„Allgemeinmedizin ist zum Kotzen“

7. Februar 2018

Der Facharzt für Innere Medizin ist in Deutschland die am häufigsten gewählte Weiterbildung. Welche weiteren Facharztrichtungen sind beliebt? Wer verdient wie viel? Und welche Faktoren entscheiden: Einkommen, Familienfreundlichkeit oder Prestige? Eine Übersicht.

Nach dem Staatsexamen ist für viele junge Ärzte die Ausbildung noch lange nicht zu Ende: Für sie schließt sich eine Weiterbildung zum Facharzt an, die nach EU-Vorgaben mindestens fünf bis sechs Jahre dauert. Seit 2003 ist eine Weiterbildung zum Facharzt Voraussetzung, um sich als Vertragsarzt niederlassen zu können. Auch wer als Hausarzt tätig werden will, braucht eine Facharztausbildung – entweder für Allgemeinmedizin, für Innere Medizin oder für Innere und Allgemeinmedizin. Allerdings schließt jeder fünfte Student die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner für sich definitiv aus. Das Fach leidet bei vielen angehenden Ärzten im Studium unter einem schlechten Ruf: es sei unspannend, bürokratisch, schlecht bezahlt oder schlicht „zum Kotzen“.

In welchem Bereich werden die meisten Ärzte ausgebildet? Und welche Facharztrichtungen sind besonders beliebt? Das kann vom persönlichen Interesse abhängen, aber auch davon, wie attraktiv das jeweilige Berufsgebiet ist – etwa, weil die Jobs dort gut bezahlt sind oder weil ein attraktives Arbeitsumfeld geboten wird.

Insgesamt gab es im Jahr 2016 laut Ärztestatistik 2016 der Bundesärztekammer 378.607 berufstätige Ärzte in Deutschland: 111.850 von ihnen haben keine Gebietsbezeichnung, die übrigen 266.757 besitzen eine Anerkennung als Facharzt. Die meisten von ihnen sind in der Inneren Medizin tätig, nämlich 52.158, gefolgt von der Allgemeinmedizin mit 43.618 Ärzten. Weitere beliebte Tätigkeitsbereiche waren die Chirurgie mit 36.148 und die Anästhesiologie mit 23.531 berufstätigen Ärzten. Mit 5.860 berufstätigen Ärzten standen die Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten an letzter Stelle.

Berufstätige Ärzte nach Fachrichtungen (2016) 
FachrichtungAnzahl
Berufstätige Ärzte insgesamt378.607
ohne Gebietsbezeichnung111.850
Innere Medizin52.158
Allgemeinmedizin43.618
Chirurgie36.148
Anästhesiologie23.531
Frauenheilkunde und Geburtshilfe18.253
Kinder- und Jugendmedizin14.466
Psychiatrie und Psychotherapie10.787
Radiologie8.246
Augenheilkunde7.388
Neurologie6.810
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde6.273
Urologie5.883
Haut- und Geschlechtskrankheiten5.860
Quelle: Bundesärztekammer

Für welche Facharztgebiete interessieren sich Studenten?

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) führt regelmäßig Umfragen an Hochschulen in ganz Deutschland durch, um herauszufinden, welche Facharztgebiete bei Medizinstudenten beliebt sind. Beim letzten „Berufsmonitoring Medizinstudenten“ aus dem Jahr 2014 wurden insgesamt 11.000 Studierende in verschiedenen Phasen ihres Studiums (Vorklinik, Klinik, PJ) gefragt, welche Facharztausbildung sie zum aktuellen Zeitpunkt ihres Studiums wählen würden. Am häufigsten wurde auch hier der Fachbereich Innere Medizin genannt, gefolgt von Kinder- und Jugendmedizin, Allgemeinmedizin und Anästhesiologie. Auf der Beliebtheitsskala ganz unten ist die Augenheilkunde. Am wenigsten Studenten gaben an, diesen Fachbereich wählen zu wollen. Ebenso rangierten Haut- und Geschlechtskrankheiten, Urologie und Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde auf den untersten Plätzen. Auf die Frage, welche Fachrichtung sie auf keinen Fall wählen würden, gaben die Studenten am häufigsten Haut- und Geschlechtskrankheiten an, gefolgt von Augenheilkunde, Psychiatrie und Psychotherapie und Urologie.

Interessanterweise änderten sich die Präferenzen allerdings im Lauf des Studiums – vermutlich auch deshalb, weil die angehenden Mediziner zu einem späteren Zeitpunkt realistischere Vorstellungen von den einzelnen Fachgebieten haben. Nun beziehen sie auch eher Aspekte wie Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in ihre Entscheidungen ein. So blieb die Reihenfolge der beliebtesten Fächer zwar in etwa gleich, bei Studierenden im PJ waren die Fächer Chirurgie, Kinderheilkunde und Neurologie jedoch deutlich weniger beliebt als bei Studierenden in der Vorklinik.

Welche Fächer beliebt sind bzw. häufig gewählt werden, zeigt sich auch in der Zahl der Facharzt-Anerkennungen pro Jahr. Laut einer Statistik der Bundesärztekammer wurden 2016 insgesamt 12.763 Facharzt-Anerkennungen ausgesprochen. Am meisten waren es im Fach Innere Medizin (ohne Schwerpunkt) mit 1.841 Anerkennungen, gefolgt von der Allgemeinmedizin mit 1.321 Anerkennungen (1.290 in Allgemeinmedizin und 31 in Innerer und Allgemeinmedizin). In Fächern der Inneren Medizin mit Schwerpunkt (etwa Innere Medizin und Kardiologie) gab es weitere 1.313 Anerkennungen. Andere beliebte Fächer waren Anästhesiologie mit 1.178, Orthopädie und Unfallchirurgie mit 914, Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit 700 und Kinder- und Jugendmedizin mit 647 Facharzt-Anerkennungen.

