Glyphosat: Das vergessene Resistenzproblem

6. Dezember 2017
Teilen

Das Herbizid Glyphosat darf weitere fünf Jahre verkauft werden. Bei der Diskussion um mögliche Risiken hatten sich Wissenschaftler auf Krebs konzentriert, andere Gefahren jedoch kaum beachtet. Dazu gehören Kreuzresistenzen gegen Antibiotika.

Ende November sprachen sich 18 aller 28 EU-Mitgliedsstaaten dafür aus, Glyphosat für weitere fünf Jahre zuzulassen. Nachdem sich Deutschland zuvor enthalten hatte, gab Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CDU) entgegen internen Absprachen der geschäftsführenden Regierung doch noch seinen Segen. Jenseits des politischen Flächenbrands kritisieren Wissenschaftler, die Diskussion habe sich zu stark auf mögliche Krebsrisiken fokussiert und andere Gefahren außer Acht gelassen.

Kreuzresistenzen zwischen Glyphosat und Antibiotika

Prof. Dr. Maria Finckh

Prof. Dr. Maria Finckh © Uni Kassel.

„Es wurden in den vergangenen Jahren bei Mikroorganismen Kreuzresistenzen gegen unterschiedliche Antibiotika-Klassen und Glyphosat nachgewiesen, sagt Professor Dr. Maria R. Finckh. Sie ist Fachgebietsleiterin Ökologischer Pflanzenschutz im Fachbereich Agrarwissenschaften an der Uni Kassel. “Da die Berichte über Antibiotikaresistenzen parallel zum Einsatz von Glyphosat weltweit massiv zugenommen haben, muss dringend erforscht werden, ob Glyphosat dabei eine Rolle spielt.”

Bei Kreuzresistenzen werden Bakterien gegen ähnliche Moleküle oder Stoffe mit vergleichbarem Wirkmechanismus widerstandsfähig. „Von vielen Bioziden ist bekannt, dass sie einen Mehrfachantibiotikaresistenz-Phänotyp induzieren“, berichtet Brigitta Kurenbach von der University of Canterbury in Christchurch, Neuseeland. „Dies kann entweder auf eine Erhöhung der Expression von Efflux-Pumpen, eine reduzierte Synthese von äußeren Membranporinen oder auf beides zurückzuführen sein.“ Efflux-Pumpen befördern Fremdstoffe unter Energieverbrauch aus dem Inneren von Zellen nach außen. Ärzte kennen sie eher von Patienten, bei denen Chemotherapeutika plötzlich nicht mehr anschlagen. Im Unterschied dazu diffundieren Moleküle durch Porine, also Transmembranproteine, aufgrund von Konzentrationsunterschieden passiv nach innen. Neben den Aquaporinen, die der Wasserversorgung dienen, gibt es etliche Vertreter.

Die Kreuzresistenz zwischen Glyphosat und Antibiotika betraf in Kurenbachs Arbeit medizinisch relevante Stämme wie Escherichia coli und Salmonella Typhimurium. Ariena van Bruggen bestätigte dies bei typischen Bodenbakterien und Benzylpenicillin. Sie forscht an der der University of Florida in Gainesville.

Rückstandswerte überdenken

Ausgehend von zahlreichen Einzelbeobachtungen haben Bruggen, Finckh und Kollegen jetzt eine breit angelegten Übersichtsarbeit veröffentlicht. Basis waren 220 Studien der letzten Jahre. Ihre Erkenntnisse sind:

  • Aufgrund der fast exponentiellen Zunahme des Glyposat-Verbrauchs kommt es zur „besorgniserregenden“ Anreicherung der Substanz in der Umwelt.
  • Die Autoren fanden Hinweise auf eine chronische Toxizität, die möglicherweise schon bei geringen Dosen auftritt. Im Gegesatz zur akuten Toxizität kann die schädigende Wirkung bei einer chronischen Toxizität erst nach einer längeren Zeitspanne oder nach Ende der Exposition beobachtet werden.
  • In Ökosystemen kommt es durch Glyphosat zu Verschiebungen von Mikrobiomen im Boden, in Pflanzen und Tieren – möglicherweise auch hin zu pathogenen Erregern.
  • Antibiotikaresistenzen kommen auch in Böden vor, die keiner hohen Antibiotika-Konzentration ausgesetzt sind. Eine denkbare Erklärung ist die Kreuzresistenz. Bakterien, die eine Glyphosat-Resistenz zeigen, enztwickeln auch eine Resistenz gegen Antibiotika.
  • Viele Befunde aus den Veröffentlichungen können als Hinweis auf Resistenzen gegen weitere Herbizide gewertet werden.
  • Manche Stoffwechselprodukte wie Aminomethylphosphonsäure (AMPA) sind toxischer als Glyphosat selbst.
Abbau von Glyphosat

Abbau von Glyphosat zu Aminomethylphosphonsäure (AMPA; Weg A) und weiter zu Ammoniak/ Kohlendioxid beziehungsweise zu N-Methlyglycin (Weg B) und weiter zu Glycin © Yikrazuul / Wikipedia

„Unsere Meta-Studie zeigt auf, dass die erlaubten Rückstandswerte überarbeitet werden müssen“, fasst Finckh zusammen. „Erstens müssen nicht nur die Rückstände von Glyphosat, sondern auch die von AMPA reguliert werden. Zweitens wurden die MRL nicht aus wissenschaftlichen Gründen, sondern aus Gründen der Praktikabilität erhöht.“. Dies sei „absolut inakzeptabel und mit dem Vorsorgeprinzip, das in der EU gilt, nicht vereinbar“. Als Maximum Residue Level (MRL, Rückstandshöchstmenge) definieren EU-Behörden Konzentrationen eines Pestizids in Lebensmitteln ohne negative gesundheitliche Folgen. Für Glyphosat in Sojabohnen wurde dieser Wert schon vor Jahren von 0,1 mg/kg auf 20 mg/kg angehoben.

