Die Grünen: Alle in die Bürgerversicherung

21. August 2017
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Die Grünen fordern eine Bürgerversicherung, in der private und gesetzliche Krankenkassen direkt miteinander konkurrieren. Das soll in Zukunft für eine bessere Versorgung aller führen. DocCheck News hat bei der gesundheitspolitischen Sprecherin der Grünen nachgefragt.

Maria Klein-Schmeink ist ein alter Hase in der Gesundheitspolitik: Seit 2009 Mitglied im Gesundheitsausschuss und Sprecherin für Patientenrechte und Prävention, seit 2013 Sprecherin ihrer Fraktion im Bundestag. Mit DocCheck News sprach die engagierte 59-jährige über Budgetierung, Vergütung und Gerechtigkeit im Gesundheitssystem.

Frau Klein-Schmeink, die Bürgerversicherung liegt Ihnen am Herzen, Experten allerdings sind geteilter Meinung. Warum halten Sie sie für sinnvoll?

Für das bestehende duale System aus PKV und GKV gibt es keine rationale Begründung. Es gefährdet die finanzielle Stabilität unseres Gesundheitswesens. Ärzte werden dazu verführt, sich vorrangig dort niederzulassen, wo viele Menschen mit hohen Einkommen wohnen und nicht dort, wo es für die Versorgung sinnvoll ist. Die PKV kann sich die guten Risiken zu Lasten der GKV aussuchen. PKV-Versicherte sind faktisch ihr Leben lang an eine Kasse gefesselt. Der Wettbewerb dreht sich nicht um die beste Versorgung, sondern darum, wer die meisten gut Verdienenden, Jungen und Gesunden versichert. Aus all diesen Gründen wollen wir das duale System mit einer Bürgerversicherung reformieren. In der grünen Bürgerversicherung stehen gesetzliche wie private Krankenkassen im Wettbewerb um gute Versorgung. Damit stärken wir auch die Wahlfreiheit aller Versicherten.

Geht es nicht bei der Bürgerversicherung darum, eine Grundversorgung für alle zu gewährleisten, anstatt den Wettbewerb zwischen privaten und gesetzlichen Kassen zu fördern?

Es geht nicht um eine Grundversorgung, sondern darum, dass alle die Versorgung bekommen, die sie benötigen. Das ist heute nicht mehr überall der Fall. Rentner oder Selbständige, die sich die hohen PKV-Prämien nicht mehr leisten können, müssen im schlimmsten Fall ihren Versicherungsschutz einschränken. Wir wollen den Wettbewerb zwischen privaten und gesetzlichen Kassen fördern. Heute gibt es keinen Wettbewerb. Die PKV kann die höheren Honorare und all dies nur finanzieren, weil die GKV ihr die Rosinen überlassen muss. Wettbewerb braucht gemeinsame Prinzipien und einen gemeinsamen Markt. Er muss das Ziel haben, die Qualität der Versorgung zu verbessern und den Versicherten Wahlfreiheit zu ermöglichen.

Zieht für eine Bürgerversicherung in den Wahlkampf: Die Abgeordnete Maria Klein-Schmeinck

Zieht für eine Bürgerversicherung mit fairem Wettbewerb in den Wahlkampf: Die Grünen-Politikerin Maria Klein-Schmeink.

Wie soll nach Ihren Plänen die Bürgerversicherung finanziert werden?

Eine solidarische Krankenversicherung kann auf die Dauer nicht funktionieren, wenn nur Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen dazu beitragen und Wohlhabendere nicht einbezogen sind. Gerade angesichts des demographischen Wandels und des medizinischen Fortschritts wird das zur Überforderung führen. Deswegen wollen wir, dass starke Schultern zur Finanzierung unseres Gesundheitswesens stärker beitragen. Also sollen auch gut Verdienende, Beamte, Abgeordnete oder Minister einbezogen werden.


Wo wir gerade beim Thema Geld sind, halten Sie die derzeitige Leistungsobergrenzen und Budgetierungen für Ärzte für angemessen?

