Sind Ärzte schlechte Patienten?

22. November 2017

Kranke Ärzte sind häufig schwierige Patienten. Wie verhält man sich, wenn man zum Kollegen in die Praxis geht? Dr. Johannes Wimmer diskutiert mit Kollegin Dr. Maren Rees darüber, ob die Enthüllung der ärztlichen Identität in der Behandlung schadet oder nützen kann.

62 Wertungen (3.11 ø)
Allgemein

31 Kommentare:

Gast
Gast

Sich als Heilpraktikerin bei einem Arzt zu outen ist noch fataler;
da habe ich allen Ernstes schon mal gehört: Also Ihnen verschreibe ich gar kein Antibiotikum, Sie nehmen es ja doch nicht.
Also gebe ich meinen Erstberuf der Krankenschwester an, und werde dann immer sehr gelobt für meine guten medizinischen Kenntnisse.

#31 |
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Arzt | Ärztin

Nicht Ärzte sind schlechte Patienten, WIR sind schlecht um Ungang mit den Kollegen die Patienten sind.

#30 |
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Gast
Gast

Ein Arzt in Norddeutschland auf dem Lande hatte einmal ein Schild draussen hängen, wie folgt:

“Keine Asylanten, keine Türken und keine Kollegen werden von mir behandelt!”

Ich weiß nicht, ob dieser Arzt noch existiert od. lebt. – Auf jeden Fall rief es bei mir zwei Gefühle auf, das eine Gefühl war abstossend, weil es total rassistisch und deplazierend ist, dass andere war ein stummes Schmunzeln.

Allerdings war er wie ich informiert wurde ein Arzt auf dem Lande anscheinend dort, wo sich heute kein Arzt hintraut, um dort eine Praxis zu eröffnen.

Eigentlich traurig!

#29 |
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Arzt | Ärztin

Auf alle Fälle wichtiges und total unterbelichtetes Thema, gerade wenn es nicht um akute Krankheiten geht die nach ein paar Tage vorbei sind. So wirklich sind kranke Ärzte im öffentlichen Bewußtsein doch gar nicht vorhanden.

#28 |
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Nichtmedizinischer Beruf

Das größte Problem ist tatsächlich, dass Ärzte sich viel zu selten Hilfe von Kollegen suchen. Sehr zu empfehlen ist auch dieser Blogbeitrag:
http://news.doccheck.com/de/blog/post/7702-der-arzt-der-suizid-und-das-tabu/

#27 |
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Frau Dr. Rees bleibt am Thema und bietet sinnvolle Strategien sowie sachlich dargestellte eigene Erfahrungen.Herr Wimmer hat mit seiner stilistisch unsäglichen Ego-show immerhin nicht geschafft, sie vollkommen tot zu reden….

#26 |
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Gast
Gast

Ich bin Veterinärin und teile das den mich oder meine Kinder behandelnden Ärzten auch grundsätzlich eingangs mit. Eigentlich, um dem Arzt/der Ärztin ausschweifende Erläuterungen zu ersparen und der medizinischen Problematik eine fachlichere Gesprächsebene zu ermöglichen.

Meine Erfahrungen dazu sind gemischt. Viele Ärzte nehmen das Angebot gerne an, was manchmal auch zu anderen als den üblichen praktischen Lösungsansätzen führt. In seltenen Fällen wird mein Beruf aber auch belächelt und ich selbst mit einem Rind verglichen…

Im Sinne der Transparenz bleibe ich dabei mich zu “outen”.

#25 |
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Arzt | Ärztin

Leider nur peinlich und Zeitverschwendung.

#24 |
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Martin Rößler
Martin Rößler

Ich habe da gute Erfahrungen gemacht. Ich war bei einem Kollegen, der früher Kollege an meinem Arbeitsplatz war. Das war sehr gut. Eine sehr offene Beratung und eine sehr gute Behandlung. Ich glaube es kommt sehr auf Sympathie an. Ähnlich wie bei einem Date…
Wer ehrlich kommunizieren kann, worum es ihm geht, wird in der Regel eine gute Behandlung erfahren. Und dazu muss ich meinem Gegenüber offen gegenüber treten. Das beinhaltet auch den Hinweis, dass man Kollege ist.

