Nummer 5 lebt jetzt im Pflegeheim

16. Oktober 2017
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Intelligente Roboter dienen nicht nur als verlängerter Arm der Ärzte im Klinikalltag. Sozial-assistive Systeme sollen in der Pflege einfühlsam auf ihre Patienten eingehen und mit ihnen kommunizieren. Wo liegen die Grenzen – aus praktischer und aus ethischer Sicht?

Roboter spielen in der Medizin, etwa bei Operationen, eine immer größere Rolle. Doch sie können noch ganz andere Aufgaben übernehmen wie etwa in der Pflege – und zwar nicht als reine Werkzeuge, sondern als intelligente Wesen, die immer mehr „menschliche“ Fähigkeiten besitzen. Dazu gehört zum Beispiel, die Gefühle und Absichten anderer Menschen zu erkennen, sich empathisch, also einfühlsam zu verhalten, sinnvolle Antworten zu geben und emotional angemessen auf ihr Gegenüber zu reagieren.

Forscher arbeiten bereits daran, Roboter und virtuelle Charaktere zu entwickeln, die in gewisser Weise die Rolle von Menschen übernehmen können – so genannte sozial-assistive Systeme. So haben Wissenschaftler der Northeastern University in den USA Anwendungen mit virtuellen Charakteren entwickelt, die Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus relevante medizinische Informationen vermitteln, um so das Risiko späterer medizinischer Komplikationen zu verringern.

In Deutschland beschäftigt sich die Arbeitsgruppe „Multimodale Mensch-Technik-Interaktion“ um Elisabeth André am Institut für Informatik der Universität Augsburg intensiv mit sozial-assistiven Robotern. Die Forscher testeten einen Roboter namens Reeti in einem Altenstift in Augsburg, um herauszufinden, wie er bei Senioren ankommt. Der Roboter verfügt über eine synthetische Haut, die sich mittels Motoren manipulieren lässt, um Mundbewegungen beim Sprechen und einfache Basisemotionen darzustellen. Seine Aufgabe war es, den älteren Menschen Tipps zur Steigerung der Lebensqualität zu geben, zum Beispiel mehr aus ihrem Zimmer zu gehen, sich mit anderen Bewohnern zu treffen und mehr ins Freie zu gehen. Die Forscher stellten fest, dass die älteren Menschen keinerlei Berührungsängste gegenüber dem Roboter hatten, sondern spontan mit ihm in Kontakt traten.

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Die Bewohner eines Augsburger Altenstifts mit dem Roboter Reeti. © HCM Lab Universität Augsburg


Gefühle erkennen und Vertrauen erzeugen

Doch was können solche sozial-assistiven Systeme schon jetzt? Und wo stößt die Technologie (noch) an ihre Grenzen? „Damit ein Roboter einfühlsam reagieren kann, muss er Gefühle erkennen und auch verstehen, was dahinter steckt“, erläutert André. „Er muss also nicht nur wahrnehmen, dass jemand traurig ist, sondern auch verstehen, warum. Und um sich mit anderen austauschen zu können, muss er Sprache verstehen. Derzeit können Emotionen wie Freude oder Ärger anhand audio-visueller Merkmale schon recht zuverlässig erkannt werden, wenn die Emotionen deutlich ausgedrückt werden. Zufriedenstellende Ergebnisse für das Sprachverstehen erhält man allerdings nur, wenn das Anwendungsgebiet eingeschränkt wird – zum Beispiel auf den Bereich Ernährung.“

Zu einem gewissen Grad sind selbstlernende Systeme in der Lage, sich an neue Bereiche anzupassen. „Dennoch sind Fehler – zum Beispiel eine unangemessene Antwort – bisher nicht ganz vermeidbar“, sagt die Wissenschaftlerin. „Da steht die Forschung noch vor vielen Herausforderungen.“

Damit ein Roboter als Interaktionspartner akzeptiert wird, zu dem die Nutzer Vertrauen haben und eine emotionale Beziehung aufbauen können, sollte er kommunizieren können, soziale Fähigkeiten haben, lebendig wirken, sich natürlich bewegen und auch eine eigene Persönlichkeit besitzen. „Dabei sollte er glaubwürdig Gefühle ausdrücken können, zum Beispiel durch bestimmte Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen“, sagt André.

