Ketogene Diät: No carb, no cancer, no proof

12. Januar 2018
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Eine ketogene Kostform könne Tumoren daran hindern, zu wachsen. So argumentieren viele Experten. Bisher fehlen aber klinische Studien, die die Wirksamkeit dieser kohlenhydratarmen und zugleich extrem fettreichen Diät bei Krebspatienten eindeutig beweisen.

Im Krebsgewebe herrscht sehr häufig ein Mangel an Sauerstoff, da heranwachsende Tumore in der Regel nicht ausreichend mit Blut versorgt werden. Krebszellen haben aber die Möglichkeit, ihre Energie auch ohne Sauerstoff zu gewinnen. Anstatt Glukose zu verbrennen, vergären sie Zucker zu Laktat. Fette und deren Bestandteile, die Fettsäuren, verwerten Tumorzellen dann so gut wie gar nicht mehr.

Den abweichenden Stoffwechsel vieler Krebsarten hat bereits 1924 der spätere Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg beschrieben. Basierend auf dieser Entdeckung und weiterer Erkenntnisse entstand die Idee, eine extrem fettreiche und kohlenhydratarme Ernährung könnte das Krebswachstum blockieren. Bei dieser Kostform, auch als ketogene Diät bekannt, bilden sich sogenannte Ketonkörper, die dann Glukose weitgehend als Energielieferant ersetzen. Innerhalb von einigen Tagen stellt sich der Stoffwechsel fast vollständig um – ähnlich wie beim Heilfasten, wo die Ketonkörper allerdings aus dem Körperfett stammen.

Ob sich mithilfe der ketogenen Diät tatsächlich das Wachstum der Krebszellen abbremsen lässt, ist jedoch noch nicht endgültig geklärt. In der Presse wird zwar immer wieder über einzelne Tumorpatienten berichtet, die mithilfe dieser Ernährungsweise ihren Krebs besiegt haben wollen. Doch die wenigen klinischen Studien, in deren Rahmen die Effekte der ketogenen Kostform auf Krebspatienten getestet wurden, lieferten bislang keinen eindeutigen Wirksamkeitsnachweis. In einer aktuellen Metaanalyse untersuchten ein südkoreanisches Forscherteam alle relevanten klinischen Studien zu diesem Thema, deren Ergebnisse im Zeitraum von 1985 bis 2017 veröffentlicht wurden.

Studienergebnisse widersprechen sich

Allerdings fiel es den Wissenschaftlern um Yoo Kyoung Park schwer, ein aussagekräftiges Fazit zu ziehen, da sich die zehn Studien stark in ihrem Aufbau voneinander unterschieden. Wie sie in ihrem Artikel im Journal of Cancer Prevention berichten, scheint die ketogene Diät bei Krebspatienten zwar sicher und ohne schwerwiegende Nebenwirkungen zu sein, doch die gefundenen Effekte auf Lebensqualität, Körpergewicht und Blutwerte der Krebspatienten sowie auf das Krebswachstum sind uneinheitlich. Zum Beispiel nahmen die Probanden in einigen Studien zu, in anderen dagegen verloren sie Gewicht. Oder es wurde in einer der Studien eine stark verringerte Anzahl der Lymphozyten gemessen, was in den übrigen Studien nicht der Fall war.

Andere Experten verwundern die widersprüchlichen Ergebnisse wenig: „Viele Studien haben keine Kontrollgruppe und wenn, dann sind sie nicht randomisiert, das heißt die Patienten wurden nicht nach dem Zufallsprinzip in die verschiedenen Gruppen eingeteilt“, sagt Jann Arends, Onkologe und Gastroenterologe am Universitätsklinikum Freiburg sowie Autor der S3-Richtlinie Klinische Ernährung in der Onkologie. „Das Prinzip der ketogenen Kostform erscheint plausibel, aber es fehlen nach wie vor klinische Daten, die zuverlässig belegen, dass Krebspatienten davon profitieren.“ Nur eine prospektive, zweiarmige Studie, so der Humanmediziner, in deren Rahmen auch genau überwacht werde, was die Probanden zu sich nehmen, könne die Frage klären, ob die ketogene Kostform Krebspatienten auch tatsächlich hilft.

Schmeckt ketogen gut?

