Goodbye, Dr. Impfenstein

11. Juni 2010
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Seine höchst zweifelhaften Forschungsarbeiten haben mit dazu geführt, dass die Masernimpfung in vielen Ländern der Erde in Verruf geriet. Jetzt wurde der britische Arzt Andrew Wakefield von der offiziellen Ärzteliste des Königreichs gestrichen. Er ist (auch) ein Bauernopfer.

Ins Rollen gebracht wurde die ganze Sache von einer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift The Lancet im Jahr 1998. In dieser Publikation thematisierte der britische Arzt Andrew Wakefield, damals tätig an der Abteilung für pädiatrische Gastroenterologie am Royal Free Hospital in London, einen möglichen Zusammenhang zwischen der Masernimpfung und der Entstehung von entzündlichen Darmerkrankungen und von Autismus. Eine der Grundlagen der Hypothese war die Beobachtung, dass der Zeitpunkt der MMR-Kombinationsimpfung in Großbritannien, der 13. Lebensmonat, jener Zeitpunkt ist, zu dem bei von Autismus betroffenen Kindern auch erste Autismus-Symptome beobachtet werden können.

Eine Fallserie und ihre Folgen

Die Arbeit kam zu dem Schluss, dass der Zusammenhang zwischen Impfung und Darmerkrankungen beziehungsweise Autismus auf Basis der Daten nicht definitiv hergestellt werden könne. In einer die Publikation begleitenden Pressekonferenz plädierte Wakefield freilich dafür, vorsichtshalber Einzelimpfungen statt der MMR-Kombinationsimpfung einzusetzen und den Impfzeitpunkt zu variieren. Die Furcht vor einem Impfautismus war damit in der Welt. Die Arbeit, die Pressekonferenz und einige Folgepublikationen fanden in Großbritannien einen außerordentlichen Widerhall. Sie beschäftigten die Medien über Jahre. Und sie führten in letzter Konsequenz dazu, dass die Durchimpfungsrate für Masern im Vereinigten Königreich gefährlich abfiel. Einige andere Länder haben die britische Hysterie zumindest teilweise mitgemacht. Deutschland gehörte nicht dazu. Trotzdem verdienen der Aufstieg und der Fall von Andrew Wakefield über die Grenzen Großbritanniens hinaus Beachtung. Die Arbeit aus dem Jahr 1998, die vom Lancet im Jahr 2004 zurückgezogen und im Jahr 2010 sogar aus der Datenbank entfernt wurde, war keine Studie sondern eine Fallserie. Es ging um lediglich acht Kinder. Das alleine hätte weitreichende Schlüsse eigentlich verbieten müssen, zumal die Datenlage, die gegen einen Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus sprach, schon damals nicht schlecht war. Über die Jahre wurden dann immer mehr wissenschaftlich solide Arbeiten vorgelegt, die Wakefield‘s Anklage gegen die Masern-Impfung praktisch alle Glaubwürdigkeit raubten.

Dr. Impfenstein lebt

Im kollektiven Bewusstsein freilich blieb die Autismus-Angst verhaftet. Es gab Kreise, in denen galt Wakefield als Held. Noch heute existieren einige Leitmotive der Impfkritik, die (auch) auf Wakefield und seine Thesen zurückgehen, vor allem die Skepsis gegenüber Kombinationsimpfungen. Dass das britische General Medical Council (GMC) Andrew Wakefield am 24. Mai 2010 von der britischen Ärzteliste gestrichen hat, lag freilich nicht an seiner Fallserie und natürlich auch nicht an seiner unbewiesenen Autismus-These. Die Entscheidung geht vielmehr zurück auf die bisher längste und umfangreichste Untersuchung des GMC zu wissenschaftlichem und ethischem Fehlverhalten, das Wakefield im Zusammenhang mit seinen Arbeiten zur Masernimpfung nachgewiesen werden konnte. Und dieser Teil der Geschichte, die aus aktuellem Anlass in der britischen Zeitung The Guardian noch einmal im Detail aufgerollt wurde, ist wirklich abenteuerlich.

