabe Arzt sein.Und das merken dann auch die Patienten.

#69 |
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Dr. med. Martin Lorenz
Dr. med. Martin Lorenz

Ergänzung @ #33:
Sie scheinen mich mißverstanden zu haben. Ich habe keine schlechten “Einträge” in Plattformen. Ich schrieb darüber, was passieren kann, wenn Personen wie Sie, Herr Dettmann, als selbst ernannte Spezialisten über Fachleute urteilen, denen Sie nicht das Wasser reichen können. Und dafür, daß das jetzt endlich mal raus ist, nehme ich auch gerne ein paar Daumen nach unten in Kauf. Manchmal muß man sagen, was gesagt werden muß.

#68 |
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Dr. med. Martin Lorenz
Dr. med. Martin Lorenz

@ #33:
Ich bitte Herrn Dettmann um Verzeihung, wenn ich erst jetzt antworte. Ich befand mich über das Wochenende auf einer Pflichtfortbildung für Ärzte – eine Instanz, die es in keinem anderen Beruf gibt. Damit haben wir aber gelernt, zu leben. Ich danke auch für die vielen Dislikes und Herrn Dettmanns Drohung, mich rechtlich in Regress zu nehmen. Ich warte drauf. Wenn ein Arzt soviele Däumchen runter kriegt, muss er sich natürlich fragen, warum er nicht besser Pilot geworden ist. Doppelter Verdienst, halbe Arbeitszeit und alle klatschen, wenn man unfallfrei landet. Herr Dettmann und alle Claqueure habens aber leider nicht verstanden. Macht nix. Da ich nix anderes gelernt habe, bleibe ich Arzt – und mit Leib und Seele, egal wie viele Bewertungsplattformen ihr Geld mir meiner Schande verdienen.

#67 |
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Gast
Gast

@do. Check: Ohh, da hat jemand ganz viel Ahnung von MRSA was? Zu Ihrer Info, lieber Tierarzt, eine MRSA-Besiedelung ist nur dann ein Behandlungsfehler wenn der Patient durch einen hygienefehler des Personals während der Behandlung angesteckt wird. Die meisten bringen jedoch ihren Keim bereits bei Aufnahme zur Behandlung mit, Abertausende positiver Abstriche von bisher nicht stationär Behandelten (z.B. Landwirte oder Tiermediziner) belegen das. Die darf man nicht alle in einen Topf werfen. Abgesehen davon wäre es interessant wo Sie diese Zahl hernehmen. Im übrigen: ja, Fehler passieren, jedem, ausnahmslos. Wer behauptet er macht keine, der belügt sich selbst und andere. Das gilt auch für Tierärzte. Die meisten Alltagsfehler sind relativ harmlos und bleiben meist ohne Konsequenz, für die die es nicht sind oder gar eine potentielle Gefährdung darstellen wird unermüdlich daran gearbeitet die Sicherheit zu verbessern (CIRS). Also ja, die Medizin ist nicht perfekt, aber wer das für selbstverständlich hält, insbesondere bei anderen, sollte vielleicht einmal seine Ansprüche überdenken und überlegen ob sie noch mit der Realität vereinbar sind. Und nein, wegen der Fehler einzelner die vielleicht gar auf persönlicher Fahrlässigkeit des Verursachers beruhen eine ganze Berufsgruppe in Sippenhaft zu nehmen und pauschal zu diffamieren ist nicht berechtigt.

#66 |
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Tierarzt

angesichts der jährlich 55000 durch Behandlungsfehler Verstorbenen sind wohl Beschwerden generell berechtigt die durch MRSA verursachten gesundheitlichen Folgeschäden an Patienten wenn überhaupt erkannt und zugeordnet nicht vertuscht noch nicht berücksichtigt
sicherlich ein Faktor bei den Krankenkassen

#65 |
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Gast
Gast

In einem Post einfach nur zu schreiben ein Arzt ist schlecht oder Sprechstundenhilfe unmöglich etc finde ich persönlich nicht in Ordnung, ohne ein klares Beispiel zu benennen, wodurch sich Leser dann ihr eigenes Meinungsbild machen können, ob sie diesen Arzt konsultieren wollen oder nicht.

Aber wenn ein Arzt mehrfach bezüglich einer Symptomatik diagnostisch fehlschlägt und sich nicht die Mühe macht weiter zu forschen, um Diagnosen auszuschliessen, stattdessen nur immer wieder andere Medikamente für die Symptome verordnet, finde ich, dass mann sowas ruhig öffentlich machen kann, um andere Menschen vor möglichem Schaden zu bewahren, wie in meinem Fall – Krebs. Und am Ende wartet der Tod. Streben auf Raten aufgrund zu spät erkanntem Tumor.

#64 |
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Gast
Gast

Ich glaube,so mancher Patient hat mehr quer gelesen als so mancher Arzt, der über seine Studiumliteratur nicht hinaus gekommen ist.
Gute Ärzte hören ihrer Patienten zu,sehr gute geben sogar vor dem Patienten zu, dass sie nicht alles wissen.
Die Krone bekommen die Ärzte, die ihr Leben lang lernen…und die Patienten dann auch davon profitieren.

#63 |
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Gästin
Gästin

Da haben Sie recht. Überheblichkeit ist ausnahmslos jeder zwischenmenschlichen Interaktion abträglich, egal ob der Profi nun ein Arzt, ein Mechaniker, ein Friseur oder ein Lehrer ist. Jedoch ist in der ärztlichen Kommunikation die Sachebene oft von überdurchschnittlicher Bedeutung. Klare, hart abgrenzbare, auf den Punkt gebrachte Fakten sind oft lebenswichtig, wirken auf den Patienten leider oft wenig empathisch und nicht gerade einladend für eine partnerschaftliche Kommunikation auf Augenhöhe. Erschwerend kommen noch Vorurteile seitens der Patienten hinzu es seien sowieso alle Ärzte arrogant, insbesondere da es ja tatsächlich einige Exemplare unter uns gibt auf die das wirklich zutrifft… umgekehrt ist unter uns Ärzten das Vorurteil vom besserwisserischen Patienten verbreitet der sich jeder noch so qualifizierten Beratung verschließt und nur glaubt was im Internet steht… auch wir tun damit unseren mündigen Patienten leider oft Unrecht.

#62 |
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Gast
Gast

Vor meinem Medizinstudium hatte ich nach einigen Arztbesuchen auch schon oft den Eindruck, dass einige Ärzte nicht besonders kompetent waren. Es war einfach ein Gefühl- das sich aber vor allem dann bestätigte, als die Fehldiagnosen aufgedeckt wurden. Auch mit meinem heutigen Fachwissen (fast am Ende des Studiums angelangt) würde ich diese Ärzte immer noch als inkompetent bezeichnen- jetzt kann ich nur konkreter spezifizieren, weshalb ich sie as inkompetent empfunden habe.

Nicht jeder Arzt ist kompetent und wir wissen alle, dass es in jedem Jahrgang mindestens einen dieser Typen gibt, der sich mit sehr viel Glück durch sein Studium mogelt. Bei uns basieren fast alle Klausuren auf MC-Fragen und wer die Altfragen schön fleißig auswendig lernt und sich im Mündlichen nicht allzu dumm anstellt, kommt relativ weit im Studium- auch ohne besonders kompetent zu sein. Ich kenne auch einige Leute, die ziemlich offensichtlich mogeln. Wenn man dann später an so einen Typen gerät, braucht man, glaube ich, manchmal auch kein Fachwissen, um zu beurteilen, dass dieser Arzt nichts drauf hat.

Damit möchte ich nicht sagen, dass Patienten ihre Ärzte immer fair beurteilen- ich gehe sogar eher davon aus, dass einige Bewertungen, die sich auf die fachliche Kompetenz beziehen, unfair sind. Aber in einigen Fällen ist es schon möglich, dass bereits dem Laien auffällt, dass ein gewisser Arzt keinerlei Kompetenz besitzt. Das ist traurig, aber wahr.

