CMD: Wer knackt den Fall?

3. Januar 2018
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Eine craniomandibuläre Dysfunktion kann man in den meisten Fällen gut behandeln. Das Problem liegt woanders: Betroffene haben häufig schon eine wahre Odyssee aus verschiedensten Facharzt-Besuchen hinter sich, bevor der Verdacht auf eine CMD fällt.

In Deutschland leiden etwa fünf bis zehn Prozent der Erwachsenen unter einer craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD genannt. Die schmerzhafte Fehlregulation des Kauapparates kann durch psychische, strukturelle, funktionelle und biochemische Faktoren ausgelöst werden.

Die Therapieeffekte sind meist gut: Etwa 70 Prozent der Betroffenen sprechen laut Andrea Diehl, Spezialistin der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und –therapie auf die Behandlung an: bei 50 Prozent der Patienten ist die Therapie erfolgreich, bei 20 Prozent mäßig erfolgreich. Bis eine CMD allerdings überhaupt erkannt wird, haben die Betroffenen häufig schon eine Odyssee unzähliger Besuche bei Fachärzten hinter sich.

Alles ist möglich, auch CMD

Denn auf den ersten Blick können die Beschwerden den untersuchenden Arzt in die Irre leiten. Beschrieben werden Gesichts- und Kieferschmerzen, Kopfschmerzen, Nacken- und Ohrenschmerzen, Druck hinter den Augen, in den Nebenhöhlen und Zahnschmerzen. Die Schmerzen sind diffus, dumpf, wellenförmig und beständig. Sie können in Ruhe und Bewegung auftreten. Die Betroffenen berichten zudem häufig über eine eingeschränkte Kieferöffnung, Knack- und Reibegeräusche beim Öffnen und Schließen des Kiefers. Aber auch Schwindelgefühle, Lichtempfindlichkeit, Panikattacken und Stress im Alltag können Anzeichen für die Erkrankung sein. Wird die CMD nicht therapiert, kann eine Kierfergelenks-Arthrose entstehen.

Unterschiedliche Ursachen

Häufig ist die Ursache einer CMD ein falscher Biss – und zwar nicht nur beim Zusammenbeißen der Zähne, sondern auch beim Kauen oder Sprechen. Fehlbisse können angeboren sein, aber auch durch kieferorthopädische Behandlungen, Zahnfüllungen, Kronen oder traumatische Ereignisse wie Unfälle entstehen. Die Stellung des Bisses ist auch an der Position des Kiefergelenkes beteiligt. Dies ist ein Gleit- und Rotationsgelenk, welches das Kauen, Abbeißen und Sprechen ermöglicht. Ein schiefer Biss wirkt sich auch auf das Kopfgelenk oder die Halswirbelsäule aus. Umgekehrt können unter anderem Traumafolgen oder unterschiedlich lange Beine den Tonus bestimmter Muskelketten (paravertebral) ändern. Dadurch verschiebt sich die Gelenkachse der Kiefergelenke und der Gelenkspalt verschmälert sich. So entstehen Kieferschmerzen.

Wer leidet am häufigsten?

Studien zeigen deutliche geschlechtsspezifische und auch altersabhängige Zusammenhänge. So konnten Anders Wänmann und sein Team [Paywall] 2013 zeigen, dass am häufigsten Frauen zwischen 35 und 50 Jahren unter einer CMD litten. Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler etwa 800 Patienten im Alter zwischen 35 und 75 Jahren befragt und anschließend klinisch untersucht.

Zwei Jahre später, im Jahr 2015, veröffentlichten Wänmann und seine Kollegen eine weitere Studie [Paywall] zu diesem Thema. Demnach steigt die CMD-Wahrscheinlichkeit ab dem Jugendalter kontinuierlich an. Die höchste Prävalenz haben Menschen mittleren Alters, insbesondere Frauen. Ab einem Alter von etwa 50 Jahren nimmt dann das Erkrankungsrisiko ab. Für ihre Untersuchung hatten die Wissenschaftler zwischen Mai 2010 und Oktober 2012 etwa 140.000 Menschen zwischen 10 und über 90 Jahre befragt. Die Patienten hatten an einer Routineuntersuchung beim Public Dental Health Service im Kreis Västerbotten in Schweden teilgenommen.

Risikofaktor Saxophon?

Das Risiko für eine CMD soll sich durch psychischen Stress, psychosoziale Probleme (z. B. Angststörungen), Zähneknirschen sowie durch das Spielen eines Blasinstruments erhöhen. Letzteres haben japanische Wissenschaftler 2016 herausgefunden. An der Untersuchung nahmen 72 Menschen, die ein Blasinstrument spielten und 66 Nicht-Spieler teil. Entscheidend für das CMD-Risiko war, wie stark die Lippen in das Mundstück gepresst wurden. Aber auch Frauen mit niedrigem BMI sollen – laut einer weiteren Studie aus dem Jahr 2016 – ein höheres CMD-Risiko haben. Der dentale Status wie beispielsweise die Anzahl der Zähne sollen jedoch keinen Einfluss haben.