#23 |
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Gast
Gast

Ärzte sind Menschen, Patienten sind Menschen, Ärzte als Patienten sind Menschen. Ein Arzt sollte dem Patienten als Mensch begegnen. Das ist leider nicht immer der Fall. Ich denke auch nicht unter Kollegen. Das liegt an der persönlichen Einstellung der Sache gegenüber.

#22 |
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Arzt | Ärztin

Bla bla bla.
Meine Güte! Frau Dr. Rees versucht ja noch, sinnvoll zu diskutieren bzw. Argumente zu bringen, aber das wird ihr von ihrem Interview-Gastgeber ganz schön schwer gemacht.
Will er mit seinen hohlen Sprüchen sich selbst veräppeln oder uns? – aber ich fürchte, er hat es sogar ernst gemeint!

Nur eines ist ihm doch gelungen:
Ein wunderbares Lehr-Video darüber, wie man ein Interview NICHT führen sollte…

#21 |
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Dipl.-Med. Volker Heinke
Dipl.-Med. Volker Heinke

Würde ich als Patient bei einem derart eitlen Selbstdarsteller wie Herrn Wimmer landen, würde ich nur noch auf dem Absatz kehrt machen! Dann wäre es wohl auch eher irrelevant ob, ich mich als Kollege zu erkennen gebe.

#20 |
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Michael Klatt
Michael Klatt

Als Patient mit schwerer Krankheit habe ich leider die Erfahrung gemacht richtig schlecht behandelt zu werden. Selbst mir wurde nicht zugehört und viel vorausgesetzt aber nicht ernst genommen. War ein echtes Fiasko. Hat ewig gebraucht bis mir ein Kollege zugehört hat und es letztendich behandelt wurde.

#19 |
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Dr. med. MBA Jochen Hahn
Dr. med. MBA Jochen Hahn

Boah wie platt und wenig professionell und inhaltslos. Ich bin empört über so einen Schmarrn.

#18 |
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LR
LR

Ich finde es höchst amüsant sich nicht als Mediziner auszugeben. Bemühen sich manche Ärzte etwa mehr, wenn sie wissen dass der andere auch Ahnung vom Fach hat, damit sie nicht doof dastehen? Ich denke man sollte immer sein Bestes geben und jeden Patienten als grundlegend vernünftig denkenden und gebildeten Menschen betrachten. Ich würde meine Patienten nicht wie Idioten behandeln, sondern setze voraus, dass sie die Dinge genauso interessieren wie einen richtigen Arzt.
Wenn sich dann einer als Mediziner “outet” ist das doch wunderbar. So hat man etwas gemeinsam und das schafft Sympathie.

#17 |
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Dipl.Ing. Winfried Duven
Dipl.Ing. Winfried Duven

Man merkt Herrn Dr.med. Johannes Wimmer leider deutlich an, dass seine selbstdarstellerischen Fähigkeiten und den Wunsch oder die Gewohnheit, diese vor der Kamera entsprechend auszuleben, ein signifikantes Hindernis sind, mit seinem Gegenüber zielführend, d.h. ergebnisorientiert zu kommunizieren.

Was die Frage betrifft, ob man sich gegenüber einem “Kollegen” als Kollege äussert, denke ich, hängt vom Einzellfall und insbesondere vom Gegenüber ab. Das passend zu beurteilen, wird letztlich der Knackpunkt bei der Entscheidung sein.

#16 |
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Gast
Gast

Kollege oder Kollegin in meiner Sprechstunde sind Patienten mit Sachverstand, die mein Mitgefühl bekommen wie jeder andere Patient auch.
Ich selbst als Patient sage, dass ich Arzt bin. Bitte um Aufklärung und Behandlung wie bei allen anderen Patienten.

#15 |
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Dr. med. Martin Georg Zeitelberger
Dr. med. Martin Georg Zeitelberger

Meine Erfahrung vor mehr als 30 Jahren: Als bescheidener cand. med. in den ersten klinischen Semestern, der sich keinesfalls als “Kollege” eines erfahrenden Facharztes fühlte, habe ich mich gegenüber dem konsultierten Facharzt nicht sofort als Student der Medizin offenbart. Er kam jedoch über einen von mir verwendeten anatomischen Begriff darauf. Der Kollege war hierüber so erbost, dass er mich fast rausgeworfen hätte. Als ich schließlich doch noch Gnade vor seinen Augen fand, gab er mir auf den Weg, ich müsse diese Tatsache immer sofort offenbaren. Daran habe ich mich gehalten. Ich selbst fände es auch merkwürdig, KollegInnEn zu behandeln, ohne dies zu schon früh zu wissen.

