Jünger, dicker, Darmkrebs

21. August 2017
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Wer früher in jungen Jahren an Darmkrebs erkrankte, galt als Ausnahme. Nun zeigen US-amerikanische Studien, dass immer mehr junge Erwachsene von der Krankheit betroffen sind. Eine Erklärung könnte Übergewicht im Jugendalter sein.

Noch in den 1970er Jahren galten Darmkrebserkrankungen vor dem 50. Lebensjahr als Ausnahmefall. Das hat sich geändert: US-amerikanische Studien zeigen, dass immer mehr junge Erwachsene von der Krankheit betroffen sind. Auch das Rektumkarzinom tritt immer häufiger bei Menschen zwischen 30 und 50 Jahren auf. Ein Grund dafür könnte die Zunahme von stark übergewichtigen Jugendlichen sein.

Darmkrebsrisiko in 40 Jahren verdoppelt

Eine amerikanische Studie, die im Februar 2017 veröffentlicht wurde, zeigte: Wer im Jahr 1990 geboren wurde, hat ein doppelt so hohes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken wie Menschen, die um das Jahr 1950 zur Welt kamen. Das Risiko, an einem Rektumkarzinom zu erkranken, ist für die 1990 Geborenen sogar viermal so hoch. Aktuell sind in den USA etwa 3 von 10 Menschen, bei denen ein Rektumkarzinom diagnostiziert wird, jünger als 55 Jahre.

Steigende Inzidenz bei Menschen unter 50 seit 1986

Die Studie erfasste die Kolonkarzinom-Inzidenz zwischen 1974 und 2013 und nutzte Daten von 490.305 Erwachsenen mit Kolonkarzinom aus der SEER-Datenbank (Surveillance, Epidemiology and End Results). Vor den frühen 1980er Jahren nahm die Inzidenz für Menschen unter 50 Jahren ab – für Menschen über 50 jedoch zu. Ab dem Jahr 1986 verzeichnete das Studienteam eine Trendwende: Von diesem Zeitpunkt an bis zum Ende des Beobachtungszeitraums im Jahr 2013 sank zwar die Inzidenz für Kolonkarzinome bei Personen, die älter als 55 waren. Bei den 20 bis 29-Jährigen stieg sie jedoch um 2,4 % pro Jahr, bei den 30 bis 39-Jährigen um 1 % pro Jahr.

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Noch dramatischer stellte sich die Situation für die jüngeren Erwachsenen beim Rektumkarzinom dar: Hier zeichnete sich eine Zunahme der Krebsfälle für junge Erwachsene bereits zu Beginn des Beobachtungszeitraums (ab 1974) ab. So stieg die Inzidenz pro Jahr bei den 20 bis 29-Jährigen um 3,2 %.

Aufklärungskampagnen für Ärzte und Patienten gefordert

Die logische Konsequenz für die Studienautoren lautet: „Wir brauchen Aufklärungskampagnen für Ärzte und für die Bevölkerung, die darauf hinweisen, dass Darmkrebs auch für jüngere Erwachsene ein Thema ist“, so Studienleiterin Rebecca Siegel von der American Cancer Society. Frühe Diagnosen seien gerade bei jungen Menschen ausschlaggebend für eine erfolgreiche Therapie. Um dem Trend der frühen Erkrankungen entgegenzusteuern, schlägt Siegel eine flächendeckende Aufklärung vor, die die Wichtigkeit einer gesunden Ernährungsweise und eines aktiven Lebensstils betont. Außerdem sollte das Mindestalter für Krebsvorsorgeuntersuchungen überdacht werden. Neben Tabakrauch gelten Übergewicht und eine ballaststoffarme Ernährung als Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Darmkrebs.

