Vitamin D2: Nichts für Veganer

22. August 2017
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Vitamin-D-Mangel betrifft eine Vielzahl von Patienten und das längst nicht mehr nur in den dunklen Wintermonaten. Doch wer bislang dachte, Vitamin D2 und D3 wirken gleich gut, irrt gewaltig. Eine aktuelle Studie stellt die bisherige Lehrmeinung in Frage.

Obgleich Vitamin D3 aus tierischen Quellen stammt und Vitamin D2 vor allem pflanzlichen Ursprungs ist, nahm man dennoch bisher an, dass beide Vitaminformen den körpereigenen Vitamin-D-Haushalt gleich gut wieder anheben können. Das trifft offensichtlich nicht zu.

Ernährungswissenschaftler der University of Surrey untersuchten jeweils in zwei aufeinanderfolgenden Wintern die Vitamin-D-Konzentrationen im Blut von 335 asiatischen und europäischen Frauen. Die Teilnehmerinnen wurden für die Studie in fünf Gruppen eingeteilt und erhielten dementsprechend: 1) Placebo, 2) Fruchtsaft mit Vitamin D2, 3) Fruchtsaft mit Vitamin D3, 4) mit Vitamin D2 angereichertes Gebäck sowie 5) mit Vitamin D3 angereichertes Gebäck.

Vitamin D3 ist doppelt so effektiv

Vitamin D3 steigerte innerhalb der 12-wöchigen Versuchsdauer ungefähr doppelt so erfolgreich wie Vitamin D2 die Vitamin-D-Konzentration im Blut der Frauen. So nahm der Vitamin-D-Wert bei den Frauen, welche Fruchtsaft oder Gebäck mit Vitamin D3 bekommen hatten, um 75 % beim Trinken des Fruchtsafts bzw. 74 % beim Verzehr des Gebäcks zu. Bei denjenigen Frauen, die Vitamin D2 erhalten hatten, stieg der gemessene Blutwert lediglich um 33 % bzw. 34 % an. Zum Vergleich dazu sank bei den Frauen, die Placebo eingenommen hatten, der Vitamin-D-Wert im Blut um bis zu 25 % ab.

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Bereits seit Jahren setzen Hersteller beispielsweise Fruchtsäften Vitamin D2 hinzu, damit die Bevölkerung eine Möglichkeit hat, ihren Vitamin-D-Bedarf ausreichend zu decken. Hier muss zukünftig wohl ein Umdenken erfolgen, denn Vitamin D2 ist längst nicht so erfolgreich wie Vitamin D3, um die Serumkonzentrationen für das Vitamin D in nennenswertem Umfang zu erhöhen.

In Deutschland sind Vitamin-D3-Präparate Standard

Diese in Großbritannien durchgeführte Studie wird allerdings wohl keine großen Veränderungen in Deutschland mit sich bringen. Hierzulande wird anders als im Vereinigten Königreich schon routinemäßig Vitamin D3, meist in Kapselform, verschrieben, um einen Vitamin-D-Mangel bei Patienten auszugleichen. Relevant könnten die Studienergebnisse aber vor allem für Vegetarier und Veganer sein, die nur das in den Pflanzen vorkommende Vitamin D2 aufnehmen, woraus sich ein weiterer Beratungsbedarf in der Praxis ergibt.

 

Quelle:

Daily supplementation with 15 μg vitamin D2 compared with vitamin D3 to increase wintertime 25-hydroxyvitamin D status in healthy South Asian and white European women: a 12-wk randomized, placebo-controlled food-fortification trial.
Laura Tripkovic et al., American Journal of Clinical Nutrition, doi: 10.3945/ajcn.116.138693; 2017

59 Wertungen (4.58 ø)
Forschung, Medizin

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67 Kommentare:

Nichtmedizinische Berufe

Das Thema: Vitamin D2: Nichts für Veganer!

#67 |
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Kritiker
Kritiker

ok, danke , jetzt weiß ich mehr!

#66 |
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Nichtmedizinische Berufe

Zu #62. Ich war in den Bergen (Rocky Mountains). Bis zu einer gewissen Höhe können sich Menschen anpassen, bzw. sind angepaßt durch eine höhere Anzahl von Erythrozyten im Blut. Will man noch höher hinaus, so braucht man seine Sauerstoffausrüstung. Ich wundere mich etwas über solche Formulierungen wie “… würde doch niemand auf die Idee kommen …” oder “das glaub ich auch nicht.” Ich gehe davon aus, dass man etwas weiß, sich zunächst schlau macht und dann erst mit “glauben” ins Feld zieht.
Ich bin Rentner, bezahle meine Kongressreisen (2014 nach Oslo, Juni 2017 nach Homburg, September 2017 nach Warschau) aus eigener Tasche (Teilnahme-Gebühren, Reise- und Hotelkosten). Da kommen schon gut 500 bis 700 € zusammen. Wenn meine Ostrente nicht ausreicht, unterstützen mich meine Kinder, aber auch mein Nachbar hat schon ausgeholfen. Sie wissen, dass ich neue Erkenntnisse für ihre Gesundheit mitbringen werde. In den letzten 4 Jahren habe ich Bücher, Zeitschriften, spezielle Computer-Programme u. a. für ca. 1.400 € erstanden. Auf wissenschaftlichen Kongressen und Symposien bekommt man kein Honorar für Beiträge. Öffentlich Vorträge habe ich auch ohne Honorar gehalten. Meine Interessen sind ausschließlich: Kann ich meinen Mitmenschen helfen?