So hat Wakefield nicht nur Studien ohne Genehmigung durch Ethikkommissionen durchgeführt. Er machte bei Kindern auch unzählige nicht indizierte Untersuchungen, darunter zahlreiche Koloskopien, um seine experimentell nie ausreichend gestützte Hypothese klinisch zu belegen. Wakefield hatte außerdem im Februar 1998, dem Monat der Veröffentlichung seines Lancet-Papers, die Genehmigung für eine eigene Impfstudie beantragt, in der eine neue, reine Masernimpfung getestet werden sollte, was die Frage nach Interessenkonflikten zumindest nahelegte. Der Impfstoff sollte produziert werden von dem Unternehmen Immunospecifics Biotechnologies. Geschäftsführer war der Vater eines seiner Patienten. Die ersten Tests des Impfstoffs machte Wakefield, erneut ohne offizielle Genehmigung, bei einem Kind, dessen Hausarzt er über das Experiment nicht informierte. Während der Geburtstagsfeier seines Sohns nahm er außerdem für Laboruntersuchungen Blutproben von den Gästen ab und zahlte dafür jeweils fünf britische Pfund.

Fragen stellen müssen sich auch viele andere

Alles zusammen reichte dem GMC, um Wakefield schwere berufliche Verfehlungen zu attestieren, was jetzt zum Ausschluss aus dem Ärzteregister geführt hat. Die Briten hoffen, dass das ganze Thema Impfautismus damit vom Tisch ist. Vom Tisch ist die Sache aber schon deswegen nicht, weil Wakefield die Diskussionen letztlich nur losgetreten hat. Er hat sich katastrophal falsch verhalten. Darüber ist er gestolpert. Aber er ist nicht alleine dafür verantwortlich, dass Impfungen in Misskredit gerieten. Seine Spekulationen fielen auf fruchtbaren Boden: Beim Lancet, das eine grottige Publikation druckte. Bei anderen Medien, die auf hysterische Möchtegernexperten hörten, statt sich existierende Daten anzusehen. Bei Ärzten, die der Impfskepsis allzu willig nachgaben oder selbst die Autismus-These verbreiteten. Das alles ist nicht aus der Welt, nur weil Wakefiled nicht mehr praktizieren darf. Wer zweifelt, ob dergleichen in Deutschland passieren könnte, mag sich die Diskussionen um angeblich krebsauslösende Zellkulturvakzinen gegen die Schweinegrippe aus dem vergangenen Jahr in Erinnerung rufen. Kronzeuge der Anklage war hier ein Politiker mit medizinischer Ausbildung, der sich niemals wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigt hatte, über das er sprach. England ist überall.

185 Wertungen (4.24 ø)

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21 Kommentare:

Dr. med. vet. Hermann Hohenester
Dr. med. vet. Hermann Hohenester

Dem Kommentar von Frau Gehbauer über Impfpraktiken möchte ich hinzufügen, dass jeder Arzt, dessen Kind durch eine Masern-Mehrfachimpfung in eine Autismus-Symptomatik gekommen ist, sicher alle diese vorlauten Meinungen pro Masern-Mehrfachimpfungen verdammen wird.

Ich danke der damaligen Kinderpsychologin, die uns aus diesem Jammertal herausgeholfen hat. Sie war als Klinikärztin bereits vor 1977 mit solchen Impfschäden konfrontiert.

#21 |
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Altenpfleger

Vielleicht könnte mal jemand Frau Stuckmann den Unterschied zwischen ein er Quecksilber- und Spinnen-Phobie erklären ;-)

Ach sorry – das sieht der Studienplan einer Medizinischen Fakultät ja nicht vor. Dann will ich mal selbst einen dezenten Tipp geben: Spinnen können (je nach Art und Interaktion) für den Menschen gefährlich werden oder auch nicht. Der Phobiker lässt sich hier aber ausschließlich durch so genannte Urängste, die im Unterbewusstsein manifestiert sind, leiten. Er differenziert nicht, wo man klugerweise differenzieren sollte. Ein “Hg- Phobiker” ist hingegen ein Mensch mit klarem Verstand, denn Quecksilber wirkt im jeden Falle toxisch. Mei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Und ob man quecksilberhaltige Substanzen über den Verdauungstrakt zu sich nimmt (wo gewisse Entgiftungsorgane den Schaden weitgehend begrenzen) oder per Injektion direkt in den Blutkreislauf – ist schon ein erheblicher Unterschied. Vielleicht aber ist das Nichterkennen dieses Unterschiedes Anzeichen einer Denkphobie. (?) Wäre ja immerhin möglich.

