Zervixkarzinom: Heilbringendes Sperma

10. Januar 2018
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Sperma könnte zukünftig dabei helfen, Gebärmutterhalskrebs zu bekämpfen. In Dresden entwickeln Physiker aktuell eine Technik, die es möglich macht, Spermazellen mit einem Zytostatikum zu beladen, das sie dann an den Zielort transportieren.

Sperma könnte zukünftig dabei helfen, Gebärmutterhalskrebs zu bekämpfen. Das zeigt eine Studie, die Physiker des Leibniz-Instituts Dresden veröffentlicht haben. Sie forschen an einer Technik, Krebsmedikamente mithilfe von Spermazellen zielgerichtet in das weibliche Geschlechtsorgan zu transportieren.

Zunächst beluden sie die Spermien mit Doxorubicin, einem Zytostatikum, das zur Therapie von malignen Tumoren eingesetzt wird. In einer Kultur mit Zervixkarzinomzellen konnten damit innerhalb von drei Tagen 87 Prozent der Tumorzellen abgetötet werden. Anschließend entwarfen sie vierarmige magnetische Gurte, die den Spermien angelegt werden können, um sie mit Magneten zielgerichtet zu steuern.

Sollten sich diese „Spermbots“ als effektiv und praktikabel erweisen, könnten mit ihrer Hilfe auch andere Krankheiten wie Endometriose behandelt werden. Der Vorteil: Die Spermien können in das Zellinnere gelangen, das Medikament gezielter wirken lassen und zudem gesundes Gewebe verschonen.

 

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Allgemein

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8 Kommentare:

Heilpraktikerin

Frage: Wieviel Prozent der Spermien gelangen in das Zellinnere der Spermaempfängerin? Könnte mir vorstellen, dass unter normalen Umständen die Anzahl gar nicht so hoch ist (Der nachgewiesene Mikrochimärismus indiziert, dass so etwas generell möglich wäre). Wird hier therapeutisch etwas beigefügt, was dieses begünstigt? Ethisches Problem wird sein, dass hierzu aufgrund der Qualität in der Umsetzung auf Spendersperma gesetzt werden müsste. Wie oft müsste eine solche Gabe erfolgen und was sind die immunologischen Nebenwirkungen dieser Therapie?
Spermbots klingt interessant, aber da wird es noch viele Hürden für eine Umsetzung geben, viele Jahre werden ins Land gehen, bis, wenn überhaupt, solch eine Therapie umsetzbar wäre.

#8 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ungewöhnlich, innovativ – ich bin beeindruckt

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Ärztin
Ärztin

@1: ich glaube kaum dass es überhaupt möglich ist diese Spermbots mit dem Medikament zu beladen und dabei den eigentlichen Inhalt, das Erbgut im Köpfchen unversehrt zu lassen. Diese umfunktionierten „Platzpatronen“ dürften kaum in der Lage sein eine Eizelle erfolgreich zu befruchten… ab gesehen davon sollte bei jeder Frau im gebärfähigen Alter die sich einer potentiell embryotoxischen Therapie unterzieht eine möglichst sichere Verhütungsmethode gewählt werden.

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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

nur mal im Hinterkopf behalten :
letzte MONITOR – Sendung :
die Tumormedikamente der etwa letzten 10 Jahre haben keinen Benefit gebracht (englische Studie) u. die EMA , die diese Mittel zugelassen hat , sagt , die Studie sei ok …hallo , träume ich ?
wieviel Traumtänzer dürfen noch mit Chemo rumspielen ?

auch zur Behandlung der Endometriose et al. ist dergleichen nicht notwendig notwendig .

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M.Sc. Christoph Mauder
M.Sc. Christoph Mauder

#2: Auch wenn Sie Recht haben mögen (kenne mich damit überhaupt nicht aus, aber was Sie schreiben, KLINGT zumindest fundiert): die Art und Weise, wie Sie #1 hier arrogant und auf höchst unappetitliche und despektierliche Art (und das hat hier nullkommanichts mit Kunst zu tun) und Weise angehen, ist ein erbärmliches Armutszeugnis Ihrer emotionalen Intelligenz.
Wie wäre es, einfach auf Fakten hinzuweisen, dann haben alle LeserInnen hier was davon. So aber erscheint es (erst recht, da Sie als Anonymus schreiben), als ginge es Ihnen primär um Aggressionsabbau, und nicht um Diskussion oder Austausch. Schade. Für Sie.

#4 |
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Niklas Hendrik von Lehmden
Niklas Hendrik von Lehmden

Sollte dieser Artikel nicht erst am 01. 04. 2018 erscheinen? Oder beim postillon? Kleine T(H)umor-Terroristen mit Gift-Gürtel? Klingt so abgefahren, dass es schon wieder stimmen könnte… ;-)

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Gast
Gast

Okay, Herr Heilpraktiker: Zurück in die Heilpraktikerschule, Nachhilfestunden drücken. Oder mal das Gehirn (befindet sich normalerweise in der Kugel, die auf dem Halse sitzt) anschalten: Die Verhütung müßte während einer solchen Therapie gewährleistet sein – oder haben Sie sich ernsthaft über eine “Doxorubicinschwangerschaft” Sorgen gemacht? Und es gibt genügend Belege dafür, daß Frauen, wenn sie fertil bleiben, NACH einer SYSTEMISCHEN Chemotherapie lauter gesunde Kinder zur Welt bringen. Warum sollte das jetzt hier ein Problem sein, wenn das Chemotherapeutikum vorwiegend lokal in der Gebärmutter und allenfalls gering in den Ovarien wirkt?
Übrigens werden auch Thalidomid(abkömmlinge) heute bei der Therapie von Multiplen Myelomen angewandt. Aber das nur als kleiner “Funfact” am Rande…

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Heilpraktiker Gerhard Hildebrandt
Heilpraktiker Gerhard Hildebrandt

Was ist, wenn danach Kinder mit Missbildungen geboren werden? – Contergan sollte nur beim Schlaf helfen!

#1 |
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