Pharma-Lollis für alle

5. Juli 2017
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Angehende Mediziner sind besonders empfänglich für den subtilen und weniger subtilen Einfluss der pharmazeutischen Industrie. Die versucht bereits an den Universitäten auf vielen Wegen, ihre Namen und Medikamente ins Bewusstsein der Studenten zu rücken.

„Man bekommt im Lauf der Zeit eine Menge geschenkt, USB-Sticks zum Beispiel, oder Kugelschreiber, wenn man auf Kongressen ist“, sagt Karl Finke, Student der Medizin im fünften Semester an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. „Wertvollere Geschenke habe ich noch nicht bekommen. Es sind eher kleine Sachen wie ein EKG-Lineal, Spielzeug.“ Unser Alltag, insbesondere der medizinische Alltag, ist voll von Gegenständen. Kein Wunder, dass die Marketing-Abteilungen der großen Konzerne versuchen, ihre Namen dort zu platzieren, wo die Augen von Ärzten und Studenten immer wieder hinsehen. Auf Kugelschreiber, in Bücher, auf Röntgengeräte. Und es gelingt: „In der Uni steht oft einfach ein Pharma-Name auf diversen Sachen. Es gibt Geräte, alles Mögliche“, sagt Finke. Werbegeschenke seien überall unterwegs, auch in der Uniklinik.

„Ich habe einmal an den Thieme-Verlag für medizinische Lehrbücher geschrieben“, sagt sein Kommilitone Felix vom Hofe. „Meinem Buch lag eine EKG-Schablone bei, mit der man abzählen kann. Diese Schablone war von Bayer. Der Name stand dick da drauf. Ich fand, das war eine Beeinflussung, es hat mich geärgert.“ Reagiert habe der Verlag aber nicht. Auch bei Fachgesellschaften sei der Einfluss groß, so vom Hofe: „Der Deutsche Verband der Orthopäden zum Beispiel hat einen Jugendverband, der Studenten anwirbt. Da geht man mit den Professoren aktiv von Industrie-Stand zu Industrie-Stand, es gibt Vier-Augen-Gespräche, Kaffee und Kuchen, und man lässt sich bedienen.“ Eigentlich ganz cool gemacht, sagt der Student, man bekäme Fahr- und Übernachtungsgeld, nehme an Seminaren teil, und alles sei von der Industrie gesponsert. „Wir haben zum Beispiel an verschiedenen Arm-Frakturen geübt“, sagt vom Hofe. „Die Übung leitete eine Firma, die besondere Schrauben herstellt, und dann übt und schraubt man halt mit deren Schrauben.“

Kugelschreiber, Pizza und Stethoskope

„Die Pharmaindustrie hat die Medizin im Griff“, ist die These von Christoph Stein. Es gebe multiple Kanäle, über die Leitlinien, über die Fortbildungen und über das Studium, so der Direktor der Klinik für Anästhesiologie an der Berliner Charité. Die Konzerne versuchten, Einfluss auf Studenten und herangehende Ärzte zu nehmen, sagt Stein: „Seien es Kugelschreiber, Pizza oder Stethoskope, die verschenkt werden, ein Student erinnert sich sein Leben lang daran. Das ist psychologisch ganz offensichtlich.“

Die Konzerne selbst sagen auf Nachfrage, sie würden keinerlei Interessen dieser Art an Universitäten verfolgen. „Es ist nicht Ziel unseres Unternehmens, aktiv mit Studierenden in Kontakt zu treten“, sagt Katrin Blank Sprecherin von Eli Lilly am Telefon. Die Pressestelle von Boehringer Ingelheim schreibt: „Grundsätzlich stehen Medizinstudenten nicht im Fokus unserer werblichen Aktivitäten. Wenn wir überhaupt mit ihnen in Kontakt treten, dann indem wir Fachgesellschaften im Rahmen der Nachwuchsförderung unterstützen, oder indem wir angehende Ärzte auf Boehringer Ingelheim als potenziellen Arbeitgeber aufmerksam machen.“ Novartis schreibt mit der Bitte, aus der Mail mit dem Zusatz „so das Unternehmen“ zu zitieren: „Novartis ist in Deutschland vor allem unter dem Blickwinkel der Rekrutierung von künftigen Mitarbeitern bei Studenten aus dem Bereich Naturwissenschaften aktiv.“ Zudem führe das Unternehmen am Standort Nürnberg in Kooperation mit umliegenden Universitäten zwei- bis dreimal im Jahr eintägige Exkursionen für Pharmazie-Studenten mit Vorträgen und interaktiven Fragerunden durch, so das Unternehmen.