Anerkennungen von Facharztbezeichnungen, 2016 
insgesamt12.763
Innere Medizin ohne Schwerpunkt1.841
Allgemeinmedizin sowie Innere und Allgemeinmedizin1.321
Innere Medizin mit Schwerpunkt1.313
Anästhesiologie1.178
Orthopädie und Unfallchirurgie914
Frauenheilkunde und Geburtshilfe700
Kinder- und Jugendmedizin647
Psychiatrie und Psychotherapie565
Neurologie527
Radiologie468
Viszeralchirurgie462
Innere Medizin und Kardiologie376
Augenheilkunde304
Urologie248
Arbeitsmedizin223
Haut- und Geschlechtskrankheiten211
andere Fachrichtungenje unter 200
Quelle: Bundesärztekammer

Gründe für die Entscheidung: Einkommen, Familienfreundlichkeit, Prestige

Das „Berufsmonitoring Medizinstudenten“ zeigt außerdem, dass manche Fächer eher bei Frauen, andere eher bei Männern beliebt sind. So waren bei den weiblichen Studierenden Allgemeinmedizin, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin und Psychiatrie und Psychotherapie am beliebtesten. Männern favorisierten Anästhesiologie, Chirurgie, Innere Medizin, Radiologie sowie Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Vorliebe für einen bestimmten Facharztbereich hing auch mit anderen Faktoren zusammen: Für Studenten, die sich für Allgemeinmedizin interessierten, waren die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Abwechslung im Beruf besonders wichtig. Für Studierende mit Interesse an Chirurgie waren dagegen Berufsprestige und Einkommen vergleichweise wichtig, während Familie und Freizeit für sie weniger wichtige Aspekte waren.

Ein wichtiger Entscheidungsgrund für ein bestimmtes Fach sind auch die Verdienstmöglichkeiten. Diese sind bei niedergelassenen Ärzten je nach Fachartzrichtung sehr unterschiedlich, wie eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2015 zeigt. Dabei liegt der Fokus auf dem Reinertrag. Als Reinertrag wird die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben der Praxis bezeichnet. Aufwendungen für eine Praxisübernahme und die Sozialabgaben, etwa Beiträge für die Altersvorsorge oder die Krankenversicherung, sind dabei aber noch nicht berücksichtigt. Am höchsten war der Reinertrag der Praxis dabei in der Radiologie, gefolgt von Augenheilkunde, Orthopädie und Urologie. Deutlich geringer war er in den Fachgebieten Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Allgemeinmedizin.

Einkommen nach Fachrichtungen, 2015 
FachrichtungReinertrag
Radiologie850.000
Augenheilkunde370.000
Orthopädie311.000
Urologie302.000
Haut- und Geschlechtskrankheiten284.000
Innere Medizin282.000
Chirurgie281.000
Kinder- und Jugendmedizin228.000
Arztpraxen gesamt258.000
Allgemeinmedizin227.000
Hals-Nasen-Ohren223.000
Frauenheilkunde und Geburtshilfe217.000
Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie180.000
sonstige Fachgebiete293.000
Quelle: Statistisches Bundesamt

Jeder Fünfte schließt Allgmeinmedizin aus – warum?

Allerdings können noch ganz andere Gründe bei der Wahl einer bestimmten Fachrichtung eine Rolle spielen. Dies zeigt sich zum Beispiel beim Fach Allgemeinmedizin, bei dem häufig ein Mangel an Interesse beklagt wird. Als Begründung, warum sie Allgemeinmedizin nicht wählen würden, gaben die Studenten im „Berufsmonitoring Medizinstudenten“ am häufigsten an, dass sie dieses Fach nicht interessiere. Die Anforderungen seien dort niedrig und das Fach sei langweilig. „Schreckliches Fach“ oder „Allgemeinmedizin ist zum Kotzen“ lauteten einige Kommentare – aber auch geringe Verdienstmöglichkeiten wurden als Grund genannt. In ihren Anmerkungen schrieben die Studierenden außerdem, dass eine bessere Vergütung, bessere Arbeitsbedingungen und weniger Bürokratie sie überzeugen könnten, Allgemeinmedizin als Fach zu wählen.

Insgesamt gaben knapp 20 Prozent der Studierenden an, dass sie definitiv nicht an Allgemeinmedizin interessiert seien. Von den übrigen interessierten sich 9 Prozent stark für Allgemeinmedizin, etwa ein Drittel sah das Fach als eine Option neben anderen an und weitere 56 Prozent schlossen Allgemeinmedizin für ihre Ausbildung nicht definitiv aus. Dabei nahm die Präferenz für Allgemeinmedizin im Lauf des Studiums eher zu. Außerdem hielten es 44,2 Prozent der Studenten, die sich für eine Facharztausbildung in Innerer Medizin interessierten, für denkbar, später als Hausarzt tätig zu werden. Dies sei gegenüber den Vorjahren ein erfreulicher Trend, heißt es in dem Bericht – dennoch sei die Allgemeinmedizin nach wie vor das Gebiet mit dem größten Ärztemangel.

Faktoren, die den Ärztemangel beeinflussen

Ein Mangel an (Fach-)Ärzten kann auch dadurch begünstigt sein, dass manche Ärzte nach ihrem Studium oder ihrer Facharztausbildung gar nicht oder nur in Teilzeit als Arzt tätig sind. So entscheiden sich immer mehr Ärzte für eine Teilzeit-Tätigkeit: Nach Angaben der KBV lag der Anteil der Ärzte und Psychotherapeuten, die 2016 in Teilzeit tätig waren – entweder mit halbem Versorgungsauftrag oder einer Anstellung bis 30 Stunden pro Woche – bei etwa 20 Prozent. Zum Vergleich. Im Jahr 2009 waren es noch 4 Prozent. Statt sich mit einer Praxis niederzulassen, wählen außerdem immer mehr Vertragsärzte und Psychotherapeuten das Angestelltenverhältnis. So lag die Zahl der angestellten Ärzte und Psychotherapeuten 2015 bei 27.174 und hat sich damit im Vergleich zu 2005 fast verzehnfacht.