Steigende Werte im Urin

Weitere Daten befeuern die Kontroverse um Grenzwerte. Landwirte setzen Glyphosat in zunehmendem Maße ein. Seit 1994 sind gentechnisch veränderte, gegen das Herbizid nicht empfindliche Ackerpflanzen verfügbar. Paul J. Mills von der University of California, San Diego, wollte wissen, ob steigende Mengen des Moleküls und seiner Stoffwechselprodukte im menschlichen Organismus landen. Daten bekam er von der Rancho Bernardo Study (RBS) of Healthy Aging, einer prospektiven Kohortenstudie mit Probanden über 50 Jahren. Für die RBS rekrutieren Wissenschaftler bereits seit 1972 Teilnehmer im südlichen Kalifornien. Von 1.000 Personen hatten 112 mehrere Urinproben zwischen 1993 und 2016 abgegeben.  Die Nachweisgrenze (Limits of detection, LOD) lag bei 0,03 μg/L für Glyphosat und 0,04 μg/L für AMPA.

Zwischen 1993/1996 (0.024 μg/L) und 2014/2016 (0,314 μg/L) erhöhte sich die Glyphosat-Belastung kontinuierlich. Ähnlich sah es im gleichen Zeitraum mit dem Metaboliten AMPA aus (0,008 versus 0,285 μg/L).

glyphosate

© Paul J. Mills et al.

Geht es ohne Glyphosat?

Bevor Experten jahrelang über Glyphosat-Obergrenzen streiten, stellt sich eine ganz andere Frage: Lässt sich das Molekül nicht ersetzen? Das ist umstritten. Alternativen seien für die Umwelt häufig deutlich schädlicher, betonen Professor Dr. Christoph Schäfers, Ökotoxikologe am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie in Schmallenberg, und Klaus Gehring von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Professor Dr. Daniel Dietrich, Leiter der Arbeitsgruppe Human- und Umwelttoxikologie an der Uni Konstanz bestätigt diese Sichtweise: „Andere zugelassene Herbizide sind toxischer für die Umwelt.“

„Die wichtigste Maßnahme ist ein Umdenken in den Agrarsystemen”, widerspricht Maria Finckh ihren Kollegen. Sie rät zu weniger Dünger, zur Einhaltung von Fruchtfolgen und zu Unkraut unterdrückenden Zwischenfrüchten. „In solchen Systemen kann mit wenigen mechanischen Eingriffen die Beikraut-Kontrolle bewältigt werden und Herbizide würden seltener gebraucht.“

125 Wertungen (4.81 ø)
Bildquelle: Jim Kelly, flickr / Lizenz: CC BY
userImage

Bitte geben Sie Ihren Namen ein.
Bitte schreiben Sie einen Kommentar.

44 Kommentare:

Dr Markus Wolter
Dr Markus Wolter

Die 3sat-Doku ist von miserabler Qualität. Da werden Methoden beschrieben, die in Deuschland längst verboten sind. Die Macher dieser “Dokus” sind keinen Deut besser, als die Lobbyisten der Agrarindustrie. So kommen wir in der Diskussion nicht weiter.

#44 |
  0
Gast
Gast

In 3sat lief eine Doku mit einem Landwirtschaftsbetrieb in Norddeutschland.
Der Einsatz von Glyphosat über 40 Jahre hatte nachweisbar 2 unwiderrufbare Folgen. Die Böden wurden für alle nicht genmanipulierten Pflanzen unfruchtbar und zwar irreparabel. Der Nachwuchs, Ferkel und Kälber, die Glyphosat belastetes Futter bekamen hatten Missgeburten mit sog. Elefantenköpfen.
Eine Frage der Zeit, wann der Mensch betroffen sein wird.

#43 |
  2
Dr. Martin Kauer
Dr. Martin Kauer

Sehr geehrte Kolleg/inn/en!

An dieser Stelle möchte ich DRINGEND darauf hinweisen, dass die DocCheck-Redaktion quasi willkürlich und ohne vorherige Kontaktaufnahme Ihre geschätzten Beiträge löschen kann!
Zuletzt geschah dies unter anderem MIR mit einem Beitrag zum Artikel „§219a: Ein Paragraf wird abgetrieben“ von Michael van den Heuvel.
Die Redaktion begründete dies auf meine direkte Anfrage zu diesem Verhalten mit folgendem Wortlaut:
„Als Redaktion behalten wir uns vor, den Kommentarbereich kontinuierlich
zu moderieren. Dabei achten wir darauf, dass die Diskussion sachlich und themenbezogen
bleibt.“
Meine wiederum direkte Anfrage an die Redaktion, was KONKRET an meinem Beitrag NICHT „sachlich und themenbezogen“ war blieb unbeantwortet!
Auffällig ist, dass neben meinem Beitrag gleich mehrere Beiträge anderer Kollegen gelöscht wurden, die – wie meiner – Kritik an Stil und Form des Artikels und des Autors äußerten; und dies geschah KEINESWEGS in unsachlicher Weise! Vielmehr hatten die jeweiligen Kommentatoren KEINE Gelegenheit mehr sich danach noch in die Diskussion einzubringen, da die Redaktion UNMITTELBAR nach dem Löschen der Beiträge die Kommentarfunktion deaktiviert hat!