Ein bekanntes Beispiel ist die Robbe „Paro“, die auf Bewegungen und Geräusche menschenähnliche Reaktionen zeigt. Eine Vielzahl von Studien in mehreren Ländern hat gezeigt, dass die Robbe die Stimmung von Demenz-Patienten verbessern und ihr Wohlbefinden steigern kann. „Ein Roboter muss nicht unbedingt wie ein Mensch aussehen, sondern kann auch wie Paro das Aussehen eines Tieres oder einer Fantasiefigur haben.“, sagt André. Das könnte sogar passender sein, wenn der Roboter nur eingeschränkte Fähigkeiten besitzt – ein menschlich aussehender Roboter könnte dann falsche Erwartungen wecken und die Nutzer eher enttäuschen.

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Ein Roboter erkennt die Gefühle seines menschlichen Gegenübers und ahmt sie nach. © HCM Lab Universität Augsburg

 

Ein Ziel beim Einsatz intelligenter Roboter ist, dass sie ihre Nutzer mit der Zeit immer besser kennenlernen und so immer angemessener reagieren können. „Wenn ein Patient zum Beispiel aus Angst vor Schmerzen dazu neigt, sich zu wenig zu bewegen, könnte das System herausfinden, welche Arten von Bewegung für ihn geeignet sind – und ihm dann passende Aktivitäten vorschlagen“, erläutert André.

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Elisabeth André, Leiterin der Arbeitsgruppe „Multimodale Mensch-Technik-Interaktion“, mit einigen der von ihr entwickelten Roboter. © HCM Lab Universität Augsburg

Persönlicher Assistent in medizinischen Fragen

In Zukunft sind in den Bereichen Medizin und Pflege eine ganze Reihe von sozial-assistiven Anwendungen denkbar. Das könnten zunächst einmal Systeme sein, die in einem genau definierten Bereich angemessen mit ihrem Gegenüber interagieren. Roboter könnten Patienten zum Beispiel in Fragen der Ernährung beraten, auf ausreichende körperliche Aktivität achten oder ihnen bei Schlafstörungen Tipps geben – und sich dabei immer einfühlsam und verständnisvoll verhalten.

„Denkbar wäre auch eine Art persönlicher Assistent, der auf dem Mobilgerät zur Verfügung steht und der im Sinne des Nutzers handelt. Er könnte dem Patienten bei Arzt- oder Krankenhausbesuchen und auch im Alltag beratend zur Seite stehen“, sagt André. „Dabei könnte er auch Zugriff auf die Patientenakte und andere Vitaldaten haben und unter Berücksichtigung dieser Daten an die Situation angepasste Ratschläge geben.“ Zum Beispiel könnte der Assistent einem Patienten mit Diabetes unter Berücksichtigung der Blutzuckerwerte passende Ernährungs- und Verhaltenshinweise geben.

Möglich wäre auch, dass ein virtueller Assistent dem Patienten nach Entlassung aus dem Krankenhaus oder nach einem Arztbesuch Informationen gibt, etwa, wie er eine Wunde richtig versorgt oder wie er seine Medikamente richtig einnimmt. Gleichzeitig kann der Assistent ihn zu den richtigen Zeitpunkten an die Medikamenteneinnahme erinnern.

Allgemein könnten computerbasierte Assistenten dazu eingesetzt werden, Menschen in Gesundheitsfragen fitter zu machen. „Viele Menschen haben Probleme mit medizinischem Fachchinesisch“, betont André. „Hier könnte ein virtueller Assistent die Aufgabe übernehmen, dem Patienten Wissen über seine eigene Erkrankung zu vermitteln und ihn im Umgang mit seiner Erkrankung zu schulen. Oder er könnte ihm Hinweise zu einer gesunden Lebensweise geben.“ Wichtig wäre in all diesen Fällen, dass die Inhalte, die der Assistent vermittelt, einer medizinischen Qualitätskontrolle unterzogen werden, damit der Nutzer sicher sein kann, dass er zuverlässige Informationen erhält.

Entlastung im Krankenhaus und Unterstützung zuhause

Auch im Krankenhaus könnten Roboter mit „menschlichen“ Fähigkeiten bestimmte Aufgaben übernehmen und so Ärzte und Pflegepersonal entlasten. „Wenn ein Patient Hilfe braucht oder eine Frage hat, könnte der Roboter ihm im ersten Schritt Hilfestellung geben, bevor eine Krankenschwester oder ein Arzt ans Krankenbett kommen kann“, erläutert André.