Auch Ärzte ohne ärztliche Tätigkeit können zu einem Ärztemangel beitragen. Ihre Zahl hat sich laut der Ärztestatistik 2016 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent erhöht – zumindest bezogen auf die Ärzte, die bei den Landesärztekammern registriert sind. Von diesen insgesamt 3.117 Ärzten befanden sich 68,1 Prozent im Ruhestand, 6,6 Prozent in der Elternzeit und 4,4 Prozent waren ausschließlich im Haushalt tätig. 2,3 Prozent gaben an, berufsfremd tätig zu sein, 2,2 Prozent waren berufsunfähig, 6,6 Prozent arbeitslos und 10,2 Prozent gaben einen sonstigen Grund an.

Schließlich entscheiden sich einige Ärzte in Deuschland, ins Ausland abzuwandern – zum Beispiel wegen besserer Arbeitsbedingungen oder besserer Einkommensmöglichkeiten. So sind im Jahr 2016 2.050 in Deutschland tätige Ärzte ins Ausland abgewandert – 1206 von ihnen deutsche und 844 ausländische Ärzte. Der Trend des Auswanderns ist damit eher zurückgegangen: Es entschieden sich weniger Ärzte als im Vorjahr und etwa soviele wie im Jahr 2003 dafür. Am meisten Ärzte zog es dabei – genau wie in den Vorjahren – in die USA (112), nach Österreich (295) und insbesondere in die Schweiz (677 Abwanderer).

101 Wertungen (4.73 ø)

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54 Kommentare:

Gast T.G.
Gast T.G.

#50

Wenn man vermeinte, jeder Radiologe habe die teuren Geräte immer schon abbezahlt-so darf man wissen, dass derart hohe Kosten über Kredit immer weiter so laufen.Man verwechselt leider gerne Umsatz mit Netto-Einkommen.So einen Dummsinn mache ich nicht mit.

#54 |
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Gast T.G.
Gast T.G.

#50
Wieso müssen Radiologen mehr brott pro Umsatz mehr einnahmen als Andere?
Ich meine, eben deswegen, weil die Kosten für radiologische Geräte sehr hoch
sind.Das wurde alles im Kalkül der Krankenkassen berücksichtigt.Hat doch kein Allgemeinarzt ein hochwertig-sehr teures Röntgengerät bei sich rumstehen.

#53 |
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dipl. med. Rainer Hansen
dipl. med. Rainer Hansen

Einer jungen Kollegin war es einmal fast peinlich, als Hausärztin in einer kleinen Kommune mehr zu verdienen als ihr Vater als Spesialist/Oberarzt im Krankenhaus.
Muß man eigentlich noch erwähnen, daß das nicht in Deutschland gewesen sein konnte …..?

#52 |
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Dr. D. Feldmann
Dr. D. Feldmann

Ein weiterer Nachteil der derzeitigen Honorierung: Mein weiß nie, was einem netto am Monatsende nach Bezahlung von Versicherungen, Kredittilgung, Helferinnengehalt und vielen anderen Ausgaben gehört für die Familie. Erst wenn man am Jahresende dem Steuerberater alle Unterlagen gab und er dann einige Monate später mir mitteilte, wieviel Steuern das Finanzamt gern für das vergangene Jahr hätte, da konnte man sich ausrechnen, wie wenig man im letzten Jahr monatlich netto zur Verfügung für die Familie hatte. Ein monatlich ausgezahltes Nettohonorar nach Abzug von Steuer, Versicherungen sowie eine zur Verfügung gestellte Praxis samt Inventar und Helferinnen wäre akzeptabel.

#51 |
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Gast
Gast

Mal eine andere Frage: Wieso verdienen Radiologen eigentlich so unglaublich viel mehr als alle anderen? Wodurch ist das gerechtfertigt?

#50 |
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Dr. D. Feldmann
Dr. D. Feldmann

Zu 48 # es muß heißen: im Vergleich zum Honorar…

#49 |
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Dr. D. Feldmann
Dr. D. Feldmann

Die Allgemeinmedizin ermöglicht es, auf allen Krankheitsgebieten tätig zu sein, je nach Wunsch, Interesse und Wissen, gerade in der Abgeschiedenheit auf dem Dorf. Wer da kein Interessensgebiet findet, sollte trotz Einserabitur besser keine Medizin studieren. Einzigstes Manko: Das Nettohonorar = der Reinerlös müßte
(im Vergleich zu Honorar mancher Manager, die weniger Leben retten) doppelt so hoch sein für das riesige Wissen dieses Doktors.

#48 |
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Rudolf Altmann
Rudolf Altmann

Wenn Studenten äußern, dass Allgemeinmedizin “zum Kotzen”, “ein schreckliches Fach”, dann spricht dies für eine ungeheure Überheblichkeit, Ignoranz, Dummheit, Unreife. Es stellt sich die Frage, inwieweit jene Studenten überhaupt für den ärztlichen Beruf geeignet sind. So dumm kann man eigentlich nicht sein, um zu begreifen, welch hohe Anforderungen, breites, fundiertes Wissen, Empathie die Allgemeinmedizin abverlangt.

