ABDA: Nichts Neues vom GKV-Spitzenverband

5. Juli 2013
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Deutschlands Apotheker erwarten mehr Ideenreichtum und Zukunftsfähigkeit vom GKV-Spitzenverband. Dies erklärt die ABDA aus Anlass der Veröffentlichung des Positionspapiers des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Bundestagswahl 2013.

„Die Krankenkassen haben mit ihrer Forderung nach Strukturzerstörung im Apothekenwesen das gesundheitspolitische Geschehen der vergangenen Jahre offenbar bewusst ignoriert“, sagt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt.  „Wer mit Schlagworten wie Liberalisierung und Leistungsgerechtigkeit eigentlich nur Ausgabenkürzung und Leistungseinschränkung meint, der bereitet die Versorgung der Patienten nicht adäquat auf die demographischen Herausforderungen der Zukunft vor. Mit den Antworten von gestern werden die Fragen von morgen nicht zu lösen sein.“

Starke Belastungen zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung

Gerade die Apotheken hätten in den vergangenen Jahren starke Belastungen zur Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung hinnehmen müssen. „Die Apotheker setzen sich seit Jahren für gute partnerschaftliche Beziehungen im Rahmen der Selbstverwaltung ein und engagieren sich mit ihrer Arbeit für die Versicherten, ernten aber im Gegenzug von den Krankenkassen allzu oft nur dieselbe altbackene Fundamentalkritik. Eine vernünftige Partnerschaft sieht anders aus“, so Schmidt.

Im Gegensatz zum GKV-Spitzenverband stelle die ABDA keine Wahlprüfsteine auf oder formuliert starre Forderungen zur Bundestagswahl am 22. September, sondern rege eine offene Diskussion über die Vor-Ort-Gesundheitsversorgung der Zukunft an. „Gesundheit wählen“ – so heißt die Initiative der deutschen Apotheker, die demnächst bundesweit gestartet wird. Dabei bitten Apotheker die Kandidaten der großen Parteien in den insgesamt 299 Wahlkreisen um ihre Stellungnahmen zu relevanten Gesundheitsthemen.

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Pharmazie

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