Mit freundlichen Grüßen

#20 |
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Dr. med. Falko Bengen
Dr. med. Falko Bengen

Lesen Sie alle mal “Bad Science” von Ben Goldacre! Dann haben Sie keine Fragen mehr.
Es geht auch noch viel schockierender…!
Die amerikanische “FDA” finanziert sich seit Anfang der 90er Jahre überwiegend aus Finanzmitteln der Pharma-Industrie!
Somit stehen ALLE medikamentösen “Neuerungen” seit dieser Zeit demnächst auf dem Prüfstand.
Für Furore sorgt z.B. die Story rund um “Prozac” – der weltweit 1. SSRI. Von “cherry-picking” bis zum Publikations-Biass ist alles vertreten! Wohlwollendes Verhalten als FDA-Funktionär wird überaus oft mit hochdotierten Posten in der Pharmaindustrie belohnt!
Und jetzt denken Sie alle mal an Methylphenidat…!
Unseren Kindern wird erst eine “Diagnose” angedichtet, die es früher gar nicht gab (ADHD), um sie dann systematisch mit dieser Droge zu Psycho-Zombies zu machen: Auslösung von Manien, produktiven Symptomen bis hin zu Zunahmen von Suicidalität…!
Bei mehr als der Hälfte aller Amok-Schützen wurden Psychopharmaka der “modernen” Art im Körper gefunden…

Dr. med. Falko Bengen
München

#19 |
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Das ist Wissenschaft nach der Art: Seit es weniger Störche gibt, gibt es auch weniger Geburten. Aus den Kommentaren entnehme ich, daß (leider) immer noch einige Kolleginnen/Kollegen Schlußfolgerungen solcher Ast ernst nehmen.

#18 |
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Dr. med. Karlfranz Koehler
Dr. med. Karlfranz Koehler

Genau mit dieser Argumentation, dass die Masernimpfung Autismus auslösen könne, wurde während einer kurzen “Masernepidmie” ausgehend von der Schweiz in Südbaden im vorletzten Jahr überwiegend von Eltern und Lehrern aus Waldorf-und Freien Schulen die Impfung strikt abgelehnt.
Insofern bin ich froh über diesen Artikel und die z.T. richtig stellenden Kommentare und werde diesen im Ärztlichen Kreisverein, weiteren Gremien und besonders den damals so Angst schürenden Schulen bekannt machen.

#17 |
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EVeline Gehbauer
EVeline Gehbauer

Tatsache ist, dass ich in meiner Praxis (betreibe sie nun seit ca 7 Jahren) schon etliche Impfschäden-Patienten behandelt habe. Für meine Begriffe ist 1 Mensch der Schaden durch eine Impfung nimmt zu viel, wenn man bedenkt, dass es in Russland keine Impfschäden gibt, da es dort Standard ist, dass ein Internist, ein Neurologe und ein Kinderfacharzt das Kind begutachten, bevor es geimpft wird! Bei uns in Österreich werden die Kinder in der Schule “an die Wand gestellt” und egal ob sie verrotzt sind, husten oder sonst was sind, einfach einer nach dem anderen durchgeimpft. Die Verantwortung dafür auf die Eltern abzuschieben finde ich fatal, da Eltern bestimmt nicht die Kompetenz besitzen, die ein Neurologe, Pädiater UND Internist haben!