Onlinebewertungen sind aus meiner Sicht ein zweischneidiges Schwert und ich möchte später auch nicht von einem Patienten ungerechtfertigt schlecht bewertet werden. Ich finde allerdings, dass man als Arzt “drüber” stehen sollte. Man hat, z.B. auf Jameda, auch die Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern und manchmal ist es eben so, dass sich Arzt und Patient nicht leiden können, was dann in einer negativen Bewertung endet. Das ist menschlich. Unfair ist nur, dass in dieser speziellen Konstellation nur eine Seite bewerten darf und die andere Seite nicht.

Aber auch bei der Interpretation von Arztbewertungen kann man als Patient einigermaßen gut entlarven, wer gerechtfertigt und wer ungerechtfertigt getadelt wird. Meine Erfahrung ist, dass Ärzte, die hin und wieder mal eine negative Bewertung aufweisen, in den meisten Fällen aber gut bewertet werden und sich die Bewertungen relativ plausibel und realistisch lesen, auch gut sind. Wenn sich die negativen Bewertungen jedoch wie ein rotes Band durch die Bewertungshistorie ziehen und man nicht den Eindruck hat, dass sie nur von einer einzigen Person geschrieben wurden, ist Vorsicht geboten. Das ist natürlich kein Patentrezept, aber mir hat es, als Patient schon oft geholfen, die Spreu vom Weizen zu trennen.

#61 |
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@Gast #58: Natürlich verfügt kein Arzt über „alles Wissen.“ Er sollte jedoch über eine fachliche Expertise verfügen, etwa so wie von Gästin #59 skizziert. Diese wiederum berechtigt natürlich nicht zu Überheblichkeit oder mangelnder Kooperationsbereitschaft. Sie ist jedoch unbedingte Voraussetzung für eine fundierte Urteilsbildung, die hier klar von einer Meinungsbildung unterschieden werden muss. Beispiel:

Nach zuvor erfolgter umfangreicher Internetrecherche habe ich kürzlich erstmals eine komplizierte Telefonanlage installiert. Ich habe mir dadurch zu vielen Punkten eine Meinung bilden können, bin jedoch diesbezüglich natürlich auch weiterhin Laie und würde mich sicher nicht als Experte verstehen oder bezeichnen.

#60 |
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Gästin
Gästin

Sie haben recht. Fachliteratur kann jeder lesen und googeln kann auch jeder. Aber manchmal ist das Ganze eben mehr als die Summe seiner Teile. Es muss auch die richtige Literatur im richtigen Zusammenhang sein. Manche Patienten kennen ihr eigenes Krankheitsbild besser als viele Ärzte und das ist auch gut so. Aber entscheidend ist das Gesamtbild. Manche Patienten leiden an mehreren Krankheiten, die in Lehrbüchern isoliert abgehandelt werden, für das Gesamtbild braucht es manchmal das Auge eines erfahrenen Klinikers. Manche leiden nicht unter der Erkrankung von der sie sicher glauben sie zu haben. Beispiel: eine Patientin die sich selbst ein ADHS diagnostizierte, in Wirklichkeit war es aber eine Borreliose. Da half ihr die ganze ADHS-Literatur die sie bis dahin konsumiert hatte nicht weiter. Ja, auch Medizinstudenten sind zunächst Laien, da trotz des vielen Wissens oft noch der Blick für das Gesamtbild fehlt. Zum Beispiel der Aufbau einer sinnvollen diagnostischen Kaskade… man fängt nicht gleich mit dem MRT an.

#59 |
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Gast
Gast

Demzufolge fängt jeder Med.Stud.auch nur als Laie an… und wer lesen kann, ist dann klar im Vorteil.
Fachliteratur steht auch jedem zu Verfügung.
Demnach hat ein Arzt ihrer M.n.alles Wissen.?
Klingt sehr,sehr überheblich.Und auch nicht kooperativ.

#58 |
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Laie lt. Duden:

„Jemand, der auf einem bestimmten Gebiet keine Fachkenntnisse hat.“

Denknotwendigerweise wird ein Laie demzufolge medizinische Aspekte eben nicht beurteilen können.

#57 |
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karl-heinz stingel
karl-heinz stingel

das halte ich für ziemlich arogant ,dass sog. laien medizinische aspekte nicht beurteilen können.

#56 |
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Gast
Gast

Mir fehlt bei alledem das Vertrauen in die Leser solcher Internetbewertungen. Was hinter schlechten Bewertungen alles stecken kann, wie fachkompetent der Bewertende mutmaßlich sein wird (oft bereits an der Rechtschreibung gut abzulesen) etc. können nicht nur Ärzte erkennen. Und trotzdem hilft es mir jenseits von “Die geht ja gar nicht” u.ä., wenn z.B. in 90 % der Beiträge erwähnt wird, dass eine Gynäkologin die Patientinnen im Dreiminutentakt durchschleust. Dann wird sie mutmaßlich wirklich von der fixen Sorte sein. Und wenn das nicht genau das ist, was ich suche, weiß ich, dass ich da nicht hin muss.
Ich selbst bewerte nicht, weil ich die Anonymität unfair finde, verstehe aber, dass das oftmals der einzige Weg ist, um überhaupt eine Rückmeldung loszuwerden. Auch ich habe erlebt, dass schon schlichten Nachfragen, weil ich etwas nicht verstanden hatte, oder gar Kritik (an unfassbar beleidigenden Äußerungen mir gegenüber) mit absoluter Arroganz (Ein tatsächlich gebrülltes “Dann suchen Sie sich einen anderen Arzt.”) begegnet wurde. Und ich gehöre sogar in die Versichertenkategorie, die Ärzte angeblich ganz gerne halten wollen, nehme also an, dass ich noch freundlicher behandelt wurde als manch anderer.

#55 |
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Gast
Gast

Ist #49 so ein Beispiel für “Einzelschicksale”? Oder was soll das sonst noch sein?
Das ist doch eine Einzelschicksalsschilderung.

#54 |
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Gast
Gast

Wo findet sich die Netiquette?
Thema “Wütender Patient” ohne Fallsammlung?

#53 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Liebe Leser,
vielen Dank für die zahlreichen Kommentare.
Bitte beachtet in euren Beiträgen jedoch die Netiquette und diskutiert sachlich und themenbezogen. Nehmt zudem von zu ausführlichen Schilderungen zu Einzelschicksalen Abstand.
Eure DocCheck News Redaktion

#52 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ach ja, dann noch ein Verbesserungsvorschlag: Schön wäre noch ein Anchor-Tag unter einem zukünftigen Beitragstitel und/oder einer Beitrags-ID, so dass direkt dahin navigiert werden kann und dann bitte mit Leerseitenziel (target=”_blank”), damit die Positionierung in der Aufruferseite nicht verändert wird…
Gibt es hier einen eigenen Bereich für solcherart technische Anfragen?

#51 |
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Nichtmedizinische Berufe

In #46 wird sich auf Beitrag #20 bezogen, aus dem heut #19 wurde, auf den ich mich bezog.
Vorschlag: Neben so einer flüchtigen nach außen hin reflektierte interne ID eine beitragsbezogene ID und/oder einen Beitragstitel einführen.
Es wird dann eindeutiger und nachhaltiger.
Das sollte nach meinen Kenntnissen dazu, zumindest dann auch für Ihren PHPler doch ein Klacks sein…

#50 |
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Nichtmedizinische Berufe

Dr. Hoppmann, Beitrag 14 : ” Ich habe im Bekanntenkreis da einiges erlebt und gesehen, u.a. einen “Patienten”, der bei mehreren Ärzten mit Hilfe solcher “Bewertungen”, die sich sehr realistisch und echt lasen, erfolgreich die Verordnung von Opiaten erpresst hat. Wenn die Kollegen nicht das gewünschte Medikament gegen die selbst diagnostizierte Migraine verordneten oder sogar wagten, eine genaue Anamnese zu erheben, ihn untersuchen zu wollen oder einen Kopfschmerzkalender vorzuschlagen, wurden sie auf perfide Art und Weise und sehr geschickt gemacht von ihm als inkompetent dargestellt. ”

Opioide / Opiate helfen überhaupt nicht bei Migräne. Wie rechnet der Arzt bei dieser Diagnose mit der KK ab und dazu noch BTM- Rezepte?