Wie therapiert wird, wer behandelt

Im Vordergrund steht eine zahnärztliche bzw. kieferorthopädische Behandlung. Denn so gut wie immer liegt die Ursache einer CMD in einem falschen Biss. Aufbissschienen (Okklusionsschienen) sollen die Kiefergelenke entlasten. Kieferübungen als Therapie setzen sich erst allmählich durch.

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Aufbiss-Schienen sind aus durchsichtigem Kunststoff. Werden die Zähne aufeinander gepresst, verteilt sich der Druck besser. Auch Zähneknirschen wird unterbunden./ gentle07, pixabay

Manche Therapieverfahren gelingen leichter, wenn die Verspannung der Kaumuskulatur, der Kopfgelenks- und der oberen Halsmuskulatur, die durch Fehlhaltung verursacht werden, gelöst werden. Dann können auch physiotherapeutische Maßnahmen wie Massagen und Entspannungskurse sinnvoll sein. CMD-Therapeuten arbeiten daher – abhängig von den Einflussfaktoren – mit Orthopäden, Osteopathen, Physiotherapeuten, Neurologen, Psychologen, Podologen und Internisten zusammen.

Allerdings ist die Herangehensweise bei der Behandlung sehr individuell. „Es gibt viele unterschiedliche Auffassungen, wie richtig behandelt werden sollte. […] Für eine gute Behandlung ist eine große Kenntnis der Bisslage und der dreidimensionalen kieferorthopädischen Situation notwendig,“ erklärt Stefanie Morlok, Zahnärztin und CMD-Therapeutin.

Zu viel Interdisziplinarität?

Eine andere Meinung, die in entscheidenden Punkten dem „Mainstream“ entgegentritt, vertritt André von Peschke. Der Zahnarzt ist Spezialist bei der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und –therapie (DGFDT) und fortgebildeter Gutachter der Deutschen Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien (DGPro). Seiner Meinung nach ist jede Erkrankung multifaktoriell und multikausal – egal ob es sich um Fußpilz oder einen Gehirntumor handelt. Spezialisten müssten nur bei CMD-Patienten, die unter schweren Haltungsschäden oder schweren psychischen Beeinträchtigungen leiden, hinzugezogen werden. Im Normalfall ist jedoch keine ausgedehnte fachärztliche Untersuchung aller denkbaren Fachrichtungen notwendig. Denn im Normalfall stimmt einfach der Biss der Betroffenen nicht.

Wirklichkeitsfremd ist die Meinung, jemand würde bei Beschwerden zuerst einen CMD-Zahnarzt aufsuchen, der dann sein interdisziplinäres Netzwerk in Gang setzt, so André Peschke. In der Realität suchen die Betroffenen einen Facharzt nach dem anderen auf. Dabei werden die verschiedensten Krankheitsbilder wie Bandscheibenvorfall oder Hirntumore ausgeschlossen. Insbesondere bei Frauen werden dann psychische Probleme als Grund für die Beschwerden vermutet. Entweder durch Eigenrecherche oder durch andere Ärzte erhalten die Betroffenen schließlich den Hinweis, dass es sich um eine CMD handeln könnte. Häufig sind zu diesem Zeitpunkt die Untersuchungen der verschiedenen Fachärzte ohne Befund abgeschlossen.

Psychosomatik ist auch nicht immer die Lösung

Daher sei es nicht sinnvoll, den Betroffenen nochmals durch die „interdisziplinare Untersuchungsmühle zu drehen“, argumentiert der Experte. Anstatt dessen sollte die Ursache erst einmal im Mund gesucht werden: Sind beispielsweise die neuen Kronen, die etwa zeitgleich mit dem Beginn der Beschwerden eingegliedert wurden, fachgerecht angefertigt? „Auch stellen wir uns entschieden gegen den Trend, Patienten mit einer hohen Sensibilität auf okklusale Störungen in den Bereich der Psychosomatik abzuschieben, wie dies immer mehr Mode wird, wenn zwar tausende von Euro in sinnlose CMD-Diagnostik geflossen ist, es dem Patienten dabei nie besser geht und der Behandler zudem über kein therapeutisches Konzept verfügt, dann aber dem erstaunten Patienten erklärt, es müsse dessen Psyche sein, warum er mit den Störungen seiner Okklusion nicht mehr klar käme“, argumentiert Peschke. Die Realität sei häufig die, dass ein großer Teil „unserer“ Patienten, bereits als „austherapiert“ gilt, und von verschiedenen Facharztrichtungen ergebnislos untersucht wurde.

