Apo-Gehälter in Europa: Lohnt sich Auswandern?

26. Januar 2018

Öffentliche Apotheken suchen händeringend nach Approbierten oder PTA. Liegt der Fachkräftemangel an zu niedrigem Gehalt oder an fehlenden Perspektiven? Im europäischen Vergleich zeigen sich viele Gemeinsamkeiten, aber auch drastische Unterschiede.

Berta Huber (46, Name geändert) ist frustriert: „Kein weiterer Gehaltsaufstieg nach dem 15. Berufsjahr und keine Anerkennung für Weiterbildungen“, beklagt sich die Münchener PTA. Ihren wahren Namen möchte sie hier nicht lesen, was angesichts der Pläne auch verständlich ist. Sie kann sich vorstellen, jenseits der deutschen Grenzen zu arbeiten, vielleicht in Dänemark. „Das Land kenne ich von mehreren Reisen“, erzählt sie weiter. „Und ich war auch schon in etlichen Apotheken zu Besuch.

PTA: Schwammige Befugnisse

Ihr Wunsch, Deutschland zu verlassen, überrascht angesichts der fehlenden Perspektiven in öffentlichen Apotheken kaum. Erhebungen der European Association of Pharmacy Technicians (EAPT), einer Interessensvertretung auf EU-Ebene, zeigen, welche Unterschiede oder Gemeinsamkeiten es in verschiedenen Nationen gibt. Alle Interviews fanden im Jahr 2017 statt.

Hier zeigt sich vor allem ein Unterschied: PTA dürfen in allen Nationen zu nicht rezeptpflichtigen oder nicht apothekenpflichtigen Produkten, also OTCs und Freiwahl-Artikeln, beraten. Bei Rx-Präparatensehen kommen eher Apotheker als PTA zum Zuge. In der Tschechischen Republik, in Finnland, Frankreich, Irland, Norwegen, Serbien, Slowenien und Schweden kontrollieren studierte Pharmazeuten die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente durch PTA. Kollegen aus Kroatien haben nicht die Befugnis, rezeptpflichtige Präparate abzugeben. Deutschland hat sich mit einer schwammigen Formulierung aus der Verantwortung gezogen. „Der pharmazeutisch-technische Assistent ist befugt, in der Apotheke unter der Aufsicht eines Apothekers pharmazeutische Tätigkeiten auszuüben“, heiß es im Gesetz über den Beruf des pharmazeutisch-technischen Assistenten. Genauere Definitionen sucht man vergebens. 

Bei unklaren ärztlichen Verordnungen sind oft Rückfragen in Praxen erforderlich. Den Kontakt zu Medizinern dürfen PTA nur in wenigen Ländern, nämlich in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland und Portugal suchen. Und bei der Abgabe sowie der Dokumentation von Betäubungsmitteln gibt der Gesetzgeber lediglich Kollegen aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Portugal und Schweden entsprechende Befugnisse. Wenig überraschend sind EU-weit Rezepturen eine Domäne der Berufsgruppe. Bleibt als Fazit: Verglichen mit anderen Nationen haben Kollegen aus Deutschland fachlich recht weite Spielräume. Doch wie sieht es beim Gehalt aus?

Reden wir übers Geld

Besonders gut schneiden dänische PTA ab (brutto 48.000 Euro), gefolgt von Kollegen aus Norwegen (40.000 Euro), Schweden (33.000 Euro), Großbritannien (26.000 Euro) oder Finnland (25.000 Euro). Am Ende der Skala rangieren Portugal (11.000 Euro), Ungarn (7.800 Euro) und Serbien (3.000 Euro). Alle Angaben basieren auf Durchschnittswerten für 40 Wochenstunden, zwölf Monatsgehälter und wurden im Jahr 2015 erfasst. Das Tarifgehalt liegt in Deutschland derzeit bei rund 26.000 bis 34.000 Euro, falls man 13 Monatsgehälter zugrunde legt. Abweichungen nach unten oder seltener nach oben kommen vor.

Wer jetzt schon ans Kofferpacken denkt, sollte sich erst gut über mögliche Beschränkungen informieren. Von Land zu Land unterscheiden sich die Kriterien zur Anerkennung. Ohne Sprachkenntnisse wird die Sache schwierig. Und nicht zu vergessen: In der Schweiz, in Italien, Österreich oder Griechenland gibt es keine PTA. Damit bleiben dort nur PKA-Tätigkeiten übrig. Und Großbritanniens PTA sind „bessere Verkäuferinnen“ des Freiwahlsortiments.

Approbierte: Luft nach oben

Auch bei studierten Pharmazeuten sind Jobs in öffentlichen Apotheken nicht gerade der Traum ihrer schlaflosen Nächte. Andere Länder scheinen deutlich attraktiver zu sein. Angestellte Kollegen erhalten in Deutschland laut Tarifvertrag in den meisten Kammerbezirken derzeit 3.362 bis 4.077 Euro brutto pro Monat. Das entspricht 43.700 bis 53.000 Euro bei 13 Monatsgehältern. Viele Chefs zahlen 13 Prozent über Tarif. Damit ist der Notdienst gleich abgegolten (Bundesrahmentarifvertrag, § 6).

