Morbus Crohn: Brennen auf Besserung

24. August 2010
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Sängerin Anastacia und Triathlet Matthias Michl sind prominent, und teilen ein Schicksal mit vielen Menschen: Sie leiden an Morbus Crohn. Die Darmentzündung ist nicht heilbar, Therapien ermöglichen aber mehr Lebensqualität.

Allein in Deutschland sind etwa 350.000 Menschen von chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten betroffen. Schübe mit starken Bauchschmerzen, heftigen Durchfällen und Fieber gehören speziell zum Leiden der Morbus Crohn-Patienten. Bei ihnen stehen quasi einzelne Abschnitte des Magen-Darm-Trakts in Flammen. Das Krankheitsbild tritt meist im frühen Erwachsenenalter zum ersten Mal auf.

Kein friedliches nebeneinander

Bei Morbus Crohn ist das friedlichen Nebeneinanders der Darmwand mit den dort angesiedelten 100 Billionen Bakterien gestört. Experten sehen als Grund vor allem genetische Faktoren. Hinzu kommen Umwelteinflüsse wie übermäßige Hygiene, Rauchen, Antibiotika oder ein Leben in der Großstadt. Hingegen scheint das Stillen sowie das Leben in ländlicher Umgebung einen gewissen Schutz zu bieten.

An den Vorgängen der Immunabwehr beteiligen sich mehrere Spezies: Stammesgeschichtlich „alte“ Fresszellen eliminieren unspezifisch alles, was möglicherweise gefährlich sein könnte. Und die „modernen“ Vertreter, dazu gehören T-Zellen, binden hoch selektiv an schädliche Bakterien oder Viren, die anhand von Oberflächenstrukturen erkannt werden.

Während Mastzellen normalerweise bakterielle Eindringlinge abwehren, existieren sie in der Darmbarriere friedlich nebeneinander. Einerseits verhindern sie den Eintritt der Mikroben in den Körper, andererseits lassen sie die Mitbewohner im Darm ungeschoren davonkommen. „Würden sich die Mastzellen im Darm genauso verhalten wie im restlichen Körper, nämlich sofort mit Immunabwehr zu reagieren, dann wäre das fatal“, so Prof. Dr. Stefan C. Bischoff von der Universität Hohenheim. Ein Forschungsprojekt soll jetzt den Mechanismen der friedlichen Koexistenz auf die Spur kommen.

Gelangen aber Darmbakterien durch die dünne Schleimhaut, so treten die Mastzellen in Aktion. Sie unterbinden das Eindringen der Darmbewohner in den Körper. Wandern zu viele Darmbakterien in den Blutkreislauf, greifen die T-Zellen ein und verhindern größeren Schaden.

T-Zellen auf der Schulbank

T-Zellen entstehen im Knochenmark und drücken anschließend im Thymus quasi die Schulbank. Sie erhalten ihr Immungedächtnis, indem sie eine individuelle Bindungsstelle aufgedrückt bekommen. Mit diesem Wissen können die Zellen später den passenden Krankheitserreger erkennen, sollte es zu einer Infektion kommen.

Mitunter entstehen aber Spezies, die sich gegen körpereigene Strukturen richten. „Ist dies der Fall, werden die potenziell schädlichen T-Zellen meist noch im Thymus unschädlich gemacht“, weiß Prof. Ludger Klein von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dazu präsentiert das Organ den Zellen ein Spiegelbild aller körpereigenen Eiweiß-Moleküle. T-Zellen, die auf diese Strukturen reagieren, geht es an den Kragen. Ludger Klein: „Entweder werden sie in den programmierten Zelltod getrieben oder zu regulatorischen T-Zellen umerzogen“. Letztere unterdrücken das Immunsystem. Entkommen T-Zellen dieser Kontrolle oder versagt der Mechanismus, entwickeln sich Autoimmunkrankheiten wie Morbus Crohn, Diabetes Typ 1, rheumatoider Arthritis oder multipler Sklerose.

Mit vereinten Kräften gegen die Entzündung

Die Behandlung von Morbus Crohn-Patienten hat vor allem Entzündungsprozesse im Visier. Begonnen wird nach den Leitlinien mit Glucocorticoiden, etwa Budesonid oder Prednisolon. Auch andere entzündungshemmende Pharmaka kommen zum Zuge, also Sulfasalazin oder Mesalazin. Stellt sich der Therapieerfolg nicht ein, greifen Fachärzte auf Immunsuppressiva wie Azathioprin, Tacrolimus oder Ciclosporin zurück. Jedoch führt die Dämpfung des Immunsystems bei „echten“ Infekten zwangsläufig zu Problemen.