Geheime Verträge mit Stiftungen

„Ich denke schon, dass all das einen beeinflusst“, sagt Finke. „Die Pharma-Firmen sind immer irgendwie präsent. Sie haben auf jeden Fall Einfluss.“ Es sei die subtile Präsenz, so Finke. „Wenn sie in Ärzte-Zeitungen mit riesigen Postern für neue Medikamente werben, dann merkt man, dass man beeinflusst werden soll. Aber wenn es leise passiert, ist man nicht aufmerksam.“

Sehr viel schwerer zu greifen als Namen auf Kugelschreibern oder medizinischem Gerät ist der Einfluss bei Forschung und Lehre sowie bei der Wahl von Medikamenten. „Es ist ja bekannt, dass viele Professoren ihr Gehalt aufbessern, in dem sie an Studien für Medikamente teilnehmen“, sagt vom Hofe. Doch sehen kann man es nicht, ebenso wenig wie die Inhalte oder Auswirkungen der Verträge, die Universitäten mit Pharmaunternehmen geschlossen haben. Bundesweit bekannt sind die Fälle der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Universität zu Köln, die eine bislang ungelöste Kontroverse offenlegten.

Jeder behandelt Geheimnisse anders

Sind Verträge zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nach dem Informationsfreiheitsgesetz offenzulegen, oder dürfen sie nach dem Wissenschaftsfreiheitsgesetz vor der Öffentlichkeit unter Verschluss bleiben? Selbst die Gerichte sind sich nicht einig: Im Fall Köln entschied das Oberverwaltungsgericht Münster 2015 in zweiter Instanz, dass der Kooperationsvertrag zwischen der Universität und Bayer HealthCare geheim blieben dürfe. In Mainz hingegen musste die Vereinbarung mit Boehringer Ingelheim dem klagenden Journalisten gezeigt werden – allerdings nur zur Einsichtnahme ohne Kopie und mit der Begründung, schon andere Reporter hätten die Verträge eingesehen. Das Ergebnis: Die konzernnahe Stiftung fördert die Universität mit 150 Millionen Euro. Ein direkter Einfluss auf Forschungsergebnisse war nicht erkenntlich, wohl aber, dass Wissenschaftler nur mit dem Einverständnis der Stiftung gesucht und eingestellt werden dürfen.

6,3 Milliarden – keiner weiß, was damit passiert

Kritiker wie Stein, der ehrenamtlich für Transparency International (TI) arbeitet, warnen vor steigender Einflussnahme der Hersteller. Schon 2011 sponserten private Geldgeber deutsche Universitäten laut Statistischem Bundesamt mit mindestens 6,3 Milliarden Euro. „Es ist nicht davon auszugehen, dass es weniger wird, und niemand weiß, was genau mit dem Geld passiert“, sagt Stein. „In Berlin zum Beispiel gibt es solche Verträge der Charité mit Sanofi oder Pfizer, die nicht öffentlich gemacht werden. Es ist kaum an Informationen zu kommen.“

Ebenfalls schwer zu greifen ist der Einfluss auf die Lehre in Bezug auf Medikamente. Die Grauzone ist groß: „Medikamente selbst sind nicht im Umlauf, aber man hört die Namen der großen Arzneien. Es gibt ja manche Wirkstoffe, die werden nur von einer Firma hergestellt, umgangssprachlich benutzt man dann aber nicht den Wirkstoff, sondern den Namen, den die Firma benutzt“, sagt Finke. „In der Pharmakologie lernen wir von Tabellen“, ergänzt vom Hofe, „darin stehen der Wirkstoff und der Handelsname. Diese werden auch in der Prüfung abgefragt. Dort ist es egal, ob man Acetylsalicylsäure oder Aspirin schreibt.“

Skriptum oder Werbefläche?

Soweit, so harmlos. Anders sieht es aus, wenn mehrere Medikamente zur Verfügung stehen, den Studenten aber nur eines genannt wird. „Mir ist aufgefallen, dass im Rahmen der Praktika, die wir laut Lehrplan machen müssen, immer wieder Medikamente mit ihrem Handelsnamen genannt werden“, sagt Darius Savelsberg, Student an der Humboldt-Universität Berlin. „Das ist ungewöhnlich und auch auffällig, weil es mehrere Medikamente mit diesem Wirkstoff auf dem Markt gibt, aber in den Skripten, die wir zur Vorbereitung für Praktika lesen müssen, nur dieses eine genannt wird.“

Tatsächlich steht in einem Skript des Instituts für Biochemie der Charité: „Kleine Auswahl von Prinzipien einer medikamentösen Therapie, Hemmung der endogenen Cholesterolsynthese durch β-HMG-CoA-Reduktase-Hemmstoffe (z.B. durch CSE-Hemmer wie die Statine Sortis® u.a.)“. Anderswo steht: „Hemmung der Nahrungscholesterolaufnahme im Darm (z.B. durch Ezetrol®).“ Ezetrol ist das einzige Medikament mit dem Wirkstoff Ezetimib, doch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) urteilte 2011, es gebe keinen Beleg für einen Nutzen oder einen Schaden einer Behandlung von Patienten mit Hypercholesterinämie mit Ezetimib im Vergleich zu einer Behandlung mit Placebo, sowohl für die Mono- als auch die Kombinationstherapie.

