Homöopathie: Gramsnegative Erregung

7. Dezember 2017
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Homöopathie-Kritik macht sich bezahlt. Dr. Natalie Grams hat ihr zweites Buch veröffentlicht. Sie zeigt, mit welchen Halbwahrheiten Anhänger alternativer Therapien um Patienten buhlen – und welche Sonderstellung manche Verfahren haben. Doch wie neu sind die Erkenntnisse?

Heilberufler kennen Dr. Natalie Grams nur allzu gut. Früher arbeitete sie als homöopathische Ärztin. Nach umfangreichen Recherchen wandte sie sich von dieser Lehre komplett ab und veröffentlichte ihr erstes kritisches Buch zum Thema Homöopathie – quasi ein Stück Vergangenheitsbewältigung, an dem sie die Leser teilnehmen lässt. Bei Alternativmedizinern gilt sie seither als „Nestbeschmutzerin“. Jetzt legt Grams mit ihrem neuen Werk „Gesundheit! Ein Buch nicht ohne Nebenwirkungen“ nach. Sie erklärt nicht nur, warum Fakten nicht verhandelbar sind. Vielmehr zeigt die Ärztin, dass ein Netz aus arzneimittel- und sozialrechtlichen Ausnahmen alternative Theapien regelrecht schützt. Gibt es wirklich Neues zu berichten? Wir haben einen Blick in das Traktat geworfen.

Alternativen zur Wahrheit im Angebot

Natalie Grams

Natalie Grams © privat

In guter alter Tradition beginnt jedes wissenschaftlich anmutende Buch mit einem historischen Einstieg. Auf ermüdenden 60 Seiten spannt Grams den Bogen von Aristoteles bis zur evidenzbasierten Medizin. Was Ärzte seit ihrem Studium wissen, ist bei Patienten längst noch nicht angekommen, das ist klar. Ob sie sich durch eine dissertationsverdächtige Abhandlung quälen, bleibt fraglich.

Inhaltlich vermittelt der Teil wenig Neues: Wissenschaftliche Hypothesen lassen sich nur mit überprüfbaren, gut dokumentierten Experimenten bestätigen. Bei Therapien geht nichts ohne randomisierte, kontrollierte Studien (RCTs). Sie gelten als die höchste Form des Erkenntnisgewinns. „Erfahrungswissen“ und „noch nicht erforschbare“, vermeintliche Zusammenhänge, wie sie Alternativmediziner gern anführen, können RCTs niemals ersetzen.

Jetzt wird es spannender

Danach wird die Sache deutlich interessanter. „Typische Fehler in der Pseudowissenschaft sind, dass sie naturwissenschaftlich gesichertem Wissen widersprechen oder keine Evidenz vorweisen können“, schreibt die Ärztin. „Oft wird zwar geforscht, aber eher nach dem Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeiung.“ Auf Kritik von Wissenschaftlern reagiert die Community oft emotional, ohne Sachargumente vorzubringen. Vermeintliche Einzelfallberichte oder Erfahrungswerte sind kein Eratz für methodische Herangehendweisen.

Mehr zuhören, mehr erklären

Trotzdem haben fast zwei Drittel der erwachsenen Deutschen alternative Verfahren schon mindestens einmal in Anspruch genommen, wie Grams in ihrem Buch schildert. Hier bekommen auch Kollegen ihr Fett ab. Vielleicht liegt es daran, dass sich Patienten mit ihren Sorgen beim Arzt alleingelassen fühlen. Für Grams ist Medizin ein „sprechender Beruf“. Kommunikationsseminare gehören jedoch zu den unbeliebtesten Veranstaltungen bei Ärztekammern. Homöopathen setzen auf das unspezifische Setting ausführlicher Gespräche. Einer Heilung kommt das nicht gleich, aber Patienten schätzen den Dialog. Woher Ärzte die fehlende Zeit für Gespräche zaubern sollen, weiß auch Grams nicht.

Vielleicht liegt es aber nicht an Medizinern, sondern an der Ablehnung von „Big Pharma“ und von Nebenwirkungen klassischer Arzneistoffe? „Alternativverfahren haben es geschafft, das Bild einer heilen Welt zu vermitteln“, konstatiert die Autorin. Und von echten Alternativen kann kaum die Rede sein. Bei bakteriellen Pneumonien zaubert Thymiantee Bakterien nicht einfach weg. Evidenzbasierte Ansätze sind eben alternativlos.

Mächtige Lobby

Grams erklärt, warum sich diverse Verfahren trotzdem auf dem Markt gehalten haben: „Die Ärztin Veronica Carstens, Frau des ehemaligen Bundespräsidenten, erreichte durch ihre Lobby-Tätigkeit, dass diese besonderen Therapieverfahren im Arzneimittelgesetz ‚besonders ‘ verankert sind: Ihre Medikamente können ohne klinische Studien auf den Markt gelangen.“ Und traditionelle Arzneimittel dürfen aufgrund eines Bestandsschutzes verkauft werden.

Laien kennen diese Unterscheide nicht. Sie halten alle Präparate aus ihrer Apotheke für ähnlich wirksam. Hinzu kommt, dass alternative Methoden für sich beanspruchen, anerkannt zu sein. Sie entziehen sich der neutralen Beurteilung durch Experten.

„Kein Wortbaukasten, mit dem man Wissenschaftsscrabble spielen kann“

Stattdessen wird mit Pseudoargumenten gearbeitet. Natalie Grams’ Negativliste:

  • Natürlich ist gut – bloß keine Chemie: Was ist daran natürlich, die Wirbelsäule über den physiologischen Bewegungsbereich hinaus zu manipulieren (Chiropraktik) oder Nadeln in die Haut zu stechen (Akupunktur)? „Gibt es etwas Natürliches in bis zur Gehaltlosigkeit verdünnten und geschüttelten Substanzen (…)?“
  • Energie und Information: Beide Begriffe haben klare Definitionen, werden aber in völlig anderem Zusammenhang verwendet. Beispielsweise arbeiten Homöopathen gern mit dem Themenkomplex feinstoffliche Schwingung, Energie und Information. Das klingt gut, das klingt wissenschaftlich, entbehrt aber jeder Grundlage. Grams: „Definitionen sind kein Wortbaukasten, mit dem man Wissenschaftsscrabble spielen kann.“
  • Stimulierung des Immunsystems: Diese Strategie ist nur bei wenigen, klar umrissenen Krankheitsbildern erforderlich. Ein normal funktionierendes Immunsystem lässt sich kaum stimulieren.
  • Ganzheitlichkeit: Gegner werfen der „Schulmedizin“ gern vor, nur einen isolierten Aspekt zu betrachten. Zunächst spricht es für die Alternativmedizin, sich Zeit zu nehmen und den gesamten Menschen zu betrachten. „Wird bei einer bakteriellen Blasenentzündung nur das psychische Dilemma aufgearbeitet, nicht jedoch eine Urinkultur angelegt und ein Antibiotikum verschrieben, so behandelt man mitnichten ganzheitlich und auch nicht die eigentliche Ursache (Bakterien), mag das Gespräch noch so ausführlich gewesen sein“, heißt es im Buch.

Was nicht wirkt, gehört nicht in das öffentliche Gesundheitssystem

Umso fragwürdiger ist, dass gesetzliche Krankenversicherungen (GKVen) seit 2012 die Möglichkeit haben, in gewissem Umfang Zusatzleistungen anzubieten. Grams: „Homöopathie und Akupunktur werden von sehr vielen gesetzlichen und privaten Krankenkassen erstattet, obwohl sie nicht mehr als eine Scheinbehandlung darstellen.“

Alle anderen Therapieverfahren werden vor der Kostenübernahme detailliert geprüft. Ohne umfangreiche Dossiers gibt der Gemeinsame Bundesausschuss kein grünes Licht. Die Nutzenbewertung anhand von Vergleichstherapien ist ein wichtiger Bestandteil. „Das kann man in Gegenüberstellung zu den normalen pharmazeutischen Mitteln wohl nur als höchst unfair bezeichnen“, meint die Autorin. „Was wirkt, ist Medizin, was nicht wirkt, gehört nicht in die Medizin des öffentlichen Gesundheitswesens.“

Plädoyer für eine vernünftige Medizin

Grams Fazit betrifft Ärzte, Apotheker, Patienten und Politiker gleichermaßen: „Wir dürfen nicht so tun, als gäbe es zwei Medizinen: zum einen die auf wissenschaftlichen Fakten beruhende und zum anderen die, die zwar eine oft willkommene Wohlfühlmedizin anbietet, sich aber nicht auf Wirksamkeitsbelege ihrer Mittel und Methoden berufen kann.“ Methoden, die sich keiner wissenschaftlichen Evidenzprüfung stellen oder dabei kläglich versagen, haben keine Berechtigung im öffentlichen Gesundheitswesen.