#65 |
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Kritiker
Kritiker

“Das Leben auf dem Lande erforderte eine neue Form der Versorgung mit Sauerstoff”, klar darum haben wir Lungen und keine Kiemen.
Aber selbst in höheren Lagen mit geringerer Sauerstoffkonzentration würde doch niemand auf die Idee kommen, dauerhaft Sauerstoff als Atemergänzung zuzuführen!
Und ob die Meereslebewesen, nicht die Pflanzen, ihren Ca-Bedarf über das Wasser decken, das glaub ich auch nicht.
So ganz schlüssig wie das der Herr Prof. schreibt ist alles nicht, obwohl es sich eingängig anhört! Und ob er unabhängig von wirtschaftlichen Interessen ist erschließt sich mir auch nicht!

#64 |
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jAcOb
jAcOb

#62: Ja, “Morgen könnte man klüger sein.” Das habe ich auch schon gelernt …

#63 |
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Nichtmedizinische Berufe

Zu #60. Ihre Vermutung ist nicht ganz richtig. Noch vor etwa 32.000 bis vor 37.000 Jahren bestand der Eiweißanteil derer Nahrung unserer Vorfahren am Rande der Eismassen (diese zogen sich ja erst vor rund 11.000 Jahren allmählich mit Beendigung der letzten Kaltzeit der z Z herrschenden Eiszeit immer weiter zurück) aus 25% pflanzlicher Proteine. Die tierischen Proteine bestanden zu etwa 60% aus Mammut-Fleisch, der Rest aus Fleisch von Hirschen, Pferden, Saiga-Antilopen und aus noch ca. 10% von Hasen. Doch eben kein oder nur sehr wenig Fisch. Außerdem wäre ihnen mit den Süßwasserfischen ja auch nicht wirklich geholfen gewesen insofern es Vitamin D betrifft. Die Menschen waren aber viel mehr trainiert und verbrachten zum größten Teil viel mehr Zeit und viel weniger bekleidet an der Sonne. So akkumulierten sie in den Sommermonaten Vitamin D in speziellen Fettzellen, das sie mehr oder weniger gut über den Winter rettete. Durch die einsetzende “Frühjahrsmüdigkeit” musste er sich noch quälen und dann war es geschafft.
Lediglich die sich von Nordost-Asien nach Westen bis zum amerikanischen Kontinent ausbreitenden Völker versorgten sich mit Vitamin D ganz über die Nahrung, d. h. für sie war es in der Tat ein Vitamin. Eine Leber eines Eisbären enthält soviel Vitamin D, dass sich eine ganze Familie über den Winter damit versorgen kann. Außerdem standen Robben und fette Seefische auf ihrem Speiseplan.

Als Naturwissenschaftler weiß ich, dass H2O Wasser ist, und nichts anderes als reines Wasser, ganz gleich wo und wie ich es gewonnen habe. So auch ein synthetisches Präparat. Evtl. kann es nicht vollständig gereinigt werden, dann kann ich eine Auflistung der noch vorhandenen Rückstände erwarten. Diese Sicherheit habe ich bei biologischen Präparaten nicht. Beispielsweise enthält Fischöl, das nach heutigen Standards gewonnen wird, zu viel Vitamin A. Viele pflanzliche Präparate würden viele Menschen nicht einnehmen, wenn sie wüssten, was da noch alles drin ist. Es kann andererseits aber auch nützlich sein, denn mitunter machen erst diese zusätzlichen Stoffe die positive Wirkungen aus. Vielleicht sollte man sich in solchen Fragen NIE ABSOLUT festlegen. Morgen könnte man klüger sein.

#62 |
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Skodafr
Skodafr

Jede 4. junge Frau hat mittlerweile das Pco Syndrom. Lt einer Schweizer Studie erzielt man eine starke Verbesserung mit Vitamin d. Wurde Pco evtl durch verantwortungsvolles eincremen mit Sonnenschutzmittel verursacht? Sollte man dann nicht lieber Sonnenschutzmittel verbieten? Damit nicht man mit Vitamin d Gaben in die Evolution eingreifen muss?

#61 |
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jAcOb
jAcOb

@#58: Ja, das kann ich nachvollziehen. Ich vermute auch, dass unsere Vorfahren (Jäger und Sammler), in der Zeit bevor es mit dem Reis-, Weizen-, Maisanbau los ging, mehr Fisch und Leber gegessen haben. Damit waren sie vermutlich tatsächlich auch im Norden in dunklen Jahreszeiten besser versorgt als wir heutzutage. Oleum jecoris (Bremer Schlüssel) ist für uns heutzutage eine Möglichkeit uns zu versorgen. Viele mögen es aber nicht. Mir ist es lieber als Dragees, Kapseln und Tabletten.

#60 |
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Nichtmedizinische Berufe

Zu 54. Eben nicht. Das Leben auf dem Lande erforderte eine neue Form der Versorgung mit Sauerstoff und es erforderte u. a. auch eine neue Form der Versorgung mit Ca.

#59 |
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Nichtmedizinische Berufe

Zu #52. Die Anpassungen vollzogen sich über viele Millionen Jahre. Der heutige moderne Mensch hat im Prinzip die gleichen genetischen Ausstattungen für die Ernährung und für die Verdauung wie unsere Vorfahren in der frühen Steinzeit. Der genetische Kode ist entschlüsselt. Wir kennen die Veränderungen, die sich seitdem vollzogen haben. Die genetischen Grundlagen für unser Verdauungssystem sind sehr konservativ. Gewiß gibt es in Asien eine Mutation, die den Alkoholabbau im Blut hemmt. Auch hat sich die Laktose-Verträglichkeit bei Menschen in Europa und östlich bzw. südöstlich davon erst nach der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht entwickelt, vor 10.000 bis 30.000 Jahren etwa. Es wird nur noch wenige Überraschungen diesbezüglich geben. Wir haben heute andere Sorgen als die Vorstellung, ob sich bei der menschlichen Verdauung in vielleicht 50.000 Jahren wieder einmal eine Mutation ergibt. Wir sind keine Bakterien! Der frühe Mensch war nicht nur Jäger und Sammler, er hat sich auch von Aas ernährt. Wir könnten das wahrscheinlich auch heute noch. Doch die Bedingungen unserer Entwicklung seit frühester Kindheit und die sich dabei ergebene Eigenschaften unseres Immunsystems lassen das nicht mehr zu. Deshalb macht uns auch verdorbene Nahrung schon schwer zu schaffen. Unsere genetische Ausstattung ist sehr konservativ. So besitzen Einzeller, Eidechsen, Pflanzen und Menschen die gleiche Hexokinase um Glukose zu phosphorylieren (für die weiterer Verstoffwechselung zu aktivieren). Nehmen Sie nicht unnötig Nahrungsergänzungsmittel ein. Nur wenn es erforderlich ist. Mit Vitamin D kann beispielsweise das große Geld nicht gemacht werden. Mit ca. 40 € kann man sich mehr als ein Jahr lang mit Vitamin D optimal versorgen! Das sind Peanuts im Vergleich zu modernen Arzneimitteln.