Unabhängig vom Nutzen der an Universitäten empfohlenen Medikamente bedeutet jegliche Auswahl eine erhebliche Einflussnahme auf angehende Mediziner: „Es steht zwar dort, dies sei nur ein Beispiel, aber wir Studierende lesen ja nur dieses“, sagt Savelsberg. „Wenn wir später in eine entsprechende Situation kommen, dann wird es nur dieses Präparat geben, das wir kennen. Das reicht ja schon, um nachher den Verschreibungszettel zu beeinflussen.“

Kritischer Umgang im Lehrplan

Die Hochschulen reagieren unterschiedlich auf die problematische Nähe von Pharmaunternehmen zu Universitäten und Studenten. An der Otto-von-Geuricke-Universität Magdeburg zum Beispiel gibt es keine Lehrveranstaltung zum Umgang mit der pharmazeutischen Industrie. Nur am Institut Klinische Pharmakologie ist das Lesen und Verstehen klinischer Studien teil der Ausbildung.

Anders in Jena: „Es ist ganz klar, dass wir die Pharmaindustrie brauchen. Jeder, der eine Pille braucht, ist froh, dass es sie gibt“, sagt Pressesprecherin Uta von der Gönna. „Aber wir versuchen, die Studierenden zu sensibilisieren für die Interessen, die mitschwingen.“ Zum einen geschehe dies in den jeweiligen Fächern. Dort werde hinterfragt, ob ein Medikament unbedingt besser sei als ein anderes, ein neues besser als ein altes, und ob es wirklich einen Nachweis eines Vorteils für die Patienten gebe. „Dazu gibt es spezielle Lehrveranstaltungen. Der Leiter unserer Klinikums-Apotheke, der besonders in Berührung kommt mit diesen Themen, bietet entsprechende Lehrveranstaltungen an“, sagt von der Gönna. Dort bringe er den Studierenden bei, Anwendungsbeobachtungen richtig zu verstehen und zu interpretieren: „Was bedeutet es wirklich, wenn das Risiko um soundso viel gesenkt wird? Wenn die Lebenszeit am soundsoviel verlängert wird? Unsere Studierenden lernen auch, Studienergebnisse zu beurteilen“, so die Sprecherin. Es gehe darum, den angehenden Medizinern eine Sensibilität mitzugeben: „Es ist unstrittig, dass es Verbesserungen in der medikamentösen Behandlung gibt“, sagt von der Gönna, „aber wir müssen die ökonomischen Interessen schon hinterfragen.“

64 Wertungen (3.44 ø)
Humanmedizin, Medizin, Studium

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34 Kommentare:

Carsten Dollinger
Carsten Dollinger

@Gast X:
Ernährung ist an sich kein eigenes Fach. Das ist richtig und gleichzeitig falsch, weil es in mehreren anderen Fächern sehr wohl ausführlich behandelt wird. Ich bin aktuell im sechsten Fachsemester und habe allein in diesem Semester mit Innere Medizin, Prävention und Rehabilitation 3 Fächer, die sich damit beschäftigen und in denen Ernährung auch prüfungsrelevant ist.
Lipidsenker, wie die Statine, sind in der Primärprävention mit einer NNT von ca. 200 tatsächlich eher unnütz und werden mMn. zu oft verschrieben. In der Sekundärprävention, also bei Patienten, die schon Vorschädigungen am Gefäßsystem und auch andere Risikofaktoren haben, sieht die Welt ganz anders aus.

#34 |
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Apotheker

@Gast X
Das mit der Ernährung weiß wohl jeder Mediziner. Was aber soll man tun, wenn die Leute ihre Ernährung partout nicht umstellen wollen? Sterben lassen?
Die Leitlinien für Diabetes Typ II sehen ja zunächst mal eine Ernährungsumstellung + Sport vor. Wenn aber, aus welchen Gründen auch immer, dies nicht passiert oder eben keine ausreichende Blutzuckersenkung erreicht, weil der Diabetes zu spät erkannt wurde und das Pankreas eben schon irreversibel geschädigt ist, dann bleiben eben nur die Medikamente.#

Zur Beeinflussung:
Das haben Ärzte hier ja schon zur Genüge dargelegt. So richtig Einfluss darauf, welches Medikament der Patient letztendlich bekommt, können sie nicht.
Die Kassenpatienten der Niedergelassenen (ca. 90% Anteil) bekommen sowieso meist die Rabattpartner, denn aut-idem können Ärzte auch nicht beliebig oft ankreuzen, und im Krankenhaus haben die Ärzte so gut wie keinen Einfluss.
Und selbst Privatpatienten müssen z.T. günstigere Medikamente verlangen… gerade war erst eine Kundin wieder sehr unglücklich, dass wir ihr den verschriebenen PPI abgegeben haben statt eines günstigeren Pantoprazols – weil eben auch die Privaten nicht mehr alles zahlen.

