Landarztmangel: Die 100.000-Euro-Frage

1. Dezember 2017

Das Problem des Landarztmangels ist nicht neu. Doch getan hat sich bisher wenig. Dabei spitzt sich das Problem von Jahr zu Jahr zu: In den nächsten zehn Jahren müssen rund 50.000 Hausarztstellen neu besetzt werden. Was müsste man Studenten bieten, damit sie Landarzt werden?

21 Wertungen (3.43 ø)

47 Kommentare:

Gast R.
Gast R.

Ist mal wieder interessant, aber auch traurig, wie manche urteilen und Dinge behaupten wird über Ausbildungen anderer Berufe, von denen sie keine Ahnung haben!

#47 |
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Mawe Budweg
Mawe Budweg

@43 Sie verstehen mich falsch! Ich möchte mich hier in keinster Weise aufspielen. Aufgrund der geringen medizinischen Kenntnisse über chron. Erkrankungen ist hier Demut angesagt. Ich möchte damit nur sagen, daß es eine biochemische Ursache für die Hypertonie gibt und man das nicht aus den Augen verlieren sollte in der Kassenfließbandmedizin. Denn wenn Sie einen Hypertoniker mit RR senkenden Medikamenten behandeln, dann behandeln Sie nur den Surrogatparameter “Blutdruck” und verhindern lediglich Schäden die durch selbigen entstehen. Die eigentliche Erkrankung behandeln Sie aber nicht…denn die kennen Sie nicht mal (außer bei sek. Hypertonie). Diese Erkrankung die über MESSBARE! Immun-und Entzündungsmediatoren (metabolisch) vermittelt wird macht aber leider noch andere Dinge die schädlich sind und löst nicht nur eine Hypertonie aus. Daher ist das kein Blödsinn sondern völlig logisch. Außerdem ist hoher Blutdruck immer stoffwechselbedingt ;-) also “metabolisch (egal ob primär oder sekundär) sekundär bezeichnet nur allseits bekannte Ursachen. Aber ich lasse mich gerne eines besseren Belehren wenn Sie da besondere Kenntnisse haben…ansonsten gibt es reichlich Literatur darüber.

#46 |
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Dr. med. Walter Weiß
Dr. med. Walter Weiß

Dr.Weiß, ehemaliger niedergelassener Allgemeinmediziner.
Erschreckend die Unwissenheit über die Arztausbildung: jeder Arzt muß zur Facharztausbildung -auch der Allgemeinmedizin- im Krankenhaus arbeiten.
Das grundsätzliche Problem wurde aber richtig erkannt: auf dem Land ist kein”action”,das heißt :das Umfeld entspricht nicht mehr den Lebensvorstellungen der jungen Menschen.
Und selbst wenn – Familie vorausgesetzt- der eine Partner auf dem Land seine Zufriedenheit findet-wird es der andere auch ?( Pendeln in die Stadt auf ewig? Arbeit in anderer Art und Weise als es von der Ausbildung möglich wäre?) Es gibt wohl keine einfache Antwort.
Für mich gilt: die Arbeit in meiner Allgemeinpraxis war erfüllend, da noch nicht mit jedem theoretischen Facharztproblem die Überweisung geholt wurde: mein diagnostische und therapeutisches Spektrum noch rel. weit war.

#45 |
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Gast
Gast

Auswandern hat mir geholfen meine Zeit wieder für Patienten und nicht für unsinnigen Kv Stress und Regresse und damit verbundene Vorbereitung für Prozesse zu haben.
Nur eine grundlegende Reform des Systems, die den Arzt nicht mehr „jagt“ : der Patient hat das Recht auf alles aber wenn Du es verschreibst zahlst Du- wie von Seehofer eingeführt- ist von Nöten

#44 |
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Gast
Gast

Na Herr Prof Budweg, das ist ja eine interessante Theorie, die Sie da haben! Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass jeder Patient mit einer nicht sekundären Hypertonie automatisch an einer metabolischen Hypertonie leiden muss. Verzeihung, aber das ist Blödsinn.

