§219a: Ein Paragraf wird abgetrieben

11. Dezember 2017

Die Ärztin Kristina Hänel wurde verurteilt, weil sie Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen auf ihrer Website veröffentlichte. Grund dafür ist Paragraf 219a, der Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft unter Strafe stellt. Jetzt fordern viele: Der Paragraf muss weg.

Ende November hat das Landgericht Gießen die Ärztin Kristina Hänel zu 6.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Sie führt in ihrer Gießener Praxis Schwangerschaftsabbrüche durch. Auf ihrer Homepage, hat sie über diese Möglichkeit informiert (Az. 507 Ds – 501 Js 15031/15) – über einen Link konnten Interessierte eine pdf-Datei öffnen, die vor allem gesetzliche und medizinische Informationen zu Abtreibungen enthielt.

Sie wurde dafür nicht nur harsch von radikalen Abtreibungsgegnern kritisiert, sondern nach Paragraf 219a Strafgesetzbuch auch bestraft. „Der Gesetzgeber möchte nicht, dass über den Schwangerschaftsabbruch in der Öffentlichkeit diskutiert wird, als sei es eine normale Sache“, argumentierte die vorsitzende Richterin. .

Ärzte im Dilemma

Damit stehen Ärzte vor einem Dilemma. Schwangerschaftsabbrüche sind nach geltendem Recht keine medizinischen Dienstleistungen im üblichen Sinne, sondern eine strafbare Handlung (§ 218 Strafgesetzbuch (StGB)). Davon sind Frauen ausgenommen, die sich vorab beraten lassen und deren Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen zurückliegt (§ 218a StGB, § 219 StGB).

Laut § 13 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) müssen die Bundesländer ein „ausreichendes Angebot ambulanter und stationärer Einrichtungen zur Vornahme von Schwangerschaftsabbrüchen“ sicherstellen. Frauen steht eine „freie Wahl unter den Ärzten, Ärztinnen und Einrichtungen, die sich zur Vornahme des Eingriffs (…) bereit erklären“ (§ 21 SchKG) zu. Ist die Wahlfreiheit aber noch gewährleistet, wenn Ärzte und Ärztinnen nach aktueller Gesetzeslage nicht veröffentlichen können, wer welche Schwangerschaftsabbruchmethoden anbietet?

„Der § 219a StGB und seine juristische Auslegung führen leider dazu, dass es Frauen schwer gemacht wird, ihr Recht auf Information wahrzunehmen“, schreibt pro familia in einer Stellungnahme. Abtreibungsgegner würden entsprechende Passagen nutzen, um Ärzte einzuschüchtern.

Relikte aus NS-Zeiten

Der Passus verbietet Werbung für Schwangerschaftsabbrüche gegenüber Laien. Laut einschlägigen Rechtskommentaren soll damit verhindert werden, entsprechende Eingriffe zu kommerzialisieren. Was auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, geht mit Nachteilen einher.

 

Screenshot von § 219a in der aktuellen Fassung

 

Paragraph 219a

© dejure.org

Viele Formulierungen im StGB gehen auf das bis heute gültige Reichsstrafgesetz von 1872 zurück. Nach mehreren aus damaligem Blickwinkel liberal anmutenden Novellierungen zum Strafmaß führte das NS-Regime ab 1933 die zuvor ersetzten Paragraphen 219 und 220 wieder ein.

Weite Passagen aus Zeiten der Nazi-Diktatur haben sich in ihrer unpräzisen, vage formulierten Form bis in unsere Zeiten gehalten:

Screenshot von § 219 und § 220 in der Fassung von 1933

Paragraph 219

220__1933

© lexetius.com

 

„Medizinische Dienstleistung für Frauen in einer Notlage“

„Diese Vorschrift richtet sich nicht nur gegen Ärzte und deren Personal, sondern gegen jedermann“, erklärt der Gynäkologe Dr. Christian Albring. Als Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte hat er sich intensiv mit der Problematik befasst. Einheitliche Auffassungen zu der Frage, ob diese Vorschrift abzuschaffen sei, gibt es seiner Meinung nach innerhalb der Ärzteschaft nicht. „Es kann strittig diskutiert werden, ob das Recht auf Information der Frauen durch diese Vorschrift unzulässig eingeschränkt wird oder ob dieses durch die Möglichkeit, entsprechende Adressen über Ärzte und Beratungsstellen benannt zu bekommen, noch gewährleistet ist“, erklärt Albring.

„Eindeutig zu kritisieren ist die missbräuchliche Ausnutzung dieser Strafvorschrift durch verschiedene Initiativen von Abtreibungsgegnern, die systematisch Ärzte, die Frauen in Not helfen und das bei der Darstellung ihres Leistungsspektrums auf ihrer Website – in der Regel in Unkenntnis dieser Rechtslage – erwähnen, strafrechtlich anzeigen.“ Albring fordert deshalb eine Überarbeitung von § 219a StGB. Er findet, sachgerechte Information dürften nicht mehr unter Strafe gestellt werden.

Zu einer ähnlichen Einschätzung kamen Delegierte der Landesärztekammer Hessen. In ihrem Kammerbezirk fand das Gerichtsverfahren gegen Kristina Hänel statt. Vertreter der Ärzteschaft fordern, den § 219a so zu novellieren, dass eine sachgerechte Information nicht mehr bestraft werden kann. „Wenn bei einer Überarbeitung herauskommt, dass der Paragraf nicht mehr nötig ist, dann kann er auch gestrichen werden“, konstatiert Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der LÄK Hessen. „Das ist ergebnisoffen und nicht unsere Aufgabe, es zu beurteilen.“

Professor Dr. Maria Wersig, Juristin und Dozentin an der FH Dortmund, geht noch einen Schritt weiter: „Der Schwangerschaftsabbruch ist eine medizinische Dienstleistung für Frauen in einer Notlage. Darüber müssen Ärztinnen und Ärzte öffentlich sachlich informieren dürfen, ohne sich der Gefahr einer Strafverfolgung ausgesetzt zu sehen.“

Abtreibungen „kein Teil des normalen medizinischen Betriebs“

Deutlich kritischere Töne kommen vom Verein „Ärzte für das Leben“. „Es ist wichtig, dass für Abtreibung nicht geworben werden darf, sie sind kein Teil des normalen medizinischen Betriebs“, wird der Vorsitzende Professor Dr. Paul Cullen in einer Meldung zitiert. Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Bei jeder Abtreibung wird ein wehrloser Mensch vorsätzlich getötet. Eine Werbung für diese weiterhin rechtswidrige Handlung habe in einer humanen Gesellschaft keinen Platz.

Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), bestätigt diese Auffassung: „Der Schwangerschaftsabbruch ist außer bei medizinischen oder kriminologischen Indikationen rechtswidrig und nur unter klar gefassten Bedingungen in den ersten drei Monaten straffrei. Es ist folgerichtig, dass in § 219a auch die Werbung für den Schwangerschaftsabbruch verboten wird, denn wenn etwas der Rechtsordnung widerspricht, kann es keine normale ärztliche Leistung sein.“

Gesetzesinitiative gegen den umstrittenen Paragraphen

Die verurteilte Dr. Kristina Hänel gibt sich nicht geschlagen. Ihre Verteidigerin kündigte an, das Urteil mit einer Revision anzufechten. Ihre Mandantin habe keine „appellative Werbung“ betrieben, sondern auschließlich informiert. Hänel selbst hatte vor dem Urteil gesagt, dass sie notfalls auch vor das Bundesverfassungsgericht klagen werde. Ihre Petition an den Deutschen Bundestag wird von mehr als 137.000 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt. Ziel ist, Frauen ein Informationsrecht über Schwangerschaftsabbrüche einzuräumen – und den umstrittenen § 219a zu kippen oder zu novellieren. Am 12. Dezember will sie die Unterschriften an Abgeordnete des Deutschen Bundestags überbringen.

Das Thema steht schon jetzt politisch auf dem Programm. Die SPD-Bundestagsfraktion will Änderungen über Parteigrenzen hinweg durchsetzen. „Eine interfraktionelle Initiative ist gerade bei solchen Themen gut, die wie Paragraf 219a StGB in besonderer Weise die Rechte von Frauen betreffen“, erklärt SPD-Rechtspolitikerin Eva Högl. Sie berichtet von einem Gesetzesentwurf zur Streichung der umstrittenen Stelle im Strafgesetzbuch.