#58 |
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Gast
Gast

Das wird hier zur Schwurbeldiskussion.

Doccheck Redaktion: Bitte abschalten.

#57 |
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Regina Nerb
Regina Nerb

Ich nehme täglich 10 Tropfen Vigantol-Öl = 5000 I.E, lasse 2x im Jahr meinen Vitamin-D-Spiegel bestimmen; gelegentlich auch Calcium, Vitamin K und Parathormon.
Mein Vitamin-D-Spiegel liegt bei ca. 60 ng/ml.

#56 |
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Skodafr
Skodafr

Was ist mit der Zunahme von zB pco Syndromen ? Schweizer Studie: Vitamin d hilft pco abzumildern. Sollte man vielleicht Sonnenschutzmittel verbieten? Sie greifen Nachweisbar negativ in die vitamind Synthese ein. Gut man kann auch argumentieren der Widerstandsstärkste pflanzt sich fort. Aber wäre zB pco ohne Sonnencreme evtl weniger verbreitet?

#55 |
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Medizinphysiker

Das mit den an Land gekommenen Tieren halt ich für (sorry) Quatsch.
Sonst müssten wir auch noch Kiemen haben?

#54 |
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Skodafr
Skodafr

Welche Nebenwirkungen sind von Antihistaminika, Kortikoiden, Berudual , Antibiotika usw.zu befürchten?diese alle brauche ich seit 2012 mit Vitamin d Einnahme nicht mehr.

#53 |
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jAcOb
jAcOb

Prof. Dr. rer. nat. Horst Göring hat das schön beschrieben, wie die Tiere an Land gekommen sind und sich mit ihrem Stoffwechsel angepasst haben. Was ist aber, wenn wir Menschen uns an Substitution anpassen? Können unsere Nachfahren dann irgendwann einmal nicht mehr ohne künstliche Zufuhr von Vit. D, Magnesium usw. leben? Wollen wir das?

#52 |
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Medizinphysiker

Jemand mit Atherosklerose, die womöglich relativ frühzeitig auftritt, wird das wohl kaum auf die Langzeit-Vitamin D Supplementierung schieben?

#51 |
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Gast
Gast

Herr Göring, Ihre HP ist ja eindeutig Helden-lastig. Damit sind sie für mich als Experte ausgeschieden.

#50 |
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Gast
Gast

Herr Göring, sind Sie Dr. von Helden zugetan?

#49 |
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Nichtmedizinische Berufe

Zu #46 Es gibt auch entsprechende Langzeitbeobachtungen. Natürlich, sollten sie erst in 50o oder 80 Jahren eintreten, wenn ich schon 85 Jahre alt bin, dann läßt mich das kalt.

#48 |
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Nichtmedizinische Berufe

Auf Grund der letzten Kommentare noch einige Bemerkungen: Vitamin K2? Bei längerer Vitamin D-Therapie empfiehlt es sich. Folge oder Ursache? Ich persönlich kenne mehrere Hundert Beispiele, in denen bei Verabreichung von Vitamin D bei bestehendem Defizit die Verbesserung der Gesundheit nach Einsetzen der Therapie begann. Übrigens, ist der Gesundheitserfolg nach moderatem Sonnenbaden bzw. medizinisch angewandter UV-Behandlung etwa Ursache der fehlenden “Sonne”? Menschen mit 100 Jahren und mehr! Es kann gute Gründe geben: Z. B. Sonne, Bewegung, Erbliche Veranlagung. Vitamin D-Hype! Mit Vitamin D läßt sich bestimmt nicht das große Geld machen. Zur TVSendung Plusminus im ARD habe ich eine Stellungnahme geschrieben. Wie zu erwarten, keine Antwort. Die Stellungnahme ist nun auf meiner FaceBook-Seite und auf meiner Webseite nachzulesen

#47 |
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Medizinphysiker

Nur am Rande: dass durch Überdosierung keine toxischen Wirkungen auftreten heißt aber noch lange nicht, dass es nicht negative Wirkungen bei Langzeiteinnahme von Vit. D und bei hohen Spiegeln gibt.