#16 |
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Petra Stuckmann
Petra Stuckmann

Dem Beitrag von Herrn Kollegen Gromer kann ich aus vollem Herzen und Verstand zustimmen! Als die Quecksilber-Phobie noch mehr in Mode war, kamen bei psychisch entsprechend disponierten Personen alle Kopf- und Gelenksschmerzen, Leistungseinschränkung und Vieles, meist Undefinierbares, von den Amalgamfüllungen! Andererseits wäre ich bei nachgewiesener Quecksilber-Allergie auch etwas zurückhaltend. Dabei sind die meisten lokalen Nebenwirkungen auf ein Überimpfen mit Tetanus-Impfstoff zurückzuführen. Hier sind die Chirurgen in der Pflicht, wobei sich glücklicherweise in den letzten Jahren schon eine Verbesserung eingestellt hat.
Petra Stuckmann, Ärztin für Allgemeinmedizin, Allergologin

#15 |
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Die Frage ist die: warum konnte er wirklich auf fruchtbaren Boden stossen?
Urängste, Spritzenphobie.

#14 |
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Dr Silvia Mueller
Dr Silvia Mueller

…schliesse mich dem kommentar der kollegin Monte an – was übrigens NICHT bedeutet, dass ich Impfgegner wäre– ganz im Gegenteil, man muss nur eben bei Allergien, zumal bei thiomersal kritisch sein + bleiben :-)

#13 |
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Prof. Dr. med. Klaus Richter
Prof. Dr. med. Klaus Richter

Man sollte sich hüten, nur dem die Schuld zu geben, der solchen Blödsinn verzapft. Auch diejenigen, die Solches unkritisch aufgreifen, sind in der Pflicht.

#12 |
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Dr Joachim Gartzke
Dr Joachim Gartzke

Daß solche zur Publikation eingereichten Elaborate auch gedruckt werden liegt größtenteils an schlampig arbeitenden und wahrscheinlich auch schlecht ausgebildten Gutachtern. Meine Ablehnungsrate von eingereichten Manuskripten liegt bei 80%. Gute Bildung ist nicht nur eine Frage des Geldes, schon gar nicht die fachliche

#11 |
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Wir kennen ähnliche “Helden” in der Vetrinärscene und ich bin sehr dankbar für diesen Artikel. Lesen müßten diesen Artikel vor allem diejenigen Zeitgenossen, die stolz darauf sind ihre Haustiere und Kinder!! nicht zu impfen, und damit prahlen,, wie gesund diese (z.Zt.) sind.

#10 |
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Prof. Dr. med. Hans-Volkhart ULMER
Prof. Dr. med. Hans-Volkhart ULMER

“Katastrophieren” lohnt sich trotzdem mehr denn je: Ob Fuchsbandwurm, BSE, Elektrosmog, Vogelgrippe (die früher Geflügelpest hieß) usw. Es kommt leider viel zu selten vor, dass “der Krug am Brunnen bricht”. Es lohnt sich besonders für das Erringen von Drittmitteln und Aufmerksamkeit.

Prof. Dr. med. H.-V. Ulmer, FA für Physiologie

#9 |
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Dr. med. Peter Harth
Dr. med. Peter Harth

Erschreckend!

#8 |
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Es ist schon etwas mühsam, die Originalarbeiten zu lesen. Wakefield und Kollegen haben 12 Kinder mit Entwicklungsstörungen beschrieben. Bei 8 dieser Kinder wurde ein zeitlicher Zusammenhang zwischen den ersten Krankheitssymptomen und der Impfung (MMR) festgestellt. Interessanterweise hatte ein Kind eine Wildtypmaserninfektion. Es bleibt völlig unklar, ob diese Zusammenhänge zufällig sind. Es ist allerdings bemerkenswert, welche Lawine mit diesen dürftigen und völlig überinterpretierten Daten losgetreten wurde.

#7 |
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Mein nachfolgender Kommentar bezog sich auf einen anderen Kommentar.