63 Wertungen (3.83 ø)

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97 Kommentare:

Gast
Gast

Auch ich schließe mich Dr. Goeckes Ausführungen an. (Allerdings heißt der Mann I. Kant ;-)

Was mir am Vorgehen der Abtreibungsgegner sehr missfällt, das ist diese Taktik “durch die Hintertür”.
Frau Hänel wird doch nicht angegriffen, weil sie ein PDF zu Verfügung gestellt hat, auch wenn das Gericht darüber zu urteilen hatte, sondern sie wird angegriffen, weil sie Abtreibungen durchführt. Eine Gruppe radikaler Abtreibungsgegner versucht auf diese Weise zu torpedieren, was meiner Meinung nach noch immer mehrheitlich von unserer Gesellschaft getragen wird: Nämlich dass es unter Umständen und Bedingungen Möglichkeiten des straffreien Schwangerschaftsabbruches geben soll.

#97 |
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Gast
Gast

An 89

“…wo sonst ist … der praktisch alles verschlingende Hass…?”

Ja hier, im Forum, in Ihrem Beitrag.

#96 |
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Gast
Gast

Beschneidung: Da sind unsere Abgeordneten wie immer brav vor den Religiösen eingeknickt. Anderes Beispiel: Sterbehilfe. Da gab es gute Ansätze. Alle von frömmelnden Parlamentariern zu nichte gemacht.

#95 |
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Arzt

Das Overton-Fenster ist weit offen,
in viele Richtungen:
Egal ob Abbruch einer Schwangerschaft oder körperliche Unversehrtheit
eines geborenen Menschen.

Als Hinweis möge die heutige Meldung in t-oneline dienen
zum Thema Beschneidung.
Ich versuche den Link einzufügen:

http://www.t-online.de/gesundheit/kindergesundheit/id_82884360/aerzte-kritisieren-deutsches-beschneidungsgesetz.html

Das Overton Fenster bitte selber nachlesen!

#94 |
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Biologe

Etwas weniger Polemik und Geschlechterkampf täte der Debatte gut.

“Ich frage mich wie viele Jahrhunderte (1872) noch die Männer meinen über die Frauen entscheiden zu müssen obwohl sie selbst ein Teil des Problems sind.”

Im vorliegenden Fall hat eine RichterIN ein Urteil gefällt und eine ÄrztIN hatte Informationsmateral bereitgestellt.

#93 |
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Gast
Gast

*slowclap für Dr. Goecke* Ich stimme nicht mit ihrer persönlichen Ethik überein, doch das muss ich nicht um ihren Aussagen ansonsten zu zu stimmen. Danke für diesen sehr guten Beitrag in dieser Diskussion.
Abtreibungen sind ein emotionsgeladenes Thema. Wir sollten uns nur bewusst sein dass wir mit Emotionen nicht argumentieren können. Ethik und Moral ist schwierig und absolute gibt es im wahren Leben nicht.
Für eine produktive Diskussion brauchen wir freien Informationsaustausch. Und dazu müssen wir den Strafparagraphen abschaffen oder zumindest sehr scharf bearbeiten.

#92 |
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Dr. med. Konrad Goecke
Dr. med. Konrad Goecke

Meine persönliche Ethik lehnt Abtreibung ab. Doch kann und muss dies deshalb allgemeines Gesetz werden (s. E.Kant)?
In einer freien Gesellschaft ist jeder für seine ethische Überzeugung und ethisches Handeln sich selbst verantwortlich bzw. seinem Gott, wenn er an einen solchen glaubt.
In einer solchen Gesellschaft dürfen und sollten sowohl die Gegner wie die Befürworter einer Abtreibung ihre Argumente offen propagieren (schon Werbung?!), was wiederum der Staat garantieren muss.
Was in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht geht, ist, dass sie der einen oder anderen Gruppe ein Mittel in die Hand gibt (hier der § 219), den jeweils anderen hinter Schloss und Riegel zu bringen.
Mein Vorschlag an die Abtreibungsgegner: Überzeugt widerspruchsfrei(!), dass es auch ohne Abtreibung geht. Und an die Befürworter: Überzeugt, dass es in der fast unendlichen Vielfalt des menschlichen Lebens Situationen gibt, in der einfaches Schwarz-Weiß-Denken nicht konfliktlösend ist. Und an beide: Erzeugt keine Verachtung oder Hass gegen den anderen und ruft schon gar nicht nach staatlicher Gewalt zur Durchsetzung eurer Ziele.
Fazit für die einzige friedliche Lösung: Jeder entscheidet für und verantwortet vor sich selbst und nicht eine irgendwie geartete Mehrheit mittels Zwang. Dazu muss der Strafparagraph weg.

#91 |
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Gast (Atheist und augenrollend)
Gast (Atheist und augenrollend)

@107: … sie wissen schon dass wir den Hippokratischen Eid gar nicht mehr verwenden, zumindest nicht in der “Reinfassung” (Da stand auch drin dass wir kein Geld bekommen dürfen oder dass uns Patienten in ihren Haus beherbergen sollen wenn wir sie behandeln.. oder dass Ärzte keine Chirurgie betreiben) Für uns gilt “Nach bestem Wissen und Gewissen”. Und eine schwangere Frau zu informieren fällt für mich unter “bestes Wissen”. Nämlich nicht nur meins sondern auch der Schwangeren. (Außerdem an alle Moralapostel: Schwangerschaften haben Risiken, Verhütungsmethoden können versagen, Auch der Eingriff der Abtreibung hat Risiken. Keine Frau macht das zum Spaß. Und Leute ohne Uterus sollten eigentlich ganz still sein bei der Diskussion.) Oh und ihre Homophobie können sie mal bitte ganz stecken lassen. Wir haben eine Trennung von Kirche und Staat und das ist gut so. Bishöfe können gerne kommentieren. Aber für mich haben die keinerlei Authorität.

#90 |
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MR.Prim.Dr, Friedrich Pesendorfer
MR.Prim.Dr, Friedrich Pesendorfer

Ein sehr eigenartiger Bericht in einem Ärzte-“Magazin”. “Ergebnisoffen” ..”nicht unsere Aufgabe zu kommentieren”. haben wir nun auch den Hippokratischen Eid “abgetrieben”?
Wir Ärzte sollten uns Alternativen überlegen.
Wo sind die Deutschen Bischöfe?? Windelweiche Äusserungen zu allen heiklen Fragen (siehe Ehe für alle!) Herr Marx,wo bleiben Ihre bischöflich- katholischen Aüsserungen??!!
Werbung für Tötung, das hatten wir schon einmal, vergessen?

#89 |
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Gast
Gast

#102 Gehen Sie davon aus, dass hier nur Männer lesen? Ihre Anrede impliziert das.

#88 |
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Gast
Gast

Jede Frau hat ein absolut unantastbares Recht darauf selbst zu entscheiden, was mit ihrem Körper passiert! Ob es ein paar senilen Herren in irgend einem komischen Kostüm, die über jahrhungderte bereits über Leichen gehen oder irgend welchen Hampelmännern, die sich Ärzte nennen paast oder nicht. Begreifen Sie endlich, dass das Mittelalter vorbei ist!
Diese ganze Diskussion ist so etwas von schwachsinnig, wie es der Paragraph von Anfang an war…
Die Frauen sollten ihre Schlüsse ziehen und von den Männern vor einen Geschlechstverkehr fordern sich kastrieren zu lassen – wäre nur gerecht, weil diese Männer auch von ihren Frauen fordern, sich zu vergiften mit einer Pille davor oder danach…

#87 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Liebe Leser, vielen Dank für ihr Feedback. Wir haben die Fehler korrigiert. Kristina Hänel ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und keine Gynäkolgin. Zu ihrem Alter finden sich widersprüchliche Aussagen, daher haben wir die Altersangabe erntfernt.

#86 |
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Ivory
Ivory

“mein Bauch gehört mir” ganz so einfach ist es nicht, aber, wenn Gefahr für die Mutter besteht, jetzt gehen gleich viele auf die Barrikaden , das Kind behindert zur Welt kommt, oder eine Vergewaltigung vorliegt, sollte die Frau das Recht haben das Leben(ja, es ist Leben und ein sehr schwerer Entschluss) abzutreiben .
Auch wirtschaftliche Erwägungen könnten ev. eine Rolle spielen, obwohl ich da sage, es gibt genügend Verhütungsmethoden, auch der Mann kann sich steriliesieren lassen. (z.B.)
Ein ungewolltes Kind hat, wenn es nicht ganz viel Glück hat kein lebenswertes Leben. Viele taumeleln immer am Rande eines Suizids, leiden unter psych. Störungen, haben keine Lebensstruktur…..
Aber, die Ärztin/arzt dürfen nicht noch für diese Hilfeleistung bestraft werden!
Der Arzt, der das Leben schützen will, kommt schon ausreichend mit seinen eignen moralischen Grundsätzen in Konflikt, da ist es in meinen Augen eine Bestrafung voll kommen verfehlt.
Vor der Abtreibung sind gute Infos wichtig und genau das hat Fr.Dr. Hänel gemacht. In den sogenannten sozialen und kirchlichen Zentren findet nach meiner Meinung eine Beeinflussung des Klientel statt, wogegen die schriftliche Aufklärung neutraler ist.
Ich bin für die Streichung des §219

#85 |
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Medizinisch-Technischer Assistent

Dass sich ausgerechnet Männer mit mahnender Hand hierzu äußern zeigt die armseligkeit der Diskussion.
Kein Mann kann sich erlauben über Probleme der Schwangerschaft, das austragen des Kindes und das weitere leben mit dem Kinde zu philosophieren.