#43 |
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Mawe Budweg
Mawe Budweg

@41 Ja, ich habe von primär essentieller Hypertonie gehört und weil ich zufällig Arzt bin kann ich Ihnen sagen die gibt es nicht! Und es gibt schöne Literatur die dies belegt. (Unimed-Bücher zu Hypertonie). Das “essentiell” stand lange Zeit nur für “ich weiß es nicht”. Inzwischen ist aber bekannt welche molekularen Mechanismen dahinter stecken und welche Botenstoffe bei falschem Lebensstil/Übergewicht, Fettleber und zu wenig Sport die Hypertonie bedingen. Folglich ist der Begriff meiner Meinung nach veraltet und sollte in metabolische Hypertonie umbenannt werden.

#42 |
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Gast
Gast

Zu 36, Zitat: Nur ein Arzt versteht, warum jemand zu hohen Blutdruck hat.
Aha.
Haben Sie schon einmal was von primär essentieller Hypertonie gehört?

#41 |
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Gast
Gast

Frau Pfau von Ersetzen war nie die Rede! Es ging lediglich darum dass ein zugelassener Heilpraktiker auch ohne Abitur Medizin studieren können dürfte um sein Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Aber wie soll das gehen, wenn es schon jetzt viel zu wenig Studienplätze gibt und viele der verfügbaren von Studenten belegt werden, die eigentlich gar keinen Bock auf Medizin haben, aber von Daddy gezwungen werden?

#40 |
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Ärztin
Ärztin

≠36 Missverständnis
Es wurde nicht gesagt das eine Pflegekraft einen Arzt ersetzen soll, sondern das eine Pflegekraft mehr fachliches Wissen gelehrt bekommen hat, als ein Heilpraktiker.
Siehe Kommentar ≠12

#39 |
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Ärztin
Ärztin

Herr Budweg: ich muss Ihnen sowohl zustimmen als auch widersprechen. Widersprechen insofern dass die hier entstandene Diskussion bezüglich der Qualifikation von Pflegekräften und/oder Heilpraktikern durchaus berechtigt ist.

Erstens die Qualifikation von Pflegekräften ist sehr unterschiedlich, natürlich sollte man sich immer bewusst sein dass trotz aller beeindruckender Erfahrung und Kompetenz bei einigen von Ihnen kein Studium absolviert wurde und die Verantwortung natürlich klar beim Arzt liegt. Jedoch ist auch eine Approbation keine Allwissenheitsbescheinigung. Schon 4 Wochen nach abgeschlossenem Staatsexamen wurde bereits viel vermeintlich unwichtiges wieder vergessen. Erst die klinische und praktische Tätigkeit lässt einen Arzt zu einem kompetenten Facharzt werden. Und hier sind es oft die Pflegekräfte die Berufsanfängern Wichtiges beibringen und Ihnen in manchen Situationen den Hintern retten.

Zweitens: sehen Sie sich die Patienten an! Die Praxen und Notaufnahmen sind voll mit Menschen die eigentlich gar keinen Arzt brauchen. Um eine Erkältung, einen verstauchten Knöchel, einen Kater nach Alkoholexzess, eine Gastroenteritis, eine Obstipation oder andere harmlose Befindlichkeitsstörungen zu behandeln braucht man keinen Arzt, das kann eine erfahrene Pflegekraft oder ein Heilpraktiker auch.

Also kein Grund sich dem Kompetenzgerangel und den Profilneurosen hinzugeben, es ist genug für alle da und jeder hat seine Daseinsberechtigung. Das eigentliche Problem ist doch die völlig unzureichende Ausbildung der Ottonormalverbraucher in Sachen Körper und Gesundheit hierzulande. Schon in der Schule sollte man mehr darüber lernen, angefangen bei Ernährung, Sport, Achtsamkeit, und Entspannung bis hin dazu einen “Gesundheitsordner” zu führen und die wichtigen Vorsorgetermine im Blick zu haben. Alle wünschen sich mündige Patienten und die Patienten ihrerseits haben es auch langsam satt ihr Schicksal vertrauensseelig in unsere Hände legen zu müssen und sehen nicht ein wieso sie arzthörig alles was wir vorschlagen widerspruchslos annehmen sollen. Und das ist gut so, denn es ist ihr Körper.