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Bildquelle: Sue Clark, flickr / Lizenz: CC BY

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32 Kommentare:

Physiotherapeutin

Und wie sooft, fragt keiner, der beteiligten Fachärzte oder Spezialisten mal den/die behandelnten Physiotherapeuten. Schade eigentlich! Denn unter denen gibt es durchaus auch welche, die in der Behandlung der CMD geschult sind und die in den ersten 6 verschreibbaren Terminen sehr wohl differenzieren können, ob es sich um ein Problem von psychisch induziertem Bruxismus, von behandelbarer Ausweichbewegung oder anderen Kiefergelenksproblemen oder ev. ganz anderen Ursachen handelt. Da wir aber leider mit diesem Wissen nicht werben dürfen, haben nur wenige Patienten das Glück, bei uns zu landen und jemanden zu finden, der ihnen endlich auch mal zuhört (bzw. zuhören kann, weil wir 20 Minuten Zeit dafür haben)

#32 |
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Eigentlich ist hier schon alles Richtige geschrieben worden.
Eine CMD kann eine Körperfehlstatik induzieren, die sich bis zur Halux-valgus-Situation durchdeklinieren lässt. Kann, muss aber nicht, und mit äußerst unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Umgekehrt auch, auch von jeden Punkt der WS ausgehend, häufig aus einer Schulterfehlhaltung heraus. Eine CMD ist überwiegend, aber nicht immer mit Bruxismus korreliert und diese Befehle kommen unbewusst aus dem Gehirn, sodass die psychologische Herangehensweise mitgefordert sein kann.

Wenn nun irgendjemand an der Körperstatik etwas verändert und sich das auf die Kieferstellung auswirkt, muss diese mit einer Schiene beibehalten werden, sonst geht alles beschleunigt zurück in die alte Statik. Wenn eine Schiene eine Statikänderung induziert, muss letztere angepasst werden, sonst bleibt ein Behandlungserfolg ein Status quo. Flankiert und erhalten werden muss das veränderte System mit Selbstbeobachtung, Heimübungen für Kiefer- und Körperstatik.

Nur in einfachen Fällen, in denen das System noch nicht seine Toleranzbereiche verlassen hat, kann eine einfache Schiene in Form einer tiefgezogene Kunststofffolie alleinig zur Heilung führen. Das Schmerzempfinden scheint hiervon unabhängig zu sein: Es gibt Patienten, die bei kleinsten Abweichungen starke Schmerzen Schildern und andere mit gravierenden TMJ-Kopf-Atrophien gar keine, die gesamte Bandbreite also.

Leider geht die DGFTD von einer Okklusionslehre aus, die bei einem gesunden TMJ wunderbar funktioniert, aber bei strukturgeschädigten Gelenken schon im Ansatz falsch ist. Deshalb sind in deren Gebäude nur leichte TMJ-Fälle, also solche, die sich noch in der Systemtoleranz befinden, gut aufgehoben.

#31 |
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Dr. Oliver Schierz
Dr. Oliver Schierz

Ein leider miserabel recherchierter Artikel mit vielen Halbwahrheiten garniert. Dieser spiegelt leider den Wissensstand von vor 25 Jahren. Behauptungen wie “Häufig ist die Ursache einer CMD ein falscher Biss” sind ein extrem monokausaler Ansatz und werden dem Krankheitsbild nicht ansatzweise gerecht. Selbstverständlich kann auch mal ein falsch eingestellter Biss die Ursache sein. Das ist aber eher die Ausnahme als die Regel.
Auch die Behauptung “Wird die CMD nicht therapiert, kann eine Kiefergelenks-Arthrose entstehen.” ist nachweislich falsch und schon seit Jahrzehnten wiederlegt. Sowas von “Spezialisten” gesagt zu bekommen ist schon recht peinlich.

#30 |
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Gast
Gast

Menschen, die sich durchs Leben beißen…

#29 |
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Gast
Gast

Um sehr gute Ergebnisse zu erreichen,sollten auf jeden Fall ISG und die Füße bzw die Fußgelenke stimmig gestellt werden.Beim Hausbau ist ja auch auf die Statik der Grundebene / Fundament zu achten. (Physio/Osteo-Kombi)

