Krankschreibungen: Seh ich aus wie Dr. Holiday?

19. Oktober 2017
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Krankschreibungen haben im ersten Halbjahr 2016 ihren Höchststand seit Ende der 1990er erreicht. Der Arzt muss sich also öfter denn je die Frage stellen: Ist mein Gegenüber wirklich krank oder werde ich als Arzt ausgenutzt?

 

84 Wertungen (2.65 ø)

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70 Kommentare:

Gast
Gast

Seit Kindheit chronisch krank mit Asthma und Allergien, kamen im Laufe der Jahre noch diverse Diagnosen dazu. Da mein Lebensschwerpunkt auf dem Beruf lag, war ich jedoch auf der Matte, wann immer möglich und die meisten Jahr nicht viel länger krank als der Durchschnitt. Machte viele Überstunden, war immer diejenige, die einsprang, wenn andere Grenzen aufzeigten. Bis es dann nicht mehr ging und ich nach einer OP und fünf Wochen Krankheit in der Schweiz entlassen wurde und einen Zusammenbruch hatte.

Ich wurde vorzeitig in die Erwerbminderungsrente geschickt, da meine Krankenkasse mir nicht einmal ein halbes Jahr Zeit ließ, wieder auf die Beine zu kommen, sondern mich sofort zum Gutachter schickte. Mein Reha-Antrag wurde flugs umgewandelt in einen Rentenantrag und mein Berufsleben war zu Ende.

Heute lebe ich unter anderem mit einem schweren Erschöpfungs- und Schmerzsyndrom. Zu keinem Zeitpunkt konnte ich meine Zeit als (Früh)rentnerin genießen und das wird für den Rest meines Lebens so bleiben.

Ich kann allen nur sagen: Kümmert Euch rechtzeitig um eure physische und psychische Gesundheit. Wenn eine schwere Krankheit einmal da ist, ist das Leben mehr oder weniger zu Ende.

Ich kenne viele Kollegen, die – zwar ohne chronische Vorerkrankungen, aber dennoch auf dem Zahnfleisch laufen und das jahrelang. Die sich nur mit Nikotin und Koffein am Laufen halten und den Stress am Abend womöglich noch mit Alkohol betäuben. Vor allem betrifft dies Männer.

Ich gebe Herrn Dr. Wimmer völlig Recht. So lange die Arbeitsbedingungen und der Angst vor Jobverlust (auch in gehobeneren Positionen) sich immer weiter zuspitzen, wird sich die Situation nicht bessern. Aber besser, zwischendurch einmal 14 Tage krank sein, statt statt Körper und Seele völlig zu ruinieren, bis der die Stressregulation dann irgendwann dauerhaft aussetzt.

#70 |
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Hans Christoph
Hans Christoph

zu Kommentar 67- Dr.D.C. ohne Gesicht… dachte es gilt inzwischen Vermummungsverbot.. oder ?
Absolutaussagen an sich sind schon kritikwürdig…..Zitat…Krankschreiben wird heute schamlos ausgenutzt. Die ” meisten” haben nichts und möchten einfach nur blau machen….Was für ein absolutes total schräges Weltbild….
Auch noch DIE Arbeitgeber als “immer” die leidtragenden zu beweinen ist dann doch der Gipfel der Ignoranz.
Nach dem 2. Weltkrieg gab es eine Teilkrankmeldung, meist zunächst für 3 Tage..
wäre überlegenswert…Auch ist sicher NICHT einzusehen wenn ein Mitarbeiter im Büro tätig sich den Fup bricht, und dann eine Rundumkrankmeldung beansprucht.
Im übrigen ist dem Dr.D.C. entgangen es gibt inzwischen zig tausende homeoffice
Arbeitsplätze wo z.B. eine Grippe durchaus keine schlüssige RUNDUM Krankmeldung bedarf, je nach Einzelfall.
Also Dr.D.C bitte konstruktive Vorschläge und KEINE leichtfertigen Verdächtigungen.

#69 |
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Gast
Gast

Die Leidtragenden sind auch die Kollegen! Den Chef interessiert nur , dass die Arbeit getan ist. Fehlt also die Pta oder PKa , was soll es. Aber wehe die angestellte Apothekerin ist krank. Das wird sofort mit übler Laune quittiert. Da muss der Chef selbst kommen.

#68 |
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Dr.D.C.
Dr.D.C.

Krankschreiben wird heute schamlos ausgenutzt. Die meisten haben nichts und möchten einfach nur blau machen. Es ist traurig das so was heute nicht strenger kontrolliert wird. Die leidtragenden sind immer die Arbeitgeber vor allem in einer Praxis wenn der Terminplan voll ist und die Mitarbeiter keine Lust haben. Die Krankheit unter den die Mitarbeiter Leiden ist einfach Faulheit und das sollten die Kollegen “Hausärzte ” erkennen. In Italien z.B. erscheint nach drei Tagen ein Arzt vom Gesundheitsamt, unangekündigt und untersucht den angeblich Kranken. Die Statistik im Vergleich zu Deutschland würde mich interessieren.

#67 |
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Hebamme Birgit B.
Hebamme Birgit B.

#4 – Robert Dettmann: Sie sprechen mir aus der Seele!
Ich bin auch so erzogen: stell’ Dich nicht so an! Und habe selbst bei sehr heftigen Erkrankungen wacker meinen Dienst verrichtet, krankgeschrieben (auf mein eigenes Bestreben hin) wurde ich erst, nachdem ich wirklich “am Boden lag”, zuvor hab ich mit Unterschenkel-Gehgips in der Chirurg. Ambulanz (und Rollen unterm Gips), mit Mittelohr-Vereiterung u.ä. Erkrankungen gearbeitet, und das im 3 Schicht-Dienst.
Versucht, sogar mit Commotio cerebri meinen Dienst zu tun (ging nicht….mein Chef hat mich zu Bettruhe verdonnert!).
Dann wurde ich mit Ende 40 J. “endlich” richtig krank….Berufserkrankung plus bipolarer Störung.
Und hab mich immer noch geschämt und als “schwach” empfunden….und bin jezzt früh berentet und mein(e) Beruf(e) fehlen mir schrecklich!
Es gibt immer “so’ne” und so’ne Patienten, wobei ich mich selbst als Dummen ansehe, denn ich hätte schon viel früher mal ne Pause einlegen und mich nicht selbst andauernd überfordern sollen!
Aber ich hab u. hatte auch immer nen Scherz auf den Lippen, selbst wenn ich “mit dem Kopf unterm Arm” zur Arbeit kam! Schwierig dann für Ärzte, so ein Verhalten richtig einzuschätzen!