Nach Ansicht von Arends ist bei dieser Ernährungsform das Risiko hoch, Gewicht zu verlieren, da diese Diät schwierig zuzubereiten ist und vielen nicht gut schmeckt – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Abwehrkräfte und Therapiefähigkeit der Patienten. Doch nicht alle Experten teilen die Meinung von Arends: „Auch bei der ketogenen Kostform können die Rezepte so gestaltet werden, dass sie den Patienten schmecken“, sagt Ulrike Kämmerer, Leiterin einer Arbeitsgruppe an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Würzburg und Verfasserin eines Buchs „Krebszellen lieben Zucker – Patienten brauchen Fett“, in dem sie Grundlagen zu Theorie und Praxis der ketogenen Ernährung beschreibt.

Die Biologin war auch Mitinitiatorin einer der ersten klinischen Studien, in deren Rahmen die Verträglichkeit und Wirkung der ketogenen Ernährungsweise bei 16 austherapierten Patienten mit metastasierendem Krebs getestet wurden und deren Ergebnisse 2011 in einem Artikel in der Fachzeitschrift Nutrition and Metabolism erschienen. Nur fünf Studienteilnehmer schafften es aufgrund der fortschreitenden Krankheit, sich ketogen über den gesamten Untersuchungszeitraum von drei Monaten zu ernähren. Diese Probanden berichteten über eine verbesserte Lebensqualität und hatten bis zum Ende des Untersuchungszeitraums kein Fortschreiten ihrer Erkrankung.

Ketonkörper wirken antientzündlich

Auch Kämmerer setzt auf kontrollierte Studien mit einer größeren Anzahl an Patienten, um herauszufinden, ob die ketogene Kostform im Vergleich zu anderen Ernähungsweisen das Krebswachstum verlangsamen kann. Dennoch befürwortet sie schon jetzt den Einsatz der ketogenen Kostform bei Patienten, die an Krebs leiden: „Wenn Krebspatienten sich extrem fettreich ernähren, kommt das ihrem geänderten Stoffwechsel entgegen. Zu ihrem Vorteil, denn die Fettoxidationsrate erhöht sich und die dann verstärkt gebildeten Ketonkörper wirken stark antientzündlich. Auch helfen Ketonkörper, den Muskelabbau zu verlangsamen und steigern die GABA-Konzentrationen im zentralen Nervensystem, was dazu führt, dass sich die Patienten besser fühlen und einen tieferen und erholsameren Schlaf haben.“

Doch die medizinische Evidenz für diese Aussagen ist bislang noch nicht sehr belastbar: Einerseits beruht sie auf Einzelfallbeobachtungen sowie auf Tierexperimenten und Versuchen mit menschlichen Zelllinien, andererseits auf vorläufigen Ergebnissen einer bislang noch nicht veröffentlichen Studie mit Brustkrebspatientinnen, die 2014 begonnen hat und mittlerweile beendet ist. Im Rahmen der KOLIBRI-Studie, an deren Durchführung auch Kämmerer beteiligt war, konnten die insgesamt 150 Probandinnen nach abgeschlossener Ersttherapie selbst wählen, ob sie sich für den Zeitraum von 20 Wochen ketogen, kohlenhydratreduziert oder normal nach den Empfehlungen der DGE ernähren wollten. Kämmerer zufolge entwickelten sich bei den 30 Probandinnen, die sich für eine ketogene Kostform entschieden hatten, die Blutwerte und körperliche Leistungsdaten am besten. Konkrete Zahlenwerte möchte die Forscherin erstmals auf dem Fachkongress Ernährung 2018 präsentieren.

Vielleicht ist es noch zu früh für Empfehlungen

Auf den Einwand der fehlenden Randomisierung erwidert die Biologin, dass es bei Ernährungsstudien fast unmöglich ist, Probanden bestimmte Ernährungsformen nach dem Zufallsprinzip zuzuweisen: „Wenn ein Patient nicht wirklich von einer bestimmten Kostform überzeugt ist, ist die Gefahr groß, dass er sich abweichend noch von anderen, nicht zu dieser Kostform passenden Lebensmitteln ernährt. Die eigentlich notwendige durchgängige Kontrolle der Probanden ist kaum zu realisieren.“ Ein weiteres Problem sieht Kämmerer in der Finanzierung von größeren Studien: „Es gibt kaum Geldgeber, die die Kosten solcher Untersuchungen tragen würden.“ Jann Arends stimmt ihr in diesem Punkt zu: „Das müsste eine gesellschaftliche Aufgabe sein, denn die Industrie finanziert fast nur klinische Studien mit Medikamenten, da sich diese patentieren lassen.”