Mutigen GKVen steht frei, Angebote sinnvoller, privat zu zahlender Leistungen zu entwickeln. Pharmazeutische Hersteller sieht Grams in der Pflicht, stärker nach ethischen Werten zu arbeiten. Dazu gehört, Daten transparent zu veröffentlichen, aber auch Preise maßvoller zu gestalten.

Natürlich geht es auch um Heilpraktiker. Grams hält einen weiteren Gesundheitsberuf neben Ärzten für denkbar, aber nicht ohne tiefgreifende Reformen. Im aktuellen Heilpraktikerwesen sieht die Autorin keine Zukunft. Und Ärzte sind in der Pflicht, ihre menschlich-empathischen Qualitäten auszubauen. Ob sich Probleme rund um Personalmangel und überbordende Bürokratie über Nacht beheben lassen, ist mehr als fraglich.

Gute Argumentationshilfe – aber wenig Neues

Als Leser mit naturwissenschaftlich-medizinischem Hintergrund bleibt man nach mehr als 300 Seiten etwas ratlos zurück. Was genau möchte uns die Autorin sagen? Grams´ fundierte Recherche zeigt zwar, wie komplex die Zusammenhänge wirklich sind und wie zahlreiche Sonderregelungen Alternativtherapien vor der harten Evidenzprüfung bewahren. Sie entlarvt auch methodische Schwächen, mit denen Anhänger alternativer Therapien ihre Methoden begründen und erklärt, warum sich Patienten gegen ihren Arzt entscheiden. Wirklich neu ist der Ansatz für Interessierte aber nicht. Die große Vision wie beim ersten Teil sucht man vergebens.

Doch wer profitiert vom Buch? Auf alle Fälle Laien, die sehen, mit welch perfider Methodik Alternativmediziner pseudowissenschaftliche Theorien entwickelt haben. Ob sie sich mit der schweren Kost auseinandersetzen möchten, wird sich zeigen.

169 Wertungen (2.57 ø)

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68 Kommentare:

Dieter Grotjahn
Dieter Grotjahn

@33
“Auch empfehle ich ihr einmal alle 2 Stunden 30 Tropfen Nux Vomica D4 einen ganzen Tag lang einzunehmen. Dann wird sie ihren Spaß haben.”

Wieso? Ist da ausreichend Alkohol enthalten?

#68 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

Dr. Herwig Horst Schmidt
Da Sie der homöopathisch wegverdünnten Arnika das Hohelied singen, können Sie sicher auch erklären, warum die DHU eine “homöopathische” Arnikasalbe in der Potenzierungsstufe “Urtinktur” anbietet, oder?

#67 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

Gast #58

Gestatten Sie die Frage, ob Sie das Buch gelesen haben, und wenn ja, ob Sie es ganz gelesen haben? Wenn ja: Wie konnten Sie die Kapitel, die das konventionelle Gesundheitswesen zum Thema haben, übersehen? Kapitel 5 und 6 meine ich.

Wieviel „sauberer“ kann man denn die Trennung zwischen den Therapien machen, als in dem, dass man den einzelnen Therapien eigene Kapitel widmet, sie bespricht und einzeln bewertet?

Außerdem wäre ich wirklich interessiert daran, welche „wissenschaftliche Fakten“ wir von der GWUP Ihrer Meinung nach nicht zur Kenntnis nehmen? Welche Fakten sind „verdreht“ worden?

#66 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

Herr Dr. Lion (#60),

Erlauben Sie mir den Hinweis, dass Hahn irrt. R. T. Mathie, der für das Homeopathy Research Institute arbeitet und daher sicher nicht gegen die Homöopathie voreingenommen ist. kam in seinen Reviews von 2014 und 2017 zu genau dem gleichen Ergebnis, ohne über 90 % der Studien auszuschließen: Die Qualität der Studien ist zu schlecht, um einen Beleg für die Wirksamkeit der Homöopathie zu ergeben und für kein einziges Krankheitsbild fand er in seinen Meta-Analysen, dass es überzeugende Nachweise für eine Wirksamkeit über Placebo hinaus gäbe.

Folgerung: Hahn ist widerlegt – und die Nicht-Wirksamkeit der Homöopathie in nunmehr insgesamt acht übergreifenden Reviews von Autoren aller möglicher Überzeugungen bestätgt. (Wissenschaft besteht übrigens auch darin ALLE Quellen zu einer Forschungsfrage heranzuziehen, nicht nur die, die die eigene Meinung zu bestätigen scheinen.)

#65 |
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Dr. Herwig Horst Schmidt, von Lobbyisten anerkannter Ketzer
Dr. Herwig Horst Schmidt, von Lobbyisten anerkannter Ketzer

Warum streiten, wenn man alles selbst überprüfen kann?
Hahnemann forderte von seinen Anhängern und Gegnern: “Macht’s nach! Aber macht es genau nach!”
In seiner Arzneimitellehre beschreibt Hahnemann u. a. die Wirkung von Arnica (Bergwohlverlei) wie folgt:
“Die spezifische Heilkraft dieses Krautes ist eine Hilfe gegen das allgemeine Übelbefinden, welches von einem schweren Falle, von Stößen, Schlägen, von Quetschungen, Verheben oder vom Überdrehen oder zerreißen der festen Teile unseres Körpers entsteht. Arnica ist daher selbst in den größten Verwundungen durch Kugeln und stumpfe Werkzeuge sehr heilsam – so wie in den Schmerzen und anderen Übelbefinden nach Ausziehen der Zähne und nach anderen chirurgischen Verrichtungen, wobei empfindliche Teile heftig ausgedehnt worden waren, wie nach Einrenkungen der Gelenke, Einrichtungen von Knochenbrüchen usw..
In den Befindensänderungen, welche Arnica in gesunden Menschen hervorzubringen pflegt, ist das Übelbefinden von starken Quetschungen und Zerreißungen der Fasern in auffallender Ähnlichkeit homöopathisch enthalten.” Ende des Zitates.
Hahnemann warnt aber auch: ” Nur muss man Arnica nie in akuten fieberhaften Krankheiten anwenden – und ebensowenig in Durchfällen -, wo man sie immer sehr nachteilig finden wird. Am besten ist die innerliche Anwendung in der Potenz C30″. Ende des Zitates.
Eine Arnica-Therapie erfüllt in diesen akuten Fällen, wie Hahnemann darlegt, die Bedingungen des Simile-Prinzips. Empfindet solch ein Patient doch ganz ähnliche Beschwerden oder, um es in Hahnemanns Worten zusagen, ein ähnliches “Übelbefinden”, wie das, welches zuvor völlig gesunde Probanden bei der Arzneimittelprüfung mit Arnica an sich beobachtet haben. Graduelle Unterschiede, die von der Intensität der Gewalteinwirkung und den Umfang der Schadwirkung abhängen, brauchen bei der Wahl des homöopathischen Mittels nicht berücksichtigt werden.
Damit sich der interessierte Leser persönlich ein Urteil über die von mir beschriebenen Sachverhalte sowie ein Bild der Wirksamkeit der homöopathischen Hochpotenzen bilden kann, hier einige Hinweise:
Wenn man unmittelbar nach einer Zahnextraktion 10 Globuli Arnica C30 und 10 Globuli Phosphorus C30 unter der Zunge zergehen lässt, wird schnell und eindrucksvoll (sofern keine Kiefervereiterung vorliegt, welche ein anderes homöopathisches Mittel erfordern würde) Blutungen, Schwellungen und Schmerzen nach der Zahnextraktion ausbleiben.
Bei einem plötzlich auftretenden Nasenbluten vermag die einmalige Verabreichung von 10 Globuli Phosphorus C30 in den meisten Fällen zu einer schnellen Stillung der Blutung führen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine erfolgreiche homöopathische Therapie von der Erfahrung und dem Wissen des Therapeuten abhängt. Einige Wochenend-Kurse führen nicht selten zu Misserfolgen, weshalb man heute
oft sogenannte bewährte Indikationen nutzt, um gewisse Erfolge zu erzielen.
Das ist aber wieder eine andere Geschichte.

