FSME: Kinder impfen oder nicht?

13. Juni 2017
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Schadet die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Kindern womöglich mehr, als dass sie nutzt? Die Empfehlung des Robert Koch-Insituts ist schwammig formuliert. Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung von Kindern liegt damit im Ermessen der Ärzte.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hält an seiner Impfempfehlung fest: Sie gilt für Kinder wie Erwachsene, ist allerdings ohnehin schwammig. In den ausgewiesenen FSME-Risikogebieten soll man nämlich das Expositionsrisiko abwägen. Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung von Kindern liegt damit im Ermessen der Ärzte.

Eines ist unstrittig: Eine durch Zecken übertragene Infektion mit FSME-Viren tritt bei Kindern deutlich seltener auf als bei Erwachsenen und verläuft so gut wie nie schwer. Die Impfung von Kindern halten einige Ärzte deshalb für wenig sinnvoll. Diese Kritik ist auch Wiebke Hillebrand geläufig. Sie gilt als FSME-Expertin des Robert-Koch-Instituts.

Kinderärzte forderten schon mehrmals vom RKI ein, die Impfempfehlung für Kinder an anderen FSME-Inzidenzen zu orientieren als an denen für Erwachsene. Hellenbrand sagt selbst: „Kinder erkranken in der Regel weniger schwerwiegend als Erwachsene – insbesondere als ältere Erwachsene – und haben ein deutlich niedrigeres Risiko, bleibende Schäden zu erleiden‟. Sie gibt zu, dass der Nutzen einer Impfung für Kinder daher „tendenziell geringer ist‟. Dennoch hält das RKI an seiner Impfempfehlung fest, die für Erwachsene wie Kinder gilt – aber Spielraum für Interpretationen lässt.

Impfen soll sich laut RKI nämlich in den ausgewiesenen Risikogebieten nicht jeder. Vielmehr müsse „nach Abwägung des tatsächlichen Expositionsrisikos entschieden werden‟, sagt Hellenbrand. Es sei „eine Entscheidung, die Arzt und Patient gemeinsam treffen sollten‟.

Kritisiert wird, dass die Empfehlung des RKI das Risiko von Nebenwirkungen der Impfung nicht genug einbezieht. So sind schwere FSME-Ausbrüche oder gar bleibende Schäden bei Kindern so dermaßen selten, dass Impfschäden womöglich häufiger auftreten als ernste Krankheitsverläufe. Das zeigt ein Blick in die Zahlen, die das RKI selbst veröffentlicht.

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Offizielle FSME-Karte des RKI 2017 © Robert-Koch-Institut

In den beiden Bundesländern mit der größten FSME-Erkrankungshäufigkeit, Baden-Württemberg und Bayern, liegt die Inzidenz bei Kindern unter fünf Jahren und ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 29 Jahren mit 0,5–0,6 Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern im Jahr am niedrigsten. Bei Kindern im Alter von 5–14 Jahren wird sie mit 0,9–1,0 Prozent angegeben.

Was noch entscheidender ist: In den allermeisten Fällen verläuft die Erkrankung bei Kindern glimpflich. Nur bei etwa zwei Prozent der Erkrankten werden laut RKI bleibende neurologische Folgeschäden beobachtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind in einem stark betroffenen Gebiete eine Erkrankung mit anschließendem neurologischen Folgeschaden erleidet liegt dadurch bei 1 bis 2 zu 10 Millionen.

Selbst wenn man davon ausginge, dass die Impfung die Hälfte aller Fälle verhindert (die durchschnittlichen Durchimpfungsraten bei Schulanfängern liegen bei ca. 30 Prozent), läge das Risiko also bei 1 bis 2 zu fünf Millionen. Schwere Verläufe ohne Langzeitfolgen kommen mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 bis 2 zu 800.000 vor, wenn man die Angaben des RKI hochrechnet.

Demgegenüber stehen die Risiken der Impfung mit inaktiviertem Virus. Leichtere Nebenwirkungen wie Fieber sind recht häufig – es tritt bei ungefähr zehn Prozent aller Geimpften auf, Schüttelfrost bei ein bis zehn Prozent. Laut Fachinformation von FSME-Immun Junior (Pfizer) wurden nach der Markteinführung zudem folgende schwerwiegendere Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit von bis zu 1 von 1.000 berichtet: allergische Reaktionen, neurologische Symptome wie Gesichtslähmungen, vollständige Lähmungen, Nervenentzündungen, entzündliche Erkrankungen des Gehirns, Krampfanfälle mit und ohne Fieber und weitere.

Encepur Kinder (Glaxo Smith Kline) listet in der Fachinfo mit einer Wahrscheinlichkeit von seltener als 1 zu 10.000 unter anderem auf: allergische Reaktionen mit krampfartiger Verengung der Atemwege und Kreislaufstörungen, eine vorübergehende Abnahme der Blutplättchen, Sehstörungen. Es wird außerdem darauf verwiesen, dass nach der Impfung Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems, einschließlich aufsteigender Lähmungen bis hin zur Atemlähmung (z.B. Guillian-Barré-Syndrom) aufgetreten sind. Auch in der Beilage von FSME-Immun verweist man auf das Auftreten des Guillian-Barré-Syndroms.