Vielleicht ist die Zeit für größere Ernährungsstudien sowieso noch nicht gekommen, denn es gibt Experten, die noch weitere Grundlagenforschung fordern, um die Effekte der ketogenen Kostform auf Tumoren zu untersuchen: „Es ist viel zu früh, Krebspatienten zu empfehlen, dass sie sich ketogen ernähren sollten. Krebszellen verfügen ähnlich wie gesunde Zellen über Mechanismen, mit deren Hilfe sie einen Glukosemangel, wie er infolge einer ketogenen Ernährung entsteht, kompensieren können“, sagt Ursula Schröder, Oberärztin der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und Autorin einer klinischen Studie aus dem Jahr 2013, in deren Rahmen sie mithilfe der ketogenen Kostform den Stoffwechsel von Kopf-Hals-Tumoren untersuchte.

Im Tiermodell zeigen sich Tumorzellen anpassungsfähig

Als Beispiel für gelungene Grundlagenforschung nennt Schröder eine tierexperimentelle Untersuchung, deren Ergebnisse 2016 in einem Artikel im Fachmagazin Neuro-Oncology erschienen. In dieser Studie analysierte ein US-amerikanisches Forscherteam um Douglas Rothman den Energie-Stoffwechsel von Ratten, die an einem Hirntumor erkrankt waren. Die Wissenschaftler stellten dabei fest, dass die Tumorzellen unter einer ketogenen Ernährung ihren Stoffwechsel einfach umstellten und genau so schnell wuchsen wie unter einer normalen Ernährung. „Erst wenn wir Grundlagenforschung wie diese ordentlich abgearbeitet haben, und wissen, inwieweit die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, können wir Tumorpatienten Empfehlungen über die ketogene Kostform geben, alles andere ist unverantwortlich“, findet Schröder.

Doch wie sollen sich denn Krebspatienten nun ernähren, wenn nicht ketogen? „Bei einer aktiven Tumorerkrankung sollten Patienten energie- und eiweißreiche Kost zu sich nehmen, die möglichst schmackhaft ist und etwas mehr Fett als Kohlenhydrate enthalten darf “, rät Arends. „Sie sollten sich aber auch regelmäßig körperlich betätigen, um den Erhalt und Aufbau der Muskulatur zu stimulieren.“ Nach einer kurativen Tumortherapie, so Arends, sollten die Patienten ihr Gewicht halten und nicht zunehmen – am besten durch regelmäßige körperlich anstrengende Aktivitäten. Eine obst- und gemüsereiche Kost könne den Verlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes günstig beeinflussen, aber ob sie einen spezifischen Effekt auf das Wiederauftreten einer Krebserkrankung habe, sei noch nicht abschließend geklärt.

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29 Kommentare:

@#12: “Die Ärzte ziehen in Erwägung, dass nach so vielen Jahren meine damalige Arbeit in Verbindung mit dem Rauchen eine mögliche Ursache sei.”
Ich wünsche Ihnen wirklich alles erdenklich Gute, aber ich hoffe, dass Sie bei all Ihrem Ärger über die Pharmaindustrie in Ihre therapeutischen Bemühungen an allererster Stelle den Faktor gesetzt haben, der unzweifelhaft in jede Krebstherapie (besser noch in die Prophylaxe) gehört: RAUCHSTOPP!!!

#29 |
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Gast
Gast

Ich finde es immer lustig wenn Leute schreien “Diese BÖSE PHARMAINDUSTRIE mit der GEWINNBRINGENDEN CHEMO das ist BÖSE!” und dann meist die gleichen leute sind die einen ein Buch über Spezialernährung bei Krebs oder einen besonderen Tee für alle Gebrechen verkaufen wollen. Um es mal klar zu machen: Der Arzt im Krankenhaus der einem Tumorpatienten ein Chemotherapeutikum gibt ist das egal was drin ist, hauptsache es hilft. Der Arzt bekommt sein Geld nach Arbeitszeit, nicht nach dem was gemacht wurde. Und alle Ärzte die ich kenne in der Onkologie sind die ganze Zeit auf der Suche nach den neusten Studien was nun hilft oder nicht. Keto-Diät nutzen einige als zusätzlichen Therapiebaustein aber soweit ich weis gibt es keine besseren oder schlechteren Ergebnisse als ohne. Meistens sind es eher subjektive Effekte. Da geh ich aber nach dem Motto “Wenns dem Patienten gut tut warum nicht”?

