Pharmamarketing: Ein Gespenst geht um

28. April 2010
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Die Pharmaindustrie steht am Pranger. Statt nachvollziehbarer Evidenz wird ihr Marketing-basiertes Kalkül vorgeworfen. Ist die evidenzbasierte Medizin eine Mogelpackung für "kreative" Marketing-Strategien?

In einem kürzlich veröffentlichten Artikel werfen Glen Spielmans, Psychologe an der Metropolitan State University, und Peter Parry, Psychiater an der Flinders University, der Pharmaindustrie vor, dass sie weniger an Evidenz als an Marketingmaßnahmen zur Etablierung ihrer Medikamente im Gesundheitsmarkt interessiert sei. Unter der Überschrift “From Evidence-based Medicine to Marketing-based Medicine: Evidence from Internal Industry Documents” beschreiben sie, wie Unterdrückung und Veränderung von negativen Studienergebnissen, Ghostwriting von so genannten Medical Writing-Agenturen, Pathologisierung gesundheitlicher Zustände oder Beeinflussung des so genannten Peer Reviewing in Fachverlagen die beweisgeführte Medizin in Frage stellt.

Neu ist der Vorwurf der Manipulation allerdings nicht. Schon 2005 berichtete der frühere Chef-Redakteur des British Medical Journal, Richard Smith, über die Rolle von Fachzeitschriften als verlängerter Marketingarm der Pharmaindustrie. Auch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), dessen Noch-Chef Peter Sawicki kürzlich seinen Hut nehmen musste, weist darauf hin, dass derlei Praktiken seit mehr als 20 Jahren bekannt sind.

Publication Bias

Für ihre Behauptung führen Spielmans und Parry eine ganze Reihe von Beispielen an. Einen typischen Fall für das so genannte “publication-bias”, d.h. unvollständige, geschönte Berichterstattung, lieferte aus Ihrer Sicht AstraZeneca. Als das Unternehmen im Jahr 2000 den neuen Wirkstoff Quetiapin, auch bekannt als Seroquel, auf einem Kongress der American Psychiatric Association vorstellte, habe es Studien zitiert, die “signifikante” Vorteile gegenüber Haloperidol nachwiesen. In internen Dokumenten, die zwei Monate vor der Präsentation erstellt wurden, habe in abgeschwächter Form das Gegenteil gestanden. Der Studienleiter habe zwar eingeräumt, dass man übertrieben habe. Er sei aber dabei geblieben, dass die publizierte Analyse korrekt sei. AstraZeneca sei kein Einzelfall, so die Autoren. So seien beispielsweise Paroxetine (GSK) als geeignetes Mittel gegen schwere Depressionen bei Kindern präsentiert worden, obwohl ein internes Papier darauf hingewiesen habe, dass das Medikament weder wirksam noch besonders sicher gewesen sei. Auch dieses Dokument sei nicht veröffentlicht worden.

Registrierungspflicht von Studien

Was sich wie geplante Unterlassung liest, ist allerdings in USA mehr oder weniger geduldet. Voraussetzung für die Arzneimittelzulassung in den United States ist die Anmeldung aller Studien bei der Food and Drug Administration (FDA). Einen verbindlichen Publikationszwang gibt es seit 2008. In der EU gibt es seit 2004 eine Registrierungspflicht für alle klinischen Prüfungen in der EudraCT-Datenbank. Der Inhalt ist vertraulich. Zugriff haben ausschließlich die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMEA) und die nationalen Behörden. In Deutschland sind das für die Humanmedizin das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Eine Publikationspflicht wie in den USA gibt es nicht, aber wesentliche Ergebnisse sollen künftig, d.h. noch in 2010, innerhalb von 12 Monaten in der EudraPharm-Datenbank öffentlich zugänglich gemacht werden. Das gilt aber offensichtlich nicht für Studienprotokolle.

Wahrung Interessen von Sponsoren

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) forderte deswegen auf ihrem diesjährigen Symposium – Thema: unabhängige Arzneimittelinformation – mehr Transparenz bei der Veröffentlichung von klinischen Studien. “Zu oft werden die Ergebnisse von der Pharmaindustrie zu spät bekannt oder überhaupt nicht publiziert”, kritisiert der Vorsitzende Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig. Es sei wichtig, dass sich das Bundesgesundheitsministerium (BMG) für eine schnelle Veröffentlichung einsetzt, heißt es weiterhin in der Pressemeldung. Ludwig warnte in diesem Zusammenhang davor, die Informationen mehr als nötig als vertraulich einzustufen und dadurch der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Er bezieht sich dabei u.a. auf eine Drucksache des Bundestags, in der man nachlesen kann, dass “bei der Auswahl der öffentlich zugänglichen Informationen die Vertraulichkeit der Daten und die legitimen Interessen von Sponsoren berücksichtigt werden müssen” (Bundesgesundheitsministerium).

