Lyme-Borreliose: Chronisch umstritten

11. Januar 2018
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Die Borreliose ist ein ewiges Streitthema. Einige Ärzte sind überzeugt, dass die Krankheit als chronisches Leiden mit Allgemeinsymptomen verlaufen kann. Der Rest der Fachwelt widerspricht: Diese Theorie entbehre jeder wissenschaftlichen Grundlage.

Lyme-Borreliose ist die in Europa häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit. Sie kann symptomlos verlaufen. In anderen Fällen befallen die Bakterien Nervensystem, Haut oder Gelenke und sorgen für starke Beschwerden. Das Robert Koch-Institut geht von 40.000 bis 120.000 Neuerkrankungen pro Jahr aus. Einige Ärzte glauben, dass sich eine Borrelien-Infektion noch Jahre später als chronisches Leiden mit einer Reihe von Allgemeinsymptomen bemerkbar machen kann: Wenn die akute Phase der Erkrankung übersprungen wurde oder die Borreliose nach einer Behandlung mit Antibiotika nicht ausgeheilt ist.

Für Frank Riedel steht fest: „Die chronische Borreliose ist ein viel zu oft übersehenes Leiden.“ Riedel ist Facharzt für Allgemeinmedizin und zweiter Vorsitzender der Deutschen Borreliose Gesellschaft (DeuBo). Deren Mitlieder eint die Überzeugung, dass die Infektion mit Borrelien nicht nur akute, sondern auch chronische, multisystemische Beschwerden hervorrufen kann: ständige Abgeschlagenheit, wechselnde Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Schlafstörungen und Depressionen.

Tests sind umstritten

Kommen Patienten mit solchen Beschwerden zu Riedel, erfragt er zunächst, ob sie sich an einen Zeckenstich oder ein Erythema migrans erinnern. Die typische Wanderröte gilt als klassisches Erkennungsmerkmal der akuten Borreliose, wird allerdings, genau wie der Zeckenstich, nicht immer bemerkt. Bei einem Anfangsverdacht lässt er das Blut der Patienten mithilfe von ELISA und Western Blot auf Antikörper untersuchen. Er führt außerdem weitere Tests durch, wie den Lymphozytentransformationstest (LTT), der Hinweis auf eine aktive Infektion mit Borrelien geben soll. Dabei wird die Vermehrungsgeschwindigkeit von Lymphozyten nach dem Kontakt mit Borrelien getestet. Eine schnelle Vermehrung soll auf eine Wiedererkennung des Erregers und somit auf eine erfolgte Infektion hindeuten. Zusätzlich macht Riedel einen CD57+ Test, der Aufschluss über das Vorkommen bestimmter Killerzellen gibt. Bei einer bestehenden Infektion sei ihr Spiegel häufig erniedrigt.

Riedel ist sich bewusst, dass diese Tests umstritten und auch nicht immer zuverlässig sind. So zahlen die Krankenkassen einen LTT bei Borreliose seit Jahren nicht mehr – weil er wissenschaftlich nicht anerkannt ist, und zum Beispiel falsch positiv ausfallen kann. Auch der CD57+ Test ist keine Kassenleistung. Es gebe tatsächlich keinen eindeutigen Nachweis, der für sich allein steht, sagt Riedel. Die Testergebnisse in ihrer Gesamtheit sieht er dennoch als wichtige Indizien, die er zusammen mit der Anamnese auswertet.

Wiederholte Antibiose

Während er bei seiner Diagnose auch auf Tests setzt, die andere Kollegen ablehnen, hält Riedel den Antikörpertest nicht für hundertprozentig zuverlässig. Nach seiner Einschätzung kann hierbei in bis zu einem von zehn Fällen eine chronische Borreliose vorliegen, auch wenn die Testergebnisse negativ sind. Die Sensitivität der Tests sei mäßig, sagt Riedel, Erreger könnten versteckt im Körper persistieren. Die meisten Experten, die nicht der DeuBo (Deutsche Borreliose Gesellschaft) angehören, halten das hingegen für Unfug. Auch weil bislang nur der umgekehrte Fall bewiesen ist: Je nach Region können bis zu 20 Prozent der Bevölkerung nach einer früheren, womöglich unbemerkten Infektion noch Antikörper im Blut haben – aber keine Symptome.

Wenn Riedel glaubt, dass ein Patient an chronischer Borreliose leidet und die Infektion aktiv ist, behandelt er mit Antibiotika. Auch dann, wenn in der Vergangenheit schon einmal antibiotisch behandelt wurde. Viele Kollegen würden die Borreliose damit für austherapiert halten, sagt Riedel, er jedoch nicht. Er beruft sich unter anderem auf eine Studie von Wissenschaftlern der University of New Haven, die 2012 veröffentlicht wurde. Demnach können Borrelien aggregieren und sich mit einem Biofilm vor Antibiotika schützen.

Naturheilverfahren zur Unterstützung

Riedel arbeitet deshalb auch mit komplementärmedizinischen Verfahren, um die Antibiose zu unterstützen. Mit der Ausleitung von Schwermetallen und der Gabe von proteolytischen Enzymen oder pflanzlichen Mitteln hofft er zu verhindern, dass die Erreger den Biofilm bilden. Bei anderen Patienten vermutet Riedel keine aktive Infektion, sondern Autoimmunprozesse als Ursache der Beschwerden, die die Folge einer vorangegangenen Infektion sind. Ein Modell, dass auch Kritiker der DeuBo nicht für völlig unmöglich halten. In solchen Fällen versucht Riedel, das Immunsystem der Patienten mit naturheilkundlichen Verfahren zu stärken.