#49 |
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AuchPharmazeutin
AuchPharmazeutin

Was mich bei all diesen Bewertungen bzw. Beschwerden erschreckt, ist die Tatsache, daß der ach so informierte und mündige Patient nicht in der Lage ist, die Informationen korrekt zu sichten.
Ganz besonders fiel mir das bei dem Beitrag #12 auf: Schmerzen, Rötung an der Einstichstelle und Fieber nach einer Impfung sind die häufigsten Reaktionen auf ebendiese, und mehr als harmlos. In diesem Beitrag wird das allerdings als Notfall dargestellt, und der Arzt/die Ärztin, dem/der diese Anfrage sicher von der Sprechstundenhilfe mündlich mitgeteilt wurde, hat dies als nicht sofort zu beantwortende Frage hintangestellt, und sich somit den Unmut des interessiert-informierten Patienten zugezogen. Völlig zu Unrecht meiner Meinung nach, da vermutlich auch bei der Aufklärung zur Impfung eben diese Information vermittelt und wahrscheinlich nicht bewußt wahrgenommen wurde.
Da sind die Erlebnisse in der öffentlichen Apotheke nicht anders.
Für mich gilt, daß jeder Mensch als Patient für seine Gesundheit ein großes Maß an Eigenverantwortung hat, und diese auch wahrnehmen sollte. Dies beinhaltet auch das respektvolle, konstruktive Gespräch bei Unklarheiten bzw. Unbehagen.
Der viel zitierte Vergleich mit einem Automechaniker hinkt meines Erachtens nach beträchtlich, denn auch hier gibt es genug Fälle von nicht umfassender Information an den Kunden, wobei man hier eher gewillt ist, sein Fahrzeug mit den Worten “Es funktioniert wieder alles!” ohne Nachfragen entgegenzunehmen.
Mein Fazit zu diesem Thema… zum Streiten gehören immer zwei, und wenn ich mich respektvoll in ein Gespräch begebe, dann werde ich in fast allen Fälle ebenfalls respektvoll behandelt. Eine zurückhaltende oder auch verteidigende Haltung wird immer dann als Antwort kommen, wenn die Eingangsfrage mit dem Unterton einer Anklage gestellt wird.

#48 |
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Dipl. Sozialökonom Olaf Steinke
Dipl. Sozialökonom Olaf Steinke

Also ich verlasse mich auf die Aussagen freier Portale schon mal gar nicht. O.K., zugegeben, wenn von 10 Bewertungen 10 negativ ausfallen, werde ich schon stutzig.

Tatsächlich scheinen die notorischen Nörgler leider auch viele Bewertungsportale für sich erobert zu haben. Kritisch finde ich eher, dass sich offensichtlich viele Leute zu sehr auf die Aussagen der Bewertungsportale unreflektiert verlassen.

Neue Vorschriften und Maßregelungen für Bewertungsportale sind nicht nur albern, sondern vervollständigen eine ohnehin aufblühende Bürokratie, die doch eigentlich und angeblich niemand will.

Aufklärung ist notwendig: Wie kommt es, dass so viele Leute negativen Aussagen vertrauen (rhetorische Frage). Was machen denn z.B. die Berufsverbände? Forderungen auf dem Papier bringen nichts: Da muss man auch mal vor die Tür gehen und handeln. Aber da sind sich wieder viele Leute zu fein und schreiben hier bei Doc-Check ihren Frust runter (nichtsfürungut).

#47 |
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Nichtmedizinische Berufe

EDIT: DSM, nicht DCM, hatte gerade ein anderes Akronym im Kopf… Kann ja den Beitrag nicht korrigieren…

#46 |
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Gast
Gast

Gast 45.Auch der schlechteste Arzt kann sich auf Jammerda gut schreiben…das wird dann aber nicht hinterfragt. SCHADE .

#45 |
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Gast
Gast

In einer idealen Welt wären alle glücklich und zufrieden und keiner hätte was zu meckern. Die reale Welt ist aber nicht so. Da kann man mal einen schlechten Tag haben.. usw. usf.
Das Schlimme am Bewertungsportal Jammerda (absichtlich falsch geschrieben) ist doch die schon genannte Ungleichheit: Der Jammerer Kann völlig anonym schreiben was er will, ob berechtigt oder nicht. Wie der Pranger im Mittelalter.
Wollen wir solche Verhältnisse wirklich. Wem nützen sie?

#44 |
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Gast
Gast

Ich gehe auch so weit mit dass Bewertungen von… eigentlich ALLEM nicht anonym sein sollte. Bei Ärzten aber im Speziellen. Weder Arzt, der aus der kritik lernen soll noch ein Patient der einen Arzt sucht kann mit “Der Arzt geht gar nicht!” was anfangen oder etwas sinnvolles daraus ziehen. Wenigstens ein Name sollte irgendwo stehen, auch sollten die Bewertungen differenzierter abgegeben werden. Ein Filter der solche kurzen Sätze rausfiltert oder aus der Wertung nimmt könnte da Abhilfe geben. Trolle die sich nur Luft machen wollen würden so rausgefischt werden, wie auch diejenigen die künstlich die statistik “schönigen” wollen. Abschaffen würde ich die Bewertungen aber auch nicht. Es braucht nun mal Systeme sie solche.

#43 |
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Gast
Gast

@Bronk: Ich gehe erst mal damit mit, dass es Ärzte gibt die durchaus etwas an ihrer Kommunikation tun sollten. Allerdings gilt das auch für Patienten. Wenn mich jemand höflich fragt, was es denn noch sein könnte, ob es Alternativen gibt u.s.w. bin ich immer offen dafür darüber zu reden. Sachlich und freundlich. Dinge die mich daran hintern sind 1) Zeitmangel, 2) Stress und 3) wenn der Patient sich bereits vorher die Meinung gebildet hat, dass wenn ich ihm nicht die Wunschdiagnose mit der Wunschbehandlung und der Krankschreibung gebe, ich unfähig sei. Sicherlich, Ausnahmesituation und alles. Gehe ich mit. Aber wenn ich freundlich sein soll, erwarte ich das auch von meinem Gegenüber. Und es gibt Leute die fassen kurze Aussagen und die Abwesenheit von (entschuldigen Sie) “Arschlecken” als Unhöflichkeit auf. Und das sind dann diejenigen die einen Vermerk in der Akte bekommen. Sozialkompetenz erschöpft sich leider über die Zeit.

#42 |
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Gast
Gast

WÜTENDER PATIENT LÄSST GRÜSSEN

das Problem sind nicht die Einträge an sich, sondern der Umgang von Jameda, die offensichtlich ungeprüft jeden Kommentar ins Netzt stellen. Erst letztes Jahr liess der WDR Passanten in Köln willkürlich einen Ihnen unbekannten Augenarzt in Bayern bewerten. Alle Einträge, egal welchen Inhalts, fanden sich kurz danach online bei Jameda

Ich selber hatte kürzlich einen Eintrag, in dem ich einer strafbaren Handlung beschuldigt wurde, nämlich den Grund der Vorstellung des Beschwerdeführers durch die Praxis gebrüllt zu haben
Es war klar zu erkennen, wer den Eintrag getätigt hatte: tagesgleich hatte ein junger Mann wegen angeblich starken Schwitzens vehement Cannabis auf Rezept gefordert

Es ist m.E. davon auzugehen, daß solche Einträge zunehmen werden

#41 |
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Alfons Bronk
Alfons Bronk

Es gibt Ärzte, die verursachen, dass man auch negativ im Internet bewertet.
Bei Beschwerden direkt beim Arzt oder Klinikpersonal durch den Patienten oder dessen Angehörigen wurde in der Krankenakte, die auf dem Bett vergessen wurde ein Vermerk entdeckt, wie “unmögliche Angehörige, besonders renitenter Schwiegersohn”.
Sind solche Negativbewertungen oder hoffentlich auch Positives über den Patienten gängige Praxis?
Ich habe erfahren, dass wiederholtes Hinterfragen von manchen Ärzten nicht gut aufgenommen wird.
Anderes Beispiel: Patient fragt nach Diagnose ” Könnte es auch etwas anders sein”? Nachfrage wurde nicht gut aufgenommen.
Wenn ein Arzt zum Kfz-Mechaniker geht und eine Vermutung äußert, was seinem wertvollen PKW fehlt und dabei irrt, erwartet er sicher eine höfliche Reaktion.
Um wievie mehr sollten Mediziner liebenswürdig oder zu mindest höflich mit den Patienten umgehen, die sich wegen ihrer Erkrankung oft in einer Ausnahmesituation befinden und manchmal ängstlich oder unsicher sind und sie nicht von oben herab behandeln.
M.E. sollten Mediziner, Krankenschwestern, Arzthelferinnen ect. neben ihren fachlichen Kenntnissen ein besonders hohes Maß an Sozialkompetenz besitzen.
Gott sei Dank ist dies bei den Meisten der Fall.

