LG aus Spanien, dein Arzt :–)

2. Juni 2017

Wie gut soll ein Arzt für Patienten außerhalb der Sprechstunde erreichbar sein? Diese Frage beantwortet jeder Mediziner ein wenig anders. Dr. Johannes Wimmer erklärt, wie man auf Anfragen per Anruf, Mail und immer öfter auch via Messenger richtig reagiert.

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Medizin

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23 Kommentare:

ivory
ivory

Ich bin etwas verwöhnt von meinem Hausarzt.Obwohl Kassenpatient war er für mich auch außerhalb seiner Sprechstunde da. Allerdings habe ich ihn sehr, sehr selten in seiner ERHOLUNGSZEIT gestört. Also bei , auch schon mal hohem Fieber Wadenwickel und abwarten. Nur wenn ich mir selbst nicht mehr helfen konnte und eine Gefahr für bleibende Schäden bestand. Bsp. nach einem Fahrradunfall, blutige Beine und kein Tetanusschutz. (wollten wir schon so lange nachholen und dann musste es sein)
Da die ärztl. Versorgung trotz aller “Buhrufe” gut ist, sollte man dem Arzt doch die Entscheidung überlassen, ob er auch im Urlaub für seine Pat. da sein möchte.

#23 |
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Psycholog. Psychotherapeutin, Kiel
Psycholog. Psychotherapeutin, Kiel

116 117
Diese Nummer gebe ich als Psychologische Psychotherapeutin an meine Patienten zur Info für schwierige somatische Problemsituationen in Notfällen weiter.

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Anwältin

…Telemedizingesetz? wer hat das erfunden? ;-)))))

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Wenn ein Hausarzt zu oft nicht erreichbar ist, dann verschenkt er sein Recht, als Gatekeeper aufzutreten. Das Telemedizingesetz besagt, dass KEINE Beratung stattfinden darf, ohne dass der Patient auch Realkontakt hatte, wie oft, ist hier schwammig beschrieben.

#20 |
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Ich kommuniziere außerhalb der Sitzungen praktisch ausschliesslich per SMS mit meinen (Psychotherapie-)Patienten. Das ist praktisch und geht per Diktierfunktion schnell, zudem ist der Vorgang für mich dokumentiert. Meistens geht es um Terminverschiebungen, nur selten um medizinische Fragen. In einem 4wöchigen Urlaub in Mittelamerika kamen so jüngst 7 Kontakte zusammen, die trotz Zeitverschiebung auf diese Weise komfortabel abgearbeitet werden konnten. Natürlich muss man darauf achten, diesen Zugang ansonsten zu begrenzen, um Mißbrauch vorzubeugen.

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Christian Wolff
Christian Wolff

@Dr. Bodo Mess: das ist interessant! Tatsächlich gelten die GKV-en im Ausland (auch EG-Ausland) nicbt! Hält sich ein Patient im Ausland auf, müsste er auch den telefonisch konsultierten Arzt am (deutschen) Heimatort privat honorieren, weil er die Leistung ja im Ausland in Anspruch nimmt. Vielen ist gar nicht klar, dass sie im Ausland keinen Versicherungsschutz haben, es sei denn, sie haben eine (meist recht billige) Reiseversicherung abgeschlossen.
Zur Beratung per email: wie lassen Sie sich diese honorieren? Ich hoffe, Sie tun das in einer Weise, dass Sie zumindest Ihre Haftpflichtversicherungeskosten wieder “rein” bekommen.
Man muss seinen Hals nicht freiwillig dem Vampir zum Aussaugen hinhalten und der Patient, der zugunsten seines persönlichen Komforts zu beliebigen Zeiten wegen eines Schnupfens einen Arzt aus dem Bett jagt, muss für seine Wichtigkeit bezahlen. Und zwar anständig. Wir müssen dafür sorgen, dass unnötiges Anspruchsdenken richtig teuer wird, sonst kommen die Leute nicht auf den realistischen Boden der Tatsachen und glauben, sie hätten eine derart gigantische persönliche Klasse, dass sogar der Arzt für sie dankbar und umsonst arbeitet.

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Gast
Gast

Als Psychotherapeut in Ausbildung bekamen wir gesagt, dass wir auf Ansagen auf dem AB mit Rückrufbitte wegen Notfall innerhalb von 48 h reagieren müssen – am Wochenende, im Urlaub, sonstwann. Und zwar persönlich. Einzige Möglichkeit, das zu umgehen, ist eine andere Absprache mit dem Patienten (also eine Art Krisenplan). Hier darf aber z.B. nur dann eine Klinik angegeben werden, wenn dies vorher mit der Klinik geklärt ist.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Pat. wirklich nur im Notfall anrufen oder mich anschreiben. Alle haben meine Handynummer. Ich habe aber meist auch ein oder zwei Anrufe während der Urlaubszeit. Ich habe einmal in einer Gegend Urlaub gemacht, wo ich für mehrere Wochen keinen Handyempfang hatte, hier habe ich eine befreundete Ärztin gefragt, ob sie im Notfall für best. Patienten Ansprechperson sein kann.
Ich denke, es kommt auch sehr auf die Einstellung an, die man gegenüber Pat. und Klienten hat, ob man das als lästig oder eben notwendig, hilfreich oder einfach dazugehörend betrachtet. Solange es Einzelfälle bleiben, beeinträchtigt es mich zumindest nicht sehr im Urlaub. Für die Familie ist das nicht immer ganz nachvollziehbar, dass Anrufe kommen können.