Damit rangiert Deutschland eher im Mittelfeld, verglichen mit anderen Nationen. Das Portal „Pharmacy Times“ kürt auf Basis eigener Befragungen angestellte US-Offizinapotheker mit umgerechnet 87.000 bis 96.000 Euro als Top-Verdiener, dicht gefolgt von Approbierten aus der Schweiz (68.000 Euro), aus Kanada (66.000 Euro) und aus Großbritannien (46.000 Euro). Die Zahlen beziehen sich jeweils auf ein Brutto-Jahresgehalt, Stand 2015. Da Pharmazeuten in fast allen Ländern bei großen Ketten angestellt sind, lassen sich die Werte schwer mit heimischen Zahlen vergleichen. Im Nachbarland Österreichs können sich angestellte Apotheker laut European Association of Community Pharmacists in Europe (EPhEU) über 45.000 bis 73.000 Euro freuen.

„Insider Monkey“, ein weiteres Business-Portal, hat sich ebenfalls mit Vergleichen befasst, Stand 2015. Experten kommen zu deutlich abweichenden Zahlen. Sie geben für die USA umgerechnet bis zu 132.000 Euro, für Kanada bis zu 117.000 Euro und für Australien 86.300 Euro an. Danach folgen Großbritannien (80.000 Euro), Irland (67.800), Neuseeland (49.200 Euro) und Südafrika (46.800 Euro). Der Fremd- und Mehrbesitz liefert eine mögliche Erklärung: Angestellte Approbierte können in Apothekenketten Karriere machen. Große Konzerne benötigen Führungskräfte auf unterschiedlichen Ebenen. Bei uns ist eine Filialleitung das Höchste der Gefühle, denn Apothekenketten sind hierzulande verboten.

Gute Chancen

Wer sein Glück im Ausland sucht, kann sich laut ABDA über gute Chancen freuen. Mit der seit 1989 gültigen novellierten Approbationsordnung haben Kollegen automatisch Anspruch auf Anerkennung in der Europäischen Union, im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz. Außerhalb dieser Region führen Staaten oft individuelle Gleichwertigkeitsprüfungen durch. Dann entscheiden sie, ob Examina nachgeholt werden müssen.

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41 Kommentare:

Gast
Gast

# 40: # 38 hier. Ich erwarte persönlich nicht mehr viel. Ich sage nur das, was ich denke und was mir von verschiedenen PTA und Apothekern selbst persönlich gesagt wurde. Es gibt einige PTA, die sich mehr Befugnisse wünschen und auch Apotheker.
Wenn ich mich richtig entsinne hat die DAZ erst vor kurzem eine Umfrage zum Impfen gestartet und ein Großteil der Abstimmenden hat sich für das Impfen ausgesprochen. Das belegt nur, dass viele Apotheker sich eine Erweiterung der Kompetenzen wünschen und sich dessen bewusst sind, dass eine Ausdehnung der Kompetenzen sinnvoll und richtig ist.

Die Schweiz macht es mit dem Impfen vor und in den USA ist man positiver Vorreiter in Sachen Medikationsmanagement für Apotheker. Das könnten wir genauso haben.

Die Frage danach, was ich “erwarte” stellt sich demnach weniger, denn um mich als Einzelperson geht es hier nicht.

Ich orientiere mich beruflich ohnehin langfristig um. In dem Zusammenhang wünsche ich Ihnen viel Erfolg, dass sie das, was sie sich vorgenommen haben, umsetzen können.

#41 |
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Gast
Gast

#38 ABDA= Friedemann S.
Was erwarten Sie?

#40 |
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Gast
Gast

Zu 38: Amen.
Nur eine Sache noch: Meiner Meinung nach gibt es keine einzige Aufgabe in der Apotheke, die von einer entsprechend fortgebildeten und zertifizierten PTA nicht mindestens genauso gut ausgeübt werden kann wie von einem Apotheker.

#39 |
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Gast
Gast

Noch einmal die Nr. 19 hier.

Ich habe mir die ganzen Beiträge noch einmal durch gelesen. Ich finde es gut und richtig, dass hier verschiedene Meinungen zur Sprache kommen.

Von “Apothekenketzer”, die sich sehr gegen das Apothekensystem ausspricht bis hin zu Frau “Bengler” die pro Apotheke ist, zeigen die Berichte lediglich die Bandbreite an Meinungen und es zeigt auch, dass die derzeitige Situation der Apotheke das Personal, welches in den Apotheken tätig ist, spaltet und das zu recht!

Zu Gast Nr. 35. Im Interesse aller kann ich nur hoffen, dass die ABDA den Gegenentwurf bringt und dieser konstruktiv und gut ist.

Was alle Artikel allerdings weiterhin nicht beantworten ist die Frage nach dem warum die Apothekerschaft in der Situation ist, wo sie sich befindet. Es geht um Aufgabenbereiche, es geht um Veränderung, um das Abrücken vom ehemals “goldenen” Status quo, der schon lange nicht mehr golden ist. Die Apothekerschaft verpasst es, wenn sie so weiter macht, sich weiter zu entwickeln und gefährdet damit ihre Grundlage – Materiell / finanziell und auch langfristig personell.