#66 |
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Gast
Gast

Simulanten bekommen einfach und schnell einen Krankenschein, man landen Ärzten auch kein Vorwurf machen. Bis auf den Missbrauch , Gelben gegen Geld bspw.

#65 |
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Gast
Gast

Der Arzt muß sich also öfter denn je die Frage stellen, ob sein Gegenüber krank ist. Weil, ja weil, 2016 der Höchststand war ? Welch eine Logik.
Wie wär´s denn mit Analysen, warum zunehmend mehr Menschen krank werden ?

#64 |
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Gast
Gast

#55 hier #32: sind sie sicher das sie Simulanten zweifelsfrei erkennen können.

#63 |
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Gast
Gast

@ Hamburger Deern: Für Beamte gelten andere Bedingungen. Die bekommen kein Krankengeld sondern die volle Bezahlung. Wenn dann nach 3 Monaten eine Einladung zum Amtsarzt kommt, sind die noch empört, da dies doch regelmäßig erst nach einem halben Jahr anstehe.

#62 |
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Gast
Gast

#58, das geht sehr wohl. Wenn man ALG II bezieht, greifen doch die Regeln des Paragraphen 145 SGB III gar nicht mehr. Da bewegen wir uns im SGB II. Und Sie würden sich wundern, wie viele sich so lange krankschreiben lassen. Da nützen auch Gutachten nichts, die Erwerbsfähigkeit feststellen. Die AU geht immer weiter.

#61 |
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Gast
Gast

Zu 59 wer sonst sollte dann die Notdienste machen?

#60 |
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Gerlinde Zlotos, Master of Public Health
Gerlinde Zlotos, Master of Public Health

Aus vernetzten und ausgiebigen Studien im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ergibt sich, dass in wirtschaftlich schlechten Zeiten wg. Angst vor Arbeitsverlust immer die Krankschreibungen zurückgehen. In “sicheren” Zeiten gehen sie wieder rauf. Aber für wen ist ein Arbeitslatz sicher? In vielen Berufen ist “Präsentismus” ein Probelm, also die Chronifizierung von Gesundheitsproblemen nach schon wenigen Jahren, wenn die Krankschreibungen / Therapien vorher ausgeblieben sind. Darunter viele Sozial- und Gesundheitsberufe.
Krankenkassensurveys und ihre Interpretation sind da die bessere Quellen als kurzfristige Schlussfolgerungen aus einer Erhöhung der Krankschreibungszahlen.
Also, Doc: genau hinschauen und im Zweifel vertrauen.

#59 |
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Hamburger Deern
Hamburger Deern

Gast 44, ” Ohne eine AU hätte ich keine Chance, auch mal ein paar freie Tage zu haben, denn Urlaub gibt’s als Single für mich nicht. Da werden immer die Mommys und Daddys bevorzugt.” auch als Single stehen ihnen 20 Tage gesetzlicher Urlaub zu, hat Ihnen ihr Chef was anderes erzählt? :D

#58 |
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Hamburger Deern
Hamburger Deern

Gast 37, jahrzehntelang krankschreiben, wie soll das gehen? Der Hausarzt kann bis 4 Wochen krank schreiben, der Facharzt länger, aber nach 6 Wochen gibt es Krankengeld und die KK schauen schon drauf, dass keiner simuliert, die haben einen medizinischen Dienst.
Und nach 78 Wochen gibt es Erwerbsminderungsrente oder Grundsicherung, muss man sich aber darum kümmern und die Fristen einhalten, sonst gucken Sie in die Röhre. Also Krankschreibung als bedingungsloses Grundeinkommen, das ist nich.

#57 |
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Gast
Gast

Wenn ein Patient von mir eine AU will, dann kriegt er sie auch. Als niedergelassener Arzt bin ich wirkklich nicht der Sherif der Krankenkasse oder irgendeines Arbeitgebers.

#56 |
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Gast
Gast

In anderen EU Ländern gibt es gar keinen Gelben Schein,z.B. Dänemark. Dort wird sich krank gemeldet, wenn man krank ist, es wird Gute Besserung gewünscht und der Gesunde fängt wieder an.
Warum unterstellen wir eigentlich den Mitarbeitern immer Faulheit, Arbeitsscheue und Bummelei und dass dieses Verhalten kontrolliert, sanktioniert, ausspioniert und selbstverständlich dinunziert werden muss.
Mit Eigenverantwortung und Vertzrauen in seine Mitarbeiter kommt man generell weiter. Dänemark hat jedenfalls einen niedrigen Krankenstand.
Und zum Schluss: Es gibt auch Patienten, denen man einen Arbeitsunfähigkeit förmlich aufzwingen muss.

#55 |
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makabu
makabu

Der Kollege Wimmer hat Recht. Denn – in den 1975 er Jahren gab esein Gerichtsurteil gegen den Arzt, der sich geweigert hatte, den Pat krankzuschreiben.
Der Gutachter bescheinigte dem Pat seine Arbeitsunfähigkeit. Leider habe ich das Urteil mit Nr. nicht mehr. Ich habe in über 40 Jahren ca 10% Simulanten gehabt.
Aus Sicherheitsgründen habe ich meinen Verdacht genau protokolliert (nur für mich lesbar). Einen Fall erinnere ich gerne. Ein Kranführer aus Bremen kam und bat mich ihn eine Woche aus dem Verkehr zu ziehen. Auf meine Frage erklärte er mir – zwei Kollegen hätten ihn zu einer Art Dauerschicht gezwungen, indem sie ihn nicht abgelöst hätten. Nach 6 -sechs- Wochen hätte er jetzt die Schnauze voll. Ich habe nie mehr einen Pat. mit dieser Ehrlichkeit gehabt, den ich mit so viel Vergnügen aus dem Verkehr gezogen habe. Ich habe mich hinterher bei der Firma erkundigt, seine Aussagen waren wahr.
Bei offener Verweigerung des gelben Scheins, war ich gleichzeitig den Pat.los. Aber das habe ich gerne verschmerzt.