Riedel weiß, dass viele seiner Kollegen sein Vorgehen für unwissenschaftlich halten würden. „Ich bin ja schließlich auch Schulmediziner. Und natürlich steckt man in dem Dilemma, dass wenig wirklich bewiesen ist. Ich habe aber das Gefühl, wenn ich die Schulmedizin hier nicht teilweise auch mal verlasse, würde ich meine Patienten verlassen.“ Nicht immer falle die Diagnose dabei eindeutig aus, gibt Riedel zu: „Wenn die Mehrzahl der Indizien eher gegen eine chronische Borreliose sprechen, dann müssen mit dem Patienten auch andere Ursachen seiner Beschwerden erörtert werden. Auch wenn viele Borreliosepatienten zu Unrecht in die psychosomatische Ecke geschoben werden, gibt es natürlich auch den umgekehrten Fall.“

Behandlungen haben Erfolg

Was ihn bestärke, sei der Erfolg, den er mit seinen Behandlungen hat. „Ich kann sehr vielen Patienten helfen, bei drei Vierteln erziele ich ein gutes Ergebnis.‟ Viele seien geheilt, manchen ginge es einfach nur besser. In einigen Fällen helfen die Antibiotika vorübergehend, und nach einigen Monaten kommen die Beschwerden wieder. Dann müsse die Behandlung gegebenenfalls wiederholt werden. „Und natürlich gibt es auch Therapieversager.“

Ganz ähnlich wie Riedel sieht es Jan-Olaf Reinhardt, dritter Vorsitzender der DeuBo. Auch er ist Facharzt für Allgemeinmedizin und bietet zusätzlich Naturheilverfahren an. Reinhardt glaubt ebenfalls, dass viele Ärzte chronische Borreliose-Erkrankungen übersehen, weil die Erreger trotz negativem Erregernachweis unbemerkt persistieren. „Das Hauptproblem ist, dass Patienten bei einer negativen Serologie zu den Akten gelegt werden. Dabei gibt es eine große Menge Patienten, die es trotzdem haben könnten.“

Reinhardt verweist auf eine Untersuchung britischer Forscher, bei der die Sensitivität verschiedener Antikörpernachweise für Borreliose um die 60 Prozent lag. Allerdings hatten die Autoren der Studie selber angemerkt, dass für die Untersuchung nicht ausreichend zwischen frühen und späten Stadien der Erkrankung unterschieden wurde. Und dass der Antikörper-Nachweis im frühen Krankheitsstadium nicht immer gelingt, ist bekannt.

Nicht vorschnell als Psychosomatiker abstempeln

Die Diagnose der chronischen Borreliose sei zwar schwierig, sagt Reinhardt. Und es gebe „womöglich immer ein paar Fälle bei denen man sich nicht sicher ist.‟ Gerade bei multimorbiden älteren Menschen sei es nicht immer möglich, die Symptomatik klar zuzuordnen. Es sei aber ein Fehler der 5-Minuten-Medizin, komplizierte Verläufe zu ignorieren, und Patienten vorschnell als Psychosomatiker abzustempeln. Am Erklärungsmodell der DeuBo hält auch er vor allem wegen seiner Behandlungserfahrungen fest: „Ich habe viele Patienten gesehen und weiter verfolgt.“ Wie Riedel behandelt er wiederkehrende Infektionen wiederholt mit Antibiotika.

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Sebastian Rauer © Universitätsklinikum Freiburg

Der Neurologie-Professor Sebastian Rauer ist an der Universitätsklinik Freiburg tätig. Die Borreliose gehört zu den wissenschaftlichen und klinischen Schwerpunktgebieten seiner Arbeit. Für ihn stellt sich die Situation genau andersherum dar, als für die „Borrelianer‟, wie die Anhänger der DeuBo-Theorie auch genannt werden. Chronische Verlaufsformen der Borreliose, die sich überwiegend durch Myalgien, wandernde Gelenkschmerzen und Antriebslosigkeit äußern, gebe es in der Regel nicht, sagt Rauer: „Fast immer, wenn eine chronische Borreliose mit ausschließlich unspezifischen Symptomen diagnostiziert wird, ist diese Diagnose falsch.“ Diese Einschätzung teilten übrigens sämtliche medizinische Fachgesellschaften – nur eben nicht die DeuBo.

Als Koordinator der interdisziplinären S3-Leitlinie Neuroborreliose der Deutschen Gesellschaft für Neurologie hat sich Rauer im Rahmen von Konsensuskonferenzen wiederholt mit Vertretern der DeuBo auseinandergesetzt. „Einig sind wir uns dabei nicht geworden“, sagt Rauer. „Die DeuBo stellt Behauptungen auf, die wissenschaftlich nicht belegt sind. Es gibt ganz einfach keinen Nachweis dafür, dass chronische Borrelioseformen, wie sie die DeuBo definiert, existieren.“

Besonders starken Widerspruch ruft bei Nicht-Borrelianern die Vorstellung hervor, eine chronische Borreliose könne ohne Weiteres auch bei negativem Antikörpertest vorkommen. „Die Idee entbehrt jeder wissenschaftlichen Rationale“, sagt Rauer. Der Test auf Antikörper schlage höchstens zu Beginn einer Infektion nicht an. Bei chronischen Infektionen sei das allenfalls bei Patienten mit einem Immundefekt möglich – doch die seien extrem selten.

Spätmanifestation möglich

Spätmanifestationen, die erst lange Zeit nach einem – womöglich unbemerkten – Zeckenstich auftreten, gebe es zwar durchaus. Diese gingen aber nicht nur mit einem positivem Antikörpernachweis einher, sondern auch mit typischen Borreliosebeschwerden: Den Hautsymptomen einer Acrodermatitis chronica atrophicans, einer Lyme-Arthritis mit Gelenkanschwellung statt wandernden diffusen Gelenkbeschwerden, oder auch der Neuroborreliose mit Gehirn- oder Rückenmarksentzündungen. In Einzelfällen könne auch der Erregernachweis aus der Hautbiopsie, dem Liquor- oder Gelenkspunktat bei der Diagnose hilfreich sein, auch wenn dessen Sensitivität begrenzt sei.