Bitte sehen Sie mir nach, dass ich nunmehr über einen anderen Beitrag meinen großen Unmut über dieses journalistisch vollkommen unqualifizierte Verhalten der Öffentlichkeit dieses Forums zugänglich machen muss. Alles andere fände ich im Interesse eines ausgewogenen Diskussionsstils für hochgradig inakzeptabel.

Mit kollegialen Grüßen
Dr. Martin Kauer
35418 Buseck

#42 |
  0
Helmut Glaser
Helmut Glaser

Verbrechen wider der Natur sind gottlos und es besteht kein Bedarf des Dankes.
Es geht hier um unser aller Überleben in der Zukunft…
Das ist und bleibt kriminell… Es ist sehr schön und leicht andere Menschen als “dumm” zu bezeichnen, da fühlt man doch die eigene Überlegenheit – oder?
Mit freundlichem Gruß

#41 |
  1
Dr Markus Wolter
Dr Markus Wolter

Wir sind ein Rechtsstaat. Für die Behauptung einer kriminellen Handlung braucht man hier (Gott sei Dank) einen Beweis. Diesen sind die Glyphosat-Gegner schuldig geblieben. Reine Polarisierung ohne Beweise ist Panikmache oder Schlimmeres.

#40 |
  14
Helmut Glaser
Helmut Glaser

Das sind kriminelle Machenschaften. Der Bürger, Mensch ist schutzlos ausgeliefert.
Dieses hässliche Gesicht von Europa brauchen wir nicht. Hier kann man gar nicht genug polarisieren.

#39 |
  8
Dr Markus Wolter
Dr Markus Wolter

Es ist erschreckend, wieviele Pseudoexperten hier Fake-News gegen Glyphosat verbreiten. Obwohl es nachweislich sinnlos ist, Verschwörungsgläubige mit Fakten zu konfrontieren (siehe Trump),
fasse ich die wichtigsten Punkte nochmal zusammen:

Glyphosat ist ein seit 40 Jahren bewährtes Herbizid mit der besten Öko- und Humantoxikologie aller bekannten Pestizide. Ein Verbot würde Natur und Mensch nur schaden. Übrigens würden die Großkonzerne von einem Verbot
massiv profitieren, da der Patentschutz von Glyphosat abgelaufen ist.
Vielleicht werden die Glyphosatgegner von der Pestizidindustrie bezahlt, um die neuen Produkte zu fördern? Und die, die bei den Aktionen mitmachen, werden instrumentalisiert. Nur dumm!

#38 |
  12
Dr. Götz Queisser
Dr. Götz Queisser

Die Antibiotika-Resistenzen werden dann wahrscheinlich bei den Landwirten oder denjenigen die es auf den Feldern versprühen, vermehrt auftreten.

#37 |
  7
Mathilde Wiest
Mathilde Wiest

Wenn Glyhosat so krank macht, dann können ja die gescheiten Doktoren zum Hacken in die Landwirtschaft kommen, spätestens in 5 Jahren. Und dann brauchen sie nicht mehr so viel unnötige “Arznei” verschreiben und bleiben dann noch zusätzlich schlank und fit. Dann sind ja alle Probleme gelöst – muss nur das Glyhosat weg, dem dummen Bauern wachsen ja sowieso die Kartoffeln zu groß.
Eine Landwirtin als Gast

#36 |
  11
Gast
Gast

Komentar…. Scheinriesendebatte???

gastus3 zufällig Mitarbeiter bei Bayer etc.?

Die ersten Wissenschaftlichen Studien zu Glyphosat wurden bereits 1967 veröffentlicht…und von unseren Lobbyisten erfolgreich im Keim erstickt.
Schon traurig das diese Verbrecher da oben noch weitere fünf Jahre unser Ökosystem verpesten dürfen.
Obwohl ich persönlich denke das es da auch nicht mehr drauf ankommt.

#35 |
  4
Frau im Gesundheitswesen
Frau im Gesundheitswesen

Ein herzliches Dankeschön an die Politik(er/innen), die uns so ehrlich regierend durch die Lande führen. Was kann ich und was darf ich jetzt noch essen? Warum vertreiben Bayer, Monsanto und Co nicht gleich Glyphosat als leckerer Bestandteil gekörnter Hefebrühe? Dann sparen wir uns das lästige Einkaufen und Nachhauseschleppen von Lebensmitteln mit all den lustigen Dingen wie Ballaststoffen und Vitaminen drin.

#34 |
  4
dipl. oec. troph. Michaela Günther
dipl. oec. troph. Michaela Günther

Wir zerstören unsere Umwelt. irgendwann müssen wir in der Kloake leben, die wir selbst produziert haben und es gibt keine Hilfe mehr. Dass andere Mittel schlimmer sind, ist doch kein Argument, ein Mittel zuzulassen. Es wäre – bei normal denkenden Menschen jedenfalls – ein Argument, alle diese Mittel sofort zu verbieten. Dass Studien dies und das aussagen können, je nachdem, wer sie bezahlt und auch mit Statistik die Wahrheit hin und hergeschoben werden kann, wie es passt, ändert auch nicht das, was man schon weiß und was man mit bloßem Auge sehen kann.