Bleiben also nur noch neue Arzneistoffe, für die es keine Generika gibt. Da könnte Einflussnahme vielleicht noch eine Rolle spielen… aber auch die können Ärzte ja nicht nach Belieben aufschreiben.

#33 |
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Gast
Gast

#29: Lange nicht mehr so gut gelacht. Beratung zur Lebensstil-Änderung gehört ausdrücklich zur Therapie des Diabetes dazu. Erzählen Sie mal einem adipösen Patienten, dass er gesund essen soll. 10% kriegen Sie vielleicht.
Zu der Sinnlosigkeit von Statinen muss ich Ihnen natürlich recht geben, bei einem, bei einem hohen LDL einfach einen Aluhut anziehen und alles ist gut.

#32 |
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interessierter
interessierter

werte lesergemeinde,

es gab hier (doccheck) schon sehr gute artikel und weniger gute (wie in jeder “guten” zeitung auch).

eine sache wundert mich jedoch extrem, und zwar, dass hier der ein oder andere (studierte menschen), wohl noch nichts von dem thema wahrnehmung gehört hat, in den kommentaren jedoch sofort auf die “barrikaden steigt” und beteuert, dass sie/er nicht beeinflussbar sei.

auch wenn das ein oder andere zitat eventuell von unwissenheit zeugt, liegt eine deutliche gefahr in dieser “dauerbeeinflussung”.

einen gesunden tag wünsche ich.

#31 |
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Gast
Gast

Lieber Gast X!

Also haben Pharma- Industrie und Zuckerhersteller einen Pakt gegen Hebammen und Patienten geschlossen? Dazu halten sie die Ärzte mit Geschenken und Werbung im Zaum, damit die nichts wissen oder ausplaudern?

Übrigens: Die Pyramiden wurden durch Ausserirdische erbaut!!

Gesunde Ernährung ist eine gesellschaftliche Aufgabe, dort muss Aufklärung erfolgen, beginnend in der Schule.

#30 |
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Gast X
Gast X

Der Artikel trifft ganz gewiss eine der größten Schwächen unseres Gesundheitssystems. 1976 veröffentlichte das Magazin Der Spiegel einen ausführlichen Artikel zum Thema Diabetes als eine der großen Plagen der Menschheit. Diesen Text könnte man heute fast wortwörtlich wieder veröffentlichen, sogar mit dem Namen eines der damals genannten Experten. Es würde kaum auffallen, dass der Artikel vor über 40 Jahren geschrieben wurde. Der Unterschied: Die Zahl der Diabetiker vervielfachte sich inzwischen und die Antidiabetika stehen beim Arzneimittelumsatz als Gruppe an oberster Stelle. Tatsächlich könnten alle Blutzuckersenker bei Diabetes (außer Insulin) durch eine richtige Ernährung ersetzt werden – ohne Nebenwirkungen. Ernährung ist aber beim medizinischen Studium kein Lehrfach.
Ein Beispiel für die Unwissenheit ist das Thema Zuckersucht, die auch bei den meisten Medizinern immer nur als Fettsucht daherkommt, obwohl noch nie ein Fettstoff als Süchtigmacher definiert werden konnte – im Gegensatz zu Zucker, der als bedeutendster aber aggressivster Kalorienträger im Blutkreislauf immer in engen Grenzen gehalten werden muss, nach oben wie nach unten. Für die Aufklärung, dass Überzucker und vor allem Fruktose und Galaktose hauptsächlich in Fett umgewandelt werden, scheint niemand zuständig zu sein.
Im Verteufeln der Fette zugunsten der völlig nutzlosen wenn nicht sogar schädlichen aber umsatzträchtigen Cholesterinsenker assistiert auch die Zuckerlobby der Produzenten und Vermarkter. Leider schmeckt uns allen heute noch das in Urzeiten kostbare Süße.
Ein Beispiel für die Macht der Pharmaindustrie zeigen auch die Probleme für die selbständigen Hebammen, die oft als Erste erkennen, wenn schon bei der Geburt oder bald danach physische oder psychische Schwierigkeiten zu erkennen sind, die auf Medikamente in der Schwangerschaft zurückgeführt werden können. Diese selbständigen Hebammen haben weniger Hemmungen als die angestellten, einen Fall anzuzeigen. Dafür werden sie jetzt versicherungstechnisch weggemobbt. Ein Großteil der Folgen falscher Medika-mentierung wird dann Psychologen überlassen, die alles erklären können, aber für nichts verantwortlich sind.
Diese Reihe ließe sich lange fortsetzen.

#29 |
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geneigter Leser
geneigter Leser

Genger- Diskussion hier? Im Ernst?

Ich persönlich sehe dieses Thema locker. Werbung gibt es überall. Ich bin seit Jahrzehnten geschult, Dinge zu hinterfragen und kaufe auch im Alltag nicht nur die Dinge, die am häufigsten beworben werden.