#47 |
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#5; Hallo Kollege Quinten, Sie sprechen mir aus der Seele. Auch für mich ist die Allgemeinmedizin der spannendste, vielleicht auch der herausfordernste Zweig der Medizin. Während meiner Universaltätigkeit als Assistenzarzt auf der Unfallchirurgie, zu deren Station damals auch eine sog. “Lumpensammler-
station” – sprich alle Bereiche, die keine eigene Station hatten wie kons. Orthopädie, HNO, Pädiatrie und Geburtshilfe – gehörte, erwarb ich mir auf diesen Gebieten viel Erfahrung, die ich dann noch durch Sportmedizin (von der Pike auf, nicht 4 Wochen Segeltörn), Chirotherapie und eine weitreichende Ultraschall-ausbildung über alle Fachgebiete ergänzte. Notfallmedizin nicht zu vergessen, Hygiene, Betriebsmedizin…Jeder Patient ist eine neue Herausforderung, hat er nun internistische Probleme, oder vielleicht orthopädische, wünscht er eine sportärztliche Untersuchung, oder bringt er eins seiner Kinder mit. – Leider wird so vieles zunehmend gesetzlich reglementiert. Röntgen wird bei GKV-Patienten nicht mehr bezahlt, etl. Leistungen aus dem orthop. Gebiet schließen wieder andere Ziffern aus – nach dem Verdienst darf man sich nicht richten. Ich sehe es zum Teil als Hobby ;-)

#46 |
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Rainer Kraus
Rainer Kraus

rainer h. kraus
Ein Spezialist ist jemand, der von immer weniger immer mehr weiß… bis er zum Schluss von nichts alles weiß.
Die Allgemeinmedizin ist per se diejenige, die über alle Tellerränder schaut.

#45 |
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Die Wortwahl ” zum Kotzen” diskreditiert alle Diejenigen, die in dieser Fachrichtung ihre Erfüllung gefunden haben, und das von jungen Menschen, die noch nicht einmal trocken hinter den Ohren sind.
Meine Mutter hatte fast 50 Jahre als Ärztin für Allgemeinmedizin ihre Erfüllung gefunden.

#44 |
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Hedda Lenz
Hedda Lenz

#43 : 2 x Sarkasmus nicht verstanden! Setzen! Ich erklärs jetzt aber nicht.
#38 : seit Tamme Hankens multimedialen Ableben auf allen Kanälen ist wohl eine XXL-Versorgungslücke im Verterinärheilmarkt entstanden?
Vielleicht kann ich ja noch umsatteln. Obwohl Botox bei Kamelen führte neuerlichst zur Disqualifikation von 12 Kamelen in Saudi Arabiens “Miss Kamel” – Wahl :-)

PS: als allgemeinwissender GM in der Stadt reicht das Vorabendprogramm und Google um durch den Tag zu kommen. Die Kundschaft ist recht schlicht im Geiste und mit leichter Medizin gut zu beeindrucken, nachdem ich Montagskrebs ausgeschlossen habe.
Auf dem Lande sind sicherlich noch Softskills (Empathie usw.), gerade in Palliativsituationen, gefragt, da hin und wieder hinterfragt wird. Es sei denn man läßt in der Klinik (*) sterben – dann ist halt die Klinik Schuld. (*) in der Stadt fast immer – gaht ja garnicht zu Hause, Nachbarn, Gerede … usw.

#43 |
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R. Best
Vielleicht liest ja tatsächlich ein andersdenkender, neugieriger, niederlassungswilliger Kollege diesen Artikel und möchte in meiner hausärztlichen Praxis in Saarlouis mitarbeiten und sie später – oder a.s.a.p. übernehmen. Mit Statisiken ist es ja bekanntlich so eine Sache … Die persönliche Einstellung ist m.E. ausschlaggebend und letztendlich auch entscheidend. Bei Interesse: nachfolge-gesucht@t-online.de

#42 |
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Gab Nied
Gab Nied

#32… der ganzheitliche Ansatz eines motivierten FA für Allgemeinmedizin ist meines Erachtens der Schlüssel zur Therapie chronischer Erkrankungen, da die spezialisierte Medizin hier arg an ihre Grenzen kommt.
Genau so! Ein Allgemeinmediziner sollte Allgemeinwissen haben und so handeln und wenn er dazu naturheilkundliche Vorgehensweisen hat, wird er keiner Reglementierung unterliegen,kann sich seine Zeit selbst einteilen und somit auch sein wohlverdientes Einkommen mit einem guten Gefühl am Tagesende haben.Kein Mediziner muss sich ins Hamsterrad begeben wenn er weiß was erkann.
zu #31#38 ich sehe dies als traurige Selbstreflektion…schade

#41 |
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Bitte die Statistik aufteilen in Psychiater und ärztl. resp. psychologische Psychotherapeuten, dann würde sich herausstellen, dass die Psychotherapeuten am wenigsten verdienen.

#40 |
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Dr. Kinga Gerber
Dr. Kinga Gerber

In dem Artikel steht, dass im Jahr 2016 ca. 206 Ärzte durch ihre Arbeitslosigkeit am Ärztemangel in Deutschland mit Schuld waren. Medizinerlogik : ).

#39 |
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Werner Wöhrle
Werner Wöhrle

Wenn über den Arztmangel auf dem Lande geklagt wird, da gäbe es ein gutes Mittel: in unterversorgten, ländlichen Gebieten das Honorar um ein Drittel erhöhen, Obergrenzen streichen. Dafür in überversorgten Gebieten wie modischen Innenstädten die Honorare entsprechend kürzen.

#38 |
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Gast
Gast

Die Medizin wird weiblicher, die Praxen dadurch besser organisiert, MVZ mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Allgemeinmedizin macht dadurch, insbesondere auch durch die interkollegiale Kommunikation mehr Spaß und sollte nicht mehr als „Knochen-Tschopp” oder Fließbandmedizin gehandhabt werden.