#40 |
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Gast
Gast

#37 Leider sagen die Zahnärze dem Patienten zwar was der Kollege falsch gemacht hat Die Zahnärztekammet weisst Mitglieder aber bei Anfragen noch darauf hin,das der Patient die Beurteilung mitliest,ergo schön den Kommentar flach halten,sodass der Patient gegen diese Zahnärztezunft machtlos ist.Und leider gibt es auch zu wenige Anwälte, die dann mit dem geschädigten Patienten gegen diese Zahnärzte kämpfen.
Wenn so ein Patient dann z.B.ganz genau in einem Bewertungsportal seinen Fall schildert,schützt er damit andere, zukünftige, Opfer.
Doch genau das lassen z.B.Zahnärzte sperren.

#39 |
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Gast
Gast

# 37 Völlig richtig gehandelt, irgendwie muss man sich zur Wehr setzen. Ich habe mal fast ein ganzes Krankenhaus lahm gelegt, getobt und Telefonleitungen blockiert, weil der AssistenzArzt obwohl ich eine stationäre Einweisung hatte mich nicht aufnehmen wollte und ich mir auch noch überhebliche Sprüche anhören musste wie: Er ist der Arzt und ob ich Medizin studiert hätte . Das war einfach nur eine Anmaßung und Frechheit und sowas kann man mit mir als BPS schon mal gar nicht machen

#38 |
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Ernährungswissenschaftler / Ökotrophologe

Ich finde es geht hier insbesondere um die Einschätzung der Servicequalität. Natürlich kann ich die eingentliche fachliche Leistung eines Arztes nicht unmittelbar erfassen. Also suche ich mir entsprechende Stellvertretergrößen.
Freundlichkeit, Erreichbarkeit, Kommunikation usw. Der Arzt ist Dienstleister und muss sich demnach ebenso mit sozialer Interaktion befassen, auch oder gerade wenn er fachlich gut ist.

Werde ich aber zum Beispiel bei einer Terminanfrage schroff abgwiesen., dann hat der Arzt leider verloren, da kann er fachlich noch so gut sein.
Ist das Personal stest freundlich , hört der Arzt mir zu, dann ist das ein Zeichen hoher medizinischer Qualität.

Das hat nichts mit Rache zu tun, sondern ist einfach eine Charakteristik der Dienstleistung.

Ps: und außerdem wissen wir doch alle,wie Ärzte auch einmal über Ihrer Patienten sprechen :-) also relativieren wir doch die Diskussion ein wenig für eine faire Beurteilung auf beiden Seiten.

#37 |
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John Dee
John Dee

Beschwerden bei der Ärztekammer sind meiner Erfahrung nach völlig sinnlos.
Mir wurde als Kind von einem völlig unfähigen Zahnarzt eine nutzlose feste Zahnspange eingesetzt.
Die Professorin für Kieferorthopädie der lokalen Universität die ich später konsultierte war bestürzt über die katastrophale Arbeit dieses Arztes, solchen pfusch hatte sie noch nie gesehen.
Allein die ganzen Kleberreste zu entfernen hatt über 2,5 Stunden gedauert.
Dem Typen ging es scheinbar nur darum viel Geld zu machen (Private Krankenversicherung).

Eine Beschwerde bei der Ärztekammer mit Aussage der Frau Professorin hatte keinerlei Konsequenzen, er hat das gleiche nutzlose System mit der gleichen enorm schlechten Handwerklichen Arbeit weiteren Kindern eingesetzt und macht das auch Heute noch !

Soviel zum vielgepriesenen abgeblich verfügbaren Beschwerdeweg.

Das einzige was ich tun konnte war öffentlich in Internet und durch den lokalen Buschfunk vor dem Mann zu warnen.

#36 |
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Ich finde es traurig, dass eine Diskussion über offensichtliche Missstände auf Bewertungsportalen ihrerseits derart abgleiten muss.
Da jetzt schon so viele persönliche Erfahrungen wiedergegeben wurden, sollte doch die konstruktive Frage gestellt werden: Was muss sich ändern? Berwertungsprotale werden sich nicht mehr abschaffen lassen! Also gilt es strengere Regeln vorzugeben, die natürlich auch überwacht werden müssen. Vielleicht wäre es eine Option, anstatt “freier Prosa” konkrete Kategorien für den Patienten (Symptomatik, Diagnose, Therapie) und den Arzt (Kompetenz, Freundlichkeit, Zeitmanagement) vorzugeben, die mit streng begrenzterer Zeichenzahl (z. T. auch mit “multiple choice”) zu beantworten wären. Prinzipiell wäre es nur fair, dem bewerteten Arzt die Möglichkeit zur Gegenbewertung zu geben (Auftreten des Patienten, Therapie-Compliance). Ich bin mir bewusst, dass Letzteres in der Praxis kaum umsetzbar sein dürfte, da das enge Zeitbudget der Ärzte kaum eine tägliche Abarbeitung ihrer Bewertungen zulässt. Und für diesen Aufwand hat wohl niemand Medizin studiert. Somit ist meine Anregung sicher nicht der “Königsweg”, böte aber zumindest weniger Platz für persönliche Anfeindungen. Ich selbst werde es weiterhin vorziehen, mich bei Ärzten meines Vertrauens persönlich zu bedanken oder das persönliche Gespräch suchen, wenn ich Klagen äußern möchte. Stoße ich dann auf “taube Ohren”. wissen mein Gegenüber und ich, dass die “Chemie nicht stimmt”und unsere Wege trennen sich – ohne Streit und “Hauerei”.

@ Herr Dettmann: Ich möchte mich nicht auch noch über Ihre rein sprachlich (Satzlänge, Verschachtelungen) etwas anstrengenden Kommentare auslassen. Sie haben offenbar Ihre Negativerfahrungen gemacht. Aber Ihre Aussage “Heilen konnte die Psychiatrie bis heute auch noch niemanden…”(#32), ist eine haltlose und von keiner Einzelperson zu beurteildende Behauptung. Schon ich kann Ihnen Gegenbeispiele liefern, die von einer psychiatrischen Therapie nachhaltig sehr profitiert haben. Auch empfinde ich es als großen Fortschritt, dass die Akzeptanz psychischer Leiden während der letzen 20 erheblich gewonnen hat und das offene Bekenntnis zu einer psychiatrischen Therapie viel von ihrer einstigen Schamhaftigkeit verloren hat. Die therapeutischen Möglichkeiten haben sich in dieser Zeit sehr entwickelt. Ein Aussage wie die Ihre ist auch eine Form des Universalbashings – auch wenn es nicht unflätig formuliert ist. – MfG

#35 |
  8
Gast
Gast

#33 Die überhebliche Ärzteschaft könnte doch auch faire Möglichkeiten schaffen, damit sich Jedermann ,auch die von ihnen so abgewerteten Patienten mitteilen können. Bildung ,hier Fachwissen oder auch nicht, ist nicht gleich Intelligenz

#34 |
  5
Nichtmedizinische Berufe

Herr Lorenz,
Sie beschweren sich über schlechte Bewertungen und machen hier doch überhaupt gar nichts anderes und wirken hier und dort durch Ihre abfälligen immet nur persönlichen Angriffe doch erst trollig.
Bestehen Sie meine Sachauseinandersetzung einfach nicht und driften deshalb so vulgär ab.
An dieser Stelle empfehle ich Ihnen freundlich dafür Sorge zu tragen den rechtwidrigen Eintrag mit der eindeutig üblen Nachrede zu entfernen oder entfernen zu lassen, denn den habe ich schon jetzt zu oft täglich protokollieren müssen.
Ab morgen folgen die Konsequenzen.
In Ihren restlichen Ausführungen gebe ich Ihnen absolut recht, was Sie meinen Ausführungen eingangs ja entnehmen könnten…

#33 |
  9

Drei Dinge sind hier wichtig. Das erste ist Herr Dettmann, der langsam zu einem Troll mutiert. Die Radaktion sollte hier m.E. langsam reagieren.