Anhänger der DeuBo-Theorie argumentieren daher auch gerne, dass ein Erregernachweis nach ihrem Modell gar nicht funktionieren könne, weil die Borrelien in geringer Zahl an beliebigen Stellen im Körper persistierten. Die Behauptung, dass die Theorie richtig und nur der Nachweis schwierig sei, findet Rauer ärgerlich: „Da wird ganz einfach der Spieß umgedreht. Wenn ich eine Theorie aufstelle, die der gängigen Erfahrung widerspricht, muss ich auch sehr gute Gründe dafür haben. Und bei den gesicherten Diagnosen kennen wir keine solche Verläufe mit unspezifischen Symptomen.‟

Resistenzen noch nie beobachtet

Dass Borrelien resistent gegen Antibiotika werden, glaubt Rauer zwar eigentlich auch nicht. „Bei der akuten Borreliose haben wir noch nie eine Antibiotika-Resistenz beobachtet.“ Aber – schon allein weil Neuinfektionen denkbar seien – beim begründeten Verdacht auf eine anhaltende Borreliose könne genau wie bei einer Spätmanifestation durchaus noch einmal mit Antibiotika behandelt werden. „Wenn die Therapie aber nicht anschlägt, dann war es aber auch keine Borreliose“, sagt Rauer.

Und wenn eine Antibiotikatherapie bei unspezifischen Symptomen dennoch vorübergehend Wirkung zeigt, sei das kein Beweis dafür. Vielmehr wirke ein leichter antientzündlicher Effekt sich auch auf Myalgien aus, die durch Verspannungen, oder gereizte Faszien und Muskelsehnenansätze ausgelöst werden. „Dann könnte man aber auch Ibuprofen geben.“ Der Therapieversuch mit Antibiotika sollte in jedem Fall zwei bis vier Wochen nicht übersteigen.

Doch leider schießen die Behandlungen einer vermuteten chronischen Borreliose immer wieder über das Ziel hinaus. Zu Rauer kommen bisweilen Patienten, denen Langzeitherapien mit Antibiotika verordnet wurden – und zwar für gut 10.000 Euro als Selbstzahlerleistung. Das ist nicht nur teuer, sondern auch riskant: Es drohen erhebliche Nebenwirkungen. Andere bieten sogenannte Hitzetherapien an. „Davon ist ebenfalls abzuraten“, sagt Rauer. „Riskante Behandlungmethoden bei einem nach wie vor unbewiesenen Krankheitsmodell anzuwenden ist das, was mir am meisten Sorge macht. Es ist absolut unverantwortlich. Denn damit schadet man einfach nur den Patienten.“

 

76 Wertungen (4.07 ø)
Medizin

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41 Kommentare:

Gast, Dr.med.
Gast, Dr.med.

Leider gibt es hier von Nicht-Betroffenen und einigen Ärzten völlig unqualifiziertes Gequatsche. Sie kennen die umfangreiche Literatur zur persistierenden Borrelieninfektion und die vielfachen Möglichkeiten der Borrelien, das Immunsystem völlig auszuschalten, nicht. So leider auch Prof. Rauer und die anderen sog. Experten der Leitlinienkommission, ausser denen, die der neuen Leitlinie der Neurologen widersprochen haben:
Willy Burgdorfer (sinngemäß): Man kann niemals annehmen, mit einer Behandlung eine Lyme-Borreliose ausgeheilt zu haben. Dazu sind die verschiedenen Genotypen, die verschiedene Organe befallen, viel zu unterschiedlich.

#41 |
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G. Roche
G. Roche

Schließe mich meiner Vorrednerin an. Seltsam dass ich wie viele andere die ich inzwischen kennengelernt habe, auf Basis der Ergebnisse lt. Professor Rauer angeblich so zweifelhaften Tests und einer seiner Meinung nach unsinnigen Langzeitantibiose wieder gesund wurde. Prof. Rauer kann seine Thesen, dass es das es die Lyme-Borreliose als chronische Borreliose nicht gibt und alles nicht funkioniert, doch weit weniger beweisen als die “Borrelianer” die ihren. Dann sollte man doch bitte den Weg wählen, der den Patienten in vielen Fällen hilft, statt alle Wege die helfen können pauschal anzuzweifeln, aber keinerlei Lösungen anzubieten zu haben.

#40 |
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Fragerich
Fragerich

Folgende Fragen drängen sich mir zu diesem Artikel auf:

Ist dieser Artikel ausgewogen und wissenschaftlich?

Wer ist hier absolut verantwortlich für die gesundheitlichen, sozialen und finanziellen Schäden von Tausenden von Patienten, die nicht an einem “Krankheitsmodell” erkrankt sind, sondern an einer Lyme-Borreliose, die nicht rechtzeitig und nicht ausreichend behandelt werden konnte?

Gibt es eine Statistik, wieviel Prozent der Ärzte daran interessiert sind, das ethisch-medizinisch-wissenschaftlich Bestmögliche für die betroffenen Patienten zu tun, und wieviel Prozent der Ärzte eher daran interssiert sind, das ökonomisch Bestmögliche für sich selbst bzw. für ihre Auftraggeber aus der Wirtschaft (z.B. Versicherungsträger bzw. Testkit-Hersteller und Produzenten von MS-Medikamenten, Neuroleptika, Psychopharmaka, Antirheumatika bzw. neuen Analgetika) herauszuholen?

Wer verdient bzw. spart wieviel Geld durch das Bemühen, möglichst wenige Symptome als Spätmanifestationen der Lyme-Borreliose und möglichst wenige sinnvolle diagnostische und therapeutische Methoden als “wissenschaftlich gesichert” anerkennen zu lassen?