In der Klinik hat man selbst als Chef- oder Oberarzt immer weniger Einfluß auf die Medikamente, weil die zentral beschafft werden. Die Assistenzärzte können gar nicht mitreden.

In der Praxis verschreibe ich wirkstoffbezogen das preiswerteste Medikament wegen meines Arzneimittelbudgets. Welches Produkt der Patient dann tatsächlich bekommt, hängt dann wieder von Rabattverträgen der jeweiligen Krankenkasse ab.

Also viel Aufregung für sehr wenig Problem, zumindest in meinem Alltag.

Und nebenbei, liebe HP: Auch wir Ärzte wissen, dass es nicht immer Pillen geben muß. Aber das ist hier gerade das Thema.

#28 |
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Prisca Kremer
Prisca Kremer

Ich finde es gut, dass hier in Bezug auf die Einflussnahme der Pharmaindustrie das Bewusstsein geschärft wird. Ich denke das kann nicht schaden. Medikamentennamen finde ich dennoch wichtig, denn Patienten und Patientinnen kennen seltenst alle Wirkstoffnamen, da kann es schon helfen, wenn man nicht alles nachschlagen muss, sondern die Präparatenamen einordnen kann… oder ist es nicht mehr wichtig, dass sich Menschen, die sich in ärztliche Behandlung begeben, gut aufgehoben fühlen?
Viel gravierender finde ich, wie stark sich der Artikel (weibliche Autorin) auf eine solche ‘subtile Einflussnahme’ fokussiert, dabei aber keinerlei genderkonforme Sprache zeigt. Wenn wir immer nur von Studenten und Ärzten sprechen, spiegelt das in keinster Weise die Tatsachen und beeinflusst unterbewusst unsere Gesellschaft… dann bitte nicht über eine Ungleichbehandlung in der eigenen Karriere, einen pay-gap oder eine gläserne Decke beschweren… so beeinflusst hier ‘frau’ die Community, dass ein Arzt einfach männlich ist und auch nur Männer das Fach studieren. Ich finde nicht alles wichtig in diesem Artikel, da wäre für eine gendersensible Sprache schon Zeit gewesen. Dennoch finde ich das eigentliche Thema durchaus erwähnenswert.

#27 |
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$$DrXFeelgood$$
$$DrXFeelgood$$

Bin überrascht mit welcher Unwissenheit und Ignoranz das Thema Einflussnahme der Pharmaindustrie auf die Medizin in dieser Diskussionsrunde hier heruntergespielt wird. Vielleicht geht die subtile Manipulation noch weiter als uns allen klar ist?

#26 |
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nach 51 Jahren als Arzt: das ist alles nicht neu. Mitnehmen z.B. EKG – Lineal oder Kuli oder gar sonst unerschwingliche Kongressteilnahme, sodann informieren nach bestem Wissen und Gewissen (seriöse Literatur, Vorsicht Internetplattformen wie …. (will nicht verklagt werden) und danach handeln . Nota bene: Viele beworbene Medikamente, sehr viele werden in Indien, China,Polen etc. produziert – die andere Seite der “Ökonomie”. Und: weniger ist mehr.

#25 |
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Dr. Christoph Beirich
Dr. Christoph Beirich

“Schon 2011 sponserten private Geldgeber deutsche Universitäten …. mit mindestens 6,3 Milliarden €…”

Das wird hier in den Kontext der Medizin und der Pharmaindustrie gebracht. Sind diese 6,3 Milliarden € aber an die etwas mehr als 30 medizinischen Fakultäten gegangen ( was dann rein rechnerisch knapp 200 Millionen € pro medizinische Fakultät wären…) oder an die circa 370 deutschen Hochschulen ?

“Bei Wikipedia findet ihr eine Liste mit Links zu allen deutschen Hochschulen. Diese Liste umfasst im Moment 377 staatliche und staatlich anerkannte, private Hochschulen” (aus: Deutsch lernen-Blog”).

Nebenbei: es gibt dann noch den Verband FSA, darin sind die namhaften pharmazeutischen Hersteller vertreten, der sich einen Kodex auferlegt hat, der jegliche Abgabe von so genannten Giveaways verbietet – und sei es ein Gummibärchen..

Zum Schluss: ich arbeite seit vielen Jahren für ein Unternehmen im Bereich Medizintechnik und Pharma!