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FSME-Karte mit Inzidenzen © Robert-Koch-Institut

In beiden Fällen fehlt eine Häufigkeitsangabe, bei Encepur ist von Einzelfällen die Rede. Doch das sind gefährlich verlaufende kindliche FSME- Erkrankungen eben auch. Selbst wenn die Impfung Kinder für drei oder später für fünf Jahre schützt, bleibt das Nutzen-Risiko-Verhältnis alles andere als eindeutig.

In der Datenbank des Paul-Ehrlich-Instituts belegt die FSME-Impfung bei den Nebenwirkungen den vierten Platz unter den Impfstoffen, mit knapp 4.300 gemeldeten Verdachtsfällen. Eine Cochrane Review von 2009 hat bei drei Impfstoffen (darunter FSME-Immun und Encepur Kinder) keine ernsten oder gefährlichen Nebenwirkungen festgestellt. Hierfür wurden Studien mit 8.184 Teilnehmern ausgewertet, darunter nur 1.598 Kinder. Die Autoren hatten deshalb auch eine genauere Langzeitbeobachtung der Nebenwirkungen empfohlen.

Liegen dem RKI andere Zahlen vor, die den Mehrwert einer Impfung von Kindern plausibel machen? Es gebe ihres Wissens nach „keine umfassende Analyse hinsichtlich der Häufigkeit vergleichbarer Schäden nach einer FSME-Impfung und der FSME-Erkrankung‟, räumt Hellenbrand ein. Woher aber sollen die Ärzte dann wissen ob eine Impfung im Einzelfall sinnvoll ist?

Hellenbrand rät neben der allgemeinen Wahrscheinlichkeit einer Zeckenexposition (bei Kindern, die zum Beispiel viel im Freien spielen oder einen Waldkindergarten besuchen ist sie erhöht) die regionalen FSME-Inzidenzen „als Entscheidungshilfe in die Nutzen-Risiko-Abwägung miteinzubeziehen‟. Doch genau diese werden vom RKI zurückhaltend kommuniziert.

Während 2006 auf der FSME-Karte des epidemiologischen Bulletin noch verschiedenfarbig Risikogebiete, Hochrisikogebiete und Gebiete mit geringerer FSME-Endemizität gekennzeichnet wurden, verschwand diese Aufteilung danach in den offiziellen Karten. Einfarbige Karten vermitteln seitdem fälschlicherweise den Eindruck, dass eine Impfung in allen markierten Gebieten gleich sinnvoll sei. Inzwischen findet man zusätzlich zu den einfarbigen Versionen wieder eine verkleinerte, dreifarbige Darstellung, wenn man gezielt danach sucht und sich bis auf die letzten Seiten des epidemiologischen Bulletin durchklickt.

Pharmafirma veröffentlicht eigene Karten

Verwirrend wird es, wenn man nun noch die Karten eines Impfstoffherstellers hinzuzieht. So veröffentlicht die Firma Pfizer über ihr „Infoportal‟ zecken.de eigene Versionen. Dort sind nicht nur die RKI Gebiete einheitlich in dunkelorange eingefärbt – ohne Unterteilung nach Inzidenzen. Zusätzlich finden sich über ganz Deutschland verteilt gelb gefärbte Regionen. In der Legende findet sich die Aufschlüsselung: Dies seien „Landkreise mit vereinzelt auftretenden FSME-Erkrankungen, die jedoch nicht der Definition für ein FSME-Risikogebiet nach Robert Koch-Institut entsprechen‟. Eltern, die solche Karten sehen, könnten meinen, dass es nahezu überall gut wäre, ihre Kinder zu impfen.

PFI_Risikokarte_DEU_2016

FSME Karte auf “Infoportal” von Pfizer © www.zeckeninfo.de

2007 hatte es zusätzlich zu der neuen Darstellung der RKI-Karten auch noch eine Ausweitung der offiziellen Risikogebiete gegeben. Waren diese vorher nach absoluten Fallzahlen berechnet worden, wurden nun die Inzidenzen zu Grunde gelegt, und zwar auch die in umliegenden Kreisregionen. Kritiker bemängeln, dass dadurch 33 neue Kreise erfasst wurden, ohne dass man von einer tatsächlichen Ausbreitung der FSME-übertragenden Zecken ausgehen konnte. Und ohne, dass vorher eine nennenswerte Anzahl von Erkrankungen außerhalb der ursprünglichen Risikogebiete aufgetreten war.

Martin Hirte ist als Kinderarzt in München tätig, er hat schon vor einigen Jahren eine ausführliche Analyse der Datenlage zur FSME-Impfung veröffenlicht. Schon damals kam er zu dem Schluss: „Bei Kindern unter zwölf Jahren ist die Impfung überflüssig, da ihr Risiko für eine FSME-Erkrankung mit Folgeschäden nahe bei Null und damit sicher unter dem Impfrisiko liegt.‟

Hirte ist kein grundsätzlicher Gegner der FSME-Impfung. „Ich würde mich vermutlich selbst impfen lassen, wenn ich zum Beispiel als Forstarbeiter viel im Wald in einem Hochrisikogebiet unterwegs wäre.‟ Bei Kindern unter zehn Jahren hingegen rät er Eltern aktiv von einer Impfung ab, zumal seine Praxis sich zwar in Bayern, aber in keinem ausgewiesenen Risikogebiet befindet. Wenn Eltern bei einem Umzug in eines der Risikogebiete auf der Impfung ihres Kindes bestehen, führt er sie durch, „damit sie nicht zu einem anderen Arzt gehen müssen‟.

Impfempfehlung falsch dargestellt

Das Abwägen zwischen einer möglichen Gefahr durch FSME und den möglichen Gefahren einer Impfung laufe angesichts der großen Seltenheit bei Kindern „im Grunde auf eine intuitive Entscheidung heraus‟, sagt Hirte. In einigen Fällen hätten Eltern nach einer Impfung der Kinder einfach das Gefühl, besser schlafen zu können, sagt Hirte. Wichtig sei es aber, dass ein Arzt dann auch über die entsprechenden Risiken aufkläre.

Insgesamt seien die Ängste vor FSME oft übertrieben. Hirte musste schon einmal ein Schullandheim über die Sachlage aufklären, das zur Impfung aufrief – obwohl es nicht einmal in einem der offiziellen Risikogebiete lag. „Da sieht man, wie gut die Kampagnen der Impfstoffhersteller funktioniert haben.‟ Tatsächlich geben auch viele Zeitungen die Impfempfehlung des RKI falsch wieder. Viele schrieben bereits von einer generellen Impfempfehlung in den ausgewiesenen Gebieten, die es nicht gibt, darunter die Pharmazeutische Zeitung, die Ärztezeitung sowie die Süddeutsche Zeitung.

Geht die falsche öffentliche Wahrnehmung vielleicht auch auf die Informationspolitik des RKI zurück, das die Impfquoten letztendlich doch gerne erhöhen möchte? Ungeachtet der Datenlage zu Kindern wünscht sich das RKI mehr Impfungen, da sich diese bisher nicht nennenswert auf die Erkrankungszahlen auszuwirken scheinen. Es werden beständig um die 200 bis 300 FSME-Fälle pro Jahr übermittelt, in 2016 waren es 348. Doch was, wenn vielleicht gar nicht zu wenige Menschen geimpft werden, sondern mit Kindern vor allem die Falschen? Man werde in Zukunft verstärkt auf eine „unvollständige Wiedergabe der Impfempfehlung seitens der Journalisten achten‟, sagt RKI-Expertin Hillebrand abschließend.

131 Wertungen (4.21 ø)
Medizin

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40 Kommentare:

Dr. med.vet. Stefan Gabriel
Dr. med.vet. Stefan Gabriel

Wo bleibt denn die Vernunft ? Ich denke es ist unnötig, ein Kleinkind für dern Urlaub in Süddeutschland gegen FSME zu immunisieren.Diese Situation kann man mit minimalem Aufwand kontrollieren. Aber meine Burschen haben im Schulalter ihre Freizeit im Wald (Westfalen) verbracht und hatten Zeckenbefall. Für den Urlaub in Österreich haben wir sie natürlich, wie uns selbst, gegen FSME geimpft. Leider gibt es für Menschen keine Borreliose-Schutzimpfung wie für den Hund. Und keine sicheren Repellentien. Also müssen alle Eltern ihre Kinder IMMER regelmäßig abends nach Zecken absuchen und diese sofort entfernen, das nimmt einem auch die Schutzimpfug nicht ab ! UNd nochmal zu Klarheit: Borrelien-tragende Zecken gibt es in ganz Deutschland, sie sind ab 8°C aktiv !

#40 |
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Gast X
Gast X

Herr Waibel: …und ich hatte eine Patientin anfang 40 die ein einziges Mal (!) in ihrem Leben von einer Zecke gestochen wurde, daraufhin eine FSME entwickelte, fast eine Woche lang komatös auf der Intensivstation lag, beinahe gestorben wäre und hinterher mühsam wieder Gehen, Lesen und Schreiben erlernen musste… nicht nur wegen diesem Fall ist imho bei FSME die Impfung bei Erwachsenen mit hohem Expositionsrisiko zu empfehlen.

Eine ausführliche Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen ist jedoch wie auch bei jeder anderen Maßnahme unerlässlich.

Das Schicksal Ihrer Patientin macht mich sehr betroffen und ich hoffe sie erholt sich wieder.

#39 |
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Oliver Waibel
Oliver Waibel

Habe einen Patientin (23 Jahre) in Behandlung, die gegen FSME geimpft wurde.
MIT schweren Nebenwirkungen. DIE nach wenigen Tagen auftraten.
Enzephalitis mit motorischer Lähmung des rechten Beines . LEICHTE motorische Lähmung des Armes.
Alle weiteren Untersuchungen bisher ohne Befund.[Liquor,MS, usw.].
Bin kein Impfgegner , bei FSME klar jedoch klar : Nein!!!
Und nicht nur wegen dieses Falles.

#38 |
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Bürgerin Marina Bausmer
Bürgerin Marina Bausmer

Warum sind die Zecken in den Wäldern so aggressiv ? Vielleicht fehlen ihnen natürlche Ressourcen , die könnte man Ihnen zuführen Gülle , Blut und Wasser.

#37 |
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Gast
Gast

“Übertreibung ist die Plastik der Realität. D.h. die Aussage dahinter muss nicht völlig verkehrt sein.” Verzeihung Herr Dr. Toloczyki, soll diese Aussage von Ihnen, einem promovierten Naturwissenschaftler, spaßhaft gemeint sein? Das Thema Impfen oder nicht verlagt Fakten, keine Ideologie, es ist, wortwörtlich, todernst und alle, die sich darüber informieren möchten, haben Sachlichkeit verdient. Das Herumhantieren von Friedrich in diesem Newsletter ist alles, aber nicht differenziert, und wie er auf 1:42 für Impfschäden kommt, kann nur Kopfschütteln verursachen (oder Kopfschmerzen, je nach dem). Nebenbei: Nachdem “LiSa” so schwungvoll Rechtsfragen debattierten, muß das jüngste Urteil des BGH (http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=78386&pos=0&anz=1) für sie ja eine leichte Enttäuschung gewesen sein!

#36 |
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Gästin
Gästin

@35: mit den ersten Sätzen stimme ich noch überein… der Rest ist das übliche undifferenzierte und an den Haaren herbeigezogene und – mit Verlaub- paranoide Geschreibsel eines klassischen Impfgegners der aus Prinzip alle Impfungen ablehnt ohne das Risiko der jeweiligen Erkrankung im Verhältnis zum Risiko der Impfung unter Berücksichtigung des Alters des Patienten zu berücksichtigen.

Nur damit sie es wissen: Ärzte und Kliniken würden mit den entsprechenden Krankheiten vermutlich wesentlich mehr “Geschäft” machen als mit der Impfung. Aber der Punkt erübrigt sich da die Kinderarztpraxen ohnehin ausreichend überfüllt sind und es keiner von ihnen nötig hätte seinen Umsatz zu steigern indem er einem Kind schadet.

Und wie kommen Sie zu der Behauptung dass “etliche Kinderärzte” weniger Krankheiten bei nicht geimpften Kindern feststellen? Da könnte ich genauso gut behaupten dass die Eltern nicht-geimpfter Kinder eben mit ihren kranken Kindern nicht zum Arzt gehen weil sie verantwortungslos sind und glauben sie und Dr. Google wissen sowieso alles besser. Aber beweisen könnte ich diese Behauptung ebensowenig wie sie ihre also lassen Sie uns doch hübsch bei den Fakten bleiben.

Impfschäden sollten gemeldet werden. Da haben Sie recht. Aber ist die geringe Anzahl anerkannter Impfschäden ein Beweis dafür dass jemand sie “in der Schublade verschwinden lässt”?

#35 |
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Gast
Gast

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das noch erleben darf: ein impfkritischer Beitrag bei doccheck. Es wurde auch höchste Zeit!
Leider wird dann sofort die Unabhängigkeit des Experten angezweifelt. Welche Interessen sollte er denn damit verfolgen? Durch Nichtimpfen macht er kein Geschäft. Dazu haben schon etliche Kinderärzte festgestellt, dass nicht geimpfte Kinder viel seltener krank in der Sprechstunde auftauchen. Damit kann man natürlich bald keinen befriedigenden Umsatz mehr erzielen.
Sehr wichig wäre auch, Impfschäden konsequent zu melden, wozu eigentlich jeder Arzt und HP verpflichtet ist. Aber so lange jeglicher Zusammenhang mit der Impfung schon beim Arzt geleugnet wird, gelangt vieles nicht ans Licht. Interessant wäre auch, in welcher Schublade die Meldungen dann verschwinden, so sie denn tatsächlich mal gemacht werden.

#34 |
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Danke Herr Lehne für den Tipp mit dem Kopp-Verlag. Die Bücher über Fatima und Nostradamus habe ich gleich mitbestellt.

#33 |
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Dr. Christian Toloczyki
Dr. Christian Toloczyki

@ Gast: Zum einen vielen Dank für den Hinweis, das mit dem Link war ein Versehen. Hier ein neuer Versuch: http://s407929133.website-start.de/app/download/5794269994/LiSa+Rundbrief+2010-1+Sorgerechtsfragen+Hepatitis+Tetanus.pdf
Zum anderen, Übertreibung ist die Plastik der Realität. D.h. die Aussage dahinter muss nicht völlig verkehrt sein. Vielleicht verschaffen Sie sich selbst ein Bild.

#32 |
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Selbst bin ich ausreichend geimpft. Nach diesem Artikel würde ich aber die Kinder nicht impfen lassen. Ultsch

#31 |
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Gästin
Gästin

Sry, wollte eigentlich den Wikipediaartikel des Quellenverzeichnisses wegen verlinken und bin bei Google um eine Zeile verrutscht…

https://de.wikipedia.org/wiki/Kopp_Verlag

#30 |
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Gästin
Gästin

Ich bin keine Impfgegnerin und ich und meine Familie sind größtenteils gegen FSME geimpft (Hochrisikogebiet, eigener Wald, viel draussen, Haustiere, kürzlich ein FSME-Fall in der näheren umgebung…bei der kleinsten Tochter überlegen wir noch welcher Zeitpunkt gut wäre), jedoch nehme ich die Diskussion mit seriösen Impfkritikern ausgesprochen ernst.

Es ist bei dieser Diskussion unerlässlich, sowohl für Impfkritiker als auch überzeugte Anhänger des Impfens, sich die spezielle Situation der FSME und dieser Impfung zu vergegenwärtigen und nicht mit anderen Erkrankungen in einen Topf zu werfen. Ich finde diesen Artikel deshalb sehr wichtig.

Leute die alle Impfungen kritiklos befürworten oder undifferenziert alle Impfungen ablehnen sind meiner Erfahrung nach einfach nur zu faul sich mit dem Thema gründlich zu befassen.

#29 |
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Dr. Christian Toloczyki
Dr. Christian Toloczyki

Hier wird immer wieder Psiram als wohl zuverlässige Quelle zitiert. Wikipedia schreibt dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Psiram
Hier soll wohl der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben werden?

#28 |
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Gast
Gast

Ich dachte eigentlich, die Auffassung, dass FSME-Erkrankungen bei Kindern glimpflich verlaufen, sei überholt?

“A large proportion of children experience an incomplete recovery after TBE with central nervous system involvement.”

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/23452585/

#27 |
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Gästin
Gästin

Ach Gottchen… und wie mir da die Augen tränen… vor Schmerz.
https://www.psiram.com/de/index.php/Kopp_Verlag

#26 |
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Dieter Lehné
Dieter Lehné

Kauft Euch die Bücher beim Kopp Verlag und es werden Euch die Augen tränen. Nachvollziehbare Gründe weshalb die Impferei sogar sehr schädlich sein kann. Ungeimpfte leben länger – so die Statistik. Also erst informieren und dann losblöken – gelle!

#25 |
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Gast (Apotheker)
Gast (Apotheker)

@Dipl-Biol. Peter Boehm, Biologe
“In der Schweiz wird unter 6 Jahren überhaupt nicht geimpft.”
#7 | 13. Juni 2017 um 17:36

Ich weiss nicht welche Impfungen Herr Boehm meint aber das stimmt wohl eher nicht.
Impfempfehlungen des BAG:
https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/i-und-b/richtlinien-empfehlungen/neue-empfehlungen-2017/schweizerischer-impfplan.pdf.download.pdf/schweizerischer-impfplan-de.pdf

#24 |
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Veronika Beckhausen
Veronika Beckhausen

Für die realistische Auswertung und Statistik zu Impfnebenwirkungen, sind wir auf die möglichst umfassende Meldung möglichst aller Fälle angewiesen um diese der Gesamtzahl der entsprechenden Impfungen gegenüber zu stellen.
Für eine sachliche Beurteilung in diesem Zusammenhang würde ich mir eine unabhängige Kommission wünschen die nicht das Pflichtbewusstsein und das Verantwortungsgefühl unserer Mediziner belastet und objektiv, “Nebenwirkung oder nicht”, zuordnet.
In meinem beruflichen regionalen Aktionsradius sind mir einige ” Fälle ” begegnet, die garantiert die Schwelle vom RKI nie überschritten haben.
Und das macht alle Diskussionen um Impfungen nicht fruchtbarer.