#46 |
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Nichtmedizinische Berufe

Laien oder Ärzte? So einfach ist das nicht. Gerade unter den Ärzten sind die Ansichten extrem differenziert. Meine Erfahrung ist, dass etwa 80 bis 90% der Ärzte den Patienten antworten: Essen Sie mehr Obst und Gemüse. Dann brauchen Sie keine Vitamin-Tabletten. (Bitte, ob es 55 oder 95% sind, spielt dabei keine Rolle.) Ist das nun eine nur oberflächlich dahin gesagte Antwort oder fehlt es an Wissen? 1) Enthalten Obst und Gemüse quasi kein Vitamin D (vgl. #3). 2) Ist das sogenannte “Vitamin D” eine Vorstufe des Seoc-Steroid-Hormons Calcitriol. Andererseits wird auch in der medizinischen Fachliteratur von Vertretern der Vitamin D-Therapie häufig dargestellt, dass Vitamin D alle möglichen Krankheiten heilen kann, beispielsweise auch Krebs. Dafür gibt es jedoch keine ausreichende Bestätigung. Relativ übereinstimmend sind lediglich die Ansichten über die Bedeutung des Vitamin D für den Knochenstoffwechsel. So kann Vitamin D Rachitis und einige andere Knochenkrankheiten vorbeugen und heilen. Doch dazu gehören u. a. auch Wachstumsschmerzen bei Kindern, die Entwicklung der Kieferknochen (Vorbeugung von schiefen Zahnstellungen). Was die Laien betrifft, so muss man den einen oder anderen schon zu trauen, dass er sich umfangreiches Spezialwissen angeeignet hat. Das betrifft natürlich auch Heilpraktiker. Ich bin Biologe, d. h. kein Arzt, sondern auch Laie. Als Biologe verfüge ich aber über ein breiteres Grundwissen über unseren Körper als die allermeisten Ärzte es jemals erwerben können. Außerdem heile ich nicht. Ich kann mich also täglich 10 Stunden oder auch mehr mit der Problematik Vitamin D beschäftigen. Mein Wissen schöpfe ich auch nicht aus Foren u. ä., sondern aus der internationalen wissenschaftlichen Originalliteratur. Ich veröffentliche meine wissenschaftlichen Erkenntnisse auch dort. Noch kurz zu einigen sachlichen Fragen, die in der Diskussion angesprochen wurden. Als die Tiere in der Evolution ans Land gingen verließen sie ein Milieu, dass ausreichend Kalzium (Ca) und Magnesium (Mg) enthielt. Diese Mineralien sind jedoch für das Landleben noch wichtiger als für das Leben im Wasser. Zwar enthält unsere Erdoberfläche genügend Ca und Mg, doch können diese nur in löslicher Form über den Darm aufgenommen werden. Anscheinend war das gelöste Mg noch ausreichend, aber für Ca nicht. Erst die Entwicklung der sogenannten Vitamin D regulierten Ca-Pumpe und der noch wichtigere Photosynthese von Vitamin D mit Hilfe von UV-Strahlen in der Haut ermöglichte das dauerhafte Überleben auf dem Lande. Dafür reicht auch ein Vitamin D-Spiegel im Blut von mindestens 20 ng/ml (50 nmol/l). Ein relativ geringer Anteil davon wird über Leber und Niere in das aktive Hormon Calcitriol umgewandelt und dient der Regulation des Knochenstoffwechsels. Der größte Teil des im Blut zirkulierenden 25(OH)-Vitamin-D wird aber in den verschiedensten Geweben verbraucht, vorwiegend von Zellen des Immunsystems. Diese Reaktionsschritte sind zum größten Teil erforscht und haben nichts mit dem Knochenstoffwechsel zu tun. Womit aber sonst? (sozusagen “Beyond Bone Metabolismus”) Es gibt Studien, die positive Wirkungen für verschiedene gesundheitliche Aspekte belegen. Es gibt dann aber auch andere mit weniger eindeutigen Ergebnissen, bzw. auch solche die erstere widerlegen. Deshalb werden dann auch Meta-Studien angefertigt. Man findet z. B. 150 Studien zur gestellten Frage. Diese sind aber in Quantität der Probanden, in Qualität der Ausführungen usw. nicht alle gleichwertig. Deshalb wird eben verworfen und ausgelesen. Es bleiben dann vielleicht ca. 38 Studien übrig. Aus denen ermittelt man das Ergebnis, das wahre oder das erwünschte? Ein Schelm, der glaubt das entscheiden zu können. (vgl. hierzu auch die unlängst an dieser Selle geführte Diskussion zu medizinischen Studien) Auf alle Fälle gibt es dann auf der Grundlage der gleichen Materialien sich einander widersprechende Meta-Studien. Wie hoch müßte dann aber der Vitamin D-Spiegel unter Berücksichtigung dieser “beyond Bones”-Effekt sein? Trotz aller unterschiedlichen Meinungen dazu, wird von Ärzten und einigen medizinischen Einrichtungen ein Wert empfohlen, der irgendwo zwischen 45 und 90 ng/ml (115 und 225 nmol/l) liegt. Für biologische Regulations-Systeme ist charakteristisch, dass es mehr als nur eine Möglichkeit gibt (mittels UV-Strahlung in der Haut und zu einem geringen Teil, ca. 10 %, über den Darm). Weiterhin ist eine gewisse Konzentrationsbreite als normal anzusehen. Der Organismus selbst reguliert. Wichtig ist, das ein Mindestwert nicht unterschritten wird. Nach oben hat selbst das Deutsche Institut für Ernährungswissenschaften bestätigt, dass bis zu 150 ng/ml (375 nmol/l) keine toxischen Wirkungen bekannt sind. Übrigens scheint die Gefahr einer Überdosierung eine immer geringere Rolle in der Diskussion zu spielen. Es gibt nichts Verläßliches auf das man sich da berufen kann. Eher hört man häufiger die Meinung, warum soll man irgend welche Tabletten schlucken, wenn man gar nicht krank ist. Soll das gleichzeitig gegen Impfungen und ähnlichen Vorsorgemaßnahmen gerichtet sein? Wer zur Krebs-Vorsorgeuntersuchung geht, ist ja zu diesem Zeitpunkt auch nich wissentlich krank. Doch noch ein Wort zum Mg. In natürlichen Produkten ist Mg meist ausreichend vorhanden. Doch Landwirtschaft und Nahrungsherstellung sind industrialisiert und damit kommt es trotz guter Allgemeinbeschaffenheit vieler Nahrungsmittel zu Unterversorgung bei speziellen Spurenelementen und anderen wichtigen Anteilen in der Nahrung. Mg ist aber sooo bedeutend für sehr viele enzymatische Reaktionen und biologische Regulationen, dass wir es heute immer häufiger ergänzen müssen. Bei einer Vitamin D-Therapie ist der Knochenstoffwechsel aktiviert, nur ca. 1% des Mg befindet sich im Blut. Da ist jeder gut beraten, der sich unter diesen Umständen zusätzlich mit Mg versorgt. Übrigens kann Mg oral nicht überdosiert den, nur bei subkutaner Verabreichung wäre es möglich.