#28 |
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Gast-Johannes Ritschel Dipl.oec.-troph.
Gast-Johannes Ritschel Dipl.oec.-troph.

Viele Tumorpatienten greifen nach einem vorbeischwimmenden Strohhalm(zB “Keto-Diät”), obwohl es einen vorbeischwimmenden Balken(rechtzeitige Ernährungstherapie) gibt. Bei vielen Betroffenen besteht oftmals bereits vor einer Tumordiagnose schon ein markanter ,ungewollter Gewichtsverlust (Kachexie)der jedoch leider oft ignoriert wird. Das sind bereits Alarmglocken. Wenn ich ins superschlaue weltweite Netz das Stichwort “Krebsdiät” eingebe, bekomme ich aktuell ca.147.000 Ergebnisse in 0,42 Sekunden. Offenbar alles Fachleute. Den gleichen Test mit “Keto Diät”- 176.000 Fachleute ,bei diesem offenbar doch etwas komplexerem Thema dauert es länger: 0,46 Sekunden…Ich sage dazu nur: Schuster, bleib bei deinen Leisten. (PS.- wenn diese Begriffe Schuster/Leisten denn noch bekannt sein mögen)

#27 |
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Lanzelot
Lanzelot

Hr. Stricker: Noch jede dieser behaupteten Komplettremissionen weiter fortgeschrittener Krebserkrankungen hat sich als Fake erwiesen. Und davon gab es schon einige. Entweder sind die Betroffenen mittlerweile gestorben, immer noch erkrankt oder es gab nie eine der behaupteten Erkrankungen. Urteile bzgl. Betrug hab es auch schon.
Sie akzeptieren ein YouTube-Video als evidenten Nachweis?
Es muss schwierig sein, dass Leben und den Alltag auf dieser Basis zu bewältigen.
Das ketogene Ernährung die gesündeste Ernährung von allen ist, wissen sie wahrscheinlich auch aus YouTube…

#26 |
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Gast
Gast

Herr Stricker, überaus vollmundig, was Sie hier proklamieren. Haben Sie, außer einem YouTube Video, noch andere Beweise?

#25 |
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Nichtmedizinische Berufe

Thorsten Braun oder Dr. Arend sollten sich mal mit diesem Patienten unterhalten, der seinen finalen Hirntumor mit einer speziellen Ketodiät vollständig los geworden ist. https://youtu.be/4f5e9GbXvIk
Manchmal sollte man halt jemanden fragen, der sich damit auskennt.

Die sogenannten Einzelbeispiele füllen inzwischen ganze Bücher. Das Problem ist, dass eine Ketoernährung zur Krebsbehandlung etwas anderes ist als eine gewöhnliche Ketoernährung. Die meisten Ärzte, wie der zitierte Arend, verstehen noch nicht einmal die normale Ketoernährung, geschweige denn die spezielle. Nur ein Unterschied: bei der Krebsbehandlung muss man auf Milchprodukte komplett verzichten, da ein hoher Wert an Wachstumshormonen in Milch vorhanden ist. Zum anderen kommt es auch auf die Art des Tumors an. Einer der wesentlichen Effekte eine Ketodiät in der Krebsbehandlung ist, dass es die klasssische Chemotherapie wesentlich wirksamer macht. Es ist also etwas kompelexer als einfach nur den Zucker wegzulassen.
https://youtu.be/8RvByLXyoYk

Und letztlich: Wenn man nicht glaubt, dass Ernährung einen Einfluss auf die Krebsbehandlung hat, weshalb ist man dann so gegen die Ketoernährung, welche die gesündeste Ernährung für alle Menschen ist?

#24 |
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Werner Wöhrle
Werner Wöhrle

@ Nr. 22: Religion ist Opium für’s Volk…Wladimir Iljitsch Uljanow!

#23 |
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Gast
Gast

Die Kommentare unter diesem Beitrag zeigen, dass so manchem Ernährung zur Religion geworden ist. Mich gruselt es.

#22 |
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Ulrike Kellner-Goodwin
Ulrike Kellner-Goodwin

Also ich kann nur sagen, wenn ich Stärke aus meiner Nahrung verbanne, bin ich nach einer Woche um Welten fitter.Ich lebe allerdings vegan. Meine Nahrung besteht dann überwiegend aus Kohlenhydraten im Gemüse. Plus allen weiteren Gemüsebestandteilen (pflanzliche Proteine) plus Raps- und Kokosöl. Das ist also genaugenommen nicht LowCarb, sondern eher SlowCarb.