#28 |
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Ich sehe fast jeden Tag einen Patienten mit Ohrenschmerzen und unauffälligem Ohrbefund. Oft schon andernorts als “leichte Otitis ext.” mit Tropfen oder Salbenstreifen erfolglos behandelt.
Schmerz meist als erträgliches Druckgefühl (selten schon Analgetika genommen) im Ohr, seltener nadelstichartig stechend. Bzgl. Kieferproblem häufiger Bruxismus oder Pressen bekannt, sonst selten anamnestische Hinweise. Bzgl. HWS oft verstärkte Schulter-/Nackenverspannungen ggf. mit occip. aufsteigenden Kopfschmerzen, häufiger bekannte Skoliose oder chron. Schmerzen im LWS- oder ISG-Bereich.
Vorwiegend junge bis mittelalte Patíenten (so ca. 25 bis 60) beiden Geschlechts. Bei Teens fast immer unter kieferorthop. Therapie (mit Therapeut besprechen) oder in starken Wachstumsschüben (klingt nach einigen Wochen meist wieder ab und bedarf in der Regel keine Therapie).
An Befunden findet sich – neben dem unauffälligen Ohr – ein Kieferöffnungsschmerz bei moderatem Druck auf das KG und/oder Triggerpunkte in den Kaumuskeln für den Kieferbereich und sehr häufig dolente Muskelpunkte im craniocervicalen Übergang (einfach mal von dorsal her direkt unter dem Schädelknochen die Muskeln bis in die Grube hinter dem Mastoid und den mastoidalen Ansatz des M. sternocleidmast. mit moderatem Druck abtasten, es kristallisieren sich schnell 3 typische Punkte heraus, die in etwa BL10, GB20 und Mastoidspitze aus der Akupunktur entsprechen).
Da ich kein Manualtherapeut bin, schicke ich die Patienten je nach Beschwerdepunkten zum Orthopäden und/oder zum Zahnarzt (oder rate zum tragen der schon vorhandenen Aufbissschiene!) und bekommen häufig positive Rückmeldungen. Bei unauffälligem Kieferbereich hilft oft auch eine TLA sehr schnell (0,5 ml Procain je og. Schmerzpunkt in das P.m. im Muskel; wenn sich nach wenigen Stunden eine Verbesserung zumind. bis zum nächsten Tag einstellt, mache ich 3 bis 5 Injektionen 2x/Woche. Wenn eine Besserung regelmäßig eintritt und am nächsten Tag wieder die gleichen Beschwerden sind => nächtliche Lage/Kopfkissen überprüfen und ggf. die tiefere Wirbelsäule und die ISG auf Blockierungen untersuchen lassen).
Fazit: Bei jedem Ohrschmerz ohne Ohrbefund zumindest dran denken und KG und HWS abklären lassen.

#27 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ein Blick aus Patientinnen-Sicht: Ich war vollkommen gesund, hatte keinerlei Beschwerden hinsichtlich Kiefer- und Kiefergelenke. Nach einer erfolgreichen Implantat-Insertion begab ich mich zur Herstellung einer Supra-Konstruktion vertrauensvoll in die Hände eines anderen Behandlers. Im Vorgespräch und bei der Anprobe wiederholte ich gebetsmühlenartig, dass die rechte Seite des UK-Kieferkammes nicht die gleiche Höhe hat wie die linke Seite und das dies bitte bei Erstellung des ZE berücksichtig werden soll, bzw. mit der Prothetik ausgeglichen werden muss.

Nichts dergleichen geschah! Der ZE wurde eingegliedert und natürlich stimmte der Biss nicht. Der Behandler -oder besser gesagt: der Schmalspur-Zahnklempner bestritt alle festgestellten Mängel. Er ließ sich NACH der Eingliederung dazu herab mir eine Schienen-Therapie anzubieten… Des Weiteren räsonierte er, die CMD sei AUCH durch “psychische Anspannung” ausgelöst worden. Worauf ich erwiderte: “Ja, weil es SIE gibt!” Nur zum Verständnis, ich schreibe hier von Zahnersatz im fünfstelligen Bereich!

Für den OK wurde eine Teleskop-Prothese auf einem Zirkon-Gerüst angefertigt. Da Fehler in der Umsetzung von Abdruck zur Herstellung gemacht wurden, kann ich dieses Sch….Teil nur bedingt tragen: beim telefonieren und wenn ich Besorgungen zu erledigen habe. Der Schmalspur-Zahnklempner hatte völlig übersehen, dass Prothetik und Abutments eine sog. “Symbiose” eingehen müssen, damit der ZE spannungsfrei getragen werden kann. Auch an der Stelle hat der Zahnklempner seine Unfähigkeit bewiesen.

Anstatt mich nach einem langen Behandlungsweg endlich über meinen neuen ästhetischen, funktionell einwandfreien und lege artis hergestellten ZE zu freuen, habe ich nun das Problem einer ausgeprägten CMD. Fakt ist, dass ich linksseitig nur Kontakt zu zwei Zähnen habe. Ich leide unter Tinnitus, HWS-Problemen, Kopfschmerzen und Kiefergelenksschmerzen und im OK unter unerträglichen Spannungsschmerzen.

Mein einziger Trost: der Pfuscher hat keinen Cent von mir erhalten- nicht einmal den Festzuschuss. Dieses Mal geht der Walzer anders herum; nicht der Patient läuft dem Zahnarzt wegen Pfusch und Körperverletzung hinterher um sein Geld zurück zu bekommen, sondern der Pfuscher muss sich gehörig ins Zeug legen, seine angeblichen Kosten geltend zu machen. Von mir kann er gratis eine schallende Ohrfeige bekommen- wenn er damit einverstanden ist.