Vor allem bei Komplikationen sind chirurgische Eingriffe nicht zu umgehen. Dabei entfernen Chirurgen ein mehr oder minder großer Teil des Darms. Mögliche Indikationen sind eine mechanische Blockade sowie Perforation, Fisteln, Abszesse oder Blutungen. Gerade bei entzündlichen Fisteln helfen im Frühstadium oft die Antibiotika Metronidazol oder Ciprofloxacin.

Gutes Eiweiß – böses Eiweiß

Bereits vor vielen Jahren erkannten Forscher die entscheidende Bedeutung des Tumornekrosefaktors (TNF) alpha: Das Protein ist die Drehscheibe bei Entzündungsprozessen. Eine Blockade mit monoklonalen Antikörpern führt rasch zu einer Besserung der Symptome. Mittlerweile stehen zur Therapie Infliximab und Adalimumab, Eiweiße mit selektiven Bindungsstellen, zur Verfügung. Sie dämmen die körpereigene Entzündungsreaktion rasch ein und verschaffen den Geplagten längere Pausen zwischen zwei Schüben. Auch Kombinationen sind im Fokus des Interesses: Eine internationale Vergleichsstudie konnte Mitte 2010 erstmals die therapeutische Überlegenheit des Antikörpers Infliximab zusammen mit dem Immunsuppressivum Azathioprin gegenüber der Monotherapie belegen. Umstritten ist bei Fachärzten allerdings die sogenannte Top-down-Strategie, also der frühe Einsatz der Antikörper. Befürworter argumentieren mit der raschen Beschwerdefreiheit, Gegner führen vor allem die Nebenwirkungen durch die Übertherapie an.

Speis und Trank

Neben der Arzneimitteltherapie muss bei Morbus Crohn-Patienten immer die Ernährungssituation betrachtet werden. Durch verminderten Appetit, schlechte Aufnahme von Nährstoffen oder Durchfall kommt es schnell zum Verlust an Elektrolyten bzw. zu einem Mangel an Vitaminen oder an Eiweiß. Bei akuten Schüben kann sogar zeitweilig eine künstliche Ernährung angezeigt sein.

Probiotika können helfen, um den Entzündungsprozess im Darm in Schach zu halten, so das Ergebnis mehrerer Studien. Jetzt hat ein Forscherteam der Technischen Universität München zusammen mit anderen Partnern den Mechanismus aufgeklärt: Lactobacillus casei, in zahlreichen Joghurt-Drinks vorhanden, hemmt in der Darmschleimhaut die Bildung des Entzündungsproteins IP-10. „Auf der Grundlage dieser spezifischen Wirkmechanismen eines probiotischen Bakteriums sind wir jetzt in der Lage, die schützenden Komponenten von L. casei zu identifizieren und zu charakterisieren“, so Prof. Dr. Dirk Haller.

Aber auch Heidelbeeren bergen therapeutisches Potenzial. Viele Patienten fühlen sich nach dem Verzehr der blauvioletten Früchte deutlich besser. Zumindest im Laborversuch hemmt der darin enthaltene Pflanzenfarbstoff das Enzym Lipoxygenase, ein wichtiger Akteur bei Entzündungsprozessen. In der Humanmedizin konnte die Hypothese aber noch nicht bewiesen werden.

Am Universitätsklinikum Heidelberg erproben Forscher ein neues Therapiekonzept mit phosphorhaltigen Lipiden. „Bei den meisten Patienten mit Colitis ulcerosa gibt es zu wenige dieser Fette in der Schleimschicht des Darms. Sie wird daher durchlässig für Bakterien und die Darmwand entzündet sich”, so Prof. Dr. Robert Ehehalt. Inwieweit sich mit dieser Methode auch bei Morbus Crohn die Schutzschicht stärken lässt, muss noch untersucht werden. Bei anderen Fetten zerschlug sich die Hoffnung: Fischölpräparate und die in ihnen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren nehmen keinen günstigen Einfluss auf die chronische Entzündung, so das Ergebnis zweier großer Untersuchungen.

Wenn der Wurm drin ist

Einen ganz anderen Weg ging ein Forscherteam der Universität Iowa. Sie beobachteten, dass Menschen in Entwicklungsländern seltener an Morbus Crohn erkranken. Die Wissenschaftler führen das unter anderem auf die Eier verschiedener Peitschenwürmer zurück, die über das Essen, das Wasser oder kontaminierte Toiletten übertragen werden. In einer Studie behandelten die Mediziner Crohn-Patienten mehrfach mit Eiern des Schweinepeitschenwurms. Nach 24 Wochen war bei den meisten eine deutliche Besserung zu beobachten, etliche waren symptomfrei. Die Forscher vermuten, dass die Darmwürmer die Immunantwort unterdrücken und so die Entzündung im Zaum halten. PD Dr. Georg von Boyen vom Universitätsklinikum Ulm: „Dadurch werden die fehlgeleiteten Abwehrreaktionen, die die entzündlichen Darmreaktionen hervorrufen, gesenkt“. Doch keine Sorge: Beim Menschen sind die Würmer selbst nicht pathogen – sie werden durch die Verdauung sukzessive ausgeschieden.

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Medizin

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23 Kommentare:

Gretchenfrage, Teil 2:

Das ist eine offizielle Beschreibung:


Indikationen:
Brustdrüsenerkrankungen
Frauenleiden
Klimakterium
Mastitis
Mastodynie, Mastopathie(Zyklusabhängige Mastodynie und Mastopathie)
Menstruationsbeschwerden(Zyklusabhängige Mastodynie und Mastopathie)

Therapien:
… Therapie von Frauenbeschwerden

Es handelt sich um ein homöopathisches Mittel, das aus folgendem besteht:


Zusammensetzung:
100 g Salbe enthalten:
5,0 g Condurango Ø;
1,0 g Agnus castus Ø;
1,0 g Hydrastis D4;
0,5 g Pulsatilla D4;
0,5 g Lilium tigrinum Ø.

Konservierung: 100 mg Parabene E214, E216, E218 mit Phenoxyethanol.

Anwendungsgebiete:

Die Anwendungsgebiete entsprechen dem homöopathischen Arzneimittelbild. Dazu gehören:
Prämenstruelle, d.h. zyklusabhängige Mastodynie (hormonabhängige Schmerzhaftigkeit der geschwollenen weiblichen Brust…

Der Verkauf von Mitteln mit einem hohen Anteil (hier 6,5 Prozent) unverdünntem Rohstoff unter der Bezeichnung “homöopathisch” findet tatsächlich statt.

Ich habe die Crohnfreunde (http://www.crohnfreun.de) auf diesen Artikel aufmerksam gemacht.

#23 |
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“23
22.08.10 – 17:07
Dr. Norbert Guggenbichler
Zahnarzt/-ärztin

Das Verfahren der Potenzierung ist das gleiche, ob ich aus einer Urtinktur eine D1 herstelle oder aus einer D21 eine D23.”

Um aus einer Urtinktur (also dem unverdünnten Rohstoff, mathematisch: D0), eine “1. Potenz” herzustellen, wird mit dem Faktor 10 VERDÜNNT *** UND DANN*** mit dem Verdünnungsgefäß X mal auf einen Gegenstand geklopft (vorzugsweise ein in Leder gebundendes Buch). Das ergibt dann, mathematisch, die “D1”.
Laut Hahnemann wirken dann “dynamische” Kräfte, um unsichtbare, also geistartige Dinge aus dem Rohstoff in die verdünnte Flüssigkeit zu übertragen.
Laut Hahnemann ist eine 2. Potenz stärker wirksam als die 1. Potenz.

Jetzt die Gretchenfrage: Wie erhöht man in einem Rohstoff die Wirksamkeit? Soll es tatsächlich so sein, daß einzig und allein das Klopfen (vorzugsweise auf einem in Leder gebundenen Buch) diese Verstärkung bewirkt?

#22 |
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“25
22.08.10 – 20:28
T.K.

Die böse Pharmaindustrie hält die einfache Lösung zurück, um das große Geschäft zu machen…”

Die Pharmaindustire, das sind doch blutige Anfänger. Die Fabriken und der Transport, das kostet doch.

Kann man alles einsparen! Wie, das machen die Psychologen vor. Wenn es nach denen ginge, würden auch in 100 Jahren noch Magengeschwüre mit Psychotherapie “behandelt”.

#21 |
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Rolf Frommberger
Rolf Frommberger

Hat sich wohl noch nicht überall rumgesprochen, dass Morbus Crohn eine im Prinzip banale, heilbare Infektionskrankheit ist?

Aber mit operieren ist halt mehr verdient als mit einer Antibiotikatherapie, zumal wenn deren Patentschutz abgelaufen ist.

http://www.animal-health-online.de/gross/wp-content/uploads/2009/10/Morbus_-Crohn_map_update.pdf

#20 |
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Dezutlicher kann man seine Rechthabenwollen, dass Homöopathie nicht wirken dürfe, nicht ausdrücken: “Wenn sogar Stoffe in den Verdünnungen D1 und D0 als homöopathische Mittel bezeichnet werden, ist in dem System etwas faul. D0 ist nämlich die Urtinktur, mit der die bösen Symptome ERZEUGT werden, die in der Repertorium genannten Symptomenliste eingetragen werden.
Mit D0 zu arbeiten ist keine Homöopathie. Das sollte sogar ein Homöopath wissen.”
Das Verfahren der Potenzierung ist das gleiche, ob ich aus einer Urtinktur eine D1 herstelle oder aus einer D21 eine D23.
Nebenbei; zur Erklärung eines Wortbruches: Ich praktiziere als Zahnarzt und Heilpraktiker in Ein-Personen-Interdisziplinarität.

#19 |
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Dr. med. Wolf Hemsing
Dr. med. Wolf Hemsing

Übrigens Östrogen , Testosteron und Genossen sind im Blut in
nano-gramm =
0,000 000 001 und ug 0.000 000 000 001 vorhanden und bei einigen bringst ja auch in dieser Verdünnung was.

#18 |
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“20
21.08.10 – 23:25
Peter Cornelius, Arzt für Allgemeinmedizin,

So Herr Diplom-Ingenieur Aribert Deckers, gestern haben Sie noch erklärt, dass es Körperverletzung sei, Schwerkranke mit Homöopathie zu behandeln und heute sind Sie plötzlich der Hahnemann Kenner und Freund”

Hahnemann war ein Betrüger und Homöopathie ist Pfusch.
Soviel sollte man heute schon von Naturwissenschaft verstehen, um das zu erkennen.

“Nun tiefe Potenzen”

Wenn sogar Stoffe in den Verdünnungen D1 und D0 als homöopathische Mittel bezeichnet werden, ist in dem System etwas faul. D0 ist nämlich die Urtinktur, mit der die bösen Symptome ERZEUGT werden, die in der Repertorium genannten Symptomenliste eingetragen werden.
Mit D0 zu arbeiten ist keine Homöopathie. Das sollte sogar ein Homöopath wissen.

#17 |
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Selbstst. Apotheker

Mit 2 Punkte möchte ich die empfohlene Therapien über die Schulmedisin ergänzen.
1-daß Eine Therapie mit Adalimubab oder Infliximab,im Gegensatz zur Therapie mit Etanercept,mit einem bis zu 17-fach höheren TB-Risiko einhergeht.Das Risiko zur Reaktivierung einer Tuberklose ist unter einer Etanercept-Therapie im Vergleich zur Normalbevölkerung nur minimal erhöht.
2-Eine aktuelle Arbeit einer langzeit Behandlung mit Azathiopirin beschreibt einen deutlichen Anstieg der Rezidivwahrscheinlichkeit bis auf 62% nach 5 Jahren.Hier empfehlen die Autoren bei den nur rezidivfreien Verlauf also ohne jegliche Erkrankungsaktivität oder ohne intermittiernder Kortisontherapie nach 3-4 jähriger schubfreier Azathioprintherapie ein Aussetzen des Medikaments zu vertreten.Residivrisiko müsste unbedingt informiert werden.Verwiesen werden sollte es auch auf die gute Ansprechrate im Falle eine Rezidivs.
Diese Kommentare stammen aus einer med. Fachzeitschrift.
Brunnen Apotheke
49624 Löningen
Barbaros Orhon

#16 |
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“14
20.08.10 – 18:50
Dr. Norbert Guggenbichler
Zahnarzt/-ärztin

Es ist Ausdruck eines insuffizienten Medizinverständnisses, wenn M. Crohn als unheilbar bezeichnet wird. Es gibt eine Reihe von Berichten, dass z. B. auch individuelle orthomolekulare Medikationen Therapieerfolge ermöglichen. Fälle aus meiner Praxis bestätigen dies.”

Ein Zahnarzt, also ein NICHT-Humanmediziner behandelt Morbus Crohn? Erstaunlich…

#15 |
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“15
20.08.10 – 23:29
Peter Cornelius
Arzt/Ärztin

Ihm verordnete ich Myristica sebifera D6 stündlich eine Tablette.”

Hahnemann würde sich im Grab umdrehen.


§247
Ganz dieselbe, unabgeänderte (185) Gabe Arznei, selbst nur einmal, geschweige viele Male nach einander (und,

wenn die Cur nicht verzögert werden soll, in kurzen Zeiträumen) zu wiederholen, bleibt ein unausführbares Vorhaben. Das Lebensprincip nimmt solche ganz gleiche Gaben nicht ohne Widerstreben an, das ist, nicht ohne andere Symptome der Arznei laut werden zu lassen als die, der zu heilenden Krankheit ähnlichen, weil die vorige Gabe schon die von ihr zu erwartende Umstimmung des Lebensprinzips vollführt hatte, eine zweite, an Dynamisation ganz gleiche, unveränderte Gabe derselben Arznei daher ganz dasselbe auf das Lebensprinzip nicht mehr auszuführen vorfindet. Nun kann der Kranke durch eine solche unabgeänderte Gabe nur noch anders krank, im Grunde nur kränker werden als er schon war, indem jetzt nur diejenigen Symptome derselben Arznei zur Wirkung übrig bleiben,

Homöopathen… ;O))))))))))))))

#14 |
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Es ist Ausdruck eines insuffizienten Medizinverständnisses, wenn M. Crohn als unheilbar bezeichnet wird. Es gibt eine Reihe von Berichten, dass z. B. auch individuelle orthomolekulare Medikationen Therapieerfolge ermöglichen. Fälle aus meiner Praxis bestätigen dies. In einem Forum, das von Aribert Decker zugetextet wird, möchte ich es jedoch bei diesem bescheidenen Hinweis auf eine Therapieoption belassen.

#13 |
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Apotheker

Lieber Herr Deckers,Sie haben recht ,nur ist dies eine Annahme die
nicht bewiesen werden kann.Denn jeder kommt wissentlich oder nicht
mit denaturiertem Eiweiss in Berührung. Auch zuviel “ordentliches”
Eiweiss hinterlässt schulmedizinisch keine Spuren.Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen und danach hat der Verzicht auf Milchprodukte oft geholfen ohne dass dies ärztlich erwähnt wurde.

#12 |
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Dr. med vet Ulrike  Diesterbeck
Dr. med vet Ulrike Diesterbeck

@Diplom-Ingenieur Aribert Deckers

… auch in dieser Studie wird vermerkt …that MAP has the capacity for initial colonization of the human small intestine and that some individuals are more sensitive to MAP infection…

Der genetische Faktor spielt neben dem Alter folglich eine nicht unerhebliche Rolle, ein Beobachtung die schon bei Wiederkäuern getätigt wurde und wird. Entsprechende Untersuchungen zur kausalen Genetik laufen.

Zum Nachlesen für Interessierte:
http://www.journals.uchicago.edu/action/doSearch?journal=jid&searchText=crohn%27s+disease&filter=single&x=0&y=0

#11 |
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“8
20.08.10 – 09:53
Dr. med vet Ulrike Diesterbeck
Tierarzt/-ärztin

MAP…
Es ist bisher unklar, ob MAP ein Auslöser ist oder die Suszeptibilität für eine solche Infektion erhöht.”

In einem der Versuche, die bei AHO (“Animal Health Online”) angebeben sind, wurde durch eine Infektion mit MAP die Entzündung künstlich hervorgerufen.
Diese Tatsache wird als weiterer Beweis für MAP als Ursache gewertet.

#10 |
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“9
20.08.10 – 12:28
Reinhard Rodiger
Apotheker/in

Mich wundert,warum an keiner Stelle vom Einfluss von zB durch Mikrowellen denaturiertes Eiweiss gesprochen wird. Belegt ist doch der negative Einfluss von Milchprodukten,die ja oft auch denaturierte Eiweissstoffe enthalten,deren Wirkung auch niemand interessiert.”

Dann müßte 1. bei Benutzern von Mikrowellengeräten Morbus Crohn häufiger auftreten und 2. es einen starken Anstieg seit Einführung der Geräte gegeben haben. Ist dem so?

#9 |
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Apotheker

Mich wundert,warum an keiner Stelle vom Einfluss von zB durch
Mikrowellen denaturiertes Eiweiss gesprochen wird. Belegt ist doch
der negative Einfluss von Milchprodukten,die ja oft auch denaturierte
Eiweissstoffe enthalten,deren Wirkung auch niemand interessiert.

#8 |
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Dr. med vet Ulrike  Diesterbeck
Dr. med vet Ulrike Diesterbeck

MAP wird seit Jahren als Zoonoseerreger in den Zusammenhang mit Morbus Crohn gebracht. Es ist bisher unklar, ob MAP ein Auslöser ist oder die Suszeptibilität für eine solche Infektion erhöht. Als genetische Faktoren werden bei Morbus Crohn besonders die Defensine in den Fokus gerückt.

#7 |
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Steffen Schmitz
Steffen Schmitz

Mich würde interessieren, ob es eine Untersuchung zum Zusammenhang zwischen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Impfen im ersten Lebensjahr gibt. Wie man weiss, wird im ersten Lebnsjahr die humorale Immunantwort unterdrückt, der Körper arbeitet in dieser Zeit hauptsächlich mit dem unspezifischen (“alten”) Immunsystem und dem zellulären Immunsystem. Das könnte den Sinn haben, der Unterscheidung zwischen körpereigenen und körperfremden Strukturen Raum zu geben. Da Impfungen in dieser Zeit aus diesem Grunde nicht funktionieren würden, werden den Impfstoffen die sogenannten Booster, meist Aluminium- oder Quecksilberverbindungen, beigegeben, die diese natürliche Blockade unterlaufen. Das dann später die Unterscheidung zwischen körpereigenen und körperfremden Eiweiss gstört sein könnte, wäre eine denkbare Folge. Kennt jemand ensprechende Untersuchungen?

#6 |
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“4
19.08.10 – 18:46
Peter Cornelius
Arzt/Ärztin

Peter Cornelius, Arzt für Allgemeinmedizin
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen sind doch heilbar. Näheres finden Sie in meinem Buch: “Nosoden und Begleittherapie””

Bei schwer- und schwerstkranken Menschen Homöopathie zu benutzen ist Körperverletzung.

http://www.animal-health-online.de/gross/wp-content/uploads/2009/11/anuspreter3_200.jpg

Hier ist eine Liste mit Dutzenden von Artikeln zum Thema:
http://www.animal-health-online.de/gross/2009/11/02/morbus-crohn-durch-mykobakterien-ein-verdacht-wird-zur-gewissheit/11410/

Homöopathie und Radfahrer:
http://www.ariplex.com/ama/ama_home.htm

#5 |
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Apothekerin

@2 Liebe Frau Schroeder,

hier haben Sie einen sehr wichtigen Hinweis gegeben! Oft denkt man an diese Zusammenhänge nicht.

#4 |
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Dr. med. Wolf Hemsing
Dr. med. Wolf Hemsing

Beste Erfahrungen mit IgG-Nahrungsmittel-Test, Weihrauch, Mikro-Immuntherapie

#3 |
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Dr.  Claudia  Schroeder
Dr. Claudia Schroeder

Der Artikel ist sehr informativ, leider fehlt noch ein Hinweis: Menschen, die an M. Crohn und Colitis ulzerosa leiden, haben ein erhöhtes Risiko für eine Parodontitis. Leider wird hier noch viel zu wenig interdisziplinär mit uns Parodontologen (Zahnärzte mit Zusatzausbildungen im Bereich Parodontologie) zusammengearbeitet. Die Patienten gehören in die Hände von Spezialisten für dieses Fachgebiet.

#2 |
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Habe ich etwas überlesen? Warum kein Hinweis auf MAP?

Bei AHO wird seit mehreren Jahren auf MAP hingeweisen. Die Bilder sind beeindruckend.
http://www.animal-health-online.de/gross/2009/11/02/morbus-crohn-durch-mykobakterien-ein-verdacht-wird-zur-gewissheit/11410/

#1 |
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