LDL: Das Zankfett der Kardiologen

21. Dezember 2017
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Warum erleiden Patienten ohne kardiovaskuläre Risikofaktoren Herzinfarkte oder Schlaganfälle? Sind die vermeintlich harmlosen Werte beim LDL-Cholesterin schuld? Für den Kardiologen Michel de Lorgeril ist das Theater um die Blutfette eher ein Bluff der Pharmaindustrie.

Erhöhte LDL-Cholesterinspiegel, Hypertonie, Diabetes mellitus, Übergewicht und Rauchen gehören zu den wichtigsten Risikofaktoren kardiovaskulärer Erkrankungen. Ärzte fragen sich aber, warum Patienten ohne offensichtliche Risikofaktoren gelegentlich Herzinfarkte oder Schlaganfälle erleiden. Das Thema hat auch Forschern zu denken gegeben. Sie vermuten, selbst unauffällig niedrige Werte beim LDL-Cholesterin könnten mit Erkrankungen in Zusammenhang stehen. In Europa führen Blutfette immer noch zu heftigen Kontroversen. Der französische Kardiologe Dr. Michel de Lorgeril bezweifelt, dass Cholesterin mit Atherosklerose in Verbindung steht. Für ihn ist der Trend, hohe Werte mit Statinen einzustellen, nicht mehr als eine Verkaufsmasche der Pharmaindustrie. Leitlinienautoren teilen seine Meinung nicht. Vielmehr geraten sie bei der Frage nach sinnvollen Obergrenzen ins Schwitzen.

Keine Evidenz für Zielwerte

„Basierend auf den Ergebnissen kardiovaskulärer Studien sollte bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten mit einem Statin ein LDL-Cholesterinwert < 100 mg/dl (< 2,6 mmol/l) angestrebt werden“, heißt es in der S3-Leitlinie zur Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfälle. Gleichzeitig räumen die Autoren ein, aus allen vorliegenden Studien lasse sich „keine direkte Evidenz für diskrete LDL-Cholesterinzielwerte ableiten“. Zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nennt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie in ihren Pocket Guidelines je nach Risiko des Patienten < 1,8 mmol/l (< 70 mg/dl) bis < 3 mmol/l (< 115 mg/dl). Diese Werte entsprechen Empfehlungen auf europäischer Ebene. An diesen Obergrenzen kommen jetzt erhebliche Zweifel auf, speziell beim Blick auf die Primärprävention

Keine Risiken – trotzdem Plaques

Zum Hintergrund: Ärzte fragen sich schon lange, warum Patienten mittleren Alters ohne klassische Risikofaktoren gelegentlich Herzinfarkte oder Schlaganfälle erleiden. Mit dieser Frage hat sich ein Forscherteam unter Leitung von Leticia Fernández-Friera vom Centro Nacional de Investigaciones Cardiovasculares Carlos III in Madrid eingehend befasst. Sie arbeiteten mit Daten aus der PESA-Studie (Progression of Early Subclinical Atherosclerosis). Für PESA wurden bis Juni 2010 genau 4.184 Probanden zwischen 40 und 54 Jahren rekrutiert. Die Nachbeobachtungszeit lag bei sechs Jahren.

Für ihre weiteren Untersuchungen wählte Fernández-Friera 1.779 Personen mit normalen kardiovaskulären Risikofaktoren aus. Es handelte sich um Nichtraucher mit Blutdruckwerten unter 140/90 mmHg, Nüchternblutglukosewerten unter 126 mg/dl, Gesamtcholesterinwerten unter 240 mg/dl, LDL-Cholesterinwerten unter 160 mg/dl und HDL-Cholesterinwerten über 40 mg/dl. Innerhalb dieser Gruppe fand die Wissenschaftlerin 740 Teilnehmer mit optimalen Parametern. Bei ihnen lagen die Blutdruckwerte unter 120/80 mmHg, die Nüchternblutglukosespiegel unter 100 mg/dl, die HbA1c-Werte unter 5,7 Prozent und das Gesamtcholesterin unter 200 mg/dl.

Neben Laborparametern erfassten Ärzte atherosklerotische Läsionen nichtinvasiv per Magnetresonanztomographie beziehungsweise per Positronen-Emissions-Tomographie mit radioaktiver 18-Fluordesoxyglucose (18-FDG). Dieser Marker auf Basis eines chemisch veränderten Zuckers eignet sich nicht nur, um stoffwechselaktive Tumore darzustellen. Bei Atherosklerose als chronisch-entzündlichem Prozess benötigen Makrophagen Energie und resorbieren 18-FDG. Deshalb lassen sich mit der Technologie auch Plaques quantifizieren.

Das Ergebnis überraschte: Jeder zweite Studienteilnehmer mit kardiovaskulär normalem Risikoprofil hatte Anzeichen einer subklinischen Atherosklerose. In der Subgruppe mit optimalen Werten waren 38 Prozent von Gefäßablagerungen betroffen. Selbst bei Werten zwischen 60 und 70 mg/dl traten Gefäßablagerungen auf:

 

F1.large-2

 

LDL-Cholesterin war in der vergleichsweise kleinen Kohorte unabhängig von anderen Faktoren mit ersten Anzeichen einer Atherosklerose assoziiert. „Diese Ergebnisse unterstützen eine wirksamere LDL-Cholesterin-Senkung für die Primärprävention sogar bei Individuen, deren Laborwerte üblicherweise als optimal betrachtet werden“, resümiert Fernández-Friera.

Sturm im Wasserglas

Dr. Michel de Lorgeril, Kardiologe am Centre national de la recherche scientifique (CNRS), greift die Publikation in seinem Blog auf. Er kritisiert die Theorie, Cholesterin sei schädlich für Gefäße, und lehnt Grenzwerte kategorisch ab. Vor einem Jahr sorgte sein TV-Auftritt bei Arte unter dem Motto „Cholesterin – der große Bluff“ für rege Diskussionen im Ärztekreis.