Die Leidtragende bin ich und deshalb warne ich alle Patienten: verlangen Sie VOR einer Behandlung ein schriftliches Protokoll über ihren Zahnstatus und Gesundheitszustand und jeden einzelnen geplanten Behandlungsschritt. Desweiteren lassen Sie sich um Gottes Willen jede Abweichung vom Behandlungsplan ebenfalls schriftlich geben! Wenn der Behandler dies ablehnt, gehen Sie woanders hin!

Fazit: Nach einer aufwendigen Schienentherapie muss der komplette ZE erneuert werden- durch einen kompetenten Zahnmediziner. Ich habe immer wieder den gleichen Traum der mich nachts hochschrecken lässt: Der jetzige “Zahnersatz” wird fein gemörsert, mit Wasser verdünnt, in einer Spritze aufgezogen und dem Pfuscher heimlich ins Essen gemischt. Furchtbar, solche Träume! Ironie an: Das liegt wahrscheinlich an meiner CMD. Vielen Dank an die männliche Diva aus der „Hochglanz-Praxis- XYZ“. Ironie aus.

Ich bedanke mich bei allen kompetenten Zahnärzten, die die Pfuscharbeit erkannt haben, ohne dass ich ein Wort verlieren musste!

#26 |
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Seung-Woo Yoo
Seung-Woo Yoo

Sehr interessant, wie viele verschiedene Sichtweisen je nach Spezialisierung zu lesen ist.
Ich bin unerfahren in CMD, deshalb zitiere ich die Aussagen von angesehenen CMD Spezialisten (Prof. Dr. Bumann, Prof. Dr. Dr. Georg Meyer, Dr. Sabbagh) zusammengefasst:
Eine CMD ist multifaktoriell bedingt und bedarf einer interdisziplinären Heransgehensweise. Der Biss und die Okklusion sind nur ein möglicher Faktor einer CMD. Sie kann sowohl absteigend als auch aufsteigend sein.
Wichtig ist und bleibt die richtige Befundung um die Ursache herauszufinden. Es kann zahnärztlicher, orthopädischer, muskulärer, psychosomatischer oder aber auch neuraler Herkunft sein. Je nach Ursache muss ein zuständiger Spezialist hinzugezogen werden.

#25 |
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Roman Semar
Roman Semar

Ein ausgebildter Physioterapeut kann das gesammte Problem untersuchen Befunden und die entsprechnede Therapie CMD mit Berücksichtigung des Atlas ( Schwindel) Pelvis, Skoliose beheben.
Semar

#24 |
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Dr. Joachim Stoffel
Dr. Joachim Stoffel

Super, wie viel Raum jenem “Spezialisten für Funktionsdiagnostik” und zu allem Unglück auch noch Gutachter A. Peschke eingeräumt wird, um 3 Jahrzehnte Bemühungen um die Psychosomatik in der ZHK und damit Interdisziplinarität in die Tonne zu treten. So gilt weiterhin der Spruch, den die Allgemeinmedizin immer schon gerne auch despektierlich für die Schmalspur-Zahnmediziner übrig hatte: Wer nur einen Hammer hat, erklärt einfach die ganze Welt zum Nagel, egal wer dafür letztlich zahlt. Ich bin einfach nur froh, diese Truppe mit wenigen erfreulichen Ausnahmen seit 2 Jahren hinter mir gelassen zu haben. Dr. Joachim Stoffel, ZA.i.R.,HP-Psychotherapie, Sonthofen

#23 |
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Gast
Gast

Meine Frau litt jahrelang unter morgendlichen Kiefer- und Kopfschmerzen
Beissschienen halfen nichts.
Nach meiner Ausbildung zum HPP habe ich mich speziell mit Hypnose beschäftigt.
Eine Suggestion speziell das Zähneknirschen betreffend…. und kein Zähneknirschen mehr. Seit dem beschwerdefrei!
Nur mal ein Denkanstoß.

#22 |
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Gäste
Gäste

Liebe Kollegen,
als Orthopäde , Osteopath und Spezieller Schmerztherapeut mit 28 Jahren praktischer ärztlicher Erfahrung kann ich nur sagen: Jeder, der ohne ganzheitlichen Ansatz CMD behandelt, ist auf dem Holzweg. Weder ein Zahnarzt noch ein Orthopäde kann dieses Krankheitsbild allein behandeln.
Und: das Krankheitsbild ist psychosomatisch mitbegründet (“Stress nach McEwen”) aber definitiv nicht psychisch. Multimodaler Ansatz, auch hier. Es ist selten eine reine Bisslagenstörung, die es ohne HWS Funktionsstörung sowieso garnicht gibt;-)))
Mit freundlichem Gruß
Dr. Christoph Bäumer, Hamburg