#45 |
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Skodafr
Skodafr

Stimmt und fälschlicherweise dem nicht informierten Patienten als Vitamin ‘verkauft’wird. Und wie wir ja immer wieder von den Medien zu hören/sehen bekommen in unserem Land gut !! versorgt sind. Und nur 15 Minuten täglich die Arme und das Gesicht in die Sonne halten müssen. (Grins).ich muss leider immer öfter beobachten,dass Babys mit deformierten Schädeln zu mir kommen, aber das wächst sich ja lt Kinderärzten mit der Zeit raus.

#44 |
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Heilpraktiker

Schade, dass der Gast anonym ist. Bei der ganzen Diskussion sollte auch bedacht werden, dass D3 auch die Th1/Th2 Achse verschiebt und auch in den Stoffwechsel der Steroidhormone eingreift. Ein ziemlicher Alrounder.

#43 |
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Skodafr
Skodafr

Lieber Gast und lieber Herr Staudenmaier, wenn man wie ich jahrelang auf Allergien,später Nahrungsmittel Unverträglichkeiten, Gelenkschmerzen behandelt wird, der sich gesund aber eingeschränkt ernähren muss,2002 auf Fischeiweis mit einem anaphylaktischen Schock reagiert hat, dem ist es verdammt nochmal egal ob erst der vitamin d Mangel oder erst die Krankheit da war. Hauptsache das Leben ist jetzt lebenswerter.

#42 |
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Heilpraktiker

Mich nervt inzwischen der D-Hyype. Hersteller sind von d3 sind so viel ich weiß 2 große Konzerne. Ist meiner Meinung nach viel Marketing dahinter.
Gibt so viele andere oft wichtigere Vitamine und Mineralien.

#41 |
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Gastx
Gastx

Ich habe einige Menschen in meinem Leben kennen gelernt, die +- 100 wurden. Keiner nahm Vitaminpräparate ein. Ich habe mich über die teilweise aus meiner Sicht vitaminarme Ernährung gewundert. Kann mir jemand diesen Widerspruch erklären?

#40 |
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Gast
Gast

#35 “Ahh.. also alle kaufen ab sofort beim Biobauern um die Ecke… lol.. können sich auch alle leisten und Aldi und Co verkaufen auch nur die Produkte des netten Biobauern um die Ecke..” Aber Vitaminpräparate können sich alle leisten, die nicht genügend Geld für eine vernünftige Ernährung haben?

#39 |
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Medizinphysiker

Viele Erkrankungen gehen wohl mit einem Vitamin-D-Mangel einher, ist denn geklärt, ob der Mangel Folge der Erkrankung ist oder Ursache?
Geklärt ist sicher, dass die Vitamin-D-Substitution ein Geschäftsmodell ist!

#38 |
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Gast
Gast

“und ohne Kühlschrank ist schlicht die Haltbarkeit von Milch extrem eingeschränkt “: schon mal was von Käse gehört?

#37 |
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Gast
Gast

Hilfe Hilfe!! Liebe Medizner, man wird hier von HP/Laien zugetextet.
Bevor meine Frage in deren Bleiwüsten untergeht, hier noch mal:

In diversen Foren wird steif und fest behauptet, D3 wirke nur zusammen mit der dauernden Gabe von Mg und Vit. K2 MK7. Ist das richtig?

#36 |
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*Zucht die auf Haltbarkeit und mehr Ertrag*: wo wird das gemacht? Wer so etwas isst ist selbst schuld.

Ahh.. also alle kaufen ab sofort beim Biobauern um die Ecke… lol.. können sich auch alle leisten und Aldi und Co verkaufen auch nur die Produkte des netten Biobauern um die Ecke..

und ohne Kühlschrank ist schlicht die Haltbarkeit von Milch extrem eingeschränkt und natürlich hatte jeder — wirklich jeder im Mittelalter seine eigene Kuh oder Ziege.. aber klar doch..

Ich steig aus dieser Unterhaltung jetzt aus!!
Wer wirklich noch von mir (Ja Heilpraktiker und stolz darauf / und seit einigen Jahren mit dem Thema Vitamin D unterwegs) was wissen will – darf mich gerne kontakten..
Bin gerne bereit wissbegierigen Kollegen meine Erfahrung mitzuteilen..

aber bitte nicht mit diesem “Ich bin als anonymer Gast eingeloggt” und “jeder der Hochgezüchtete Nahrung aufnimmt ist selber Schuld”.. das ist mir zu popularisieren und nicht Informationsaustausch fördernd.

#35 |
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Gast
Gast

*Käse und Milch vor 500 Jahren*: wurde teilweise in hoher Menge konsumiert. In manchen Gegenden wesentlich mehr als heutzutage.
*Bei Magnesium ist das schlicht ein Lagerungs- und Verarbeitungsproblem*: Magnesium wird durch Lagerung nicht reduziert, Lebensmittel, die durch Verarbeitung Magnesium verloren haben, ist man sowieso nicht, das ist Junk-Food.
*ausgelaugten Böden*: gibt es in einer vernünftigen Landwirtschaft nicht. Wenn kein Magnesium mehr drin ist, dann ist der Boden so kaputt, dass sowieso nichts mehr wächst.
*Zucht die auf Haltbarkeit und mehr Ertrag*: wo wird das gemacht? Wer so etwas isst ist selbst schuld.
*Arzneimitteln wie Metformin*: ja, das nimmt auch jeder ein. Das sind Nebenwirkungen. Haben Sie diese schon einmal beobachtet? Haben Sie eine UAW-Meldung gemacht?