Gesetzliche Publikationspflicht als Allheilmittel?

Ende vorigen Jahres hatte das IQWiG eine Verpflichtung zur Registrierung und Publikation von Ergebnissen aller Studien auf EU-Ebene gefordert. In der Pressemitteilung heißt es u.a.: “Besonders tückisch ist, dass Ärzte und Forscher oft nicht einmal davon wissen, dass unveröffentlichte Studien existieren. Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen, hat das IQWiG mit dem Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) bereits 2005 eine grundsätzliche Einigung zur Übergabe solcher Daten vereinbart. Darüber hinaus haben die internationalen Verbände der pharmazeutischen Industrie im Januar 2005 eine Selbstverpflichtung zur Offenlegung von Informationen zu klinischen Studien abgelegt.” Aber geändert hat sich laut IQWiG wenig. Man brauche daher schnellstmöglich eine gesetzlich geregelte Verpflichtung wie in den USA, so Sawicki. Offensichtlich hat der gesetzliche Publikationszwang in den USA auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Spielmans gegenüber DocCheck: “Es gibt Probleme mit diesem System. Meiner Meinung nach ist das größte, dass wir wissen, dass negative Ergebnisse nicht immer veröffentlicht werden oder das Daten falsch in medizinischen Journalen präsentiert werden.”

Ghostwriting und der Drang zur Publikation

Wie kommt es zu diesen unkorrekten Darstellungen? Spielmans and Parry verweisen auf Manipulationen, die vom opportunen Studiendesign bis zum Extrahieren von unpassenden Datensätzen reichen. Erfahren darin seien so genannte Spezialisten, die sich nicht nur als “Ghostwriter” anbieten. Zitiert werden u.a. Dianthus Medical und Sunvalley Communication, auf deren Referenzlisten einige große Pharmaunternehmen stehen. Ghostwriting funktioniere relativ einfach, so die beiden Wissenschaftler: Man fügt Aussagen ein, die die Marketing-Power einer Publikation maximieren, und besorgt ein oder mehrere “Honorar”-Akademiker, die ihre Namen und Titel als Autoren zur Verfügung stellen. Das verleihe dem Papier Unabhängigkeit und damit mehr Glaubwürdigkeit. Medical Writer gibt es auch in unseren Breitengraden. Auch sie werben beispielsweise mit strategie-konformer Darstellung oder wirkungsvollem Marketing. Es geht also weniger um eine neutrale Darstellung, als viel mehr darum, Ärzte und Patienten von der Wirksamkeit bestimmter Medikamente zu überzeugen. Die Verlage wiederum sind bestrebt, ein attraktives Anzeigenumfeld zu schaffen. Was diesen Ansprüchen nicht genügt, scheitert an den Redakteuren oder an den Peer Reviewern. Transparenz sei nicht ihr Thema, so Spielmans und Parry.

Lösungs-Vorschläge und Praxis

Deswegen fordern die beiden Wissenschaftler, dass Verleger, Peer Reviewer, Ärzte und Patienten Zugang sowohl zu Studienprotokollen als auch zu Studienergebnissen haben sollten, um Veröffentlichungen besser bewerten zu können. Das befürwortet auch Prof. Ludwig. Der bereits erwähnte Richard Smith geht noch einen Schritt weiter. Er schlägt vor, dass die Fachverlage generell nicht mehr über Ergebnisse von klinischen Studien berichten. Die Magazine könnten sich dann mit Auswertungen und Diskussionen zu den Protokollen und Ergebnissen beschäftigen. Dass sich grundsätzlich etwas an der Publikations-Situation ändern muss, unterstreicht auch der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa). Man räumt ein, dass es in der Vergangenheit Fälle gegeben hat, in denen negative Studienergebnisse in den Schubladen blieben. Inzwischen sei man aber auf einem guten Weg. Die Studien seien inzwischen in allen einschlägigen Registern, u.a. bei “clinicaltrials.gov“, dem de facto Standard, zugänglich. Probleme gebe es in Einzelfällen, in denen ältere Studiendaten relevant sind. Wird das Bundesgesundheitsministerium auf die Forderungen von AkdÄ und IQWiG eingehen? Unsere Anfrage konnte oder wollte man kurzfristig nicht beantworten.