Lorgeril zufolge basiere die gängige Lehrbuchmeinung nicht auf seriösen wissenschaftlichen Daten. Cholesterin sei nicht mehr als ein Marker für Fettstoffwechselstörungen. Den Wert abzusenken, behebe das grundlegende Problem nicht. Gleichzeitig vertritt Michel de Lorgeril die Ansicht, alle wissenschaftlichen Daten der letzten Jahrzehnte zu Statinen seien falsch und wären nur entstanden, um mit Statinen Geld auf dem Rücken der Patienten zu verdienen.

„Gefährlicher Desinformation“

In der anschließenden Podiumsdiskussion versuchte Professor Dr. Ulrich Laufs vom Universitätsklinikum Leipzig die Fakten wieder zurechtzurücken. Er beruft sich auf Argumente aus der Pathophysiologie, der Epidemiologie und der Genetik. Wissenschaftler hätten molekularer und zellulärer Ebene „zweifelsfrei verstanden“, dass Cholesterin für die Entstehung von Plaques entscheidend sei. „Alle großen epidemiologischen Studien zeigen, dass erhöhte Cholesterinspiegel auch zu höheren Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen“, ergänzt der Experte.

Kritik kommt auch von der European Society of Cardiology (ESC). Deren früherer Präsident Professor Dr. Fausto Pinto bewertet Lorgerils Darstellung als „in gefährlicher Weise unverantwortlich“. Zusammen mit Kollegen hat er alle Argumente in einem Konsensuspapier zusammengestellt:

  • Im Tierexperiment führte die Erhöhung des Plasma-LDL und anderer apoB-haltiger Lipoproteine zur Gefäßverkalkung.
  • Bei Patienten bestehen lineare Assoziationen zwischen dem LDL-Wert und dem Atherosklerose-Risiko. Die Datenbasis umfasst bislang zwei Millionen Personen, 20 Millionen Personenjahre und mehr als 150.000 kardiovaskuläre Ereignisse.
  • Die familiär Hypercholesterinämie zeigt als Modellerkrankung, welche Mechanismen von Bedeutung sind. Sie basiert auf Defekten in Genen für LDL-Rezeptoren. Über mehrere Schritte erhöht sich der LDL-Cholesterinspielegel, und das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen steigt massiv.
  • Die Senkung des LDL-Cholesterinspiegels mit Pharmaka ist zur Absenkung des kardiovaskulären Risikos proportional.

Lücken in Leitlinien

Wissenschaftlich sind die Zusammenhänge damit klar belegt. Eine zentrale Frage bleibt aber offen: Welche Zielwerte sollten nach Fernández-Frieras Arbeit bei der Primärprävention überhaupt erreicht werden? Vijay Nambi vom Baylor College of Medicine in Houson, Texas kann darauf auch keine Antworten geben. In einem Editorial kritisiert er, internationale Leitlinien seien bisher eher auf die Vermeidung neuerlicher kardiovaskulärer Ereignisse nach einem Schlaganfall oder Herzinfarkt ausgelegt. Die Zeit ist reif für große, langfristig angelegte randomisierte Studien.

84 Wertungen (4.02 ø)
Bildquelle: davidgsteadman, flickr / Lizenz: CC0

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36 Kommentare:

In der Monica-Study der WHO fand sich KEINE Korrelation von Gesamtcholesterin und Mortalität. Stadien haben insbesondere in der PRIMÄRprävention nichts zu suchen. Statine scheinen Ihre mortalitätssenkende Wirkung über antiinflammatorische Effekte auszuüben, nicht über die cholesterinsenkende. Hier sollten wir ansetzen: Bewegung, Stressreduktion, Omega-3-Fettsäuren nach O3-Index (nicht blind!), Mg, K2, D, B-Vitamine (Homocystein), ACE, Gebiss-/ Darmsanierung, Entfernung toxischer Metalle (alle 3 Foci mit hoch proinflammatorischer Potenz). Wer die pathobiochemischen Zusammenhänge leugnet sollte die Vorklinik wiederholen!

#36 |
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Antje U.
Antje U.

Da sag ich nur Dr. Esselstyn

#35 |
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Gast
Gast

Frau Reichenow: ihre Theorie zum Überlebensvorteil durch familiäre Hypercholesterinämie steht auf wackligen Beinen. Denn die Gesetze der Evolution wirken nur dann wenn ein Individuum stirbt (oder eben nicht) BEVOR es sich fortpflanzen kann. Ob jemand mit 50 oder 80 stirbt ist der Biologie vollkommen egal. Abgesehen davon gibt es auch andere Erkrankungen welche zu einem frühen Tod führen und keinerlei Vorteil darstellen und ebenfalls nicht aussterben… wo ist Herr Bedynek wenn man einen Anthropoplogen braucht?

#34 |
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Ärztin

Cholesterin benötigt der Körper und stellt es selber her, auch bei Veganern.
Plaques in irgendwelchen Gefäßen, die dort in etwa stationär unverändert verbleiben, müssen nicht aufgelöst werden.
Familiäre Hypercholesterinaemie: Dies muß in der Evolution einen Überlebensvorteil gegeben haben, je nachdem in welchem Klima die Betroffenen lebten. Ansonsten wären sie ausgestorben.
Wie auch verschiedene andere Abweichungen und eigentlich Erkrankungen den Trägern der Anomalie einen Überlebensvorteil sicherten.
Schöne Weihnachten, möglichst ohne Medikamente!
Helga

#33 |
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Samuel Schleich
Samuel Schleich

Was ist mit den bekannten Nebenwirkungen der Statine? Was ist mit den vielen Menschen die mit Statin (vielleicht) keine ischämischen Probleme bekommen, die sie ohne Statin vielleicht auch nie bekämen,
und jetzt Typ II Diabetiker sind?
Ist das der Preis: eine Behandlung von Laborwerten mit dem 30%igen Risiko wirklich schwer mit stark erhöhter Mortalität zu erkranken?

