Ärzte im Ausland: Norway to heaven

6. Dezember 2012
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Zerrissen zwischen Job und Familie stießen zwei leidenschaftliche Kinderärzte auf eine Anzeige: "Vereinbaren Sie Familie und Beruf", warb eine norwegische Klinik. Lesen Sie den zweiten Teil der Serie "Kollegen über die Schulter geschaut".

Dauerstress in der Klinik und Schichtdienste, dazu ein wenig attraktives Gehalt und ein ständig fremd betreutes Kleinkind: Vier Gründe, warum Dr. Ilka Huber (34) und ihr Lebensgefährte Dr. Thorsten Gerstner (39) die Segel strichen und mit Kind nach Norwegen auswanderten. Beide arbeiteten in Deutschland als Kinderärzte. Sie an der Universitätsklinik in Mannheim, er an der Uniklinik in Heidelberg. Nach der Geburt ihres Sohnes widmete sich Frau Dr. Huber zunächst ganz ihrem Kind. Nach 12 Monaten kehrte sie mit einer 75 Prozent-Stelle zurück an ihren alten Arbeitsplatz. Auch ihr Mann reduzierte seine Arbeitszeit auf 75 Prozent. Doch dem einjährigen Emil bescherte die reduzierte Berufstätigkeit seiner Eltern trotzdem lange Tage im Kindergarten. “Eine derart gekürzte Stelle ist eine Farce unter deutschen Ärzten”, so Dr. Huber. Denn beide arbeiteten oft genauso lange wie ihre Kollegen mit Vollzeit-Verträgen.

Ab nach Norwegen für mehr Familienzeit

Die beiden Kinderärzte stießen auf eine Anzeige einer norwegischen Klinik. Darin wurde mit dem Versprechen geworben, dass die Mitarbeiter Familie und Job problemlos miteinander vereinbaren könnten. Die Oberarzt-Stelle in Südnorwegen war sogar auf Deutsch ausgeschrieben. Dr. Gerstner bekam die Stelle, machte aber zur Bedingung, dass seine Frau die nächste freie und passende Postition erhalten müsse. Deshalb kehrten die beiden Kinderärzte und ihr kleiner Sohn vor etwa 2 Jahren Deutschland den Rücken zu, um in Arendal in Süd-Norwegen ein stressfreieres Familienleben zu beginnen. “Wir hatten keine Ahnung von Norwegen bevor wir hierher kamen”, berichtet Dr. Huber. Beide sprachen kein Wort norwegisch. Einwanderer gibt es jedoch viele in Norwegen. Vor allem im Süden des Landes traf das Kinderarzt-Paar viele deutsche Ärzte. “Es gibt ein paar ausgesprochene Skandinavienliebhaber unter ihnen”, so die Ärztin, “aber die meisten deutschen Ärzte kamen wegen der geregelten Arbeitszeiten hierher.”

In Norwegen leben ca. 4,8 Millionen Menschen, etwa ein Viertel davon in der Großregion Oslo. Das Land erstreckt sich über 2.532 Kilometer. Noch vor 100 Jahren war Norwegen ein sehr armes Land, besiedelt von Bauern und Fischern. Enorme Erdöl- und Erdgasfunde vor der Küste des Landes haben Norwegen zu einem der reichsten Länder der Erde gemacht. Das Pro-Kopf-Einkommen eines Norwegers ist heute etwa doppelt so hoch wie das eines Deutschen. Natürlich waren auch die etwas höheren Gehälter ein Anreiz für die beiden Kinderärzte nach Norwegen auszuwandern. “In Norwegen verdienen Ärzte zwar wesentlich mehr als in Deutschland, haben aber auch höhere Lebenshaltungskosten”, so Dr. Huber. Unterm Strich habe die Familie aber trotzdem mehr Geld zur Verfügung als in Deutschland – vor allem aber mehr gemeinsame Freizeit.