#34 |
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Gast
Gast

Hilfe!! Liebe Medizner, man wird hier von HP/Laien zugetextet.
Bevor meine Frage in deren Bleiwüsten untergeht, hier noch mal:

In diversen Foren wird steif und fest behauptet, D3 wirke nur zusammen mit der dauernden Gabe von Mg und Vit. K2 MK7. Ist das richtig?

#33 |
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Bitte einmal bei Uwe Gröber „Akademie für Mikronährstoffmedizin“ das Thema Magnesium nachlesen..

Und selber noch mal überlegen, wie viel Käse und Milch vor 500 Jahren konsumiert werden konnte – also wie viel davon der Bevölkerung zur Verfügung stand… deutlich weniger als heute.

Bei Magnesium ist das schlicht ein Lagerungs- und Verarbeitungsproblem und auch ein Problem der ausgelaugten Böden.
Die Erfindung “massives Düngen” und “Zucht die auf Haltbarkeit und mehr Ertrag ausgerichtet ist”, ist noch nicht so alt… und das hat Folgen die in vielen Studien nachzulesen sind.
Ganz zu schweigen von Arzneimitteln wie Metformin, die den Magnesiumspiegel dann auch noch im Körper herabsenken…und damit den Bedarf an Substitution auch noch erhöhen.

#32 |
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Gast
Gast

@29 *… jeder seine eigene Meinung*: nicht Meinungen zählen, wir hätten auch gerne eine halbwegs seriöse Basis. Es ist ernst gemeint: sind zuverlässige Quellen bekannt, aus denen hervorgeht, wie es mit dem Magnesium und Calcium in der Nahrung vor 500 oder 1000 Jahren in welcher Gegend bei welchen Menschen war?

#31 |
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Gast
Gast

Und wenn mir jetzt noch einer von den HP/Laien hier schreibt, MG könne man transdermal zuführen, dann k….. ich in meine Tastatur.

#30 |
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@HpX: Na wenn Sie meinen… jeder seine eigene Meinung :-)

Ich halte mich an das was ich von guten Ärzten und Apothekern in Seminaren und Büchern gelernt habe und was ich durch eigene Beobachtung (auch in Form von regelmäßigen Blutwerten meiner Patienten) in der Praxis an eigenen Erfolgen gesehen habe.

#29 |
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Gast
Gast

#22 Bücher aus dem Kopp-Verlag?

#28 |
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HpX
HpX

“wir haben heute viel mehr Calcium in der Nahrung als noch vor 500 Jahren”: ich behaupte, das ist Unsinn.

“Magnesium haben wir im Gegensatz zu vor 500 Jahren fast GAR NICHT mehr in unserer Nahrung.”: das ist ein noch viel grösserer Unsinn.

“super Wirkung gegen Osteoporose”: von einer “super Wirkung” würde ich nicht sprechen …

“Es lohnt sich für die interessierten Kollegen, die sich mit dem Thema auseinandersetzten möchten ein Fachbuch dazu zu kaufen”: Fachbücher sind in dieser Hinsicht oft veraltet, wenn sie auf den Markt kommen. “Aktuell” ist nur versteckte Werbung.

Mir kommt es so vor als hätten Sie Bücher gelesen, die zwar von Ärzten und Apothekern offiziell geschrieben wurden, die unter ihrem Namen aber nur Werbung für NEM-Firmen verbreiteten. Ein lukratives Geschäft.

#27 |
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Was ich gerade noch vergessen habe: Die Menge die an Vitamin D benötigt wird ist vom Patienten abhängig.. insbesondere von der Kiloanzahl.
Vitamin D ist fettlöslich.. Je dicker ein Mensch ist, desto mehr Vitamin D benötigt er.

#26 |
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Gast
Gast

HP und Laien (z.B) Skodafrau haben für mich eines gemeinsam: Sie sind Laien.

#25 |
  19

Hallo zusammen
Um hier ein bisschen Ordnung in die K2 und Magnesium Fragen zu bringen.
Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema Vitamin D und habe diverse gute Fachbücher von z.B Dr Volker Spitzner, Uwe Gröber (Apotheker), Prof. Dr. Med Jörg Spitz und vielen anderen mehr gelesen.. Die Bücher sind übrigens zu 95 Prozent von ÄRZTEN geschrieben.. nicht von Heilpraktikern.. 

Also durch Vitamin D nimmt der Köper deutlich mehr Calcium auf. Dies ist zum einen positiv.. zum anderen aber tatsächlich die einzige Gefahr die von Vitamin D ausgeht. Warum? Weil jeder Muskel Calcium zur Aktivierung benötigt. Zu viel Calcium (Hyperkalzämie) aber Muskelzuckungen bereitet.. zur Erinnerung: Unser Herz ist auch nur ein Muskel.
Vitamin K2 sorgt dafür dass das überschüssige Calcium (wir haben heute viel mehr Calcium in der Nahrung als noch vor 500 Jahren.. und die Evolution ist ein bisschen langsamer) entweder in die Knochen eingebracht wird (super Wirkung gegen Osteoporose) oder wieder ausgeschwemmt wird.
Dies ist übrigens für ALLE Patienten wichtig die z.B. einen Calciumantagonisten einnehmen (z.B. Amplodipin).
Das Magnesium ist ebenfalls ein Gegenspieler zum Calcium. Calcium spannt den Muskel an, Magnesium kann ihn wieder entspannen. Und Magnesium haben wir im Gegensatz zu vor 500 Jahren fast GAR NICHT mehr in unserer Nahrung.
Wer also mit Vitamin D Prophylaxe oder Therapie anfängt, sollte mindestens Magnesium ausreichend zufügen.. und wie die Vorredner schon gesagt haben, den Calciumwert im Auge behalten.