148 Wertungen (4.39 ø)
Allgemein

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14 Kommentare:

Carmen Pristl
Carmen Pristl

Als ehemalige Pharmareferentin und jetzt Studentin für Tiermedizin und Heilpraktikerin in eigener Praxis kann ich beide Seiten beurteilen. Schulmedizin und angewandte Aussenseitermedizin, die keiner verlogenen Evidenz bedarf, sondern aufgrund Ihrer tatsächlichen Heilerfolge immer mehr Raum auf dem Boden der Heilkunde einnimmt. In keiner Branche habe ich soviel Verlogenheit und Geldgeilheit, soviel Lug und Betrug kennengelernt, wie in meiner Tätigkeit als Pharmareferentin. In Seminaren wurden wir darauf getrimmt, was wir dem Arzt sagen und wie wir Nebenwirkungen verschleiern und vertuschen. Es geht nicht eine Sekunde darum kranken Menschen zu helfen, sondern es geht NUR um den Profit. Die forschenden Pharmaunternehmen forschen des Geldes wegen und zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze, nicht weil sie Krankheiten bekämpfen wollen. Wir müssen endlich die Naturheilkunde mit ihren am Menschen durchgeführten und mit Heilerfolgen belegten und bewiesenen Beweisen zum WOHLE der Menschen auf den Platz heben an den sie gehört, nämlich zur evidenzbasierten HEILKUNDE. Forschungsergebnisse müssen lückenlos dokumentiert werden, damit nicht jeder Versuch 10 mal von unterschiedlichen Unternehmen durchgeführt wird. Dafür werden nämlich Tiere unsäglich gequält. Wir brauchen keine Evidenz basierten Studien mehr. Wenn wir alle Informationen, und ich meine wirklich alle, auch die aus der Naturheilkunde, lückenlos in einer Datei aufführen, für alle zugänglich, brauchen wir die sinnlose Menge an sinnlos durchgeführten Versuchen nicht mehr. Ausserdem muss der Pharmaindustrie einiges an Wasser abgegraben werden. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen in Mafia-Manier unsere Regierung manipuliert und uns, den Steuerzahler als Melkkuh weiterhin so ausnimmt (Bsp. Krankenkassenbeiträge).

#14 |
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Apotheker

Wer denkt daran,dass die Philosophie der mit Beweisen unterfütterten
Medizin in England entwickelt wurde,einem Land,in dem es klare
Rationierung gibt. Dort war ein Motiv,durch Fakten diese Hürde zu überspringen und zu viele unbegründete Kosten zu vermeiden.Eben
statt willkürlicher eine rationale Rationierung. Wenn es stimmt,dass ein
drittel bis die Hälfte der Krankheitsfälle psychischer Herkunft sind,dann sind sie nur mit Mitteln ” geistiger” Herkunft zu beeinflussen. Dazu zählt Glauben und Vertrauen. Besonders letzteres ist durch die Praktiken in unserem Krankheitswesens oft ausser Kraft
gesetzt.Das IQWiG sollte hier unabhängig werten.Es bediente sich der
gleichen Mittel wie die Industrie: nachträgliche Veränderung der Zielparameter,Auslassung relevanter Studien usw. Die Rabattpolitik
führt zu geringerer compliance-empirisch belegt.Unberücksichtigt!
Diese Schäden sind grösser als die seltenen Systematischen Fehl-
informationen. Diese können ja sogar unbeabsichtigt zielführend sein,wenn Schädliches durch weniger schädliches ersetzt wird. Was
ist so schlimm daran wenn nur der Glaube wirkt?

#13 |
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Pharmazeut
Durch Hand auflegen kann ja wohl kein Mediziner heilen.
Also muß wohl ein ´Medikament ,nach erfolgter Anamese verordnet werden.Wo wären aber die Herrn Mediziner ohne die forschende Industrie-woher kommt denn die so viel längere Lebenserwartung-sieht man von Hygiene etc. ab?Wieviel Menschenleben wurden durch Forschung gerettet?Also nicht alles veteufeln-sicher gibt es hier-wie in allen Bereichen auch schwarze Schafe-aber-ich kann es nicht mehr hören-immer das Schimpfen auf die Medikamente-sie sind wichtig und es gibt genug gute Präparate-die Erfahrung gehört nun auch dazu.Wie viel stümper gibt es auch in den
ärztlichen Disziplinen?
Natürlich ist die Pharmaindustrie nicht die Heilsarmee.