#64 |
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Deioppaihmseischwippschager
Deioppaihmseischwippschager

Eine, wie ich finde, treffende Rezension.
“Auf Kritik von Wissenschaftlern reagiert die Community oft emotional, ohne Sachargumente vorzubringen. ”
Auch hier in den Kommentaren schön sowohl von der Autorin und ihrem Netzwerk, als auch von HPlern zu beobachten.

#63 |
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Sven
Sven

Vielen Dank für die Rezension dieses wichtigen Buches. Diese Frau muss sich einiges bieten lassen nur weil Sie an die gesunde Vernunft appeliert. Mittelalter 2.0. Homöopathie wird in den meisten europäischen Ländern zu Recht ausgelacht… wann sind wir ach so hoch entwickelten Deutschen endlich soweit?

#62 |
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Gast
Gast

Es ist sicherlich nur ein dummer Zufall, dass sich hier in den Kommentaren genau die Leute positiv über das Buch äußern, die auch aktiv daran beteiligt waren. In der Wissenschaft würde man das wohl einen Interessenkonflikt nennen.

#61 |
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Dr. med. Martin Lion
Dr. med. Martin Lion

Ich gehe nicht davon aus, überzeugte Homöopathie-Gegner umstimmen zu können. Daher ist dieser Kommentar für Kollegen und Gäste gedacht, die sich eine gewisse Offenheit bewahrt haben.
Seit über 25 Jahren praktiziere ich als Arzt klassische Homöopathie. Meine Erfahrungen in dieser Zeit (und die Erfahrungen einer großen Zahl sowohl schulmedizinisch als auch homöopathisch ausgebildeter Kollegen) sind gänzlich andere als sie Frau Grams in 4 Jahren homöopathischer Tätigkeit offenbar gesammelt hat. Aber nach 4 Jahren Homöopathie war ich auch noch in der Zweifler-Phase, die ich allerdings bald danach aufgrund alltäglicher Praxis-Erfahrungen vollständig überwunden hatte. Darüber hinaus sei folgendes angemerkt: Natürlich gibt es eine ganze Reihe guter Studien, die die Wirksamkeit der Homöopathie hinreichend belegen. Aussage von Hahn, R.G. 2013: „Zur Schlussfolgerung, dass Homöopathie klinisch nicht wirksam sei, kann man nur kommen, wenn man 90 % aller klinischen Studien zur Homöopathie ignoriert und nicht auswertet.“ Es gehört also eine gewisse Ignoranz gegenüber der Wissenschaft dazu, die Homöopathie mangels aussagekräftiger Studien abzulehnen. Da ich jedoch kein Statistiker bin, steht es mir auch nicht zu, über Studien zu streiten. Allerdings sei aus zahlreichen Veröffentlichungen und Diskussionen angemerkt, wie oft Studien aus Eigeninteresse manipuliert werden, um ein bestimmtes Ergebnis zu erhalten. Also: Wo beginnt und wo endet echte Wissenschaft?
Ich wünsche mir in der medizinischen Therapie eine Vielfalt, die sowohl einer echten Wissenschaftlichkeit als auch der Mündigkeit des Patienten Rechnung trägt. Dazu gehört Toleranz gegenüber verschiedenen bewährten therapeutischen Ansätzen und ein kompetenter unvoreingenommener Austausch unter allen Medizinern zum Wohl der Patienten. Einzig dieses sollte in der Medizin Vorrang haben, denn dazu ist sie da.

#60 |
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Gast
Gast

Militante Vertreter beider Seiten werfen der jeweils anderen Seite gerne Verfehlungen vor, die sie selbst regelmäßig an den Tag legen. So hetzen die Anhänger der sg. “Alternativmedizin” allzu gerne gegen die böse Pharmaindustrie, deren fragwürdige Produkte wie Homöopathika, Anthropsophika und Nahrungsergänzungsmittel sie natürlich unreflektiert selbst propagieren.

Auf der anderen Seite werden an die verhassten Therapiemethoden Anforderungen gestellt, die auch viele Mittel oder Methoden der “evidenzbasierten” Medizin nicht erfüllen können.

Probleme wie “Altzulassung” oder “Bestandschutz” gibt es nur bei den bösen Mitteln der sg. “Alternativmedizin”? Nein, natürlich nicht. Auch zahlreiche populäre synthetische Wirkstoffe würden heute kein Zulassungsverfahren mehr erfolgreich durchlaufen. So ist Deutschland eines der ganz wenigen zivilisierten Länder, in dem ein traditioneller Wirkstoff wie Metamizol (eingeführt 1922) noch heute verkauft werden darf, obwohl man nur zu gut weiß, dass er eine Agranulozytose auslösen kann (siehe hierzu auch ganz aktuelle Fälle). Deshalb ist der Wirkstoff in vielen Ländern verboten oder war noch nie erlaubt. Für ein weiteres traditionelles Arzneimittel, das 1955 eingeführte Paracetamol, gibt es Hinweise auf eine Begünstigung von Autismus, wenn es in der Schwangerschaft eingenommen wird. Dennoch verwenden es in Deutschland mehr als die Hälfte der Schwangeren. Selbst Aspirin würde wohl heute nicht mehr zugelassen werden.

Wer also, wie das die GWUP regelmäßig tut und wie Natalie Grams es in ihrem Buch unreflektiert nachbetet, höchste wissenschaftliche Standards für bestimmte Arzneimittel fordert, der sollte nicht verschweigen, dass das ein ziemlich allgemeines Problem der Medizin ist, das nicht nur “alternative” Mittel betrifft.

Wünschenswert gewesen wäre ein Buch, das verbreitete Irrtümer in beiden Lagern aufdeckt und auch gemeinsame Schwächen. Dies wäre allerdings ein Buch geworden, mit dem sich Natalie Grams in das Schlachtfeld zwischen den Schützengräben der verfeindeten Lager begeben hätte. Dafür hatte sie vielleicht einfach nicht den Mut. Es darf aber auch vermutet werden, dass sie sich in ihrer Rolle als Postergirl der GWUP sehr gut gefällt.

#59 |
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Gast
Gast

Frau Grams ist ein erschreckendes Beispiel dafür, dass manche Konvertiten zu den schlimmsten Extremisten mutieren. Hat sie sich als Homöopathin nicht sonderlich um Wissenschaftlichkeit gekümmert, so tut sie das auch heute nicht. Und wie zu ihren Zeiten als “Alternatvmedizinerin” geriert sie sich nun hier in den Kommentaren als Opfer einer bösen Verschwörung gegen sie und den restlichen Propagandastab der GWUP (vgl. die Danksagung auf den Seiten 327f. mit den Namen einiger Kommentatoren hier!).

Wie der Rezensent bleibt man etwas ratlos zurück, wem dieses propagandistische Machwerk nun nutzen soll. Für Laien ist es sicherlich nicht geeignet, denn es trennt eben nicht sauber zwischen Therapien mit gut untersuchter Wirksamkeit und Unbedenklichkeit, solchen mit (noch) mangelnder Evidenz (aber wissenschaftlicher Plausibilität, etwa auf Basis experimenteller Forschung) sowie frei schwingenden und auch bereits widerlegten Thesen. Was nicht in das Weltbild der GWUP passt, wird abgelehnt, da spielen auch wissenschaftliche Fakten keinerlei Rolle mehr.

Die Homöopathie dient hier lediglich als publikumswirksamer Katalysator für eine zutiefst unsachliche Kampfschrift gegen angeblich “alternative” Ansätze. Im Fahrwasser der berechtigten Kritik an der in Deutschland ziemlich mächtigen Homöopathie-Lobby werden munter historische und wissenschaftliche Fakten verdreht, um im Sinne der GWUP zu erklären, was nun evidenzbasiert und was “alternativ” zu sein hat. Dabei werden die für Fachkreise offensichtlichen Widersprüche in der Argumentation großflächig umschifft, was natürlch kaum einem Laien auffallen dürfte.

