Beipackzettel: Wer ihn liest, hat schon verloren

5. Januar 2018

Alles, was man über ein Medikament wissen muss, ist sorgfältig im Beipackzettel aufgelistet. Das gilt auch für unerwünschte Nebenwirkungen: Hier folgt ein Horroszenario dem nächsten. Apotheker sollten ihre Kunden daher nie mit der Packungsbeilage alleine lassen.

17 Wertungen (2.71 ø)
Allgemein

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8 Kommentare:

Nichtmedizinische Berufe

Ich lese schon die Beipackzetteln. Fehler können überall auftreten. Ein Urologe hat meine geliebte Spasmex verordnet. Leider erhielt die Patientin auch Amantadin. Als sie aus dem Krankenhaus kam war das Schlafen nicht möglich, ein Placebo Effekt war es nicht. Ein Blick im Beipackzettel offenbarte warum.
Unerwünschte Nebenwirkungen können immer auftreten, manche bedürfen das Absetzen des Medikament oder regelmäßige ärztliche Kontrolle.

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Gast
Gast

Und dann ist da ja auch der Nocebo-Effekt, dass man Nebenwirkung bekommt auch wenn kein Wirkstoff verabreicht wird, nur wenn man weis dass Nebenwirkungen eine Option ist. Aufklärung muss sein, da besteht keine Frage, aber es fragt sich wie sinnvoll es ist dass der Beipackzettel zu einem “es könnte alles oder nichts passieren, sie sind gewarnt” Zettel verkommt.

#7 |
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Gast
Gast

Gefährliche Ansichten..Ein Patient erzählt nicht immer alles, da besteht dann schon die Möglichkeit einer gravierenden Nebenwirkung bzw. Wechselwirkung. Wieviele Patienten würde wohl auf die Frage “Nehmen Sie Antidepressiva” mit “Ja” antworten??

#6 |
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Mitarbeiter Industrie

Vielleicht sollte man den guten Ausführungen von Dr. Lorenz noch hinzufügen, dass einige Nebenwirkungen auch von einzelnen Gesundheitsbehörden in die Anwendungsinformation “hineingedrückt”werden. Und wenn z.B. Lummerland die Nebenwirkung “Grüne Verfärbung der Haarspitzen” einfordert, fragt einige Wochen später garantiert die FDA an, warum der Hersteller die amerikanischen Patienten nicht ebenso gewissenhaft über diese Gefahr aufklärt wie die Lummerländer.

#5 |
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Gast
Gast

Wann soll ich diesen Videobeitrag anhören, ich sitze nicht alleine im Büro.

#4 |
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Gast
Gast

Ebenso wie Aufklärungsbögen. Sie verunsichern anstatt zu informieren. Die meisten Patienten lesen sie nicht.

#3 |
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Gast
Gast

Dr Lorenz hat prinzipiell Recht, die Packungsbeilage dient primär der Absicherung des Herstellers und nicht etwa der Information von Patienten. Und es steht zum Teil wirklich abenteuerliches drin.

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Ich kann die Meinung der Apothekerin nun bedingt teilen. Vor allem finde ich es reichlich unsachlich, anzuführen, irgendwo im Beipackzettel stünde, es könnte einem auch ein Meteorit auf den Kopf fallen, wenn man das Medikament nimmt”.
Die Beratung durch den Apotheker in unserer Gegend ist überdurchschnittlich gut, das merke ich auch, wenn ich mal ein Medikament kaufe, ohne daß jemand weiß, daß ich selbst Arzt bin.
Die Beratung durch die Apotheke ist sehr sinnvoll und quasi unbezahlbar. Was aber nicht verheimlicht werden sollte, ist, daß die Pharmakonzerne die tlw. “aufgeblähten” Beipackzettel nur deswegen so schreiben, weil immer mehr amerikanische Verhältnisse hier Einzug halten und man Klage wegen jedem Mist einreichen kann. Die Debilität eines Volkes kann evtl. auch daran gemessen werden, daß in die Anleitung von Mikrowellen geschrieben wird, daß man keine Haustiere damit trocknen sollte…

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