#37 |
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Dr. med.vet. Stefan Gabriel
Dr. med.vet. Stefan Gabriel

ad #31:
—Zitat:____
Prüfung mit 60 Fragen, sonstige Voraussetzungen: 8. Klasse und deutsche Staatsbürgerschaft, wobei ich nicht weiß was für den Teilheilpraktiker die Voraussetzungen sind : 4. Klasse?
Egal: hochangesehener Berufsstand mit bachblütenweißer Weste, fast uneingeschränkte Heil- und Handlungskometenz” — Zitat ende—–
Für Laienbehandler, die sich in D ungestraft TierHEILPRAKTIKER nennen dürfen, reicht eine Gewerbeanmeldung. Keine Prüfung verpflichtend….

#36 |
  14

Sieht so aus, als wäre wieder einmal Umsatz mt Einkommen verwechselt worden!
Diese Zahlen sollten überprüft werden, um die Neidgefühle gegenüber Ärzten nicht anzuheizen!

#35 |
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Gast
Gast

Reinertrag bedeutet vermutlich Bruttoumsatz??

#34 |
  1
Gast
Gast

Bitte das nächste mal gendern. Wir sind im Jahr 2018.

#33 |
  43

Allgemeinmedizin ist ein vielseitiges, breites spannendes Fach. Fanden bislang auch alle meine Famulanten, die im Regelfall freudig überrascht waren, weil sie anderes erwartet hatten.
Nicht toll fanden alle die Überlegungen durch bürokratische Gängelungen wie Arzneimittelrichtlinien, Richtlinen zur Heilmittelverordnung, Labor usw..
Wir haben nie über das Einkommen gesprochen, aber o.g. Gängelungen
haben bislang alle erfolgreich abgeschreckt. Soweit zum Thema warum gibt es in Stadt und Land keinen Hausarztnachwuchs.

#32 |
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DR. Heidrun Halbgewachs-Breiden
DR. Heidrun Halbgewachs-Breiden

Ich habe nach 10 Jahren Anaesthesie,OA in gut dotierter Stelle,aus gesundheitlichen Gründen eine Hausarztpraxis übernommen,die ich 33Jahre geführt habe. Keinen Tag habe ich diese Entscheidung bereut,obwohl es ein Job war,der die work-
life-balance,sehr zu Ungunsten des life verschoben hatte.
Es gibt kein Fachgebiet,das so vielfältig und abwechslungsreich ist.Die Medizinstudenten,die nicht aus der Not eines 1er Abiturs Medizin studieren,sollten sich vielleicht mehr darüber informieren.

#31 |
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Die Bezahlung im GKV-Bereich ist eine Frechheit, die GOÄ in ihrer Fassung von 1996 dito. Allerdings kann man hier die Faktoren erhöhen. Die Gängelung durch Gesetzgeber/Kassen mit Ihren Formularen etc. sind tatsäch z.K. ABER der ganzheitliche Ansatz eines motivierten FA für Allgemeinmedizin ist meines Erachtens der Schlüssel zur Therapie chronischer Erkrankungen, da die spezialisierte Medizin hier arg an ihre Grenzen kommt. Wenn wir unseren Patienten weiterhin aus der begrenzten Übersicht jedes Fachgebierts ca. 3-5 Medikamente verschreiben wird da nichts Gutes draus. Die (beispielhaften) Stichworte Functional Medicine – Prävention – Salutogenese – Mind-Body-Medicine etc können im 21.Jahrhunder von einem guten Facharzt für Allgemeinmedizin bestens mit Inhalt und Leben gefüllt werden.

#30 |
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Hedda Lenz
Hedda Lenz

Man hätte es übrigens auch zu Etwas, aber viel einfacher bringen können: https://likamundi.de/pruefungsfragen/heilpraktiker-pruefungen.html
Prüfung mit 60 Fragen, sonstige Voraussetzungen: 8. Klasse und deutsche Staatsbürgerschaft, wobei ich nicht weiß was für den Teilheilpraktiker die Voraussetzungen sind : 4. Klasse?
Egal: hochangesehener Berufsstand mit bachblütenweißer Weste, fast uneingeschränkte Heil- und Handlungskometenz, auskömmliches Einkommen bei fast – NULL – Risiko sowie optimale Work-Life-balance.

Unter der Voraussetzung, daß ab demnächst von der GroKo die PKV auf EBM Niveau abgeschmolzen wird sollte die Rückgabe der Approbation oder Republikflucht erwogen werden!

#29 |
  24
Gast
Gast

@#22: eher nicht! Vergleichen sie bitte einen Arzt mit 12 Jahren Ausbildung mit einem App-Entwickler mit 3 Jahren Ausbildung, wenn er einen Bachelorabschluss hat! Letzterer verdient mit Anfang 20, sobald er eingestellt wird, mehr als ein Oberarzt und niedergelassener Arzt! Wenn wir bei unserem Gehalt zu den Umständen kommen wie in #23 beschrieben (hohe Versicherungen und Klagen), dann sehe ich bei dem Gehalt schwarz für uns Ärzte!

#28 |
  5
Gast
Gast

Die Chirurgen sind die Coolsten unter den Ärzten

#27 |
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Gast
Gast

Lieber Herr Dr. Markus, das hört sich aber nicht gut an. Es kann doch nicht Alles zum Kotzen sein, haben Sie nicht ein paar niedliche Patienten, oder sonstige Highlights?

#26 |
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Gast
Gast

Wir hatten 45 Jahre eine Allgemein-Arzt-Praxisund hatten uns sehr wohl gefühlt, einfache Patienten zur Beratung + gutes Einkommen! Wir bereuten es sehr, die Patienten vermissen uns noch Heute, da es keinen Nachfolger gab. Aber ich muss zugeben es war ein Knochen-Tschopp, den mein Mann jetzt durch eine schwere Krankheit bezahlen muss.