#23 |
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Gast G
Gast G

Ich frage mich grade, welcher der hier veröffentlichten Kommentare eine lebenspraktische Hilfe darstellen. Was sagen Sie einer Mutter, deren 1 1/2 jähriges Kind an einer FSME erkrankt ist, wegen der zunächst leichten Symptomatik als Sommergrippe abgetan, dann aber mit so schwerwiegenden Folgen, dass die zerebrale Schädigung das Kind wohl lebenslang zum Pflegefall machen wird? Und was bitte leiten Sie daraus für die Beratung von ratsuchenden Eltern ab? Die Statistik hilft nicht, auch das Wissen, dass nur jede 8millionste Zecke den Erreger überträgt, bringt wenig, wenn der Einzelfall ob seiner Dramatik auszuschliessen ist. Entschuldigen Sie den Vergleich, aber es ist so wie mit den Blessuren durch den Gurt, die häufiger sind, als die Fälle, die durch die Windschutzscheibe das Auto verlassen haben. Ich würde immer den Gurt nehmen, auch wenn nur ein Menschenleben dadurch gerettet wird.
Vergessen wir auch nicht, dass die Menschen ev. in Hochrisikogebiete reisen.
Der Artikel hilft mir hier auch nicht, aber er weist zumindest auf das Problem der fehlenden Information/Datenerhebung/Forschung hin.

#22 |
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– Ob Herr Hirte unabhängig ist, weiß ich nicht.
– Dass der Artikel recht ausgewogen verschiedene Argumente darstellt und ja durchaus auch sinnvolle Fragen stellt, ist für mich evident.
– Dass negative Kommentare (“schlechter Fachjournalismus”, …) als “Gast” abgegeben werden, ist ganz sicher nicht sehr fair oder gar mutig. Da kann man auch schnell Partikularinteressen vermuten…

#21 |
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Gast
Gast

dieser Kommentar unterstützt jeden impfgegner, nicht nur bezüglich fsme !

#20 |
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Heilpraktikerin

vielen Dank,
selten so einen besonnenen und gut recherchierten Artikel zum Thema Impfen gelesen.

#19 |
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Fiona Brockmann
Fiona Brockmann

Dazu, dass Martin Hirte kein unabhängiger Fachmann sei und er es nur auf Kommerz abgesehen hätte, kann ich nur berichten, dass ich mit meinen Kindern bei ihm in Behandlung war und er sich viel Zeit für eine ausführliche Impfaufklärung genommen hatte, die extrem sachlich und sehr auf den einzelnen Patienten zugeschnitten war.
Und als ich die Privat-Rechnung bekam, waren das nur 45,-€ für eine halbe Stunde Beratung und Impfung. Da haben Kollegen von ihm schon oft sehr viel mehr abkassiert!

#18 |
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Dr. Christian Toloczyki
Dr. Christian Toloczyki

@ Ernst Mönter: Ein drastischer Rückgang der Tetanuserkrankungen war bereits vor Einführung der Impfung zu verzeichnen. Dieser Trend verstärkte sich nicht durch die Einführung der Impfung, sondern verlief unverändert. Das sollte zumindest zu denken geben bezüglich der Aussage, dass Dank der guten Durchimpfung die Erkrankung so selten sei. Weiterhin gibt es eine große Anzahl nicht gegen Tetanus Geimpfter. Anders als bei ansteckenden Erkrankungen wird Clostridium durch die Impfung nicht ausgerottet oder dezimiert. D.h. es gibt keinen Herdenschutz. Aber auch dort ist keine Häufung der Erkrankung festzustellen. Weshalb nicht?
@ Gast Thomas: Schön, dass Sie Herrn Jürgen Fridrich, Vorsitzender des impfkritischen Vereins „Libertas & Sanitas e.V.“ zitieren. Ein wirklich interessanter Artikel, zu finden unter: file:///C:/Users/Christian/Downloads/LiSa%20Rundbrief%202010-1%20Sorgerechtsfragen%20Hepatitis%20Tetanus.pdf
S. 6 ff
Dass bei bis zu einem unter 42 Geimpften schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, ist wohl etwas stark übertrieben, das lässt sich auch dem Artikel bei aufmerksamer Lektüre entnehmen. Aber er stellt m.M. eine insgesamt pointierte kritische Stellungnahme zur Tetanusimpfung dar und sei jedem als Lektüre zu empfehlen, der sich wirklich mit der Thematik auseinandersetzen will und nicht einfach unreflektiert die herrschende Meinung zu eigen macht.
@ #16 Offensichtlich besteht bei der Tetanusimpfung ein Forschungsbedarf.

#17 |
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Gast
Gast

@ C. Junge: Es geht hier zunächst einmal darum, daß Herr Hirte nicht der grandiose unparteiische Fachmann ist, als der er hier in diesem Artikel erscheint (und sich wahrscheinlich auch selbst gerne gibt). Daß Edgar das erzürnt, kann ich ihm nicht verdenken. Aber wenn Sie dieses Problem aufwerfen: Alle Impfungen bezüglich der Studienlage nach Markteinführung in einen Topf zu werfen, ist nicht differenziert. Bitte sagen Sie doch, bei welchen Impfungen Ihrer Meinung nach ein Forschungsbedarf besteht. Genügend Feldstudien z.B. zu Masern oder Diphtherie gibt es, soweit ich mich erinnere, doch genug.