#54 |
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Gast
Gast

Zu meiner Zeit als Pharmareferent gab es sogenannte “Gelbe Scheine Praxen”
Viele andere Praxen litten unter den Montag-der Gelben Scheine!
Hier in dem Artikel sieht es ganz so aus, als ob es sowas noch immer gäbe.

#53 |
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Gast
Gast

oh mein Gott….undifferenziert und typisch Arzt. Es ist die Aufgabe des Arztes herauszufinden, was mit dem Pat. los ist. Niemand anders kann das machen! Sie bescheinigen eine Erkrankung, niemand anders!

#52 |
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Gast
Gast

Ich würde mir von manchen Kollegen schon etwas mehr Sorgfalt beim Ausstellen der AU wünschen. Das wird teilweise auf Zuruf gemacht (telefonisch anzufordern, kein Pat.-Kontakt!). Eine unserer MFAs bekommt immer wochenweise AUs, immer von montags bis freitags, egal was sie (angeblich) hat. Damit hat sie einmal ihren Urlaub verlängert, auffällig auch die Woche ab dem Zuckerfest (nach Ramadan). Die AU wird uns sogar aus der krankschreibenden Praxis in unsere gefaxt!

#51 |
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Gast
Gast

Die meisten Menschen sind nicht dumm und wissen schon Selbst ob sie krank sind oder nicht. Die wenigsten sind Sozialschmarotzer( die es natürlich immer geben wird) die Mehrheit aber, haben eher ein schlechtes Gewissen wenn sie krank geschrieben sind

#50 |
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Gast
Gast

Ich kann mir gut vorstellen, dass in körperliche Weh-Wehchen in der aktuellen Generation von psychischen Krankheiten abgelöst werden. Psychische Beschwerden wie Depressionen werden in der Gesellschaft bei weitem nicht so akzeptiert wie z.B. ein Knochenbruch. Deshalb gibt es nur wenige Menschen, die sich bei psychischen Beschwerden wirklich Hilfe suchen. Die Konsequenzen spiegel sich dann in häufigeren Magen-Darm-Grippen oder ständigem Unwohlsein wieder. Ich denke nicht, dass zwangsläufig mehr “krank gemacht” wird.
So wie es im 19. J.h. die industrielle Revolution gab, kommt jetzt der Umschwung zu psychischen Leiden. Und wir müssen das Umdenken in der Gesellschaft fördern, um den Patienten schneller und besser zu helfen.

#49 |
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Gast
Gast

ein patientenfern “behandelnder” Kollege wie Dr.Wimmer sollte über gewisse Themen den Schnabel halten oder sich ertmal in mehrjähriger Praxiserfahrung (>10J) kundig machen….

#48 |
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Gast
Gast

Ich weiß nicht woran das liegt, aber scheinbar werden die “Schlappis” immer mehr.
Wir haben in den 50er/60er u. teilweise noch etwas länger, noch Samstags
bis um 16:00 h gearbeitet. Dann kam die große Erlösung. Samstags nur noch bis
12:00 h. …und wir haben überlebt.

#47 |
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Gast
Gast

Der ganze Raubtierkapitalismus gehört abgeschafft und schwer bestraft. Wertschätzung der Menschen und ein humanes Miteinander sollte gefördert werden, dann gibt es auch nicht mehr soviel krankgemachte

#46 |
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Gast
Gast

42: Mittlerweile gibt es Studien die belegen dass wir alle nur noch maximal dreißig Stunden arbeiten müssten. Warum das nicht geändert wird? Fragen Sie bei den Arbeitgeberverbänden nach, diese unheilige Allianz der Sklaventreiber!

#45 |
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Gast
Gast

Zu 42 das ist alles egal Hauptsache Sie stehen dem System zur Verfügung! Zum Thema: Ich arbeite in einer öffentlichen Apotheke und ich bin wirklich heilfroh, wenn mein Arzt mir eine AU schreibt! Warum? Seit Jahren verteilt sich immer mehr Arbeit auf immer weniger Schultern und es gibt keinen pharmazeutischen Nachwuch mehr. Die wenigen die verrückt genug sind nach ihrem Examen in die Apotheke zu gehen, sind fast nur Frauen die dann auch relativ zügig schwanger werden und dann natürlich zu Hause bleiben. Mein Chef verlangt eine AU bereits am ersten Tag, wohl aus Versicherungsgründen. Ohne eine AU hätte ich keine Chance, auch mal ein paar freie Tage zu haben, denn Urlaub gibt’s als Single für mich nicht. Da werden immer die Mommys und Daddys bevorzugt.

#44 |
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Eric Nijman
Eric Nijman

Interessante Beitrag. Mir ist vor allem aufgefallen, dass Ärzte kein Zeit haben für ausführliche Anamnesen. Hier gibt es eine gute Lösung, die schon länger im Ausland praktiziert wird. Direct Access für Physiotherapeutische Behandlungen. Dies würde Hausärzte von viele Konsultationen befreien und somit Zeit für wichtige Anamnesen schaffen.