#38 |
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Nadja Pfau
Nadja Pfau

@34 Ich stimme Ihnen sowas von zu!

Zu den Heilpraktikern: Nach 30 Jahren Arztfachhelferin (die gibts heute gar nicht mehr, war eine einjährige fast Vollzeitfortbildung in Köln damals) habe ich mich entschieden den „Heilpraktiker“ zu machen. Das Wissen das man haben muss um die schriftliche und vor allem die mündliche Püfung (ich war in Tübingen und wurde 40 Minuten vom Amtsarzt und beisitzendem HP durch die Mangel genommen) zu bestehen ist schon sehr tiefgehend. Allerdings würde ich mir niemals anmaßen einen Arzt zu in der Praxis oder gar im Krankenhaus zu ersetzen! Dafür reicht es einfach nicht. Wir leisten gute Arbeit in dem wir den Menschen als Ganzes sehen und mit naturheilkundlichem Wissen und vor allem Zeit den Patienten zu unterstützen. Allerdings habe ich schon auf Seminaren oder Fortbildungen Heilpraktiker gesehen die vor allem pharmakologisch / toxikologisch und auch pathophysiologisch manchem studiertem Arzt weit überlegen sind.

#37 |
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Mawe Budweg
Mawe Budweg

Ich glaube jawohl nicht was ich hier lese! Wie soll denn eine Krankenschwester oder gar ein Heilpraktiker einen Arzt ersetzen. Für den Laien scheint nicht mehr erkennbar daß da Welten an Wissen und Qualifikation dazwischen liegen… sicher kann eine Intensivschwester auch kompetent einen Blutdruck senken aber nur der Arzt versteht warum der Patient hohen Blutdruck hat. Und ohne dieses Wissen würden häufig fatale Fehler gemacht. Außerdem “Ärzte zwingen aufs Land zu gehen”. Sind wir schon wieder in der DDR? Das immer noch so getan wird als wäre unbekannt warum es den Landärztemangel gibt ist für mich nicht nachvollziehbar…Landarzt bedeutet viel Arbeit (12Std,/Tag), viele Patienten, 24 Std. Erreichbarkeit, viele Hausbesuche mit weiten Fahrstrecken, Nachtarbeit, viel Streß, wenig freie Wochenenden, wenig Zeit für die Familie und das ganze wenns rund läuft für ein Salär das dem eines VW Bandarbeiters entspricht allerdings mit viel mehr Stunden und viel weniger Geld/Std., aber inklusive mindestens 200000 Euro private Praxisinvestionskosten, der hohen Regressgefahr durch die Kassen usw…. Wer von Euch Zwangsrekrutierern hätte denn gerne so einen tollen Job??? Bezahlt den den Landarzt endlich vernünftig (pro/Stunde, das, was auch gleichqualifizierte Akademiker verdienen), dann finden sich auch genug Ärzte die freiwillig aufs Land gehen, aber für den Aufwand und das Risiko dann 50-70k im Jahr…da sagt jeder halbwegs intelligente Mensch. Macht euren “Schei…” alleine.

#36 |
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Heilpraktiker/in

Wenn man beginnen würde, Menschen zum Studium auf Grund von tatsächlichem Engagement zum Medizinstudium zuzulassen, anstatt nach Schulnoten, würde man auch wieder mehr engagierte Ärzte bekommen.

Derzeit werden Männer benachteiligt und die Frauen wollen später gar nicht hart arbeiten.

Laut Ärztezeitung sind 70% der Medizin Studierenden Frauen, von denen 46% gar keine Vollzeit arbeiten wollen – und Teilzeitlandärztinnen kann ich mir nur schwer vorstellen.