Medizin und Religion gehören nicht zusammen, das zeigt schon dass die Kirche nicht freund der ersten Anatomen war.
Wenn Abtreibung Mord ist, was ist ein spontan Abort ? Mord durch höhere Gewalt?

Unsinn, wer glaubt das Frauen aus lange weile zum Vergnügen oder aus Sparsamkeit und verzicht auf Verhütung zur Abtreibung geht, lebt in einer anderen Welt.
Die jetzige gesetzes Lage ist unsinnig, da die Information vor einer Abtreibung das wichtigste ist und eventuell auch eine Abtreinung verhindert. Da diese Information aber Strafbar ist, bringt die Frauen und die Ärzte in eine Unmögliche Situation

#84 |
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Medizinphysiker

Es gibt Verhütung und die Pille danach!
Nur so am Rande gesagt!

#83 |
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Dobse
Dobse

#95 mein Eindruck ist durchaus, dass hier manchmal das Gehirn nur eingeschränkt benutzt wird, was zu pathologischem Moralisieren führt. Gerne auch mal christlich unterfüttert und damit haltlos.

#82 |
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Gast
Gast

Falls der gesellschaftliche Konsens besteht, dass eine Abtreibung in Tat die vorsätzliche Tötung eines wehrlosen Menschen darstellt (und ich persönlich sehe das so), sollte die Anwendung nur an Frauen, die möglichst neutral und umfassend – auch in Bezug auf die Möglichkeiten der Adoptionsfreigabe und weiterer nicht invasiver, sozialer Alternativen – beraten worden sind, durchgeführt werden.

Dies scheint mir nicht mehr gegeben, wenn der dienstleistende Arzt als direkter Kontakt auftritt.
Es besteht die Gefahr, dass vor der gesetzlich vorgeschriebenen Beratung eine Vorberatung durch den anbietenden Arzt stattfindet, die nicht ergebnisoffen, sondern vielmehr mit dem Ziel der (dem Arzt einen Kunden sichernden) Abtreibung geführt wird und keinerlei Alternativen oder psychologische Hilfestellungen beinhaltet.

Den Hinweis auf den Ursprung aus dem NS-Recht empfinde ich inhaltlich als überflüssig und polemisch, da eine Vielzahl hier nicht zitierter Vorschriften dort initiiert worden waren, oder während des Kaiserreichs, des 30 jährigen Kriegs oder der wilden 60er Jahre. Was tut das zur Sache?

#81 |
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Gast
Gast

Es ist unfassbar, wie viele reaktionäre Einstellungen es unter den Lesern hier noch gibt. Keine Frau -oder auch Paar- trifft die Entscheidung für eine Abtreibung unüberlegt und es wird auch an keiner Frau spurlos vorüber gehen, wenn sie die Entscheidung trifft, ein werdendes Leben zu beenden.
Es gibt zahlreiche verzweifelte Notlagen, in denen sich Frauen und Familien befinden (Schwangerschaften nach Vergewaltigungen, Gefährdung der Gesundheit der Schwangeren, Missbildungen und genetische Defekte die ein Überleben des Kindes praktisch unmöglich machen…..), bei denen es den Betroffenen nicht zuzumuten ist, die Schwangerschaft bis zum Ende auszutragen und die zur schweren Entscheidung eines Abbruchs führen.
Und neben einer Beratungspflicht, muss es auch für die Betroffenen die Möglichkeit geben, den Eingriff in vertrauensvoller Atmosphäre durchführen zu lassen und dafür ist die Möglichkeit sich zu informieren essentiell. Es ist also absolut notwendig, dass Adressen von Ärzten, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, nicht nur unter der Hand weitergegeben werden, sondern zugänglich sind. Und dazu müssen die Ärzte das Recht zur sachlichen Information haben, welche Leistungen sie anbieten.

#80 |
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Helmut Rudolf Kowanz
Helmut Rudolf Kowanz

#91 Contenance bewahren! Für #dumme Sprüche ist das Thema hier zu ernst!

#79 |
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Dr. med. Johannes Meyer-Dunker
Dr. med. Johannes Meyer-Dunker

Abtreibung ist Mord und Mord muß wieder hart bestraft werden.
Wer als Arzt abtreibt begeht vielfachen Mord.
Zuchthaus für 30 Jahre und Entzug der Approbation.

Man geht ja auch nicht in den Kindergarten und mordet dort ungestraft.

#78 |
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Gast
Gast

ZU 87: Dann nehmen Sie nur die coolen Sachen aus dem Christentum und lassen das Wort Ihres Gottes außen vor? Die Bibel ist doch das Wort des Herrn! AT und NT gehört zusammen.

#77 |
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Gast
Gast

Ist das Hirn zu kurz gekommen,
wird sehr gern Moral genommen.
Wiglaf Droste

#76 |
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Gast
Gast

Ich finde der Paragraph gehört entweder massiv überarbeitet oder ganz abgeschafft. Man kann zur Abtreibung stehen wie man will aber Informations-Bereitstellung sollte niemals bestraft werden. Nur mit Informationen können richtige und wichtige Entscheidungen getroffen werden. Und gerade in der Lage einer ungewollten Schwangerschaft sollte man den betroffenden Frauen alles zur Verfügung stellen was geht. Was die Frau damit macht? Ganz andere Diskussion die wir hier gar nicht führen müssen. Aber sachliche, ehrliche und wissenschaftlich fundierte Informationen müssen bereit gestellt werden dürfen. Und dazu zählt für mich auch die Information darüber wer entsprechende Eingriffe durchführt. Meinetwegen auch wer nicht.

#75 |
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Gast
Gast

An die Namenschristen hier, die nichts über die Geschichte des Christentums wissen und dessen Lehre hier zum Maß der Dinge machen:

Es muss ein eigentümliches Vergnügen sein von Jahrhundert zu Jahrhundert im Blut der Menschheit zu schwimmen und ‘Halleluja’ zu rufen. Es muss ein eigentümliches Vergnügen sein fast zwei Jahrtausende hindurch zu lügen, zu fälschen, zu täuschen. Wo sonst noch gibt es diese atemverschlagende Mischung von Wolfsgeheul und Friedensschalmei, Weihnachtsbotschaft und Scheiterhaufen, von Heiligenlegende und Henkersgeschichte, wo sonst ist allumfassendes Liebespalaver und der praktisch alles verschlingende Hass, wo sonst eine Religion die aus Liebe tötet, aus Liebe foltert, aus Liebe raubt, erpresst, entehrt, verteufelt und verdammt? Das ganze heisst nicht Geisteskrankheit, das ganze heisst Christentum!
Zitat k.h. Deschner

#74 |
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Renate Steinert
Renate Steinert

#48: Sind Sie Jude oder Christ? Nach Paulus sind wir vom Alten Bund erlöst… Todesstrafe als christlich hinzustellen ist einfach völlig vorbei an dem, der die Sünden auf sich nahm aus lauter Liebe.

#73 |
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Gast
Gast

#83 Nachhilfe in Ethik könnte helfen Ihr Problem zu lösen.

#72 |
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Gast
Gast

Jetzt kann man hier auch noch Beiträge so interpretieren, dass die Abtreibung (Todesstrafe) zum Schutz des Kindes geschähe, damit es nicht lieblos aufwachsen muss oder zum Schutz der Mutter, damit sie nicht verachtet wird, ein Kind weg gegeben zu haben.
Das soll hier ein Forum gebildeter Menschen sein, aber mir stehen die Haare zu Berge vor so viel Ignoranz.
Noch einmal. Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn die Mutter versucht, das Leben vor der Geburt zu töten. Ja, ich habe dadurch ein Handycap. Aber trotzdem lebe ich gerne und bin bereichsweise sehr glücklich, habe vier glückliche Kinder, die im Lande Freund und Nichtfreund mit ihren Steuern unterhalten.
Was soll das Einhacken auf Frauen, Männer oder Christen? Rechnet doch mal nach. So viele Atheisten gibt es gar nicht, wie es Abtreibungen gibt. Ungeborene haben keinen Schutz durch die Kirche, weil ihre Macht bei den Eltern endet. Abtreiben ist billiger als Verhüten. Ungeborene sind intelligenter als Geborene ( frei nach Gerald Hüther). Ich bin Teil des Netzwerkes Menschheit und diene der Allgemeinheit, kümmere mich auch um meine uralten Eltern. Dennoch kommt mir bei solchem Lesestoff immer wieder das Gefühl hoch, mein Leben oder meine Meinung dazu wären unangebracht, es wäre richtig gewesen, wenn meine Mutter nur in die Hände der kompetenten Frau H. gekommen wäre. Ach gäbe es doch eine Mehrheit für das Leben! Die Kirche oder die Christen werden hier viel zu sehr geehrt für ihre wirkungslosen Meinungen.

#71 |
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Helmut Rudolf Kowanz
Helmut Rudolf Kowanz

#80 Stimmt. Bei mir auch wieder.

#70 |
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Medizinphysiker

Überzählige Embrionen der In-vitro-Fertilisation dürfen nicht für Forschungszwecke verwendet werden, sind also geschützt, Embrionen im Mutterleib nicht! Eigenartig!

#69 |
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Gast
Gast

> Mein Körper gehört mir.
Ja, und das Leben des Kindes gehört dem Kind. Was jetzt?
Es ist nun mal so, dass der erste Lebenszyklus eines Menschen im Leib der Mutter beginnt und nicht irgendwo anders. Eine schwangere Frau hat nun mal nicht mehr nur ihr eigenes Leben. Alle Entscheidungen die eine Mutter über ihr eigenes Leben trifft, wirkt sich auf ihr(e) ungeborenen Kind(er) aus. Für diese “Zwickmühle” kann keiner was dafür aber das eigene Leben über das des ungeborenen Kindes zu stellen ist, das schafft nur der Mensch mit seiner “Intelligenz”. Dazu muss man schon “denken” und “abwägen”, eine vermeintliche Rechtfertigung zu finden ist oft nicht mehr als eine vorübergehende Problemstellung. Und egal was beim “Denken” herauskommt, wer abtreibt (und bei dieser Entscheidung kann natürlich auch der Mann federführend sein) beendet ein >> LEBEN

#68 |
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Alexandra Buchhold
Alexandra Buchhold

Liebe Leser!

Wissen Sie, was das schlimmste Verbrechen ist, das Sie als Frau in dieser Gesellschaft begehen können?
Es ist die Abgabe eines Neugeborenen in eine Pflegefamilie bzw. in die Obhut des Jugendamtes! Da muss man ein verammt dickes Fell für haben, da wundert es mich wenig, dass viele eine Abtreibung vorziehen! Ich habe das am eigenen Leib erfahren: Mein 3.Kind lebt bei einer Pflegefamilie. Meine eigenen Verwandten mobben mich bis heute – die Betreuer in der Kita meiner Tochter haben mich kaum noch eines Blickes gewürdigt, und auch offene Anfeindungen musste ich hinnehmen.
Eine Abtreibung kann man geheim halten, eine Schwangerschaft kaum! Hier ist ein Umdenken in der Gesellschaft nötig, um Betroffene zu motivieren, das Kind auszutragen und von Mitmenschen erziehen zu lassen – ohne verteufelt oder ans Kreuz genagelt zu werden!

#67 |
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Gast
Gast

Bei mir klappt es mit Daumen.

#66 |
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Helmut Rudolf Kowanz
Helmut Rudolf Kowanz

Was ist hier eigentlich los? Was wird hier gespielt? Klickt man in der Bewertung “Daumen hoch” an, wird “Daumen runter” gezählt und umgekehrt. Fazit: Diese Kampagne ist von Anfang bis Ende verlogen. Drei Daumen runter für news.doccheck.com. Journalistische Seriosität sieht anders aus.

#65 |
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Gast
Gast
#64 |
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Gast
Gast

Wer als “guter Christ” Deschner gelesen hat, der nur Fakten zusammenträgt, tritt automatisch aus der Kirche aus.
Christentum: Die Religion des Mord- und Totschlags

#63 |
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Frau im Gesundheitswesen
Frau im Gesundheitswesen

Solange die Kirche noch diese Macht in unserem Staat hat, wie es derzeit der Fall ist, wird diese Diskussion für betroffene Frauen immer in der Buh-Ecke enden. Sicher wird es keine Frau geben, die gerne und mit einem Grinsen im Gesicht abtreibt. Was ist mit Opfern von Vergewaltigungen?! Es ist unzumutbar, von einer Frau rechtlich zu verlangen, dass sie das Kind austrägt. Wenn sie so stark ist und es trotzdem macht – Hut ab. Würde ich schwanger werden, würde ich auch abtreiben, denn ich habe zu viele (Autoimmun-)Krankheiten. Meine Mutter sagt: “Ich verzichte gern auf ein Enkelkind, wenn dafür meine Tochter am Leben bleibt.” Bei Sex gibt es immer 2 Personen, die daran teilhaben. Bei erzwungenem Sex ist der maskuline Teil der stärkere, ausschlaggebende Teil – wie können Kirche & Co es wagen, darüber zu befinden!!!

#62 |
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Erich Matscheko
Erich Matscheko

Der Paragraph 219a gehört unbedingt abgeschafft.

#61 |
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Gast
Gast

Zu 48: Tragen Sie Kleidung aus Mischfaser? Kennen Sie Geschiedene oder Homosexuelle? Müssten alle nach Ihrem Märchenbuch ums Eck gebracht werden! Ich bin sehr froh, dass ich Ihrem “liebenden” christlichen Gott nicht mehr fürchten muss!

#60 |
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Gast
Gast

Und wieder ein christlicher Fall von Verdummbibelung! Wie kann man Arzt und Monotheist sein? Das schließt sich gegenseitig völlig aus!

#59 |
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Gast 67
Gast 67

Also ehrlich Herr Professor Reichhardt. Was für eine Argumentation. Ziemlich schwach, mit Verlaub. Da könnte man doch glatt dagegenhalten wie schön die Welt sein könnte wenn die Mutter von Adolf Hitler abgetrieben hätte, oder die von Charles Manson oder die von Anis Amri.

#58 |
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Gast
Gast

Wer Dr. Hänel unterstützen will, unterschreibt am besten Ihre Petition.

Change.org

#57 |
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Gast
Gast

Prof.Dr.Dr. Reichardt MP MD schreibt:
„Alle Befürworter einer Abtreibung TÖTUNG, sollten mal darüber nachdenken, wenn ihre Mütter Abgetrieben hätten!! Wir hätten ein Problem weniger.“
Ein erneuter Beweis, dass akademische Bildung nicht vor pervertiertem Denken schützt.

#56 |
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Gast
Gast

Es ist doch ohnehin so, dass Ärzte nicht werben dürfen. Aber über ihre Leistungen informieren, das dürfen sie doch offenkundig. Viele Ärzte haben Websites, auf denen sie ihre Leistungen beschreiben. Wird in so einem Zusammenhang in sachlicher weise über Abtreibung informiert, ist das für mich in Ordnung. Keine Frau wird sich davon in ihrer Entscheidung beeinflussen lassen. Und kein Mensch hat mehr Recht, diese Entscheidung zu treffen, als die Frau selbst. Wenn wir, und so ist es ja, Abtreibung unter bestimmten Bedingungen zulassen/ dulden, dann müssen wir auch zulassen/ dulden, dass darüber informiert/berichtet/gesprochen wird. Alles andere wäre das Pferd von hinten aufzäumen. Abtreibung darf nicht verharmlost werden, aber auch nicht tabuisiert. Und morgen mache ich mich erst mal schlau, was an diesem konkreten Fall tatsächlich dran ist… offenbar ist der Wahrheitsgehalt des Artikels oben ja zweifelhaft.

#55 |
  1
Gast
Gast

Es findet sich bei solchen Diskussionen immer jemand der als Anwalt für das ungeborene Leben eintritt. Aber wer tritt für die Kinder ein die ungewollt und ungeliebt in diese Welt gesetzt werden?

Und man komme mir jetzt bitte nicht damit dass es Kindergeld oder Babyklappen gibt. Finanzielle Unterstützung kann sich auch kontraproduktiv auswirken und dazu führen dass gewisse Leute mehr Kinder in die Welt setzen als sie versorgen können und das Geld einfach für etwas anderes ausgeben. Wenn dann das Jugendamt völlig verwahrloste Kinder aus desolaten Verhältnissen holen muss oder mal wieder ein Kind stirbt ist das Geschrei zwar groß, aber verantwortlich fühlt sich keiner. Der Staat soll sich kümmern. Aber dass das nicht funktioniert sieht man ja immer wieder.

Natürlich sollte man verantwortungsbewusst sein, erst denken, dann vögeln… aber manche Menschen sind das eben nicht immer. Ich zweifle nicht an ihrem Anstand Herr Dr. Lorenz aber einen Erzeuger haben der „dazu steht“ ist nicht das gleiche wie einen liebevollen Vater zu haben.