#21 |
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Gast
Gast

Klar, CMD-Behandlung ist super billig über Kassenrezepte…
Ein Physiotherapeut, der seine Ausbildung schon selbst gezahlt hat, dann noch mit eigenem Urlaub auf eigene Kosten eine 2-4-jährige Manuelle Therapie-Ausbildung gemacht hat geht dann noch brav weiter die Schulbank drücken, natürlich wieder mit eigenem Urlaub auf eigene Kosten: diesmal CMD. Zum Dank bekommt er dann CMD-Patienten vom Zahnarzt geschickt: 6er-Rezept Manuelle Therapie: also genauso wenig Geld wie vorher. ABER: egal, ist ja für das Patientenwohl!
Das was hier als so günstig angepriesen wird, geht zulasten eines Berufsstandes der ohnehin gerade am Aussterben ist, da Therapeuten ja auch von irgendwas leben müssen….
Aber wir leben ja in Deutschland: Masse statt Klasse und Geiz ist Geil!
Sorry, aber die CMD ist ein kleiner Teilbereich der der Osteopathie entrissen wurde und nun einzeln vermarktet wird. Als ganzheitliches Therapieverfahren mit ordentlicher Anamnese und Befundung gepaart mit einem vernünftigen Zeitrahmen macht die Behandlung – interdisziplinär – sehr wohl Sinn. Das alles ist eher ein Trauerspiel, wenn man einerseits die Kosten sieht, die ein Therapeut reinsteckt – und mit dem momentanen System nie mehr reinholt (über Kasse) – und andererseits die Bandbreite der Qualität der CMD-Ausbildung, weil findige Geschäftsleute die CMD mit teuren Fortbildungskursen auf den Markt schleudern.

#20 |
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Apothekennarr
Apothekennarr

Die Techniker Krankenkasse lehnt die Erstattung wegen mangelhafter Evidenz ab. Der Zahnarzt mit CMD Ausbildung verlangt einen vierstelligen Betrag.

#19 |
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Physiotherapeut

ich persönlich arbeite viel mit Statik/Becken/BL FDM oder LnB aber auch Craniale Osteo und obligatorisch Hausaufgaben Feldenkrais und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
aber mit welcher Methode ich manuell behandle entscheide ich individuell.

#18 |
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Das Thema bearbeite ich seit über 25 Jahren, daher gebe ich auch noch ein paar Gedanken dazu:

Zunächst einmal finde ich es erstaunlich, wie unterschiedlich hier die Meinungen sind! Wir reden über ein uraltes, lange bekanntes Krankheitsbild (da gibt es über 100 Jahre alte Publikationen die durchaus modern anmutende Ansätze bereits verfolgt haben) und die Diskussion klingt als handele es sich um etwas völlig neues und eine Art Geheimwissen.

Es handelt sich um Beschwerden der Kaumuskulatur und/oder Kiefergelenke unter Mitbeteiligung der Hals- und Nackenmuskulatur, weiter beeinflusst durch die Körperhaltung, Fehlstellungen der Wirbelsäule etc.
Ähnlich wie bei Rückenschmerzen sieht man oft eine erstaunlich Diskrepanz zwischen objektivierbaren Befunden (wie z.. “Fehlbiss”) und subjektivem Befinden. Auch das ist seit den Arbeiten von Helkimo in den 70er Jahren bekannt.
Meistens bestehen die Beschwerden nur temporär, bei der Mehrzahl der Fälle gibt es eine Tendenz zur Selbstheilung (die dann der jeweilige involvierte Therapeut als seinen Erfolg reklamiert), wiederum ähnlich wie bei Rückenbeschwerden.
Fehlbiss allein macht keine Beschwerden, Fehlbelastung dagegen führt zunächst zu myogenen Beschwerden, bei längerer Dauer der Fehlbelastung können dann auch strukturelle Veränderungen der Gelenke auftreten.
Psychische Kofaktoren sind sehr häufig, irgendwo muss die Fehlbelastung ja herkommen und Pressen und Knirschen mit den Zähnen mit entsprechender übermäßiger Aktivierung der Kaumuskulatur ist nachweislich und nachvollziehbar mit Disstress korreliert.

Aus dem oben gesagten ergibt sich, dass das Problem aus verschiedenen Richtungen angegangen werden kann, insbesondere
-zahnärztlich über zumeist temporäre (Aufbissbehelfe) Veränderungen der Okkasion (eine dauerhafte Veränderung ist nur selten erforderlich)
– physiotherapeutisch über manuelle Techniken in der Akutphase, Übungsbehandlung und Anleitung zu häuslichen Übungen und Entspannen nach Abklingen der akuten Beschwerden
– psychotherapeutisch zur Reduktion der Stressoren, was ebenfalls den Tonus der Kaumuskulatur herabsetzen und das Coping verbessern kann.