Das zweite ist: es ist verflucht ungerecht, wenn Patienten Bewertungsplattformen mißbrauchen, um ihren Arzt in die Pfanne zu hauen, weil er ihnen nicht allen Service geboten hat, den sie für geboten gehalten haben und sich schlicht rächen wollen. Man erkennt aber Tendenzen, wenn man sich Bewertungen ansieht. Wenn 48 von 50 Bewertungen mit Kommentaren grottenschlecht ausfallen, ist doch mal eine Tendenz erkennbar. Hier sollte sich der Arzt an die eigene Nase fassen.

Das dritte ist: leider ist man vor nichts gefeit. Mit schlechtem Gewissen habe ich mich selbst bei einem Kollegen beschwert, der m.E. einen krassen Behandlungsfehler bei meinem Ziehsohn gemacht hat, zuerst mehrfach persönlich, schließlich über die Ärztekammer. Die Sache zieht sich nun seit fast 5 Monaten, der “Kollege” rührt sich nicht. Ich kann Leute also Summa summarum verstehen, die nicht gerade intellektuell in den höchsten Sphären schweben, wenn sie diese Methode nutzen, wenngleich es schon hart ist, wenn vernichtende Urteile in den Portalen gefällt werden.

#32 |
  15
Nichtmedizinische Berufe

Frau Robinson,
wirkt es so auf Sie?
Nun gut, ich bin mein eigener Spezialist geworden, zwangsläufig.
Dass sich Ärzte! der verschiedenen Disziplinen Mühe geben, möchte ich Ihnen bestätigen.
Leider, und dies ist nicht nur meine Erfahrung, endet alles ganz schnell, sobald nicht weiter gewusst wird.
Oder lassen Sie mir vom Erlebnis meiner HÄ von neulich kurz erzählen, dass sie über eine Fachärztin sehr verärgert war, weil sie immer wieder darauf bestand doch alles für eine Patientin gemacht zu haben. Sie hatte einfach nicht begreifen wollen, dass sie außerhalb ihres sehr begrenzten Hinkelkästchens eben längst nicht alles gemacht hatte. Ich konnte es nur zu gut verstehen, was sie meinte und dies sind die Momente, wo regelhaft die völlig unbegründbare F-Entsorgungsdiagnostik beginnt, mit allen in Kauf zu nehmenden Risiken, so wie es in meinem Falle mit spür- und sichtbaren Folgen bis an mein Ende geschehen ist.
Übrigens nicht nur in meinem Falle. International lassen sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend Fälle gerade übersehener ZNS-Infektionen nachverfolgen, entsprechend oft mit letalem Ausgang. Psychiater sind nicht nur für mich keine Ärzte. Was ist geschehen, weil zu Beginn der Schulmedizin wollte niemand mit denen etwas zu schaffen haben. Dass die es doch schafften sich zu etablieren, dazu gibt es genügend Abhandlungen. Heilen konnte die Psychiatrie bis heute auch noch niemanden…

#31 |
  12
Ärztin

Herr Dettmann, ich habe Ihre vielen Kommentare zu verschiedenen Themen gelesen, obwohl sie zuweilen im Satzbau Stringenz vermissen lassen, was die Lektüre nicht einfacher macht. Als roter Faden lässt sich immerhin entnehmen, dass Sie psychiatrische Diagnosen und die Psychiater gleich mit negieren. Aber mir wird nicht deutlich, was Sie eigentlich mitteilen wollen. Vielleicht, dass Sie eigentlich der einzige Spezialist sind? Das wäre schade, weil sich gut ausgebildete Ärzte vedammt viel Mühe geben.

#30 |
  13
Nichtmedizinische Berufe

Da ich bestrebt bin immer! zu differenzieren, somit ohne Scham geordnet widersprüchlich sein zu können und damit nie nur auf einer Seite stehen zu wollen, ist es für mich kein Problem verbale “Prügel” von allen Seiten einzustecken – Dies sollte jeder lernen auszuhalten.
OK, zu den Beiträgen #27-#29: In meinen medizinisch noch desorientierten Zeiten, war ich mit Sicherheit “militanter” als das was hier in Ihren Beiträgen zu lesen ist und das in einem erbärmlichen Zustand nach langer Genesungszeit nach dem unter #24 beschriebenen Fatal-Szenario.
Dies sollte dann nicht der einzige Fehler bleiben, leider.
Jedenfalls war ich überhaupt gar nicht in der Lage etwas machen zu können, es enorme Energie und Lebenszeit gekostet hätte und ich mich lieber auf meine existentielle Laufbahn wieder konzentrierte und ich wie so einige Male in meinem Leben einfach alles verzeihen konnte.
Zu aller erst war ich in meiner akribischen Art ständig in anglo-amerikanischen Medizin-Datenbasen unterwegs, musste später noch die eingedeutschten Begriffe kennenlernen und besonders interessierte mich der Grund für die Misere, also die sträflich vorsätzlich unterlassene Hilfeleistung über diese merkwürdigen F-Diagnosen (Klassiker für jeden Patient von jedem Arzt ist F45.9). Alles dazu ist skandalös, weil alles nur erfunden, sehr lange Geschichte und solange z.B. das Rosenhan-Experiment oder deren Derivate immer wieder erfolgreich durchführbar sind, kann das jeder getrost als Scharlatanerie abhaken und eher Ärzte für diese Verantwortungslosigkeit zur Nutzung dieses Schwindels aus Hilflosigkeit heraus, verantwortlich gemacht werden sollten, genau nur aus diesem Grunde.
Noch einmal wird mir das nicht passieren.
Bei den anderen Fehlern war das nicht mehr ganz so wie am Anfang und ich habe dann gestärkt mit emotionaler und semi-fachlicher Kompetenz an die dann so nur friedlich verlaufenden Auseinandersetzungen jeweils erfolgreich herangehen können – Ohne Gericht – Ohne Standesvertretungen, na klar einmal zusätzlich mit einem Fachanwalt wegen der Modalitäten.
Es wäre viel zu viel zu berichten – Jedenfalls kann ich nur eines klar feststellen:
Patienten MÜSSEN auch KOMPETENT werden, nicht nur Behandler!

#29 |
  4
Gast
Gast

wehren!!

#28 |
  2
Gast
Gast

Ich habe mich zuerst an das Krankenhaus gewendet. Da traf ich auf Ablehnung und widerstand. Dann habe ich mich an die Ärztekammer gewendet. Es wurden krampfhaft andere Gründe für den Behandlungsfehler gesucht. Die KK sagt, da kann man nichts machen. So geht es tausende in Deutschland. Was bleibt dann noch übrig, um sich gegen Lobbyisten zu währen.

#27 |
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Max Schlommski
Max Schlommski

Objektive Beurteilung?
Ja wie denn? Als Patient kann man dich wohl nur subjektiv beurteilen und es liegt in der Kompetenz des Arztes sich mit seinem Patienten(Kunden) so auseinander zu setzen das der Patient ein subjektiv zufriedenes Gefühl hat.
Namentliche Nennung halte ich für normal, aus Respekt im Umgang miteinander! Aber seien wir doch ehrlich, welche Patient hat in einem eventuellen Gerichtsverfahren eine Chance gegen die Ärzteschaft?
Und bevor ich es vergesse, auch Ärzte sind nur Mediziner und bewerten wie selbstverständlich ihre subjektiven Erfahrungen in Möbelhäusern, Autowerkstätten, Handwerksdienstleistern…. und welche objektive Ahnung haben sie von deren Arbeit?