#33 |
  6
Joachim Bedynek
Joachim Bedynek

Wenn bei Bakterien Ressistenzen gegen Glyphosat festgestellt wurden, heißt das doch, dass Glyphosat auch gegen Bakterien wirkt. Bakterien aber sind die Lebensgrundlage z.B. für Springschwänze und Regenwürmer. Die gibt es heute praktisch nicht mehr im Boden !! ist das nicht furchtbar ? Wenn die Selbstreinigungskraft des Bodens zerstört ist, ist diese viel schwerer wieder aufzubauen als z.B. bei vergifteter Luft oder Wasser!

#32 |
  5
gastus3
gastus3

Was man in der hysterischen und völlig an den Fakten vorbei gehenden Debatte nicht vergessen darf. Es geht nicht um Glyphosat und es geht auch nicht um die Gesundheit der Menschen. Es ist völlig heuchlerisch zu behaupten, man engagiere sich so vehement um die Gesundheit. Woran sterben die Menschen? Rauchen, Übergewicht, Alkohol usw. Angst vor Glyphosat ist eine Scheinriesendebatte:

Drei gute Beiträge dazu aus den letzten Wochen:

https://www.salonkolumnisten.com/glyphoshima/
“Der Fall Glyphosat hat den Begriff „Umweltschützer“ so nachhaltig diskreditiert, dass man ihn nicht mehr in den Mund nehmen kann, ohne gleichzeitig an PEGIDA oder „Heimatschutz“ zu denken. Wir erleben Populismus, Hetze und Menschenjagd. Die Volksfront reicht von links- bis rechtsaußen.”

und die Debatte im Überblick: https://blog.gwup.net/2017/10/29/glyphosat-die-ganze-debatte-und-was-geht-uns-das-an/

oder ganz peinlich:Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung
“Die Wissenschaft wird als Kampfmittel missbraucht” http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/praesident-des-bundesinstituts-fuer-risikobewertung-die-wissenschaft-wird-als-kampfmittel-missbraucht/20633368.html

#31 |
  21
Gast
Gast

mal eine weitere Frage: in welchem Zusammenhang muss man Glyphosat mit dem Insektensterben sehen. Und welche Bedeutung hat dies für den Mensch?

#30 |
  2
Gast
Gast

Schön und gut, dass in der Sache Glyphosat jahrelang zwischen Gutachtern gestritten wird, ob nun das Mittel Glyphosat bedenklich ist (Verdacht auf Krebsförderung in den Nieren sowie Verdacht auf Veränderung der Gene).

Ich wunder mich, dass die Folge seit Einsetzen des Mittels Glyphosat in Sri-Lanka eine gesamte Volkswirtschaft (andere Struktur 70% – 80% Bauern überwiegend an Niereninssuffizienz versterben als in Europa) dem Zusammenbruch nahe ist und die Regierung von Sri-Lanka sich genötigt sah den Einsatz von Glyphosat zu verbieten.

Ferner sind die Berichte aus Peru sowie Argentinnien erschreckend (seit Nutzung von Glyphosat ist die Krebsrate der Landbevölkerung um das 3-fache gestiegen und bei den Kindergeburten die Mißbildungen um das 4-fache gestiegen).

Warum wurde von allen Experten hier die Augen verschlossen?
Warum wird immer wieder darauf bestanden, dass der Kausale Zusammenhang nachgewiesen werden muß?
Ist dies nicht bereits genug, was den nachhaltigen Nachweis in der Beweisführung zum Kausalen Zusammenhang ergibt?!

Dieser gesamte Vorgang erinnert mich an die Vergangenheit zum Mittel “Kontagan!”. – Die damaligen Gutachter bzw. Experten sind bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen worden.

Mir liegt es sehr daran, dass Politiker sowie die Experten bzw. Gutachter persönlich haftbar gemacht werden müssen als auch die Firma Montsanto (Bayer AG).

Letztlich entspricht die Zulassung des Mittels Glyphosat
a) einem wissenschaftlichen Betrug mit der Folge, dass
b) einem Land (Sri-Lanka) einem ECO-Zyt wiederfährt
c) somit volkswirtschaftlich das gesamte Gesundheitssystem eines Landes zusätzlich extrem belastet wird.

Und zu allerletzt die “Gier” nach “Petuniam”.

#29 |
  6
Dieter Grotjahn
Dieter Grotjahn

Der Grundgedanke der Monokultur ist schon der Anfang allen Übels. Klar: alles was wächst und nicht selbst Nutzpflanze ist, wird zur Nährstoffkonkurrenz. Das ist die kurzsichtige Betrachtung.

Auf lange Sicht erhält eine gewisse Artenvielfalt in der Landwirtschaft zumindest ansatzweise ein Mindestmaß an biologischem Gleichgewicht. Das auf diese Weise Agrarschädlinge auf natürlichem Weg begrenzt bleiben, das gesündere Böden entstehen, wenn man im Herbst eine vielfältige Pflanzenkultur unterpflügt, die im Endeffekt weniger mit Kunstdünger zusätzlich belastet werden müssen. Dieses Wissen wird dem Profit von Chemie- und Lebensmittelindustrie geopfert. Im ökologischen Weinbau ist man da zum Teil (Beispiel Delinat) einen erheblichen Schritt weiter und erzeugt außergewöhnlich gute Produkte, die man guten Gewissens genießen kann.