Meine Frau ist Physiotherapeutin mit curricularer Weiterbildung in CMD, wir gehen die überwiesenen Fälle gemeinsam an und stellen immer wieder fest, dass verschiedene Ansätze Verbesserungen bewirken können (und das zu sehr moderaten Kosten) und dass manchmal eine Kombination verschiedener Ansätze (gleichzeitig oder nacheinander) noch hilfreicher ist.
Was in diesem Bereich oft fehlt ist die Kommunikation der verschiedenen Behandler, ohne die ein aufeinander abgestimmtes Vorgehen nicht funktioniert. Ich bin froh, verschiedene Ansätze unter einem Dach zur Verfügung zu haben, denn damit gibt es nur wenige Fälle, in denen wir nicht mit einfachen Mitteln helfen können.

zu Gast#10: Wenn ein Behandlungsansatz nicht fruchtet, dann sollte ein anderer gewählt werden und nicht 10 Doppeltermine lang immer wieder das selbe versucht werden …. wenn der Physiotherapeut einen schönen Hammer zu führen gelernt hat, muss deshalb nicht jeder Patient ein Nagel sein… (siehe Gast#9!!)

zu #8: Vielleicht haben Sie noch keinen Fall gesehen, weil CMD kein Fall für die Neurochirurgie ist…
typische Befunde: dolente Verhärtungen der Mm temporales und/oder masseterici, eingeschränkte Mundöffnung mit oder ohne Seitabweichung, schmerzende Zähne/Zahngruppen als Folge der mechanischen Überlastung durch Pressen/Knirschen;
bildgebende Verfahren brauche ich extrem selten (manuelle Untersuchung meist hinreichend) und Befunde der Bildgebung korrelieren nicht immer so gut mit den Beschwerden (wie auch bei Rückenbeschwerden),
intraartikuläre Injektionen sind extrem selten erforderlich und im Rahmen der Diagnostik fast immer überflüssig.
Ich sehe seit über 25 Jahren sehr viele CMD-Fälle, aber keiner davon wäre ein Fall für die Neuurochirurgie gewesen. ;-)

#17 |
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@Gast #10:
Vermutlich handelt es sich in Ihrem Fall gar nicht um eine CMD sondern um eine Irritation des Nervus Trigeminus, die verschiedenste Ursachen haben kann. Eine der unangenehmsten (wenn ein Tumor ausgeschlossen ist) wäre eine ‘echte’ Trigeminusneuralgie. (Eine solche habe ich allerdings in 39 Jahren Praxis nicht gesehen).

#16 |
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Carmen Katharina Emmerich
Carmen Katharina Emmerich

Es geht nicht ohne die eigene “Leistung” der Erkrankten. Laut neuerer Studien ist der Erfolg einer CMD Behandlung mit Schiene/Physio genauso groß wie Schiene und eigene Übung (nach Übungs CD)
Ganz häufig, nach meiner langjährigen Erfahrung, sind Ursachen im Bereich Bruxismus (Stress und Fehlbelastsungen)zu suchen. Bruxismus aber- da ist die Schiene allenfalls ein Verhüterli und reicht nicht aus. Auch hier ist die eigene Arbeit an der Entspannung wesentlich.
Selbstverständlich geht es nicht ohne interdisziplinäres Konzept mit Orthopäden, Manualtherapeuten, Osteopathie.
Psyche? keine Krankheit ohne beteiligungf der Psyche. Auch keine Karies ! ohne entsprechende Ernährung auf süss und mangelhafte Pflege.
Ja und von wegen Schiene und Physio seien Kassenleistung.
Hier ist mir unverständlich, wie ich zu einer CMD Diagnose kommen soll, wenn mir von der GKV die Untersuchung, die zur Diagnose führt, gar nicht bezahlt wird.

#15 |
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Nichtmedizinische Berufe

Obwohl hier alle was anderes schreiben, ich kenne es auch so wie Apothekennarr: Sobald die manuelle Therapie greift, sind die drei Rezepte auch schon um und man wird aufs neue Jahr vertröstet. Außerdem spricht der Artikel das eigentliche Problem doch an: In vielen Fällen wird das Problem für psychisch gehalten, wer setzt sich denn dann noch dafür ein, dass der Patient Behandlungen außerhalb des Regelfalles bekommt? ( nur in diesem Fall gibt es dann auch die 10er Rezepte)

#14 |
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Guido Mindermann
Guido Mindermann

@ Apothekennarr: Wie kommen Sie darauf zu behaupten eine CMD Behandlung sei unerschwinglich? Die manualtherapeutische Behandlung einer CMD ist HMK verankert und somit für ausnahmslos jeden Kassenpatienten zu finanzieren. Ansonsten gibt es doch auch Möglichkeit sich von Zuzahlungen befreien zu lassen.
Ich kann doch nur sehr hoffen, dass Sie kein Medziner sind, der seinen Patienten mit solchen Falschaussagen eine notwendige und anerkannte Therapie verwehrt!

#13 |
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Es ist in der Tat meist ein Zwangsbiss.
Therapie: Diesen beseitigen..
Kunsstoffschienen wie oben abgebildet kaschieren das Problem nur.