Die Antworten der Ärzte, Tierärzte und Patienten, die jahrelange persönliche Erfahrungen mit den Spätmanifestationen der Lyme-Borreliose sammeln konnten bzw. mussten, dürften mehr Bezug haben zur wissenschaftlich begründeten Realität bzw. zur Wahrheit als die Antworten bzw. “Meinungen” derjenigen Bestverdiener, die in den sogenannten “Leitlinien” nur einen Teil ihrer sogenannten “Interessenkonflikte” offenlegen, nicht jedoch ihre tatsächlichen Interessen bzw. Auftraggeber.

Und so stellt sich letzten Endes die Frage, wer denn eigentlich der Auftraggeber dieses Artikels ist, und wer an dessen potentiell schädlichen Folgen für die betroffenen Lyme-Borreliose Patienten am meisten verdient.

#39 |
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Gast
Gast

Wer jahrelang von schlimmsten Schmerzen geplagt wird und nach Facialisparese und positiven IgG und IgM-Nachweisen endlich die Diagnose hat, fühlt sich ziemlich verhöhnt bei der Behauptung, es gäbe gar keine chronische Borreliose, alles nur eingebildet. Aus einem leistungsbereiten überaus sportlichen Menschen wird plötzlich ein Wrack. Einfach nur so. Man wird erstmal Faulenzer und Psychopath abgestempelt, selbst der Psychologe findet nichts. … klar doch! Gehts noch? In Wirklichkeit ist die Sache viel komplexer. Lest Hopf-Seidel “Krank nach Zeckenstich” Tatsächlich wird von Kennern der Materie auch das Vorhandensein von Coinfektionen, genetischen Entgiftungsstörungen sowie eine Schwermetallbelastung ins Feld geführt … die Summe machts halt. Man wird diese Erkrankung erst ernst nehmen wenn dem Staat irgendwann die Steuerzahler ausgehen. Jedem ignoranten Arzt wünsche ich eigene Erfahrungen! Ihr würdet bei eigener Betroffenheit ganz schnell ins Grübeln kommen, da bin ich mir sicher!

#38 |
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Frank Fiedler
Frank Fiedler

Als Pharmazeut habe ich ab und zu mit Stammkunden zu tun, die wegen angeblicher Borreliose allerlei Beschwerden aufweisen, wo hypochondrische
Gedanken unvermeidlich kommen… doch VORSICHT mit der SCHUBLADE: Seitdem ich vor einigen Jahren selbst mit einer mysteriösen Infektionskrankheit zu kämpfen hatte (mit unspezischen Symptomen,ohne eindeutigen serologischen Befund), und diese sich über ca.3Jahre hinzog, bin ich skeptischer geworden, wenn Menschen als Psychos abgestempelt werden, nur weil das Krankheitsbild nicht lehrbuchmäßig paßt…

#37 |
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Dipl.-Biol. Claudia Klos-Engels
Dipl.-Biol. Claudia Klos-Engels

Als selbst betroffener “Borrelianerin” gilt mein herzlicher Dank Herrn Dr. Riedel und Dr. Reinhardt. Herrn Prof. Rauer, dessen Veröffentlichungen ich mit wenig Begeisterung verfolge, mag ich dringend anraten, sich im mikrobiologischen Bereich etwas fortzubilden. Dann würde ihm vielleicht zur Kenntnis gelangen, dass Mikroorganismen durchaus Dauerformen ausbilden können und sich durch verschiedene Möglichkeiten dem Zugriff des Immunsystems entziehen können. Und ein weiterer Hinweis an Prof. Rauer: Bei klinischem Verdacht aber negativer Serologie können häufig durch eine orale Metronidazol- / Tinidazolgabe die Dauerformen aufgelöst werden und die dabei ins Blut gelangenden, freien Spirochäten lösen bei noch halbwegs intaktem Immunsystem die Immunabwehr aus, was sich nun in einem positiven Ergebnis beim Antikörpernachweis niederschlägt. Und diese geringe Mühe sollte eigentlich auch einem Prof. Rauer seine Patienten wert sein.

#36 |
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Jana Robertz
Jana Robertz

Unglaublich, was ich hier lesen muss.
Diejenigen, die meinen, die chronische Borreliose sei “Nichts”, werden hoffentlich nie infiziert.
Ich bin seit 2002 an “Nichts” erkrankt und habe einen wahren Ärzte – Marathon
hinter mir.
Ich hatte mich gefreut, dass dieses Thema, endlich mal aufgegriffen wurde,
aber noch mehr Personen, die mich als Simulanten in eine Schublade stecken, brauche ich nicht wirklich!

#35 |
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Johannes Reinders
Johannes Reinders

Bei rätselhaften Ursachen von Beschwerden könnte ein Blutbild ergeben, dass
Borreliose im Spiel ist. Ich kenne mehrere afrikanische Flüchtlinge, bei denen nach
rätselhaften Beschwerden durch ein Blutbild Borreliose festgestellt wurde. Eine
Heilung ist nicht mehr möglich, weil der Beginn der Erkrankung Jahre her ist.

#34 |
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Gast
Gast

#38 Mit „Borrelianer‟ sind hier im Text die Anhänger der DeuBo-Theorie gemeint, nicht die Borreliosepatienten (“…die „Borrelianer‟, wie die Anhänger der DeuBo-Theorie auch genannt werden…”).