#21 |
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Gast
Gast

Krebs ist eine konsumierende Erkrankung. Wer versucht, den Krebs auszuhungern hat ein paar Jahrzehnte medizinischen Fortschritt verschlafen. Ein Tumorpatient benötigt vor allem eine gesunde, energiereiche Ernährung. Phytomedizin kann natürlich bei Beachtung der Kontraindikationen und Wechselwirkungen auch zum Einsatz kommen, aber eben nur supportiv.

#20 |
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Gast
Gast

#13 Fasten und Athanasius
Fasten wird gerne unterschätzt und zu leicht, also zu wenig Ernst genommen.Zudem kommt herzu, dass die Göttlichkeit des Seins aus dem Ursprung nicht erkannt=ersehen wurde.Zeigte uns doch schon Platon, dass Erkennen =Ersehen sei.In diese Tiefe des Erkennens hinabgestiegen zu sein, wird ebensosehr zu einer Grundlegung pharmakologischer Wahrheitsfindung uns verhelfen.Und hierbei wird ganz gewiß jeglicher Aberglaube abzuweisen sein.
Sei wer ist in seinem Körper: Der wird ihn lehren, was ihm gut tut.Dass zu unserer Zeit übertrieben viel gefastet wird zu ungesunden Zwecken, also nur, um eine modelhafte schlanke Linie , die ungesund sein kann, zu wahren, will dringlichst zur Kenntnis genommen worden sein.Weder schön noch gesund.Fasten wieder gelernt zu haben, –und bitte:Ich fordere das nicht den naturkräftig Jungen ab, sondern solchen wie mir, die in ein vorgerücktes und sehr viel subtiler empfindendes Alter kamen:Dies Fasten werden wir durchstehen: Unde ich sage hierzu, dass auch Arzneitees sehr sehr hilfreich hierzu sein werden.

#19 |
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Gast
Gast

#12
“Ich versuche jetzt auch über die Ernährung, Tees und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel mein System so zu aktivieren,…”-so zitiere ich Sie:
Na ja, auch ich wurde inzwischen besonders auf Heilkräutertees aufmerksam- woher denn?: Weil ich im Krankenhaus die immer bekam und nur dort auch zu genießen lernte, bei den lieben Krankenschwestern, und ich genoß bisher die nur in der Klinik, fange jetzten aber intensiv damit an, mir diese Arzneitees selbst zu bereiten.Man sollte die heilende Wirkung dieser Phytopharmaka keineswegs unterschätzen: Es kommt aber oft auch auf eine Dauertherapie mit der richtigen Droge an, um Abhilfe und eine Verbesserung des Wohlbefindens zu finden. Vor allem zum Abend wird mir das viel wohltuender als Kaffee oder Schwarzer Tee.Auch unter dem, was bisweilen als ” Nahrungsergänzungsmittel ” lief, wie Rhodiola rosea etc, lassen sich sehr gute Heildrogen finden.Man wurde eben subtiler im Spüren, Empfingen der Krankheit und des Heils.Ich sage nochmals: Niemand unterschätze die heilsame Wirkung von Arzneitees.Den Schwestern sei gedankt!

#18 |
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Gast
Gast

Ernährungswissenschaftlich
neige ich sehr dazu, der schädlichen Wirkung von guten Fetten zu widersprechen:
Wenn inzwischen gilt, dass der Fleischer Fettiges einfach wegschneidet und das den Deutschen Abfall ist,-dass sogar etwa Schweinebauch einfach Abfall sei, -so wage ich, aber nur falls wirklich kein schwerer Fall einer Diätnotwendigkeit eintrat- dass dies Fett auch tierischen Ursprungs doch vom Guten und kulinarisch Wohlschmeckenden ist:Es geht nur um die Maßhaltung wie überall- besonders in der Pharmazie, wo gilt, dass die Dosis das Giftige (Toische) erst ausmacht.Sagte man mir, ich sei gesund und könne all das gut vertragen, so erwidere ich freilich, dass ich durch Unmäßigkeit krank würde und ich zwar keine strenge Diät, aber sehr wohl das rechte Maß einzuhalten habe, um nicht zu erkranken.

#17 |
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Gast
Gast

Fett #15

Es wurde einmal einer der damals ältesten Männer- der war ein Israelit,-interviewt, und man wollte wissen, was er besonders zu seinem sehr hohen Alter zu sagen habe: Er sagte, er trinke jeden Tag ein Schnapsgläsle Olivenöl: Das überzeugte mich vom hohen Wert von Fett- wenn auch als Olivenöl.Das tierische Fett will ich bei maßvollem Konsum ebensowenig verteufelt wissen.