#58 |
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Gast
Gast

1979 natürlich

#57 |
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Gast
Gast

“woher die zusätzliche Zeit kommen soll, weiß grams auch nicht” ???
Hieß es anfangs nicht, die Dame hätte vorher auch homöopathisch gearbeitet? Da musste sie ja auch Zeit für eine ordentliche Anamnese aufbringen, sollte man denken.
Akupunktur (50 Indikationen) sind seit 1879 von den Kassen anerkannt, nur so am Rande.

Lausiger Hetz-Artikel.

#56 |
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Jan Voigt
Jan Voigt

Sollte es etwa einen Zusammenhang von Homöopathiegläubiglei, Technikskepis umd der Akzeptanz naturwissenschaftlicher Unkenntnis und Schulversagens auf diesem Gebiet geben?
Liebe Anhänger der Hochpotenzen, erklärt mir doch mal glaubhaft, wann das Wasser seine Information und feonstofflichen Schwingungen wieder sicher verliert. Da muß ja langsam viel “Lärm” drin sein….

#55 |
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Elke Köhler
Elke Köhler

Mir wird fast schlecht beim Lesen…
Ich empfehle das Buch zu lesen von Birgit Wess:
AUFWACHEN, DIE ZEIT IST REIF
Realität selbst-erschaffen?

#54 |
  11
Gast
Gast

Was für ein Schlachtfeld. Und nur, weil jemand sich klar für evidenzbasierte Medizin ausspricht und gegen Scharlatanerie. Wir bauen doch auch keine Flugzeuge nach dem Motto: Wer fliegt hat recht.

#53 |
  16
Weitere medizinische Berufe

@Gast 31

“dass hier eine Ärztin, die jahrelang an Homöopathie geglaubt hat, nun naiv genug ist, der Welt die Medizin erklären zu wollen.”

Sie sagen es: geglaubt.
Mir ging es ähnlich, beeinflusst durch Elternhaus und Endlos-Werbung von “sanfter nebenwirkungsfreier Medizin” war Homöopathie u.ä. vermeintlich gleichwertige Medizin . Nachdem das Zweifeln und Reflektieren einmal eingesetzt hatte, war der Abfall vom Glauben nicht mehr weit.
.
” Ein wenig mehr Demut stünde ihr gut.”
Warum?

Ein wenig mehr Demut stünde ihr gut.

#52 |
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Weitere medizinische Berufe

@Sylvia

lesen Sie doch Natalie Grams Buch “Homöopathi neu gedacht “, Sie werden sehen, dass sie die Homöopathie nicht nur gut kennt, sondern auch ganz und gar “durchschaut”.

#51 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

Sylvia: Wichtig ist, dass der Bürger, der zum Einzahlen in die Krankenkasse gezwungen wird, sich sicher sein sollte, dass seine Beiträge zur Finanzierung wissenschaftlich abgesicherter Heilverfahren dient.

Ansosten bestehe ich in Zukunft nämlich darauf, dass meine wöchentliche Ration Spaghetti aglio olio e peperoncino mit ´ner deftigen Portion frisch geriebenem Parmesan ebenfalls durch die TK finanziert wird. Die Pasta hat für mich nämlich auch seelische Heilwirkung.

#50 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

Pedro Sanchez: Was meinen Sie, wie schnell Zweifel an der pharmazeutischen Wirksamkeit homöopathischer Arzneien beseitigt würden, wenn man sich mal testweise eine Auswahl der verschreibungspflichtigen Tiefpotenzen zuführen würde? Nux Vomica, die Brechnuss, mit ihrem Hauptalkaloiden Strychnin und Brucin, gehört auch dazu – wohl nicht zu unrecht.
Allerdings belegen hömöopathische ganztiefe Tiefpotenzen nicht die abstruse Hahnemannsche Ideenwelt, sondern nur, dass Rattengift auch dann Rattengift bleibt, wenn man ihm einen homöopathischen Namen verpasst.

#49 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

Es erstaunt, nein, besser, es bedrückt immer wieder diese auch hier in einigen Kommentaren zu findende Kritik an Natalie Grams und ihren Schriften, bei der allzu deutlich wird, dass es dem Kritisierenden nicht um die sachliche Auseinandersetzung geht, sondern vielmehr darum, Information, die ihren Namen deshalb verdienen, weil sie auf nur schwerlich widerlegbaren Erkenntnissen beruhen, als massiven Angriff auf das eigene Weltbild oder auf die Handlungsfreiheit zu sehen und zu bekämpfen.
Und da sich eben die genannten Fakten nicht eignen, wird halt gegen die Überbringerin der Nachricht zu Felde gezogen, als würde die, wie ein Vertreter einer repressiven Staatsmacht, beabsichtigen, die individuelle Lebensgestaltungsfreiheit einzuschränken.

Es ist nicht ganz einfach, eine Erklärung dafür zu finden, warum auch das, was mit schlichter intellektueller Rechtschaffenheit zu Papier gebracht wird (und eben nicht nur von Natalie Grams), offenbar unter dem Generalverdacht der Meinungsmanipulation steht, während die Fantasien, die in den zahllosen Selbsthilfe-Bestsellern halbseidener Autoren unterschiedlichster Provenienz zu finden sind, als der Weisheit letzter Schluss durchgehen.

Die Realität wird in diesen populären ersatzreligiösen Publikationen als Werk des Teufels, als Defätismus, als Negativismus oder als Hemmnis für die Entfaltung der uns innewohnenden Kraft abgetan. Wer Fragen stellt, wer zweifelt, wer Kritik übt, wer fähig ist, die Realität zu sehen, wer die Hohlheit und Gefährlichkeit der Gegenwartsmagie durchschaut, wird für seinen Pessimismus oder Intellektualismus verachtet, und der Manipulation oder Bestechlichkeit verdächtigt. Es sollte uns Anlass zu Sorge

Gut, vermutlich liefern die Berichte von komplizierten Dingen, von Nullhypothesen und Signifikanztests, von Rezeptormodellen oder Kognitionspsychologie deutlich weniger Anlass für emotionale Höhenflüge, als magische Beschwörungen und pseudomedizinscher Abwehrzauber.

Aber ist das tatsächlich Grund genug, sich gegen den oder die zu wenden, die die Unbegründetheit solcher Erleuchtungserlebnisse aufzeigen?
Die erklären, mit welchen Mitteln der evolutionär zu begründende fatale Hang zum Mystizismus zur Umsetzung banaler monetärer Interessen ausgenutzt wird?
Die zeigen, dass die herbeihalluzinierte Selbstbestimmtheit, die sich vermeintlich durch die Zuwendung zu irrationalen Heilsverfahren ihre Bahn bricht, letztlich nur die Kapitulation vor den zweifelhaften Botschaften ist, die mit trivialen Erklärungen simple und oftmals untaugliche Lösungen gegen sämtliches Unbill der Welt propagieren?

So liefert dann auch das kleinliche Herummäkeln an der Textlänge und Informationsdichte von Natalie Grams Buch deutlich weniger Anlass zur Sorge, als die unübersehbare Aggression, die numerisches Kalkül und die Macht des Faktischen bei nicht wenigen Zeitgenossen offensichtlich auslöst.

Wohin bewegt sich eine angeblich aufgeklärte Wissensgesellschaft, wenn ein erhebliche Teil dieser Gemeinschaft nicht mehr bereit ist, die Ergebnisse methodisch durchgeführter Wissensfindung als maßgeblich zu akzeptieren?

Die Frage sollten wir stellen – und dabei auch diskutieren, warum die kritischen Anmerkungen zu Natalie Grams Buch eines konsequent vermeiden, nämlich die Auseinandersetzung mit den vermittelten Inhalten.

#48 |
  18
Sylvia
Sylvia

Lächerlich und traurig zugleich. Da kann man noch so viel schwafeln und intrigieren, im Endeffekt hat der Recht der heilt. Und allen Unkenrufen zum Trotz gelingt es eben gerade mit Homöopathie sehr oft sehr gut. Im Übrigen glaube ich nicht einmal, dass Frau Grams auf sehr viel Erfahrung zurückblicken kann! Das macht es nicht glaubwürdiger. Eher ist sie wohl recht gut bezahlt worden, und gerade die Methode Lüge mit ein bisschen Wahrheit zu spicken, hat sich da gut bewährt und ist keineswegs ein Hinweis auf Unbestechlichkeit. Wichtig ist, dass der Bürger, der zum Einzahlen in die Krankenkasse gezwungen wird, zumindest mit bestimmen kann wie er behandelt werden möchte. So dumm wie hier dargestellt, ist der Patient nämlich gerade nicht!