Israelische Soldatenrekrutierung liefert wertvolle Gesundheitsdaten

Eine Studie aus Israel bestätigt, dass Fettleibigkeit im Jugendalter einer der Hauptrisikofaktoren für das Auftreten von Darmkrebs vor dem 50. Geburtstag sein könnte. In Israel besteht für alle jungen Männer und Frauen Wehrpflicht. Zwischen 16 und 19 Jahren, meistens mit 17 Jahren, werden im Zuge der Musterung unter anderem Körpergröße und Gewicht erfasst. Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben nun den Body-Mass-Index von 1.087.358 Männern und 707.212 Frauen ermittelt, die in den Jahren 1967 und 2002 gemustert wurden. Die Zahlen glichen sie mit späteren Einträgen im Krebsregister des Landes ab, dort werden auch alle Darmkrebserkrankungen in Isreal erfasst.

Im Beobachtungszeitraum von median 23 Jahren erhielten 1.977 Männer und 990 Frauen die Diagnose Darmkrebs. Überdurchschnittlich viele der Betroffenen waren zum Zeitpunkt der Musterung übergewichtig oder gar fettleibig gewesen. Für übergewichtige oder adipöse Jugendliche ergab sich so ein um 50 % erhöhtes Risiko, unter 50 Jahren an einem Kolonkarzinom zu erkranken. Beim Rektumkarzinom waren die Zahlen noch erschreckender: Adipöse männliche Teenager wiesen ein um etwa 70 % erhöhtes Risiko auf, daran zu erkranken, fettleibige Mädchen sogar ein um 100 % erhöhtes Risiko.

Fettleibigkeit könnte ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Darmkrebs sein. In den dunkelgrün markierten Staaten ist bereits etwa jede 3. Frau adipös.

Fettleibigkeit könnte ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Darmkrebs sein. In den dunkelgrün markierten Staaten ist bereits etwa jede 3. Frau adipös.

 

In den dunkelgrün markierten Staaten ist bereits etwa jeder 3. Mann adipös.

In den dunkelgrün markierten Staaten ist bereits etwa jeder 3. Mann adipös.

Die israelische Studie weist jedoch ein paar Schwachpunkte auf: Zum einen kann sie nicht klären, welche Faktoren (wie etwa Bewegungsmangel, Stoffwechselstörungen oder Ernährungsparameter), die bei den Jugendlichen zu Übergewicht oder Fettleibigkeit geführt hatten, für die Entstehung der Krebserkrankungen verantwortlich sind. Zum anderen waren die Studienteilnehmer zum Ende des Beobachtungszeitraumes erst durchschnittlich 49 Jahre alt und hatten den Altersgipfel für Darmkrebs noch nicht erreicht. Die Datenlage könnte sich also im Laufe der nächsten Jahre noch verändern und die beobachteten Assoziationen könnten sich somit als nicht mehr schlüssig erweisen. Auch familiäre Vorbelastungen wurden in der Studie nicht erfasst.

Muss Deutschland umdenken?

Laut Angaben des Robert Koch-Institutes erkrankten Frauen in Deutschland im Jahr 2010 im Mittel mit 75 Jahren an Darmkrebs, Männer mit 71 Jahren. Mehr als die Hälfte der Betroffenen erhielt die Diagnose nach dem 70., und nur etwa 10 % vor dem 55. Lebensjahr. Ob sich der Trend zu einer frühen Darmkrebserkrankung und die Assoziation zu Adipositas und Übergewicht im Jugendalter auch in Deutschland zeigen wird, bleibt abzuwarten. Laut Angaben der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) waren hierzulande im Jahr 2014 bereits 21,9 % der erwachsenen Bevölkerung adipös – Tendenz steigend.

Im Moment tragen die gesetzlichen Versicherungen die Kosten einer Koloskopie als Darmkrebsvorsorge ab dem 56. Lebensjahr. Ist der Befund unauffällig, ist eine Nachfolgeuntersuchung auf Kosten der Kassen frühestens 10 Jahre danach möglich. Zwischen dem 50. Und dem 55. Lebensjahr bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen einen fäkalen Okkultblut-Test pro Jahr. Ob diese Altersgrenzen angesichts der veränderten Erkrankungsstatistiken noch sinnvoll sind, sollte hinterfragt werden.