Anstelle Potenziale endlich zu nutzen, wird immer noch viel Potenzial verschwendet. Apotheker können impfen mit einer entsprechenden Weiterbildung, Apotheker können Pharmakotherapie betreiben und Medikationsmanagement machen. Gute Apotheker brauchen Ärzte dafür nicht, auch wenn ich Ärzte in sehr vielen Kompetenzbereichen schätze und diese im Bereich Therapie/Diagnose in vielen Punkten weiterhin den Vorrang haben sollten.

PTA können eigenständig Herstellungsprotokolle und Plausibilitätsprüfungen anfertigen und wenn sie das nicht können, so ist auch das Wissen mittels einer Fortbildung jenen bei zu bringen, so dass sie das selbstständig können.

Anstelle gemeinsam als Apothekerschaft zu kämpfen und sich zu verbessern und dazu gehören auch Streik, Trommelwirbel und einiges mehr, zieht man oft den Kopf ein (zumindest wirkt es auf mich so). Da vergeht einem mehr als die Lust!

Eigene Kompetenzen erweitern und Kontrolle abgeben in jenen Bereichen, wo es nicht zwingend notwendig ist, sollte das Credo der Apothekerschaft werden, anstelle starr am “alten” System festzuhalten.

Das sind alles nur Gedankenanstöße, die jedoch grundsätzlich richtungsweisend sein sollten. Meine Meinung als PTA, auch wenn einige das anders sehen.

#38 |
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Gast
Gast

#35 Wenn ich Ihre Rechtschreibung sehe, gehe ich davon aus, dass Sie eher die Reinigungskraft der Apotheke sind!?

#37 |
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Apothekerin

Äh … aber in der Schweiz gibt es den Beruf der Pharmaassistentin – und der ist dem der PTA näher als der PKA.

#36 |
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Gast
Gast

Hallo alle miteinander,
ich möchte hier aus der Sicht der Apothekeninhaber zu diesem Beitrag
ankerken, dass ich keinen Kollegen kenne, der nicht schon seit
langem erkannt hat, dass diese Löhne, wie Sie tariflich zur Zeit in deutschen
Apotheken gezahlt werden niemanden motivieren in einer öffentlichen Apotheke zu arbeiten. Da ich direkt nach dem Studium als Filialleiter angefangen bin ist mir dies nicht so aufgefallen, aber nun nach ein paar Jahren Selbständigkeit tun mir alle Mitarbeiter von ganzem Herzen leid, nur ist einfach nicht mehr drinn. Wenn auch nur im Ansatz etwas von dem Honorargutachten, was zur Zeit beim Wirtschaftsministerium liegt umgesetzt wird, dann werden definitiv Die leiden, die heute schon sich von ihrem Gehalt in einer Großstadt kaum eine Wohnung mit Auto leisten können. Bei mir bekommen auch alle die es möchten einen Zuschuss zur Altersversorgung und alles was möglich ist. Was wie ich finde absolut selbstverständlich sein sollte und ebend auch möglich sein sollte. Nur finde ich es angesichts der Gegenleistung, die man verlangen muss schon heftig wie die Vergütung unserer Apothekenleistung allgemein so politisch Bewertet wird. Angeblich bastelt die ABDA ja gerade an einem Gegenentwurf. Wir sind alle gespannt.

#35 |
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Eva Bengler
Eva Bengler

Die werden schon vernommen. Ich habe ja auch in meinem ersten post geschrieben, dass es leider bei weitem nicht überall so läuft wie bei uns. Da darf ich mich sehr glücklich schätzen und ich habe auch schon in anderen Apotheken gearbeitet wo das nicht approbierte Personal nicht gut behandelt wurde.
Man darf sich aber ja wohl auch positiv äußern und muss sich das dann nicht schlecht reden lassen.

#34 |
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Gast
Gast

Naja Frau Bengler, Sie haben im Prinzip nichts anderes gemacht als hier darzustellen, wie gut es Ihnen geht und wie toll Ihre Stelle in der Apotheke ist.

Ja es gibt auch kritische Stimmen. Warum werden die nicht vernommen?

#33 |
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Eva Bengler
Eva Bengler

Man kann sich alles madig reden wenn man will. In Deutschland jammern alle auf extrem hohen Niveau. Seien Sie doch einfach froh überhaupt eine Arbeitsstelle zu haben. Wenn es ihnen dort nicht gefällt, suchen Sie sich was anderes!!! Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Wenn man den ganzen Tag nur jammert dann wirds auch nicht besser

#32 |
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Apothekenketzer/-in
Apothekenketzer/-in

Toll Frau Bengler dann gibt’s ein paar Euro mehr.
Warum erkennt eigentlich niemand die Ungerechtigkeit?

#31 |
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Eva Bengler
Eva Bengler

Ja das tue ich weil ich nämlich ( Arbeitgeber unterstützt ) zusatzversic

hert bin

#30 |
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Apothekenketzer/-in
Apothekenketzer/-in

Zu 27: Das werde ich ganz sicher nicht. Lesen Sie noch einmal die Beiträge, dann wissen Sie auch warum. Und nur nebenbei: Ich bin eine Frau. Darf ich als solche kein Neutrum als Pseudonym verwenden und frei meine Meinung äußern? Emanzipation ist nicht nach jedermanns Geschmack wie es scheint…

Frau Bengler ich freue mich sehr für Sie.
Freuen Sie sich schon auf die wohlverdiente Altersarmut nach vielen vielen Berufsjahren?