#47 |
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Dr. Theo Payk
Dr. Theo Payk

Frau Kollegin Grams gebührt ausdrücklich Lob und Dank für Information und Aufklärung. Dass sie eine wütende Lobby auf sich hetzt, war vorauszusehen -Glauben ist griffiger als Wissen. Beschämend ist jedoch, dass die (Gesundheits-)Politik samt Krankenkassenconnection den Voodookult zulassen.

#46 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

Fassen wir zusammen: Das Buch ist eine gute Argumentationshilfe und Laien, für die das Buch geschrieben ist, können davon profitieren. Warum ist es dann ein „Traktat“, was heutzutage nicht gerade nach einer euphorischen Zustimmung klingt?

Und was bedeutet es eigentlich, wenn man mit einem naturwissenschaftlich-medizinischen Hintergrund feststellt, dass das Buch wenig Neues enthält? Ist das ein Problem des Buches – oder der darin dargelegten Situation und derer, die die bislang nichts daran geändert haben? Wenn Kritikpunkte auch nach langer Zeit noch gültig sind – der Autor der Rezension stellt dies ja nicht in Abrede – dann heißt das nichts Anderes, als dass sich bisher nicht viel geändert hat – und dass gerade deshalb ein erneutes Wachrütteln erforderlich ist. Was ganz sicher kein Problem der Autorin ist.

Man kann sogar weiter fragen, wo eigentlich die berufenen Personen abgeblieben sind, die mit naturwissenschaftlich-medizinischem Hintergrund sich daran beteiligen, die hier im Buch zusammengestellten und folgerichtig dargebotenen Inhalte bei den betroffenen Patienten zu verbreiten? Wie kommt es, dass die kruden Heilslehren immer weiter um sich greifen – obwohl das, was Frau Grams da schreibt, ja doch so wenig neu ist? Warum beteiligen sich Ärzte und Apotheker nicht dabei, dieses Wissen unter ihren Patienten bzw. Kunden zu verbreiten? Das Buch ist ein Versuch, eine Arbeit zu leisten, die eigentlich von rund 350.000 Ärzten in Deutschland abzüglich ein paar Tausend „Ärzten“ mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ und von über 20.000 Apotheken erbracht werden müsste.

Selbst wenn dieses Buch noch Verbesserungspotenzial hätte – und welches Menschenwerk hat das nicht? – dann ist es doch ein Licht in der Dunkelheit, die von der Ärzte- und Apothekerschaft und deren Organisationen und Vereinigungen offenbar nicht als eine Problemsituation angesehen wird, allerdings die Patienten reihenweise in die Arme von Quacksalbern und Scharlatanen treibt.

Ich hoffe, es finden sich noch viele Autoren, die Zeit und Mühe investieren und immer wieder versuchen, angemessene Formen zu finden, die vielleicht dem Fachmann längst bekannten Gegebenheiten dem Laienpublikum zu präsentieren.

#45 |
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Im Übrigen gibt die Rezension viele Inhalte im Buch ziemlich einseitig wieder. Einige Verfahren der Alternativmedizin haben durchaus Evidenz für Wirksamkeit, in Teilen auch die Akupunktur, Yoga, Phytotherapie oder auch Achtsamkeitsübungen. Ein genauer Blick bedeutet keine rundheraus-Ablehnung von allem, was “anders” ist. Auch bekommen “Big Pharma” und andere bisweilen unlautere Mitspieler des Gesundheitssystems durchaus ihr Fett weg und nehmen dem Vorwurf, ich sei bestimmt auf von “denen” für das Buch und seine Aussagen bezahlt, den Wind aus den Segeln.

#44 |
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Im Übrigen gibt die Rezension viele Inhalte im Buch ziemlich einseitig wieder. Einige Verfahren der Alternativmedizin haben durchaus Evidenz für Wirksamkeit, in Teilen auch die Akupunktur, Yoga, Physiotherapie oder auch Achtsamkeitsübungen. Ein genauer Blickbedeutet keine rundheraus-Ablehnung von allem, was “anders” ist. Auch bekommen “Big Pharma” und andere bisweilen unlautere Mitspieler des Gesundheitssystems durchaus ihr Fett weg und nehmen dem Vorwurf, ich sei bestimmt auf von “denen” für das Buch und seine Aussagen bezahlt, den Wind aus den Segeln.

#43 |
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Verzeihen Sie bitte das Falschschreiben Ihres Namens, ich hatte zu früh auf Kommentieren geklickt

#42 |
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Liebe Frau Kellen-Goodwin,
genau darum geht es doch – dass Sie und jeder Mensch sich tatsächlich frei entscheiden kann, was er/sie für seine Gesundheit tun kann. Und das kann man nur, wenn man sich auskennt und umfassend informiert hat. Dabei auch einmal über den bisherigen Tellerrand hinaus gesehen hat. Dafür habe ich im Buch nicht etwa meine persönliche Meinung veröffentlicht, sondern eine Vielzahl von Quellen, Begründungen und den aktuellen Kenntnisstand zusammen gestellt, was Sie allerdings – ohne das Buch gelesen zu haben – schwerlich beurteilen können. Ob Sie das ändern möchten, ist selbstverständlich Ihnen überlassen. Aber bitte beurteilen Sie nicht der etwas, das Sie nicht kennen. Denn sonst würden Sie genau in die Falle tappen, die Sie mir hier vorwerfen.

PS Wer immer noch denkt, dass sich mit einem kleinen Sachbuch in einem kleinen Fachverlag Geld verdienen lässt, sollte das Buch kaufen, denn dann verdiene ich endlich mal wirklich was daran ;-)

#41 |
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Ulrike Kellner-Goodwin
Ulrike Kellner-Goodwin

Ich will mich mal nicht in die Niederungen der Grabenkämpfer zwischen evidenzbasierter und Alternativmedizin werfen, sondern als Patientin bemerken:
Ich bin frei geboren, um frei über die Erde zu wandern und zu nutzen, was sie mir bietet.Und zwar alles. Und es steht niemand – auch keiner Frau Grams – zu , mich von einem Mittel fernhalten zu wollen, das sie persönlich für falsch hält. Wer sich allein auf evidenzbasierte Medizin einengt, weil er anderes nicht sehen mag, möge das gern tun, aber er möge mich bitte nicht hochnäsig- ignorant bevormunden.

#40 |
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Gast007
Gast007

Gramspositive Erregung über Impfungen und deren Sinn hat mir gut gefallen, hab ich so vorher noch nie irgendwo gelesen. Warum fallen die in der Rezi ganz unter den Tisch?

#39 |
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Gast
Gast

Schade, dass der Rezensent nicht auf die vielen anderen Themen im Buch eingeht (unter vielen anderen fand ich spannend: welche Verfahren der “Alternativmedizin” zeigen Evidenz, was kann ich selbst für meine Gesundheit tun, wo wird “Alternativmedizin” gefährlich, wo sind Krankenkassen, IGEL-Leistungen und Pharma-Firmen zu kritisieren) und Frau Grams erneut auf Homöopathie-Kritik beschränkt. Schade, weil viele Menschen, für die das Buch aus meiner Sicht geschrieben ist, so wieder einmal nicht die Informationen erhalten, die ihnen helfen würden aus dem Dschungel an Fehlinfos herauszufinden. Und so lange sie die nicht erhalten, muss halt das Gleiche immer wieder geschrieben werden – bis es endlich in den Köpfen und der Gesellschaft und auch in der Medizin ankommt.

Mich würde ja auch mal interessieren, in welchem anderen Buch der Rezensent diese umfassende Darstellung schon mal gelesen hat, wenn er sagt, dass es das alles schon gab…

#38 |
  13
Gast
Gast

Wie stehts eigentlich um die Wirksamkeit von Psychotherapieverfahren? Weit über 100 Euronen in der Stunde dafür im bequemen Sessel zu sitzen, die Haare um den Zeigefinger zu ondulieren und ein ansatzweise interessiertes Gesicht zu machen während der Klient wahlweise von seiner Kindheit berichtet oder davon wie die Woche seit der letzten Sitzung gelaufen ist. Kein Witz, wurde mir von frustrierten Klienten so oder ähnlich berichtet. Wirksamkeit?!