“Entschuldigung, das habe ich nicht verstanden”

Zunächst hörte sich alles unkompliziert an. Der Umzug und der Sprachkurs wurden von der norwegischen Klinik finanziert. Doch einen wichtigen Punkt hatten die beiden Kinderärzte bei Ihrer Auswanderung unterschätzt: “Mit Mitte 30 lernt man eine neue Sprache nicht mehr einfach so nebenbei”, erinnert sich Dr. Huber. “Anfangs hatten wir beide große Schwierigkeiten uns auf Norwegisch auszudrücken.” Eine pensionierte Norwegisch-Lehrerin unterrichtete die beiden Kinderärzte an drei Tagen in der Woche für drei Stunden – während der Arbeitszeit. Dr. Gerstner behandelte von Anfang an auch Patienten. Anfangs behalf er sich mit Englisch. Nach dem Norwegisch-Crashkurs wurde vieles leichter. “Wir waren oft frustriert, wenn wir uns nicht richtig ausdrücken konnten. Die norwegischen Patienten nahmen es jedoch gelassen – oder sprachen einfach englisch”, berichtet die Ärztin. Ganz andere Erfahrungen hatte die Kinderärztin mit Patienten und Gastärzten an der Uniklinik in Mannheim gemacht. “Deutsche Patienten zeigten oft wenig Akzeptanz für Ärzte, die nicht fließend deutsch sprachen”, erinnert sie sich. Manche verweigerten sogar eine Behandlung durch Gastärzte.

Das Arzt-Paar in Norwegen: Dr. Ilka Huber und Dr. Thorsten Gerstner

Geregelte Arbeitszeiten sind Standard

Dr. Huber und ihr Partner können in Norwegen beide in Vollzeit arbeiten, ohne dass das Familienleben auf der Strecke bleibt. “Unser Arbeitstag beginnt um 8 Uhr morgens und endet spätestens um 16 Uhr”, berichtet sie. Hin und wieder müssen die Ärzte auch Schicht-Dienste übernehmen. “So ein Dienst beginnt dann etwa um 15 Uhr und endet am nächsten Morgen um 9 Uhr.” Assistenzärzte leisten ihre Dienste in der Klinik, Oberärzte sind meistens auf Abruf zu Hause. Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied zum deutschen System: “Trotz der Dienste beläuft sich die Gesamtarbeitszeit in Norwegen auf insgesamt 40 Stunden pro Woche”, so Dr. Huber. In Deutschland müssen Ärzte die Dienste zusätzlich zur Kernarbeitszeit ableisten. So kam die Kinderärztin mit einer Vollzeitstelle am Universitätsklinikum in Mannheim oft auf eine Arbeitszeit von ca. 60 Stunden pro Woche. Bei ihrem Lebensgefährten sah es in Heidelberg ähnlich aus.

Dr. Huber genießt ihre Vollzeitstelle in Norwegen, denn sie mag ihren Job. Die babybedingte Arbeitszeitreduzierung in Deutschland empfand sie oft als nachteilig. “Ärztinnen mit Teilzeitjobs sind häufig nicht mehr so gut in wichtige Arbeitsabläufe integriert wie ihre in Vollzeit arbeitenden Kollegen”, erinnert sie sich. Aber ihren kleinen Sohn nur früh morgens in die Krippe zu bringen und ihn im Idealfall, wenn sie nicht über Nacht in der Klinik bleiben musste, spät abends wieder ins Bett zu legen, entsprach nicht ihrem Bild eines Familienlebens und ließ ihre Unzufriedenheit wachsen.

Gesundheitssystem: Was machen die Norweger anders?

Das Gesundheitssystem in Norwegen ist staatlich geplant und kommunal organisiert. Alle Einwohner Norwegens sind bereits durch die Steuerabgabe krankenversichert, müssen also keine zusätzlichen Krankenkassenbeiträge entrichten. Ein wesentlicher Unterschied zum deutschen System besteht in der hohen Eigenbeteiligung der Patienten, durch die etwa 15 Prozent der Kosten im ambulanten Bereich gedeckt werden: Patienten müssen für jeden Hausarztbesuch einen Eigenanteil von umgerechnet rund 15 Euro bezahlen. Werden Medikamente verordnet, liegt der Eigenanteil des Patienten bei 36 Prozent pro Rezept, höchstens aber bei 30 Euro. Patienten müssen diese Eigenleistungen bis zu einer Summe von 200 Euro pro Jahr leisten. Was danach anfällt, wird vom Staat bezahlt. Vom Eigenanteil ausgenommen sind Medikamente für chronisch Kranke, Krebspatienten und solche, die in der Palliativmedizin eingesetzt werden.