#16 |
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Gast
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Täuschten wir uns?
Ja ja, mein Vater sagte mir, was ich immer schon bejahte: Sein Vater habe fettes Fleisch besonders gerne gegessen. Und ich?: Lernte, das total zu meiden, weil die LDL-Cholesterin-Werte hiermit schädigend stark steigen.Ich werde mir aber weiterhin über leckeres Fett meine Gedanken machen, um zur Wahrheit zu kommen.Skeptisch sein, kann oft besser und der Wahrheit näher sein.Hier ist noch lange nicht alles sicher Wahrheit, was behauptet wird.

#15 |
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Lanzelot
Lanzelot

#12
Also wenn man behauptet einige Zeit bei Pharmakonzernen gearbeitet zu haben, das Bedürfnis entwickelt es zum Thema zu sagen UND ernst genommen werden will, der sollte sich Mühe geben zu wissen wie man es schreibt. Soviel Zeit wird doch sein..oder?
Was genau hat ketogene Diät mit Pharma zu tun? Woran möchten sie dies erkennen wollen. Wo hält Pharma sie davon ab eine Diät, wie sinnlos sie auch immer sein mag, durchzuführen? Aber wenn man sich keine Mühe macht mit Fakten und Realität kann man Ableitungen zu allem herstellen.
Ich wünsche ihnen viel Glück und Geld, denn sie sind das perfekte Opfer für die Schlangenölverkäufer
Und die kontextbefreiten Verbalinjurien aus Beitrag #10 stehen immer noch da und dienen als Vorlage? Sehr hilfreich liebe Redaktion,

#14 |
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Gast
Gast

Nachdem ich austherapiert bin, (Malignes Melanom Stufe 4) setze ich auf
Athanasius: mit Fasten vertreibt man Krankheiten.
Glauben und Beten mal vorausgesetzt. Man könnte darüber zumindest nachdenken. – Und dass es mal ne`letzte Krankheit gibt weiss ja jeder.

#13 |
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Gast
Gast

Ich stimme herrn Obergfell in puncto der starken präsenz der Pharmalobi zu. Ich habe früher selbst einige zeit im Labor eines Pharmakonzernes gearbeitet und habe aus überzeugung, das miese treiben der Konzerne nicht mehr zu unterstützen, meinen Beruf als Laborant dann aufgegeben.
Heute bin ich mit Mitte 50 nach über 27 Jahren meiner Labortätigkeit an Blasenkrebs erkrankt. Die Ärzte ziehen in Erwägung, dass nach so vielen Jahren meine damalige Arbeit in Verbindung mit dem Rauchen eine mögliche Ursache sei. Blasenkrebs ist mittlerweile eine anerkannte Berufskrankheit von Personen aus der Chemischen Industrie, nutzt mir nur nichts mehr, da ich seit über 20 Jahren im Gesundheitswesen tätig bin. Beides hat also heute ja für mich keine relevanz mehr.
Auf jeden Fall stecke ich erstmal mit Operationen in der Mühle des Forschungswesens Uniklinik. Von Alternativmedizin in bezug auf Tumortherapie haben die noch nie was gehört, da wird richtig mit harter Keule therapiert. WARUM? Weil die Pharmaindustrie Gelder in die mezinische Forschung verschiebt, um so einen Markt in ihrem eigenen Intresse zu fördern. Das war schon immer so und Kollateralschäden gab es da auch schon immer.
Ich versuche jetzt auch über die Ernährung, Tees und bestimmte Nahrungsergänzungsmittel mein System so zu aktivieren, dass den Tumorzellen die Nahrungsgrundlage entzogen wird. Ich denke da gibt es verschiedenste Methoden, ohne sich gleich einer betimmten Diät zu verschreiben. Man muss eben Geduld und eine postive Einstellung erhalten, sowie das gewohnte Leben neu strukturieren. Die Entstehung von Tuomoren hat auch immer etwas mit dem bisherigen Lebensgewohnheiten zu tun.

#12 |
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Gast
Gast

Warum gleich ketogen ernähren? Wer grundsätzlich Zuckerkonsum runterfährt, wird Lebensqualität gewinnen.
Warum gleich extreme Formen wählen?
Der Mensch ist nicht nur ein Gewohnheitstier, sondern auch ein Genußwesen.
Bitte alles mit Augenmaß und in keine Richtung übertreiben!