#37 |
  32
Gast
Gast

@31, Kommunikationsmanagerin der GWUP und Demut ?

#36 |
  14
Dr. med. Hermann Wagner
Dr. med. Hermann Wagner

Plazebos wirken! (ist evidenzbasiert belegt)
Globuli und allgemein gesagt Homöopathika sind Plazebos.
Folglich sind sie wirksam.

Alles nur eine Frage des Studiendesigns.

#35 |
  32
Gast
Gast

Auch manche Ärzte wenden gerne Alternatives an, solange dies von den Kassen bezahlt wird. Selbst schon Erfahrung mit Akupunktur gemacht. Kostete viel Zeit, war unangenehm und brachte NICHTS. Angeblich mussten 10 Sitzungen für eine gute Wirksamkeit durchgeführt werden. Und dann noch mal 10. Hätte ich den Quatsch privat bezahlen müsse, wäre nach der 3. Behandlung Schluss gewesen; so konnte es interessehalber ausprobiert werden. Fazit: Nicht noch mal.

#34 |
  14
Pedro Sanchez
Pedro Sanchez

Viel Lärm um nichts Neues. Akupunktur wirkt nicht, sagt sie. Na dann soll sie mal die Tantiemen aus ihrem Buch (so es sich denn ordentlich verkauft) nehmen und in China Nachhilfe nehmen. Die werden ihr schon zeigen was da angeblich nicht wirkt. Auch empfehle ich ihr einmal alle 2 Stunden 30 Tropfen Nux Vomica D4 einen ganzen Tag lang einzunehmen. Dann wird sie ihren Spaß haben.

#33 |
  52

Die Rezension bedient sich leider der gleichen unterschwellig vorwurfsvollen Argumente, die man in den Kommentarspalten ohnehin zur Genüge lesen muss.

Homöopathiekritik lohne sich -> naja, es wäre sicher “lohnender” gewesen, bei der Homöopathie zu bleiben.
“Auf ermüdenden 60 Seiten”, durch die man sich “quälen” muss -> Fast Food gehrt schneller, auch literarisches. Das macht es aber nicht bekömmlicher, und Simplifizierungen mag man als Arzt anderen überlassen. Medizin ist eben ein Fach, das auf einer breiten und historisch relevanten Basis steht.
“Traktat” ->”Durch die häufige Verwendung zu didaktisch-dogmatischen Zwecken hat das Wort Traktat im Deutschen mitunter einen negativen Beiklang.” (Quelle Wikipedia)
Und so weiter und so fort.

Am schlimmsten finde ich die Schlussfolgerung: What´s new?

Vor knapp einem Jahr haben wir eine Seite ins Leben gerufen, die “Die Erde ist keine Scheibe” heißt. Olle Kamellen? Eben nicht. Es ist heute mehr denn je erforderlich, immer und immer und immer wieder auf Dinge hinzuweisen, die “eigentlich” schon lange bekannt sind. Insofern würde ich mich freuen, wenn jeden Monat Bücher erscheinen würden, in denen “Altbekanntes”, aber offenbar immer wieder Vergessenes und Verleugnetes zu lesen ist.

In diesem Sinne ist Natalie Grams´Buch eine wichtige und zeitgemäße Darstellung der medizinischen und paramedizinischen Landschaft und der hier lauernden Gefahren. Von meiner Seite klare Leseempfehlung.

#32 |
  48
Gast
Gast

Schon erstaunlich, wie schnell hier die altbekannte Grams-Fantruppe aufschlägt, um ihre Meisterin vor einer ach so bösen Rezension zu schützen, die dann doch gar nicht so böse ausfällt. Das Buch ist halt einfach nicht besonders toll, obwohl das Thema Stoff für viele gute Bücher hergeben würde. Und hätte man dieses Buch von Sachkundigen gegenlesen lassen, dann wären vielleicht auch ein paar inhaltliche Fehler weniger vorhanden, die aus einem mittelprächtigen Buch ein eher weniger gutes Buch gemacht haben.

Letztlich bleibt aber immer der ziemlich üble Nachgeschmack, dass hier eine Ärztin, die jahrelang an Homöopathie geglaubt hat, nun naiv genug ist, der Welt die Medizin erklären zu wollen. Ein wenig mehr Demut stünde ihr gut.

#31 |
  45
A. Hirsch
A. Hirsch

“Plädoyer für eine vernünftige Medizin”
Na herzlichen Glückwunsch !
Gastbeitrag:
“Ich dachte immer Apotheker sind Wissenschaftler…”
Da verschreibt sich eine Frau gegen die gesamt Naturheilkunde. Jeder der Homöopathie, Akupunktur, und z.B. Chiropraktik nutzt ist blöd und oder hat keine Ahnung was gesund macht.
Lernt endlich mal denken !

#30 |
  43
Gast
Gast

Mein Apotheker verkauft H. und behauptet im Gespräch sie wirkt. Da gehe ich nicht mehr hin. Ich dachte immer Apotheker sind Wissenschaftler!?

#29 |
  24
Spottdrossel
Spottdrossel

Breaking news: “Medizinjournalist” (was ist denn das für eine Qualifikation?) schreibt geharnischte Rezension über ein Buch einer schreibenden Ärztin.

Conflict of interest anyone?

#28 |
  12
Susanne A.
Susanne A.

Ich kann der Rezension keine sachliche Kritik am Inhalt entnehmen. Nicht jeder Leser kennt das vorherige Buch der Autorin.

“Doch wer profitiert vom Buch? Auf alle Fälle Laien, die sehen, mit welch perfider Methodik Alternativmediziner pseudowissenschaftliche Theorien entwickelt haben. Ob sie sich mit der schweren Kost auseinandersetzen möchten, wird sich zeigen.”

Eben. “Die Laien” dürften die wichtige Zielgruppe sein, die es aufzuklären gilt. Das sind durchaus nicht nur Leute mit geringem Bildungsniveau, die schaffen auch den “dissertationsverdächtigen Einstieg”. Vielleicht besser als mancher Heilpraktiker, pardon.

“Inhaltlich vermittelt der Teil wenig Neues: Wissenschaftliche Hypothesen lassen sich nur mit überprüfbaren, gut dokumentierten Experimenten bestätigen. Bei Therapien geht nichts ohne randomisierte, kontrollierte Studien (RCTs). Sie gelten als die höchste Form des Erkenntnisgewinns. „Erfahrungswissen“ und „noch nicht erforschbare“, vermeintliche Zusammenhänge, wie sie Alternativmediziner gern anführen, können RCTs niemals ersetzen.” –

Als ob das schon alle wüssten – Es ist noch viel mehr Information notwendig. Eigentlich müsste man schon bei den Schulbüchern beginnen, dann natürlich auf nicht “dissertationsverdächtigem” Niveau.

#27 |
  16
Gast
Gast

In Apotheken sollten Arzneimittel verkauft werden. Mehr nicht. Viele Probleme würden damit gelöst werden können.

#26 |
  6
Dr. med. Peter Paganus
Dr. med. Peter Paganus

Auf den Punkt gebracht:

Es gibt Medizin und es gibt Beschiss!

Schlimm ist, dass ein nennenswerter Teil der beschränkten Ressourcen des Gesundheitswesens in die Alimentierung dieses Beschisses fließt, auch mit Hilfe der ahnungslosen Entscheidungsträger in der Politik.