#43 |
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Gast
Gast

Hallo, haben Sie auch mal daran gedacht das jetzt die geburtenstarken Jahrgänge in die 50ziger und 60ziger Jahre kommen? Ich zum Beispiel als Fachpfleger befinde mich im 34. Jahr in der Psychiatrie, zur Zeit Vollzeit, bin zwar körperlich gesund, weil ich mich versuche auch fit zu halten, Sport treibe und gesund esse. Bin aber sonst auch total oft ausgebrannt, muss mich überwinden zum Arzt zu gehen wenn es gar nicht mehr geht. Ich würde gerne früher in Rente gehen, aber dann muss man hohe Abschläge in Kauf nehmen (habe mit 63 Jahren über 45 Jahre gearbeitet). Für mich ist das wie eine Vergewaltigung durch den Staat so lange arbeiten zu müssen und überhaupt nicht differenziert wird z.B. bei Berufen mit hoher Belastung und Anforderung und (3 Schichtbetrieb). So sollte man doch bedenken wir sind keine Maschinen die immer funktionieren kann, wir sind aus Fleisch und Blut, mit wechselnden Befindlichkeiten. Auch sollte man sich mal über die Arbeitskultur Gedanken machen. Ist es noch zeitgemäß gar würdig bei dem Arbeitsanforderungen, Arbeitsbelastung, Arbeitsstress Menschen ca. 40 Stunden pro Woche arbeiten zu lassen. Was ist mit der Selbstverwirklichung, der Familie, Haushalt, Gesundheit, dem sozialem Leben, der Kultur?

#42 |
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Rettungssanitäter

#15: Wenn es Ihnen so schlecht geht dass Sie weder aus aus eigener Kraft noch mit einem Taxi den Arzt aufsuchen können: Genau dafür ist die 116 117 da. Im Falle bedrohlicher Erkrankungen dann die 112.

Alles Gute!

#41 |
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Gast
Gast

Und wie würden Sie es bei Ihrem eigenen Personal machen, wenn der- oder diejenige kommt und sagt “ich fühl’ mich heute nicht gut und möchte für eine Woche krank geschreiben werden”? Wären Sie dann auch bereit den AU-Zettel auszufüllen?

#40 |
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Gast
Gast

An Herrn Dr. Ludwig, Sie sind ein weiser Arzt, davon gibt es leider immer weniger.

#39 |
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Dr. Who
Dr. Who

Was hat denn die Hausärztin Nr.36 ( Gast) für ein Problem .. ? Redet von Gequatsche und scheint selber keine Ahnung zu haben, gibt völlig irrelevantes und absurdes Zeug von sich und darüberhinaus noch dieser unglaublich überheblich arrogante Kommentar bzgl. Videobeitrag von Herrn Wimmer.
Ich finde den Videobeitrag gut aber das Problem wird niemals gelöst, solange das Mißtrauen der Arbeitgeber auf dem Rücken der Ärzte ausgetragen wird. Krankschreibung ab Tag 1, 2, oder 3 ist ein kompletter Unsinn und ein Mißbrauch und eine Verhöhnung der Ärztetätigkeit.
Schaut nach England: Dort gibt es einen Anspruch auf eine ärztliche “sicknote” erst nach dem 7.Tag Abwesenheit von der Arbeit ! Die ersten 3 Tage offiziell keine schrifliche Meldung. Das etscheidet der Patient selber und teilt das seinem Arbeitsgeber mit. Ab dem 4, Tag gibt es eine “self certification” form, die er ausfüllt und abgibt. Ab dem 7. Tag kann der Arzt dann eine AU ausstellen. Aber die meisten “self limiting conditions” sind sowieso nach 5-7 Tagen wieder vorbei. Wird eine AU oder “sicknote”oder Med 3 oder “fitnote” vorher verlangt, gilt dies als private note und die kostet extra. Sieht der Arzt jemanden vor dem Ablauf der 7 Tagen, weiß aber dass der Patient sicherlich länger als 7 Tage krank sein wird, kann er natürlich auch vorher einen Krankenschein ausfüllen.
Mittlerweile heißt die englische AU-Bescheinugung “Fit note”. Entweder fit to work oder not fit to work. Wenn “not fit to work” gibt es Unterklassifizierungen die der Arzt ankreuzen kann, dass der patient unter bestimmten Bedingungen fit to work wäre ( geänderte Arbeitszeiten, amended duties, no heavy lifting etc. etc… ) Nur als Vorschlag für den Arbeitgeber, der wiederum nicht bindend ist.
Falls jetzt jemand kommt und argumentiert, dass die Menchen sich dann ja alle selber krankschreiben würden in den ersten Tagen, dann so what .. ? Das ist doch nicht UNSER Problem oder bin ich nun Polizist und Arbeitsmarkt Ordnungshüter geworden .. ?
Ich denke mir, dass die deutschn Ärzte für ihre AU-Bescheinigungen bezahlt werden und irgendwas davon haben müssen. Ansonsten kann ich es mir nicht erklären, warum die nicht schon längst auf die Barrikaden gegangen sind, sich für solch einen Unsinn einspannen zu lassen …
So in the end, don’t complain. It’s up to YOU what happens!
Und etwas Sand im Getriebe ist manchmal die beste Methode, nicht selber zermahlen zu werden .. !

#38 |
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Gast
Gast

Es gibt Ärzte, die jahre-, teilweise sogar jahrzehntelang ununterbrochen krankschreiben, nämlich Patienten, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen (können/wollen). Das ist insofern ein Problem, als diese Menschen (abgesehen von solchen, die in “Maßnahmen” untergebracht sind) über 3 Millionen ausmachen, die in der Arbeitslosenstatistik nicht auftauchen. Das ist Niedergelassenen oft gar nicht klar.

#37 |
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Gast
Gast

Sehr geehrter Herr Wimmer,
wer ist die Zielgruppe für Ihr Gequatsche?
Ein ordentlicher Hausarzt kennt seine Patienten, im Notdienst besteht der Auftrag darin, die Pat solange am Lebe zu erhalten ( incl AU) bis sie wieder zu ihre Hausarzt gehen können.
Könnte es sein, dass Sie noch nicht so richtig lange hausärztlich gearbeitet haben und von Gesprächsführung eigentlich gar keine Ahnung haben, geschweige denn von Beziehungsgefügen und PGV.
Liebe Verantwortliche des Protals: Ich stelle eine derartige Verdummung fest, dass ich jeden Arzt von diesem Protal abraten möchte.
Hausärztin

#36 |
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Gast
Gast

Nr 13 gehört zu den Typen, die mich dazu bringen mich auf die Rente zu freuen.Ich habe keine Lust mehr mir den Arsch für diese ganzen unzufriedenen Nörgler aufzureissen. Vielleicht sollte man mal statt AfD zu wählen sich mit Flüchtlichtlingen und deren Schicksal auseinandersetzen, dann weiss man wie gut wir es hier haben.