#25 |
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Dr. med. Lothar Markus
Dr. med. Lothar Markus

Ich möchte die einzelnen Fachrichtungen hier nicht abhandeln aber ich weiß nicht, was im niedergelassenen Bereich überhaupt noch “nicht zum Kotzen” ist? Als Gastroenterologe den Patienten täglich in den Magen und den Darm schaun, als Gynäkologe ausschließlich den Bereich zwischen Nabel und Schambein inspizieren, als Psychiater mich mit Alkoholikern, Drogenabhängigen unheilbaren Psychosen beschäftigen etc., etc. und auch unter dem Kuratel der Kassen und der KV zu stehen?? Was ist denn in dieser deutschen Medizin für den Arzt und in diesem Land für den Menschen überhaupt noch “nicht zum Kotzen”, in einem Land ohne Regierung mit Politikern, die alle nur “zum Kotzen” sind ?
Danke für das aufmerksame Lesen!

#24 |
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Gast
Gast

Ein tendenzieller Artikel gegenüber dem vielseitigen Fach Allgemeinmedizin, wohl nicht von einem Insider geschrieben (Dr. F.M. Allgemeinarzt

#23 |
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Gast
Gast

Wenn es denn bloß so gewesen wäre, dass wir uns in unserer Weiterbildung “aktiv” für eine Teilzeitstelle hätten entscheiden können… Stattdessen wurden wir mit Absicht in Teilzeit ” kurz” gehalten, da viele Köpfe in Teilzeit ja mehr Dienste wegschrubben, als wenige Köpfe in Vollzeit und Dienstausfälle so besser kompensiert werden können…
Keine/r von uns hat damals freiwillig in Teilzeit gearbeitet, im Gegenteil, gerne hätten wir unsere Weiterbildung beschleunigt. So kommen für eine Weiterbildung dann schnell mal acht statt fünf Jahre zusammen. Da braucht man sich dann auch nicht über den Facharztmangel zu wundern.
Was mein Fachgebiet, die Frauenheilkunde, darüber hinaus zunehmend unattraktiv macht, ist die zunehmende Angst vor steigenden Versicherungen und Klagen. Die Welle, die die Hebammen bereits erreicht hat, wird auf uns auch noch zu kommen. Auch da braucht man sich nicht zu wundern, wenn bald niemand mehr dieses Fach attraktiv findet.

#22 |
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Gast
Gast

Egal welches Fachgebiet gewählt wird: die Verdienstmöglichkeiten sind in jedem Fachbereich gut, auch wenn es Unterschiede gibt. Egal welches Fachgebiet daher gewähtl wird: wer hier über einen schlechten Verdienst jammert, jammert auf sehr hohem Niveau.

#21 |
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Es gibt auch Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die ständig “unter den Tisch” fallen. Die Ausbildung ist schwer. Der Facharzt wird bei Stellenausschreibungen und Niederlassungen mit Fachärzten für Psychiatrie und PT gleichgestellt obwohl das Klientel, das sich zwar teilweise überlappt, aber deutlich unterschiedlich ist. Ich habe beide Qualifikationen und fand, daß die Kenntnisse für den FA f. Psychosomatische Medizin viel komplexer und anspruchsvoller sind. Die Bezahlung entspricht den Leistungsanforderungen in keiner Weise.

#20 |
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Gast /ehemaliger Anaesthesist
Gast /ehemaliger Anaesthesist

Was verdienten denn die im Krankenhaus beschäftigten bzw. niedergelassenen Aneasthesistinnen/Anaesthesisten 2015 im Durchschnitt ?

#19 |
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Gast
Gast

Machen wir uns mal nichts vor…. als Hausarzt/ Allgemeinmediziner ist man überwiegend fremdbestimmt. Wenn man mir eine Stellungnahme auf den Tisch legt, dann steht im Anhang wieviel ich dafür berechnen darf – egal ob ich 30min oder 60min benötigt habe. Das sind oft 21-28€, d.h. nach Steuer rund 10€. I.d.R. bekommt man einen Zeitraum in dem man diese Rückmelden muss. Dann sind wir, je nach Bundesland, dazu verpflichtet Dienste abzuleisten. Auch hier, raten sie… Es wird fremdbestimmt was wir dafür bekommen. Probieren sie das mal in anderen Berufen! Sagen sie mal einem Gas-/Wasserinstallateur was er die Stunde von ihnen bekommt, wenn er selbständig ist. Ich will keine porschefahrenden Allgemeinmediziner, aber der Weg (6,5 Jahre Studium + 5 Jahre FA Ausbildung) und das Risiko was man als “Unternehmer” trägt, sollte adäquat vergütet werden.
Darum habe ich mich, nach 1,5 Jahren, gegen die Allgemeinmedizin entschieden.

#18 |
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Gast
Gast

Nach meiner beruflichen Erfahrung als Pharma-Referent würde der Allgemeinmedizin ein wenig mehr Interesse gut tun. Leider sind die Allgemeinmediziner häufig ziemlich kenntnisarm. Ich persönlich würde zu keinem gehen, wenn es sich vermeiden läßt.