Paradoxerweise ist gerade in den wohlhabendsten Ländern dieses Planeten, der Anteil dessen was Lebensmittel am Gesamteinkommen kosten dürfen, auf einen Tiefpunkt gesunken. Man spart bei den LEBENSmitteln und investiert lieber in Konsumgüter, die eigentlich nicht LEBENSnotwendig sind. Das Rad wird wohl nicht mehr zurück zu drehen sein…

#28 |
  0
Barbara
Barbara

Wenn die Unkrautvernichtung ohne Glyphosat nicht so aufwändig und teurer wäre, hätten wir nicht dieses Problem.
Es gilt nach wie vor das gleiche Prinzip: mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Rendite erzielen.

#27 |
  0
Roberta Orlek
Roberta Orlek

Wenn ein Experte wie Dr. Christoph Schäfers, Ökotoxikologe am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie behauptet, dass andere Herbizide toxischer für die Umwelt seien, dann sollte man wissen, dass das Fraunhofer Institut von den Glyphosatherstellern Bayer, BASF, Syngenta und Monsanto finanziert wird.

Das Institut kooperiert mit den Chemiekonzernen, und deren hochrangige Mitarbeiter sitzen auch im wissenschaftlichen Beirat des Instituts, wie man hier nachlesen kann
:

https://www.ime.fraunhofer.de/content/dam/ime/de/documents/Publikationen/Fraunhofer_IME_Jahresbericht_2016_low-res.pdf



Und da allein Monsanto mit Glyphosat jedes Jahr 6 Mrd Dollar umsetzt, und Bayer, BASF ebenfalls Millionen, wäre es doch fatal, wenn es auf einmal Alternativen zu Glyphosat gäbe oder herauskäme, dass es krebserregend ist.
Desweiteren zeugt die Aussage von Dr Schäfers davon, dass er die Folgekosten von Glyphosat anscheinend nicht kennt oder einfach verschweigt. Die Wasserwerke müssen jedes Jahr Milliarden Euro investieren, um Pestizide wie Glyphosat aus dem Grundwasser zu filtern.

Glyphosat bindet zudem Mineralstoffe und entzieht Boden wie Pflanzen Nährstoffe wie Calcium, Mangan, Eisen, Magnesium, so dass die Bauern mehr düngen müssen. Das führt zu erhöhten Nitratwerten im Grundwasser, vor allem in der Nähe von Feldern die mit Glyphosat bearbeitetet werden. Und die erhöhten Nitratwerte müssen ebenfalls von den Wasserwerken mit großem Aufwand entfernt werden.

https://www.agrarheute.com/land-leben/studie-naehrstoffverluste-weniger-regenwuermer-glyphosat-510706

Zahlreiche weitere Studien belegen, dass Glyphosat die Antibiotikaresistenzen bei Tieren, Tierzüchtern und Veterinären erhöhen.

http://www.houndsandpeople.com/de/magazin/wissen/antibiotikaresistenzen-durch-herbizide-wie-glyphosat/

Das führte dazu, dass bereits über 60% der Schweinhalter und Tierärzte antibiotikaresistente MRSA Keime in sich tragen, wie die Uni Köln und das Robert-Koch-Institut festgestellt haben.

http://www.kliniken-koeln.de/upload/MRSA_in_Tierbestaenden__Cuny_C_5903.pdf

Auf die fatalen Folgen von Antibiotikaresistenzen, an denen allein in Europa jedes Jahr 25.000 Menschen sterben, muss hier nicht weiter eingegangen werden.

Denn durch Glyphosat entstehen hunderte weitere belegte Krankheiten bei Tier und Mensch. Schweine und Rinder kommen missgebildet oder tot zur Welt, die Organe voller Glyphosat. Glyphosat hat schon bei einer täglichen Dosis von 4ng/kg bei Labormäusen Leber- und Nierenschäden verursacht. 


http://www.ackergifte-nein-danke.de/news/179-toxikologin-diese-studie-duerfte-das-ende-von-glyphosat-besiegeln/view.html


Zum Vergleich: Das BfR hält eine tägliche Dosis für Frauen, Kinder und Kranke von 300.000ng/kg für harmlos. Gleichzeitig steigt die Zahl der Nierenerkrankungen an. Allein in den letzten 15 Jahren ist die Zahl der Nierenerkrankungen um 42% angestiegen, vor allem bei Kindern:


https://www.statistik.bayern.de/medien/presse/051_2017_55_a_nierentag.pdf

Von den anderen wissenschaftlich belegten Krankheiten durch Glyphosat, wie
dna- und zellschädigungen, Darm- und Hormonstörungen, Autoimmunerkrankungen, Nervenkrankheiten wie Parkinson oder Autismus wurde dabei noch gar nicht gesprochen.


http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf

Und dass bereits über 30.000 Bio-Landwirte erfolgreich ohne Glyphosat Landwirtschaft betreiben, also gar keine synthetischen Pestizide verwenden, verschweigt Herr Schäfers natürlich auch. Denn seine Kooperationspartner und und Berater von BAYER; BASF, Syngenta und Co verdienen nur mit Glyphosat und kranken Menschen Milliarden.

Das gleiche gilt übrigens für Prof. Dr. Daniel Dietrich von der Uni Konstanz, denn auch die wird von Basf und ist zusammen mit Prof Helmut Greim ein sehr chemieindustrie-freundlicher Experte, wie selbst diese internationale Verbraucherschutzorganisation für Lobbyismus in Brüssel dokumentiert hat.


https://corporateeurope.org/food-and-agriculture/2017/09/endocrine-disruptors

All diese wissenschaftlich dokumentierten Infos sind frei im Internet verfügbar. Das heißt, niemand kann hinterher mehr sagen, er hätte es nicht gewusst. Denn nichts fürchten Lebensmittel- und Pharmakonzerne mehr als aufgeklärte Verbraucher.