Zu fordern dass gefälligst die Frau die „Konsequenzen“ tragen soll wenn sie mit dem falschen Mann schläft… Herr Zurrer zu diesem debilen Geschreibse kann man sich eigentlich jede Antwort sparen. Ja, es gab auch schon verantwortungsbewusste Frauen die nach jahrelanger Beziehung mit einem vermeintlich anständigen Mann aus heiterem Himmel sitzen gelassen wurden. Ich lege für keinen mehr die Hand ins Feuer.

Diese ihrer Meinung nach dummen verantwortungslosen Frauen mit einem Kind zu bestrafen mag vielleicht eine gewisse abschreckendere Wirkung haben aber wer bestraft die Männer und erteilt denen eine Lektion? Und das wichtigste: womit hat das Kind diese Strafe verdient?

#54 |
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Gast weiblich
Gast weiblich

Hat mal jemand versucht sich in die Lage der betroffenen Frauen zu versetzen?

Erstmal der ungute Gedanke sie könne schwanger sein.
Dann ein Schwangerschaftstest. – … und die Befürchtung wird zur Realität.
Dann heutzutage die Recherche im Netz.

Jetzt beginnt der weitere Spießroutenlauf.
Wenn herausgefunden wurde, dass ein Schwangerschaftskonfliktgespräch erforderlich ist, muss Frau sich um eine Adresse und dann einen Termin bemühen.
Oft sind hier schon ein paar Tage zeitlicher Versatz.

Dann sind 4 Tage Bedenken-Pflichtpause – erst nach stattgehabter Beratung.

Wenn frau sich dann auf die Suche nach möglichen Praxen macht, ist oft der Weg über ausländische Web-Seiten erforderlich um in Deutschland heimatnahe Adressen herauszufinden.
Die ‘Werbeverbote’ sind jedenfalls so effektiv, dass kaum Informationen frei zugänglich sind, es kann ja mal jeder googlen.

Wenn dann eine entsprechende Praxis gefunden wurde, wird von einem zuweisenden Frauenarzt eine Bestätigung der Schwangerschaft und eine Überweisung gefordert. Ohne Witz, hierfür werden gerne Termine in 5 MONATEN angeboten.

Wenn dann alle Bescheinigungen vorliegen ist frau nervlich bereits am Ende. Im Normalfall trifft keiner eine solche Entscheidung leichtfertig. Und der Bürokratenwahn verzögert alles locker um weitere 2Wochen. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn anschließend noch lange psychologischer Wiederaufbau erforderlich ist.

Über die finanzielle Belastung sprechen wir an dieser Stelle besser nicht. Entweder erheblich oder weiterer Behördendschungel.

Und jetzt sage doch noch einmal jemand, dass es verwerflich ist auf seiner homepage auf die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruches hinzuweisen und erstes Aufklärungsmaterial zur Verfügung zu stellen.

Unter WERBUNG verstehe ich jedenfalls etwas anderes!

Ich persönlich halte es auch für zumindest bedenklich, ein Neugeborenes entweder von vorneherein alleinerziehenden Elternteilen, die damit überfordert sind (die betroffene Frau trifft eine solche Entscheidung nicht mal eben so) oder Fremden (Babyklappe, etc) auszuhändigen. Die zu erwartende Zuwendung für das Kind ist nicht besonders umfassend und die soziale Integration von Anfang an auf mehr als wackeligen Füssen.

Meine Meinung: der Paragraph in seiner aktuellen Interpretation muss weg.

#53 |
  12

Zu meiner studentischen Zeit gab es den SSB, den sozialistischen Student/-innen-Bund. Der sagte, ein Fötus/Embryo sei ein parasitäres Wesen, er parasitiert von dem Mutterwesen, warum es daher per se abgetrieben werden dürfte.
Ich habe mich schon damals wie auch heute ernsthaft gefragt, was muss in einem Menschen vorgehen, wenn er/sie denkt, das kleine Menschenwesen, das in einem heranwächst, könnte quasi ein Parasit sein. Wäre die Evolution zu dieser Überzeugung geraten, welche Lebewesen gäbe es dann heute?
Eine Menge der Statements verstehe ich nicht, wie z.B. “mein Körper gehört mir”. Zum Vögeln wohl schon, aber wenn dann die Konsequenz aus fehlerhafter Kontrolle und Nichtbenutzung des Kondomes entsteht, dann wird die eigene Nicht-Verantwortlichkeit reklamiert? Erst denken, dann vögeln, würde ich sagen. Und da ich auch kein Kind von Traurigkeit bin: aber als es mal so aussah, als hätte ich ein Kind gezeugt, stand ich dazu.

#52 |
  18
Helmut Rudolf Kowanz
Helmut Rudolf Kowanz

Gelöbnis.
Für jede Ärztin und jeden Arzt gilt folgendes Gelöbnis:
„Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen.
Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben.
Die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patientinnen und Patienten soll oberstes Gebot meines
Handelns sein.
Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod der Patientin oder des Patienten hinaus wahren.
Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten und bei
der Ausübung meiner ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen weder aufgrund einer etwaigen Behinderung noch
nach Religion, Nationalität, Rasse noch nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung.
Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine
ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.
Ich werde meinen Lehrerinnen und Lehrern sowie Kolleginnen und Kollegen die schuldige Achtung erweisen. Dies alles
verspreche ich auf meine Ehre.“ (Berufsordnung für Ärztinnen und Ärzte in Hessen. Stand: 01.11.2015).
Im Zusammenhang mit der hier geführten Diskussion ist besonders der vorletzte Absatz des Gelöbnisses: Ich werde jedem Menschenleben von der “Empfängnis” an Ehrfurcht entgegenbringen und… interessant und zielführend.

#51 |
  13

an Michael van der Heuvel,
bei so schwachem journalister Recherche, sollten Sie zukünftig keine Artikel im doccheck Forum mehr schreiben. Wenn Sie es nicht einmal schaffen, die in den untenstehenden Kommentaren dargestellten “falschen Fakten Ihres Artikels” zu korrigieren, dann ist dass ebenfalls ein weiteres Armutszeugnis. —-
Ich bin nur froh, dass unsere Gesetze nicht von der Hybris der angeblichen Gutmenschen ohne Bundestagsmandat geschrieben wurden, die einen Teil der Kommentare besetzen und behetzen, und dass das Bundesverfassungsgericht strengen Maßstäbe für die als Ausnahme gewährte Straffreiheit bei der Tötung eines Menschen angelegt hat.
Leiden muss oft nicht nur der Täter/die Täterin, sondern noch viel mehr das Opfer, hier ein kleiner wehrloser und noch argumentativ widerstandsloser Mensch.
Bedenken Sie Herr van den Heuvel, dass wir als Ärzte zum Retten und Begleiten angetreten sind und nicht zum Hoffnungslosigkeiten-Verkaufen und Töten, um daran auch noch zu verdienen.

#50 |
  17
Gast
Gast

Ob Gretchen wohl auch schwanger werden wollte? Nein, die Männer haben gar nichts damit zu tun … haben nicht gedrängt, versprochen, Liebe vorgegeben … so wie Prediger in den USA, die ihre Gespielinnen dann zur Abtreibung gedrängt haben, ganz heimlich natürlich. Wie bigott ist das eigentlich? Verhütung ist nicht immer so einfach. Den Frauen die Schuld geben anscheinend schon.

#49 |
  5

Frauen haben das Recht auf Ihren eigenen Körper und was damit passiert, ob nun illegal oder legal! Wer seid Ihr eigentlich, dass Ihr über Frauen urteilen wollt oder über deren Leben bestimmen?!?Es ist so oder so eine schrecklich schwierige Entscheidung eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Ich ziehe es vor den Frauen die Möglichkeit zu lassen sich in professionelle Hände zu begeben als im Hinterhof die Stricknadel zu schwingen!

#48 |
  17
Andreas Vogt
Andreas Vogt

#55 Dr. med. Elisabeth Kühne
Nein ich vögle nicht. Und zwar weil ich nicht verheiratet bin. Es wäre verantwortungslos für das Kind unehelich auf die Welt zu kommen, bloß weil zwei Personen dem Trieb mehr Aufmerksamkeit schenken als eine Ehe(Lebensbund) einzugehen. Und eine Zwangsheirat baut auf schlechtem Fundament. Denken Sie an all die Kinder von Alleinerziehenden(m/f)(Gesellschaftlicher Totalschaden vorprogrammiert). Das Unglück der Witwe und Weisen ist nicht zu verachten!. Welch Unglück der Alleinerziehenden und deren Kinder? Ja, leider GOTTVERDAMMT! Apropos Goldene Zwanziger, danach folgte der 2.Weltkrieg und wir haben bald wieder Krieg! Sehr intelligent, unsere freie Kultur! Wir destabilisieren uns nicht nur, sondern schaffen uns gleich ab(Demografie-Desaster, auch in Asien).