Erste Anlaufstelle: Der Hausarzt

In Norwegen beginnt praktisch jeder Arzt-Patienten-Kontakt beim Hausarzt. Nahezu jede Person ist fest bei einem Hausarzt eintragen, der für seine Primärversorgung zuständig ist. Sollte der Hausarzt im akuten Krankheitsfall keinen Termin frei haben oder außerhalb der Sprechzeiten nicht zugänglich sein, steht in allen großen und mittelgroßen Städten und Orten ein Ambulanzzentrum zur Verfügung. Dort können außerhalb üblicher Geschäftszeiten und oft rund um die Uhr Patienten ärztlich versorgt werden. Nur, wenn der Hausarzt den Patienten an einen Facharzt überweist, kommt die Krankenversicherung für die Behandlungskosten auf. “Jeder Bürger bekommt eine Personennummer, über die die Behörden sowohl Gehälter als auch Arztbesuche einsehen können. Die ungewohnte Transparenz der persönlichen Daten empfanden wir anfangs als unangenehm”, so Dr. Huber. Mit der Zeit gewöhne man sich aber daran, da es ja allen so gehe, erklärt sie.

“In Norwegen gibt es beispielsweise keine niedergelassenen Kinderärzte”, erklärt Dr. Huber. Auch Kinder werden zunächst vom Hausarzt behandelt und ggf. an eine Klinik überwiesen. Die Zahl der Krankenhausbetten pro 1000 Einwohner liegt bei 3,3. Damit liegt sie deutlich unter der entsprechenden Anzahl von 8,3 in Deutschland (Stand 2010, OECD). Die stationären Behandlungen werden der Dringlichkeit entsprechend über Wartelisten gesteuert. “Die Norweger sind erstaunlich gelassen und warten oft monatelang auf den Termin für einen elektiven Eingriff”, so Dr. Huber. Auch zwei bis drei Wochen Wartezeit auf einen Termin beim Hausarzt für ein nicht-akutes Problem akzeptierten die Einwohner Norwegens in der Regel ohne zu murren, berichtet sie.

Gehen oder bleiben?

Dennoch hat Norwegen laut OECD-Bericht 2010 die zweithöchsten Pro-Kopf-Ausgaben im Gesundheitswesen nach den USA. Sie lassen sich unter anderem damit erklären, dass in Norwegen 20 Prozent aller Berufstätigen im Gesundheitssektor tätig sind. Deutschland hat 11,6 Prozent Beschäftigte im Gesundheitswesen. Die Personalkosten im norwegischen Gesundheitssystem sind hoch, aber vermutlich profitieren die Beschäftigten auch von einer deutlich geringeren Arbeitsbelastung. Die junge Einwandererfamilie genießt die unkomplizierte Vereinbarkeit von Job und Familie – und vermisst Freunde und Familie aus Deutschland. Ob sie sich vorstellen können, für immer zu bleiben? “Im Moment ist Norwegen perfekt für uns, aber ob das für immer so bleiben wird, weiß ich nicht”, resümiert Dr. Huber. Spätestens zum Schuleintritt ihres Sohnes wird eine Entscheidung fallen.

Lesen Sie hier den ersten Teil der Serie “Kollegen über die Schulter geschaut”:

134 Wertungen (4.66 ø)

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17 Kommentare:

Dr. med. Johann Böhmann
Dr. med. Johann Böhmann

Liebe Frau Schmitzer Danke für Ihren Kommentar bez. der Veränderungsnotwendigkeit hier da muss auch jeder vor seiner Haustür kehren?

#17 |
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Ähnlich wie in Deutschland sind es in diesem riesigen dünn besiedelten Land nicht die Städte wie Oslo, Stavanger und Bergen die Mediziner suchen sondern die Landgemeinden und zahlreichen Inseln was bei dem rauhen Klima bedeutet daß man das Leben weitab vom Schuß mit Fischern und Kleinbauern mögen muß.

Das bedeutet daß man den/die Partner/in schon mitbringen muß und am besten vom Lande sein sollte.

Norwegisch Lernen ist deswegen schwer weil fast Jeder auf Englisch antwortet wenn man anfängt zu Reden. Ansonsten ist Bokmal nahezu identisch mit Dänisch und also für uns leicht zu Lesen.