#14 |
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Zahnärztin Friederike Steenbock
Zahnärztin Friederike Steenbock

Sehr spannendes Thema, ich selbst hatte bisher nur Vorteile darin mich als Ärztin beim Arzt zu outen. Aber dennoch möchte man im Krankheitsfall auch einfach nur als Mensch wahr genommen werden und nicht zwingend als Kollege/in.

#13 |
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Psychotherapeut/in

Glücklicherweise haben wir Psychotherapeuten wenige Probleme, über den eigenen Schatten zu springen. Ist ja Teil der Ausbildung. Auf alle Fälle eine gute Übung, um wieder auf den Teppich der einfachen Menschlichkeit zu kommen, gegen das “falsche Selbst” des eingefahrenen Gesellschaftsrollenspiels.

#12 |
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Dr. med. Rüdiger Meyer
Dr. med. Rüdiger Meyer

Interessanter Beitrag zum Thema Arzt/Patient aus der Sicht von zwei Ärzten.

#11 |
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Gast
Gast

Es gibt keine schwierigen Patienten, nur Patienten und/oder Örzte mit schwierigen Kommunikationsstilen. ;-)

#10 |
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Carmen Katharina Emmerich
Carmen Katharina Emmerich

Erbärmlich! Hier hat einer noch nie etwas von Körpersprche gehört – geschweige denn von NLP. So kann man sein Gegenüber nicht da abholen, wo er/sie steht. Man sehe sich nur die Hintern-gegen Hintern Haltung an und weiß alles!
Warum geht man nicht gerne zum Arzt? Ganz einfach: man ist misstrauisch, in den üblichen Schlund von Statinen, Betablockern und was-weiß- ich-was zu fallen und dann Diskussionen über Laborwerte und HDL/LDL Quotienten führen zu müssen/dürfen. Eben dem üblichen Kassenstandard, dem sich auch der “normale” Private ergibt. Zudem hängen ne Menge Voll – mediziner am Rezept für ungesunde Dinge und verordnen sich alles selbst, weil sie meinen, sie wüssten es besser.

#9 |
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Prof. Dr. Reinhard Breit
Prof. Dr. Reinhard Breit

Arzt ist der schönste Beruf der Welt. Aber, wenn man selbst krank ist, muss man dafür bezahlen. Man meint alle üblen DD und alle Komplikationen zu kennen und leidet schrecklich. Und der Kollege übersieht leicht, dass man Patient, also Leidender ist, und versucht das Patienten-Arzt-Verhältnis “kollegial” zu nehmen.
Also ich sage immer, dass ich Arzt bin – das erfordert schon das Vertrauensverhältnis – und bitte um Zuwendung. Dass ich versucht habe, einen Spezialisten auszusuchen, ist ja klar.

#8 |
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Arzt | Ärztin

ob das Interview jetzt gelungen ist oder nicht – ein sehr interessantes Thema!

#7 |
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Heilpraktiker/in

Die Sitzhaltung Beider zeigt, daß eigentlich nicht wirklich miteinander kommunizieren wollen.

#6 |
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Gast
Gast

@#3 Liebe Frau Schmitt, genau das dachte ich auch…. Kann er auch wirklich zuhören und sich zuwenden?

#5 |
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Gast
Gast

Interessant. Aber warum läßt er die Frau Kollegin nicht ausreden und hört zu, wenn sie spricht?

#4 |
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Lieber Herr Wimmer,
man merkt bei diesem Interview, dass Sie es gewohnt, alleine zu agieren. Mit Interviews haben Sie vielleicht noch nicht die richtige Erfahrung. Ihre Partnerin hat kaum Chancen, den Satz zu Ende zu bringen. Interessant ist auch Ihre Körpersprache, schauen Sie mal auf Ihrer beider Sitzhaltung. Ich überlege, wie Sie als Arzt in der Praxis agieren würden. Schaffen Sie es da besser zuzuhören?
Weiterhin viel Erfolg für Sie als Videodoktor.
D.C. Schmitt Kommunikationstrainerin für Ärzte und Pflege

#3 |
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Beamter im Gesundheitswesen

Ja! Kann man nachvollziehen ;))

#2 |
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Matthias Lenart
Matthias Lenart

Er war gut!

#1 |
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