#32 |
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Arzt
Arzt

Absolut einverstanden: „Die LDL-C Spielereichen sind wirklich „ein Bluff der Pharmaindustrie“, die sich sehr gemütlich von der Ärzteschaft bedient fühlt

#31 |
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Dr. Andreas Triebel
Dr. Andreas Triebel

Die 4 S-Studie, die einzige nicht von der Industrie bezahlte Studie, zeigte bei sechsjähriger konsequenter Einnahme von Statin in der Sekundärprävention eine Minderung der Gesamtsterblichkeit um 3,3% bei einer NNT von 30.
In der Primärprävention beträgt die NNT 312.
Es ist also durchaus möglich, dass man einem Patienten mit der Verschreibung eine Statins hilft. Wir bewegen uns aber bei den Erfolgsquoten unterhalb des Niveaus von Homöopathie und Akupunktur.
Der Glaube an die Erzählungen vom Fett im Stoffwechsel ist für mich der Mesmerismus der Moderne: Der Wissenschaftsglaube ist an die Stelle von Aberglauben und Religion getreten.

#30 |
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Sie
Sie

Plaques haben mit Sicherheit mit der Ernährung aber auch der Bewegung zu tun (Endothel!).
Hochdosisinfusionen mit Vitamin C könnten hilfreich sein, auch die Einnahme anderer Antioxidantien (Astaxanthin, OPC, Omega3FS, Lycopin, etc.)

#29 |
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Medizinphysiker

Plaques an der Entstehung zu hindern, das mag mit der Qualität der Ernährung in Grenzen möglich sein.
Aber vorhandene Plaques wieder zum Verschwinden zu bringen, das ist wohl schwieriger und da habe ich Zweifel.

#28 |
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Gast
Gast

#12
Esselstyn funktioniert wahrscheinlich über den gleichen Mechanismus wie die Gabe hochdosierter Statine: LDL-Cholesterin wird gesenkt. http://www.dresselstyn.com/site/plant-based-nutrition/

Darüber hinaus ist die Diät (wie viele Fastenkuren) anti-entzündlich. Wer diese Ernährung aber auf Dauer durchführt wird meiner Ansicht nach an anderer Stelle Probleme bekommen, sozusagen vom Regen in die Traufe.

Die in den Kommentaren vorgebrachten Ansätze verdeutlichen doch das Bild: Sehr komplex mit immer deutlicheren Indizien für entzündliche Vorgänge als grundlegender Mechanismus.

#27 |
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Medizinphysiker

@12:
Was soll denn der Grund sein, diese Studie nicht zu veröffentlichen? Es gäbe doch keinen vernünftigen Grund, oder?
Darum ist die Aussage betreffend die Regression der Plaques zumindest für mich wenig glaubhaft!

#26 |
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Gast
Gast

Vielleicht kommen von der AHA ja bald neue Impulse ?
Einige Anregungen wurden John Warner, dem Präsidenten,
mit den Genesungswünschen nach einem Herzinfarkt – mit 52 Jahren-
bereits übermittelt.
https://journal.thriveglobal.com/to-john-warner-md-president-american-heart-association-topic-speedy-recovery-1cae96e465d1
http://www.wheatbellyblog.com/2017/11/open-letter-dr-john-warner-president-american-heart-association/

#25 |
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Dr. med. Hans Karbe
Dr. med. Hans Karbe

Hier wurde ein großes Fass ausgemacht. Wie schon oft in der Medizingeschichte ist auch die Cholesterinproblematik ein mit vielen Irrtümern behaftetes Kapitel. Wahrscheinlich spielt das LDL eine Rolle bei der Pathogenese der Arteriosklerose,aber nicht in dem Ausmaß, dass ihm bisher zugeschrieben wurde. Zuviel Augenmerk wurde auf dieses Thema gelenkt und dabei vergessen,andere Ursachen zu erforschen und zu würdigen. Dass Studien unterdrückt oder “geändert” wurden ,die die Ursache der Atherosklerose im Cholesterin und dem Verzehr gesättigter Fette in Zweifel zogen, hat einer zielführenden Klärung der Problematik geschadet.

#24 |
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@ #12 | 21. Dezember 2017 um 18:09

Ihre Studie interessiert mich. Können wir irgendwie in Kontakt treten? Ich selber bin Ernährungsmedizinerin und meine Tochter studiert Ernährungswissenschaften Wir interessieren uns beide für Forschungen in Bereich veganer Ernährung zu unterschiedlichen Themen. Ich bin in Xing und Linked-in zwecks Kontaktaufnahme zu finden.

#23 |
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Ärztin
Ärztin

Ich denke wir können uns in jedem Fall darauf einigen dass sowohl hinsichtlich der Primär- wie auch Sekundarprävention kardiovaskulärer Ereignisse bei fast allen Patienten ein umfassendes Lifestylechanging mit Entwöhnung toxischer Substanzen (Alkoholreduktion, Nikotinentwöhnung, Verzicht auf industriell gefertigte Lebensmittel insbesondere Süßigkeiten), ausgewogener Ernährung (clean eating, abwechslungsreich), einem ausbalanciertem Bewegungs- und Sportprogramm (Cardio, HIIT, Bodyweight, Tabata, Pilates, Yoga) und nachhaltiger Stressreduktion (Simplify your Life) die Therapie der ersten Wahl ist. Doch leider sind solche Maßnahmen nur schwer umsetzbar, viele von uns müssten dafür ihre gesamte Lebensstruktur von grund auf ändern. Es ist ein langer und oft nicht ganz einfacher Weg.