#35 |
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Gast
Gast

1.) Krankschreibung bei Infekten, na ja man kann die Leute auch weiter arbeiten lassen, dann ist halt die ganze Firma krank. Die banale Erkenntnis, dass man
Infektionskranke mal eine Zeitlang isolieren muss, war einst der Erfolg der modernen Medizin, ist in Vergessenheit geraten.
2.) In den meisten Ländern, in denen man keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung braucht, gibt es Karenztage.
Bringt keinen wirklich ins wirtschaftliche Abseits, vermeidet aber “Null Bock-Tage” oder anders wer das Wochende durchsaufen konnte muss halt montags Urlaub nehmen oder unbezahlt zu Hause bleiben.

#34 |
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Gast
Gast

Ich arbeite in Dänemark und hier verlangt der Arbeitgeber keine AU. Ausnahme: längere Krankheit, z.B. Burnout. In solchen Fällen bezahlt der Arbeitgeber dann die Dokumentation des Facharztes. Funktioniert einwandfrei, die Dänen haben nicht mehr Krankheitstage als die Deutschen. Wie viel Zeit und Geld könnte man in Deutschland sparen, wenn man sich dazu durchringen könnte, dem durschnittlich intelligenten Arbeitnehmer zuzutrauen eine simple Erkältung zu diagnostizieren und die adäquate Therapie zu wählen: drei Tage mit Tee und Netflix ins Bett. Hat bei mir noch immer geholfen.

#33 |
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Gast
Gast

War mal in einer neuen Stadt bei einem Arzt der mich als Simulant bezeichnet hat, nachdem er zwei Sätze mit mir gesprochen hat. Ich hatte am Vorabend Fieber hatte Paracetamol genommen, weil es nicht mehr auszuhalten war. Mit den Paracetamol hatte ich natürlich kein Fieber. Das ich welche genommen hatte, hab ich dem Doc natürlich gesagt. Die restlichen Beschwerden, wie Glieder-, Kopf-, und Halsschmerzen sowie Schnupfen und die belegte Stimme hat er übergangen. Er meinte ich kann arbeiten. Ja Ärzte haben eine Verantwortung. Die dem Patienten zu helfen. Wenn es mir schlecht geht und ich dann sowas in einer Praxis erleben muss, ist das keine Hilfe für mich. Ich weiß nicht was diesen Menschen dazu gebracht hat so mit mir umzuspringen. Hat sich eine seiner Helferinnen krank gemeldet und er hat sich über die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall geärgert? Das Personal in Praxen hat ja auch nicht die besten Arbeitsbedingungen. Ich brauche nich zu erwähnen das ich einmal und nie wieder in dieser Praxis war. Ich weiß selber sehr genau wann ich nicht mehr genug Leistung hervorbringen kann um arbeiten zu gehen. Wenn ich es dann trotzdem tue ist damit keinem geholfen und das kann auch nicht die Lösung sein. Hilfe gegen häufig Infekte konnte mir noch kein Arzt geben.

#32 |
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Nichtmedizinische Berufe

@#19, ja, ich sage es immer wieder, dass ich gern in diesem Land lebe und dem Solidarsystem viel zu verdanken habe, jedoch auch über nunmehr fast vier Jahrzehnte viel eingezahlt habe.
Keinesfalls möchte ich z.B. anglikanische oder anglo-amerikanische Verhältnisse.
Jedoch sollte unser System nicht zu sehr überstrapaziert werden.
Und alle! sollten dort den Pool bilden, eben auch Selbstständige und besonders Beamte, die ich ja anteilig genauso lang alimentiere.
Ich kann nun nichts dafür, dass ich mehrmals in den Blütezeiten meines Lebens ZNS-Infektionen mit den lebenslang zu ertragenden Folgen erleiden musste.
Und die postinfektiösen Patienten oftmals weltweit falsch und/oder zu spät behandelt werden, zu oft mit letalem Ausgang.
Das hatte dann auch lange Ausfallzeiten und Schaden am System und meiner materiellen Existenzsicherung zur Folge.
In diesem unserem schönen Land muss da aber kein Arzt etwas befürchten, wie z.B. wie in den Staaten, wenn regelhaft so fahrlässig mit dann unerkannt ZNS-infektiösen Patienten verfahren wird.
Von mir übrigens auch nicht, weil zu den Zeiten war ich ohnehin nicht dazu in der Lage und später wollte ich keine Lebensenergie daran verschwenden.
Na ja, für einen liegengelassenen Operationstupfer hatte ich mir dann doch außergerichtlich eine kleine Summe auszahlen lassen, obwohl ich dafür nicht lange arbeitsunfähig war…

#31 |
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Hamburger Deern
Hamburger Deern

Gast 19 (Ortho) , da habe ich ein schönes Beispiel, früher mein alter Orthopäde, der brachte einen Mitarbeiter auf dem Hamburger Fischmarkt durch ein paar wohldosierte Spritzen bei Hexenschuss in Minuten wieder bewegungsfähig- heute ist der Arzt im Ruhestand und sein Nachfolger macht das nicht mehr – zu gefährlich, Tabletten gehen doch genauso gut, Infektionsgefahr …..
Wenn jetzt ein Mitarbeiter betroffen ist, ist der erst mal eine Woche zuhause. Ihr Dokttoren tut einfach nicht alles, um die Leute wieder fit zu kriegen! Krankengymnastik, Massagen, Spritzen, alles budgetiert.

#30 |
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Gast
Gast

Habe ich das richtig verstanden, Dr. Wimmer; Erkältung und Bauchschmerzen ist nicht so wirkungsvoll; besser ist etwas Psychisches wie Burnout , um krankgeschrieben zu werden?