#16 |
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Gast
Gast

@ Dr. Byrtus: Ihre pointierte Aussage über die Wirksamkeit in allen Ehren, aber was wollen Sie uns damit sagen? Der FSME-Impfstoff wirkt gegen ganze drei Virentypen, nicht gegen eine unzählige Vielzahl. Und haben sich die Kriterien der Impfnebenwirkung wirklich so verändert?

#15 |
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Christoph Junge
Christoph Junge

@Edgar: Wie wäre es mit Sachlichkeit statt billiger Polemik? Oder haben Sie keine sachlichen Argumente auffinden können und müssen daher “à la Trump” losbollern?
Seltsamerweise fehlen bei Impfungen weitgehend wissenschaftliche Studien nach Markteinführung – so wie bei jedem anderen Medikament völlig selbstverständlich gefordert. Es wäre gut, wenn Sie diese Wissenschaftlichkeit in die Diskussion einbringen könnten.

#14 |
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Alexander Kohlmann
Alexander Kohlmann

Schöner objektiver Artikel

#13 |
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Edgar
Edgar

Hirtes Aussagen sind exakt genauso so kommerziell ausgerichtet und im Eigennutz motiviert, wie die derer welche die “GUTEN die im Besitz der Erkenntnisse sind, immer kritisieren.
Nur das Hirte schäbiger und heuchlerischer vorgeht.
Und was Typen wie er, mit seiner Arbeit gegen Maserimpfungen, anrichten erleben wir zur Zeit gerade wieder.
Glückwunsch an alle seine Fans.

#12 |
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Dr.med Martin Byrtus
Dr.med Martin Byrtus

Bedauerlicherweise sind eben nicht alle Informationen zugänglich insbesondere die Zahl der so genannten Impfversager in den letzten 30 Jahren. Die Kriterien für die Ermittlung von Impfstoff Nebenwirkungen sind so umfangreich kompliziert das es sehr schwer ist eine Nebenwirkung dem Impfstoff zu zu ordnen quasi alle anderen sind schuld nur nicht der Impfstoff .Zudem fehlt auch eine klare Definition des Impfstoffes gegen welche Art von FSME Erreger diese Wirkstoff wirksam ist. Offensichtlich ist der Impfstoff gegen eine unzählige Vielzahl von Flavi-Viren wirksam. “Welches Wundermittel “

#11 |
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Gast
Gast

Äpfel und Birnen: Tetanus und FSME haben miteinander rein gar nichts zu tun, und außerdem haben sie zwei vollkommen unterschiedliche Pathomechanismen. Und weil ich gerne zu den bösen Buben von psiram verlinke: Natürlich hat auch die Quelle von Gast “Thomas” einen Eintrag dort: https://www.psiram.com/de/index.php/Libertas_%26_Sanitas_e.V. Schau’n wir mal, wann hier Tolzin der “Gottvater” Buchwald hier zitiert weden: Drei, zwo, eins…

#10 |
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Zu Gast Thomas, der schreibt:
“Allein 2003 wurden 8,5 Millionen Impfstoffdosen mit Tetanus-Komponente verabreicht. Wenn tatsächlich jeder 42. eine stärkere Nebenwirkung zu erleiden hatte und wir bei allen von einer Impfserie von drei Dosen ausgehen, wären das allein in diesem Jahr mehr als 67.000 Erkrankungen durch die Impfung. Dem stehen auf der anderen Seite etwa 20 Tetanus-Erkrankungen gegenüber.”

Dass es eine große Zahl schwerer Komplikationen gibt kann ich in meinem Pädiatrischen Klientel nicht bestätigen.

Die geringe Zahl der Erkrankungen zeigt nur, dass unsere Bevölkerung gottseidank gut durchgeimpft ist, nicht dass etwas Tetanus ausgestorben wäre.
Bei Ungeimpften würden die Krankheitszahlen steigen und das bei einer sehr schweren Krankheit mit hoher Mortalität auch unter unseren medizinischen Bedingungen. Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Zu diskutieren wäre vielleicht die Impfstrategie bei den Auffrisch-Impfungen und insbesondere das Vorgehen vieler Chirurgischen Ambulanzen, die bei nicht vorgelegtem Impfpass sehr rasch simultan Impfen obwohl die Tetanusimpfung- wenn nötig auch am nächsten Tag vom Hausarzt noch gemacht werden könnt nach Impfpasskontrolle.
Das würde viele schmerzhafte Schwellungen und einige andere Impfreaktionen einsparen (und wohl auch Geld).