„Er könnte dem Patienten Fragen nach momentanen Beschwerden oder Wünschen stellen und versuchen, ihn zu beruhigen.“ Man könnte Robotern, die für praktische Aufgaben eingesetzt werden, ein freundlicheres Erscheinungsbild geben. „Roboter, die einen Patienten aus dem Bett heben oder ihm ein Glas zum Trinken reichen, wirken auf viele maschinenhaft und bedrohlich“, sagt die Forscherin. „Wenn sie aber ein sympathisches Aussehen und gewisse soziale Fähigkeiten haben, erzeugt das Vertrauen und kann Ängste abbauen.“

Im Projekt KRISTINA entwickelt die Arbeitsgruppe um André in Kooperation mit mehreren europäischen Partnern gerade eine virtuelle Assisentin, die als vertrauenswürdige Informationsquelle in Gesundheitsfragen dazu beitragen soll, sprachliche und kulturelle Barrieren im Bereich der Pflege zu überwinden – denn sowohl bei Patienten als auch beim Pflegepersonal gibt es viele Menschen mit Migrationshintergrund.

„Die Assisentin soll dazu beitragen, sprachliche Schwierigkeiten bei Gesprächen zwischen Pflegepersonal, Angehören und Pflegebedürftigen zu überwinden, aber auch auf kulturelle Besonderheiten einzugehen, zum Beispiel, wenn ein Patient aus religiösen Gründen bestimmte Dinge nicht isst“, erläutert André. „Dabei soll sie als Vermittlerin dienen, damit die Betroffenen auf möglichst natürliche Art miteinander in Kontakt treten können.“ In Zukunft könnte ein solcher Roboter dem Patienten als Begleiter dienen und gleichzeitig Angehörige und Pflegepersonal beraten.

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Intelligente Roboter könnten in Zukunft Senioren im Alltag unterstützen – etwa bei der Einnahme ihrer Medikamente. © HCM Lab Universität Augsburg

 

Für allein lebende ältere Menschen oder Menschen im Altersheim könnte ein Roboter in Zukunft ein Begleiter sein, die sie dazu anregt, sich genug zu bewegen, ausreichend zu trinken oder den Kontakt mit anderen Menschen zu suchen. Er könnte sich mit einem einzelnen Menschen oder einer Gruppe unterhalten, Spiele spielen oder Gedächtnisübungen machen. Dabei kann der Roboter eine Ergänzung zum echten sozialen Kontakt mit Familienangehörigen oder Pflegepersonal sein – zum Beispiel in der Zeit, in der diese nicht anwesend sein können.

Für alleinstehende Menschen könnte er eine Art Weggefährte sein, der ihre Einsamkeit verringert – ein wichtiger Faktor für die psychische und körperliche Gesundheit. So haben Studien gezeigt, dass der Kontakt mit einem Menschen oder einem Haustier zwar positivere Auswirkungen auf das Wohlbefinden hat als ein Roboter – aber dieser wirkt sich immer noch günstiger aus als gar kein Sozialpartner. Ein Hybrid aus Haustier und Roboter ist beispielsweise der Therapieroboter des japanischen Herstellers Yukai: Ein flauschiges Kissen zum Streicheln mit Katzenschweif, der auf Handbewegungen reagiert.

Roboter sollten menschliche Fähigkeiten ergänzen

Allerdings gibt es beim Einsatz von Robotern mit intelligenten bzw. menschenähnlichen Fähigkeiten auch eine Reihe kritischer Punkte. So stellt sich zum Beispiel die Frage, wer haftet, wenn der Roboter einen Patienten falsch berät und es zu schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen kommt. Ist dies der Hersteller oder Programmierer, der Betreuer, der dem Roboter eventuell falsche Instruktionen gegeben hat, oder der Patient selbst? Weiterhin kann der Roboter Gespräche und Daten zur Interaktion mit dem Nutzer aufzeichnen und diese auch langfristig speichern. Hier entstehen Fragen des Datenschutzes: Wer darf auf die Daten zugreifen? Wie lange werden sie gespeichert? Kann der Nutzer entscheiden, ob die Daten aufgezeichnet werden und kann er sie wieder löschen lassen?