#25 |
  16
Medical2
Medical2

Die Rezension erscheint mir jedoch sehr unwohlwollend ohne jedoch einen guten Treffer zu landen. Sie Herr Michael van den Heuvel schreiben “Gute Argumentationshilfe – aber wenig Neues” da muss ich mich doch schon etwas den Kopf fassen. Wenn die Methoden und Vorzüge einer evidenzbasierten Medizin und die Grundkonzepte wissenschaftlichen Arbeitens allgemein bekannt wären oder speziell bei Mediziner bekannt wären. Hätten wir nicht solch peinliche Entwicklungen, wie das anbiedern an den Alternativmedizinischen Hokuspokus. Wenn Psychologen den Rorschachtest nutzen würden, weil das der Zielgruppe mehr Spaß macht oder angenehmer ist als Fragebogen zu beantworten, wäre es dennoch peinlich, weil wissenschaftlich unfundiert. Es ist schon interessant, dass der Einsatz von Quacksalberei bei Ärzten nicht sonderlich selbstkritisch gesehen wird. Der Verein zur Förderung der ärztlichen Quacksalberei oder kurz DZVhÄ verbreitet Pseudomedizin und viele Ärzte sind trotz Hochschulstudium nicht in der Lage die Argumentation führender Experten weltweit zu reflektieren, die zu dem Ergebnis kommen: “Homöopathie ist Placebomedizin”, bestenfalls. Ein Pseudomedizin im Dienste von Ärzten, die das Vertrauen in die Urteilsfähigkeit von Ärzten stark beschädigt. Man muss sicherlich nicht Frau Grams eine Jubelrezension schreiben, aber ihre argumentativ schwache Rezension erklärt die negative Konnotation nicht. Unverständlich.

#24 |
  28
Gast
Gast

Immerhin kann sich die Frau gut verkaufen! Lohnt sich wirklich die Arbeit ein Buch zu schreiben?

#23 |
  19
Helmut K Heckele
Helmut K Heckele

Manches im Buch stimmt, anderes nicht so. Herr Heuvel philosophiert darüber wer wohl von diesem Buch profitiert und kommt zum Schluss, dass es die Laien seien. Da bin ich mir nicht so sicher. Sicher bin ich mir aber, wenn ich mir die berufliche Lebensgeschichte von Frau Dr.Grams anschaue, dass sie selbst am meisten davon profitiert. Was mich bei dieser Thematik aber immer wieder in Erstaunen versetzt, ist die Arroganz der “Experten” bei der Beurteilung anderer Betrachtungsweisen. Da gilt nicht mal “wer heilt hat recht” , sondern eher “was ich sage ist recht”.

#22 |
  26
Meckerfritze
Meckerfritze

Nachtrag: Die vom Rezensenten mäßig witzig als “Dissertation” bezeichneten Seiten scheinen mir von ihm gründlich missverstanden worden zu sein. Es geht nicht um einen historischen Abriss. Vielmehr scheint mir die Intention der Autorin zu sein, möglichst umfangreich und präzise den Kardinalirrtum der Pseudofraktion zu verdeutlichen und zu widerlegen: Nämlich dass umfangreiche persönliche Erfahrungen, auch als aufgestapelte Sammlung solcher, niemals eine Evidenz begründen können. Auch mir scheint, dass die ganze Pseudomedizin wie ein Luftballon platzen müsste, wenn dies einmal zusammen mit den Prinzipien der Evidenzbasierten Medizin wirklich verstanden würde.

#21 |
  12
Meckerfritze
Meckerfritze

Man mag zu Natalie Grams und ihren Thesen stehen, wie man will. Aber diese Rezension ist schlicht unredlich, indem sie das Buch auf Alternativmedizin reduziert, obwohl die nur einen Teil und Homöopathie wiederum nur einen kleinen Teil davon einnimmt und der Bogen viel weiter gespannt wird. Und das ist gerade das Herausrangende an diesem Buch. Natalie Grams tritt hier aus der Rolle der Kritikerin von Alternativmedizin heraus. Insofern kann ich als aufmerksamer Leser des Buches nur konstatieren, dass die Rezension einen ganz falschen Eindruck vermittelt. Die ganze fundierte Kritik an BigPharma, an der Gesundheitspolitik, am fallpauschalisierten Krankenhauswesen, an der Ausrichtung des Medizinstudiums – all das fehlt hier und führt dazu, dass der Beitrag als buchrezension durchfällt.

#20 |
  7
Dr. med.dent Stefan Troendle
Dr. med.dent Stefan Troendle

NEIN- bitte nicht schon wieder dieses abgelutschte Thema. Das bringt doch absolut nix. Es gibt Menschen ( Ärzte Heilpraktiker Apotheker) und Normale , die glauben daran, der Rest schreit „ placebo“.
Da helfen keine Bücher und Argumente pro und kontra . Das hat schon was von ideologischen GrabenKämpfen. Laßt doch um Himmelswillen diese Diskussionen.
ES BRINGT NIX !!!!

#19 |
  18

Es ist schon erstaunlich mit wie viel Unverstand und Vorurteil hier immer wieder argumtiert wird

#18 |
  3
Gast
Gast

Frau Dr. Rohde: Dass da noch keiner drauf gekommen ist; unfassbar. Quantentheorie erklärt also die Homöopathie, vermutlich mit der Quantenverschränkung.

Ist eigentlich auch naheliegend: Der Homöopath verschränkt ein paar seiner Atome im Hirn mit dem Arzneistoff und vermittelt diesem seine heilerische Intention, im Heilmittel verschränken sich wiederum ein paar Atome mit einigen anderen im Patienten, und schon gibt´s eine neue unfassbare Realität.
Heilung von Elementarteilchen zu Elementarteilchen…

Meine Herrn, was ist dieses Buch nötig.

#17 |
  39
Dr. med. Roland Hunecke
Dr. med. Roland Hunecke

Lieber Herr Heuvel, besten Dank für ihre redlichen Bemühungen!
Wie sie an vielen Kommentaren sehen können, ist alle Mühe leider für die Katz. Gläubige kann man nicht zur Vernunft bekehren, denn sie haben schon gefunden, was sie lange und sehnsüchtig gesucht haben. Ein Skandal, daß viele GKVen und private Kassen aus Markeingstrategie ihre Mittel für diesen Unsinn verschwenden. Es wird jedoch von der Politik wohlwollend begleitet.
Das nennt man, glaube ich, “Religionsfreiheit” – aber bitte nicht auf meine Kosten!

#16 |
  24

In Kommentar #12 stimmen ein paar Sachen ja nun nicht.

1. Homöopathische Arzneimittel werden selbstverständlich auch von der Pharmaindustrie hergestellt.
2. Die Wirkung der Homöopathie ist eben nicht belegt und schon gar nicht gemessen.
3. Sie hat mit der Quantentheorie absolut nichts zu tun.

#15 |
  9
Physiotherapeut

Leute,
beruhigt euch. Wir erinnern uns, dass Frau Dr. Grams hier auch schon Artikel veröffentlicht hat. Dabei waren die Kommentare der Homöopathie-Anhänger genauso emotional wie erwartet.
Vielleicht ist der Versuch neutral über das zweite Buch Dr. Grams zu berichten
Michael van den Heuvel etwas kühl wirkend geraten.

#14 |
  5
Dr. med.vet. Bernd Müller
Dr. med.vet. Bernd Müller

Gast
Wenn man sich -was das Buch ja nahelegt- darauf verständigt, dass Homöopathie eine Variante von Placebotherapie ist, ist sie deshalb noch nicht disqualifiziert. Meine eigene Erfahrung: eine randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studie an Patienten mit mittelschweren Schmerzen nach zahnchirurgischem Eingriff. Verum- ein Opioid- wirkt bei 62 % der Patienten, Placebo bei 51%. Glaube- und Zuwendung-sind wirksam!

#13 |
  3
Dr. Frank Reider
Dr. Frank Reider

Frau Rohde, genau! Das habe ich im ersten Moment auch gedacht. Nicht so wie Sie meinen, sondern immer wieder stereotype Argumente der “Hämepathie Fraktion”!

#12 |
  18
Gast
Gast

Manchmal glaube ich, dass zu gesunde und vor allem selbst denkende Patienten längst nicht mehr erwünscht sind.
Lässt sich dich mit Ihnen einfach nicht genug verdienen.

Nicht jeder Husten ist gleich eine bakterielle Pneumonie.

Thymiantee hat noch keinen umgebracht.

Da sieht wohl mal wieder jemand die schönen Igelleistungen den Bach runter gehen, oder ist schlicht und einfach keine gute Homöopathin gewesen.

#11 |
  29

Schade um das Papier und die Druckerschwärze. Frau Grams scheint tatsächlich von der Pharmaindustrie bestochen worden zu sein. Die Wirkung der Homöopathie läßt sich jeden Tag am Erfolg messen. Außerdem gibt ein ganz anderes wissenschaftlich belegtes Weltbild als viele von uns kennen, dazu müßte man sich jedoch mit der Quantentheorie beschäftigen und dann versteht man warum Homöopathie wirkt.