Quellen:

Colorectal cancer incidence patterns in the United States, 1974-2013;
Rebecca L. Siegel et al.; AJ Natl Cancer Inst, doi: 10.1093/jnci/djw322; 2017

Adolescent body mass index and risk of colon and rectal cancer in a cohort of 1.79 million Israeli men and women: A population-based study.
Zohar Levi et al.; Journal of the National Cancer Institute, doi: 10.1002/cncr.30819; 2017

34 Wertungen (4.53 ø)
Bildquelle: g1ll, flickr / Lizenz: CC BY-SA
Medizin, Onkologie

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17 Kommentare:

Prof. Kämmerer , Würzburg
‘Krebszellen brauchen Zucker, gesunde Zellen Fett’

Dr Warburg Nobelreis 1920iger…

Schauen Sie sich den exorbitanten Zuckerkonsum, der gerade 1:1 nach D importiert wird und ist und schon haben Sie wohl 80 % des Ca- Problems erkannt…

Danach natürlich auch carcinogène , anabolika, Antibiotika …in Fleisch im Fisch etc
Danach ein wenig Strahlung, Nikotine etc

Wenn die Politik wirklich wollte, sehr schnell hätte Mann// Frau Milliarden an Therapiesummen im Gesundheitssystem gespart… nur doch konsequentes Reduzieren und oder Bannen von o.a. Produkten….
ZB. Steuern, Anreize zur Vermeidung durch geringere Kk Beiträge…
Man müsste nur wollen… fragen Sie mal Coca Cola, fragen Sie mal Nestle was Sie im Kommitee zur gesunden Schulkinderernährung zu suchen haben….

#17 |
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@#15 Guter Hinweis auf Sojaallergien – sind in unseren Breiten deutlich häufiger als die so medienpräsenten Kumilchallergien und Laktoseintoleranzen zusammen. Durch die häufigen Kreuzallergien mit Erd- und Haselnüssen sowie Hülsenfrüchten wird dann bei streng veganer Ernährunng auch das Eiweiß knapp. Sie empfehlen Kleinkindern und Säuglingen keine Sojaprodukte zu geben. Ich meine, man sollte die kleinen Menschen gar nicht vegan ernähren – zumal die Mütter ja meist pränatal bereits Veganerinen waren und i. d. R. “suboptimale” B12, Eisen, Harnssäüre u.a. Werte aufweisen. Mit den Kleinen macht man keine Experimente!

#16 |
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Gast
Gast

Als kleiner Zusatz für #13 und im Bezug auf vegane Ernährung: Wenn vegane Ernährung richtig gemacht wird ergeben sich daraus keine negativen Folgen. Wenn das ganze gepaart wird mit even Verzicht auf weitere Risikofaktoren und gesunder Lebensweise kann es eine feine Sache sein. Veganismus ALLEIN allerdings ist kein Allheilmittel und viele Leute machen es leider ziemlich falsch. Allen vorran die vielfach gelobten Soja Produkte… glauben sie bitte nicht dass das irgendwas mit einem Naturprodukt zu tun hat. Veganer schimpfen gerne gegen “all die Chemie und Industriemist” im Essen… aber der eigene Tofu und die heiß geliebte Sojamilch ist ein Hochleistungsindustrieprodukt wie es im Buche steht… Außerdem auch hier vorsicht: Viele Rohsojaprodukte sind zudem hochallergen und viele Sojamilchprodukte sind überreich an Kalium (bitte NICHT KLEINKINDERN UND SÄUGLINGEN GEBEN!) Wenn man vegan leben will ist VIEL Wissen und Aufwand nötig… und viele fangen dann doch an zu Substituieren mit Tabletten und Ergänzungsmitteln… da fragt man sich schnell wo die viel besungene “natürlichkeit” der Ernährung dann ist.
Der Mensch ist leider Allesfresser… aber wie Vorredner schon sagten, die Mischung machts. Fleischkonsum allein ist auch weder gesund und übermäßiger Konsum so schädlich wie jede andere Fehlernährung auch.