#9 |
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Gast
Gast

https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/i-und-b/richtlinien-empfehlungen/neue-empfehlungen-2017/schweizerischer-impfplan.pdf.download.pdf/schweizerischer-impfplan-de.pdf . Ja, es ist richtig, daß die Schweizer das ganze restiktiver sehen (im Bulletin des BAG von 2013 wird von einer individuellen Risikoabwägung bei Kindern von 1-5 Jahren gesprochen). Und wiederum: Ich habe kein Problem damit, den Kindern einen Piekser zu ersparen, wenn er nicht unbedingt notwendig ist. Und ob hier das RKI/STIKO und die Pharmaindustrie zu eng verbandelt sind, ist noch ein ganz anderes Thema. Das liest sich so zwischen den Zeilen, ohne dass es konkret gemacht wird. Was denn nun – ist das RKI nun abhängig oder nicht? – Aber Hirte zu zitieren, erweist genau dieser Diskussion einen Bärendienst. Und nebenbei: Daß MEZIS auch ideologisch verbohrten Vereinen die Mitgliedschaft gewährt, bloß weil die gegen Pharma sind (aber genauso wenig objektiv, wenn auch ohne kommerzielles Interesse), ist auch etwas eigenartig. Ich bleibe dabei: Dieser Artikel ist ein Beispiel für schlechten Fachjournalismus.

#8 |
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In der Schweiz wird unter 6 Jahren überhaupt nicht geimpft.

#7 |
  7
Gast
Gast

Volle Zustimmung @#5

#6 |
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Gast
Gast

#4: Dann würde ich Ihnen raten, sich die Zahlen selbst mal anzusehen. Die Behauptung, bei einem von 42 Patienten würden schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten ist in etwa genau so seriöse wie der Aluhutträger-Verein, von dem sie anscheinend stammt.
Zum Glück sind die Zahlen dazu ja zugänglich, das macht es glücklicherweise für jeden der des Lesens fähig ist unnötig, darüber noch weiter zu diskutieren.

#5 |
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Gast Thomas
Gast Thomas

Bei der Tetatnus Impfung ist es analog:

Die Anzahl der in Deutschland statistisch erfassten Tetanus­erkrankungen lag im Zeitraum 30 jahre über alle Altersgruppen bei jährlich weniger als 20 Fällen, die Anzahl der Todesfälle bei weniger als 10 Fällen, in den letzten Jahren sogar bei weniger als 5 Fällen.

In den Produktinformationen der Tetanus-Impfstoffe sind zahlreiche mögliche Nebenwirkungen aufgeführt, die allerdings je nach Art der Reaktion „häufig“ (bis zu 1 unter 10) bis „sehr selten“ (bis zu 1 unter 10.000) auftreten. In der Regel treten die leichteren Nebenwirkungen häufiger, die schwereren Nebenwirkungen seltener auf.
Jürgen Fridrich, Vorsitzender des impfkritischen Vereins „Libertas & Sanitas e.V.“, kommt nun beim Nachrechnen zu dem Ergebnis, dass in der Summe aller aufgelisteten Nebenwirkungen bei bis zu einem unter 42 Geimpften schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten. Sollte diese Rechnung auch nur annähernd zutreffen, kann von einem „geringen“ oder „vernachlässigbaren“ Impfrisiko nicht mehr die Rede sein!
Allein 2003 wurden 8,5 Millionen Impfstoffdosen mit Tetanus-Komponente verabreicht. Wenn tatsächlich jeder 42. eine stärkere Nebenwirkung zu erleiden hatte und wir bei allen von einer Impfserie von drei Dosen ausgehen, wären das allein in diesem Jahr mehr als 67.000 Erkrankungen durch die Impfung. Dem stehen auf der anderen Seite etwa 20 Tetanus-Erkrankungen gegenüber.

#4 |
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Gast
Gast

Danke #1.

“Schlecht recherchiert” trifft ins Schwarze.

#3 |
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Heilpraktikerin

Eine sehr sachliche Darstellung. Vielen Dank.

#2 |
  16
Gast
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https://www.psiram.com/de/index.php/Martin_Hirte – Hirte ist alles, aber eben genauso wenig unabhängig, wie ein Pharmalobbyist (auch wenn auf seiner Website dick und fett das MEZIS-Logo prangt): Er vertritt nicht nur eine Ideologie, sondern verdient daran, weil er Bücher zum Thema verkaut (nebenbei ist das Epidemiologische Bulletin des RKI kostenlos zu haben). Daß hier nur Hirtes Site, nicht aber die das Bulletin des RKI verlinkt ist (von der GRafik abgesehen), ist schwach. Der Cochrane-Review, der hier zitiert wird, stammt aus dem Jahr 2009. Gibt es nicht neueres? Überdies besagt der Review: “Although adverse effects were commonly reported, none were serious or life threatening.” Immerhin hat die FSME ein geringes Potential für ebensolche lebensbedrohlichen und ernsthaften Komplikationen. Um es kurz zu machen, ich habe nichts dagegen, den Nutzen einer Impfung zu diskutieren und auch die RKI-Empfehlungen zu hinterfragen bzw. deren Aufmachung und zugrundeliegende Quellen und Daten. Daß nicht jede Impfung in jeder Risiko- oder Altersgruppe einen Sinn hat, ist trivial. Aber den vorliegenden Artikel halte ich für schlecht recherchiert, und Hirte ist für mich einfach kein ernsthafter Gewährsmann.

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