#26 |
  3

Objektive Beurteilung ist sicher schwierig. DieFrage ist, wie wichtig ist es für einen selber, ist man auf das Lob angewiesen, nimmt man sich die Kritik so zu Herzen? Dinge die der Laie vielleicht nicht richtig beurteilen kann? Allen kann men es nich Recht machen.

#25 |
  1
Gast
Gast

Was fehlt sind die Namen derer, die teils ziemlich wortgleich positive Bewertungen zum Ausgleich für 1 schlechte Bewertung aufführen. Meist mit so Worten wie…Kompetent…oder schon seit Jahren …bis dann der Schnitt von 1, etwas wieder hergestellt wurde.

#24 |
  1
Nichtmedizinische Berufe

Interessante Ansichten beiderseits, die von den Anbietern der öffentlichen “Pranger” hier gelesen werden sollten.
Ich las hier einige Male von der Psychosomatik, die ich seit dem Jahre 2001 als die “Entsorgungsdiagnostik” bezeichne und die mir leider nachhaltigen Schaden bereitete, also mit Hilfe der heute extrem weit verbreiteten Psycho-Entsorgung eine dann damit vorsätzlich unterlassene Hilfeleistung eintrat, eben in Form einer übersehenen ZNS-Infektion trotz klarer äußerer Zeichen und sich dann ungehindert zu einer Meningomyeloenzephalitis auswachsen konnte, ich Glück im Unglück hatte und als nachhaltiges Geschenk lebenslange Andenken behalte.
Damals war ich aber noch medizinisch doof und zu wütend.
Das alles legte ich ab und heute lebt es sich damit viel einfacher, eben genügend zu wissen und dauerentspannt zu sein, so dass die andere Seite immer wieder einmal schon unsicher wurde.
Aber was mir hier im Verlauf sehr gut gefallen hatte, war die Idee von #20.
Warum soll der Patient anonym bleiben, wenn der Arzt es nicht sein soll, weil es ist ein doch sehr persönlich geprägtes und irgendwo auch intimes Vertragsverhältnis zwischen Arzt und Patient, das doch grundsätzlich so nicht in die Öffentlichkeit gehört, schon gar nicht nur unilateral.
Wie fühlen wir uns denn alle, wenn wir das Gesicht verlieren?
Es bleibt für mich dabei, dass diese Portale für mich keinerlei Nutzen ergeben, auch schon aus letzterer und eigener Erkenntnis heraus, dass Bewertungen aus solchen persönlich geprägten Umgebungen nie und niemals objektiv sein können, das Leid oder die Freude auf andere so in der Form unübertragbar bleiben…

#23 |
  0
Gast
Gast

Wenn ein Arzt oder Zahnarzt eine schlechte Bewertung erhält,wird auf sein bitten “geprüft”ob die Bewertung tatsächlich stimmt. Dann folgen jede Menge positiver Kommentare.Auch merkwürdig,wenn schon seit Jahren gar nicht bewertet wurde.Was für ein trügerisches Bild ergibt dann solch eine Lügenbewertungsorgie?
Schlechte Bewertungen zeigen oft an,wie selbstherrlich manche Ärzte/Zahnärzte sind.Würde man mit ihnen reden können,würden ja oft auch Missverständnisse beseitigt werden können.
Der Tipp mit der offiziellen Beschwerde ist oft nur reine Zeitverschwendung.Die Zunft hält eigentlich auch bei Zweifeln eher zusammen, als dass sie für Klärung sorgt.Leider zum Leidwesen der Patienten.

#22 |
  8
Gast
Gast

HahHAha, ich kenne meinen Körper nun mal besser als jeder Arzt es jemals besser könnte und eine Modeerscheinung bei Ärzten( wenn Arzt nicht weiterweiß) ist die Psychosomatik

#21 |
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Annette Creson
Annette Creson

Meine Erfahrungen mit Kritik an Ärzten sind eher negativ. Habe noch keinen erlebt, wo man “ungestraft” seine Einwände hätte vorbringen können. Entweder man hat Glück und der Arzt ist okay, oder man hat Pech und dann ist es aber irreversibel. Die Akzeptanz, dass auch ein Patient Studien lesen UND sogar begreifen kann, fehlt weitgehend. Das Wort “Internet” löst teils Panik aus auf Arztseite und daraus resultierend den Versuch, das Gelesene abzuwerten. Dass sämtliche Studien mittlerweile online verfügbar sind, scheint viele Ärzte nicht zu interessieren. Ich erwarte ja gar nicht, dass meine Ärzte neben der ganzen Arbeit alles lesen, aber ich wünschte, sie würden mein Wissen akzeptieren.
Zum Thema Beschwerde: ich war kürzlich mit meiner Tochter in einer Notfallpraxis in Köln, behandelt sollte sie von einem volltrunkenen Arzt werden. Wir sind dann lieber gegangen. Fahne UND Torkeln UND Lallen war doch zuviel. Beschwerde gibt es keine, da doch nichts dabei rauskommt.

#20 |
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Dr. med. Christel Schluender
Dr. med. Christel Schluender

Die Nennung des Namens des Arztes duerfte nur moeglich sein, wenn der Patient sich auch identifiziert

#19 |
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Studentin der Humanmedizin

Gleichzeitig werden solche wie Simoncini, Dr. Rat und ähnliche, die mit NaBic-Infusionen und Multivitamin-Präparaten Krebs und “alle Krankheiten”, die es gibt heilen wollen, von der Bevölkerung als die durch die bösen Regierungen verbotenen Wissensträger gefeiert…

Was läuft schief?

#18 |
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Dr. med. Götz Ehlerding
Dr. med. Götz Ehlerding

ich bin als fachärztlicher Internist zugelassen und darf daher außerhalb meines speziellen Fachgebietes nicht tätig sein.
Vor einiger Zeit bekam ich eine mail von einem Arzt-Bewertungsportal, dessen Name hier auch schon gefallen ist, dass ich gegen eine mittlere dreistellige Gebühr eine “Optimierung” meiner Bewertung erlangen könnte.
Erst hierdurch wurde ich auf meine einzige Bewertung aufmerksam, die grottenschlecht war. Im Tenor ging es darum, dass ich außerhalb meines Fachgebietes keine alternativmedizinischen Angebote machen würde, und nicht bereit wäre, über meinen bregrenzten Horizont hinauszusehen.
Ich habe gegen den Verbleib der Bewertung auf diesem Portal protestiert, was am Ende erfolgreich war. Das lag natürlich daran, dass nicht die Qualität der tatsächlichen Behandlung bewertet worden war, sondern meine fachliche Ausrichtung zur Abwertung geführt hat. Wenn der Pat. mich einfach nur als inkompetenten tituliert hätte wär’s nicht so einfach gewesen.
Nach meinem ersten Anschreiben ist der “Bewerter” angeblich kontaktiert worden um eine Stellungname zu meinem Protest abzugeben. Einzelheiten habe ich nicht erfahren. Am Ende hat wahrscheinlich irgendein völliger medizinischer Laie beim Bewertungsportal, der weder die eine Seite, noch die andere Seite und schon gar nicht den tatsächlichen Grund der Beschwerde kennt, über die Sache entschieden. Eine absonderliche Vorstellung.
Es bleibt ein schaler Beigeschmack. Ohne Zweifel können lobende Worte von Praxispersonal, Angehörigen oder von den bewerteten Personen selbst verfasst sein. Manche Bewertungen Kollegen betreffend, die man persönlich kennt, sind vollkommen überraschend.
Eine konkrete Anwort auf eine negative Bewertung ist in der Regel nicht möglich, weil die Kritiker anonym bleiben und der tatsächliche Anlass der Kritik daher unklar bleibt. Wenn man sich doch an den vermeintlichen Kritiker erinnert, bewegt man sich immer dicht am Bruch der Schweigepflicht. Immerhin ist der Arzt namentlich bekannt und ein solches Verhalten wäre nicht nur standeswidrig, sondern auch strafbewehrt.
Außerdem bin ich der Meinung, dass Patienten, die aufgrund von belastbaren Erkenntnissen der Auffassung sind, tatsächlich falsch behandelt worden zu sein mit Sicherheit bei den offiziellen Beschwerdestellen, bei Schiedstellen oder beim Fachanwalt besser aufgehoben sind als bei Bewertungsportalen.
Ob man tatsächlich falsch behandelt worden ist, lässt sich auch nicht aus Leitlinien herauslesen. Es braucht für die Bewertung von Leitlinien eine gewisse Sachkenntnis, die man nicht im Internet herunterladen kann.
Leitlinien haben nämlich gar keinen normativen Charakter, sondern sind Empfehlungen unterschiedlicher Stärke, die sich aus Studien herleiten, die mit einem individuellen Patienten möglicherweise nur wenig zu tun haben. Sie sind eben nur im allgemeinen und nicht in jedem Einzelfall verlässlich.
Im Übrigen kann ich sagen, dass viele Patienten insbesondere dann unzufrieden sind, wenn man sie Leitliniengerecht behandelt. Die Auffassungen, wie ein Arztbesuch ablaufen sollte sind nämlich so zahlreich wie die Patienten selbst. Da ist trotz aller Leitlinien Individaulität gefragt.