#35 |
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Gast
Gast

Es ist grundsätzlich falsch Studenten zu einem Landjahr zu zwingen. Sie mit Belohnungen zu ködern, mag später ihr Interesse für die Versorgung von ländlichen Regionen wecken. Der Landarztmangel kann durch die Deputierten der Kassenärztlichen Versorgung selbst aufgefangen werden. Diese sind erfahrene Ärzte, welchen man zwei Landjahre abverlangen kann. Ohnehin genießen die Deputierten Sonderrechte.
Was möchte denn die Landbevölkerung lieber – einen Berufsanfänger oder einen erfahrenen Arzt, der aufgrund seiner standespolitischen Position auch Veränderungen durchsetzen kann.
Auf die Deputierten muß im Unterschied zu den Studierenden Druck, massiver Druck ausgeübt werden. Sie sind nicht mit eigener Initiative ihrer Verantwortung in der Erfüllung des Versorgungsauftrages nachgekommen. Dieser betrifft in der Stellung des Vertreters eben nicht nur den eigenen Kassensitz, sondern die Versorgung generell. Die Instrumente sind bekannt und können ausgerichtet werden.

#34 |
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Gast
Gast

Zu 31: Ihre Weisheit beeindruckt mich wirklich! Woher nehmen Sie bitte diese Erkenntnis?

#33 |
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Nichtmedizinischer Beruf

Dr. Sartorius “Mein Vorschlag: Wer sich vor dem Studium aufs Land verpflichtet, bekommt Abipunkte gutgeschrieben. In welcher Höhe, muß man in praxi abschätzen/ausprobieren (damit es nicht vielleicht zu einer Ärzteschwemme auf dem Land kommt?) Es würde den Steuerzahler jedenfalls nichts kosten und ich bin sicher, unsere Medizin würde nicht schlechter!!”
Die Verpflichtung muss ja nicht lebenslänglich sein. Wer auf Kosten der Bundeswehr Medizin studiert oder Psychologie, verpflichtet sich 18 Jahre. Man könnte auch 10 Jahre sagen.
Dafür ein Bonus bei den Bewerbungen.
Gast 27 “Also erst einmal bin ich bei der NC Frage der Meinung., dass gute bzw. fleißige Schüler belohnt werden sollten mit einem Studienplatz! Der NC würde ja nicht einfach so ohne Grund eingeführt…sondern weil es überfüllte Hörsäle gibt.. Keine Praktikumsplätze usw.! Also warum sollte ein Schüler der nie lust hatte zu lernen bevorzugt werden? Wer soll das entscheiden?”
Eine schlechte oder nicht so gute , denn wir reden hier von einem Schnitt ab 1,3 Abiturnote sagt zunächst mal aus, dass der Schüler kein Allrounder ist. Vielleicht hat er Sport vergeigt oder die dritte Fremdsprache. Vielleicht ist er ein medizinisches Talent – wir wissen es vorher nicht.
Die Aboiturnote wurde als Kriterium genommen, weil sie a) schon vorhanden b) gut vergleichbar ist, da steckt kein großartiger pädagogischer Sinn dahinter. Oder wie möchte man MOTIVATION vergleichen?

#32 |
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Gast
Gast

#30: Nicht wirklich. Eine Fachkrankenschwester hat idR. eine zweijährige Zusatzausbildung in ihrem Spezialgebiet durchgeführt, zusätzlich zu der ganz normalen Ausbildung zum Krankenpfleger.
Beides ist (und ich kann aus der Erfahrung sprechen) auf einem ganz anderen Niveau.
Eine engagierte Fachkrankenschwester, die auch nach der Weiterbildung ab und zu ein Buch in die Hand nimmt, kann auf ihrem Spezialgebiet wahrscheinlich auf Augenhöhe mit einem Arzt mitreden.
Aber in all den anderen Gebieten eben nicht.
Das bereits eine “normale” Krankenschwester idR. besser ausgebildet ist als ein Heilpraktiker, ist eine ganz andere Sache.