#17 |
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Gast
Gast

Ich finde es gut, wenn die Autorin die Rolle der Allgemeinmedizin stärken will. Ich selbst als Krebspatient bzw. meine Freundin als Asthmatikerin stoßen bei den Fachärzten oft an Grenzen, die häufig über gute Kenntnisse und Erfahrungen über ein spezielles Organ verfügen, aber wenig Kenntnisse über die Zusammenhänge zwischen den Organen haben. Fachärzte betrachten vielfach nur einzelne Seiten bestimmter Symptome, so daß die Patienten “rum gereicht” werden, ohne daß ihnen geholfen werden kann. Allgemeinmediziner haben wohl bei einzelnen Organen teilweise schlechte Kenntnisse, können aber bei guten Kenntnissen über den Menschen als Gesamtperson dem Patienten besser helfen. Nur die Zusammenarbeit beider bringt wirklich etwas.
einzelnen Organen

#16 |
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Prof. Dr. med. Thomas Kühlein
Prof. Dr. med. Thomas Kühlein

Warum diese abwertende Überschrift, wenn auf der Beliebtheitsskala unter den Studenten wie im Text angeben die Allgemeinmedizin auf Platz drei nach Innere Medizin und Kinder- und Jugendmedizin steht? In der menge der Anerkennung von Facharztbezeichnungen steht das fach laut der angegeben Liste sogar auf Platz zwei.

#15 |
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Dr. Christine Heilig
Dr. Christine Heilig

Dr.med Christine Heilig Ja der Hausarzt wird oft belächelt… von Studenten die bei mir waren und bedauert von mehrverdienenden Kollegen… der Trend junger Kollegen lieber in Teilzeit es sich gut gehen zu lassen und ja kein Risiko einzugehen wegen der Kredite ist schon oft anzutrefffen… ok aber keinen Chef zu haben, Urlaube frei zu planen,Kinder ,wenn man in der Nähe wohnt,gut erreichen zu können ist auch viel wert, ich kenne meine Patienten jetzt30 Jahre da ist vieles einfach und mit ein wenig Geschick für gute Organisation habe ich jetzt mehr Freizeit bei gutem Verdienst… Gute Gesundheit ist wichtig und man sollte keine Risikosportarten betreiben… sonst wird es schwierig wenn man länger ausfällt…

#14 |
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Dr,med Jacqueline Frimberger
Dr,med Jacqueline Frimberger

Ich finde es einfach nur schade, wenn “alte Hasen” immer nur jammern, kein Wunder wenn vielen der Beruf und/oder auch die Niederlassung vermiest werden. Als Fachärztin in Einzelpraxis (Gyn) hatte ich die ideale Möglichkeit Kinder und Beruf zu vereinbaren, soviel freie Einteilung meiner Arbeitszeit hätte ich angestellt nie gehabt. So gesehen kann ich den Trend zur Anstellung nicht nachvollziehen, von der dauernden Abhängigkeit vom “Chef” ganz abgesehen.
Was das Einkommen angeht, geht es uns allen doch ehrlich gesagt prima; und wer mit weniger zufrieden ist, kann meist auch weniger arbeiten.
Die Bürokratie hat natürlich leider sehr zugenommen, aber wenn ich mir die Kollegen im Krankenhaus oder anderen anspruchsvolleren Jobs anschaue, ist das überall so.
Zwischendurch ist jeder genervt und gestreßt wie in anderen Berufen auch, aber letztlich würde ich mir keinen anderen Beruf wünschen. Und ich würde mir wünschen,daß auch mehr Positives an die “Nachfolger” vermittelt wird.
Ob Einzel-oder Gemeinschaftspraxis (wenn die Chemie stimmt) , sowohl ich wie jede meiner mir bekannten Kolleginnen können dazu raten.

#13 |
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Gast
Gast

Es gibt viel zu wenige Ärzte! Bei uns in der Gegend kommt demnächst nur noch 1 Allgemeinmediziner/Hausarzt auf gut 8000 Einwohner der Gemeinde. Ein Skandal!

#12 |
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Guido Grewe
Guido Grewe

Die Arbeit im Krankenhaus erscheint einem anfangs spannender, Intensivstation, NAW fahren, aber in Wirklichkeit ist die Arbeit in der Praxis wesentlich befriedigender und vielseitiger. V. a. sind die Pat. im Mittel erheblich jünger. Dazu ist man jedes Wochenende und jede Nacht zu Hause und bekommt noch mehr Geld dafür. Natürlich hat man eine höhere Verantwortung, vor allem finanziell und als Arbeitgeber. Man sollte selber nicht zu kränklich sein und auch selber ein Update am PC einspielen können, sonst ist eine Anstellung sicherlich sicherer. Die Bürokratie ist gar nicht so zeitraubend, die Regressgefahr überschaubar und über den Wiederverkauf der Praxis mache ich mir keine Gedanken, der Wert entspricht vielleicht einem halben Jahreseinkommen. Ob Einzel- oder Gemeinschaftspraxis ist Geschmackssache, beides hat Vor- und Nachteile. Bei der Fachrichtung würde ich mich nicht am Einkommen orientieren, sondern am Interesse. Als Hausarzt ist man für alles zuständig, häufig auch für psychosoziale Probleme, eine Beschränkung auf ein Organ würde mich eher langweilen.
FA Innere und Hausarzt
grewe@hausarzt.de

#11 |
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Stefan Kaa
Stefan Kaa

Ich bin überrascht. Wieso bleibt bei Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie so wenig über?
Die haben doch mit der schwierigsten Klientel zu tun! :o)

Ja und die Radiologen sind in meinen Augen eh keine richtigen Ärzte,
sondern Knöpfedrücker.

#10 |
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Die letzte Statistik gibt den Reinerlös pro Praxis an, wievele Ärzte davon bezahlt werden ist hier mal wieder außen vor gelassen…. Das ist also bodenloser Unsinn solche Zahlen zu veröffentlichen!

#9 |
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Gast
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Der Begriff “Reinertrag” ist für jeden, der sich nicht mit den Begrifflichkeiten auskennt, irreführend.
Wer an einer sinnvolleren Rechnung interessiert ist, kann hier nachlesen: http://www.curagita.net/cms/upload/pdf/Radiologenhonorar.pdf

#8 |
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Bei den Augenärzten sollte zwischen operativ tätigen und konservativ tätigen unterschieden werden. Als konservativ tätiger kann man von dem oben genannten reinertrag nur träumen !