#17 |
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Medizinische Dokumentarin

Selbst Opfer einer Fehldiagnose bekam ICH von meinem Arzt einen Shitstorm auf mein zaghaftes “glaub ich nicht”. Er sprang auf wie ein Kastenteufel, brüllte “wer ist hier der Mediziner” und riss meinen Arm schmerzhaft in die Höhe, um mir zu zeigen, dass ich doch nur psychosomatische Beschwerden hätte (es war eine Schultergelenksentzündung). Natürlich hat dieser Mensch von mir eine entsprechende Bewertung bekommen. So ist das nun mal heute, man kann mit den Patienten nicht mehr umspringen wie man möchte. Auf der anderen Seite habe ich aber auch Ärzte meines Vertrauens hoch bewertet, gelobt und empfohlen. Wer sich anständig verhält, braucht vor Bewertungsportalen keine Angst zu haben.

#16 |
  7
Gast
Gast

Geht auch den Apothekern so!

#15 |
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Das Ausmaß und der Inhalt der Beschimpfungen, die sich manche niedergelassene Kollegen auf Jameda & Co ungefragt bieten lassen müssen, ist teilweise wirklich haarsträubend und oft tatsächlich geschäftsschädigend. Ich habe im Bekanntenkreis da einiges erlebt und gesehen, u.a. einen “Patienten”, der bei mehreren Ärzten mit Hilfe solcher “Bewertungen”, die sich sehr realistisch und echt lasen, erfolgreich die Verordnung von Opiaten erpresst hat. Wenn die Kollegen nicht das gewünschte Medikament gegen die selbst diagnostizierte Migraine verordneten oder sogar wagten, eine genaue Anamnese zu erheben, ihn untersuchen zu wollen oder einen Kopfschmerzkalender vorzuschlagen, wurden sie auf perfide Art und Weise und sehr geschickt gemacht von ihm als inkompetent dargestellt. Selbst solche offensichtlich betrügerischen und unmoralischen Einträge herausnehmen zu lassen ist sehr schwierig bis unmöglich und zeitaufwändig. Einfach löschen lassen, wie unten behauptet, geht gar nicht. Der niedergelassene Arzt ist auch noch in der Nachweispflicht, muss also beweisen, dass die Vorwürfe sachlich nicht stimmen. Gegen die persönlichen Abwertungen, die sich gerne um “arrogant”, “hört nicht zu” u.ä. drehen (der Kollege hat aber vielleicht auch nur nicht die gewünschte Krankschreibung ausgestellt), kann man sich praktisch nicht wehren.

#14 |
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Nichtmedizinische Berufe

@#9: Liest sich so, wie es überall nachzulesen ist, in dieser geschilderten Chronologie wie “Kalter Entzug” – Aber das wissen Sie doch auch?

@#11: Zitat: “…dass sich unzufriedene Patienten direkt beim Arzt melden”
Das muss man sich aber auch erstmal trauen, und die betreffenden Ärzte müssten dann auch souverän genug sein, sachlich darauf einzugehen…”
Da kann ich mich klar wiederholen, dass nach der gut von mir selbst vorbereiteten Konfrontationsphase, die ich in freundlich entspannter Atmosphäre meinerseits beginne, trotzdem erst Anspannung auf der anderen Seite zu spüren ist.
Dann komme ich direkt zur Sache und lasse Raum und Zeit.
Und dann plötzlich ändert sich die Stimmung, denn klar geworden ist, dass ich ja doch keinen Krawall machen möchte, sondern es minimal einfach zusammen einfach aufarbeiten und maximal eine gemeinsam erörterte Problemlösung erreichen möchte.
Hier könnte ich zwei konkrete Fälle schildern, die in der Folge auch mit außergerichtlichen selbst von der anderen Seite angebotenen Schadenssummen zusätzlich ausging.
Solche Schilderungen wurden an anderer Stelle hier mit rechtswidrigen Äußerungen der üblen Nachrede geschasst und daher verzichte ich nun auf eine Wiederholung, denn die Sache ist ja leider von hier aus nicht bereinigt worden.
Ja, mal sehen eben, nicht?
OK, zurückzukommen, es ist möglich auf Augenhöhe.
Erwachsen zu werden wird von niemandem anders übernommen und ärztliche Behandlung war für mich immer nur eine temporäre Begleitung zur Erledigung der gemeinsam zu leistenden Arbeit, denn zum Schluss muss ich immer übernehmen…

#13 |
  13
Elfriede Maier
Elfriede Maier

Wenn immer man versucht mit einem Arzt direkt über etwas zu spechen, das man selbst als unangebracht oder vielleicht sogar als beleidigend empfunden hat, erhält man eine total unangemessene Reaktion. Von dann gehen Sie doch woanders hin, meinen Sie wegen Ihnen mach ich Übersstunden, als Kassenpatient kann ich Sie nicht beser behandeln, usw. Wo soll dann der Mut herkommen, direkt noch was zu sagen? Ärzte sind immer noch die Götter in Weiß und Kassenpatienten die underdogs – das wird sich ie ädnern.

#12 |
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Dr. rer. nat. Andreas Köpke
Dr. rer. nat. Andreas Köpke

Natürlich ist es nicht OK sich online ‘auszusauen’, aber leider bringt das direkte Gespräch oft nichts: So hatte eine Kinderärztin meine Tochter geimpft und war dann für die telefonische Besprechung akuter Beschwerden den ganzen Tag nicht erreichbar. Sie war für Stunden in der Sprechstunde beschäftigt und konnte nicht anrufen. Wir haben Schmerzen Rötung und Fieber dann mit hohen Dosen Ibuprofen in den Griff bekommen. Später kam heraus, dass sie die veröffentlichte Leitlinie für die Impfung von Kindern nicht eingehalten und zu früh nachgeimpft hatte. Nach meiner Beschwerde bei Ihrer Sprechstundenhilfe und Ihr wurde mir mitgeteilt, dass das Vertrauensverhältnis zerrüttet sei und wir uns doch einen anderen Kinderarzt suchen sollten. Das haben wir sehr erfolgreich getan. Leider hatte ich keine Zeit hier offizielle Wege zu gehen. Heute würde ich den Fall online schildern.