Was können wir für unsere Patienten JETZT tun? Viele wünschen sich unmittelbar nach einem solchen kardiovaskulären Ereignis ein möglichst hohes Maß an Sicherheit, also eine leitliniengerechte, evidenzbasierte Therapie. Doch wie geht es weiter? Oft gilt: einmal Statin, immer Statin. In vielen Fällen finden keine regelmäßigen Kontrollen der Blutwerte statt. Das wäre ein wichtiger Schritt um mit zunehmendem Alter des Patienten und unweigerlicher Polymedikation irgendwann zumindest eine Dosisreduktion oder ein Ausschleichen zu ermöglichen. Insbesondere dann wenn langfristig ein erfolgreiches Lifestylechanging stattgefunden hat und der Patient eine Reduktion der medikamentösen Therapie ausdrücklich wünscht.

#22 |
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Auch Harnsäure verursachen plaques!
Dieser laborparameter wird oft unterschätzt und stiefmütterlich behandelt.!!!!

#21 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

mal genauer auf Fettsäuren , MItochondrien , Hormone u. Übersäuerung schauen

#20 |
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Manfred Kloep
Manfred Kloep

Ich verordne mir 2x 200 mygrogramm VItamin K2 aus Natto, 20 TSD iE Vitamin D bei niedrigem Spiegel wöchentlich unter Kontrolle. dazu hochdosierte Ingwerkabseln, ohne der Gefahr einer erhöhten Blutungsneigung. Bin Nichtraucher mit blander Ateriosklerose.
Statine haben einen starken nagtiven Einfluss auf den Muskelstoffwechsel, etc.
Kehrt diesem Zeug endlich den Rücken. Der Verlust für die Pharmaindustrie muss Nebensache sein.

#19 |
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Die Plaques sind das eine, hier wäre Nattokinase sinnvoll. Weitere Themen wären: Geldrollenbildung der Erythrozyten mit temporären Verschlüssen, autoaggressive Intima-Arteriitis. In beiden Fällen nützen Statine nichts.

#18 |
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Medizin aus empirischer Sicht ist im Allgemeinen nicht auf Einzelparameter fokussiert gewesen und sollte es auch nicht sein. Die Desinfektion des Prof. Suaerbruch bezog auch nicht auf Einzelkeime, die damals noch nicht einmal bekannt waren, sondern auf ein Komplexverhalten.
Die Fokussierung bei CV-Erkrankungen allein auf die LDL Fraktion ist unzureichend. Es handelt sich hier um ein sehr großes Komplexgeschehen immunologischer Entzündungsprozessen an denen Choleserin auch beteiligt sein kann. Im Vordegrund stehen hier zunächst einmal die “AGEs”, die als Zellmembranständig oder löslich klassifiziert werden können. Die sogenannten membranständigen “M-ages” spielen eine entscheidende Rolle für eine endotheliale Dysfunktion auch bei den sogenannten “rheumatischen” Erkrankungen. Eine isolierte Betrachtung eines immunologischen Komplexgeschehens kann daher nie eine richtige sein. Wenn wir nach empirischen Erfahrungen des Handelns im Nachhinein nach einem Baukastenprinzip wissentschaftlich begründen können, warum das ein oder andere so funktionieren könnte, sollte man nie die Gesamtheit eines Komplexgeschens aus den Augen verlieren. Tut man dieses nicht, kann es zu “esoterischen” Partikularinterpretationen führen!

#17 |
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Gast XY
Gast XY

Zum Text von Franz Laudenbach
Die Problematik der Blutdrucksenker kann ich nur bestätigen. Der dämpfende Einfluss auf die Gefäßmuskeln beeinflusst jedes Organ des Körpers, vor allem alle Muskeln und insbesondere die Herzmuskeln in Vereinigung auch mit den Atemmuskeln sowie der Blutgefäße zu den Lungenbläschen. Über dieses Thema sollte mehr diskutiert werden und weniger über die umsatzträchtigen Cholesterinsenker mit zweifelhaftem Nutzen.

#16 |
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Gast XY
Gast XY

Wer folgende These überprüft, wird feststellen, dass nichts gegen die Richtigkeit spricht. Atherosklerose entsteht durch AGEs (Advanced Glycation Endproducts), nichtenzymatisch gebildete unstrukturierte Zuckerprotein- und Zuckerfett-Verbindungen auf den Zellmembranen der Zellen des Endothels. Die HbA1c-Messung beruht auf solchen Verbindungen. Auf diese Weise wird die Funktion der Glykokalyx gestört, wenn sich ein ganzes Netzwerk von AGEs auf der Zelloberfläche bildet und die Signale der exakt nach Zelltyp strukturierten Zuckerseitenketten der Glykokalyx dadurch verfälscht oder ganz unterdrückt werden. Eine so befallene Zelle wird nicht mehr als körpereigen definiert und wird vom Immunsystem durch Entzündung zerstört und abgebaut. Das Loch muss wieder geschlossen werden. Dazu wird Cholesterin gebraucht. Bei massivem Auftreten solcher Prozesse entsteht Atherosklerose.
Die Filterfunktion der Glykokalyx muss bei den Blutgefäßen insbesondere in den Nieren und in den Darmwänden besonders umfangreiche Arbeit leisten. Ein Ausfall zieht entsprechend schwerwiegende Folgen nach sich.
Bei der Häufigkeit des Herztodes wird nie darüber diskutiert, dass die Herzmuskelzellen Fettsäuren als zuverlässigere und gleichmäßiger liefernde Energiequelle bevorzugen und weniger den Zucker. Da Überzucker häufig Niedrigzucker nach sich zieht und dann insbesondere in Stresssituationen Stresshormone für mehr Zucker sorgen, damit der Nachschub für das Gehirn wieder reicht, betrifft die Zuckermenge die Herzfunktion in mehrfacher Hinsicht.
Leider zeigt die Funktionärschaft der Ärzte kein Interesse an einem Faktencheck der These von AGEs auf der Glykokalyx, wie ich bei einer Pressekonferenz für einen Atherosklerose-Kongress vor einigen Jahren feststellen musste.

#15 |
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franz laudenbach
franz laudenbach

Schlaganfall/Herzinfarkt, alles auf Basis Cholesterinsenker?
Schlaganfall/Herzinfarkt in den frühen Morgenstunden!?
Schlaganfall/Herzinfarkt im Alter um +-62!? ??? !!!!!!!!
Meine Erkenntnis; Ursache sind in gut 95% aller Fälle; Blutdrucksenkende Medikamente in Kombination mit Grunderkrankung; Schlafapnoe Syndrom (OSAS/ZSA)! Dazu: Schlafapnoe heißt: Ersticken im Schlaf!
Alle Ärzte wissen; Schlafapnoe verursacht Bluthochdruck, hohe Herzfrequenz im Schlaf. Man muss sich nur um die halbe Schlafenszeit wecken; Den
Blutdruck messen, sowie die Herzgegend befühlen! Dann weiß man alles!
Gemessen wird Bluthochdruck (Essentielle Hypertonie) /285/162/192/.
Gefühlte Herzgegend: 1000 Fische schnappen in Hemdtaschenhöhe nach Luft! Brustfleisch an der Stelle; Sprudelt so richtig!
Dazu passt: Pressebericht der DGK am 02.09.2014;
95,6% von 138 Probanden leiden trotz Kardioversion an Herzflimmern; Ursache; Schlaf assoziierte Einatmungsstörung! Dazu: Schlafapnoe, an der gut 50% der erwachsenen Bevölkerung leidet, wird von Ärzten streng geheim gehalten (eigenes Erlebnis)! Ursache; Schlafapnoe wird seit 01.07.2010; ambulant behandelt/bezahlt! Zufall; Schlafapnoe sorgt für hohen Blutdruck, hohe Herzfrequenz im Schlaf.
Am einfachsten für Ärzte ist: Blutdrucksenker verordnen (Leitlinienmuster)!
Am schlimmsten wirken Betablocker: Sie verhindern, das der Sinusknoten bei Sauerstoffabsenkung im Blut ab der vom Arzt eingestellten Herzfrequenz ansteigen kann. Warum?: Die Synapsen der Betarezeptoren sind blockiert. Obwohl der Sympathikus, Gehirn gesteuert, Sympathische Impulse in Massen auswirft, kommen sie beim Sinusknoten nicht an. Transporter der Sympathischen Impulse, die Synapsen der Betarezeptoren sind blockiert.
Folge: Die Blutsauerstoffsättigung sinkt immer tiefer, oft unter 50%.
Folge: Stresshormone werden aus den Nebennieren heraus ausgeworfen.
Dabei geschieht zweierlei: 1. Die sympathischen Impulse können nach wie vor nicht an den Synapsen der Betarezeptoren andocken! Der Sinusknoten weiß damit immer noch nicht, dass der Puls schlagartig, auf ~>=128 hochgefahren werden muss.
2. Gleichzeitig liefert die Lungenschlagader; Elektrische Impulse an die Herzkammern. Sie sollen die Herz-Pumpkraft ab Puls 90; stärken.
Jedoch: Der Sinusknoten weiß nichts von stressbedingtem schlagartigem anheben der Herzfrequenz auf ~128. Er bleibt untätig. Die elektrischen Impulse, die die Herzkraft stärken sollen, schlagen unkontrolliert, ungerichtet durch Herz und Gefäßsystem. Andere Blutdrucksenkende Medikamente erlauben zwar das der Sinusknoten informiert wird, er die elektrischen Impulse die an den Herzkammern anstehen, steuert, richtet. Aber über die volle Zeit des Schlafes in Apnoen, wird das Herz Stress bedingt belastet.
Folge: Herzinsuffizienz!
Um es genauer zu sagen: Sämtliche Volkskrankheiten werden durch oben benannte Kombination ausgelöst! Demenz, Parkinson, MS, Rheuma, usw…
Frage: Warum tut keiner der Ärzte etwas, warum wird der Schlaf nicht untersucht? Antwort: Wird nicht bezahlt; So mehrere Ärzte.
Auch sind Blutdrucksenkende Medikamente mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Schuld an Diabetes Typ 2! Warum?;
Ganz einfach ausgebremste Herzfrequenz Bsp.: Puls = 55 bedeutet eingefrorene Durchblutung von z.B. 3 Liter pro Minute. Aufstehen vom Sofa, der Marsch in die Küche und zurück benötigt einen Puls von 82 = 5 Liter Blutvolumenumsatz pro Minute!
Und: Die Leber fest installiert. Sie ist nicht in der Lage dem Blut hinterher zu eilen. Wie sollen Leber und Niere das Blut hinsichtlich Blutzucker, etc., in angemessener Zeit filtern, in Leber und Muskulatur speichern, wo Insulin den Zucker in bestimmten Zeitabständen abholen soll, um Zellen zu füttern.
Insulin verarbeitet zunächst Blutzucker im Blut (noch nicht abgebaut durch die Leber) füttern damit die Zellen. Die Zellen gesättigt, wird kein weiterer Blutzucker aus der Leber benötigt! Wodurch sich das Thema Fettleber erklärt!
Mehr Erfahrungsbericht?: flc@live.de;

#14 |
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“Cholesterin, der große Bluff” auf ARTE brandgefährlich!
Fakten gegen die “Cholesterin-Lüge”

1. Zum emeritierten Professor der Chirurgie, Dr. med. Walter Hartenbach, mit seinem Buch von der “Cholesterin-Lüge” schreibt WIKIPEDIA:
“Neben seiner Tätigkeit als Chirurg beschäftigte sich Hartenbach noch mit anderen Bereichen des medizinischen Umfeldes. So begann er 1980 mit der Auswertung von tausenden von Bildern straffälliger Personen und analysierte dabei die Ohrenstrukturen. 1993 veröffentlichte er darüber ein sehr umstrittenes, pseudowissenschaftliches Buch über seine „Methodischen Charakteranalysen anhand der Ohrstrukturen“. Er behauptete darin, dass die Ohrformen die wichtigsten Wesenszüge eines Menschen verraten würden. Im gleichen Jahr kam sein ebenfalls sehr umstrittener „Gesundheitsfahrplan“ auf den Markt. 2002 veröffentlichte der inzwischen 88-jährige Hartenbach das ebenfalls sehr kontrovers aufgenommene Buch “Die Cholesterin-Lüge”. Die darin aufgestellten Behauptungen wurden in der Folgezeit weitgehend entkräftet. In diesem Buch stellte Hartenbach unter anderem die These auf, dass zwischen Rauchen und Krebs kein Zusammenhang bestehe.” (Zitat Ende) https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Hartenbach

2. Eine weitere Außenseiter-Theorie, die offensichtlich Ursache und Wirkung verwechselt bzw. zwei gleichsinnig wirksame Risikofaktoren und Patho-Mechanismen gegeneinander ausspielen will: „Nicht Fette aus dem Blut, sondern Versorgungsstörungen an der Gefäßaußenwand sollen einer neuen Theorie zufolge zu Arterienverkalkung führen. Der Herzchirurg Axel Haverich hat für diese These zur Entstehung von Arteriosklerose nach eigenen Angaben jahrelang Belege gesammelt. Seine Überlegungen veröffentlichte der emeritierte Professor an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in der Fachzeitschrift “Circulation” (2017;135:205-207). Haverich ist überzeugt, dass das Cholesterin, das sich an den Gefäßwänden anlagert, gar nicht aus dem Blut, sondern von abgestorbenen Zellen aus der mittleren Wandschicht stammt. Sterben dort winzige Blutversorgungsgefäße, Vasa vasorum genannt, ab, komme es zu einem Infarkt in der Arterienwand.“ http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/fettstoffwechsel-stoerungen/article/927685/neue-erkenntnisse-blutfette-nicht-ursache-arteriosklerose.html

3. Irreführend falsche Cholesterin-Informationen im TV kommen wiederholt in Zusammenhang mit der Sendung “Cholesterin, der große Bluff” auf ARTE: Dort hatte der französische Arzt und Forscher Dr. Michel de Lorgeril, Wissenschaftler am Centre national de la recherche scientifique (CNRS), Université Joseph-Fourier, Grenoble, als Kardiologe über die angeblich völlig fehlenden Beteiligungen von Cholesterin bei der Entstehung von Herz-
und Hirn-Infarkten als Kronzeuge berichtet. Er reiht sich damit in den naiven Empirismus und vorwissenschaftlichen Naturalismus der Heilpraktiker-Szene ein. Mit ideologischem Eifer verfolgt de Lorgeril geradezu besessen seine Außenseiter-Positionen und legt eine Fülle pseudowissenschaftlicher Publikationen vor. Er zerschlägt nach eigenen Angaben den Cholesterol-Mythos, geißelt die missbräuchliche Verschreibung von Cholesterinsenkern und setzt dagegen auf mediterrane Lebens- und Ernährungs-Interventionen, körperliche Ertüchtigung, Omega 3 Fettsäuren, Immunitäts-fördernde Ernährung und Diabetes-Prävention.

Sein Buch: “DITES À VOTRE MÉDECIN QUE LE CHOLESTÉROL EST INNOCENT, IL VOUS SOIGNERA SANS MÉDICAMENT” besagt, “Sagen Sie Ihrem Arzt, dass das Cholesterin unschuldig ist, er sollten Sie ohne Medikament behandeln” und weiter: “N’ayez pas peur du cholestérol!” – “haben Sie keine Angst vor Cholesterin!”

Im Text geht es dann fortlaufend weiter: “Un médecin et chercheur français, de renommée internationale pour ses travaux sur les maladies cardiovasculaires, analyse la théorie du cholestérol et montre qu’elle ne repose pas sur des fondements scientifiques et médicaux solides.” Er spricht der Cholesterin-Theorie ein solides wissenschaftliches und medizinisches Fundament ab.
“Les maladies cardiovasculaires accablent les sociétés occidentales depuis 50 ans; elles représentent aujourd’hui près de 35% des décès en France et beaucoup plus dans d’autres pays. Le cholestérol étant considéré comme le principal accusé, voilà près de 50 ans qu’on lui mène une guerre sans répit à tel point qu’aujourd’hui une terrible angoisse s’abat sur celui ou celle qui découvre qu’il a un taux de cholestérol élevé.
Or la théorie selon laquelle il vaut mieux avoir un cholestérol le plus bas possible pour éviter de mourir d’une maladie cardiovasculaire ne repose sur rien. Et Michel de Lorgeril le démontre de manière rigoureuse. «Abaisser son taux de cholestérol n’apporte aucune garantie de diminuer son risque de mourir d’une crise cardiaque ou d’avoir une meilleure espérance de vie», dit-il.” Als Quintessenz behauptet er: “Die Senkung des Cholesterin-Spiegels erbringt keine Garantie, das Sterberisiko bei einer kardiale Krise zu senken oder Hoffnung auf eine bessere Lebenserwartung zu bekommen.”