Und kann mir mal irgendjemand erklären, wenn doch immer behauptet wird, die Überdosierung von Vitamin D sei so gefährlich.. und außer dem Calciumspiegel kann ich nichts „gefährliches“ finden.. warum so viele Vitamin D Produkte MIT Calcium verkauft werden? Oder warum dass sogar von Ärzten empfohlen wird?
Die frei verkäuflichen Vitamin D Test sind übrigens ziemlich abenteuerlich.. lieber einen ECHTEN Fachmann / Fachfrau suchen.. Heilpraktiker oder Arzt – der den Blutwert bestimmt und daraufhin eine SINNVOLLE Substitutionstherapie aufbaut. Verschreiben von Vigantoletten (viel zu niedrig und recht teuer) und substituieren ohne Blutwert disqualifizieren meiner Meinung nach die Experten!
Wie soll ich denn wissen wie viel ich auffüllen muss, wenn ich den Wert nicht kenne?
Es lohnt sich für die interessierten Kollegen, die sich mit dem Thema auseinandersetzten möchten ein Fachbuch dazu zu kaufen und dies durchzuarbeiten.. da ergeben sich dann plötzlich noch ganz andere Zusammenhänge und vor allen Dingen wird die Diskussion mit den mündigen Patienten, die sich sehr wohl in der letzten Zeit mit dem Thema beschäftigen, einfacher.

#24 |
  5
Skodafr
Skodafr

@gast, aber ich gebe Ihnen in sofern recht, seid dem ich meine Gesundheit selbst verantwortlich unterstütze bin ich auch erleuchtet.

#23 |
  3
Skodafrau
Skodafrau

@gast, ich lese in der Regel nicht irgendwelche Foren, sondern in medizinischen Büchern und bespreche dies dann mit meiner Ärztin, diese ist Facharzt für innere Medizin und Naturheilkunde.

#22 |
  4
Gast
Gast

Ich hatte den Beitrag #14 geschrieben. Antworten dazu erhoffe ich mir bitte von Ärzten, nicht von in D3 Foren Erleuchteten.

#21 |
  7
Simone Baldhoff
Simone Baldhoff

@Dr. Lange:
Vielen Dank!

#20 |
  1
Skodafrau
Skodafrau

Nachdem was ich darüber gelesen habe, ja. Es löst mit Magnesium zusammen auch bereits bestehende Verkalkungen auf.

#19 |
  2
Simone Baldhoff
Simone Baldhoff

@Skodafrau:
Ich hatte ihre Frage nicht gesehen, sorry.

#18 |
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Medizinphysiker

Und was hat es jetzt mit dem k2 auf sich? Braucht es das? Vermeidet es die Kalzifizierung der Gefäße?

#17 |
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Skodafrau
Skodafrau

Dank an Dr Lange, hatte bei meiner Dosierung ,identisch mit Ihrer bisher auch nicht den Eindruck etwas verkehrt zu machen. Nehme ebenfalls k 2 ,Magnesiumcitrat und diverse andere sinnvolle hochwertige Nahrungsergänzungsmittel. Wichtig ist ,zusätzlich kein ! Calcium zu nehmen. Dies ist in der Nahrung und im Trinkwasser in der Regel genügend vorhanden.

#16 |
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Dr. Thomas Lange
Dr. Thomas Lange

@Baldhoff:

Ich selber nehme 5000 IU im Sommer und 10000 IU im Winter. Obwohl ich sehr oft im Freien bin (Garten, Sport) reicht das gerade aus, um auf einen Serumwert von 76 ng/mL zu kommen. Die Empfehlung liegt bei 50-100 ng/mL. Ich liege mit meiner D3-Dosierung also sehr gut in der Mitte des empfohlenen Wertes.

PS:
In meinem vorigen Posting habe ich die Einheit falsch gesetzt. Es muß 400 ng/mL heißen.

#15 |
  4
Gast
Gast

In diversen Foren wird steif und fest behauptet, D3 wirke nur zusammen mit der dauernden Gabe von Mg und Vit. K2 MK7. Ist das richtig.

#14 |
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Dr. Thomas Lange
Dr. Thomas Lange

@Skodafrau:
Osteoporose durch Vitamin D3 tritt erst ein oberhalb eines Serumspiegels von 400 µg/mL. Das schaffen Sie oral kaum, da müsste man schon mehrere Hunderttausend Einheiten (UI) täglich nehmen.
Wenn man dennoch Bedenken hat, kann man zusätzlich Vitamin K2 nehmen. Das ist der Gegenspieler zu D3 in der Homöostase des Knochenauf- und abbaus.

tl017

#13 |
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Gast
Gast

@Frau Baldhoff:
“Die aus dem Drogeriemarkt taugen nicht, da noch geringer dosiert, … “: das ist nicht richtig. Alle Präparate, die ich recherchiert habe sind ausreichend dosiert.
“haufenweise Zusatzstoffe… “: Zusatzstoffe sind die selben bedenklichen enthalten, z. B. Titandioxid, wie in den Apothekenmitteln.Interessanterweise gibt es aber ebenso hervorragende Präparate, die in dieser Hinsicht absolut sauber sind. Die würde ich kaufen.
“da völlig ohne Beratung.”: die Beratung kann genaus so gut sein wie in der Apotheke. Vielleicht manchmal besser. Das liegt an den Schulungen, die sehr spezifisch sind. In der Apotheke ist die Beratung meist ein Graus. Lieber nicht.

#12 |
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Anja Höreth
Anja Höreth

Die gleiche Problematik gilt auch für Vitamin B12.

#11 |
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Gast
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Wie kann man einen eigenen Kommentar löschen?