#31 |
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Gast
Gast

Eine ausgebildete Fachkrankenschwester mit langjähriger Berufserfahrung kann selbst einem studiertem Mediziner das Wasser reichen und ist keinesfalls mit einer normalen Pflegekraft zu vergleichen.
Da wird bei einem schwer einstellbaren Hypertonus auch nicht unbedingt gleich an sekundären Hyperaldosteronismus gedacht.
Möglich ist es aber und dafür brauchen wir medizinisches Personal, das differentialdiagnostisch arbeiten darf und kann.
Und das dürfen bisher eben nur Ärzte und Heilpraktiker.

#30 |
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Gast
Gast

Zu #26 Ja, das kann eine ausgebildete Fachkrankenschwester mit Berufserfahrung durchaus . Meine Mitarbeiterinnen könnten dieses.

#29 |
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Eva Kurzweil
Eva Kurzweil

Wer viel arbeitet muss auch viel verdienen, habe die Budgetierung eh nie verstanden und warum die Ärzte sich das gefallen lassen.

@25: da widerspreche ich, bin beides (habe über 30 Jhr. Klinikerfahrung)und es ist bei weitem nicht so; das Wissen (Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie) ist deutlich vertiefter im Vergleich zur Pflegeausbildung die derzeit durch die generalistische Ausbildung im Niveau stark sinkt.

Ich bin sehr dankbar für meinen klinischen Erfahrungsschatz, doch dieses Wissen/Erfahrung allein reicht noch lange nicht für die Tätigkeit als Heilpraktiker.

#28 |
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Gast
Gast

Also erst einmal bin ich bei der NC Frage der Meinung., dass gute bzw. fleißige Schüler belohnt werden sollten mit einem Studienplatz! Der NC würde ja nicht einfach so ohne Grund eingeführt…sondern weil es überfüllte Hörsäle gibt.. Keine Praktikumsplätze usw.! Also warum sollte ein Schüler der nie lust hatte zu lernen bevorzugt werden? Wer soll das entscheiden?

So und zum Problem Landarzt, Bezahlung usw…. Vielleicht sollte mal offen gelegt werden für NichtMediziner was ein Arzt verdient. Für Außenstehende klingt das immer nach Jammern auf hohem Niveau. Da ist immer so ein bisschen das Gefühl dass Ärzte im Gegensatz zu anderen Studienrichtungen wesentlich mehr verdienen!
Als Naturwissenschaftler fängt man nach dem Studium und 4-5Jahre Doktorarbeit bei 40000€ an und viel höher als 60000€ geht es nicht wenn man im öffentlichen Dienst bleibt…und 70h pro Woche sind die Regel (ohne Bezahlung der Überstunden!)

#27 |
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Gast
Gast

Zu 25: Fragen Sie mal eine Pflegekraft, ob Sie differentialdiagnostisch Typhus abdominalis und Paratyphus unterscheiden kann, ein Lungenemphysem erkennen kann und die Maßnahmen beim Ventilpneumothorax beherrscht?

#26 |
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Gast
Gast

Ein Medizinstudium dauert einige Jahre, weil es sehr komplex ist. Zusätzlich werden diverse Praktika absolviert.
Somit kann und wird es nicht sein das ein Heilpraktiker eine ärztliche Stelle besetzt und eine KV Zulassung bekommt, desweiteren hat eine erfahrene Pflegekraft fundiertere Kenntnisse als ein Heilpraktiker.
Wie schon von einem anderen Kommentator geschrieben ist Landarzt eine Herausforderung. Man bekommt viel zu sehen, es ist höchst interessant und immer eine Herausforderung. Um es zusätzlich noch lukrativer zu machen wäre ein anderes „Abrechnungssystemˋˋnotwendig um auch die Mehrarbeit zu honorieren.

#25 |
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Gast
Gast

#12 Der Arzt ist Arzt wurde qualifiziert dafür , man kann diesen nicht durch einen Heilpraktiker ersetzen.
Der Landarzt sollte besser/anders honoriert werden .