#26 |
  6
Dr. med. Andreas Brauksiepe
Dr. med. Andreas Brauksiepe

Wie toxisch ist den Glyphosat wirklich? Ich habe mir die wenigen argentinschen Arbeiten durchgelesen, es ist recht dünnes Eis. Wir können nicht 81 Mio. Leute mit uns geforderten Top-preisen ohne Herbizide ernähren. Fragt doch ´mal die ehrlichen Bauern, nicht die paar grünen Öko-Traumtänzer. Klar möchte ich meine Kinder gesund ernähren, aber zur Zeit gelingt das prächtig, und die Lebenserwartung steigt. Nicht immer tumbes Chemie-bashing, ich denke, Glyphosat ist das z.Zt. geringste Übel in Relation zur Ertragssteigerung, die unsere Kosten schont! (bitte trotz – Daumen ´mal ´drüber nachdenken, selber schon ´mal im Garten ohne alles gut und viel geerntet???)

#25 |
  36
Dr Markus Wolter
Dr Markus Wolter

Niemand hat etwas dagegen, wenn wir mit weniger Herbiziden auskommen. Nur: Die Arbeit von Frau Finckh erscheint mir ziemlich esoterisch und wenig logisch. Der Anstieg im Urin ist wohl vorwiegend darauf zurückzuführen, dass Glyphosat in den untersuchten Jahren mehr verwendet wird. Hätte man was anderes benutzt, wäre das eben im Urin angestiegen. Die Schlussfolgerungen sind daher eher Kurzschlüsse und ein bisschen naiv: „In solchen Systemen kann mit wenigen mechanischen Eingriffen die Beikraut-Kontrolle bewältigt werden und Herbizide würden seltener gebraucht.“ Aha!

#24 |
  21
Tierarzt

Und noch mal: mittels Bodenfruchtbarkeit fördernder Landwirtschaft (Diversität, Fruchtfolge, Zwischenfruchtanbau …) ist auch eine Landwirtschaft ohne Glyphosat möglich und das hat nichts mit “Bio” oder “Konventionell” zu tun.
Wir müssen uns ernsthaft überlegen, ob wir uns zunehmend in die Abhänigkeit von Konzernen begeben, von denen wir alle wissen, dass dort Nachhaltigkeit keine große Bedeutung hat.

#23 |
  1
Dr. med. Inge Eisenmann-Stock
Dr. med. Inge Eisenmann-Stock

für Herrn Schmidt war die Entscheidung doch ein Freifahrschein, seine politische Karriere war am Ende. In spätestens 2 Jahren werden wir sehen, wo er untergekommen ist.
Sicher kein Bierbrauer oder Schweinemäster, er wird sicher schon mit offenen Armen empfangen.

#22 |
  2
Dr. rer. nat. Stephan Lunau
Dr. rer. nat. Stephan Lunau

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Oder doch:
Wider besseren Wissens wird die weitere Verwendung eines Herbizides wie Glyphosat im vollen Bewußtsein der massiven Auswirkungen genehmigt.
Die einzig mögliche Schlußfolgerung: Geld regiert die Welt und „die Menschheit“ ist allen Erkenntnissen zum Trotz in keinster Weise auch nur im Ansatz lernfähig bzw. willig zu lernen.
Das Problem liegt zwischen den Ohren; da ist bei den sog. Entscheidern offenbar nichts vorhanden.
Oder man / frau ist schlicht und ergreifend ausschließlich auf den eigenen Vorteil bedacht.

Was tun?

#21 |
  3
Dr. med Siegfried Schlett
Dr. med Siegfried Schlett

Glyphosat hatte neben der Verwendung als Herbizid eine Zulassung als Chelatbildner und als Antibiotikum. Wieso kann ein CSU-Landwirtschaftsminister pharmakologisch wirksame Arzneimittel zur Anwendung in einer breiten Öffentlichkeit zulassen. Verkaufen Sie als Privatmann mal großflächig Acetylsaliylsäure, dann wissen Sie was ich meine.

#20 |
  2
Dr. K.J. Wolf
Dr. K.J. Wolf

Den Textilern hat man vor 25 Jahre verboten P-haltige Chemikalien zu verwenden. Und hier in der Landwirtschaft wird das 100-fache in die Boeden eingetragen. Ploetzlich spielt die Phospor, Phosphat (Abbauprodukt des G. ist eine Phosphonsaeure, die wiederum in einem Phosphonat endet . . . ) keine Rolle mehr. Kriminell ist diese ganze EU – hoechstkriminell und lebensgefaehrli h !!

#19 |
  4
Angelika Janz
Angelika Janz

Ja zu Glyphosat: Das ist ein Gewaltakt gegen die Natur, gegen Bürger und Betroffene

Landwirtschaftsminister Schmidt hat gegen die Weisungen der geschäftsführenden Regierung gehandelt. Ein winziger Augenblick des Jasagens warf Abertausende Engagierte und Zehntausende Menschen, die Petitionen unterschrieben hatten, über den Haufen. Der Mann hat für Bayern und für eine wirtschaftlich erfolgreiche BRD eigenmächtig gehandelt und behauptet, dafür sei er ja da. “Es gibt Dinge, die man auf die eigene Kappe nehmen muss.” Er habe sie in seiner Ressortverantwortung getroffen.
Er, wörtlich: “Minister können selbst entscheiden. Die Entscheidung ist von mir gefallen – so ist es.” Machtausübung durch die Gewalt seiner Entscheidung – aber der Deutschen Sprache ist er wohl nicht mächtig.