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“Offenbar habe die meisten von Ihnen noch nicht verstanden, dass Sie mit der Zulassung zur Versorgung von GKV-Patienten auch die Verpflichtung zur Versorgung haben! Also auch außerhalb der Sprechstundenzeiten, im Urlaub und einfach jederzeit.” Da haben Sie aber so was von recht, Herr Kollege Börner. Und was hilft dagegen? Nur eines: Rückgabe der Kassenzulassung und Re-Mutation vom GKV-Leistungserbringer, der seine Patienten eh nur ausreichend (= Note 4, sh. § 12 SGB V) behandeln darf, zum Arzt, für den das Genfer Gelöbnis wieder gilt: “Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.”

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@ Herr Börner: …oder habe ich da aus Versehen eine gewisse Ironie überlesen?

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Hallo Herr Börner,
selten so einen Quatsch gelesen…
Welche Rosinen??? Führen Sie selbst
eine Arztpraxis??? Und noch wichtiger:
haben Sie Kinder?
Mit kollegialen Grüßen!

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Meine lieben Kollegeinnen und Kollegen,
offenbar habe die meisten von Ihnen noch nicht verstanden, dass Sie mit der Zulassung zur Versorgung von GKV-Patienten auch die Verpflichtung zur Versorgung haben! Also auch außerhalb der Sprechstundenzeiten, im Urlaub und einfach jederzeit.
Sie entgegen der Verpflichtung zur ständigen Erreichbarkeit nur dadurch, dass Sie oder Ihre KV durch organisatorische Vorkehrungen die Versorgung Ihrer Patienten sicherstellen, solange Sie abwesend sind. Z. B. also ein organisierter kassenärztlicher Notdienst oder die Verpflichtung, einen Vertreter namentlich zu benennen und dies der KV mitzuteilen, wenn Sie im Urlaub sind. Dass genau diese Patienten dann in den Klinikambulanzen landen und die Kliniken gerne über die KV ( das Geld der Kassenärzte!) abrechnen, trägt zu dem berechtigten Ärger bei, wenn auf dem AB der lapidare Satz zu hören ist, “in dringenden Fällen wenden Sie sich an die Klinik”. Für diese schwache Leistung zahlen die Kassen nicht das Geld in die Sicherstellund der ambulanten Versorgung, zu der die Kassenärzte in ihrer Gesamtheit verpflichtet sind. Man kann nicht nur die Rosinen picken und den Rest den anderen überlassen.

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Svenja Höse
Svenja Höse

An den Arzt selbst kommt man ja so garnicht ran,alles läuft über die Arzthelferinnen,die meiner Meinung nach extrem entscheidend sind.machen die nen guten Job und vermitteln-ja,Sie als Patient sind wichtig und in Ordnung hat man schon gleich ein besseres Gefühl,bis man seinen Arzttermin hat.Sind die aber genervt und unfreundlich habe ich viel mehr das Gefühl,das mir nur rein der persönliche Kontakt zum Arzt wichtig ist-eventuell(oder gerade dann)nach Feierabend,wo die unfreundlichen Damen mir kein schlechtes Gefühl mehr geben können und ich direkt meinem Arzt mein Leid klagen kann.es steht und fällt tatsächlich viel über den Kontakt um den Arzt herum.ist der gut brauche ich meinen Arzt vielleicht garnicht so oft persönlich,weil ich mich einfacher sicherer fühle und vorallem aufgehoben und verstanden.

#12 |
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Carmen Katharina Emmerich
Carmen Katharina Emmerich

Es gab einmal das Portal Thanks Doc. Da habe ich gerne Patientenfragen beantwortet und so kamen auch einige Frage direkt an meine email Adresse. Es gab keine Verpflichtung und ich habe das gerne gemacht, wenn ich die Zeit hatte. Eben auch und vor allem für Nicht-Patienten von mir. Die kontaktieren mich eher selten. Auch hier kann ich mir dann (email Kontakt ) aussuchen wann ich wie reagiere. whats App oder sms würde ich ablehenen. Wie überhaupt die ständige Verfügbarkeit – egal ob es sich nun um Bekannte oder Patienten handelt.
Es gibt schliesslich einen gut strukturieren Notdienst und ich selbst würde den auch ggf nutzen und nicht meinen mir persönlich bekannten Arzt heraus klingeln .