#10 |
  84
Gast
Gast

Was genau uns die Autorin sagen will? Ja was denn nur?

Zuerst doch wohl genau das, was der Rezensent hier ausführlich beschrieben hat – und dem er offenbar zustimmt. Und es ist auf jeden Fall das, was zum Elend der sogenannten „Alternativmedizin“ mal mindestens zu sagen ist.
(Wobei nicht erwähnt bleiben soll, dass auch eine deutlich größere Seitenzahl ohne Redundanzen zu füllen gewesen wäre, würde man sich nur allein mit den Verwerfungen der CAM-Lokomotive Homöopathie intensiver beschäftigen…)

Ob das „schwere Kost“ ist, dürfte Ansichtssache sein. Zwar mag es sein, dass solche Leser, deren medizinischer Horizont mit dem Mantra „Wer heilt, hat recht!“ ausreichend beschrieben ist, nicht über den Klappentext hinauslesen, aber diese Rezipienten lesen üblicherweise auch nichts, was nicht in Form apodiktischer Heilsbotschaften daherkommt.

Bleibt der Vorwurf des Rezensenten, es mangele dem Buch an Visionärem.
Mir zumindest haben solche Visionen nicht gefehlt. Es braucht auch keine großen Entwürfe für eine Medizin ohne oder nach CAM.
Die partiellen Defizite der Hochschulmedizin hinsichtlich der Nutzung psychosozialer Faktoren in der Patientenbetreuung sind längst bekannt, und mit welchen Mittel gegenzusteuern ist, ebenfalls. Um mit dem Phänomen CAM adäquat umzugehen, braucht es deshalb keine Visionen, sondern in erster Linie konsequentes gesetzgeberisches Handeln nach rationalen Kriterien.

Insgesamt stellt sich mir vielmehr die Frage, was uns der Rezensent eigentlich sagen will?

#9 |
  21
Gast
Gast

” … Natürlich geht es auch um Heilpraktiker. Grams hält einen weiteren Gesundheitsberuf neben Ärzten für denkbar, aber … “:
Am meisten Homöopathika empfehlen Apotheker, scheinbar sind es über 80% vom Umsatz von Homöopathika. Ärzte mit geschätzt 14% fördern den Umsatz aber auch in nicht geringem Maß. Heilpraktiker haben daran den geringsten Anteil.
Verbietet doch den Apothekern Homöopathika anzupreisen und zu verkaufen. Das wäre der erste Schritt. Das wird aber nicht getan, dafür wird gegen Heilpraktiker argumentiert. Bei den Heilpraktikern gibt es wesentlich weniger Homöopathen al bei den Apothekern und den Ärzten.

#8 |
  12
Gast
Gast

Der Artikel liest sich wie einer Werbung der Pharmaindustrie…

#7 |
  45
Sascha Adelbar
Sascha Adelbar

“Homöopathie-Kritik macht sich bezahlt.” diesen ersten Satz hätte sich der Autor wirklich sparen können. 1. Unterstellt er der Autorin damit rein finanzielle Motive dieses Buch zu schreiben und 2. Ist das Buch ja keine spezielle Homöopathiekritik. Der Rest ist mehr eine Inhaltsangabe als eine Rezension – also weder gut noch schlecht.

#6 |
  15
Wolfgang Arndt
Wolfgang Arndt

Aus dieser Rezension trieft die Voreingenommenheit des Autors.
Obwohl er keine der Thesen widerlegen kann, versucht er alles, um dieses Buch schlecht zu machen.
Die von Frau Dr. Grams dargelegten Thesen und sehr gut geschriebene Zusammenfassung, richtet sich an interessierte Laien und Teile der Politik.
Dass alle kritikwurdigen Seiten des Gesundheitssystems in einem Buch zusammengefasst und für Laien verständlich publiziert wurden, ist durchaus neu und war notwendig, wenn man sich die Auswüchse der Pseudomedizin und den damit Geld verdienenden Personen ansieht.
Es muss eine umfassende Reform stattfinden. Dafür muss allerdings eine öffentliche Debatte angeschoben werden.
Dieses Buch eignet sich dafür hervorragend.

Es gehört unter den Weihnachtsbaum.

#5 |
  40
Nichtmedizinische Berufe

Leider wird hier gleich schon mit dem Titel und dem kurzen Eingangssatz verdeutlicht, was weiter folgen wird: Nämlich wenig hilfreiches. “Gramsnegative Erregung” – als Wortspiel maximal daneben. „Von der Homöopathiekritik lässt sich gut leben – sachlich falsch, ad hominem und daher überflüssig wie ein Kropf. Mit einer informativen Buchkritik hat so etwas so gut wie nichts zu tun.
Dass es hier nicht um einen Patientenratgeber im Stile von Dr. Marianne Koch geht, mag man immerhin daran erkennen, dass das Buch nicht in der Gesundheitskolumne von Bild der Frau, sondern in einem Wissenschaftsverlag erscheint. Wobei der Spagat zwischen fundiert-wissenschaftlicher Darstellung und der Ansprache interessierter (!) Laien für mich gerade einen besonders gelungenen Aspekt des Buches darstellt. Dass das Buch nicht, jedenfalls nicht vorrangig für den naturwissenschaftlich-medizinisch vorgebildeten Leser geschrieben ist, liegt doch wohl auf der Hand. Wobei Dr. Grams ja mehr beleuchtet als diese Aspekte.
Die ersten 60 Seiten des Buches, das die unverzichtbaren Grundlagen für das Nachfolgende legen, einer Dissertation gleichzusetzen, mag Frau Dr. Dr. Grams ehren, jedoch, wenn dies zuträfe, ein etwas seltsames Licht auf die Dissertationspraxis medizinischer Fakultäten werfen. Grotesk.
Deshalb, angesichts dieser Rezension: Erst recht meine Leseempfehlung.

#4 |
  32

Mir hat das Buch sehr gut gefallen da es faktisch korrekt die aktuelle Situation darstellt und die Denkfehler der Alternativmedizin zeigt. Leider ist dieses gewissenhaft geschriebene Buch gerade im Laienbereich notwendig da von Medien und leider auch Heilberuflern mit teilweise zumindest fragwürdigen Absichten phantasievolle Pseudowahrheiten “vertrieben” werden. Warum Herr van den Heuvel hier in einer sehr kurzen Zusammenfassung ( als Rezension oder Kritik kann man dies wohl kaum bezeichnen ) eingangs so viel Sarkasmus walten lässt, ist mir unverständlich.

#3 |
  36
Erstaunter
Erstaunter

Die Rezension zu einem Buch, das sich allenfalls am Rande mit Homöopathie befasst, mit „Homöopathie: Gramsnegative Erregung – Homöopathie-Kritik macht sich bezahlt“ einzuleiten, ist schon eine tolle Sache. Vielen Dank für diese offen dargelegte Voreingenommenheit, die jedes Weiterlesen erübrigt.

#2 |
  8
Bettina F.
Bettina F.

Puh, da merkt man bereits bei der Überschrift, wie der Rezensent zu Frau Grams eingestellt ist. Schade, hätte ja auch eine unvoreingenommene Rezension werden können.

Das Buch ist geradezu ideal für den Laien, der sich heute kaum mehr zurechtfinden kann in einer Welt voller unseriöser und teils gefährlicher alternativer Angebote. Das gabs so komprimiert und in dieser sehr gut verständlichen Art noch nicht zuvor.

Wem bisher noch der Überblick fehlte, wer nicht mehr differenzieren konnte, wer schlicht und ergreifend nicht mehr durchblickt – für den ist dieses Buch fast wie ein Leitfaden durch den unüberblickbaren Dschungel der pseudomedizinischen Angebote.

Wichtig finde ich auch ihre durchaus kritischen Worte zur Medizin, deren Fehler letztendlich Patienten zu Heilpraktiker und Homöopathen überlaufen lässt. Hier muss dringend nachgebessert werden, damit Patienten wieder erfahren können, wie segensreich die moderne Medizin ist und dass sie täglich Menschenleben rettet.

Von mir absolute Leseempfehlung, ich finde es klasse.

#1 |
  40


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