Halle: Wissenschaftsrat mit falschem Signal

17. Juli 2013
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Die deutschen Medizinfakultäten fordern den Erhalt des vollständigen Medizinstudiums am Standort Halle und kritisieren die neuesten Empfehlungen des Wissenschaftsrates (WR).

Der Wissenschaftsrat (WR) hat vorgestern empfohlen, die vorklinische Medizinerausbildung von Halle nach Magdeburg zu verlagern. Doch Magdeburg habe weder die räumlichen Kapazitäten noch das notwendige Personal, um 200 Studienanfänger zusätzlich auszubilden. Darauf wies der Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt Hartmut Möllring gegenüber der Presse hin. Sein Bekenntnis zum Erhalt von Halle wie der „enttäuschende Kurswechsel des WR“ überrasche die deutsche Hochschulmedizin sehr.

„Bisher hatte der WR gefordert, wenigstens so viele Professuren an einem Ausbildungsstandort zu halten, dass keine Gefahr besteht, dass das Medizinstudium akademisch ausblutet. Wenn an einem kleinen Standort zentrale Aufgabenbereiche verschwinden würden, wäre dies auch das Ende für die anderen medizinischen Fächer“, erläutert Professor Heyo Kroemer, Präsident des Medizinischen Fakultätentages. Doch nun schlage der WR vor, dass die Medizinische Fakultät Halle nicht nur ihre Vorklinik, sondern auch ihre klinisch-theoretischen Institute verlieren solle. 

Halle habe sich in den letzten Jahren in weiten Teilen positiv entwickelt, gerade in der Lehre. Trotz dieser Erfolge jetzt die Vorklinik schließen zu wollen, sei ein falsches Signal vom Wissenschaftsrat.

Fragwürdige Experimente

„Damit würde nicht nur das Medizinstudium in Halle demontiert, sondern auch der medizinische Forschungs- und Innovationsstandort schwer geschädigt. Stattdessen sollte man lieber überlegen, wie man die Hochschulmedizin finanziell stabilisieren kann, damit die positive Entwicklung der letzten Jahre weitergeht“, ergänzt Ralf Heyder, Generalsekretär des Verbands der Universitätsklinika (VUD). 

Außerdem seien die Empfehlungen des Wissenschaftsrates ordnungspolitisch falsch. „Überall wird vom Ärztebedarf geredet und private Betreiber versuchen, in Schmalspurstudiengängen Ärzte auszubilden, oft in undurchsichtiger Kooperation mit ausländischen Fakultäten. Das sind fragwürdige Experimente. Auch deshalb sollte man an Halle festhalten. Halle ist ein bewährter und funktionierender Standort für das Medizin- und Zahnmedizinstudium“, erklärt Heyo Kroemer.

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Humanmedizin, Pharmazie, Studium

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1 Kommentar:

mugo mugo
mugo mugo

ach-ch-ch.!! Machen diese scheiße halle zu.!!!?

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