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GastKlaus Jürgen Obergfell
GastKlaus Jürgen Obergfell

Dr. Otto Warburg denke ich, hatte schon recht mit der Ketonen-Ernährung, aber
ich denke solange die Pharma-Lobbyisten kräftig an den Chemo-Therapien Profite
in Milliarden Höhe haben, sind die an einer Methode die Krebs aushungert und
und Krebs heilt nicht interessiert, zumal die Kosten dieser Methode sehr niedrig
sind, leider lassen diese Banditen Millionen von Patienten lieber sterben, als auf
Ihre Multi Milliarden Euro und Dollar Profite zu verzichten, der reinste Abschaum
sind die, schlimmer als die schlimmsten Mafiosis und die verlogenen Politiker
machen diesen Irrsinn noch mit.

#10 |
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Dplompsychologin Ute Gerke
Dplompsychologin Ute Gerke

Ich wollte nach einer 14 tägigen Antibiotikatherapie bei Bronchiektasie meine Leber entlasten und begann eine ketogenic diet. Ja, ich nahm auch 2 kg ab, aber zu meinem Erstaunen hustete ich kaum noch, hatte keine subfibrilen Temperaturen mehr, hatte eine nicht gekannte Energie. Diese Diätform ermöglichte es mir wieder an gesellschaftlichen Ereignissen teilzunehmen ohne Angst vor Hustenanfällen etc.
Sobald ich eingeladen war und aus Höflichkeit so aß wie der Rest der Gesellschaft, ein Glas Sekt oder Wein trank schlichen sich die alt bekannten Beschwerden wieder ein.
Ich koche mir durchaus schmackhafte Gerichte und habe selten Verlangen nach „normaler Ernährung“. Die gestiegene Lebensqualität wiegt die Pizza etc. auf.

U. Gerke

#9 |
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Gast
Gast

Die Frage ist wie immer, warum es wohl noch keine aussagekräftigen Studien zum Thema gibt…: Läßt sich eben nix damit verdienen!
Dr. Johanna Budwig wurde für ihre Aussagen damals gemobbt, so wie alle Wissenschaftler, die Alternativen aufzeigen (Tesla!) zu ihren Lebzeiten mundtot gemacht werden, damit die Menschheit auch ja keinen Schritt weiter kommt…
Und wenn es mal doch was an die Öffentlichkeit schafft, wie z. B. die Enzymtherapie, wird auch tunlichst vermieden darüber weiter zu berichten oder die Forschungen dahingehend noch weiter zu betreiben.
Dennoch finde ich es schön, wenn auch die Ärzte einen Blick auf die Ernährung richten, da es mich hoffen läßt, daß sie deren Wichtigkeit bezüglich der Gesundheit erkennen- und das nicht nur im Hinblick auf Zucker und Cholesterin…

#8 |
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Gast
Gast

ich habe mich ab Ende 2014 nach Diagnose Malignes Melanom IIb (eingestuft als Hochrisikotumor in der HTC der Charite) konsequent ketogen ernährt (parallel zur Interferontherapie) gemäß den Vorgaben aus dem Buch von Frau Dr. Kämmerer et al. Die Ketophase habe ich mit speziellen Stäbchen aus der Apotheke gecheckt.
Es stimmt: als Ernährungsform es ist eine ziemliche Umstellung insbes. für jemand der immer gerne Nudeln und Brot gegessen hat und massiv viel Süsses. Ich hab diese Ernährung bis Mitte des Jahres 2017 durchgezogen … und lebe noch, bin also nicht verhungert ;-) und Metasthasen sind auch nicht in Sicht (toitoitoi!).
Ich werde es auch weiterhin in etwas moderaterer Form praktizieren (=low carb) allerdings mir nun auch mal ein Gläßchen Wein oder ein leckeres Vollkornbrot oder ein Kartoffelgericht erlauben Stichwort Lebensqualität.
Das Gute an der ketogenen Ernährung (nach Abschluss der Interferontherapie) bei mir: kein Kopfweh mehr, kein Völlegefühle am Morgen, herrlichen Stuhlgang und ein paar Kilo weniger waren es am Ende auch.
Das Wichtigste ist vermutlich aber das super Gefühl, dass man sich mit der ketogenen Ernährung – neben der adjuvanten Therapie – etwas Gutes für sich selbst tut, und die mögliche Ansiedlung von Mikrometastasen erschwert.
Und ja – ich würde es immer wieder machen ….neben anderer Immunsystemstärkenden Aktivitäten wie der Umstellung auf gesunde Ernährung, Meditation, massiver Reduktion von Stress, viel mehr und regelmäßigen Schlaf sowie tägliche Bewegung aber auch durch Reduktion von entzündlichen Prozessen im Körper (Red. Bauchfett, Paradontose etc).
Am Ende muss es jeder (der Krebs hatte, noch hat oder auch nur Angst vor Krebs hat) selbst entscheiden, ob sie/er sich ketogen ernährt und nicht auf Studien warten, die nie kommen, zweifelhaft sind oder angezweifelt werden.
Nur Mut! es geht und tut gut!