#33 |
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Dieter Grotjahn
Dieter Grotjahn

der Google-Übersetzer ist mit den Kommentaren überfordert

#32 |
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Dr. med.univ. Helmut Benda
Dr. med.univ. Helmut Benda

Nach wie vor scheint es gute Geschäftsmodelle zu geben. Dass es einen “gesunden” Zustand nach WHO-Deffinition praktisch nicht gibt, macht mühsame Patiientengespräche notwendig, die nicht bezahlt werden. Oder man macht es sich einfach und vedient dabei. Der Begriff “Evidenz” ist sehr unangenehm, weil man sich oft gegen eigene Vorstellungen und Denkgewohnheizrm wenden muss. Ab und zu jedoch sollte man sich die Mühe machen, eine Leitlinie zu lesen. Tests, die ungenaue Ergebnisse liefern, taugen wirklich nicht. Und eine gute Aufklärung verlangt von uns, das dem Patienten auch zu sagen. Vorallem wenn wir Geld von ihm verlangen.

#31 |
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Gast
Gast

erfreulich diese breite Diskussion, wie quer sie teilweise auch läuft. Aber trotzdem sind wir Borreliosepatienten keine “Borrelianer”, nur weil ein
verantwortungsloser – vermutlich gekaufter – TV-Autor diesen Begriff erfunden hat, um unsereins zu stigmatisieren. Er hat dafür von den Neurologen sogar noch einen Preis erhalten, musste sich allerdings auch vor dem Deutschen Presserat rechtfertigen.

#30 |
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Nichtmedizinische Berufe

#29
Schwachsinn, wenig Licht,

Dr. med. Paul Vöhringer

Viele Kommentatoren hier haben offensichtlich die schwerste chronische Verlaufsform wie sie auch von Syphilis bekannt war erwischt: den SCHWACHSINN!
Wenig Licht, viel mittelalterliche Dunkelheit.

Glaube schon, dass davon einige betroffen sind,weiß aber nicht , wer und wie Viele.Besser kann zuweilen Schwachsinn sein, als Großwahnssinn , der Krieg und Zerstörung brächte:Da kann einer zu denken bekinnen, wenn eine schwachsinn tun wird.Wie weit wird gehen, die wir immer schon von ur her uns erliebt hatten?

#29 |
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Gast
Gast

#29. @ Dr. V
Diagnostizieren Sie lieber Borreliose und lassen Sie die “Schwachsinnigen” den Sonderpädagogen.
Hie und da mal eine Fortbildung…zur Horizonterweiterung. Schadet nicht.

#28 |
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Dr. med. Paul Vöhringer
Dr. med. Paul Vöhringer

Viele Kommentatoren hier haben offensichtlich die schwerste chronische Verlaufsform wie sie auch von Syphilis bekannt war erwischt: den SCHWACHSINN!
Wenig Licht, viel mittelalterliche Dunkelheit.

#27 |
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Gast
Gast

Meine Tochter blieb über 1 Jahr undiagnostiziert bei typischen Symptomen wie Gelenkschmerzen, Erschöpfung, Kopfschmerzen. Die Orthopäden spritzten Kortison (Ergebnis Fettgewebsnekrose), der Rheumatologe schloss Borreliose aus weil die Gelenke nicht geschwollen waren. Nach selbst veranlasstem Bluttest (positiv) gab der Hausarzt 200 mg Doxycyclin für 20 Tage. Zu niedrig dosiert und zu kurz für eine fortgeschrittene Borreliose. Nach 15 Monaten Leiden, mittlerweile mit massiven Herzproblemen zusätzlich und seit langem arbeitsunfähig, dann endlich 3 Wochen Cephalosporine i.v. Nach wenigen Tagen verschwanden Kopf- und Herzsymptome, nach schlimmer Herxheimer Reaktion wichen schliesslich die Entzündungen aus den Gelenken. Schwerkrank zu fast symptomfrei in 4 Wochen.
In Sachen fortgeschrittener Borreliose fehlt es an allem: an zuverlässiger Diagnose, an kundigen, sich zuständig fühlenden Ärzten, an der richtigen Behandlung, die aufgrund der Budgetierung zumindest von den meisten Hausärzten nicht verordnet wird. Oder zu kurz/ zu niedrig dosiert.
Wir mussten es am eigenen Leib erfahren. Ob die Krankheit im späten Stadium noch in den Griff zu kriegen ist, bleibt abzuwarten.
Borreliose betrifft Hundertausende in Deutschland!

#26 |
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Gast
Gast

≠19 wie sind Sie weiter vorgegangen ? Könnte man Ihnen helfen?
Wer hat Ihnen geholfen?

#25 |
  3
Gast
Gast

#22
Da frage ich mich aber im Ernst: Wenn das eine Borreliose-positive Zecke war, die ´man am Leib eines /einer Infizierten fand, und es nicht sicher sei, dass diese Zecke die Krankheit übertrug: Also: Woher kam denn dann die schlimme Infektion?Kam die aus der Luft geflogen,obwohl ein infiziertes Zeckentier gefunden wurde?

#24 |
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Gast
Gast

#12
Ich unterscheide vorerst mal nur zwischen zweierlei Art von Texten:
1.-In sich schwerst von der objektiv-sachlichen Weise sehr schwer verständlicheTexte, die das aber ausdrücklich sagen bzw. bezeugen.
2.-Texte, die nicht eigens das ziemlich komplex unverstandene Thema zur Sprache bringen wollen, die vielmehr, um das komplex aüßerst schwer zu verstehende Thema mit einem eben so adäquat völlig unverständlichen, kryptisch-hermetischem Satzbau zum Ausdruck bringen- also total verschlüsselt reden, und zwar, weil die objektive Sache an sich selbst das ist.

#23 |
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Gast
Gast

#12 Nina Althof
Was hier los sei, wenn Sie die meisten Gastkommentare als junge Studentin anscheinend nicht lesen konnten? Ich weiß das wirklich und ehrlich nicht.Ich hoffe nur, dass ich wenigstens einigermaßen allgemeinverständlich schrieb.Ich glaube nicht, dass das Alter allein die Kommentare stark zur Differenz und gar Unverständlichkeit brachte.Die Kohärenz zwischen Jungen und Alten wird stets bei gutem Willen eingehalten werden.Leider kann es schon sein, dass zwischen Jungen und Alten sich extreme Divergenzen mit Unvereinbarkeiten aufgetan haben könnten: Nur, ich habe bisher leider keine einzige davon entdecken b´zwq. ersehen können.Servus und gute Nacht!