#24 |
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Gast
Gast

# 20 Herr oder Frau Stratmann, Sie haben vollkommen Recht, ich habe für einen Allgemeinmediziner auf dem Lande gearbeitet, das war Alles andere als langweilig und tolle, interessante und auch sehr dankbare Menschen noch dazu. Da bekam der Doc des Öfteren selbstzubereitetes Essen in die Praxis gebracht auch wir als Arzthelferinnen wurden reichlich beschenkt, sowas herzliches an Patienten auf dem Land findet man eher seltener in der anonymen Großstadt

#23 |
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Gast
Gast

Kann man eigentlich irgendwo diese lästige Autostart-Funktion ausschalten?

#22 |
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Gast
Gast

Heilpraktiker mit KV-Zulassung: Nein, danke.
Heilpraktiker zum Medizinstudium zulassen, auch ohne Abitur: Keine üble Idee.
Generell das überalterte MC-System überdenken: Noch bessere Idee. Aber wie machen, wenn es schon jetzt viel zu wenig Studienplätze gibt?

#21 |
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M. Stratmann
M. Stratmann

Seit 27 Jahren bin ich Landarzt, seit 22 Jahren in einer Gemeinschaftspraxis, und ich liebe meinen Beruf über alles! Nach dem Studium wollte ich eigentlich HNO-Arzt werden, aber das Schicksal hat mich nach Stellen in der Pathologie, Chirurgie und Innere Facharzt für Allgemeinmedizin werden lassen, wofür ich sehr dankbar bin. Mittlerweile sind viele Student(inn)en im Rahmen einer Famulatur durch unsere Praxis gegangen, einhellig war der Tenor, wie anspruchsvoll diese Tätigkeit ist. Nur in den Vorlesungen an den Unis sind es aus den Mündern der Lehrenden immer die dummen Hausärzte, die irgendetwas übersehen haben. Jedem, der so tönt, wünsche ich ein paar Tage Konfrontation mit der Pathologie des Alltages ohne all die technischen Möglichkeiten der Universitätskliniken. 80% der Gesundheitsprobleme in Deutschland werden in unseren Praxen gelöst!

#20 |
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Gast
Gast

Ich habe eine Lösung aber auf mich hört ja keiner. Ihr wisst ja alles besser. Also weiter so in unser geliebten Wohlfühldiktatur. Die Einserschüler bekommen die Studienplätze und gehen dann entweder nach München oder ins Ausland. Das ganze System (auch unsere kranken Häuser) ist krank, aber weiter so. Hauptsache die KV hat ihren Verteilerschlüssel. Mehr Info wenn den gewünscht bei: MedAlt01@aol.com

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Nadja Pfau
Nadja Pfau

@11 Sehr geehrter Herr Dr. Wagner,

die niedergelassenen Kassenärzte werden eben nicht direkt von den Krankenkassen bezahlt. Die Kassenbeiträge fließen in den Gesundheitsfonds und die unsägliche Kassenärztliche Vereinigung verteilt nach einem Schlüssel,der komplizierter als das Steuerrecht ist, die Gelder an die Ärzte.Ich habe den Sinn der KVen diesbezüglich noch nie ganz verstanden. Nach 35 Jahren als Arztfachhelferin in verschiedenen Praxen tätig verstehe ich bis heute nicht warum die niedergelassenen sich das komplizierte Abrechnungssystem gefallen lassen…

#18 |
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Die Landärzte müssen einfach deutlich besser bezahlt werden! Wir haben einen deutlich geringeren Privatanteil als Kollegen die in der Stadt praktizieren!!! Wenn die Kohle stimmt, dann kommen auch die jungen Ärzt(innen)

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PS: mein Sandkastenfreund Thomas ist übrigens Chirurg geworden.