Das EU-Recht erlaubt eigentlich jedem Land, den Einsatz glyphosat-haltiger Unkrautgifte auf dem eigenen Gebiet schlicht zu verbieten, erfuhr ich heute im Deutschlandfunk. Italien, Frankreich, Luxemburg und Belgien haben dem Vernehmen nach genau dies jetzt vor. Offenbar geht es woanders doch ohne Glyphosat. Aber in der BRD?
Das wäre eine wichtige künftige Ziel-Aufgabe für Umweltorganisationen wie NaBu und BUND, Succow-Stiftung – sie sollten sich am besten zusammentun und jenseits weiterer politischer Händeleien und Machtspiele das nationale Verbot anstreben – mit Unterstützung politischer Kräfte wie SPD, Grüne……

Glyphosat ist so billig, dass für viele Landwirte und Industrie gar kein Anreiz besteht, sich nach Alternativen umzugucken oder stattdessen Grubber und Pflug rauszuholen und sich zumindest teilweise auf anerkannte mechanische Bodenbearbeitungsmethoden zu besinnen. Wenn ich täglich per Rad über die Dörfer in M-V fahre, kann ich mich davon überzeugen: Weite verdichtete Ackerflächen sind mit Seen überzogen, das Wasser kann nicht ablaufen. Und zu allem Überfluss werden wieder einmal in diesen Tagen bei uns um Ferdinandshof auch noch Gülle und/oder Gärreste verspritzt. Und immer wieder tote Flächen. Gelb gespritzte Quadratkilometer, kein Leben darin und darüber. So sieht weder Verwelktes noch Verrottetes Grün aus. Ein Akt der Gewalt gegen die Natur, die auch wir sind – oder einmal waren?
Der Minister Schmidt mit dem harmlosen Lächeln beansprucht übrigens auch, mit seiner Stimme gleichzeitig besseren Schutz für Biodiversität, Tierschutz und Gesundheitsaufklärung erwirkt zu haben.
Wer erklärt mir das?

#18 |
  3

Wir arbeiten mit Breitbandherbiziden und GMO in Bereichen, deren Langzeitfolgen wir SCHLICHT NICHT WISSEN. Es ist unverantwortlich, hier aus Kosten/Gewinngründen mögliche massive und irreversible Langzeitschäden im Ökosystem zu riskieren. Wir Bürger/Kunden werden deutlich mehr Geld ausgeben müssen für Nahrung, Gesundheit und Mobilität, das ist klar aber eine Wahl müssen wir dabei stets haben dürfen. Aktuell werden wir schlicht entmündigt!

#17 |
  3
Arzthelferin

Das ist unverantwortlich! Es gibt kaum noch Vögel hier. Früher konnte man sich morgens daran erfreuen. Bienen verschwinden durch dieses Nervengift. Sie finden ihren Bienenstock nicht mehr. Was soll das? Wohin führt uns diese hirnlose Politik? Es ist erschreckend wie machtlos man gegen sowas ist!

#16 |
  3
Gast
Gast

Wir schaffen das (uns)!

#15 |
  2
Medizinisch-Technischer Assistent

Eine Landwirtschaft ohne irgendwelche Schutzmittel ist wohl in die Kategorie “wünschenswert aber nicht machbar” einzuordnen. Das Monopol (Patent) für Glyphosat läuft aus. Äußerst passend für eine seit seit 2015 existierende italienisch-belgisch-französische Kooperation, die jetzt ihr Mittel auf der Basis der Pelargonsäure (Beloukha) auf den Markt bringen will und die wohl auch die Kampagnen gegen das Glyphosat geschürt haben. Ja, es geht um Geld – nur um Geld. Hier hat sich jemand sehr intensiv mit der Glyphosat-Problematik befaßt >> https://katjatriebel.com/2017/12/03/glyphosat-follow-the-money/

#14 |
  3
Werner Kröll
Werner Kröll

Profit over people !

#13 |
  1

Guten Tag,
endlich lese ich eine guten Beitrag über die Resistenzproblematik von Glyphosat von Frau Finckh. Nirgendwo anders habe ich bisher etwa dazu gelesen. Ich dachte, nur “wir”, die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), würden diese Resistenzproblematik von Glyphosat sehen. Danke Frau Finckh für Ihren Beitrag hier. Lassen Sie uns gemeinsam “trommeln”.
Bereits vor zwei Jahren hat die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA), http://www.ava1.de, auf diese Problrematik in einem Artikel in der hauseigenen Fachzeitschrift NUTZTIERPRAXIS AKTUELL 54 (2016, S24-25) aufmerksam gemacht: Link:
https://www.ava1.de/img/cms/1NPA%2054-2016_kr%C3%BCger_02.pdf

Der gesamte Kommentar der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) zu Glyphosat und Mininster Schmidt finden Sie auf der AVA-Homepage unter folgendem Link:

https://www.ava1.de/blog/wie-sich-agrarminister-christian-schmidt-als-fraenkisches-schlitzohr-entpuppt-n77

Gerne lese ich Ihre Kommentare/Rückfragen hierzu. Auch an info@ava1.de

mfg
eg hellwig, Gründer und Leiter der AVA

#12 |
  2
Prof.Dr.med. Martin Lausen
Prof.Dr.med. Martin Lausen

Scheinheilige Diskussion! Energiewende übers Knie brechen, Biogas und grüne Energie mit Biomais? Es sind ja nicht nur Herbezide und Überdüngung Ursache des Artsterbens sondern auch die riesigen Monokulturen ohne auflockernde Wallhecken oder Fruchtwechsel. Ist doch alles recht komplex, nur nicht vom Ende her gedacht. Deswegen: Kohlekraftwerke sofort abschalten und E-Autos mit Ladestationen aus dem Boden stampfen, die Energie wird schon vom Himmel fallen.