Es folgen die üblichen Vorwürfe der langjährigen Anti-Cholesterin Medikamenten-Einnahmen, der Generierung von Pharmaindustrie-Profiten und der astronomischen Kosten für die Krankenversicherung: “Dans ces conditions, rien ne justifie que des millions de Français consomment à longueur d’année des médicaments anti-cholestérol. Car cette obsession du cholestérol conduit également à un problème économique: en même temps qu’elle génère des profits considérables pour l’industrie pharmaceutique, elle induit des coûts astronomiques pour l’Assurance maladie.”

Gipfel der medizinisch-wissenschaftlichen Verschwörungstheorien von Dr. Michel de Lorgeril ist der Parallelvergleich zwischen infektiologischen Schutzimpfungen mit PCSK-9 Injektionen bei Patienten mit Hochrisiko-Faktoren auf seinem Blog http://michel.delorgeril.info
mit dem speziellen Thema
http://michel.delorgeril.info/cholesterol/vaccins-connections

Aber die Erfolgsgeschichte der Cholesterin-Senkung kann man seit der 4-S-Studie nicht leugnen: Randomised trial of cholesterol lowering in 4444 patients with coronary heart disease: the Scandinavian Simvastatin Survival Study (4-S-Study) | https://www.ncbi.nlm.nih.gov | 1994 Nov 19;344(8934):1383-9.

Ob Atherosklerose, Cholesterin, LDL-Cholesterin, Plaques, Plaque-Ruptur, ischämischer Myokardinfarkt, ischämischer Hirninfarkt, alle Studien dazu können nicht mehr wissenschafts- und erkenntnistheoretisch ignoriert bzw. populistisch umgedeutet werden.

Die Tatsache, dass zwar wesentlich seltener und weniger Menschen auch ohne erkennbare LDL-Cholesterin-Risiken einen Herzinfarkt/Schlaganfall erleiden, belegt doch nur, dass das LDL-Cholesterin nicht monokausal oder monolithisch für das gesamte KHK-/Arteriosklerose-Risiko einsteht, sondern eine Fülle von Co-Faktoren aufweisen kann: Übergewicht, Bewegungsmangel, Fehlernährung, Hypertonie, Alterung, Alkohol-/Nikotinabusus, metabolisches Syndrom, Typ-2-Diabetes mellitus, hormonelle Störungen/Veränderungen usw. usf.

#13 |
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Gast
Gast

Hallo Frau Annegret Heikkinen. Ich gebe Ihnen vollkommen recht. Ich selber möchte lieber anonym bleiben, da meine Stellung als Prof. an einer Hochschuluniversität und mein Ansehen sonst gefährdet werden könnte.
In einer Studie in meiner Abteilung (n=35 Probanden), welche niemals veröffentlicht werden wird (weil wir dies auch nicht wollen), haben wir eine Reduktion der ateriosklerotischen plaque bis zu 50% nach einem Jahr bei ca 80% der Probanden erreichen können. Die Lösung ist eine reine vegane Ernährung nach Caldwell Esselstyn. Ich selber war sehr verblüfft über die unerwartende Ergebnisse.

#12 |
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Gast
Gast

Nach wie vor gibt es in der Medizin leider noch viele Glaubensfragen.Sinn oder Unsinn einer Cholesterinsenkung als Primär-oder Sekundärprävention gehören dazu. Man wird wohl niemals einen zweifelsfreien Zielwert finden können. Wenn aber die familiäre Hypercholesterinämie zu arteriosklerotischen Gefäßläsionen erwiesenermaßen führt, ist es doch logisch, zu hohe Cholestererinwerte medikamentös zu korrigieren. Bei einem Ausgandswert von Ges.-Chol. über 300 und HDL unter 50 nehme ich seit vielen Jahren tg. 10 mg.Simvastatin und fühle mich inzwischen 76-jährig wohl ohne Herzinfarkt und Schlaganfall. Bin ich dabei der Pharmaindusztrioe aufgesessen oder habe ich damit mein Leben verlängert? Die erreichten Cholesterinwerte interessieren mich weniger, weil ich sie nicht mit höherer Dosierung senken will.

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Ohne Blutdrucksenkung und Statine wäre ich (78) längst tot.

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Annegret Heikkinen
Annegret Heikkinen

Das Cholesterin, welches der Mensch braucht, kann er selbst herstellen. Exogene Zufuhr von Cholesterin aus tierischen Fetten ist ein Risikofaktor für Atherosklerose, deswegen überraschen diese Studienergebnisse doch überhaupt nicht. Pflanzenbasierte / vegane Ernährung und gut ist, da brauchts keine Statine.

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Dr. med. Hans-Ulrich Jabs
Dr. med. Hans-Ulrich Jabs

Dr. Michel de Lorgeril hat recht!!!
Cholesterin ist ein essentielles Biomolekül, das für die Integrität jeder Zellmembran zuständig ist. Zusätzlich ist Cholesterin die Ausgangssubstanz für alle Steroidhormone.
Alle Studien zur Arteriosklerose verkennen, dass nicht Cholesterin die URSACHE der Plaques ist, sondern immunogenes oxidiertes Cholesterin, das von Makrophagen als fremd erkannt wird und abtransportiert wird. Der grosse Molekülkomplex bleibt zwischen Intima und Media stecken und bildet Plaques.
Histologisch wurden daher Cholesterinester nachgewiesen und oxidiertes Cholesterin als Präparationsartefakt abgetan.
Ein schönes Beispiel für die falsche Arteriosklerose Hypothese ist Tanger Disease.
Auch zieht das Argument mit den Tierexperimenten nicht. Kein Kaninchen frisst Cholesterin und hat dennoch einen Cholesterinspiegel um 220 mg/dl! Nur genetisch veränderte Tiere entwickeln Arteriosklerose.
Ein sinnvoller Ansatz in der Arteriosklerosetherapie wäre die Behandlung von oxidativen und nitrosativen Stress als Ursache einer silent inflammation!
Es existiert weltweit keine Studie, die eine Regression von arteriosklerotischen Plaques durch Statine beweist. Die PROCAM Studie wurde mit Männern bis 60 Jahren durchgeführt. Die Schutzfunktion der Östrogene bei Frauen vor der Menopause wurde vernachlässigt. ‚Unter Vernachlässigung der Meßwerte errechneten wir ….‘
Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Pressemitteilung zum Leibniz-Institut Münster und zur Assmann Stiftung!