#29 |
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Eva Bengler
Eva Bengler

Hallo ich bin auch PTA und mit meiner Stelle in der öffentlichen Apotheke zufrieden!! Natürlich könnte es mehr Geld geben, aber solange das Arbeitsumfeld stimmt ist das nicht soo schlimm. Bei uns arbeiten alle Hand in Hand. Ich weiß, dass es leider bei Leibe nicht überall so ist.
Was ich allerdings grundsätzlich schade finde ist, dass der PTA Beruf zu wenig gewürdigt wird. Es sollte eine Art Zusatzausbildung geben, die uns mit PIs oder Vorexaminierten gleich stellt. Denn in wenigen Jahren fallen diese beiden Berufsgruppen weg. Wir haben jetzt schon zu wenig Apotheker was soll dann werden? Jetzt wäre noch Zeit für PTAs die möchten ” aufzusteigen” und zumindest einen Anteil der Notdienste machen zu dürfen um die Approbierten zu entlasten. Natürlich weiß ein Apotheker durch sein Studium wesentlich mehr als eine PTA. Aber im Notdienst den Menschen genauso zu helfen wie im Alltag sollte auch PTAs möglich sein

#28 |
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Gast
Gast

Der Herr “Apothekenketzer” darf auch gerne mal seinen Namen nennen. Ansonsten kommen mir dessen Kommentare wie das Gemaule der beiden alten Greise auf der Empore bei der Muppets-Show vor.
UNd was mich hier noch wundert: alle klagen laut und beschuldigen sich gegenseitig. Tut mir leid, das ist reine Symptom-Brhandlung. Das Übel an der Wurzel packen ist die richtige Strategie. HIer meckert jeder über jeden, aber mich wundert, dass hier keiner ein Wort über die GKV fallen lässt. Ist das typisch PTA/Pharmazeut, ständig stille jammern und dann doch weiterleiden. Mei-o-mei-o-mei!!!! Luja-sag-i …..

#27 |
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Gast
Gast

In D gibt es ohnehin gefühlt zu viele Apotheken. Ich meine man sollte den Markt gesundschrumpfen.

#26 |
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Gast
Gast

Für die vorwiegend distributiven Aufgaben in der ÖA, sowie die Weitergabe von Informationen an die Kunden (die Wissensgenerierung über AM erfolgt ja auf vielen Stufen vorher) sowie das Beachten von Interaktionen und KI ist das jetzige Gehalt sicherlich in Ordnung (und für jeden Absolventen nachzulesen). Bestimmte Aufgaben (Rezeptur z.B.) sind sicherlich untervergütet. Da der häufigste Satz in deutschen Apotheken (nach dem ganzen Rabattverträgewahnsinn) aber ein “Gehen Sie zum Arzt” oder “Das muss der Arzt..” ist, wird sich an der Gehaltsstruktur nichts ändern.

Ein Blick in andere Länder zeigt, das hier mit der Apothekertätigkeit teils ganz andere Aufgaben (Impfen, Verschreibungsrechte, MM, Behandlung bestimmter Erkrankungen) verknüpft sind, wobei mehr Rechte= mehr Pflichten auch ein höheres Gehalt bedingen. Dafür muss man dann aber auch seine A*** hinhalten, wenn was passiert.

#25 |
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Die Führungsverantwortlichen in unserem Beruf müssen sich überlegen, an welchen Stellschrauben sie drehen wollen, damit sie angesichts des Wettbewerbs um Fachkräfte nicht leer ausgehen. Zieh den Kittel an und probiere aus ob er dir passt reicht längst nicht mehr aus.

#24 |
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Apothekenketzer
Apothekenketzer

Frau Micaela Werner, dann tun Sie uns allen einen Gefallen: Stellen Sie das so apothekertypische Jammern und Klagen ein und sperren Sie zu.

#23 |
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Apothekenketzer
Apothekenketzer

Zu 20: Vergessen Sie nicht die Inkontinenz.

#22 |
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Apothekenketzer
Apothekenketzer

Zu 19: Danke Frau Kollegin dass Sie sich mit mir trauen die unbequeme Wahrheit auszusprechen! Da Sie dafür aber von den Apothekern hier viele Dislikes bekommen werden, gebe ich Ihnen schonmal hundert im Vorraus.
Die reine, ungeschönte Wahrheit wird von Approbierten meist nicht vertragen, ich weiß das aus Erfahrung.
Daher die Empfehlung: Wehren Sie sich gegen die Anweisung, fragwürdige OTCs zu verramschen! Erkundigen Sie sich nach Studien und notieren Sie das wichtigste.
Weisen Sie Ihren Chef auf die Zustände hin und legen Sie ihm das Elaborat vor. Machen Sie deutlich, dass Sie so nicht länger arbeiten wollen/können/möchten.
Fordern Sie ein, dass man Ihnen Ihre Fachkompetenz, die Sie durch ein staatliches Examen erworben haben, zurückgibt und Sie wieder frei entscheiden dürfen.
Stoßen Sie auf taube Ohren: Suchen Sie sich schnellstmöglich einen neuen Job, gerne außerhalb der Apotheke.
Qualifiziertes Fachpersonal wird nicht überall so schlecht behandelt resp. bezahlt wie in der Apotheke!
Denken Sie immer dran: Ohne unseren Berufsstand, unsere tägliche Opferbereitschaft, unser Armutsgelöbnis würde in deutschen Apotheken nichts, wirklich gar nichts mehr gehen.
Sie sind Gold wert und werden mit Blei bezahlt.