#24 |
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Heinz Schnitzler
Heinz Schnitzler

@A. Heinze

Bitte keine Fehler kritisieren, wenn man selbst offensichtlich die Regeln der Interpunktion nicht beherrscht. ;-)

#23 |
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Herr Martin Haas
Herr Martin Haas

Lieber Hr Heinze. Der Rechtschreibfehler sollte zwar nicht vorkommen, sagt aber noch nichts über die Qualität des Artikels aus. Keine Vergleiche von Äpfel und Birnen bitte! Ich bin Doc Check sehr dankbar, dass oft kritische Themen und/oder Nischenthemen aufgegriffen werden. Wenn Ihnen der Artikel nicht gefällt, vielleicht liegt es daran, dass genau Sie sich angesprochen fühlen und aber meinen vollkommen integer und überlegen zu sein. Natürlich nur eine reine Spekulation meinerseits, aber ich kann Ihre Argumente nicht wirklich nachvollziehen. Mit kollegialen Grüßen
Martin Haas

#22 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Lieber Alexander Heinze,
vielen Dank für den Hinweis. Wir haben es korrigiert.
Dein DocCheck News Team

#21 |
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Alexander Heinze
Alexander Heinze

Profi-Journalistin und dann solche Fehler? Wenn man in einem Artikel über die Einflussnahme der Pharmaindustrie nicht mal das weltgrößte Pharma-Unternehmen Pfizer richtig schreiben kann sagt das eigentlich schon alles über den Artikel.
An meiner Uni wurde in aller Regel immer der Wirkstoffname oder die Gruppe der Medikamente (bspw: Statine) genannt, das sollte guter Standard sein. Bei neuen Wirkstoffen wurde in den VL in der Regel mit Auszügen aus (Meta-)Studien kritisch hinterfragt, ob es einen signifikanten Benefit gibt.
Auch kenne ich keinen Studenten der sich beschwert, wenn er statt 15 Wirkstoffen für die Klausur nur 2 Bespiele lernen muss, der Lernstoff summiert sich schnell genug. In der beruflichen Praxis verordnet man als Neuling auch nicht ziellos Medikamente von denen man mal einen Kuli bekommen hat, es gibt (fast) immer Leitlinien u/o hausinterne Richtlinien, von denen man nur in begründeten Fällen abweicht, das entscheidet meist der OA, der sich mit dem Für und Wider der einzelnen Wirkstoffe auskennen sollte…

#20 |
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Gast
Gast

Bei mir (Frankfurt) gab es einen eigenen Pflichtkurs (EbM), bei dem es um das Lesen von Studien ging, und das kritische Hinterfragen von Interessenkonflikten der Autoren war ganz klar auch Thema – so eine besondere Neuerung ist das also offensichtlich nicht, wenn Jena das auch einführt.
Kugelschreiber, Tassen, und Brotdosen habe ich übrigens wesentlich mehr von der KV bekommen, damit ich Landarzt werde, ist das dann auch schlimm oder darf nur die Pharmaindustrie das nicht? (Hat leider auch nicht funktioniert, werde trotzdem kein Landarzt)

#19 |
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Barbara
Barbara

Ich bin der Meinung, dass ein Mensch ( dazu zählen auch Mediziner) selbst entscheiden kann, ob er käuflich ist oder nicht.
Allerdings ist die Trickkiste der Pharmakonzernen sehr groß!

#18 |
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Andreas Kulpok
Andreas Kulpok

Sommerloch Journalismus??? Gibt es nichts Wichtigeres als ein Kuli???? Und wenn schon dann muss ich leider auch REWE,SPD,Shell,Bundewehr und andere Kulis verbannen und die bösen Banken zum Weltspartag auch bzw. die Kinder zu Hause lassen

#17 |
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Newsletter abbestellt. War lange überfällig. Wenn Inhalte “medizinischer Berichterstattung” bei Kugelschreiber-, Pizza-, und Lolliniveau angekommen sind, bin ich im falschen Newsletter.

#16 |
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Nachdem meine Kugelschreiber nach kurzer Zeit sowieso Beine kriegen und ich in der Regel nur meinen Lieblingskuli (da mein einziger von Parker) im Kittel habe, fühle ich mich von der Pharmaindustrie nicht beeinflußt. Wenn ich mir auch mein Essen selber kaufen könnte, war es früher doch immer sehr schön, mit einer Vielzahl von Kollegen gemütlich zu speisen und ab und zu auf den Vortragenden zu hören. 4 Wochen später wußte man weder die Pharmafirma, noch das Vortragsthema mehr, aber an die Kollegen konnte man sich erinnern. Eine spezielle Pharmafirma hat anfänglich viel Material, Ärztemuster und zum 10jährigen Bestehen ein kostenloses Computerprogramm zur Privatpatientenverwaltung spendiert. Aber wenn sie nicht das beste Kosten/Nutzen-Verhältnis hatte, kam sie trotzdem nicht zum Zug. Ich habe mich in 35 Jahren von der Pharmaindustrie noch nie gegängelt gefühlt. Man muss halt kritisch bleiben. Und die Pharmaindustrie ist nicht automatisch böse, nur weil sie Geschäfte machen will. Ich arbeite auch nicht umsonst.