#15 |
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..sorry kleine Korrektur Collin = Colin Campbell

#14 |
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@#8 Dr. Jutta Backert-Isert: Offensichtlich gehören Sie ja auch zu den Leuten, die alles zu wissen glauben. Hilfreich wäre es gewesen, wenn Sie dazugeschrieben hätten, ob Sie tatsächlich die ursprüngliche China-Study (China-Cornell-Oxford Project) der 1970er Jahre meinen oder das, was Vater+Sohn Collin sehr subjektiv in die Daten hineininterpretiert haben. Ihrem Buch (2004) denselben Titel zu verpasen, mag ein cleverer aber ziemlich mieser Schachzug sein, um dem Leser zu suggerieren, aus den Daten der echten China Studie ließen sich Kausalitäten ableiten. In den 13 Jahren seit der “China-Study”-Publikation (Buch) gab es etliche epidemiologische Studien, die die “grandiosen” Vorzüge der veganen Lebensweise nicht betsätigen können – im Gegenteil. Aber die Collins werden von Veganern “vergöttert”. So einfach wie Sie es hier darstellen, liebe Frau Dr. Backert-Isert, dürften die Zusammenhänge nicht sein. Und im Übrigen trifft das mit den finanzstarken Konzernbossen und Unsinnigkeiten, die unter das Volk gebracht werden, auf die heutige Vegan-Industrie doch mindestens genauso zu. Schauen SIe doch mal, was für ein “künstlicher” Mist in veganen SUpermärkten zu “Mondpreisen” verkäuft wird. Als vor Jahren Analogkäse auftauchte, waren alle empört. Heute steht auf genau demselben Produkt “100% vegan” und der ehemalige Ladenhüter ist ein Bestseller. Extremes ist nie gut – das gilt für Fleischmast wie für Veganismus. (Bei allen “-ismen” ist Vorsicht geboten!)

#13 |
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@Gast#5: Allein auf den Fleiscihkonsum per se lässt sich die Erhöhung der kolorektalen Krebsrate nicht zurückführen. Es geht um Menge und Verarbeitung (fette Wurstwaren), die meist mit mit hohem Fettgehalt einhergeht. Und es geht nur um rote Fleischwaren. Das hat die größte europäische Ernährungsstudie EPIC “European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition” ergeben: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23497300): “After correction for measurement error, higher all-cause mortality remained significant only for processed meat [ ]The consumption of poultry was not related to all-cause mortality.
Vegetarier leben nicht unbedingt länger und bekommen nach den EPIC-Resultaten statistisch sogar etwas häufiger kolorektale Krebsarten als MODERATE Fleischesser und Fischesser. (Cancer incidence in vegetarians: results from the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC-Oxford); http://ajcn.nutrition.org/content/89/5/1620S.long ) – Dort heißt es: “…..the incidence of all cancers combined was lower among vegetarians; but the incidence of colorectal cancer was higher in vegetarians than in meat eaters.” Relativ verlässlich lässt sich gegenwärtig nur sagen: Überbordender Verzehr fetter roter Fleischwaren ist der Gesundheit nicht zuträglich. Aber Vegetarirer leben nicht automatisch gesünder, Zudem sind Fettverteilung (Viszeralfett), Bewegung, Alkohol, Tabak etc. mindestens ebenso bedeutsam. Und wenn es um steigende Krebsraten bei jüngeren Leuten geht, kommt mir die globale Tattoo-Manie in den Sinn. PAKs, Schwermetalle, Azo-Pigmente – alles hoch cancerogen. Und die Tinte bleibt nachweislich nicht in der Haut (farbige Lymphknoten). Ich weiß, dass es noch an validen humanen Studiendaten fehlt, aber die “Live-Studie” läuft gerade weltweit – ich fürchte mit bitterem Erkenntnissen (hoffentlich irre ich mich).