Herr Hackland, es hat einen einfachen Grund, warum Kritiker wie Whistleblower niemals ihren Namen nennen.
In Deutschland wird derjenige sozial isoliert und ausgegrenzt, gemobbt, gemieden und beschimpft der auf den Dreck hinweist, aber nicht der der ihn verursacht hat.
Und mit ein bisschen Pech liegt am nächsten Tag die Kündigung im Briefkasten, weil der verblendete Chef mitgelesen hat und einen der Blasphemie anklagt.
Nein, danke.
Dann lieber anonym.

#21 |
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Gast
Gast

Jahrelang studiert, um dann festzustellen, dass man Einzelhändler für Condome, Schlankheitspulver und Faltencremes ist. Mir tät das stinken.

#20 |
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Gast
Gast

Ich bin PTA.

An und für sich ist PTA ein schöner Beruf von dem was ich gelernt habe, aber die Bezahlung in der öffentlichen Apotheke ist einfach mehr als bescheiden.

Mit bescheidener Bezahlung könnte ich ja noch leben, wenn ich denn wirklich mit dem Gefühl abends nach Hause gehen könnte etwas richtig “Gutes” geleistet zu haben.

Das habe ich allerdings oftmals nicht, denn als PTA / Apotheker fühlt man sich schnell einmal wie eine Rezeptbelieferungsmaschine, bzw. empfiehlt teils fragwürdige OTCs (so meine persönliche Meinung). Wo ist da der intellektuelle Anspruch?

Dann die zunehmende Bürokratie.

Von Apothekenhierachien mag ich hier erst gar nicht anfangen, die manchmal offen, bzw. versteckt gelebt werden und wo man als PTA oft in der Mitte zwischen PKA und Apotheker steht.

Als mich dann letztens ein Mitarbeiter eines großen Lebensmitteleinzelhandelsunternehmens auch noch angrinste und meinte “Meine Frau ist auch PTA in der Apotheke. Da verdienen Sie ja nun wirklich ganz schön wenig. Ich arbeite bei xy und verdiene das Doppelte in unserer Filiale” war es dann wirklich vorbei. Da kam ich mir dann endgültig vom System “ver******” vor.

Für die Ausbildung noch Geld bezahlen, 2 Jahre richtig viel lernen, einen manchmal v.a. emotional ganz schön stressigen Job haben und dann so bescheiden verdienen und auch nicht emotional wirklich zufrieden nach Hause gehen.

Da wundert man sich dann über Fachkräftemangel in Deutschland in den Apotheken? Ernsthaft?
Und die ABDA steht daneben bei der Vergütungsnovellierung der Apotheken und macht bislang nicht viel mehr außer schweigen?
Wenn die Apotheker einmal Mut hätten würden sie einmal ausnahmslos alle streiken, inklusive der Apothekenleiter. Macht aber keiner, weil sie mehr Angst vor Verdienstausfällen und Veränderungen im System als vor allem anderen haben. In einer Welt, die sich ständig verändert will die Apothekerschaft am Status quo festhalten? Na dann – Viel Erfolg!

Dänemark scheint mir für alle auswanderungswilligen PTA eine richtig gute Option zu sein. Letztendlich ist das allerdings wie so viele Dinge im Leben wohl vor allem eins – Ansichtssache!

#19 |
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Unabhängig von der unten geführten Diskussion über zu geringe Bezahlung und Arbeitsklima, so ist der Artikel eigentlich wenig aussagekräftig. Es fehlt mindestens noch ein Absatz über Kaufkraftparitäten und die ganzen Lebenshaltungskosten. Sicher erscheinen etwa 100k€/a in den USA wahnsinnig viel. Wenn man davon aber selbst noch Kranken- und Rentenversicherung zahlen muss, bleibt da auch nicht mehr so viel übrig.

#18 |
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Hans Hackland
Hans Hackland

Moin , moin an Gast -:)) kenne Ihren Namen immer noch nicht . Emphehle
Ihnen aber einen Boxsack mit Apotheke drauf und wenn Sie die Realität
kennen lernen möchten , melden Sie sich doch gerne bei mr .Ich zeige Ihnen
dann etliche öffentliche Apotheken in denen das Miteinander mit einer gehörigen Portion Spaß an der Sache gelebt wird . Abschließend!!!! als Fachapotheker für Allgemeinpharmazie ein kostenfreier guter Rat –entscheiden
Sie sich doch für einen Beruf mit mehr Lebensfreude .Spart jede Menge
Omeprazol

herzlichst Hans Hackland , Adresse s.o.

#17 |
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Apotheker

Wenn ich am Hungertuch nagen müsste, dann würde ich mir bestimmt den Stress der Selbstständigkeit nicht antun. Es gibt noch eine Zone zwischen Hungertuch und jenseits der Vorstellungskraft und dort bewegen sich etliche kleine und mittlere Apotheken. Bei „Hungertuch“ würde ich mir als Angestellte Sorgen um mein nächstes Gehalt machen.
Ich möchte hier weiß Gott nicht jammern, aber mir tut es weh, dass ich meine drei PTA gerne noch besser vergüten möchte (das Tarifgehalt ist objektiv nicht besonders üppig, hier in der Gegend wird aber auch zumeist drüber bezahlt), es aber wegen der Einbahnstraße einer Gehaltserhöhung nicht kann, um keine Arbeitsplätze zu gefährden.
Wenn ich als selbständiger Apotheker nicht deutlich mehr als als Angestellter verdiene, sperre ich zu und suche mir eine Anstellung. Keine Schulden, keine Steuerprüfung, keine Verantwortung für Angestellte. Keine Magenschmerzen.