#47 |
  26
Gabriela -Krankenschwester und Hebamme
Gabriela -Krankenschwester und Hebamme

Wer Leben tötet ist und bleibt ein Mörder.
Ob ungeboren oder lebend. Ich verstehe nicht warum die Menschheit sich so verhält. Warum tötet man hunderte von Millionen von ungeborenen Menschen? Warum nur

#46 |
  33

Und Werbung und Werbung sind zweierlei.
Die mündige Bürgerin hat ein Recht darauf zu wissen, wer sach- und fachgerechte Beratung und Schwangerschaftsabbruch durchführt.
In einer offenen aufgeklärten Gesellschaft, dafür hält sich ja wohl die BRD, darf das absolut kein Problem sein. Dieser Paragraf 219a gehört abgeschafft.

#45 |
  8

Zum Vögeln gehören ja wohl immer 2, einer davon zieht raus und meistens weiter…. Wenn eine Frau sich als letzte ultima Ratio zu einem Schwangerschaftsabbruch durchringt, ist es wohl die letzte freie Entscheidung, die man einer Frau einräumen muss, denn sie ist es deren Leben sich u.U. dramatisch ändert bis zur Selbstaufgabe… Die Abbrüche illegal in der grauen bis schwarzen Vorzeit (auch den so gen. goldenen 20iger Jahren) haben in größerer Zahl auch zum Tode der Frauen geführt. Das sollte der Gast A. Vogt mal bedenken, Sie vögeln ja schließlich auch und sind danach immer fein raus. Keine Frau bricht aus lauter Vergnügen eine Schwangerschaft ab. – Krieg wird täglich, in jeder Sekunde geführt, wer bestraft da eigentlich die Schuldigen an den Morden??? – Oder die Zustände in den Pflegeheimen und anderswo, wie wird da mit geborenem und altehrwürdigem Leben umgegangen, Herr Vogt!!

#44 |
  12
Dr. Ruth Hörnle
Dr. Ruth Hörnle

Leser:
Strafe gehört gelöscht.

#43 |
  8
Gast
Gast

Erstaunlich viel Mittelalter hier unterwegs.

#42 |
  17
Andreas Vogt
Andreas Vogt

Wer rumvögelt wird halt schwanger, auch bei Präventivmassnahmen. Bei einem Verbrechen hätte die Frau schon von der Polizei Infos zur Abtreibungsstelle erhalten. Soll der Staat Gott spielen um über Leben und Tod zu entscheiden? Die Ärztin ist verpflichtet Leben zu erhalten. Schwangerschaft ist keine Krankheit. Sehr viele Mediziner lehnen Abtreibung ab, Gesetz hin oder her.

#41 |
  33
Gast
Gast

#48 lesen Sie Deschner, dann wissen Sie, dass die christlichen Kirchen die meisten Toten auf dem Gewissen haben und sicher nicht die wenigen Frauen, die je abgetrieben haben.

#40 |
  10
Gast
Gast

Es ist ja auch schlimm, dass die Stimmen zum Schutz Ungeborener so sehr in der Minderzahl sind, dass wir uns auf den Schutz alter Nazigesetze berufen müssen, die ganz gewiss nicht für Menschenleben, als eher für “Menschenmaterial” für den Kriegseinsatz gemacht wurden.
Auch die Unterscheidung in gesunde und kranke Ungeborene finde ich diskriminierend. Denn ich bin immer wieder mal krank und deshalb nicht lebensunwert.
Ihr könnt gut reden, weil ihr der Gefahr entronnen seid. Aber wenn ich mit einigen Jahrzehnten Verspätung (denn als ‘Fötin” konnte ich das nicht) dies sagen darf: Ich bin froh, dass ich die Abtreibungsversuche meiner Mutter überlebt habe und bewerte die sogenannten Notlagen als Verhöhnung der toten Kinder und wahrhaft Not leidender Menschen. Wenn die Erzeuger kein Gewissen haben, entlastet das die Vollstrecker? Ich glaube an keinen Gott, aber an das Leben, das ist mir heilig. Und sehe, dass das “Not leidende” Deutschland sich nicht weniger menschenverachtend zeigt als in der Nazizeit. Wenn aber das Leben, das andere Völker an die nächste Generation weitergeben sich nach Deutschland hin ausbreiten möchte, weil wir so reich (!!!) sind, dann entsteht eine “Rechts”-Partei, die sich an die alten Gepflogenheiten gerne erinnert.

#39 |
  28
Melanie Mueller-Steinwachs
Melanie Mueller-Steinwachs

Die Allgemeinmedizinerin Hänel “bietet” auf Ihrer Website folgendes an:

“Zusätzlich zu den normalen hausärztlichen Tätigkeiten biete ich:
EKG
Lungenfunktionsuntersuchung
Sonographische Untersuchungen des Abdomens

Frauengesundheit

Familienplanung…
Schwangerschaftsabbruch

Blutegeltherapie
….”

Wenn das nicht Werbung ist (“ich biete an…”), was ist dann bitte unter Werbung zu verstehen

Der ganze Presserummel um Ihre Person dürfte die beste Werbung überhaupt sein: für eine 62-jährige Allgemeinmedizinerin, die neben Schwangerschaftsabbrüchen auch Blutegeltherapie anbietet.

Pecunia non olet!

#38 |
  28
Dr. med. Michael Traub
Dr. med. Michael Traub

Auch bei dieser Diskussion dominieren Männer. Das Thema selbst dominieren sie, seit es dasThema gibt. Das nennt man Patriarchat. Religiöse Patriarchen wiederum wissen übers
Kinderkriegen am besten Bescheid, sie müssen ehelos leben. Das ist kein Fachidiotentum,
das ist Tradition.

#37 |
  11
Weitere medizinische Berufe

Off Topic, weil Heiko Maas erwähnt wurde:
FDP beantragt Aufhebung des NetzDG

#36 |
  2
Dödeldü
Dödeldü

Danke für den Schlagabtausch, mein Bier ist alle, ich pack´s dann.

Ich kann nur sagen der 219 muss weg, alles andere ist Mittelalter.

#35 |
  12
Gast
Gast

Dr. Schätzler, Sie sind ein Schatz!

#34 |
  2
Dr. Franz Rösl
Dr. Franz Rösl

Beim Schwangerschaftsabbruch handelt es sich um ein Tötungsdelikt (!!!), welches lediglich unter bestimmten Voraussetzung straffrei gestellt wird.

Dafür auch noch zu werben, dürfte aus juristischer Sicht nicht weit von der Sittenwidrigkeit entfernt sein.

Dies sollten sich Abtreiber (=u.U. straffrei gestellte Töter), abtreibungswillige Frauen und deren Sympathisantinnen und Sympathisanten immer vor Augen halten!

Ein alter Chirurg, derzeit Gasthörer in Strafrecht

#33 |
  42

§ 219a – Justizpolitischer Missbrauch?

Auch der geschäftsführende Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) muss sich fragen lassen, ob er “seinen” Justizapparat noch im Griff hat?
Denn sowohl für die Staatsanwaltschaft als auch für die Vorsitzende Richterin am Amtsgericht Gießen müssten die semantischen Unterschiede zwischen Werbung und Information geläufig sein.
Doch unter intellektueller Missachtung der unterschiedlichen Begrifflichkeiten “Information” und “Werbung” warf die Anklage der Ärztin vor, damit gegen Paragraf  219a Strafgesetzbuch verstoßen zu haben, der seit 1933 (sic!) Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch verbietet.
Und die Amtsrichterin folgte schlicht und unkritisch dem Antrag der Staatsanwaltschaft, ohne entlastende  Erkenntnisse zu prüfen. 
Der Gesetzeswortlaut des Paragraphen 219a Strafgesetzbuch (StGB) wurde von der Vorsitzenden Richterin am Amtsgericht Gießen offensichtlich gar nicht verstanden bzw. fehlinterpretiert:  
“§ 219a Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft” vgl. http://www.dejure.org (s.o.)
Hat sich die Vorsitzende Richterin am Amtsgericht Gießen hier etwa instrumentalisieren lassen und populistisch-voreilig entschieden? An keiner Stelle der Urteilsbegründung ist argumentativ und Rechtsgüter-abwägend von notwendigen ärztlichen Informationen für Ratsuchende die Rede. Und im Zeitalter der “Informationsgesellschaft” kann hier von “Werbung” keine Rede mehr sein.
Im Übrigen müsste dann auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) auf der Anklagebank sitzen: Die BzgA schreibt mit dem möglicherweise “werbenden” Titel:
“Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch bei minderjährigen Frauen” PDF-Dokument (1,4 MB) unter der Bestellnummer 13300032 zum “Thema/Gegenstand”
“Studie zum Verhütungsverhalten minderjähriger Schwangerer und den Gründen für das Scheitern der Verhütung und über die sozialen Lebensverhältnisse sowie die Ressourcen und Strategien der jungen Frauen zur Bewältigung des Schwangerschaftskonflikts.”
Und gibt damit letztlich auch Informationen über Planung und Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen preis.
Dass dafür eine “Schutzgebühr 11.00 €” verlangt wird, könnte man ebenso willkürlich wie bösartig als “Gewinnerzielungsabsicht” fehlinterpretieren, wie bei der hochgeschätzten Kollegin Kristina Hänel geschehen, die auf ihrer Praxiswebsite unter vielen anderen Items nur informativ darauf hinweist, auch Schwangerschafts-Abbrüche durchzuführen. Dazu bietet sie weitere Informationen im E-Mail-Versand an.
Von “Werbung” kann dabei nicht die Rede sein. Aber ich gebe zu bedenken, dass auch die Abschaffung eines Paragrafen 219a Strafgesetzbuch (StGB) nicht vor Überinterpretationen andernorts schützen kann.
Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
von 1982 bis 1991 ärztlicher Mitarbeiter im Essener AWO-Beratungszentrum ‘Lore Agnes Haus’ für Familienplanung, Schwangerschaftskonflikte und Fragen der Sexualität (Träger Bezirksverband Niederrhein der ARBEITERWOHLFAHRT)