#11 |
  11
Dr. rer. nat. Karl-Albert Rinast
Dr. rer. nat. Karl-Albert Rinast

“dass sich unzufriedene Patienten direkt beim Arzt melden”
Das muss man sich aber auch erstmal trauen, und die betreffenden Ärzte müssten dann auch souverän genug sein, sachlich darauf einzugehen.
Auch ansonsten ist es icht immer einfach als halbwegs informierter Patient auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden.
Shared decision making ist zwar in aller Munde, sehr viel zu spüren ist an vielen Stellen davon allerdings noch nicht.
Wenn man nur das Web erwähnt reicht dies oft schon aus, um im besten Falle sehr mitleidig lächelnd angesehen zu werden. Wo um alles in der Welt sollen denn die Infos sonst herkommen? Die Ärzte haben sie doch auch dort her. Ich behaupte ja gar nicht selbst 10 Jahre medizinische Ausbildung hinter mich gebracht zu haben, nur Leitlinien kann ich schon lesen und verstehen, und auf dem engen Gebiet meiner seltenen Errkankung durchaus eine gewisse Kompetenz erwerben. Und wenn bei der Behandlung von Leitlinien abgewichen wird, wofür es durchaus Gründe geben kann, würde ich das gern auf Augenhöhe erläutert bekommen. “Machen wir hier immer so” reicht mir nicht.
Natürlich kann ein Durchschnittspatient kaum detailliert die medizinische Kompetenz eines Arztes bewerten. Ob er sich als Partner bei der Behandlung wahrgenommen fühlt oder nicht, kann er hingegen schon beurteilen, dafür braucht es kein Medizinstudium.

#10 |
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Dr. Wolfhard Spiewok
Dr. Wolfhard Spiewok

Auf solchen Portalen kann jeder, ungefragt, anonym und ohne Angst vor Strafe, Ärzte und Krankenhäuser beschimpfen und diffamieren. Auf der anderen Seite muss man zur Negativbewertung eines Online-Händlers ausführliche Begründungen schreiben und läuft dabei noch Gefahr verklagt zu werden oder dass das Portal die Bewertung einfach streicht. Vor zwei Jahren hatte ich einen Möbel-Händler, der übrigens ein halbes Jahr später wegen betrügerischer Insolvenz verknackt wurde, negativ bewerten wollen. Ich bekam doch tatsächlich eine Mail von dem entsprechenden Portal, dass sie negative Bewertungen nicht veröffentlichen könne, da ihnen ansonsten die zahlenden Kunden absprängen. Genauso läuft es auch bei den Urlaubs- und Vergleichsportalen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Jameda und Co genau dieses Geschäftsmodell verfolgen und von den Medizinanbietern quasi Schutzgeld erpressen wollen.
Fazit: ignoriert die doch einfach…

#9 |
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Nichtmedizinische Berufe

Beispiel: Ein chronischer Schmerzpatient nimmt nach einer OP zur Schmerzbekämpfung Oxycodon .
Es kommen drei Feiertage. Der Patient überschreitet die Dosis (aber noch im Rahmen des Beipackzettels, also dosiert nicht über.) in dem er vom retardierten Präparat 10 mg alle zwölf Stunden eine Tablette nimmt anstatt eine am Tag, weil er es vor Schmerzen nicht aushält .
Am nächsten Arbeitstag sucht er sofort seinen Hausarzt aus und sagt, was passiert ist.
Der Hausarzt wird so aufgebracht dass er dem Patienten sofort das Oxycodon entzieht und ihn auch alle Tabletten abgeben lässt.
Wenige Stunden später übergibt sich der Patient, zittert und leidet unter Panikattacken.
Er sucht das Krankenhaus auf, in dem man ihm erstmal wieder Oxycodon bekommt.

Irgendwo ist ein Fehler passiert, wobei ich nicht beurteilen kann, ob beim Patienten oder beim Arzt.

Wäre das genug für eine Beschwerde gewesen, oder zu geringfügig? Und wenn es zu geringfügig ist, dann macht sich der Patient eben auf Bewertungsportalen “Luft” – und wechselt den Arzt.

#8 |
  26
Gast Susanne
Gast Susanne

Anonyme Kommentare mögen nicht immer fair sein, aber auf einigen Portalen ist zumindest eine Antwort auf einen Kommentar möglich.
Ein direktes Gespräch mit einem Arzt sehe ich mittlerweile als schwierig. Die Götter in Weiß sind immer noch vielfach vertreten. Da wird schon eine Zweitmeinung als Affront betrachtet und gern auch der Patient mit Fachwörtern mundtot geredet.
Ärztekammer: Einmal und nie wieder. Kaum Eingehen auf die Beschwerden, sogar Verdrehung der Tatsachen. Von einem emeritierten Professor, also höchstwahrscheinlich einem oben erwähnten Gott in Weiß. Ein Einspruch ist leider night möglich. Wozu also den Aufwand betreiben?
Leider gibt es immer noch viel zu wenige “normale” Ärzte, die sich so wie Sie Gedanken machen und vor allem nicht über den Kopf des Patienten reden.

#7 |
  23

Ich habe im Radio gehört, dass 60 5* Bewertungen 590€ kosten…
Das sagt doch schon alles über diese Bewertungsportale aus…

#6 |
  7
Nichtmedizinische Berufe

Oha, da habe ich aber jetzt Mitschuld. Hätte ja mal abwarten können. Wegen des zu löschenden duplizierten Beitrages, bezieht sich die Ansprache meines Beitrages #5 auf #3 und nicht #4. Sorry

#5 |
  5
Nichtmedizinische Berufe

@#4: Vielleicht mag es für einige Fälle so zutreffen. Meine Erfahrung war mit SHGs war allerdings, dass es genauso Geschmackssache war, also mit der NC wo ich exzellente Erfahrungen wiederholt machte, wurde von anderen gegensätzlich erlebt und so auch herumposaunt.
Das hatte mich trotzdem nicht dazu bewogen Gegenstimmen zu veröffentlichen.
Außerdem hatte ich bisher noch nicht erlebt, dass jemals eine Zahnarztempfehlung mit Zufriedenheit quittiert wurde.
Nicht nur daher empfehle ich gar nichts mehr.
Die Expertisen von SHGs waren mir ohnedies nicht weiterführend genug.
Ich bin da lieber immer wieder meine eigene SHG, denn für meinen Fall gibt es sowieso nichts.
Und wenn ich aus Spaß mal so (Dach)Organisationen für seltene Erkrankungen anschrieb, lautete es immer nur maschinell: “Suchen Sie sich eine SHG in Ihrer Nähe”. Na, diese SHG möchte ich mal sehen, die sich mit diesem unbekannten Allerlei auskennen möchte.
Da kann ich meine Zeit auch anders verschwenden…

#4 |
  6
Gast
Gast

Da wäre ich nicht so sicher: Medizinische Aspekte können Laien z.B. dann sehr wohl beurteilen, wenn Ihnen eine falsche Diagnose gestellt bzw. in deren Folge eine falsche Behandlung zugekommen ist, die durch einen anderen Arzt oder andere Ärzte aufgedeckt bzw. korrigiert wurde. Man muss nur mal zu einer Selbsthilfegruppe (z. B. Hämochromatose-SHG) gehen; da erfährt man, in wie vielen Fällen Patienten eine Odyssee von Falschdiagnosen und Fehldiagnose durchmachen mussten, bevor die auf einen kompetenten Arzt trafen.

#3 |
  8
Nichtmedizinische Berufe

Hatte ich nicht nötig und werde ich auch nicht nötig haben.
Bisher habe ich alles bilateral direkt mit den behandelnden Ärzten klären können.
Fast immer ohne die Probleme, die da oft behauptet werden.
Ich könnte die Krise bekommen mit diesen sogenannten Bewertungsportalen.
So wie ich hier nicht anonym schreibe und meine Kritik oder mein Lob äußere, mache ich das auch sonst so in anderen Angelegenheiten in meinem Leben.
Ich brauche niemanden der mir Händchen hält…

#2 |
  10
Gast
Gast

Das stellt jetzt nur die Sichtweise eines Arztes dar. Auf diesen Bewertungsportalen können Ärzte Kritik, die durchaus auch berechtigt sein kann, einfach sperren lassen.

Siehe einige plastische Chirurgen, wo es eben um subjektives ästhetisches Empfinden eines Patienten geht….

#1 |
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