#15 |
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Studentin der Humanmedizin

Von den Typos in dem Artikel abgesehen, verstehe ich die Aussage des Artikels nicht so ganz. Welcher Arzt ist denn bitte überrascht oder gar irritiert auf einem Kongress Werbegeschenke zu bekommen??? Oder die Ausstellung der Industrie zu sehen??? Mittlerweile sind die Aussteller ja auch so stark reguliert, dass man froh sein kann, wenn man einen Kuli bekommt. Schreibe ich dann automatisch das “Erbitux” auf, das auf dem Kuli steht? Natürlich nicht. In der Klinik hat man als Arzt sowieso nur begrenzten Einfluss darauf, von welchem Hersteller das Medikament kommt, was nachher im Patienten landet. Da wird das geordert und gegeben, was am günstigsten ist. Selbst bei den Rezepten entscheiden meist irgendwelche Kooperationsverträge, was der Patient bekommt.
Oft kennen die Patienten auch nur die Markennamen, die wenigstens wissen, was Acetylsalicylsäure ist. Frage ich nach Aspirin weiß fast jeder, was gemeint ist.

#14 |
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Medizinisch-Technischer Assistent

„Es ist ja bekannt, dass viele Professoren ihr Gehalt aufbessern, in dem sie an Studien für Medikamente teilnehmen“, sagt vom Hofe.
Herr vom Hofe redet vermutlich wie der Blinde von der Farbe.
Klinische Studien nimmt man nicht “mal eben so mit”. Studien kann man nicht einfach nebenher laufen lassen, sie sind aufwändig und zeitraubend und fordern meistens zusätzliches Personal, das auch wieder Geld kostet.
Im Übrigen wüsste ich von Herrn Hofe gerne, wie neue Wirkstoffe denn sonst erforscht und geprüft werden sollen, wenn nicht in Kliniken und Praxen durch Ärzte und Studienteams. Motto: “Wozu Kohle oder Atomkraft? Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose…”
Der letzte Abschnitt vergleicht Äpfel mit Birnen: Hier geht es (vorgeblich) nicht um Beeinflussung durch die Pharma-Industrie, sondern offenbar um Qualitative Vergleiche verschiedener Wirkstoffe. Das schließt aber auch nicht aus, dass bei diesen Vergleichen auch Marktnamen verwendet werden.

Und ein Bericht, der sich darüber beschwert, dass Studenten und Ärzte in Unterricht und Fachmagazinen beeinflusst werden, sollte vielleicht selber auch keine Medikamentennamen verwenden, die Fallbeschreibungen waren klar genug, es hätte der Beispiele nicht bedurft.

Und das Thema Werbung in Fachzeitungen geht in meinen Augen ebenfalls am Thema vorbei. Wie in allen Zeitschriften wird Werbung geschaltet, um die Magazin erschwinglich zu machen. Das ist wichtig erst recht bei auflagenschwachen Fachmagazinen. Und auch hier ist doch klar, dass sich hauptsächlich fachbezogene Werber rühren. In Frauenmagazinen wird eben mit Strumpfhosen und Margarine geworben, in Heimwerker-Zeitschriftewn mit Bohrmaschinen und Schleifbänken. Und auch hier ist die redaktionelle Beinflussung groß, wenn in den Texten steht “Sie brauchen dazu Chip X von Firma Y” oder “Das Gericht geht am schnellsten mit “Fertigbrechmittel w der Firma Z”, einfach aus der Tüte anrühren!”.

Damit will ich nicht gegen den Einfluss der Pharma-Industrie argumentieren, sondern nur verdeutlichen, wie hier Dinge gegen die Industrie aufgebauscht werden, die uns wirklich überall im alltäglichen Leben auch begegnen.
Thema: interessant, aber das Niveau ist meiner ganz persönlichen Meinung nach leider wirklich nur Boulevard-Presse-Geschrei auf sehr wenig Fundament..

#13 |
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Heilpraktiker

Wer zahlt schafft an! Mehr zu diesem Thema im Buch “Schlechte Medizin” von Dr. med. Gunther Frank.

#12 |
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Dr, Dietmar Fries
Dr, Dietmar Fries

Selten so einen Schwachsinn gelesen. Ich habe immer gefacht, dass ich mich hier seriös informieren kann.

#11 |
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Günther von Ameln
Günther von Ameln

Wo setzt man da jetzt an? Ewiges Leben gibt es nicht kostenfrei. Forschung kostet Geld. Selbst schlechte Medikamente müsen teuer vermarktet werden, um weiterhin das Prinzip der Firmengewinne zu ermöglichen. Macht jeder (Obst-)Bauer so, dass zuerst die überreifen Früchte abverkauft werden. Ob es beim Kunden schimmelt stört wenig… Wenn aber Pharma durch das Dorf getrieben werden kann, sind alle dabei – nervt ein wenig. Verbietet doch endlich mal Verbrennungsmotoren und das Zigarettenrauchen!