#32 |
  6
Gast
Gast

@#3: wenigstens hat Frau Dr. Hänel eine Homepage, was man von manchen Gynäkologen nicht behaupten kann. Sie schreibt darauf auch eindeutig, daß sie Allgemeinmedizinerin ist. Und sie schreibt auch richtig deutsch, was man von manchen Gynäkologen nicht behaupten kann, die sich hier auf den Schlips getreten fühlen.

#31 |
  7
Markus Steinmann
Markus Steinmann

Wenn mehr Informationen mit echtem Bildmaterial über Abtreibung im Netz zur Verfügung stehen würden, daneben Infos über Alternativen, gäbe es weniger Abtreibung!

#30 |
  7
Sie
Sie

Ich glaube nicht, dass man ernsthaft als Arzt für eine Abtreibung Werbung betreiben kann; der Hinweis ist doch vielmehr ein sinnvoller für Menschen, die sich in einer Notlage befinden und dazu zähle ich den Schwangerschaftsabbruch, wenn sie eine Anlaufstelle suchen. Wer hat denn bitte das Recht hier zu urteilen?! Ich finde schon, dass man einer Frau zugestehen muss, eine Schwangerschaft nach eingehender Beratung unterbrechen zu lassen, wenn sie aus welchem Grund auch immer diese nicht wünscht und die Gründe können ja mannigfaltig verschieden sein. Was nützt es, eine Frau durch eine ungewollte SS zu quälen, um dann ein Kind in die Welt zu setzen, das nie Liebe erfährt? Oder hofft man, dass wenn erst geboren, diese noch zustande kommen könnte?! Ich halte das für daneben. Frauen sind mündig und wenn die Entscheidung so gefällt wurde, dann sollte es auch eine ärztliche Unterstützung für das Vorhaben geben dürfen. Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter! Mit solchen Regelungen macht man Frauen und Kinder unglücklich.

#29 |
  11
Helmut Rudolf Kowanz
Helmut Rudolf Kowanz

#FakeNews! Der jetzige § 219a ist die gesetzliche Neufassung (Verabschiedung im Deutschen Bundestag am 27.07.1992) in Verbindung mit dem Urteil des Bundesverfassungsgericht vom 28.05.93. Alle bisherigen Bestimmungen des § 219 a wurden vom BVG kassiert! Der §219a in der Neufassung hat mit der NS-Zeit genauso wenig zu tun wie der Bauernhof mit dem Bahnhof!

#28 |
  7
Helmut Rudolf Kowanz
Helmut Rudolf Kowanz

#FakeNews: Die Gynäkologin die keine ist. Die promovierte Ärztin die keine ist. Die 72 jährige Allgemeinmedizinerin die “erst” 62 Jahre alt ist. Neben Frau Hänel führen 5 Krankenhäuser im näheren Umkreis von Giessen Abtreibungen durch! Sorgfältiger Journalismus sieht anders aus!

#27 |
  6
Dr. med. Martin Friedrich
Dr. med. Martin Friedrich

Abtreiben von gesunden (kleinen) Menschen ist und bleibt grundsätzlich erst einmal Mord. Das ein 12 wo alter Mensch nicht allein lebensfähig ist ein dummer Blickwinkel. Auch ein neugeborener Mensch ist mindestens für 2 Jahre allein nicht lebensfähig. Das Gesetz der Individualität (Prof. Erich Blechschmidt, Embryologe Uni Göttingen) bescheinigt ab den ersten Zellteilungen das bestehen eines unverwechselbaren menschlichen Individuums.
Ein Kind ist ab der Empfängnis lt. deutschen Erbrecht erberechtigt …
Es muss andere Lösungen für Frauen in Not geben. Abbrüche nach Vergewaltigungen und Medizin. Indikation liegen unter 1:1000. Die meisten sind sog. Unfälle. Das Selbstbestimmungsrecht der Frau wird im Falle einer Schwangerschaft zur Verantwortungspflicht! Das Selbstbestimmungsrecht sollte man im Rahmen der geschlechtlichen Vereinigung wahrnehmen und die Männer in die Pflicht nehmen. Jedes Jahr werden in Germany 120.000 gesunde Kinder getötet – das machen wir Ärzte und rechnen es ab! Das schreit zum Himmel! Wir sollten uns schämen! Wer hier in D nicht schwanger werden soll, soll sich sterilisieren lassen oder richtig verhüten – alles andere ist gewissenlos! Wenn ich mit 120 km/h durch eine Spielstraße brettere, muss ich damit rechnen, dass mir ein Kind vor das Auto läuft … oder?

#26 |
  33
Nichtmedizinische Berufe

Seit wann ist eine pure Information Werbung?
Hier in Deutschland ist Medikamentenwerbung auch verboten, dennoch liegt eine Medikamenteninformation (Beipackzettel) in jeder Pillenschachtel. Ist das eigentlich auch strafbar?
Ein anderer Sachverhalt wäre es gewesen, hätte es sich wirklich um Werbung gehandelt.
” Werbung wird klassisch als Impuls, Anpreisung, Anregung, Stimulation oder Suggestion transportiert, um eine spezifische Handlung, ein gewisses Gefühl oder einen bestimmten Gedanken bei anderen Menschen anzuregen und zu erzeugen.” sagt da wikipedia,
war es denn so ????

#25 |
  8
Eberhard Krämer
Eberhard Krämer

Es ist unglaublich, daß wir nach fast 200 Jahren dieses Thema immer noch kontrovers diskutieren. Es muß einfach möglich sein, daß jede schwangere weibliche Person durch einen Arzt/Ärztin aufgeklärt wird und diese auch einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen können. Dazu ist es auch erforderlich, daß die Gynäkologen/Innen darüber öffentlich informieren, wenn sie diese Leistungen anbieten. Oft genug ist es mitten in der “modernen” BRD geschehen, daß Minderjährige wegen völliger Unkenntnis der amtlichen Abläufe ihre Kinder gebären müssen, da die entsprechende Frist abgelaufen ist. Unsere Politiker sollten sich schämen, angeblich die Welt retten zu wollen, aber die einfachsten Aufgaben nicht zu erledigen.

#24 |
  15
Eric Niclas v Wilhelmsburg
Eric Niclas v Wilhelmsburg

Das Verbot muss bleiben! Ob es sinnvoll ist jemanden zu verurteilen, weil er Informationen anbietet… Nur eben die Werbung in denn sinne halte ich für unverantwortlich. Denn man kann nicht nur immer die Ansichten der Frau unterstützen und völlig ignorieren, dass man bei einem schwangerschaftsabbruch einem Mensch das Leben nimmt/verwehrt! Und auch der Vater des Kindes wird völlig ignoriert. Natürlich verstehe ich, dass man mit 19 nicht unbedingt ein Kind haben will, oder eines von einem ObeNight Stand! Aber in diesen Fällen ist das „eigenverschuldet“ und nicht in Ordnung ein Leben zu nehmen nur weil man sich vor seiner Verantwortung drücken will. Prävention und noch mehr Aufklärung wären hier sinnvoll!

#23 |
  38
Medizininformatiker

Als einzige Ärztin führt sie das durch…..
Das zeigt doch schon die Notwendigkeit der “Werbung”, oder sollen die Frauen in Ihrer ohnehin schon schwierigen Situation auch noch von Pontius bis Pilatus Spiessrutenlaufen durchstehen um niemanden zu finden der den Schwangerschaftsabbruch durchführt?