#12 |
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Dr. med. ERNST  H. Tremblau
Dr. med. ERNST H. Tremblau

BITTE BEACHTEN SIE MEINE KORRIGIERTE FASSUNG ! tre

#11 |
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Dr. med. ERNST  H. Tremblau
Dr. med. ERNST H. Tremblau

Herzlichen Dank Herr Scheglmann,
die gedankenlose Übernahme des angloamerikanischen, für Kontinentaleuropäer falschen, Evidenzbegriffes ist tragikomisch.Evidenz bleibt bei unseren Philosophen immer
noch das a priori nicht Beweisbedürftige.Die Farbe blau läßt sich
physikialisch messen, benötigt aber beim gesunden Menschen-
verstand keiner weiteren Erklärung.
Eine weitere von mir nicht durchsetzbare Forderung ist die
früher verbindliche Nennung der Fakultät hinter dem Doktortitel.-
Im Englischen ist die Fakultät immer erkennbar.Auch bei
ehenwerten Honorarprofessoren, die nicht einmal ein
Universitätsstudium absolviert zu haben brauchen (z.B.
Felix Wankel) wäre ein Fachhinweis hilfreich.
Gerade im Gebiet der ärztlichen Ethik tummeln sich Theologen, die nicht die größten Kirchenlichter zu sein
brauchen als fragwürdige, selbsternannte Spezialisten, die
ahnungslose Kranke von ihrer Kompetenz geschickt zu über- zeugen verstehen.Ausdrücklich meine ich damit Keinen der hier sich Äußernden!
Mit freundlichen , und erfreuten, Grüßen
Ihr
Dr.med.Ernst H. Tremblau
FA f.Neurologie u.Psychiatrie;
(Psychotherapie)
p.s. ich bedauere die Aufspaltung der neuropsychiatrischen Fächer !
< ernst@tremblau.ch >

#10 |
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@ Frau Dr. Bauer:
Der DocCheck-Beitrag enthält in der tat viel Wahres.
Das heißt aber nicht, dass evidenz-basierte Medizin falsch sei.
Diese beinhaltet per definitionem eben immer auch die von Ihnen präferierte ärztliche Intuition und Erfahrung. Und deshalb ist bei allem ehrlichen, auch mir sehr oft aufstoßenden Ärger über Pseudo-Evidenz der Pharmafirmen die EbM, so wie sie gemeint ist, gut und im Interesse unserer Patienten.

#9 |
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Biochemiker

Wenn mensch das alles so liest, erscheint die alte Praxis der Druiden und Heiler, die eine Bezahlung nur dann akzeptiert haben, wenn die Patienten nach der Behandlung gesund waren, höchst ehrenwert. Wie viele Pharmaunternehmen und Ärzte bräuchten sich wohl keine Gedanken mehr um Marketing zu machen, wenn dieses alte Prinzip der Heiler wieder aufgegriffen werden würde.

#8 |
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Dr. Anton Safer
Dr. Anton Safer

Leider ist es so, dass die Studien/Untersuchungen Interessengelenkt sind, und erst recht die Publikationen. Deshalb ist es ja gerade so wichtig, dass es unabhängige Kontrollinstitutionen wie das IQWiG oder die Cochrane-Organisation gibt. Diese Institutionen werden von interessierten Kreisen ja auch massiv bekämpft, selbst wenn das die Öffentlichkeit in der Regel kaum mitbekommt. Vom IQWiG haben die meisten Bürger erst in der Zeitung gelesen als es um die Nicht-Verlängerung des Arbeitsvertrags für seinen Leiter Peter Sawicky ging. Dieser ist nach massiver Lobbyarbeit denn auch nicht verlängert worden; offenbar war diese Institution nicht unter Kontrolle der Lobbyisten. Das wird sich nun gründlich ändern, wie man vermuten kann.

Was im obigen – sonst sehr zutreffenden – Artikel noch gar nicht erwähnt ist, das ist der Einfluss von Reviewern wiss. Zeitschriften, die ja auch nicht ohne Eigeninteressen sind, auf Artikel. So manche Beiträge werden unfair blockiert. Das kann Konkurrenzgründe haben, oder auch ein Handeln im Interesse derer sein, die den Reviewern in der Vergangenheit “Wohltaten” erwiesen haben.