Kapitalismus ist eine gewachsene Gesellschaftsform, die nun mal ihre (zahlreichen) Schattenseiten hat! – Weiß einer eine Form, die besser ist UND funktioniert?
Wenn der Staat einer Sparte das Geld verdienen verbietet, gibt es da keinen Fortschritt mehr. Und wenn er es selbst in die Hand nähme kostet es eben Steuergelder. Am Ende auch nicht gratis…

#10 |
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Barbara Swinarski
Barbara Swinarski

Was wie ein Aufschrei! Und von welche Pharmafirma die umsonst Medikamente kommen , die man gleich in der Arztpraxis kriegt, weiß auch niemand bescheid?
Wozu machen die dann das Ganze? Wieso werden Außendienst Werbeverteiber
angestellt? Um den Ärzten in jeder Praxis persönlich Guten Tag sagen?

#9 |
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Barbara Swinarski
Barbara Swinarski

Und jetzt wollen die Menschen Naturmedizin! So ein Pech auch

#8 |
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Medizinisch-Technischer Assistent

“Kein Wunder, dass die Marketing-Abteilungen der großen Konzerne versuchen, ihre Namen dort zu platzieren, wo die Augen von Ärzten und Studenten immer wieder hinsehen. Auf Kugelschreiber, in Bücher, auf Röntgengeräte.”

Also mir hat noch kein Unternehmen ein Röntgengerät als Geschenk angeboten. Und das Hersteller Ihren Namen auf ihr Produkt drucken, ist nicht nur in der Medizin, sondern auch bei Autos, Lebensmitteln, Staubsaugern usw. üblich, ohne dass ich das ich in irgendeiner Art verwerflich finde. Oder muss ich mich jetzt dafür entschuldigen, dass unser Klinik-Logo außen am Haus hängt und für Ärzte, Studenten, Mitarbeiter und Patienten sichtbar ist? Bleiben Sie doch bitte mal am Boden!
Schon am ersten Absatz ahne ich also, wes Geistes Kind dieser Bericht ist und im weiteren Verlauf vermutlich Bildzeitungsniveau unterschreiten dürfte… Ich bin gespannt!

#7 |
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Assistenzärztin
Assistenzärztin

… es heißt natürlich verpasst worden sein soll…

#6 |
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Assistenzärztin
Assistenzärztin

Danke Herr Dr. Bernhard. Ich habe mich gerade gefragt wie sich die angebliche Gehirnwäsche die mir bereits während des Studiums von der Pharmaindustrie verpasst bekommen haben soll denn nun auf meine Patienten auswirkt. Die EGK-Lineale retten Leben aber halten nicht lange… wer sie regelmäßig desinfiziert kann bald nichts mehr lesen und braucht sowieso ein neues… auch die Kugelschreiber habe ich selten länger als ein paar Wochen. Ich kenne zwar manche Firmenlogos aber weiß nicht auswendig welches Präparat zu welcher Firma gehört. In der Klinik darf ich gar keine Präparate anordnen, sondern nur Wirkstoffe, etwas anderes akzeptiert die Software nicht. Welches Präparat welcher Firma der Patient letztlich bekommt entzieht sich auch meiner Kenntnis da die Nachtschwestern die Tabletten richten…

#5 |
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Heilpraktiker

Ist es nicht so, dass es weniger um die Auswahl der Medikamente geht, sondern um den Umstand, dass es überhaupt überwiegend um die Verabreichung von Pillen als dominanter Therapieansatz geht, gleich welchen Herstellers.

#4 |
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Liebe Leute, lasst endlich mal die Kirche im Dorf. Die Auswahl der Präparate richtet sich ja nun überwiegend nach Nutzen und Preis, da hilft auch der netteste Pharmareferent/in nichts, auch der Kugelschreiber wird nicht das entscheidende Kriterium werden. Dass ich die Pharma-Industrie gesponserte Fortbildung brauche (meine Pizza kann ich mir übrigens selbst kaufen) um ausreichend Fortbildungspunkte zu erlangen hat eher was damit zu tun, dass unsere Politik offensichtlich diese Einflußnahme wünscht.
Studenten kann man mit Kugelschreibern beschenken, eine Auswahlmöglichkeit für Medikamente haben sie dann in der Klinik erstmal nicht. Und da wirds interressant. Zu welchen Konditionen erhält die Klinikapaotheke ihre Medikamente. Häufig sehr, sehr teuer ohne wirklichen Zusatznutzen.Ich kann mir nicht vorstellen, dass gewinnorientierte Klinikkonzerne sie teuer einkaufen. Als Niedergelassener muss ich dann mit den Patienten über die Fortführung bzw. Nichtfortführung diskutieren.
Aber das interressiert auch niemanden obwohl hier sicher der effektivste Ansatz wäre.

#3 |
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Gast
Gast

Fizer ?

#2 |
  1

„Es ist ja bekannt, dass viele Professoren ihr Gehalt aufbessern, in dem sie an Studien für Medikamente teilnehmen“

Es war mir bisher überhaupt nicht klar daß die Armut unsere Berufenen nötigt, ihr Salär als Studienprobanden aufzubessern.
Oder ist dem Medizinstudenten des 5. Semesters schlicht nicht klar dass Drittmittel kein Gehalt sind?

Journalismus ist eine Dienstleistung…

#1 |
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