#16 |
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Medizinstudenten sind für das Thema die vollkommen falschen Ansprechpartner, zumindest die unteren Semester. Unsereiner wollte nachweislich zusammen mit seinem Sandkastenfreund Thomas vom vierten Lebensjahr bis zum achten Semester Chirurg werden – dann kamen die Nervenfächer, und die haben mich gepackt (wenngleich ich in der Nervenklinik immer noch gern die kleine Wundversorgung mit Platzwunden nähen selber erledigt habe). – Einen Studenten mit einem Stipendium zu Studienbeginn aufs spätere Landarztdasein zu verpflichten gibt viele frustrierte spätere Landärzte, die lieber Dermatologen, Mikrobiologen oder sonst irgend etwas wären, aber als Hausarzt auf dem Dorf demotiviert sind.
Ansonsten: Es gehen uns nicht nur die Landärzte aus, sondern auch die Fachärzte – und dagegen gibt es kein Rezept, sh. meinen zweieinhalb Jahre alten Blogbeitrag: http://blog.krankes-gesundheitssystem.com/#comments27

#15 |
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Gast
Gast

Ärzte anstellen und ein Facharztgehalt sichern sowie eine vernünftige Work-Life-Balance. Mich schrecken die hohen Arbeitszeiten bei unsicherem bzw. schlechterem Einkommen (verglichen mit Großstädten oder Klinikgehalt) ab.

#14 |
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Gast
Gast

Was sollen sie denn noch bekommen? Sie haben doch schon den 8 Stunden Tag und alles was nach Feierabend ins Krangenhaus geschickt.

#13 |
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Heilpraktiker/in

Kurzfristig könnte man eine Entspannung herbeiführen, wenn die vielen Heilpraktiker eine Kassenzulassung bekommen würden.

#12 |
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Dr. Thomas Wagner
Dr. Thomas Wagner

Scheindebatte.
Es steht ja außer Frage dass die Pfennigsbeträge die die GKV für ihre Versicherten zahlt eine Unverschämtheit sind. Aber nach Altruismus schreien, und zu moralisieren und mit den Fingern auf unseren medizinischen Nachwuchs zeigen. Frechheit.
Wie soll denn ein Arzt, der sich der Landbevölkerung zur Verfügung stellt, in einem Nestchen mit 1200 Einwohnern existieren können?
Klar, er kann ja noch ein paar Nebenjobs annehmen: DMP Zettel ausfüllen, Morbi-RSA Einschreibungen machen, demnächst die Chipkarten der GKV Versicherten online updaten und den kranken Kassen den Datenstamm pflegen.
Katastrophales Management der kranken Kassen statt die zu gewinnen, um die es bei der ärztlichen Versorgung geht: Ärzte nämlich.
Da helfen auch keine sprachlichen Verfremdungen wie ‘Land’arzt, ‘Haus’ arzt.

#11 |
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Facharzt
Facharzt

Scheindebatte! Absichtlich zweideutig? Sehr schön!

#10 |
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Dr. Thomas Wagner
Dr. Thomas Wagner

Scheindebatte

#9 |
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Facharzt
Facharzt

Verpflichtung Landarzt gegen Wegfall NC? Wer will denn einem jungen Menschen mit 17/18 Jahren vorschreiben, wo er viel später 35 – 40 Jahre lang arbeiten soll? Das erscheint mir nicht sinnvoll.

Im übrigen werden in Zukunft auch schlechtere Abiturienten als Arzt lieber in der Stadt leben wollen und auf ein faires Vergütungssystem pochen.

#8 |
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Arzt | Ärztin

Selten was sinnloseres gesehen. Was fragt man Vor-Physikums Studenten, die weder die Bedingung des Berufes, noch die Belastung des Privatlebens kennen. Es gibt nicht ein sinnvolles Argument für die ländliche Niederlassung, ganz im Gegenteil, jmd der mal mit Verstand die Gebührenordnung gelesen hat kann nicht mal sinnvoll an eine KV-Niederlassung denken.

Wir müssen endlich weg von einem vollkommen veralteten Vergütungssystem. Es gibt mehr als genug sinnvolle Ansätze in den umliegenden Ländern.