#10 |
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Skodafrau
Skodafrau

Meine Frage ist leider nicht beantwortet worden

#9 |
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Simone Baldhoff
Simone Baldhoff

#6:
Die aus dem Drogeriemarkt taugen nicht, da noch geringer dosiert, haufenweise Zusatzstoffe… nicht zu empfehlen, da völlig ohne Beratung.
Ich habe das Problem nicht mehr aber Danke für den Hinweis.

#8 |
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Skodafrau
Skodafrau

Liebe Frau Baldhoff, unter welchen Umständen läuft man Gefahr Osteoporose von Vitamin d zu bekommen?

#7 |
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Gast
Gast

Danke für die Antwort an Simone Baldhoff. Relativ gute D-NEM gibt es sehr kostengünstig im Drogeriemarkt. Da braucht man doch kein Rezept. Die Präparate kosten deutlich weniger als eine Zuzahlung von 5 €. Bluttests gibt es quasi in jeder Apotheke. Gut, die Apotheker langen naturgemäß ordentlich zu. Vielleicht gibt es günstigere Möglichkeiten.

#6 |
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Simone Baldhoff
Simone Baldhoff

#4:
Rein über die Ernährung ist ein echter Mangel nicht auszugleichen.
Die Vigantoletten haben 1.000 i.E. pro Tablette. Leute mit Autoimmunerkrankungen, Depressionen… brauchen schon im Sommer 2000 i.E./Tag zur Erhaltung, im Winter 4.000 i.E., da diese Erkrankungen D-zehrend sind. Wie sollen dann 1.000 i.E. einen Mangel ausgleichen? Grundsätzlich sollte die Ursache gefunden werden, passiert aber kaum.
Wenn man dann einfach 2-4 Vigantoletten pro Tag nimmt, bekommt man kein neues Rezept wegen Überdosierung.
Wegen der Calciumwerte ist eine regelmäßige Überwachung geboten, die aber aus Kostengründen nicht passiert. (Vitamin D3-Bluttest kostet 20-23 €!!!)
Ein ganz unangenehmer Teufelskreis, in dem sich die Patienten sehr allein gelassen fühlen. Sie touren durch allerlei Foren und bestellen sich dann im Netz alles Mögliche ohne jegliche Kontrollen. Dafür sind sie dann irgendwann Nieren- und/oder Osteoporose-Patienten.

#5 |
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Gast
Gast

Frage an Simone Baldhoff: wieso bekommt man einen Mangel nicht mit “Vigantoletten ausgeglichen? Ich kenne das Präarat nur vom Namen her. Mich interessiert aber, was bei Mangelzuständern außer Sonne wirksam ist.

#4 |
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Nichtmedizinische Berufe

Es würde mir für Vegetarier und Veganer leid tun, sollten sie annehmen, dass Vitamin D2 in Pflanzen vorkommt. In den Fällen, da man glaubte es doch in Pflanzen gefunden zu haben, handelte es sich um Verunreinigungen. Das pflanzliche Versuchsmaterial war mit Pilzen infiziert. Pilze produzieren Ergosterin, aus dem dann mit Hilfe von UV-Strahlung D2 entsteht (vgl. DocCheck Flexion). Beim Trocknen der Pilze an der Sonne oder durch UV-Bestrahlung kann der D2-Gehalt wesentlich gesteigert werden. Pilze sind eine eigenständige systematische Einheit, die somit nicht zu den Pflanzen gehört. Sie stehen verwandtschaftlich sogar eher den Tieren näher als den Pflanzen. In Pflanzen kommt wie bei den Tieren das Sterin Cholesterin, die Vorstufe von D3 vor. D3 wird in Pflanzen aber nur unterschwellig synthetisiert. Man hat bisher nur wenige Ausnahmen ermittelt: Solanum glaucophyllum, Cestrum diurnum, Trisetum flavescens. Letzteres ist ein Gras, das in den Alpen und im Kaukasus vorkommt. In diesen Pflanzen wird das Vitamin D3 gleich weiter in die aktive Hormonform umgewandelt, Calcitriol. Daher sind diese Pflanzen hochgradig toxisch. Es ruft bei Tieren enzootische Kalzinose hervor.

#3 |
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Skodafrau
Skodafrau

Habe wohl rückblickend von 2002 bis 2012 im Winter immer einen Grotten schlechten Vitamin d Spiegel gehabt. Bis ich selbst auf die Internet Seite vitamindservice gestoßen bin. Von Ärzten habe ich nur immer gehört , Blutwerte bestens. Es wurde nie D 3 bestimmt. Selbst die Bitte um Vitamin d Blutabnahme wurde nur zögerlich umgesetzt. Der Wert 21 im September nach Sonnen Urlaub als nicht behandlungsbedürftig gesehen. Dem habe ich mich wiedersetzt. Heute bin ich Allergien , Muskel-und Knochenschmerzen, sowie eine Dauermüdigkeit los.’Vergifte’ mich täglich mit Vitamin d und gehe nur noch zur Vorsorge zum Arzt

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Simone Baldhoff
Simone Baldhoff

Das ist nicht wirklich neu und bringt genau nichts, solange Vitamin D im Allgemeinen als Stiefkind behandelt wird.

Auch nicht neu ist die Tatsache, dass es extreme Geduld erfordert, vom Hausarzt überhaupt einen D3-Wert zu bekommen (“der ist nicht so wichtig”), selbst als Autoimmun-Patient. Bekommt man ihn dann, ist es eine iGeL, selbst bei einem extremen Mangelwert. Hinzu kommt, dass man mit Vigantoletten keinen Mangel ausgeglichen bekommt, die höher dosierten Präparate darf man also auch selbst bezahlen.

Es wäre schön, würde diese Erkenntnis im Alltag irgendwem helfen ohne, dass sich Patienten dbzgl. regelmäßig Scheckbuch zückend in der hypochondrischen Psychoecke wiederfinden.

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