#29 |
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Gast
Gast

Es wäre sehr schön, wenn die Ärzte sich einmal darauf konzentrierten, was sie eigentlich bescheinigen sollen. Das ist nämlich nicht die Krankheit, sondern die Arbeitsunfähigkeit. Diesen Unterschied sollten sie auch ihren Patienten erklären, wenn zum Beispiel wegen banaler Infekte eine Woche “Krankschreibung” erwartet wird. Keiner zweifelt daran, dass man mit einer Erkältung krank ist, aber je nach Arbeitsplatz ist damit nicht immer eine Arbeitsunfähigkeit verbunden. Vielleicht brauchen wir dazu auch eine gesellschaftliche Diskussion und einen Sinneswandel, statt immer nur über die absolute Höhe der “Krankheitsquote” zu klagen.

#28 |
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Remedias Cortes
Remedias Cortes

In Dänemark braucht es keine Krankschreibung, in Schweden und Groß-Britannien erst nach 8 Tagen, Norwegen macht Pilotprojekte- eventuell sollten wir hierzulande davon abkommen. am ersten bzw. am dritten Tag eine Krankschreibung zu verlangen . Dann wären auch die Wartezimmer leerer.
Mittlerweile brauchen auch Jugendliche am Gymnasium und Studenten sowieso immer öfter Krankschreibungen. Früher hat man der Elternunterschrift vertraut, dieses Vertrauen ist weg.
http://www.t-online.de/finanzen/jobs/id_72901806/krankmeldung-gelber-schein-in-zukunft-erst-nach-einer-woche-.html

#27 |
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Gast
Gast

Es wäre

#26 |
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Gast
Gast

@21. Meine persönliche Empathie und Geduld geht da nicht ganz so weit mit dem “subjektiven Krankheitsgefühl”. Anhand der Symptome (ob zusätzlich chronisch krank oder behindert) und des Arbeitsplatztes kann man schon grob abschätzen ob arbeiten möglich wäre. Also ein Schreibtischtäter der wegen Halsschmerzen eine Woche fehlen möchte hängt wohl nicht so sehr am Arbeitsplatz. Es ist doch immer wieder so- die schlimm Kranken schleppen sich ganz lange, die leicht Kranken wollen wegen fadenscheiniger Argumente fehlen.

#25 |
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Gast
Gast

Das kann man alles nicht so pauschal sagen. Richtig ist, daß es im öffentlichen Dienst im Grunde egal ist, wer wann wie oft krank ist, ob berechtigt oder nicht, ist völlig wurscht. Ist kein Kündigungsgrund, sondern nur Grund für Kuren und sonstige Gesundheitsmaßnahmen etc. etc., umd dem Staatsbediensteten die Arbeitskraft wieder herzustellen. Fürsorgepflicht.
Anders in der freien Wirtschaft. Kleine Firmen können sich dauernden Krankenstand nicht leisten werfen die entsprechenden Spezialisten hinaus. Das ist schon nach wenigen Wochen der Fall, wenn die Leute mit solchen Methoden zusätzlichen Urlaubs anfangen. Das fällt dort sofort auf.
Bei großen Industrieunternehmen wird das eine Weile gehen, aber auf Dauer auch nicht.
Selbständige? Die können sich Krankheit überhaupt nicht leisten und brauchen deswegen keine gelben Zettel. Deswegen stellt sich auch die Frage nicht, ob manfrau mit Husten arbeiten kann – selbstverständlich. Die werden erst aus dem Verkehr gezogen, wenn sie absolut auf der Schnauze liegen. Möglicherweise manchal bißchen zu spät.

#24 |
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Gast
Gast

Unter den Kollegen, die mir in zwanzigjährigem Berufsleben begegnet sind, gab und gibt es zwei Charaktere. Die, die krankgeschrieben sind und man zweifelt nicht im Geringsten, im Gegenteil. Und eben die Anderen, deren Arbeit man wochen- und monatelang zusätzlich erledigt, Überstunden inclusive und ohne Aussicht auf Änderung. Liebe Ärzte, bitte schaut genau hin und denkt auch an die Kollegen am Arbeitsplatz, denn die müssen alles auffangen.
p.s. Die ‚Anderen‘ werden immer mehr.

#23 |
  4
Gast
Gast

Ich gehe gerne zur Arbeit. Doch manchmal erwischt es mich eben auch: Krankheitsgefühl, Kopfschmerz, Müdigkeit, Halsschmerzen, Husten, Schnupfen. Als Mitarbeiter in einem Callcenter bei etlichen Stunden Redezeit pro Tag ist es dann auch lästig sich in jedem Gespräch wegen eines Hustenanfalls zu entschuldigen, oder sich ständig gute Besserung wünschen zu lassen weil die Stimme fast versagt. Mal abgesehen davon, dass man schneller Fehler macht wenn der Kopf dröhnt und der Körper schlapp macht. Meine Hausapotheke ist gut gefüllt mit Sachen, die ich ohnehin nicht auf Rezept bekomme: Ibuprofen, Nasenspray, Hustenstiller, Hustenlöser und was mir eben hilft. Wozu brauche ich einen Arzt? Eigentlich nur wegen der AU. Ich schäme mich fast, deswegen zum Arzt zu gehen.

Und dann gibt es Kollegen, die ständig “krank” sind. Umschreiben von Dienstplänen, Frühschicht übernehmen, Spätschicht übernehmen, Überstunden sind die Folge. Aber mit diesen Kollegen muss man dann auch wieder “Freund” sein, wenn sie mal nicht krankheitsbedingt abwesend sind.

Auf der Patientenseite zu stehen ist auch nicht immer einfach.

#22 |
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Dr. med. J. Ludwig
Dr. med. J. Ludwig

Hier gibt es keine evidence-based medicin Lösung: kein Arzt weiß, wie krank sich der Pat. subjektiv fühlt oder welche Leistung der Arbeitnehmer auf Arbeit erbringen muß.
Wenn ein Arbeitnehmer “unmotiviert” auf Arbeit geht ist es mir lieber, er “feiert” 3 Tage krank und geht hinterher wieder mit Elan seiner Tätigkeit nach.
Und “erziehen” des Arbeitnehmers ist auch nicht meine Aufgabe – wenn die Arbeitsbedingungen gut sind leiden die Pat. im Regelfalle selterner unter einer verzögerten Rekonvaleszenz.
Beitrag #1 ist leider zutreffen…..