#7 |
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Gast
Gast

@1) Die meisten Pflanzen haben als Energieträger Zucker und Mehrfachzucker wie Stärke. Denkbar ungeeignet wenn sie eine ketogene Diät machen wollen.

#6 |
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Gast
Gast

Man sollte hier auch deutlich zwischen “Tumor” und “Tumor” unterscheiden, ich glaube nicht dass ein Darm-Ca gleich auf Ketogene Diät reagieren wird wie ein Lymphom oder ein Teratogener Tumor. Ketogene Diät halte ich für eine bestimmte Gruppe an Patienten für ein sinnvolles Ergänzungsmittel aber wie oben beschrieben müssen diese motiviert sein sich an die Ernährung zu halten und selbst dann gibt es keine Erfolgsgarantie – wie bei jeder Behandlung. Ein ersatz für OP, Chemo oder Radio wird die Diät nicht sein… und ich sehe bereits jetzt wie viel Schindluder mit dem Konzept betrieben wird (siehe Bücher wie “Essen sie ihren Krebs weg” die im schlimmsten Fall eine ortenliche Therapie verzögern oder verhindern)

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Nichtmedizinische Berufe

#3 bei kontrollierter ketogener Ernährung muss man nicht an Auszehrung sterben. Auch die Lebensqualität wird nicht herabgesetzt. Es gibt aber keine “beweiskräftigen Studien”, dass eine ketogene Therapie zur Erhöhung der Lebenserwartung führt. Es sind nur Fallbeispiele, d. h. keine Beweise. Es gibt aber auch keine; aus denen hervorgeht, dass die Therapie schaden würde. Man kann dem Patienten also nicht in Aussicht stellen, dass er geheilt wird. Übrigens können sich alle Körperzellen, die aktive Mitochondrien besitzen, ketogen ernähren. Es stimmt, dass man nicht vollständig verhindern kann, dass Krebszellen einen Glucose-Mangel z T kompensieren können wie Frau Dr. Schröder im Bericht angab. Bei einer kontrollierten ketogenen Ernährung ist das aber gut steuerbar. Das Problem für große Studien besteht eben darin, dass diese Kontrollen und Korrekturen in der Ernährung individuell und kontinuierlich erfolgen müssten. Ist es das Leben eines Krebskranken wert? Für die Angehörigen sicherlich schon. Für eine Studie dürfte es aber zu aufwendig werden. Andererseits kann vorausgesagt werden, dass die Studie ohne diesen Aufwand nichts bringen wird. Es lässt sich nicht alles mitteln!

#4 |
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Dr. Hermann Grötschel
Dr. Hermann Grötschel

Die katabole Stoffwechsellage bei fortgeschrittener Krebserkrankung produziert durch den Abbau körpereigenen Fettes reichlich Ketonkörper, die gemäß der obengenannten Studie das Tumorwachstum hindern. So erklärt sich dann, dass die meisten Tumorpatienten nicht am Krebs sondern an Auszehrung sterben. Das Ergebnis ist das gleiche: tot ist tot. Lebensverlängernd ist da nur die höhere Körpermasse bei Beginn der Tumorerkrankung. Mit Reserven hält man länger durch.

#3 |
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Dipl.-Ernährungsberatung Claudia Michaela Höft
Dipl.-Ernährungsberatung Claudia Michaela Höft

Ich empfehle unbedingt den LiteraturSchatz von der Wissenschaftlerin Dr. Johanna Budwig zu studieren. Fettreich, aber hochwertige Fettsäuren, vor allem aus Leinöl bei Krebs einzusetzen.

#2 |
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Gast
Gast

Wie wäre es mit einer vollwertigen Pflanzenkost?

#1 |
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