Und zum Thema der Behandlung bzw. Zufriedenheit im Job kann ich nur spekulieren. Nicht immer sind nur „die anderen“ schuld, gerade wenn sich Erfahrungen wiederholen.
Meine Mitarbeiterinnen müssten mir schon gut was vorlügen, wenn sie grundunzufrieden wären. Ich lebe aber auch eine Führung, die mit extrem wenig Hierarchie auskommt. Nicht alle können damit umgehen, die gehen halt wieder. Der Rest ist zufrieden.

Es bleibt aber ein Grundübel, dass die Vergütung der Apotheke in vielen Fällen zu gering ist, um die Jobs adäquat zu bezahlen. Daneben gibt es die Apotheken, die die Spielräume dafür hätten, sie aber nicht nutzen – was natürlich auch die Chancen für die normalen noch mehr verringern würde. Die Schere wird auch hier größer.

#16 |
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Sandra Laupsien
Sandra Laupsien

Schade. In dem Artikel fehlen mir die Pharmazieingenieure. Ganz ausgestorbensind wir noch nicht.

#15 |
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Micaela Werner
Micaela Werner

tja, das ist je eine nette Berichterstattung. Hier meldet sich ein Chef, ein abgenervter Chef. Der arbeitet nicht nach Tarif, sonderm mal so eben 60 Std/Woche. Und das etwas NICHT hinten im Büro, sondern durchweg an der Front und auch immer wieder als Alleinunterhalter. Und warum wohl? Hmmm? Weil der Steuerberater ihm vorgerechnet hat, dass eine optimale personelle Besetzung das finanzielle Ruin der Apotheke bedeutet. Fassen wir also mal zusammen: Personal fühlt sich unterbezahlt und der Chef ist auch alles andere als zufrieden. Nicht nur die PTA findet es in Dänemark netter, der Chef würde auch gerne ins Ausland verschwinden ! Und woran liegt das jetzt? Das hat in meinen Augen zwei Gründe. Punkt eins sind die Krankenkassen, die ihren ursprünglichen Auftrag (SOZIAL-Laden für kranke Mitglieder, die Monat für Monat saftige Beiträge leisten) mißverstehen….den GKV-Angestellten 14 Gehälter zahlen- den “Vorsitzenden” schwindelne Tantiemen zahlen- ihren Mitgliedern unsinnige Wellness- Events anbieten- die ein Heidengeld für Werbung in Fernsehen/ganzseitig in den bekanntesten Gazetten/auf Sportlerkleidung bei irgendwelchen Sportevents ausgeben….statt es in die Gesundung der Mitglieder zu investieren ! Diese GKV mauscheln auch mit den Pharmakonzernen herum. Rabattverträge nennt sich das. Hinter verschlossenen Vorhängen rollen die Rubel. Nach abgeschlossenen Rabattverträgen lohnen sich irgendwelche Subunternehmen zu bezahlen, die spitzfindig nach Formfehlern suchen und dann über “Retaxation” den Spieß umdrehen. Der Chef wird zum unfreiwilligen Sozialerbringer. Und an der Front nerven die Patienten die Apotheke, weil nach den neuen Rabattverträgen die Pillchen wieder einmal die Farbe/Form/Namen/Packungsgröße gewechselt haben.
Man muss das Übel immer an der Wurzel packen. Es bedarf DRINGEND an Reformen im Krankenkassensystem. “Bürgerversicherung” wäre aber das Hinterletzte. Wenn Bürgerversicherung kommt, dann packt nicht nur die PTA das Köfferchen. Cheffe auch !!!

#14 |
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Gast
Gast

Gast Nr 12 Das verstehe ich gut, mir ging es genauso!

#13 |
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Gast
Gast

By the way Herr Hackland: Eine gute Freundin von mir hat vor Jahren die Ausbildung zur Heilpraktikerin angefangen, in einer Apotheke die sogar mit Naturheilverfahren wirbt.
Was hat sie bekommen, für vier Jahre Ausbildung?
Nichts, rein gar nichts.
Keine Anerkennung, nicht mehr Gehalt, sie wurde sogar kritisch beäugt wenn sie am Wochenende wegen der Seminare nicht arbeiten konnte.
Das ist die Wahrheit!