#11 |
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Dr.St.Heidt
Dr.St.Heidt

Der KV-Arzt muß nur 25 Stunden in der Woche aufgrund des Sicherstellungsauftrags erreichbar sein; das geschieht während der Sprechstundenzeiten in der Praxis; auch besteht ein datenschutzrechtliches Problem; noch zusätzliche Serviceleistung für Gottes Lohn??? Nein!!!
Solange es eine sog. Flaterate in der GKV für ärztliche Leistungen gibt, werden die Leistungen der Entlohnung angepaßt, da der Leistung nicht mehr die gerechte
Bezahlung folgt; rufen Sie Ihren Rechtsanwalt an, der berechnet pro angefangene Halbestunde mind. 250.-Euro plus MWST;

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Nein, wir müssen nicht permanent erreichbar sein. Und auch keinesfalls auf jede sms/email antworten, wir sind kein Büro, sondern eine Arztpraxis, und in den meisten Fällen ist der persönliche Kontakt auch notwendig. In Ausnahmefällen können Patienten an die Praxishomepage eine email schicken, das bespreche ich aber im Voraus; und nur sehr selten gebe ich meine Handynummer weiter, weil es dann wichtig ist, mit dem Betroffenen in Kontakt zu bleiben (und zwar egal, ob privat oder kassenversichert). Messenger/Whats App ist privat, und das kommuniziere ich auch deutlich. Meine Patienten respektieren das und nutzen diese Kommunikationswege tatsächlich nur in Notfällen. Dafür können sie z.B. online Termine selber machen, sich per email Kopien von Befunden etc. zuschicken lassen oder Rezeptwünsche aufschreiben. Das entlastet tatsächlich den Praxisbetrieb.
Im übrigen ist der Beitrag leider “suboptimal”, der Kollege spricht viel zu schnell, nuschelt und verhaspelt sich. Langsam und deutlich sprechen bitte. Zur Abrechenbarkeit bei niedergelassenen Ärzten ist er nicht informiert.

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Oskar LG
Oskar LG

Entschuldign bitte meine kleinen Schreibfehler im Kommentar zuvor

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Oskar LG
Oskar LG

Kein Arzt, welcher Art, muß ausserhalb seiner Sprechstunde erreichbar sein. Selbst Privatpatienten könne sich im Notfall, wie alle Anderen auch, sich in die Ambulanz der Krankenhäuser begeben. Im Übrigen gibt es die KV Notfallpraxen. Und wenn diese geschlossen sind (meist nach 21:00) kann u.U. gewartet werden bis zu nächsten morge. Im extremen Notfall gibt es den Notruf 112.

Gönnt den Ärzten sowie deren Personal auch die Freizeit. IHr selbst wollt auch nach der Arbeit-Dienstzeit Euer Feierabend haben

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“LG aus Spanien” – cave Betrug! Eine Beratung eines nicht in Deutschland sich befindenden Patienten darf nicht über die GKV abgerechnet werden.

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Dr. Hans-Werner Wozny
Dr. Hans-Werner Wozny

Ein Arzt muss schon gar nicht ständig erreichbar sein -wie in anderen Berufen
auch.Ich gebe grundsätzlich mein Privatnummer nicht an Patienten weiter!
Ich benötige meine Freizeit ebenso wie alle anderen Berufe.
In einer Großstadt gibt es an “jeder Ecke” einen Arzt oder auch eine Kranken-
hausambulanz.Dorthin kann sich jeder Patient während meiner Nichterreichbar-
keit wenden.Das ist in anderen europäischen auch so.Deutsche Patienten müssen
endlich einmal zur Kenntnis nehmen,dass “ihre” (!) nicht fortwährend zur Verfügung stehen und schon gar nicht für Minihonorare während aussersprech-
stündlicher Zeiten!

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Wer weiß, wie Herzinfarkt, Burnout und Alkohol bei Ärzten den Weg finden … ?

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Gast
Gast

nein ein Arzt muss nicht immer erreichbar sein, schon gar nicht mit privatem Telefon etc.
die Frage sollte mal an andere Bereiche gestellt werden Ärzte haben immer da zu sein, Zeit zu haben etc.

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Priv.-Doz. Dr. med. Peter-Michael Zink
Priv.-Doz. Dr. med. Peter-Michael Zink

Bei kritischen Situationen gebe ich meine Handy-Nummer, ansonsten bin ich 24/7 über E-Mail erreichbar. Ich checke meinen Account morgens nach dem Aufstehen erstmals und abends vor dem Schlafengehen letztmals.
PD Dr. P.-M. Zink

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Katharina Erkelenz
Katharina Erkelenz

Für mich als Patientin und Betroffenen-Beraterin/Bloggerin ein sehr interessanter Beitrag.
Mein Arzt handhabt das super: Ich maile ihm und er antwortet – zwar nicht sofort und immer kurz und knapp, aber: er antwortet. Sogar dann, wenn er gar nicht im Dienst ist. Das rechne ich ihm hoch an, denn so vermittelt er mir das Gefühl “Ich habe Sie wahrgenommen.”.
Ich selber werde auf meinem Blog “Krebscocktail” auch oft angeschrieben und kann total nachempfinden, wie das ist, sonntagsabends beim “Tatort” eine Nachricht zu bekommen. Ich finde es dann sehr gut, kurz zu antworten, dass ich mich später oder an einem anderen Tag dazu melden werde. Denn: Das Gefühl, wahrgenommen, gesehen zu werden, ist für Patienten das allerwichtigste!

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