Es wäre wirklich wünschenswert, wenn wir für wichtige medizinische Fragen auf gut gemachte, unabhängig von persönlichen oder institutionellen Abhängugkeiten geplante/ausgewertete und aus öffentlichen Mitteln finanzierte Studien zugreifen könnten.

Außerdem müssten Studienprotokolle (wie in USA) für alle einsehbar vor Studienbeginn veröffentlicht werden, und die Ergebnisse publiziert. Die Rohdaten müssten dokumentiert, für wissenschaftliche Reviews zugänglich, und somit von unabhängigen Wissenschaftlern überprüfbar sein.

Das wäre zwar noch keine 100%-Garantie für Korrektheit der Auswertung und Schlussfolgerungen, aber eine wesentliche Vorsorge gegen Betrug, Manipulation und Korruption. Transparenz bewirkt “Wunder” gegen Korruption und Manipulation.

Mit Dank für den Artikel, der den Geist der Aufklärung in sich trägt; vom überzeugten Anhänger der Evidenz-basierten Medizin:
Dr. Anton Safer (Biometriker & Humanbiologe)

#7 |
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Ärztin

In diesem Zusammenhang möchte ich psychiatrisch Tätigen das 2008 im Psychiatrie-Verlag erschienene Buch von Dr.Stefan Weinmann ( Sozialmedizin, Charite Berlin) ” Erfolgsmythos Psychopharmaka” ausdrücklich empfehlen. Es hat meine Sicht auf meine Verordnungsweise kritisch bereichert.

#6 |
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Da sind wir mal wieder bei des evidenzbasierten Medizin und der ersoffenen Kuh im durchschnittlich 1m tiefem Dorfteich,
Welcher wirklich um seine Pat. bemühte Arzt glaubt denn dem ganzen Rummel noch ?
Skandalös ist nur wie viele Beitrags- u.Steuermittel in diesen Quatsch gesteckt werden und das unser nachwachsenden Kollegen nicht gelehrt bekommen , was hinter den super tollen wissentschaftlichen Erkenntnissen steckt!
Aber das bringt wahrscheinlich erst die Lebenserfahrung.
Anders gesehen, ohne die Marketinghörigkeit der Bevölkerung gäbe es auch keine Marktwirtschaft!

#5 |
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Matthias Pflüger
Matthias Pflüger

@Pharmazeutix,
ja, es gibt genügend Kollegen, die kritiklos und ohne Reflektion die Heilspreisungen der Pharmafirmen für bare Münze nehmen.

Und es geht auch nicht um geschönte oder gefälschte Statistiken, sondern vilemehr um den sorglosen Umgang mit Medikamenten im Praxisalltag.

#4 |
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Ich empfehle eine Verschärfung des Studiums insbesondere des Faches Statistik.
Schließlich werden uns Ärzten signifikante Ergebnisse verkauft, die vor längerer Zeit “natürliche Streuung” hießen.
Oder eine auswendig zu lernende Pflichtlektüre “Wie fälsche ich meine Statistik” (ich glaube, die komplette Auflage wurde konfisziert und verbrannt)
Gruß, K.

#3 |
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Dr. med. ERNST  H. Tremblau
Dr. med. ERNST H. Tremblau

Sehr geehrte Frau Bäck,
mancher Arzt könnte von Journalisten lernen, Wichtiges kurz und trotzdem umfassend darzustellen.
Eine mir bekannte Ärztin hat sich in einem Pharma-Firmen-
Team geweigert, einen wissenschaftlich aufgemachten
Werbebrief zu unterschreiben.Sie nahm dafür erhebliche
Spannungen in Kauf.Die ausländische Geschäftsleitung war ihr später dankbar.- Es wurde ihr als einzige Ärztin in der betreffenden Gruppe ausdrücklich solch kompetentes
Recht bestätigt.Die beteiligten Kaufleute verzichteten auf
das Schreiben.
Genauere Angaben sind mir aus guten Gründen versagt.Ich kann aber die Richtigkeit an Eidesstatt versichern.-
Bisher war der LANCET eine der wenigen Zeitschriften auf
die Verlaß war !
Mit freundlichen Grüßen
Dr.med.Ernst H.Tremblau. FA f.Neurologie u.Psychiatrie;
Psychotherapie

#2 |
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Sauber gearbeitet!

#1 |
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