#12 |
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Gast
Gast

Herr Horlitz ganz ehrlich unter uns: In meinen vielen Berufsjahren habe ich noch keinen Apotheker kennen gelernt der amHungertuch nagen müsste. Das sage ich als PTA und eines noch: Die Chefs die immer nur jammern dass kein Geld für eine Gehaltserhöhung da sei sind meist diejenigen die einen Gewinn jenseits der Vorstellungskraft haben. Ich hatte mal eine unfassbar knauserige Chefin, die aber in Wirklichkeit soviel Kohle hatte dass sie es gar nicht auszugeben vermochte. Die Angestellten wurden aber ganz klein gehalten und gejammert wurde…
Übrigens sehr bezeichnend dass sich hier hauptsächlich Apotheker zu Wort melden und selbstverständlich alle Schuld und jede Verantwortung weit von sich weisen, nach dem Motto: Bei mir ist alles besser. Ich aber sage Ihnen: Ich wurde schon so oft mit vollmundigen Versprechen gelockt und als ich denn endlich gekündigt hatte und die neue Stelle ein paar Wochen alt war, ging alles wieder von vorne los. Man steckt immer im Dreck, nur die Tiefe ändert sich.
Warum das alles noch länger aushalten, wenn es Alternativen gibt?
Warum sollten sich junge Menschen im Anbetracht der Wirklichkeit für eine Stelle in deutschen Apotheken interessieren?
Wo sie keinerlei Wertschätzung seitens der Kunden und Approbierten erfahren und behandelt werden als wären sie minderbemittelt?
Ich kenne Apotheken da darf eine PTA noch nicht einmal den Arzt anrufen.
Hallo?

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Apotheker

Es gibt sicherlich solche und solche Chefs und Chefinen. Ich gehe davon aus, dass „meine“ PTAs sich wohl fühlen, nicht überarbeitet werden (natürlich gibt es stressige Tage und auch Episoden, in denen es durch Urlaub und Krankheit eng im HV wird) und mit den Approbierten auf Augenhöhe arbeiten.
Gerade bei dem mangelnden Respekt innerhalb des Teams kann ich nur empfehlen, selbst Konsequenzen zu ziehen. Zumindest hier im Ruhrgebiet ist der Arbeitsmarkt für PTA gut und gute PTA, die sich nicht bei der Berufswahl verwählt haben, finden eine passende Stelle.
Was das Geld angeht: Liebe PTA und allgemein liebe in Apotheken Angestellte, kümmert Euch. Tretet an Eure örtlichen Bundestagsabgeordneten heran, schildert denen, dass sich der Rohertrag der Apotheken, aus denen sich Euer Gehalt finanziert, seit Jahren nach unten entwickelt und schlicht keine Luft für angemessene Gehälter ist. Von dem Stress, den uns die politisch gewollten Rabattverträge täglich machen, ganz zu schweigen.

Milch und Honig fließen bei mir nicht (für mich auch nicht), aber Respekt und planbare Arbeitszeiten.

#10 |
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Gast
Gast

Irgendwie war ich grad nicht eingeloggt. Kommentar #8 ist von mir. Bert Napierkowski

#9 |
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Gast
Gast

Ich plauder mal aus, wie das bei uns aussieht: Max. 20 min. Arbeitsweg (wenn überhaupt), gewünschte Teilzeit, Arbeitszeiten mit restlicher Familie und Kita abgestimmt, durchschnittlich aller 3 Wochen samstags 8-12 Uhr. “Meine” Damen lachen nicht darüber, sie freuen sich.

#8 |
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Gast
Gast

Herr Napierkowski, frauen- und familienfreundlich? Der Witz des Jahrhunderts!

#7 |
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Gast
Gast

Herr Hackland, ich finde es wirklich toll, dass Sie eine Apotheke haben, aus deren Wände Milch und Honig fließen! Ich sage Ihnen, auch aus fast zwanzig Berufsjahren als PTA, dass Apotheken wie Ihre die absolute Ausnahme sind! Überall anders ist es genau so, wie Nummer 4 sagt. Teils noch schlimmer

#6 |
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Ich kann die in den hiesigen Kommentarspalten immer wieder wiederholten Äußerungen, die den Status und den Stand der PTAs schwarzmalen, nicht als allgemeingültig anerkennen. “Meine” PTAs sind in allen Bereichen der Apotheke tätig, ob Rezeptur/Labor, HV, Pflegeheim-Versorgung, Aktionen …, wie auch Approbierte und PIs. Sie nehmen auch die gleiche Stellung und Stimme ein, wenn es Beratungen zu innerbetrieblichen Themen gibt, und wenn die familiäre Situation es erfordert oder wünschenswert macht, finden wir immer eine entsprechende Arbeitszeitlösung. Geld wünscht sich wohl jeder mehr, in Deutschland hängt es aber zum allergrößten Teil an der AMPrVO, was wie verteilt werden kann. Ich habe auch den Eindruck, dass sie sehr gerne mit Menschen arbeiten und durchaus in der erfolgten Hilfe bei gesundheitlichen Problemen aller Art ihre Erfüllung finden. Sie reden von den gravierenden Nachteilen der öffentlichen Apotheke, ich denke, dass man solche frauen- und familienfreundliche Bedingungen, zu denen durchaus auch Wohnortnähe zählt, in anderen Branchen schwerer findet.