#12 |
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Dr. med. Heidi Lüdi
Dr. med. Heidi Lüdi

Wegen Bruxismus war die schreckliche Gebiss-Nachtschiene schon angekündigt. Aber seit der operativen Sanierung meiner unfallbedingten und degenerativen Rotatorenmanschettenläsionen, besonders der hypertrophen AC-Gelenksarthrose (keine Gelenksresektion) vor etwa 10 Jahren funkiotnieren meine Kiefergelenke einwandfrei.

#11 |
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Gast
Gast

Ich habe mit manueller Therapie (10 Doppeltermine) bei einer spezialisierten CMD-Therapeutin sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Über die gesamte Behandlungsdauer und noch eine Woche danach habe ich immer wieder für Stunden derart unerträgliche Gesichtsschmerzen entwickelt, dass mir die Aussicht, damit leben zu müssen, als keine akzeptable Option mehr erschien. Von meiner anfänglichen Erleichterung darüber, dass endlich eine Erklärung für meine vielfältigen Beschwerden gefunden ist und ich diese jetzt aktiv angehen kann, ist nichts mehr übrig.

#10 |
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Dr. med. Alexandra Heumann-Bahner
Dr. med. Alexandra Heumann-Bahner

Mir hat, nach 2×10 manuelle Therapie ohne wesentliche Änderung, ein Kurs in Alexandertechnik gut und nachhaltig geholfen, 40€, Bildungswerk Nünberg

#9 |
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Christian Goergen, Neurochirurg
Christian Goergen, Neurochirurg

Können Sie einen typischen körperlichen Befund beschreiben? Mundöffnung, asymmetrisches Gelenkspiel? Schmerzprovokation bei Druck auf das Gelenk, Entlastung bei Traktion? Gibt es Hilfe durch bildgebende Verfahren und oder eine intraartikuläre Testinjektion?
In 25 Jahren neurochirurgischer Praxis habe ich noch keinen Patienten mit einer CMD gesehen.

#8 |
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Gast
Gast

Im Bereich der Therapie sollte auch die Logopädie erwähnt werden! Es gibt immer mehr Therapeuten die sich in diesem interdisziplinärem Umfeld bewegen und dort gemeinsam mit anderen Fachdisziplinen gute Therapieergebnisse erzielen. Insbesondere bei funktionellen Ätiologien.

#7 |
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… es muss heißen “sogar m i t Zuzahlung” ..

#6 |
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@Tamara Heitz: Wenn ein solches Rezept – wie von Ihnen vorgeschlagen – ausgestellt wird und dann eine andere Therapie sogar nicht Zuzahlung gemacht wird, ist das ganz einfach: Kassenbetrug und strafbar.

#5 |
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Mir haben Feldenkrais-Übungen geholfen. Ich habe sie auf einem Wochenend-Workshop in der Volkshochschule gelernt, wo es speziell um Zähneknirschen ging. Daher kann ich im Urlaub auch ohne Knirschschiene unterwegs sein.

#4 |
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Studentin

Ich bin ausgebildete CMD Therapeutin und sehe hervorragende Erfolge mit Manueller Therapie, die ich neben einer speziellen osteopathischen CMD-Weiterbildung immer einfließen lasse. Ohne genaue Anamnese und Befundung der Statik des gesamten Bewegungsapparates, sowie der fazielen Situation beginne ich erst gar nicht zu behandeln.
@Apothekennarr:
In den Bereich der Märchen gehört, dass die Behandlung für Kassenpatienten unerschwinglich ist. Ein Rezept über 10 x Manuelle Therapie mit z.B Fango machen eine halbstündigen Therapie möglich. Vor Einführung der Heilmittelrichtlinien im Sommer 2017 für Zahnärzte, war sogar noch mehr drin. Das kostet den Patienten je nach Kasse ca. 30 Euro Eigenanteil. Also, wenn das unerschwinglich ist, weiß ich es auch nicht. Abgesehen davon sind auch Aufbeißschienen eine Kassenleistung.

Ich habe das Gefühl Aufklärungsarbeit tut hier (auch bei Medizinern) dringend not.

#3 |
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Jones3
Jones3

Wenn (falls überhaupt der Verdacht bestand) alle Gravierenden KH ausgeschlossen wurden reicht es nach meiner Erfahrung die CMD Pat. bei einem guten Physiotherapeuten mit Ausbildung in Manueller Therapie / Trigerpunkttheraie therapieren zu lassen. Dort wird bei Bedarf nicht nur das TMJ und die Kaumuskulatur sondern auch die obere HWS und die Haltung angegangen werden können

#2 |
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Apothekennarr
Apothekennarr

Was hier vollständig unerwähnt bleibt: Die zum Teil wirklich heftigen Kosten werden für Kassenpatienten nicht übernommen. Kaum jemand kann sich eine anständige CMD Behandlung leisten!

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