#12 |
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Gast
Gast

Zu den Stuhlanalysen noch ein Nachtrag: Seit Oktober letzten Jahres ist eine neue Richtlinie des G-BA in Kraft, die die Testung mit quantitativen immunologischen Test auf okkultes Blut im Stuhl ab dem 50. Lebensjahr jährlich und ab dem 55. Lebensjahr im 2-Jahres-Rhythmus für die Darmkrebsvorsorge vorschreibt. Seit April ist die Richtlinie bindend.
Dadurch wurden die schon lange vorhandenen, aber aus kostengründen, bisher nicht verwendeten hoch sensitiven Tests in die Regelversorgung genommen.
Diese Tests werden nicht beeinflusst durch Medikamente und/oder Nahrungsmittel. Außerdem muss jeder Hersteller den Nachweis erbringen, dass die Tests die vorgeschriebenen Sensitivitäts- und Spezifitätskriterien erfüllen und in einer Studie mit der Koloskopie als Referenzmethode verglichen wurde.
Mit diesen Tests können Darmkrebsvorstufen frühzeitig und nicht invasiv erkannt werden.
Und die Entwicklung geht noch weiter – bereits heute gibt es auch qualitative Schnelltests, die in der Praxis durchgeführt werden können und dem Patienten innerhalb weniger Minuten Sicherheit geben. Das ist die Zukunft – schnell, sicher, patientennah!

#11 |
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Gast
Gast

In der Bild der Wissenschaft ist aktuell zu lesen, dass anhand einer Stuhlanalyse ein Kolonkarzinom sehr sicher gescreent werden könnte. Klingt als wäre es Zeit dafür…

#10 |
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Gast
Gast

Zur Frage der Altersgrenzen sei auf den Abschlussbericht des IQWiG zum Einladungswesen bei Darmkrebs verwiesen:

“Zu den Eckpunkten des Auftrags gehört, dass Männer ab dem Alter von 50 und Frauen ab 55 Jahren zwei Darmspiegelungen (Koloskopie) im Mindestabstand von 10 Jahren in Anspruch nehmen können. ”

https://www.iqwig.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen/darmkrebs-screening-einladungsschreiben-und-entscheidungshilfe-publiziert.7724.html

Es ist folglich bereits eine Reduktion des Anspruchsalters auf Koloskopie bei Männern ab 50 Jahren geplant.

#9 |
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Warum nach der Ursache fragen, wenn sie längst bekannt ist??!!! Ärzte sollten die China-study lesen und im Grundlagenstudium bereits über Ernährung geschult werden. Vorbehaltlich dessen, dass diese Dozenten nicht den Konzernen oder etwa der Deutschen Gesellschaft für (Fehl-)Ernährung unterstellt sind. Ein noch schlimmeres Szenario wäre eine traurige Figur wie Udo Pollmer, der, finanziert von Konzernbossen, seine Unsinnigkeiten unters Volk zu bringen versucht. Leider regiert bei uns immer noch das Geld statt Verstand und daher werden die Krebserkrankungen, sowie alle anderen Zivilisationsschäden weiter steigen, bis endlich die Erkenntnis Einzug hält, dass vegane Ernährung der Schlüssel zur Gesundheit ist. Und ich spreche von vollwertiger, rohkostbetonter veganer Ernährung. Ich kenne alle Gegenargumente von Leuten, die alles zu wissen glauben, es aber noch nie selbst getestet haben.

#8 |
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Ärztin

Das Bild ist diesmal gut gewählt. Es zeigt genau, was von genetisch determiniertem,schon in jungen Jahren vorhandenem Speck zu halten ist. Die Tiere rauchen nicht, saufen nicht, ernähren sich nicht von hochverarbeiteten Lebensmitteln, auch wenn Fisch durchaus Schwermetall-belastet ist, bewegen sich im Wasser durchaus viel, auch wenn sie sich an Land Ruhe gönnen und sterben natürlich. ……..an den Folgen von Diabetes, kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs, auch Darmkrebs ?!

#7 |
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Gast X
Gast X

@Gast5: so etwas nennt man in der Medizin ” multifaktoriell”, das bedeutet dass das Entstehen einer Erkrankung durch ein Geflecht aus mehreren Ursachen begünstigt wird. Ab gesehen läuft es auf das gleiche hinaus: einseitige Ernährung begünstigt sowohl Übergewicht als auch GI-Tumore. Bin zwar selbst kein Vegetarier, aber eines muss ich denen schon zugestehen: viele von ihnen achten sehr gut auf eine ausgewogene Ernährung. Bei vielen Omnivoren ist das leider nicht so. Da wird viel Süßkram, Fastfood und industriell verarbeitetes gegessen.