Ich kann mir eine Abschaffung der Budgetierung im hausärztlichen Versorgungsbereich vorstellen, um zusätzliche Anreize für die Arbeit in der Primärversorgung zu schaffen. Die Budgetierung im fachärztlichen Bereich halte ich für notwendig. Seit der Reform der vertragsärztlichen Vergütung 2009 folgt die Steigerung der ärztlichen Gesamtvergütung der Morbiditätsentwicklung, insofern glaube ich, dass alle notwendigen ärztlichen Leistungen auch künftig ausreichend vergütet werden. Die Ärzteschaft muss ein Interesse daran haben, dass das Versicherungssystem, in dem 90 Prozent aller Menschen versichert sind, finanzierbar bleibt. Gleichwohl sehen wir die Notwendigkeit, das Vergütungssystem weiter zu entwickeln, damit Ärzte, die sich für den langfristigen Gesundheitsnutzen der Patienten ins Zeug legen, belohnt werden.

Sie sagen, Ärzte, die sich besonders für die Gesundheit der Patienten ins Zeug legen, sollen belohnt werden. Wie das? Mit Boni, wenn deren Patienten möglichst selten behandelt werden?

Um seltenere Behandlung geht es gerade nicht. Das heutige Vergütungssystem setzt einen Anreiz, eine einzelne medizinische Leistung zu erbringen. Und zwar auch dann, wenn das medizinisch vielleicht gar nicht sinnvoll oder notwendig ist. Mein Ansatz ist ein anderer: Warum soll es sich für die Ärztin oder den Arzt nicht lohnen, wenn es durch eine kluge Versorgung gelingt, zum Beispiel Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Übermedikation zu vermeiden. Das führt letztlich zu Kosteneinsparungen bei den Kostenträgern und daran sollten die Ärztinnen und Ärzte beteiligt werden.

Stellen Sie sich vor, Sie gestalten die kommende Legislaturperiode mit. Wie würde im Idealfall die Digitalisierung für Ärzte und Patienten gestaltet sein?

Wir müssen zügig mit der elektronischen Patientenakte starten. Die hat Vorteile für Patienten und Ärzte. Die Patienten könnten bestimmen, wer welche Daten einsehen kann, aber auch eigene Daten einfügen. Der Arzt könnte darauf zugreifen, sich schnell ein Bild über alle Diagnosen, Verordnungen oder Behandlungen machen und hätte Einblick in Röntgenbilder oder andere Befunde. Er könnte über die Akte auch mit anderen beteiligten Kollegen kommunizieren. Meine Erwartung an die Digitalisierung ist, dass sie menschliche Zuwendung und ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Arzt und Patienten unterstützt. Die Versicherten müssen natürlich darauf vertrauen können, dass ihre Daten sicher und geschützt sind.

Was schlagen Sie vor, um das Problem schwindender Praxen und Apotheken auf dem Land zu lösen?

Einen generellen „Ärztemangel“ sehen wir nicht, vielmehr ist in einigen Regionen und insbesondere in der Allgemeinmedizin ein Mangel absehbar oder schon eingetreten. Wir wollen durch attraktive Ausbildungs- und Vergütungsbedingungen, familiengerechte Arbeitsbedingungen und flexiblere Arbeitszeiten mehr Ärzte gewinnen. Der ländliche Raum kann durch moderne, bedarfsgerechte Versorgungsstrukturen auch zum Vorreiter werden, zum Beispiel durch eine engere Zusammenarbeit von Ärzten, therapeutischen Berufen und Pflegekräfte in ländlichen Versorgungszentren.

Sie sagen, Sie wollen durch attraktive Vergütungsbedingungen das Problem des Ärztemangels lösen. Also müssen sich die derzeitigen Vergütungsbedingungen ändern?

Ja, in dem Sinne, dass bei den Hausärzten beispielsweise die Budgetierung entfällt sowie andere Reformen bei der Vergütung vorgenommen werden. So könnte ich mir beispielsweise eine kontaktunabhängige Pauschale vorstellen. Generell glaube ich, dass wir das Vergütungssystem anfassen müssen.

Die Kosten im Gesundheitssystem steigen von Jahr zu Jahr. Wenn Sie die Wahl gewinnen würden und ganz allein die Mehrheit hätten – wo würden Sie sparen?

Plumpe Einsparungen sind der falsche Weg, Deutschland hat insgesamt ein gutes Gesundheitswesen. Ich glaube, Nachholbedarf besteht nach wie vor beim Outcome. Das heißt, trotz des immensen Einsatzes sind die Deutschen nicht gesünder oder langlebiger als in anderen vergleichbaren Ländern. Deshalb müssen Reformen bei der Effizienz ansetzen. Es lassen sich zum Beispiel viele Doppeluntersuchungen vermeiden. Der Einsatz von Arzneimitteln muss effizienter werden und die stationäre Versorgung muss sich stärker am Bedarf orientieren. So würden wir schon eine Menge einsparen, das wir an anderer Stelle einsetzen könnten.

Sie wollen bei der Effizienz ansetzen. Werden wir doch mal konkret: Wie lassen sich Arzneimittel effizienter einsetzen?

Bei der Verordnung von Arzneimittel müssen wir Anreize setzen, um eine Übermedikation zu vermeiden. Ein klitzekleiner Schritt in diese Richtung ist der Medikationsplan. Der muss digital und verbessert werden, damit Arzt, Apotheker und andere Gesundheitsberufe einen besseren Überblick über die Medikation haben. Außerdem müssen Apotheker ihre pharmazeutischen Kompetenzen in der Beratung besser einbringen können. Die Beratungsleistung muss besser und auch dann vergütet werden, wenn aufgrund der Beratung auf die Abgabe eines Medikamentes verzichtet wird. Wir müssen auch an die Preise für Arzneimittel ran, um zu verhindern, dass die GKV und damit letztlich die Beitragszahler durch Mondpreise überfordert werden.

48 Wertungen (2.85 ø)
Allgemein

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35 Kommentare:

Heilpraktiker

Eines wundert mich schon seit Jahren: Warum wird nicht von Patienten, Leistungserbringern und Krankenkassen eine hohe Selbstbeteiligung gefordert?
Zum Beispiel würde eine SB von 2000 – 3000 Euro pro Jahr und gleichzeitig ein Beitragsnachlass von 1800 – 2800 Euro die meisten Probleme lösen. Keiner der Beteiligten hätte den geringsten Nachteil; alle würden profitieren. Nur mit wenig Fantasie kann man sich ausmalen, was sich in kurzer Zeit alles in diesem
Gesundheitssystem positiv verändern würde. Ich bitte um Gegenargumente!

#35 |
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P.S. zu meinem Kommentar #33: Nachtbesuch im Notfall bei einem frischgebackenen Schlossermeister, der frisch privatversichert ist. Sein Kommentar zu meiner Rechnung: So wenig, Herr Doktor? Dafür stehe ich nachts im Schlüsselnotdienst nicht einmal auf! – Noch Fragen?

#34 |
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Für alle, die mehr Transparenz fordern: Richtig so! Ich habe absolut nichts dagegen. Dies sollte schon im letzten Jahrtausend eingeführt werden, damit der Patient sieht, was sein Arzt abrechnet und bekommt. Es sollte der absoluten Arztkontrolle dienen. Doch dann kamen seitens Politik und Krankenkassen Bedenken. Wenn dann der Patient sieht, dass er 400 DM (allein AN-Anteil) an die Kasse monatlich zahlt (noch die guten alten DM-Zeiten), sein Arzt im Quartal aber nur 45 DM bekommt, dann fragt sich der Patient, was passiert mit meinen übrigen 1155 DM? Dann kann man nicht mehr alles auf die bösen, geldgierigen Ärzte schieben. – Und Zingg – schon war dieser Plan vom Tisch.

#33 |
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Gast
Gast

Die Bürgerversicherung passt der Ärzteschaft nicht, wäre doch dadurch deutlich mehr Transparenz im “Knüngel”, und eben diese nicht mehr so möglich.

#32 |
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Gast
Gast

Die Abrechnung der Ärzte sollte transparent sein und dem Patienten offengelegt werden. Dann wäre auch mal Schluss mit der Berechnung vom Leistungen die gar nicht erbracht wurden. Ist gibt ja so einige Ziffern, die standardmäßig abgerechnet werden. Und die Gier nimmt kein Ende.

#31 |
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Ärztin

Für mehr Transparenz sollten alle Patienten für jeden Arztkontakt eine Rechnung erhalten. Auch und gerade wenn 0€ draufsteht.
Dann würde ich gerne einer Diskussionsrunde folgen.

#30 |
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Dr. med. Ralf Grebe
Dr. med. Ralf Grebe

Grundsätzlich ist eine einheitliche und für alle gleichermaßen gute und zuverlässige medizinische Versorgung notwendig. Doch leider wird bei diesem Thema regelmäßig vergessen (oder unterschlagen), dass nicht wenige medizinische Bereiche vom System der PKV quersubventioniert werden. Ich war selbst in verschiedenen Einrichtungen in leitender Position und für verschiedene Arztpraxen beratend tätig: Nicht alle, aber viele, sind nur ausreichend wirtschaftlich überlebensfähig, weil ein und dieselbe Leistung von der PKV z. T. um ein Vielfaches höher vergütet wird. Eine Bürgerversicherung für alle kann daher nur funktionieren, wenn das gesamte Vergütungssystem vollkommen neu gestaltet wird einschließlich deutlich höherer Vergütungen für zahlreiche Leistungen durch die neu zu schaffende Bürgerversicherung im Vergleich zu den geltenden Vergütungsvereinbarungen mit der GKV.

#29 |
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Medi
Medi

Sehr geehrter Herr van Gansewinkel,
es ist mir schon bewusst, das dies nur ein niedergeschriebenes Interview ist. Dennoch bin ich ja der Hoffnung, das Frau Klein Schmeink sich für Reaktionen ihrer Leser interessiert und sich eventuell diese Kommentare anschaut.Wobei Frau Klein Schmeink sich hier in der Rolle des Don Quichotte befindet was ihr hoffentlich klar ist. Aber es ist Wahlkampf da bringt man die Winmühlen gerne zum heulen. Meiner Meinung nach ist dies der falsche Weg etwas zu bewirken. Denn erst rückt man den Hut (Herr de Maiziere) gerade und dann kommt der ganze untere Teil. Wie Herr Geißler im unteren Teil bereits erwähnte, wäre es auch von Vorteil in diesem Gremium Politiker sitzen zu haben mit einschlägigen Vorkenntnissen aus der Medizinbranche.
Dem Patienten bringt es auch nicht soviel, wenn man zwar Patientenvertreter (ehrenamtlich haha) einsetzt diese dann aber durch die Wirtschaft manipuliert und anschließend durch ihre Stabsstelle zensiert.
Und Herr van Gansewinkel aus persönlichen Erfahrungen kann ich bestätigen, das Pressefreiheit in Deutschland wirklich Pressefreiheit ist. Dies können Sie jetzt interpretieren wie sie möchten.
MFG

#28 |
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Heilpraktiker

1 Kasse, 1 Verwaltung für alle Bürger bei einheitlicher Grundleistung. Wer mehr will, soll auch mehr zahlen. Aber bitte in 1 Kasse. Gleiches gilt für die Rententräger.

#27 |
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Mitarbeiter von DocCheck

@Marco van Gansewinkel und andere: Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich bei dem vorliegenden Text um ein Interview handelt. Das bedeutet, dass Frau Klein-Schmeink hier wörtlich zitiert wird. Ihre Aussagen zu korrigieren oder zu verändern, gehört nicht zu den Aufgaben einer Redaktion und wäre obendrein sogar noch unprofessionel, unethsich und schlicht falsch. Frau Grossmann hat also weder Antworten „schmeichelnd formuliert“ (@Kommentar 24), noch muss sie eine inkorrekte Ausdrucksweise der Politikern korrigieren. Viele Grüße

#26 |
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Gast
Gast

Demnächst zu wählen, die Bordi, Spaß, Tier und Chirurgen Partei.

#25 |
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Medi
Medi

Sehr geehrte Frau Klein Schmeink,
in Prinzip ist doch immer nur die Frage wie wird es finanziert. Ihre Antworten hat Frau Grossmann ja schön kurz- und schmeichelnd formuliert dennoch stelle ich fest, das bei der Hinterfragung ihrer Antworten viele viele weitere Fragen entstehen welcher Problemdurchsetzung Sie in ihrer Position überhaupt nicht leisten gegebenenfalls durchsetzen können.
Erklären Sie doch einmal wie Sie ihre Bürgerversicherung speziel auf ihre Aussage bezogen ,,Also sollen auch gut Verdienende, Beamte, Abgeordnete oder Minister einbezogen werden.” durchsetzen wollen. Welchen Einfluss haben Sie denn auf das BVA oder BMI??? wenn Sie eine Bürgerversicherung durchsetzen wollen? Gerade diese Berufsgruppe mit ihrer bisherigen Beihilfestelle werden Sie nicht überzeugen können. Wie sagt man so schön:,,versuchen Sie mal dem Hund seinen Knochen zu nehmen”.
Dieses Thema ist zu umfangreich um hier alles zu diskutieren, aus diesem Grund werde ich mich vorerst verabschieden. MfG

#24 |
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Gast
Gast

In den Anfängen war ich begeisterte Grünenwählerin.Bis ich die mal persönlich kennengelernt habe.Von so einem Haufen kann und darf man sich nicht regieren lassen.Und jeder der anderer Meinung ist,sollte sie mal privat kennenlernen.Dann ändert sich schnell das Bild.Vielleicht mögen ja einzelne Personen helle sein,solche habe ich aber da absolut nicht finden können.

#23 |
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Gast
Gast

Es ist müßig, sich noch Gedanken darüber zu machen, was die Grünen wollen oder nicht wollen.

#22 |
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ad 16: Ich kann Ihnen gar nicht so viele “Daumen hoch” geben, wie ich möchte. Als mittlerweile passives Mitglied in einem gesundheitspolitischen Arbeitskreis (10 Jahre Aktivität haben nichts verändert) habe ich genug hochrangige Politiker erlebt, die keine Ahnung haben, worüber sie diskutieren und abstimmen. Wenn ein Abgeordneter nicht einmal den Unterschied zwischen Heil- und Hilfsmittel weiß…Wir Ärzte brauchen ein mindestens 6jähriges Studium, eine klinische Weiterbildung und müssen uns sogar gegen Nachweis unter Androhung von finanziellen Sanktionen einer regelmäßigen Fortbildung unterziehen. Was prädestiniert eigentlich Politiker für ihren Job?

#21 |
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Gast
Gast

Gesundheitspolitiker, die (laut ihrem Wikipedia-Lebenslauf) keinerlei Qualifikation im- oder Kontakt zum Gesundheitswesen hatten?
Kann ich drauf verzichten, von der Sorte gibt es schon viel zu viele.

#20 |
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Es freut mich doch sehr, dass bei der Vielfalt der Kommentare meine bisher zum Beispiel unter – http://news.doccheck.com/de/blog/post/6884-ist-buergerversicherung-fuer-alle-nicht-eine-mogelpackung/ – geäußerten Positionen:
“Ist ‘Bürgerversicherung für Alle’ nicht eine Mogelpackung?” vom11.08.2017

“Die bio-psycho-sozial ‘Abgehängten’ hätten dann immer noch keine Extra-Mittel, um sich bei Leistungsausschlüssen nach SGB V Zuzahlungen, Apotheken-OTC-Präparate, Grüne Rezepte bzw. Privatleistungen erlauben zu können. Besserverdiener müssen mit zukünftiger ‘Bürgerversicherung für Alle’ die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze und komplette Verbeitragung ihrer ‘Sonstigen Einkünfte’ befürchten.”
Auf unterschiedliche Art und Weise Berücksichtigung gefunden haben. MfG

#19 |
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Gast
Gast

Solange jeder wegen dem kleinsten Furz 10x pro Quartal zum Arzt rennt, sei es zum Hausarzt zum Facharzt zum hausärztlichen Notdienst oder in die Notaufnahme, und dafür nicht bezahlen muss (je kleiner der Furz desto höher der Preis…….) wird sich sowieso nichts ändern.

#18 |
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Felix M.
Felix M.

#16:
Wenn Sie mir aufzeigen, wie das System eine Erhöhung der Kosten um 2/3 im Arztbereich stemmen kann…
Der Schrei nach “Mehr!” ist bei einer der bestverdienden Berufsgruppen unverständlich und auch unverschämt. Gerne dürfen Sie sich für eine Umverteilung innerhalb der Fachärzte einsetzen, die dortige Diskrepanz wird ja mal wieder diskutiert und nicht angepackt.
https://www.abda.de/fileadmin/assets/ZDF/ZDF_2016/ZDF_16_28_Aufteilung_der_GKV-Gesamtausgaben.pdf

#17 |
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Mawe Budweg
Mawe Budweg

Es wäre schön wenn in der Politik ein gewisser Mindest-IQ eingeführt werden würde. Dann würden nicht so viele dümmliche Ideen den Weg zum Wähler finden. Mit sozialer Gerechtigkeit hat der Nonsens der nach links an Intensität immer weiter zunimmt übrigens sehr wenig zu tun. Eher mit Ideologie und fehlendem rationalen Denken! z.B. Lohndumping beim Arbeiter ist ein NoGo aber Lohndumping gegenüber Ärzten ist laut Frau Klein-Schmink völlig ok wenn das Gesundheitswesen dadurch bezahlbar bleibt ???
Das was Privatpatienten bezahlen ist ein fairer Preis für eine kompetente fachärztliche Leistung. Die gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen nur 1/3 davon und oft nicht mal kostendeckend. Ich glaube alle Menschen sind für eine Gleichbehandlung in der Medizin. Aber genau das was die Menschen wollen kriegen sie mir der vorgeschlagenen Bürgerversicherung eben nicht. Diese ist nur teuer, verwaltungslastig und politisch steuer-und maniipulierbar. Gerne eine Bürgerversicherung aber nur eine PRIVATE !

#16 |
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Felix M.
Felix M.

Schön wie sie sich um die Nachfrage der ländlichen Arzneimittelversorgung drückt.
Immerhin hat sie verstanden, das bei den Medikationen endlich auch der Arzneimittelfachmann was beitragen können sollte, und das auch noch bezahlt…!

#15 |
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Sylvia
Sylvia

Leider sind das keine neuen Ideen, sondern nur Gleichmacherei wie auf der ganzen Linie. Wenn man so kein Land mehr sieht, da man den Lobbyisten nichts abschlagen will, den Bürger aber immer noch Glauben machen, dass er gut versorgt sei, dann streicht man eben alles mal auf einen gemeinsamen Nenner runter. Wenn wir noch ein bisschen warten, wird es auch mit unseren Renten so kommen. Die Probleme ,die die derzeitigen Regierungen großzügig schaffen, lasssen sich nachher wieder gut im Wahlprogramm berichtigen. So merkt vielleicht keiner, dass wir uns nur im Kreis drehen. Da muss man sogar einem Herr Erdogan Recht geben, wenn er warnt CDU, SPD und/ oder die Grünen zu wählen. Ich war immer ein Grünen-Wähler, bis diese dem Irak-Krieg zugestimmt haben. Schade, dass Ihr alle eure Ideale an den schnöden Mammut verkauft habt. Wirkliche Veränderungen sehen anders aus. Bürger in KK zwingen, ihnen dann aber aufzwingen, was erstattet wird und was nicht, das ist eigentlich in keiner Weise mit Recht und Gerechtigkeit zu vereinbaren.

#14 |
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Gast
Gast

Ich halte das für die entscheidende Maßnahme, um unser Gesundheitssystem zu sanieren und eine Zweiklassenmedizin zu unterbinden. Es ist einfach nicht vertretbar, dass sich gerade diejenigen aus dem Solidarprinzip heraus mogeln dürfen, die die höchsten Einkommen haben. Also volle Zustimmung zu einer Versicherung, in die jeder seinem Einkommen entsprechend einzahlt und aus der auch jeder Leistungen erhält, deren medizinische Wirksamkeit nachgewiesen ist. Wer darüber hinaus gehende Leistungen will, kann das dann meinetwegen mit privaten Zusatzversicherungen abdecken. Am Ende kommt das allen zugute, Privatpatienten werden nicht mit überhöhten Honoraren abgezockt, die zu extremen Beitragssteigerungen führen und gesetzlich Versicherte bekommen in endlicher Zeit Termine. Dann bitte noch eine Rechnung bei jedem Arztbesuch, damit man als Patient auch sieht, was da eigentlich abgerechnet wird und durch mehr Transparenz dem Abrechnungsbetrug vorgebeugt wird.

#13 |
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Gast
Gast

Erst dann, wenn der Arzt, wie in den Niederlanden, nicht erfährt, ob er einen Privatpatienten oder einen Kassenpatienten behandelt, beenden wir das Zweiklassensystem des Gesundheitswesen. In ländlichen Regionen hätte man die Polikliniken beibehalten bzw. einführen können.

Die PKV hat auch gravierende Nachteile: Die Altersrückstellung ist in Anbetracht der langanhaltenden Nullzinsphase stark schrumpfend, prekär in Anbetracht der demographischen Entwicklung. Privatpatienten werden oft mehrfach untersucht und sind Versuchskaninchen bei neu eingeführten Medikamenten. Bei den Hilfsmitteln sind Privatpatienten schnell in der Holzklasse, denn wer denkt, wenn er den Vertrag jung und gesund abschließt, an Hilfsmittel. Auch für Beamte mit niedrigen Bezügen und mehreren Kindern und Hinterbliebene mit niedrigen Versorgungsbezügen ist die PKV alles andere als vorteilhaft. Die Leistungen der Beihilfe sind längst auf GKV-Niveau und der Aufwand für die Abrechnung mit zwei Leistungsträgern ist nicht zu unterschätzen.Versicherte beider Systeme könnten von einer stärkeren Konkurrenz um die besseren Leistungen für alle und nicht vom einseitigen Wettbewerb um Junge und Gesunde profitieren.

#12 |
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Gast
Gast

Dieser immer schlimmer werdene sozialistische Bullshit!Überall! Es geht einzig und alleine darum,mehr Kohle zu kassieren damit mehr umverteilt werden kann.Nicht nur bei der Krankenversicherung.Die ach so gepriesene Bürgerversicherung zielt unter anderem darauf ab,Beiträge für Zinseinkünfte,Mieteinkünfte etc. abzukassieren.Man sollte den ganzen Quatsch abschaffen und nur eine Krankenversicherung für schwere Krankheiten anbieten.Wo nur das allerwichtigste versichert wird.Und nicht immer nur auf das Portemonnaie aller Leute schielen.Sehr viele Medikamente müssen doch jetzt schon privat bezahlt werden.Und einen Schnupfen kann man auch mit Arztbesuch privat bezahlen.Aber jeden Monat mal eben um die 600 Euro abkassieren und dann auch noch die Medikamente selber bezahlen,dass ist doch der Wunsch der Sozialisten.Für das Geld könnte man viele Arztbesuche selber finanzieren.Und der Arzt würde ebenfalls zufriedener sein.Bin mal gespannt auf das Echo dieses Beitrages

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Grottenschlechter Beitrag – den Grünen fällt auch nichts Neues ein…
Dafür ist “ein Stern” noch zu viel…

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Dr.med Marco van Gansewinkel
Dr.med Marco van Gansewinkel

Fehler 1:
Es heißt Bürgerkasse.

Fehler 2:
Private Versicherungen unterliegen der vollen Gerichtsbarkeit und sind Profitunternehmen.
Kassen sind KDÖR und daher nicht der vollen Gerichtsbarkeit unterliegend und dürfen keine Gewinne machen.

Fehler 3:
Es gibt KEINE privaten Krankenkassen, nur Krankenversicherungen!!!!!!!

Man sollte als Redaktion die begrifflichen Unterschiede und eklatanten Sydtemdifferenzen kennen!!

Es gibt sondt nur WidchiWaschi!

#9 |
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Gast
Gast

Wie sagte Werner in dem gleichnamigen Comic aus den 80zigern?

Grüne Flitzk…..

#8 |
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Facharzt
Facharzt

Aus dem Beitrag kann man deutlich erkennen, dass die Grünen die fachärztliche Versorgung an die Wand fahren wollen. Weiterhin Budgetierung für die Fachärzte und Wegfall der Privatpatienten wird das Ende vieler Facharztpraxen bedeuten. Alles andere sind wirre Ideen einer ehemals ideologischen Bewegung, die aber mit Kriegseinsätzen und Agenda 2010 bewiesen hat, dass Macht geiler ist als eigene Grundsätze. Nicht einmal Umwelt können die, siehe BW und NDS! Diese Partei ist unwählbar!!

#7 |
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Gast
Gast

Oder sind es die, die damals der Agenda 2010 zugestimmt haben und gezieltes Lohndumping erst möglich gemacht haben?

#6 |
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Gast
Gast

Die Grünen, sind das nicht die, die mit dem fetten SUV vor dem Bioladen vorfahren?

#5 |
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Gast
Gast

Der Artikel ist so unnötig wie ein Kropf. Grüne Tagträume.
Fakt ist das Deutschlands Schafe (Wähler) wieder Merkel den Regierungsauftrag geben und damit allles so bleibt.
Grütze (GKV) für das Volk.
Und Wahlmenüs (PKV) für die Wohlhabenden.
Was Brecht zu diesen Wählern sagen würde, dürfte bekannt sein.

#4 |
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Gast
Gast

Welchen Sinn hat eine Bürgerversicherung wenn letztendlich alles bleibt wie es ist. Es wird dem Kind nur ein Neuer Name gegeben. Wenn eine Versicherung dann bitte auch für alle Gleich mit einer Führung und gleichen Leistungen.

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Heilpraktiker Karlheinz Sauer
Heilpraktiker Karlheinz Sauer

1. kann nicht jeder einfach in die PKV, da es eine Mindestgröße am Lohn gibt.
2. haben die Grünen mit der jetzigen sozialem Schwierigkeiten mit zu verantworten, da sie der Agenda 2010 zugestimmt und damit das Lohndumping, das zu niedrigeren Sozialabgaben führt, befürwortet.
3. wir wollen das starke Schultern mittragen? Sorry, wenn unsere Flüchtlinge aus unseren Kassen bessere Zahnbehandlungen bekommen, wie die Beitragszahler. Dann stimme ich dem gar nicht zu. Nur mehr Geld einsammeln, darauf läuft das Ganze hinaus, das kann jeder. Eine richtige Reform ist das nicht. Im Ausland sind die Medikamente erheblich billiger. Vorallem die gleichen. Das ist nicht der richtige Weg.
Bringen Sie den Mittelstand wieder zu Lohn und Brot, dann passen auch die Sozialabgaben. Bei einem Mindestlohn von € 8,50 kann sich jeder selbst ausrechnen was ihm bei 167 Std Arbeitszeit bleibt und wieviel Sozialabgaben noch drin sind.

#2 |
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Zitat: “Das heutige Vergütungssystem setzt einen Anreiz, eine einzelne medizinische Leistung zu erbringen.”
DAS nun gerade nicht, als Gesundheitspolitikerin sollten Sie wissen dass der Großteil der Vergütung pauschalisiert erfolgt!

Zitat:”…zügig mit der elektronischen Patientenakte starten. Die hat Vorteile für Patienten und Ärzte. Die Patienten könnten bestimmen, wer welche Daten einsehen kann, aber auch eigene Daten einfügen”
Eine lückenhafte Akte, die nicht komplett einsehbar ist, ist für den Arzt genauso wertlos, wie eine lückenhafte Anamnese, wenn der Patient Vorerkrankungen oder Parallelbehandlungen verschweigt

…und erklären Sie mir mal, warum die Grünen nicht für Gesundheitsvorsorge arbeiten:
In 2 “Autoländern”, nämlich Niedersachsen und Baden- Württemberg sind die Grünen an der Regierung beteiligt in BW sogar als Ministerpräsident. Dennoch kann ich nicht erkennen, wie dort der Einsatz für Gesundheitsvorsorge bei der Minderung der NO2-Problematik sichtbar würde. Beide Länder setzen weder bei Mercedes noch bei VW endlich WIRKSAME Nachbesserungen der PKW-Abgas-Hardware durch sondern nur Software-Kosmetik. Brauchen wir MEHR LUNGENKRANKE ??

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