#21 |
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Gast
Gast

Auf alle Fälle ein Thema, heutzutage gehen die Ansichten schon weit auseinander, wann AU nötig ist. Ich kann mit Halsschmerzen nicht arbeiten oder wenn Sie mich jetzt nicht krank schreiben, bin ich Weihnachten krank. Solche queren Ansichten kommen schon vor. Und nun ist man ja nicht Arzt geworden nur um Zettel zu unterschreiben. Wie oft kuriert sich medizinisches Personal selbst im Urlaub oder über die Feiertage aus. Andererseits machen manche Patienten Arzt-Hopping bis ein Kollege entnervt die AU gibt. Und dann müssen die Leute auch wieder selber sehen wie sie häufige AU ihrem Chef erklären.

#20 |
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Gast
Gast

Solange in unserem schönen Land Krankheit belohnt( Lohnweiterzahlungen bei banalen Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen; Prozente”sammeln” beim Versorgungsamt etc… und Gesundheit bestraft wird( keine vorzeitige Rente, Mitleisten der Arbeit der krankfeiernden Kollegen und Kolleginnen), kann das Problem der Krankmeldungen nie gelöst werden.
Vieviel Selbstständige fragen nach einer Krankmeldung im Quartal ? Bei mir ( Ortho): In der REgel KEINER! Selbst nach OP nur äußerst seltene Anfragen. Warum : weil es Nachteile für die Betroffenen hat.
Einzige Lösung: Bei nichtinfektiösen Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen Lohnkürzung z.B. des ersten Tages der AU. Mal sehen , wieviel ruhiger es dann in den Praxen wird.

#19 |
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Dr.Eva koitschka-Maus
Dr.Eva koitschka-Maus

Es ist schwierig hier überhaupt Lösungen zu finden.Jeder HA kennt doch
Reisende in Sachen AU,meine Pappenheimer kenne ich auch.in allererster
Linie sollte man aber seinen Patienten vertrauen und ihnen Glauben schenken
wenn sie krankgeschrieben werden möchten.Immer häufiger sind es psychische Probleme die sie zum Arzt treiben,Arbeitsplatzkonflikte,Überforderung etc.Hier sollte man als Arzt eingreifen und den Patienten schützen und ihm helfen Lösungsstrategien zu entwickeln soweit das möglich ist.Diejenigen,die sich am Wochenende die Kante geben und am Montag Mittag eine AU begehren stossen bei mir auf taube Ohren und das wissen die meisten.

#18 |
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Werner Wöhrle
Werner Wöhrle

Wie war das noch mal?

Besser krank feiern – als gesund schuften!

#17 |
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Gast
Gast

Nummer #13 ist einfach eine Frechheit. Die meisten heißt mehr als 50%.

#16 |
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Gast
Gast

Ich kenne eigentlich nur den umgekehrten Fall. Wenn ich krank bin, geht es mir zumeist so schlecht, dass ich keinesfalls in die Praxis fahren und dort stundenlang im Wartezimmer sitzen kann. Mein Arzt, der mein Anfallsleiden (starke Migräne mit häufigem Erbrechen) selbst diagnostiziert hat, macht als Neurologe aber keine Hausbesuche und weigert sich andererseits, die AUB im Nachhinein auszustellen. Fazit: Wenn es wieder mal ganz schlimm ist und die Tage ungünstig liegen, muss ich 2 Urlaubstage nehmen. Ein bis zwei Wochen meines Jahresurlaubs verbringe ich so.

#15 |
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Gast
Gast

Ich bin der Meinung, dass man als Arzt auch eine gute Menschenkenntnis besitzen sollte und seine Patienten kennen sollte. Dies ist im Klinibetrieb natürlich nicht zu leisten. Leider kenne ich genügend Ärzte, die einen schon beim Eintritt in das Behandlungszimmer fragen: Krankschreibung? Ich glaube, dass es das nicht sein kann! Ich bin auch nicht der Meinung, dass die Anzahl der Krankmeldungen deshalb gestiegen sind, weil die Arbeitsbedingung so schlecht sind, sondern ich denke dass es daran liegt, das wir im Augenblick wieder in einer Zeit der guten Beschäftigung und vor allem , in der Zeit des Fachkräftemangels leben.In einem normalen Angestellenverhältnis/Arbeitsverhältnis hat man als Arbeitgeber eigentlich keinerlei Handhabe einen Beschäftigten abzumahnen oder gar zu kündigen, weil der häufig krank ist. Meine Meinung: jeder muss sich gut selbst hinterfragen, der Arzt muss genau hinschauen .

#14 |
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Gast
Gast

Schlimm, dass sich heute die meisten Ärzte mehr Gedanken machen um Kosten als um die Gesundheit des Patienten, der ihnen gerade gegenübersteht.

#13 |
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DocRD
DocRD

Hier werden Milliardenschäden durch angeblich unberechtigte Krankmeldungen postuliert, ohne daß es einen wissenschaftlich validen Nachweis für diese Behauptung gäbe. Tatsache ist, wenn ein Mensch zum Arzt geht und dieser ihn krank schreibt, ist er krank, aus welche Gründen auch immer. Tatsache ist auch, daß kranke Menschen, die aus Angst nicht zum Arzt gehen oder zu kurz krank geschrieben werden, erheblichen wirtschaftliche Folgeschäden verursachen. Belege dafür gibt es zuhauf, und sei es die regelmäßigen Erkältungswellen, die ganze Unternehmen lahmlegen können.
Diese ganze Diskussion um nicht bewiesene Behauptungen ist also absurd.