#7 |
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Gast
Gast

vielleicht mal diejenigen Medizin studieren lassen, die Landarzt werden wollen und deren Motivation dazu von innen heraus kommt.

#6 |
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Dr. Jürgen Sartorius
Dr. Jürgen Sartorius

Diese Umfrage war ja wohl ergebnislos wie so viele Umfragen in unserer Medienlandschaft, schade.
Allerdings steht doch vielen am Arztberuf interessierten Abiturienten seit Jahrzehnten der Numerus clausus im Weg. Ich kenne sehr gute Ärzte mit NCs jenseits der 3,0, deren Eltern dann ein Auslandsstudium finanziert haben.
Gutes Abi = Guter Arzt? M.E. gibt es diese Relation nicht.
Mein Vorschlag: Wer sich vor dem Studium aufs Land verpflichtet, bekommt Abipunkte gutgeschrieben. In welcher Höhe, muß man in praxi abschätzen/ausprobieren (damit es nicht vielleicht zu einer Ärzteschwemme auf dem Land kommt?) Es würde den Steuerzahler jedenfalls nichts kosten und ich bin sicher, unsere Medizin würde nicht schlechter!!

#5 |
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Prof Hartmut Matzat
Prof Hartmut Matzat

Zahlen Sie den fertigausgebildeten Landärzten das doppelte Honorar (in Kanada gibt es das dreifache), und das Problem ist in drei Jahren gelöst.
Hartmut Matzat
Univ. Prof. i. R.

#4 |
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Facharzt
Facharzt

Das ewig junge Thema! 1. Die Gesellschaft entwickelt sich in eine eher urban geprägte Richtung. 2. Viele junge Menschen wollen nicht 50 bis 70 Stunden arbeiten, Stichwort work- life- balance, sondern eher Teilzeit oder wenigstens um die 40 Std. 3. Wenn man sich auf diese Berufung einläßt, braucht man eine finanzielle Perspektive. Und diese ist jetzt schon schlecht und wird durch die Diskussion um eine unsägliche Bürgerversicherung torpediert.

Die ländlichen Bereiche sind einfach nicht attraktiv für die meisten jungen Menschen. Und warum sollte man jetzt einen Kredit aufnehmen in Höhe eines Einfamilienhauses, wenn man nach einer linken Gesundheitsreform vor einem finanziellen Scherbenhaufen steht.

In Bezug auf die Leistungen ist unser GKV- System Weltspitze! Das sagen alle Experten. Und nur, weil es wenigen Menschen angeblich in einer privaten Krankenkasse noch besser geht, holen die Linken (SPD, GRÜNE und LINKE) die soziale Neid- Keule raus. Dabei finanzieren sich viele Krankenhäuser und Praxen durch die Einnahmen der PKV. Was die Gehälter der Leistungserbringer angeht (Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten), ist das deutsche GKV- System hingegen schlecht aufgestellt.

Also, verehrte Frau Dr. Merkel, geben Sie Prof. Lauterbach mit seiner Sozialneid- Bürgerversicherung nach und das Gesundheitssystem wird kollabieren!

#3 |
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Arzt | Ärztin

Was die jungen Kollegen noch nicht ahnen, die wahren Hemmnisse zur Niederlassung auf dem Land sind
– überbordende Bürokratie
– ungeregelte Freizeit
– bevormundende Reglementierungen; Leidlinien
– Bittstellertum gegenüber den Kammern

#2 |
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Zahnarzt | Zahnärztin

Die gravierendste Ursache für den Mangel ist die Tatsache, dass Medizin-Studienplätze fast nur noch an Frauen vergeben werden; Jungen werden in unserem Bildungssystem mittlerweile krass benachteiligt. Junge Ärztinnen sind aber viel weniger als männliche Ärzte bereit, sich auf die hohe und kaum steuerbare Arbeitsbelastung einer Landpraxis einzulassen.

#1 |
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