#16 |
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Dr. Elisabeth Pommé
Dr. Elisabeth Pommé

Ja, ich bin auch sofort nach meinem Studienabschluss vor 15 Jahren in´s Ausland. Da war ich schon 31Jahre alt (ich hatte vor dem Studium die Kraneknschwesterlehre gemacht), und haate 2 Kleinstkinder. Ich suchte stets die Arbeitsstellen mit den Besten Arbeitszeiten, des Familienlebens zuliebe: zuertst 1einhalb Jahre Reha (Schweiz) mit geregelten Arbeitszeiten und Mittagspausen für ein gemeinsames Mahl. Danach musste ich dann doch in den sauren Apfel beissen: 60 bis 90 Std./Woche (einmal schaffte ich es tatsächlich auf 105Std.(!) 1einhalb Jahre auf der Inneren. Als meine Tochter dann Nachts 40 grad Fieber hatte und ich noch nicht mal mehr die Kraft hatte, sie aus dem Bettchen zu holen, habe ich im nächsten Monat gekündigt und in einer Privatpraxis auf Lanzarote angefangen, schliesslich bin ich im Gesundheitswesen, was leider durch die Krisenzeit sehr bröckelig und für die Angestellten (ebenso wie in Norwegen alles staatlich) sehr unsicher geworden ist im Notfall gelandet, was mir sehr viel spass macht. Mittlerweile sind meine Kinder 15 und 17 Jahre. Ich bereue nichts (stellen Sie sich vor: meine Mann war immer Zuhause, aber ich wollte und will auch was von meinen Kindern haben). Meine Mädles sind meine Besten Freunde, wir lachen viel und haben sehr viel spass zusammen! Aber ich habe keine Fahcarzt (dafür als kleiner Bonus die echt selbst erarbeitet Doktorarbeit), weil ich in den verschiedenene Ländern gar nicht die jeweiligen Kriterien vollenden konnte. Vielleicht mache ich den dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind? Wer weiss… Jedenfalls wird das mir doch öfters mal vorgehalten, obwohl ich selber finde, dass ich eine gute Ärztin bin, immerhin habe ich als Krankenschwester 10 Jahre auf der Inneren in einer sehr guten Bonner Poliklinik mit ständig neuesten Therapien gearbeitet, da bekommt man sehr viel mit (Visiten, Medikamnete stellen etc.).

#15 |
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dipl. med. Rainer Hansen
dipl. med. Rainer Hansen

Werte Frau Geissler (Kommentar 13),
der norwegische Patient ist keine Nummer, er hat eine Nummer! Und wenn er in der Apotheke sein Rezept einlösen möchte, das sein Arzt elektronisch übermittelt hat, ist das auch besser so: Er könnte ja Ole Nordmann heissen (entspr. Hans Meier). Mit Personenkennzahl ist dann eine Verwechselung z. B. zwischen Viagra und einem Abführmittel nahezu vollständig ausgeschlossen. Ausserdem werden in Norwegen die Steuererklärungen kurzzeitig ins Internet gestellt, nicht die Patientenjournale. Die Schweigepflicht wird hier mindestens genauso streng befolgt wie in Deutschland. Musste mal gesagt werden.

Hallo Frau Schilling (Kommentar 16),
Sachen packen und weg, ihrem Kind zuliebe!

#14 |
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Deutschland schafft es nicht, ein familienfreundliches Leben für die Gesundheitsberufe einzurichten. Ich habe mir immer ein System gewünscht, was weniger von Bürokratie überfrachtet ist. Jetzt bin Rentnerin und konnte meiner Enkelin geben,was meinem Sohn versagt blieb, Zuwendung und Zeit. Ich hatte noch das Glück, dass mein Mann freiberuflich tätig war und für das Kind meist zur Verfügung stand, wenn ich mal frei hatte, sagte mein Sohn “Papa” zu mir. Das tat weh!

#13 |
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Monika Geissler
Monika Geissler

Entsetzlich die Vorstellung , als Patient eine Nummer zu sein:
Der gläserne Patient läßt grüßen.

#12 |
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Auch ich hatte einmal den Absprung nach NOrwegen geplant , hääte mich dort auch wohl gefühlt , da ich das Land kenne .
Wie der Bericht treffend andeutet , ist der in Deutschland seit den 70er Jahren andauernde Verwöhnungszustand der Bevölkerung ohne genügend eigene Verantwortlichkeit für ihre Erkrankungen mitentsscheidend am mangelnden Wohlfühlen der Kollegen hierzulande …

#11 |
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Ich erinnere mich auf grund des o.a. Berichts an meine Zeit als Chirurgin in einer Klinik.
Ich habe 2 Töchter und habe anfangs ganztags mit sehr vielen Nachtdiensten in der Klinik gearbeitet. Ich konnte erst nach der Geburt der 2. Tochter eine Halbtagsbstelle erreichen bei der ich aber auch so viel wie die Ganztagskollegen arbeitete.
Auf Grund der offensichtlich wenigen Zeit ,die mir für mein erstes Kind verblieb, hat sich diese Tochter heute von mir zurückgezogen in der Meinung ich hätte ihr keine Liebe und Zuwendung gegeben.
Das ist die traurige Quintessenz, die einer in Deutschland angagierten Ärztin bleibt, die gilt auch heute noch , wie o.a. Artikel ausweist.
Ich beglückwünsche das Ärztepaar für den Mut zum Ungewissen im Interesse ihres Kindes!