Eine andere Befürchtung ist, dass durch den Einsatz von Robotern in Zukunft viele Arbeitsplätze wegfallen könnten. „Roboter werden auf jeden Fall das Berufsbild verändern“, sagt André. „Für viele Tätigkeiten im Bereich der Pflege, findet man bereits heute kaum noch Personal. Dazu gehören harte körperliche Arbeit oder unangenehme Routineaufgaben. Es würde Sinn machen, solche Aufgaben in Zukunft an Roboter zu delegieren. Das könnte viele Berufe sogar aufwerten, weil sich das Personal dann anspruchsvolleren Aufgaben widmen kann.“

Eine Gefahr sei allerdings, dass unter dem Aspekt der Kosteneinsparung nur noch die notwendigste Versorgung sichergestellt werde und dann doch am Personal gespart werde, so die Wissenschaftlerin. „Wichtig ist deshalb, dass das Ziel im Medizin- und Pflegebereich nicht nur lautet, Abläufe effizienter zu gestalten, sondern dabei auch eine hohe Qualität aufrecht zu erhalten.“ Dies gelte allerdings für viele Bereiche und nicht nur für den Einsatz von Robotern.

Letzten Endes sei das Ziel auch gar nicht, dass sozial-assistive Roboter Menschen vollkommen ersetzen, betont André. Sie sollten eher die sozialen Interaktionen zwischen Menschen sinnvoll unterstützen. „Bei vielen gesundheitskritischen Fragen sind heutige Systeme überfordert. Hier sollte auf jeden Fall ein menschlicher Experte konsultiert werden“, so die Expertin. „Aber in Alltagssituationen, in denen kein Arzt ständig zugegen ist, kann ein computerbasierter Agent eine sinnvolle Ergänzung sein – also etwa bei der Medikamenteneinnahme oder bei anderen gesundheitsrelevanten Fragen zwischen Arzt- oder Krankenhausbesuchen.“

20 Wertungen (3.9 ø)
Bildquelle: *USB*, flickr / Lizenz: CC BY-SA

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19 Kommentare:

Gast
Gast

Mancher Mensch ist sicher schlimmer in der Pflege als ein Roboter.

#19 |
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Dr. med. Volker Perlitz
Dr. med. Volker Perlitz

Ich bin seit 27 Jahren höher querschnittgelähmt, und daher dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen. Dennoch war und bin ich berufstätig, 23 Jahe am UK Aachen, jetzt techn. Entwickler.
Für mich war und ist das Bitten um Hilfe ein Angang: und da käme der Robbi gerade recht – aber nur, um das um Hilfe Bitten müssen zu reduzieren. Einen Ersatz für zwischenmenschliche Beziehungen leistet der Robbi bei mir dort, wo diese Beziehungen wegen der Abhängigkeit zu assymetrisch sind.

Auf einem völlig anderen Blatt steht der Mangel an Wertschätzung gegenüber Kindern, Erwachsenen und Alten in Deutschland. Hervorragende Modelle für Kindertagesstätten, Arbeitszeitmodellen und Seniorenversorgung liefern zahlreiche europäische Nachbarstaaten. Aber bei aller Hilfe, die ich auch vom deutschen Sozialsystem erhalten habe, dominiert der ökonomische Aspekt das Denken v.a. bei der Versorgung der Schwächsten. Aus einer vordem eindeutigen Überversorgung sind wir in eine bedrohlicher werdende Unterversorgung geraten. Die sträfliche Geringschätzung gegenüber den Pflegeberufen ist mir seit 35 Jahren bestens bekannt.
Es ändert sich daran so gut wie nichts.
Bsteuerung von Konsum gehört drastisch erhöht, um zumindest die finanzielle Attraktivität merklich aufzuedeln.

#18 |
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Facharzt
Facharzt

Vor einigen Wochen habe ich mich von einem Roboter in der Lutherstadt Wittenberg segnen lassen. https://www.evangelisch.de/blogs/stilvoll-glauben/143517/29-04-2017 Ich konnte mir vorher aussuchen, ob Männer- oder Frauenstimme. So etwas unpersönliches habe ich selten erlebt. Die Vorstellung, diese Roboter in Altenheimen einzusetzen, ist wirklich erschreckend. Aber damit können wir vielleicht unser schlechtes Gewissen freikaufen. Erst schicken wir unsere Kinder (immerhin noch zu Menschen) weg, damit wir uns beruflich entfalten können, aber die lästige Erziehung nicht mehr durchführen müssen. Dann unsere Eltern in Altenheime mit Robotern. Bin ich der einzige, der merkt, wie emotionslos, egoistisch und kalt diese Gesellschaft wird?

#17 |
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Dr. K. Fischer, Kelkheim
Dr. K. Fischer, Kelkheim

Wir computerisieren inzwischen so viel, so dass wir den Robot’s auch ihre Zukunftschance geben sollten.