#5 |
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Gast
Gast

Tja Herr Pollmann, wenn Sie sich selbst beweihräuchern und hier allen Ernstes Fragen stellen, was denn die Nachteile unseres Berufes wären, dann ist Ihnen, mit Verlaub, nicht mehr zu helfen!
Aber ich werde versuchen, ein paar Punkte aus Sicht der PTAs aufzuzählen, die so einfach nicht mehr tragbar sind:
– ständige Überforderung durch Personalmangel, den der Chef aber toll findet, es läuft ja. Auf die psychische Verfassung wird keinerlei Rücksicht genommen,
– schlechte, zum Teil unterirdische Behandlung durch Patienten und besonders Vorgesetzte. Es hat einen Grund, warum sich fast niemand traut, das Apothekensystem mit Klarnamen zu kritisieren: Die Apothekerschaft will die Wahrheit nicht hören und wünscht sich insgeheim wieder Zeiten um die Jahrhundertwende zurück, sie leben in einer realitätsfernen Blase, fernab von so teuflischen neumodischen Dingen wie moderne Personalführung.
– familienunfreundliche Arbeitszeiten, zum Teil bis 20 Uhr
– eine der Arbeit und Verantwortung vollständig unangemessene Bezahlung. Bewerben Sie sich lieber bei dm oder Müller. Da gibt’s mehr Geld für null Verantwortung.
– Fortbildungen müssen größtenteils privat in der Freizeit absolviert werden. Der erfolgreiche Abschluss bringt keinen (sic!) Mehrwert, im Sinne einer Gehaltserhöhung.
– jeder Versuch von Seiten der PTAs, ein wenig mehr Verantwortung und Kompetenz zu erlangen, wird sofort von den Apothekern im Keim erstickt. Ebenso wie Versuche, ein bisschen mehr Gehalt zu verhandeln.
– Gängelei durch die kranken Kassen und dem damit einhergehenden Druck bei der Rezeptbearbeitung
– Kompetenzentzug, Misstrauen und Zurückstufen des PTA Berufes auf den Stand einer Neunjährigen, die laut der neuen Betriebsordnung sogar für ihre Kernkompetenzen, Rezeptur und Kundenbetreuung, eine schriftliche Freigabe bzw eine Beratungsbefugnis ihres Chefs braucht (Hallo? Geht’s noch? Examiniertes Fachpersonal?)

Ich könnte die Liste noch unendlich weiterführen, Herr Pollmann.
Auch für Sie ist es jetzt Zeit, aufzuwachen.
Das Handlangerpersonal hat die Schnauze voll!

#4 |
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Hans Hackland
Hans Hackland

Hallo ,
ich finde den Kommentar des Gastes ( warum anonym ? ) doch
sehr schade .Ich betreibe meine Apotheke seit über 30 Jahren und
die Wertschätzung ALLER Mitarbeiter(innen) sowohl im Umgangston , dem
gemeinsamen Bemühen in der Versorgung unserer Kunden und nicht zuletzt
auch die adäquate Entlohnung für eine gute Work Life Balance sind der
Schlüssel für ein modernes Apothekenunternehmen .Gerade die PTA ( ich arbeite mit mehreren ) sind bei vielen Aufgaben Stütze und Rückgrad im Apothekenalltag.Es kommt nur , wie überall auf ein gutes Miteinander an . Zur Höhe des Einkommens !! Dies lässt sich durch Einsatz und Qualität beeinflussen .Gute Leute verdienen auch gutes Geld .
Zuletzt !! die meisten Pharmazeuten sind angetreten um Menschen mit Ihrem Wissen zu helfen .Der ideale Ort dazu ist selbstverständlich!! die öffentliche Aotheke . Es gibt fast 20000 Apotheken , suchen Sie sich doch eine vernünftige -:)) gibt es ausreichend
Hans Hackland , Rantzau Apotheke , 25355 Barmstedt

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Ulrich Pollmann
Ulrich Pollmann

Gerne möchte ich auf das, was der “Gast” unten vermerkt hat, kurz antworten.
Jede/r PTA, die in unserer Apotheke arbeitet, wird ganz selbstverständlich mit Respekt gehandelt, wie jeder andere Mensch auch. Fehlt da dem ” Fußabtreter” etwas Selbstbewusstsein und oder dem Chef eine notwendige Erziehung?
Was sind bitte die genannten gravierenden Nachteile, die wir zu erdulden haben und vor unserem Berufseitritt nicht schon kannten?
Gibt es einen Beruf ohne Nachteile?
In unserem Team arbeiten die Approbierten, PTA und KKA als Kollegen hervorragend und respektvoll zusammen. Ich wünsche Ihnen mehr Zufriedenheit!
Apotheker Ulrich Pollmann, Köln
P.S. ein allgemeiner Hinweis: heute ist es üblich, sich ohne Namensnennung in Medien zu outen.
Mein Selbstbewusstsein erlaubt es mir, Dinge aber auch mich beim Namen zu nennen.

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Gast
Gast

Allgemein gesprochen sind wir PTAs primär nur noch zum Verkaufen da. Wir haben einen höchst verantwortungsvollen Beruf, auch wenn uns ständig ein Apotheker beaufsichtigen muss. Das was wir ursprünglich gelernt haben, dürfen wir nicht mehr machen. Jede Kollegin und jeder Kollege, der sich freiwillig die öffentliche Apotheke antut mit all ihren gravierenden Nachteilen, den zunehmend untragbaren Patienten, einem Hungerlohn und eine Behandlung wie im Mittelalter, dem ist nicht mehr zu helfen. Für gut ausgebildetes pharmazeutisches Personal, speziell für die Fußabtreter der Approbierten, den PTAs, gibt es derzeit nur eine einzige Lösung: Raus aus der Apotheke und einen besseren Job mit besserem Verdienst und besseren Arbeitszeiten suchen.

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