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Spottdrossel
Spottdrossel

Wie man bei den Ertragszahlen die Allgemeinmedizin als Aufhänger nehmen kann… naja betrifft halt mehr Leute.

Die Diskrepanzen zwischen Psychiatrie und Radiologie sind jedenfalls durch Komplexität sicher nicht zu erklären.

#6 |
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Nach einer guten Ausbildung ( minimum 4 Jahre Innere und Chirurgie+ evtl auch Kinderheilkunde sowie Notfallmedizin) ist die Allgemeinmedizin doch das Spannendste. Daneben sollte man Chirotherapie und eine praktische Ausbildung in der Sportmedizin haben. Dann ist das Arbeitsgebiet sehr umfassend und macht tagtäglich Spass. Die oben angeführten Einkommen sind jedoch utopisch. In 14 Jahren Arbeit in Deutschland habe ich soviel nie verdient+++++und dies mit einer Riesenpraxis ( 3 er Praxis mit über 3000 Scheinen pro Quartal).
Nun arbeite ich in der Schweiz und habe mit meiner Praxis auch fast eine kleine Klinik mit Rö und komplettem Labor. Das macht sehr viel Spass , da das Arbeitsgebiet noch viel umfassender ist.

#5 |
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Gast
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Spätestens nach 5-6 Jahren in der Klinik, beginnt die Arbeit in einer Praxis zunehmend attraktiv zu werden. Allerdings kann ich mir tatsächlich vor Allem eine Anstellung in einer Praxis vorstellen, vielleicht noch eine Gemeinschaftspraxis. Ich glaube das Modell einer Einzelpraxis ist eher ein Ausläufer.

#4 |
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Frederik B.
Frederik B.

Ich stehe kurz vor dem PJ.
Den Studienplatz zu meinem Traumberuf habe ich, dank nicht so toller Abinoten vor dem Zentralabitur, nach sechs Jahren Wartezeit bekommen. Überbrückt habe ich die mit dem Zivildienst und einer Ausbildung zum Rettungsassistenten.
“Notfallmedizin ist mein Ding!” so dachte ich am Beginn des Studiums, niemals hätte ich mir vorstellen können, hausärztlich tätig zu sein.
Inzwischen bin ich Anfang 30, finde Anästhesie/Intensiv- und Notfallmedizin immer noch unglaublich spannend und muss trotz allem eingestehen, mich in den letzten Jahren immer häufiger bei dem Gedanken “ertappt” zu haben:”Hausarzt, das wäre schon was für Dich.”
Mein bisheriger Plan sieht trotzdem die Anästhesie als ersten Facharzt vor, den Allgemeinmediziner gibts vielleicht später oben drauf (Auch wenn die Ärztekammer Nordrhein eine Verkürzung wohl nicht vorsieht).
Bei aller Verklärtheit/Träumerei muss ich sagen, ich kann mir im Moment nicht vorstellen, mich selbst niederzulassen, dazu wirken viele Sachen einfach zu unlukrativ/abschreckend auf mich, die Bürokratie, die Abrechnungsmodalitäten, eventuelle Regressforderungen, das Risiko der Selbstständigkeit, kosten für die Praxisübernahme, die Möglichkeit dass die Kassenzulassung nicht mehr weiter vergeben wird und man auf der eigenen Praxis “sitzen” bleibt etc. Vielleicht habe ich einfach nur die falschen “Horrorgeschichten” gehört, aber im Moment überwiegt (so sehr ich es mir vorstellen kann, Hausarzt zu sein) der Gedanke: “Das alles soll es einem schmackhaft machen, Hausarzt zu werden bzw sich niederzulassen?”

Vielleicht lese ich ja hier den ein oder anderen Erfahrungsbericht eines “Alten Hasen” der mich vom Gegenteil überzeugt.

#3 |
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Gast
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Berücksichtigt die Tabelle mit den Einkommen auch die Zahl der Ärzte pro Praxis? Oder geht es um den Gesamtertrag der dann in Gemeinschaftspraxen noch aufgeteilt werden muss?

#2 |
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Gast
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Ich kann Gründe für die Hohe Anzahl der Teilzeit-Ärzte nennen: Ein 40-Stunden-Vertrag IST KEIN 40-STUNDEN VERTRAG! Wir arbeiten zum Teil 50 oder mehr Stunden (und wenn man die auszahlt bekommt ist man noch gut dran) PLUS Dienste (die nur zur Hälfte als “Arbeitszeit” zählen, obwohl man die volle Zeit im Haus sein muss). Mit einem Teilzeit-Vertrag kommt man auf das, was “normale” 40-h-angestellte normal arbeiten. (wobei einige Häuser noch verlangen dass man trotzdem die volle Anzahl an Diensten schiebt) Dazu kommt dass eben viele neue Ärzte Frauen sind. Die wollen ja auch mal irgendwann Zeit für Familie und co haben. (gleiches gillt für Männer die auch noch mehr sind als Ärzte, sondern auch Papas, Partner oder einfach nur Menschen mit einem Privatleben) Medizin ist ein Knochenjob und die neuen Generationen werden sich nicht mehr so einfach ausnutzen und verheizen lassen. Es müssen wieder Anreize in Arbeitsbedingungen geschaffen werden, wenn jemand den Job machen soll. (Und wir wollen mal nicht mit anfangen dass in Deutschland die Selbstständigkeit ja ist als ob man sich ein Brett ans Bein nagelt. Auch hier: Anreize schaffen macht wieder mehr Praxen. Ansonsten wird dieses System immer mehr aussterben.)

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