#16 |
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Georg Gründel
Georg Gründel

Ich schließe mich meinen Vorrednern an, es ist ein Armutszeugnis.
Im Gesundheitswesen werden Milliardensummen umgesetzt und Millionen Gewinne erwirtschaftet.
Es ist langfristig einfach billiger Robis ein zu stellen, als die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte und Ärzte attraktiver zu gestalten.
Den berühmten Human Power gibt es genug, ihn zu nutzen kostet nur Geld und schmälert die Gewinne.
Wenn ich mitbekomme das Klinikkonzerne 2 und 3 Stellige Millionen Gewinne einfahren, dann leide ich unter nem Hyperaktiven Vagusnerv :-(
Wie immer in unserer Geldgierigen Gesellschaft wird die Menschliche Komponente komplett ignoriert. Ganzheitliche Medizin wird komplett pervertiert und wir sind auf dem Weg in die Steinzeit. Klar kann ein Robi den Handwerklichen Teil der Medizin, aber auch nur diesen.
Insgesamt dürfte das Hirn einer Stubenmaus bei weitem Leistungsfähiger sein als die „KI“ eines Robis. Dementsprechend können wir wohl davon ausgehen das es in Zukunft weit häufiger zu einem Sozial verträglichen Ableben kommen wird, was dem Staat gefallen dürfte, denn so kann er sich wieder Schaumlos in den Rentenkassen bedienen.
Wenn ich mir die Entwicklung unseres Gesundheitssystems so ansehe muß ich gestehen das ich froh bin das nötige Wissen zu haben, um mein Sozial verträgliches Ableben im Bedarfsfall einleiten zu können.

#15 |
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Gast
Gast

Ich denke, der Mensch und der Robbi sollten sich bestmöglichst ergänzen aber ein Roboter sollte eine Pflegekraft oder Arzt nie vollständig ersetzen

#14 |
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Gast
Gast

Also mal ehrlich. Ich finde die Vorstellung gruselig in welche Richtung sich das entwickelt. Emotionale Zuwendung kann nicht durch eine Maschine ersetzt werden, da Maschinen keine Emotionen besitzen. Höchstens deren Programm und das hat Grenzen. Das ist schon mal ganz klar. Und Schamgefühl ok. Man muss aber auch die Zeit bertrachten, in der unsere jetzigen Senioren aufgewachsen sind. ABER, wenn ich die Zustände in den Heimen betrachte möchte ich keinem wünschen dort leben zu müssen. Und ob ein Roboter den Wegfall des selbstbestimmten Lebens kompensieren kann, mag ich stark bezweifeln. Die meisten Heimbewohner, die nicht aus freienStücken in eine Heim gehen, erleiden innerhalb eines Jahres eine Depression. Vielleicht kann ein Roboter da Unterstützung bieten, um einen schnelleren Zerfall zu verlangsamen. Aber mal ehrlich. Die Teile sehnen doch echt schaurig aus, wie aus einem Film von Steven King.
Also mir reichen schon die Automatischen Ansagen meines Telefonabieters mit computergesteuerter Sprachführung. ” Bitte können Sie das Wiederholen? Ich habe Sie leider nicht verstanden!”
Können so Probleme gelöst werden? Zwischenmenschliche Interaktion wird dadurch nicht ersetzt. Ich stelle mir einen aphasischen Heimbewohner vor ,der nur stereotyp antwortet “Ja” “Nein” und das nicht situationgerecht. Keine Demenz, klar im Kopf und trotzdem unverstanden. Die Ausdrucksmöglichkeiten sind stark begrenzt, weil ihm sein Gehirn einen Streich spielt. Dann so ein Roboter – “tut mir leid ich habe Sie nicht verstanden – können Sie das wiederholen?” – Der APhasiker wird irgendwann so wütend werden, der killt das Teil. Also ich würde das so tun, denn wenn ich 10-15 min in einer telefonischen Warteschleife hänge um eine Problem zu lösen und dann die Antwort bekomme “Ich habe Sie nicht verstanden, können Sie das Wiederholen?” reichts mir. Und Warum? Weil der Wortschatz und die Erkennungsleistung eines Programmes eben begrenzt sind.
Von daher – Wo soll das hinführen. In einer WElt voller zunehmender Anonymität in die Welt der totalen emotionalen Abgeschiedenheit?

#13 |
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Gast
Gast

Ich finde diese entwicklung nicht in Ordnung. Anstatt die Pflege attraktiver zu gestalten und Menschen eine Perspektive in einem tollen Beruf zu geben, wird das Geld in die Forschung und Entwicklung von Robotern geseckt. Wo bleibt denn der Mensch? WEr bezahlt später unseren Kindern und Enkeln die Rente, wo bleibt das Selbstwertgefühl, wenn man so mir nichts dir nichts durch eine Maschine ersetzt werden kann. Erschreckend.