#6 |
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Gast
Gast

Ja, was denn nun?
Darmkrebs soll nun vom Übergewicht kommen?
Nach anderen Studien entsteht Darmkrebs und auch Brustkrebs durch Fleischkonsum.
Hier weist der Krebsinformationsdienst darauf hin, dass verarbeitetes Fleisch das Darmkrebsrisiko erhöht:
https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2015/news79-iarc-fleisch.php
Andere Studien sagen, Vegetarier leben länger, was ebenfalls dafür sprechen kann, dass der Verzehr von Fleisch das Krebsrisiko erhöht.

#5 |
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Sylvia
Sylvia

Hallo Hagen,
Selbstverantwortung gut und schön und ich übernehme die ganz sicher. Dafür trage mich neben meinen aufgezwungenen KK-Beiträgen sehr hohe Kosten für Naturheilkunde selber. Ich kenne noch die Zeiten, da auch mal zuerst ein Hustensaft oder Bronchialbalsam von der KK übernommen wurden. Oft wäre den Menschen mit diesen Seelentröstern schon geholfen. Auf jeden Fall sollte, wer in eine Gemeinschaftskasse zahlen muss, auch mitbestimmen dürfen, was er bezahlt bekommt. Ich kenne jedenfalls sehr viele Menschen, die eben das schlucken, was die Kasse übernimmt. Gemeinschaftskassen lassen sich immer gut plündern. Der Gedanke war sicher einmal gut, aber über die jetzige Vorgehensweise, Preiexplosion bei Medikamenten, Durchführung unnützer OPs kann man sich kaum noch freuen. Und der normale Bürger hat kaum eine Chance den Dschungel noch zu durchblicken.

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Hagen
Hagen

naja Herr “GAST” Sie machen es sich zu einfach..
“IMMER” sind die bösen Anderen Schuld… Lesen Sie es bitte genau…
u.a. mangelnde Ballaststoffe…
Wer hält einen davon ab mehr Möhren, mehr Salat mehr BALLASTSTOFE zu konsumieren??? die Rauch problematik kennen wir ja auch!!
Ich wehre mich dagegen immer mit dem Finger auf Andere zu zeigen. Wo bleibt die Selbstverantwortung? Wer zwingt uns ein Antibiotikum zu konsumieren?

Ne ne bleiben Sie auf dem Boden der Selbstverantwortung. Gerne vernehme ich Ihren Kommentar. Herzlichst Hagen… ein bodenständiger Biologe mit Pharmaerfahrung und Ökologieerfahrung

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Gast
Gast

Die Kausalität liegt derart auf der Hand, dass es keine Studien braucht. Wenn man sieht, welche Nahrungsmittel ( von Lebensmitteln kann man wirklich kaum reden!) hauptsächlich und noch dazu im Übermass konsumiert werden, dann muss sich kein logisch denkender Mensch mehr wundern. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Wenn man dann noch bedenkt, was die vielen Antibiotikagaben und auch andere Medikamentengaben für desaströse Auswirkungen auf das Darmmillieu haben, liegen die meisten Gründe auf dem Tisch. weitere sind die industrialisierte Landwirtschaft mit enormen Düngemitteleinsätzen und sicher auch Gen-manipulierte Nahrungsmittel. Aber es scheint niemand daran interessiert, diese Tatsachen zu verbreiten, denn daran verdient man ja nichts. Ich empfehle das Buch.” Das Mikrobiom” sowie einen Film über das Fasten, der vor ca 18 Monaten auf Arte lief. Solange in diesem Krankheitssystem nicht für die Gesunderhaltung , sondern für die Krank-Haltung bezahlt wird, wird sich auch nichts ändern.

#2 |
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Medizinjournalist

Immerhin wird nur korreliert, in Verbindung gebracht mit, aber nie gibt es Kausalität. Immer nur Beobachtungsstudien! Unsere Ernährungswahn macht das Menschen sich falsch ernähren.

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