#12 |
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Nichtmedizinische Berufe

@#9, Herr Nagel, das Projekt mit der E-Gesundheitskarte ist ja nun milliardenschwer vor die Wand gesetzt worden und steht wahrscheinlich vor dem Aus.
Nun ja, was soll es auch damit, wenn sich die Ärzte bei eBay einen alten Nadeldrucker beschaffen müssen, um Durchschlagrezepte ausdrucken zu können?
Wie sollte es dann trotzdem zu einer AU-Grundlagenbewertung darüber kommen, wenn sich Zustände doch laufend ändern?
So etwas würde mir im Jahre 2017 auch auf die Nerven gehen.
Ich selbst pflege seit über 15 Jahren meine eigene tabellarisch geführte 4-Seiten-“Akte”, worüber heute fast alle besuchten Ärzte froh sind, weil nicht viele, viele Seiten Bericht gelesen werden müssen, außer die letzten die ich als Beweis nur mitnehme.
Das funktioniert heute eben wunderbar, früher wurde ich da von so manchem Mediziner schräg für angesehen…

#11 |
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Gast
Gast

Die einzige Möglichkeit,die heute ein normaler Arbeitnehmer hat sich den heute z.T. sehr besch…..eidenen Bedingungen am Arbeitsplatz zu entziehen,ist mal durch den Hausarzt ein paar Tage Auszeit zu nehemen. Jeder muss ja selber entscheiden und wissen,was er sich erlauben kann.
Der Arzt soll ja dem Menschen helfen,wenn er vielleicht überfordert ist. Die wirtschaftlichen Interessen irgendwelcher gierigen Arbeitgeber,sollten ihn dabei nicht interessieren.
Und wenn tatsächlich mal jemand dabei ist,der den Arzt täuscht dann ist das halt Verschnitt.
Es sollte lieber mehr über die extremst bescheiden Bedingungen irgendwelcher Abzockfirmen geredet werden,die ihre Mitarbeiter krank machen……

#10 |
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Gast
Gast

deficiles Thema,wenn ich nicht krank schreibe und es ist doch irgendetwas,kann es sein ,das ich eine Klage an den Hals kriege,die sich gewaschen hat. Ohne diskriminierend zu wirken, kann das bei sozial schwachen Patienten passieren,da diese keine Prozesskosten zu fürtchten haben-im Gegensatz zu mir-und bis zur letzten Instanz klagen können.

Ist mir vor fünf Jahren passiert, 3600,-Euro Schmerzensgeld-für ohne Schmerzen,die gleiche Behandlung bei einem anderen Kollegen nochmal auf Steuerzahlerkosten

#9 |
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Martina
Martina

Vielleicht sind ja die Arbeitsbedingungen so, dass Menschen immer mehr in die Überforderung kommen und sich erschöpft, ausgelaugt und krank fühlen ohne beim Hausarzt dafür gleich eine “ordentliche” Diagnose bekommen zu können. Hinzu kommt die Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, die Unsicherheit einen neuen Job zu finden außer Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge. Mangelnde Wertschätzung am Arbeitsplatz, ständige Bemerkungen, dass draußen andere Hundertschaften sofort als Ersatz eingestellt werden können…
Wer kann dabei schon gesund und heiter bleiben?

#8 |
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Eric-Peter Nagel
Eric-Peter Nagel

Ich bin der Ansicht dass man dieses nennen wir es mal Problem eindämmen könnte indem man endlich den Chip auf der Kassenkarte mit dem Krankheitsverlauf, Therapien, Ärzte, Krankenhäuser, Krankschreibungen, Medikamente usw. zu versehen.
So hat jeder Arzt die Möglichkeit den vor ihm sitzenden Patienten so oder so einzuschätzen….

#7 |
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Gast
Gast

Man macht sich hier enorme Sorgen wegen des “wirtschaftlichen Schadens” durch Krankschreibungen. Bitte vergleichen Sie doch mal die tatsächlichen Kosten für die Solidargemeinschaft durch Krankschreibungen mit denen, die z.b. für Bankenrettungen, Griechenlandrettung, Transferleistungen und ähnliches entstehen..
“Eine Woche krankschreiben wegen Erkältung” spart den Betrieben und der Solidargemeinschaft womöglich Milliarden Kosten durch verhinderte Ansteckung von Arbeitskollegen und vermeidet weitere Kosten, die durch Verschleppung und Komplikationen entstehen können, wenn Personen trotz Krankheit weiter arbeiten.

#6 |
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Gast
Gast

Wenn ich es nicht tue- macht es der andere Kollege …also?

#5 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ja, so stelle ich mir als Patient die Gedankenspiele von Ärzten schon vor, wenn ich mich in diese andere Seite hineinversetzen wollte.
Von daher wirkt das dann zwangsläufig widersprüchlich wirkende Gedankenspiel so offen auf den Tisch gelegt irgendwo dann eben authentisch.
Allerdings müssten bei mir die behandelnden Mediziner so etwas nicht mehr bemühen, alles viel zu komplex wurde mit Neuro-Krankheitsbildern und es da klar ist, wenn es mal wieder nicht geht.
Früher als noch alles unklar war und ich als immer scherzender Mensch selbst im schlechtesten Zustand beim Arzt aufgeschlagen bin, anders kann ich nicht, um eben irgendwie eine Mitarbeit zu Lösungen meines Zustandes zu erreichen, war das für so manchen Mediziner bestimmt nicht einfach mit mir die richtige Entscheidung für eine AU zu erreichen, der Leidensdruck bei mir einfach nur selten und nur in begrenzter Umgebung sichtbar wird…

#4 |
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Gast
Gast

Ungerechtfertigte Krankschreibungen richten einen Milliardenschaden an! Was soll denn auch eine Krankschreibung für eine ganze Woche bei Erkältung? Wann, liebe Ärzte sind Sie denn das letzte Mal 1 Woche krank ausgefallen?? Deutlich sind die unterschiedlichen Ausfallzeiten Beamte im Vergleich zu Selbständigen.

#3 |
  36
Gast
Gast

Naja, lieber schreib ich jemanden krank der es nicht ist als das ich einen wirklich kranken beschuldige
zu simulieren.

#2 |
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Gast
Gast

Seltsamer und verwirrender Plauderbeitrag ohne Plan und Lösungsansätze… schade!

#1 |
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