#12 |
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Gast
Gast

Wie erbärmlich, wie peinlich, wie unfassbar traurig, daß wir Menschen uns mit Surrogaten abfinden, auf allen Ebenen, wollen. Zuwendung kommt aus dem Energiesystem des Menschen und unterstützt einen anderen Menschen in unfaßbar anderer Weise zum gesund- oder zumindest zum heilwerden. Wie wenig ist uns allen bewußt, daß wir in einer Surrogatwelt leben: was aussieht wie Wasser ist mittlerweile eine Ansammlung von Medikamenten und Umweltgiften in Wasser gelöst. Die Früchte und das Gemüseaus demSupermarkt sind nur noch äußerlich Lebensmitttel, tatsächlich sind es unmäßig gespritzte Produkte einer Agrarindustrie ( jeder Südtiroler Apfel ist mindestens 20 mal gespritzt, bevor er vor der Reife vom Baum geholt und in Plastik verpackt wird) die täglich mehr Boden zerstört, als wir mit Straßen zubetonieren. Die Plastikschnitzel im Supermarkt sind kein Stück Lebenskraft, sondern mit Tierquälerischen Methoden brutal erzeugte Chemieerzeugnisse…alles Surrogate- wo ist das lebendige energievolle Leben geblieben?

#11 |
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Remedias Cortes
Remedias Cortes

Vorneweg, ich bin Roboter-Fan, mich faszinieren besonders die Androiden wie Nao,
Asimov oder Pepper. ich hätte auch nix dagegen, wenn mich einer pflegt ( In Japan ist das so, dass das wegen ihrer Schamhaftigkeit vielen Menschen sogar lieber ist). Ich misstraue also den Robotern nicht, ich misstraue meinen Mitmenschen bzw. der Gesellschaft. Es geht immer nur um Gewinnmaximierung oder Kostensparen. Auch die Roboter werden mit diesen Zielen eingesetzt werden, da mache ich mir nichts vor.

#10 |
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Gast
Gast

Roboter in der Pflege schön und gut.
Aber wer kann dafür garantieren, dass diese Roboter nicht gehackt werden und sich jemand fremdes Zugriff verschafft. Dann kann sich der Roboter zu einem Spion entwickeln oder schlimmeres anstellen.
Terminator könnte dann Realität werden.
Davon abgesehen erschrickt mich diese Zukunft auch etwas, von einem Roboter gepflegt zu werden.

#9 |
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Gast
Gast

Erschreckende und erbärmliche Vostellung! Würde jemand sein Kind, Haustier oder seine Mutter so pflegen lassen wollen? In welche Richtung entwickelt sich hier der Mensch als Individuum?!

#8 |
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Dr.Troendle
Dr.Troendle

Bin kein Gast, also anonym #5 habe ich geschrieben

#7 |
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Gast
Gast

Da gibt es durchaus den ein oder anderen, dem es ganz lieb ist, dass der Po von einem Roboter und nicht von einer sympathischen Altenpflegerin abgeputzt wird.

#6 |
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Gast
Gast

Stimme #4 absolut zu. Pragmatisch und gleichzeitig sehr erbärmlich.Das schwanzwackelnde japanische Katzenimitat ist zum Heulen. Unsere gut ausgebildeten Pfleger/innen gehn ins Ausland- mehrheitlich Schweiz, wo sie angemessen ihrer schweren und tiefst humanen Profession , entsprechend bezahlt werden. Aber unsere Gesundheitspolitik hat hier völlig versagt.
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#5 |
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Gast
Gast

Alles sehr pragmatisch, mit Sicherheit von zuständigen Stellen gewünschte Kostenersparnis, auch zukunftsorientiert; trotzdem erbärmlich.

#4 |
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Gast
Gast

das wäre eine gute Möglichkeit, überlastetes Pflegepersonal zu unterstützen.
ich würde nötigenfalls einer solchen Hilfe sofort zustimmen.

#3 |
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Gast
Gast

Nein Danke –lieber das Model in der Schweiz – die begleitete Sterbehilfe wählen –

#2 |
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Gast
Gast

Diese Forschung ist wirklich spannend, weil der Roboter nie die Geduld verlieren wird. Also stundenlang füttert oder immer wieder die Betten sauber macht ohne zu murren.

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