#22 |
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Dr. med.vet. Stefan Gabriel
Dr. med.vet. Stefan Gabriel

ad #19
…zu einem kompetenteren Arzt wechseln oder den Tierarzt fragen….
;-)
Es ist leider wirklich immer wieder erschreckend, wie groß das Unwissen über Zecken und zeckenübertragene Krankheiten in D ist. Jede dritte Zecke (Ixodes r.,Holzbock ) ist borrelininfiziert, Vorkommen in ganz Deutschland. FSME ist eher in Österreich Süddeutschland flächendeckend verbreitet, im Norden gibts verschiedene endemische Herde. Bei der heutigen Mobilität und Reisewut spielt das aber eigentlich kaum noch eine Rolle. Jede entfernte Zecke sollte eingeschickt werden, die Schnelltests in der Apotheke sind nicht sensitiv genug. Auf jeden Fall die Zecke verwahren, der Test kann immer noch später nützlich sein. Bei den Tieren werden sehr viele Tests gemacht, auch auf andere zeckenübertragenen Krankheiten wie Anaplasmose. Da gibt es eine gute Datenlage.

#21 |
  5
Gast
Gast

Nur weil eine Zecke Borreliose-positiv ist, heisst das ja noch lange nicht, dass Sie diese auch übertragen hat …

#20 |
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Dr. Axel Biedermann
Dr. Axel Biedermann

Wenn nur alle wüssten,daß die entfernte Zecke im Labor auf Borreliose untersucht werden kann-und somit sofort zielgerichtet behandelt werden kann!
Diese Wissen wünschte ich vielen Kollegen aus der Human-Abteilung und Ihren Patienten.

#19 |
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Nichtmedizinische Berufe

Mein Opa hat eine Fibromyalgie, und jezt beim Bluttest ist AUCH eine übersehene Borreliose dabei herausgekommen. Könnten beide Erkrankungen in einem Zusammenhang stehen?
Imho wurden in den 80ern und 90ern viele Borreliosen verschleppt.Seine Neurologin meinte, der Durchseuchungsgrad in Deutschland dürfte sogar hoch sein.

#18 |
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Tanja L.
Tanja L.

Ich wollte mich testen lassen mein Hausarzt wusste nicht genau was er testen sollte . Dann eine Borreliose Blutannahme negativ- es gab verschiedene Borreliose Parameter, der Arzt sagt ,,dann nehmen wir mal diesen“.
Was macht mn da?!?!

#17 |
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doppelt betroffener Patient
doppelt betroffener Patient

Die Antikörpertests können von unterschiedlicher Qualität sein, die in Deutschland eingesetzt werden, denn die verwendeten AK-Tests sind bis heute nicht standardisiert. Somit kann man in einem Labor ein positives und in einem anderen Labor ein negatives Ergebnis unter Umständen bekommen.

Warum werden nicht endlich die Tests verbessert? Ein sicherer Test, der eine aktive Borreliose-Infektion sicher stellen kann, fehlt generell.

Vielleicht sollte endlich mal an der richtigen Stelle begonnen werden zu forschen, dann hätte man auch wissenschaftliche Belege und könnte die Infektion wohl auch gezielter beurteilen und behandeln? Die Borreliose ist ja ein weltweites Thema bzw. Problem. Es müsste m. E. endlich mal über den Tellerrand geschaut werden, d.h. Fachgebietsübergreifend und auch Länderübergreifend zusammengearbeitet werden, statt sich in Diskussionen zu verstricken.
Denn wenn wissenschaftliche Belege fehlen, bedeutet es m. E. ganz einfach – es besteht Forschungsbedarf!

#16 |
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Prof. Dr. med.Dr.rer.nat.Dr.h.c.mult. Dieter Adam
Prof. Dr. med.Dr.rer.nat.Dr.h.c.mult. Dieter Adam

1. Die Zecke beißt nicht, sie sticht. Dementsprechend heißt es korrekt Zeckenstich und nicht Zeckenbiß. 2. Es gibt Antibiose (wenn sich z.B. zwei (Mirkro)organismen gegenseitig im Wachstum hemmen), so wie es eben auch umgekehrt Symbiose gibt. Mit dem Wort Antibiose Antibiotikatherapie zu definieren ist daher sprachlicher Unsinn. 3. FSME wird durch einen Virus übertragen, die Borreliose durch das Bakterium Borrelia burgdorferi. Letztere können (häufig trotz adäquater oder auch inadäquater Antibiotikatherapie) sehr lange im Körper verbleiben und Beschwerden verursachen (eben ähnlich der Syphilis, hervorgerufen durch Treponema pallidum aus der Gruppe der Spirochaetaceae wie Borrelia burgdorferi auch aus der Gruppe der Spirochaetaceae). Die meisten Patienten werden zu spät und zu kurz mit Antibiotika behandelt.
Prof. Dr.Dr.Dieter Adam
Dieter.Adam@med.uni-muenchen.de

#15 |
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Gast
Gast

Es war schon immer äußert schlimm empfunden , wenn ich am eigenen Körper – von den Waden bis in die eiste hochgekrappelt, so ein achtfüßigers Blutaugerinsekt zu entfernen hatte.Aber nicht je war das Schlimmste die Borreliose: Das Schlimmste war immer schon-leider-FSME-Hirnhautentzündung.