Vom Staat und den Gerichten ist man so ein Handeln ja schon gewohnt, bei den teilweise schon langsam komischen Komentaren hier bin ich enttäuscht….

#22 |
  13
Dipl Mathias Droll
Dipl Mathias Droll

zu #12 und #5..naja..solange Frauen noch über die Wehrpflicht und die Beschneidung von Männern bestimmen können…will sagen..dämliches Argument

#21 |
  5
Dr. med. Lothar Markus
Dr. med. Lothar Markus

Dieser Staat ist leider so reaktionär, daß man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.

#20 |
  20
AK
AK

Gast #20 lesen Sie bei #16 nach.

#19 |
  1
Gast
Gast

Das Thema ist zu ernst, als das der kommerzielle Gedanke und den Vordergrund rücken sollte. Natürlich muss eine Abtreibung möglich sein und natürlich müssen Frauen gut aufgeklärt werden. Aber Werbung hat bei derartigen ärztlichen Tätigkeiten nichts zu suchen. Hier wird ein Kind (Fötus) getötet und nicht mal eben eine Brustvergrösserung to Go vorgenommen. Diese Entscheidung soll durch die Frau wohl überlegt (auch im Interesse der eigenen Psyche) und nicht durch Werbung beeinflusst getroffen werden.

#18 |
  28
Dr. med. Konrad Goecke
Dr. med. Konrad Goecke

Wenn der Druck der Öffentlichkeit – nicht der Ärzte – nur groß genug ist, werden höhere Gerichtsinstanzen eine Begründung finden das Urteil aufzuheben.
Die Sprache der vorsitzenden Richterin ist eindeutig: Der Staat (Gesetzgeber) ist der Souverän, der Bürger (die Frauenärztin) ist nur zu gehorchender Untertan: Nicht der Staat dient und schützt den Bürger, sondern diese haben zu dienen. Dieses Verständnis der Mächtigen (hier die Richterin) zur Rolle des Staates hat sich seit dem Dritten Reich nicht grundsätzlich geändert. Freiheit und Schutz des Bürgers durch den Staat sieht anders aus.

#17 |
  6
Gast
Gast

Ich frage mich wie viele Jahrhunderte (1872) noch die Männer meinen über die Frauen entscheiden zu müssen obwohl sie selbst ein Teil des Problems sind. Frauen müssen selbst Entscheiden was für sie das beste ist, niemand sonst. Vielleicht in ferner Zukunft wenn sich die Machtverhältnisse verschoben haben wird es als normal angesehen. Bis Dato stehen wir wie immer an dem Pranger mitten am Platz…

#16 |
  18
Nichtmedizinische Berufe

#3: “Diese Ärztin war nicht von Fach nur Algemeinmedizinerin.”. Seit wann haben Fachärzte das ganze Wissen verpachtet? Menschen die nicht vom Fach sind können mehr über ein bestimmtes Thema wissen als angebliche Experte.

#15 |
  8
Dip.-Übersetzerin Maren Thaler
Dip.-Übersetzerin Maren Thaler

1. Die Information an sich wurde von der Ärztin nicht beworben, schon gar nicht an prominenter Stelle, von “Werbung” im eigentlichen Sinne kann daher gar nicht gesprochen werden. Was veröffentlicht wurde, waren reine Fakten, die unter vielen anderen Fakten in einer Liste standen, ohne werbende Sprache etc. Die Daten dienten der reinen Informationsvermittlung. Nur aufgeklärte Patientinnen (und übrigens auch deren Partner, denn es gibt auch Männer, die in einer bestehenden Partnerschaft ihre Partnerinnen dazu direkt wie indirekt drängen können) können informiert entscheiden – und zwar auch gegen! einen Abbruch.

2. Es ist seltsam, dass bestimmte Gruppen frei handeln können, um (z.B.Ärzte etc.) zu diffamieren, Betroffene aber weniger Unterstützung erfahren , wenn es darum geht, informierte Entscheidungen treffen zu dürfen – und das in einem nüchternen, fachlichen Rahmen – durch echte medizinische Fachleute.

#14 |
  3
AK
AK

@#14 das glaube ich nicht, dass die das kapieren.

#13 |
  6
Gast
Gast

Hier geht es doch nicht um eine Abtreibungsdiskussion!
Hier geht es um das Recht von Frauen, sich im Internet über angebotene Leistungen von Ärzten und Ärztinnen zum Schwangerschaftsabbruch zu informieren. Informationsrecht ist ein Menschenrecht. Der §219a behindert dieses Recht. Vielleicht kapieren das auch mal die Gegner!

#12 |
  9
Dödeldü
Dödeldü

Kirchen und Parlamentarier: Experten für die Arbeit am Bürger vorbei.

#11 |
  7
Gesundheits- und Krankenpfleger

So lange Männer entscheiden, was für Frauen gut und richtig ist, wird das nichts mit dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Wir brauchen mehr mutige Frauen wie Frau Hänel.

#10 |
  17
Dödeldü
Dödeldü

Wird spannend hier, hole mal ein Bier und Popcorn.
Ich finde der 219er abtreibungsreif.
Die Volker Kauders sicher nicht.

#9 |
  19
Gast
Gast

Gast scrheibt
“Schlimm wenn die menschliche Gesellschaft derart entsozialisiert ist, dass nicht mal in Betracht gezogen wird, “ungewünschte” Kinder wenigstens zur Welt kommen zu lassen! In Deutschland gibt es jede Menge an Babyklappen, Unterstützung, Möglichkeiten v Pflegefamilien etc. Soviel zur sog. Selbstbestimmung in Deutschland! Blöd, dass ein Fötus nicht sprechen kann. Der würde uns bzgl. der Denke “weg damit” ordentlich die Meinung sagen!”

Es geht hier überhaupt nicht um die Frage, wie man grundsätzlich zur Abtreibung steht. Es geht darum, ob der o.g. Paragraf innerhalb der gesamten rechtlichen Situation, so wie sie derzeit ist, Sinn macht. Und das tut er nicht.

#8 |
  12
Gästin
Gästin

Mit genügend Verhandlungsgeschick könnte eine Initiative im Bundestag tatsächlich eine Mehrheit bekommen und den leidigen Paragraphen eliminieren.

Vermutlich wird es mal wieder am Widerstand der ewig gestrigen Kirchen und der ihr hörigen Abgeordneten scheitern. Siehe Sterbehilfe. Das lief ja auch am Volkswillen vorbei.

#7 |
  22
Dr. med. Lothar Löser
Dr. med. Lothar Löser

Über viele Jahre habe ich Schwangerschaftsabbrüche narkotisiert, mit allem, was dazugehört und somit ausführlichen Prämedikationsgesprächen. Es war fast immer das gleiche Bild: Verängstigte und unzureichend im Vorfeld aufgeklärte Frauen, die sicher dankbar dafür gewesen wären, hätten sie vorab mehr Informationen zur Verfügung gehabt.
Einem kleinen Prozentsatz lediglich war dies egal. Hauptsache, es „wird gemacht“. Das waren in der Regel Frauen, die man im Laufe eines Jahres gleich mehrmals in der entsprechenden Praxis zu nur ein und demselben Zweck wieder traf, Frauen ohne Gewissen und Verantwortungsbewusstsein, deren ungeborenem Leben, so brutal es klingen mag, nichts Besseres als der Schwangerschaftsabruch passieren konnte.
Übrigens bin ich bei keinem der von mir betäubten Abruptiones je in Gewissenskonflikte geraten, da es meinen Erkenntnissen nach gut so war, wie es war…..

#6 |
  7
Gast
Gast

Dr. rer. nat. Peter Alfred Heinzel schreibt:
“Damit man bei den ungeborenen Kindern auch sagen kann “weg damit”!?”

Das ist doch eine vollkommen unsinnige, geradezu diffamierende Unterstellung in diesem Zusammenhang. Wer gegen diesen Paragrafen in der jetzigen Form ist, ist noch lange nicht für (mehr) Abtreibung.

#5 |
  16
Gast
Gast

Frauen muss es möglich gemacht werden, ihr Informations- und Wahlrecht wahrzunehmen.

#4 |
  5
Gästin
Gästin

Mein Körper gehört mir.

#3 |
  33

Diese Ärztin war nicht von Fach nur Algemeinmedizinerin.Wollte sie sich nur wichtig machen mit ihrer Presentation auf ihrer Homepage?
Gruß Dr. Klaus Heiden Frauenarzt

#2 |
  64
Gast
Gast

Ein völlig aus der Welt gefallener Paragraph, weg damit.

#1 |
  25


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