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Dr. Wilfried Aschauer
Dr. Wilfried Aschauer

Kurieren wir uns zu Tode!!! Je älter ich werde umso mehr amüsiere ich mich über den Wahnsinn in der Medizin! Gemäß dem Motto nur beim schlecht durchuntersuchten Patienten findet man nichts, verbrennen wir Gelder in Milliardenhöhe für unnütze Therapien und unnütze Vorsorgemaßnahmen. Neuestes Beispiel sind die abgesenkten RR- Normwerte in den USA!!!
Entscheidend ist für mich Lebenswandel und Genetik! Die Genetik kann man aber nicht austricksen!
Ich bin 57 Jahre alt, war seit meinem 18. Lebensjahr bei keinem anderen Kollegen, war in den letzten 30 Jahren 4 Mal beim Zahnarzt und bin nach wie vor plombenfrei mit Originalgebiss. Ich stehe seit 30 Jahren im Arbeitsleben und bin in dieser Zeit krankheitsbedingt kein einziges mal ausgefallen. Es gibt weder PSA-Werte noch Cholesterinwerte von mir. Ich bin Vater von drei Kindern und wir bringen es inzwischen auf etwa 130 Lebensjahre und keiner von uns Vieren hat bis dato ein Antibiotikum gebraucht! Ich darf es als Wunder bezeichnen, dass wir noch leben! Das Geheimnis liegt in einer guten Genetik, einem optimierten Lebensstil und Glück. Wir sind alle schlank, sind Nichtraucher, betreiben Sport und ernähren uns vernünftig!
Mir ist natürlich bewusst, dass sich dieser Zustand täglich ändern kann. Im Krankheitsfall werde ich als Mediziner alle Optionen kritisch hinterfragen und mich nicht zum Sklaven der Pharmaindustrie machen!!!!!!!

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Gast
Gast

Ich teile die Meinung von Gast #4. Auch was unsere Ernährung betrifft, kommen ja immer mehr Sachen ans Licht: zu viel Calzium aus dem übermäßigen Verzehr von Milch und Milchprodukten, zuwenig Magnesium um das aufzufangen und vor allem zu wenig Vit K, besonders Vitamin K2, um das Calzium dahin zu befördern wo es hingehört – in die Knochen und weg von den Gefäßen. Aber solche Forschungsergebnisse kommen nicht von der Pharmaindustrie und damit auch schlecht bei unseren niedergelassenen Ärzten an.

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Prof. Dr. Dr. Wulf von Restorff
Prof. Dr. Dr. Wulf von Restorff

Diese Diskussionen, die Assoziationen als Kausalbeziehung, von der wir schon als Studemnten gelerntz hatten, dass sie nichts miteinander zu tun haben, interpretieren, erinnert mich an die Statistik von Geburtenrate in Holstein und Zahl der brütenden Storchenpaare, die weiterhin auch mit der Rocklänge der Damen in den 50er und 60er Jahren korrelierte.
Wenn sich die Zahl der Plaques oder Gefäßläsionen nach Statingabe verminderte, wäre das ein starker Hinweis. Aber der fehlt meines Wisens.
FROHE WEIHNACHTEN
VAURES

#5 |
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Gast
Gast

Diese ganzen Diskussionen helfen doch nun wirklich nicht. Schlüssige, und damit den Patienten helfende Informationen kann wohl keiner geben. Die Richtwerte ändern sich genau so wie die Blutdrucksollwerte von Zeit zu Zeit. Wie wäre es denn ,wenn man wieder mehr auf das „Wohlfühlen“ der Menschen schauen würde? Könnte das Risiko nicht vielmehr im großen Maße auch stressabhängig sein? Sollte der Mensch nicht vielmehr wieder zurück zu einem vernünftigeren Lebenswandel finden? Und dann regelt sich vieles?

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Rolf-Werner Kohn
Rolf-Werner Kohn

Wie bei allen “Gutachten” kommt es immer auf die Honorare an. Dann schreibt man schon mal auch heisse Luft für viel Geld.

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Prof. Dr. Eberhard Ehlers
Prof. Dr. Eberhard Ehlers

Über Grenzwerte kann man streiten. Unstrittig ist, dass es in USA ein Familien-Clan mit extrem niedrigen blutfettwerten kam, in der nie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall auftrat. Dieser klinische Befund von Medizinern war die Geburtsstunde nach der Suche von Wirkstoffen wie den Statinen. Es ist
nicht alles eine Masche der Pharmaindustrie.

#2 |
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Gast
Gast

Im Zweifel nehme ich lieber einmal zu viel Statine, als einmal zu wenig. Einmal zu wenig bedeutet nämlich u.U. den Stock tiefer zu fahren. Diese Verschwörungstheoretiker um Pharma, Lipidsenker etc. spielen mit dem Leben von Menschen und leben von diesen Verschwörungstheorien. Das ist viel schlimmer, als mit “Big Pharma” Geld zu verdienen.

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