#6 |
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Thiomersal, aha, mal wieder. Das ist – mit Verlaub – Unsinn.
1) Thiomersal ist ein Konservierungsmittel. Es war daher zu KEINEM Zeitpunkt in einem LEBENDimpfstoff und damit auch nicht in MMR
2) Die Mengen an Quecksilber die in Impfstoffen (heute sind nur noch die beiden Pandemieimpfstoffe in den Mehrfachgebinden (und aus gutem Grund) sowie StroVac damit versetzt, letzteres ein nicht STIKO-empfohlener Impfstoff )) enthalten waren oder sind, sind im Bereich dessen was die meisten sowieso tgl. mit der Nahrung aufnehmen – und keiner lässt sich tgl. impfen. Es gibt eine lange Liste mit Publikationen die Thiomersal untersuchen, fast durch die Bank ohne Befund.
In Ländern die schon länger Thiomersal frei sind, steigt die Autismusrate trotzdem.
3) Quecksilber-Verbindungen ist nicht alle gleich (um es einmal vorsichtig zu formulieren). Bei der Grenzwertfestlegung für Thiomersal ging man sogar von den Werten des Methyl-Hq aus, obwohl das wesentlich unkritischere Ethyl-Hq gebildet wird.

Haben Sie einmal eine SSPE oder “nur” eine Masernenzephalitis gesehen? Kennen Sie die Häufigkeit bei “natürlicher” Infektion und (bei Masern unweigerlich) Erkrankung? Offenbar nein.

Für interssierte:
Paul A. Offit, Autism’s False Prophets: Bad Science, Risky Medicine, and the Search for a Cure
(der noch zwei weitere sehr lesenswerte Bücher über die Impfhistorie geschrieben hat)

#5 |
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Manfred Heinrich
Manfred Heinrich

Es ist bekannt, das Fallstudien mit ca. 4-6 Teilnehmer anschl. in Fachzeitschriften als Studien hochgebauscht werden.
Problem, sie werden gelesen und weiter veröffentlicht.

Schlimm ist, dass diese “gefakten Studien” unsagbares Leid bescheren.
Kein Mensch, egal ob Patient, Arzt, Gutachter, oder Gericht kann dann noch unterscheiden.

Deshalb sollte für den deutschsprachichen Raum die Devise lauten, wer erwischt wird, dem sollte nicht nur der Geldhahn abgedreht werden, sondern er sollte auch vor Gericht gestellt werden.
Falls Aprobiert, Aberkennung dieser.

#4 |
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Ärztin

die diskussion über den zusammenhang impfung und autismus ist noch lange nicht vom tisch, aber die zusammenhänge scheinen über das thiomersal zu gehen. es müßte doch allmählich klarer werden, daß die unterschiede zwischen den menschen sich nicht nur auf die haarfarbe und die leistungsfähigkeit der beine bezieht, sondern ebenso auf die fähigkeit zu entgiften, metalle auszuscheiden und andere stoffwechselaktivitäten, was letztlich die verletzbarkeit durch auch kleinste mengen an z.B.schwermetallen und die folgen zeitigt, zum beispiel….

#3 |
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hmmmmm sehr Interresant

#2 |
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Dass andere Fehler gemacht haben ist richtig. Aber deswegen wird Wakefield noch lange nicht zum Bauernopfer. Ob man ausgerechnet Lancet den Vorwurf machen muss weiss ich nicht. Journale veröffentlichen häufiger kontroverse Publikationen, auch wenn sie schwächer sind, sowohl in der Hoffnung, eine Diskussion lostreten zu können als auch im Bestreben im Zweifelsfall wenn es doch richtig ist der erste gewesen zu sein, der es gedruckt hat. Peer review endet ja nicht, wenn eine Publikation veröffentlicht ist. Diskussionen via “Technical comments” oder Briefe an den Herausgeber gehören genauso dazu. Nicht zuletzt deswegen finden sich in PubMed auch jeweils Verweise darauf beim Ursprungsartikel.

Wakefield gehörte nicht zuletzt zu den Leuten, die Forschung betrieben nach der Maxime dass nicht sein kann was nicht sein darf. Eine derartige Einstellung ist mit seriöser Wissenschaft aber unvereinbar. Von der Liste der Forschenden kann man niemanden streichen, man kann ihm höchstens den öffentlichen Geldhahn zudrehen. Aber man kann dafür sorgen, dass jemand, der sich derartig geistig vergallopiert nicht noch die Gesundheit anderer Menschen anvertraut bekommt. Und das ist gut so.

#1 |
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