#10 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Leider bekommen wir Deutschen das nicht hin, ständige Überbelastungen sind für Arzt und Pflegepersonal an der Tagesordung, der Pflegenotstand ist leider schon vorhanden. Wäre ich in der Situation, würde ich mir im Interesse meiner Kids auch überlegen, auszuwandern.

#9 |
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Medizinjournalistin

Lieber Herr Möller,

nachdem bereits die gesamte DocCheck-Redaktion an ihren Norwegisch-Kenntnissen feilt, möchte ich Sie inständig bitten: Bleiben Sie hier!
Berichten Sie Kollegen, Vorgesetzten, Klinikleitung, dass es auch anders geht und schaffen Sie gemeinsam bessere Arbeitsbedingungen für Ärzte in Deutschland!

Herzliche Grüße

Sonja Schmitzer

PS: Und falls Sie dennoch auswandern wollen, finden Sie Angebote von norwegischen Kliniken in den einschlägigen Jobportalen für Ärzte.

#8 |
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Dr. Susanne Noske
Dr. Susanne Noske

Wir (Psychiater+Anästhesist) mit inzwischen drei kleinen Kindern leben seit fast 6 Jahren in Südschweden (Vadstena)und bereuen nichts. Arbeit und Familie lassen sich hier wunderbar kombinieren, und vor allem die Kinder wollen nicht mehr zurück. Zurück nach Deutschland ist für uns, obwohl wir Familie und Freunde vermissen, keine Alternative.
Grüsse aus Schweden
Susanne Noske Psychiaterin

#7 |
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Jens Möller
Jens Möller

An wen/ welche Stelle können sich deutsche Ärzte wenden, um in NO zu starten? Oder wer kann nähere Informationen zu Bewerbung etc. geben?

#6 |
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Bei meiner letzten Winterreise 2010 nach No wurde ich in Roeros fast bedrängt, nach No zu kommen. Wäre ich 40, hätten meine Frau und ich zugesagt. Leider sind wir mehr als 20 Jahre älter. Nach dem, was ich über die ärztliche Tätigkeit in No kennengelernt habe, wundere ich mich, dass der “run” nach No nicht noch viel grösser ist!

#5 |
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Toxikologin

Mit Mitte 30 lernt man eine Sprache nicht mehr so leicht? Really? Kann aus eigener Erfahrung sagen dass das nicht stimmt. It depends on your linguistic intelligence. I know an American guy who is over 50 and he is studying German und bei dem klappt das einwandfrei. Fuer manche schwerer, fuer andere leichter. Auf jeden Fall sollte man nicht verallgemeinern.

#4 |
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Klaus W.H. Becker
Klaus W.H. Becker

Wir als Familie mit zwei Toechtern leben seit mehr als 5 Jahren in NO. Unsere Kinder, damals 7 und 10, waren die ersten die nicht mehr nach D zurueck wollten (super Integration von Auslaendern in der Schule) …
Sozialversicherung: Weniger als 10% des Bruttos fuer alles (Rente, Kranken, AU …) – es muessen eben alle Buerger einzahlen und es gibt nur eine Versicherung. Waere doch was fuer D?
Zeit fuer die Familie – wozu hat man eine?
Zeit fuer andere Menschen.
ABER- auch hier ist selbstverstaendlich nicht alles rosarot, z.B. Kraeftige Umbauten in der Krankenversorgung (Bettenabbau, Kostendaempfung …), Personalmangel (!) bei einzelnen Fachaerztegruppen und bei Fachkrankenschwestern…

Jedenfalls wollen die meisten meiner deutschen und anderen auslaendischen Kollegen nicht mehr zurueck.

Gruss aus Nordnorwegen
Klaus Becker, Radiologe

#3 |
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dipl. med. Rainer Hansen
dipl. med. Rainer Hansen

Empfehlung an die Familie Huber: Das Schulsystem ist auch anders aber nicht schlechter und sollte kein Grund sein, nach Deutschland zurückzukehren. Viele Grüsse in den Süden (des Landes)

#2 |
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Peter Ainslie
Peter Ainslie

A primary health care system is the answer. Look at the UK – simply a better, more sustainable system than Germany.

#1 |
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