#14 |
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Doro Lene
Doro Lene

leider müssten wahrscheinlich erst mal viele viele Ärtzt selbst betroffen sein, bis sich da etwas ändert! Ihnen wünschte ich diese Erfahrung mal, Herr Dr. R.!- aber dann nicht nur für 3 Wochen….. sondern auch ruhiug mal für ca. 10 Jahre,- mal sehen, wie Sie dann darüber denken……

#13 |
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Prof. Dr. med. Wolfgang R. Heizmann
Prof. Dr. med. Wolfgang R. Heizmann

In den 50er Jahren wurden Dermatologen angefeindet, weil sie Patienten mit Hauterscheinungen wie dem Erythema migrans Penicillin verschrieben. Mit Erfolg! Heute kennen wir den Erreger, nicht aber alle seine Eigenschaften. Borrelien ähneln Spirochäten (Treponema pallidum) und bei diesen Erregern wird akzeptiert, dass Latenzperioden exisitieren. Darüber hinaus gibt es Zustände bei Bakterien, die als “viable but not culturable” bezeichnet werden. Anstatt sich mit der wissenschftlichen Literatur, die übrigens sehr viel Hinweise auf die Möglichkeit einer Persistenz zumindest im Tierversuch enthält, beharren beide Seiten auf ihren festgefahrenen Meinungen. Mikrobiologie ist halt ein komplexes Gebiet….

#12 |
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Studentin

Was ist denn hier los? Ich kann die meisten Gastkommentare nicht lesen/ verstehen….

#11 |
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Wolfram Berg-Holldack
Wolfram Berg-Holldack

Es ist schon eigentlich tragisch inwieweit eingeschränktes Wissen zu Fehlbeurteilungen führen kann.
Sachlich gehören Borrelien zu den Prokaryoten,welche eigentlich unüberwindlich sind,wenn man ihre Möglichkeiten erkennt.
Stoffwechselleistung der Prokaryoten
Anoxygene Photosynthese vorhanden
Oxygene Photosynthese vorhanden
Aerobe Atmung vorhanden
Gärung vorhanden
Anaerobe Atmung vorhanden
Stickstoff-Fixierung vorhanden
Chemolithotrophie vorhanden
das heißt sie sind überall überlebensfähig : in der Tiefsee,im Eis oder im Hochgebirge.
Ein Grund dafür ist ihre Fähigkeit sich in einer aktiven Form zu zeigen oder sich in möglichst kühlen Körperregionen zu verkapseln.
Der Zeitpunkt einer Reaktivierung erstreckt sich über ein gesamtes Menschenleben,d.h die Stadieneinteilung endet in den Folgen der Neuroborreliose,
Am ehesten ist dieser Zustand mit dem Verlauf einer syphilitischen Erkrankung zu vergleichen,bei der auch verwandte Prokaryoten ursächlich sind.
Unsere modernen ,hochwirksamen Antibiotika verhindern die Ausbreitung der aktiven Form,wenn sie über den Zeitraum der biologischen Erneuerung der Borrelien im menschlichen Körper gegeben werde.
d.h mindestens 4 Wochen!
Die unterschiedlichen Bewertungen sind ganz normal da das Erscheinungsbild mit einem Chamäleon verglichen werden kann und alle bisher angewandten Labortests leider keine Klarheit schaffen können.
Der heute einzig sichere Weg ist die Vermeidung eines Zeckenbisses und die Nutzung der Zeit ca 12 Stunden bis die Borrelien falls in der Zecke vorhanden in den Körper gelangen, durch deren Entfernung!
Die Frage nach einer chronischen Borreliose erübrigt sich,da jede klinisch wirksam gewordene Borreliose in sich die Möglichkeit eines chronischen Verlaufes trägt (Übergang der inaktiven in eine aktive Fprm)
Ein hoffnungsvoller Ansatz könnte die Hyperthermie ,welche im UKE betrieben wird sein ?

#10 |
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Dr. med. Beduja Himpel-Lorenz
Dr. med. Beduja Himpel-Lorenz

Laut Erfahrung in unserer medizinischen Praxis ist Herr Riedel genau auf dem richtigen Weg. Wissenschaft und Erfahrungswissenschaft, also komplementäre Medizin. Das ist der Weg. Es geht um Patienten, die wir in die Heilung führen möchten, nicht um unsere Ideologien, unseren eingeschränkten Horizont. Und es geht um die ärztliche Heilkunst, die dazu angetreten ist, dem Menschen in Liebe zu seinem Heile zu dienen.
Wissenschaft, wir wissen, wie oft sich wissenschaftliche Erkenntnisse in der Zukunft als völlig falsch heraus gestellt haben. Wenn wir bereit sind, die Wahrheit zu erkennen, werden wir sie auch erkennen. Und die Wahrheit wird uns frei machen, heißt es in einem berühmten Buch.
Und frei müssen wir werden, geistig frei, um den Menschen in ihrem Leid bei zu stehen und ihm Hilfe zur Heilung geben zu können.
Riedel und seine Kollegen leisten zu diesem Ziele einen wichtigen Beitrag!

#9 |
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Gast
Gast

– und dann gibt es noch jene Patienten, die bei Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Innerer Unruhe, Mattigkeit, Konzentrationsstörungen, vermehrter Gereiztheit, Antriebsschwäche und dem Empfinden allgemeiner Erschöpfung so furchtbar gerne eine organische Ursache finden würden (…)
Ein paar Google-Stunden später landen sie dann bei Diagnosen wie “Chronic Fatigue Syndrom”, “MCS-Syndrom”, “Fibromyalgie” – und (Trommelwirbel):
richtig: BORRELIOSE

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Gast
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Die Wundertüte “Borreliose” ist prototypisch dafür, wie sich Bedürfnisse von Patienten und Ärzten synergistisch aufladen können…bis hart an die Grenze zum Sektierertum.

Dem Reiz auf ärztlicher Seite, Menschen zu helfen, in dem man eine von allen Spezialisten verkannte semi universelle Krankheitsursache entdeckt und behandeln kann, trifft auf das Bedürfnis von Patienten, den unspezifischen, aber quälenden Beschwerden einen Namen zu geben und vermeintlich eine klar definierte Behandlungsmöglichkeit an die Hand zu bekommen.
Man kreiere noch ein bißchen unkonventionelle Diagnostik (“Sehtest”, Lymphozytentransformation”, Antikörpermassenuntersuchung), propagiere ein buntes Potpourri polymorpher Beschwerden, rühre um und fertig ist die Kollusion.
In dem Fall heißt das Kind “Borreliose”. Vorher hatten die Kinder andere Namen (Hysterie,vegetative Dystonie, CFS, Fibromyalgie, Amalganvergiftung, Zahn”foki” etc. etc.), später werden sie wieder andere Namen haben. Ein bißchen wie die Suche nach dem Rezept, Gold herzustellen.

Der Therapieerfolg ist diagnostisch: eine Besserung ist oft möglich…für zwei bis maximal 12 Monate. Wie bei allen Somatisierungsstörungen. Geht´s wieder los, beginnt man mit der nächsten 12 Wochen Roßkur. Die Beschwerde gelinderte Zeit ist diesmal schon wesentlich kürzer. Der Patient wendet sich schließlich frustriert ab und dem nächsten Heilsbringer zu.

Medizin kann so schön sein…

#7 |
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#3Na ja, extremst, nehmer nicht die Drogen , die anorganischen, wie gegen eine chronische Syphilis: Da will erst mal wer durch-kommen:Also, mit Arsensalbe versuchte zwar, konnte aber nicht Paul Gauguin , dieser seltern autodidaktisch geschulte Spitzenmaler, der seinen Bankerkaufmannsjob eineich zurückließ, nie noch bezeichnen:Da werden Sie lange nochzu warten haben!Auch die Grundlagen der Medizin oder allen Wissens von aller Natur werden zu warten wissen, bis im Einzigen ihre Vereinzigung fabnden!
Servus!
Thomas
PS: Mein Arzt vermeldete gerade eben mir, dass ein Patient von einer Zecke gebissen wurde und in das psychiatrische Landeskrankenbhaus kam und er verstarb: Hier istmit einer Beere aufzupassen: Der starb nicht an einer sehr psychoaktiven Krankheit, der starb am Zeckenbiss und FSME.Alles verbürgt.

#6 |
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Zeckenbiß,FSME-Impfung, -keine Borreliose
Also Borreliose ist das kleinere Übel bei einem schlimmen Zeckenbiß.So hieß es zumindest immer früher und bisher.
FSME-Hirnhautentzündung, kann auch leider tödlich enden.War schon mal dorten, an einer Tür der S-Bahn, wo eine junge Frau mir zu anbtworten wußte, dass sie Enzephalomeningitis(=Hirnhautentzündung hatte)Damals schreckte mich leider ab: Impfen kann so schlimm sein wie infiziert sein.Besonders die schweren Schäden am vegetativen Nervensystem konnten schon immer beobachtet werden- ich weiß , dass das im öffentlichen Rundfunka alles kam:Ich habe da schlimme Erfahrungen.

#5 |
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Gast
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FSME ist fürchterlich erschreckender, also bitte!Diese Krankheit wird von derselben Zecke, die mal ins Menschenfleisch sich reingebissen hat, übertragen:Zudem wurde eventuell vor einer Impfung gegen Zeckenbiß mit FSME zu enig gewarnt, bis darauf extra aufmerksam gemacht wurde.Da wird die pharmakologische Medizin progressive weiter-und fortzulernen haben:Weiß selbst nur noch, dass ich ein starker Waldspaziergänger war, der immer wieder in den Waden etc dies eingebissenen Zecken fand: Ließ mich gegen FSME (=Frühsommermeningoenzephalopatitis) impfen:Meinem kleinerwn Bruder wurde versichert, dass durch Impfung es möglich sei, die gleichen Dauerschädebn wie durch die Krankheit selbt zu erleben und zu haben.Das war allerdings, meine Herren, berichtet aus den frühen 80-er Jahren.Thomas
Ich sage nochmals:Ich war damals bißle perhorresziert mit FSME undwenigerschlimm Borreliose.Thomas grüßt

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Dr. med.vet. Stefan Gabriel
Dr. med.vet. Stefan Gabriel

Man muss bei Borreliose zwischen Indektion und Krankheit unterscheiden. Spirochaeten ( Leptsopiren, Treponemen, Borrelien) verhalten sich im Körper sehr speziell und suchen sich ökologische Nischen, in denen sie z.B. von Antibiotica und der Körperabwehr schlecht erreichbar sind. Auch immunologisch verhaltlen sie sich interessant, deswegen ist die Diagnostik alles andere als einfach. Wenn man sich die dramatischen Konsequenzen einer chronischen Syphilis ansieht, und damit hat die MEdizin sicher die meisten Erfahrungen, ahnt man, was wir bei Borreliose noch alles an Erkenntnissen vor uns haben.

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Student der Humanmedizin

Bei Ausleitung von Schwermetallen habe ich aufgehört, weil sich mein Bullshitsensor gemeldet hat.

#2 |
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Gast
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Ich denk dies ist sehr individuell handzuhaben. Selbst an einer Borreliose erkrankt und deutlich zu spät mit einer Antibiose behandelt dauerte es ca. 2 Monate bis die Akutsymptome soweit abgelindert waren das sie erträglich waren. Nichtdestotrotz treten auch bei mir heute noch partielle Probleme an Muskulatur und Gelenken auf, die nicht auf Grund von orthopädischen Grunderkrankungen zu erklären sind und just an jenen Punkten sich manifestiert haben bei welcher die Akutsymptome auch auftraten. Der Nachweis jedoch, hier gebe ich dem Gegenpart recht ist doch sehr diffizil zu erbringen.

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