#11 |
  5
Gast
Gast

In unserer Tageszeitung las ich, dass Bauern Prämien dafür bekommen, wenn sie spritzen ansatt zu pflügen. Gerade in Gebieten, wo es durch das Pflügen zu Bodenerrosionen kommt, sei das Glyphosat “das kleinere Übel”.

Auch interessant: Das Monsanto-Tribunal. Hier gibt es im Web einen interessanten Film, welcher den Hass auf unseren lieben Agrarminister noch erhöhen dürfte. Mich würde interessieren, ob er auch eine “Prämie” kassiert hat.

#10 |
  2
Dipl.-Stom. Reimar Zetzmann
Dipl.-Stom. Reimar Zetzmann

Worum geht es eigentlich hier? Andere Mittel sind schädlicher- ganz verzichten!
Ein wenig schädlich – ein wenig krank- ein wenig tot. Man faßt es nicht.
Hier geht es doch nur um das Geld- die Gier ist die Ursache allen Übels!

#9 |
  3
Dipl.Kfm. Kurt Maier
Dipl.Kfm. Kurt Maier

Wer kann sagen, ob wir durch die erhöhte Aufnahme von Glyphosat z.B. in der Nahrung (s. Grenzwerte für Soja) nicht auch unser Mikrobiom im Verdauungstrakt “verschieben” und uns damit einhergehend unkalkulierbare Gesundheitsrisiken einhandeln.
Hier wird rücksichtslos das komplexe Ökosystem gestört, Mikroorganismen, Insekten (Meldugnen zum Rückgang von wenigen Monaten), Vogelwelt, Nutz- und Wildtiere, Nutz und Wildpflanzen und am Ende wir selbst.
Aber was sollen die Alleineintscheider schn machen, wenn doch Bayer Monsanto übernimmt. Ist doch wichtig dass der Deal nicht in die Hose geht. Der nützt doch uns allen… oder nur den 10% die 90% der Vermögen besitzen. Also noch mal…

#8 |
  4
Gast
Gast

Obwohl die Toxizität dieses Herbizides bekannt ist, wird es weiterhin verwendet.
So ist das mit den einsamen Entscheidungen eines Ministers Schmidt.
Oder haben die Lobbyisten die größere Rolle gespielt.
Hier spielt nur noch der Profit eine Rolle, aber nicht mehr die Gesundheit des Wählers !
Ein CSU Mitglied der diese Entscheidung nicht verstehen kann.

Die spitze Feder

#7 |
  7
Dr. med.dent Stefan Troendle
Dr. med.dent Stefan Troendle

Diesem Volksvertreter, der alle Weisungen ignoriert, das Insektensterben und damit das Vogelsterben vor lauter Dummheit nicht wahrnimmt – geschweige denn alle anderen Schäden,würde ich gern ein Glyphosatklistier -entgegen aller political correctnes -verabreichen .

#6 |
  4
Gast
Gast

Es ist erschreckend, wie der Einfluß Wirtschaft in allen Bereichen zunimmt. Unsere Politiker sind nur noch von Lobbyisten gesteuert und kümmern sich nicht im mindesten um für die Bevölkerung wichtige Maßnahmen. Ein einziger Sumpf und die Bevölkerung wird auch noch für dumm verkauft. Vorgeschobene “Alleinentscheider”, es wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

#5 |
  4
Prof. Günter Wagner
Prof. Günter Wagner

…..wir murksen an der Natur herum, die wir nicht verstehen und lassen unsere Volksvertreter auch murksen. Weiter so!

#4 |
  3
Dr. med. Inge Eisenmann-Stock
Dr. med. Inge Eisenmann-Stock

Was nützt einem denn das ganze Wissen, wenn einer vom Format ‘Alleinentscheider’ das mit einem Handschlag vom Tisch wischt.

Aus Südamerika sind so viele Hinweise in allen Bereichen wie o.g. bekannt
aber wenn das die Entscheidungsträger nicht interessiert – was dann?
Von denen ist in ein paar Jahren keiner mehr haftbar zu machen.
echt traurig.

#3 |
  2
Gast
Gast

Glyphosat verhindert in Pflanzen die Herstellung essentieller Aminosäuren über die Blockade eines Enzyms, welches weder im Menschen noch im Tier vorkommt. Aber dieses Enzym kommt in unserem Mikrobiom vor und verhindert die Synthese der essentiellen Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan, vor allem auch Baustein der Neurotransmitter z.B. Serotonin. Da die Zahlen an Erkrankungen an Depression ständig steigen sollte man in diese Richtung unbedingt tätig werden, nicht Serotoninawiederaufnahmehemmer verschreiben, sondern Tyrosin, Phenylalanin und Tryptophan supplementieren.

#2 |
  1

Wichtiger Artikel, für den Herrn v. d. Heuvel Dank gebührt. In der Tat sind bei der Diskussion des Krebsrisikos die anderen Risiken und Nachteile von Glyphosat quasi unter den Tisch gefallen. In der Übersichtsarbeit fehlen übrigens noch die glyphosatresistenten Unkräuter, die in den USA schon längst zum Problem geworden sind.

#1 |
  2


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: