Wie heilpraktisch: Versichert mit Bohnen-Bonus

16. September 2010
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Krankenversicherungen, die ausschließlich Heilpraktikerbehandlungen erstatten, gelten in der Versicherungsbranche als heikel. Jetzt wirft Kaffeehändler Tchibo sein Gewicht in den Ring und bringt eine Police auf den Markt. Dazu gibt’s ein Kissen.

Der Verkauf von Krankenversicherungen ist für den Kaffee- und Handelskonzern Tchibo schon länger eines von unzähligen Standbeinen. „Wir weisen auf diese Angebote in unseren Filialen hin und bewerben sie in unseren Newslettern. Abgeschlossen werden die Versicherungen dann auf unserer Internetseite“, betonte ein Unternehmenssprecher gegenüber DocCheck. In der Regel handelt es sich um befristete Aktionen, die einige Monate laufen.

Tchibo versichert Alternativmedizin pur

Mit seiner neuen Versicherungsaktion hat sich Tchibo ein besonders interessantes Feld ausgesucht. Kunden können derzeit eine Tchibo-Police ordern, die ausschließlich die Kosten von alternativmedizinischen Therapien abdeckt. Im Deckungsumfang enthalten sind „Naturheilverfahren und alternative Heilmethoden durch Heilpraktiker oder Ärzte“, so die Werbung für das Produkt. Die Aktion ist eine Erwähnung wert, weil reine Heilpraktiker-Zusatzversicherungen im deutschen Versicherungsmarkt noch immer relativ selten sind. Der Grund: Wer eine solche Police abschließt, der wird in der Regel auch von ihr Gebrauch machen. Die Verträge gelten vielen Versicherungskonzernen deswegen als heikel. Der Beitragszahler, der nur zahlt, aber keine Leistungen in Anspruch nimmt, ist bei der Klientel, auf den die Heilpraktiker-Zusatzversicherung zielt, selten bis nicht vorhanden. Wenn es um Alternativmedizin geht, schnüren die Versicherungsunternehmen deswegen gerne ambulante Versorgungspakete, in denen auch noch andere Versicherungen stecken, um das Risiko auf diese Weise zu streuen. Beliebt als Kombinationspartner für die Alternativmedizin sind unter anderem Krankenversicherungen für Auslandsreisen, Sehhilfen, Zahnersatz, Versicherungen für Kranken- oder Kurtagegeld und ähnliches mehr.

Der Bohnen-Bonus ist nur ein Kisschen

Doch zurück zu Tchibo. Das Unternehmen wirbt mit einem speziellen Vorteil für Tchibo-Kunden, der die von Tchibo vertriebene Versicherung von dem jeweiligen Mutterangebot unterscheidet. Das Mutterangebot erschließt sich in diesem Fall erst in zwei Schritten. Unmittelbarer Kooperationspartner von Tchibo ist – wie bei anderen Tchibo-Versicherungen – das Versicherungsunternehmen Asstel. Dieses Unternehmen wiederum bezieht seine Heilpraktiker-Zusatzversicherung von dem Versicherungskonzern Gothaer, der das Original der Heilpraktiker-Zusatzversicherung unter dem Namen MediNatura vertreibt. Soweit zum Stammbaum. „Der spezielle Kundevorteil bei unseren Versicherungsangeboten können zum Beispiel günstigere Kündigungsfristen oder andere Zusatzvereinbarungen sein, die das Tchibo-Angebot vom normalen Angebot unterscheiden“, so der Tchibo-Sprecher zu DocCheck. Das klingt erst einmal gut. Im Fall der Heilpraktiker-Police fällt der Zusatznutzen freilich etwas arg dünn aus. Wer bis Ende September die Police ordert, bekommt ein „hochwertiges Massage-Kissen“ gratis. Sapperlot. Dass das aus den bekannt umfangreichen Lagerbeständen von Tchibo stammen könnte, ist natürlich reine Spekulation. Die Prämie jedenfalls unterscheidet sich bei den drei Angeboten gar nicht. Eine 30jährige Frau, Jahrgang 1980, zahlt monatlich 14,95 €, egal ob die Versicherung bei Tchibo, direkt bei Asstel oder noch direkter bei der Gothaer erworben wird. Die 60jährige Frau kommt auf knapp 20 Euro. Männer sind jeweils rund 5 Euro pro Monat billiger.

Auf Leistungsumfang und Erstattungsgrenzen achten!

Relevanter als das, was es on top gibt, ist natürlich das, was in dem Angebot drin steckt. Und hier schneiden Tchibo gleich Asstel gleich Gothaer gar nicht übel ab. Die Versicherung zahlt einerseits Leistungen der Gebührenordnung für Heilpraktiker inklusive der verordneten Arzneimittel, andererseits auch Naturheilverfahren nach dem Hufelandverzeichnis in der jeweils gültigen Fassung. Das ist insofern relevant, als damit sichergestellt ist, dass auch ärztliche alternativmedizinische Leistungen erstattet werden, und nicht nur Leistungen von Heilpraktikern. Ein Pluspunkt ist auch, dass die Leistungen zu 100 Prozent übernommen werden, und nicht nur anteilig. Die 100 Prozent-Regel gilt dabei vom ersten Jahr an.

Wie bei derartigen Versicherungen üblich, gibt es auch bei der Tchibo-Asstel-Gothaer-Police eine gewisse Deckelung der Leistungen. Die Beträge machen einen fairen Eindruck. Andere zahlen vor allem anfangs zum Teil deutlich weniger, verlangen dafür oft aber auch geringere Prämien. Im ersten Versicherungsjahr fließen bei Tchibo-Asstel-Gothaer maximal 500 Euro. Im zweiten sind es 1000 Euro und danach dann 2000 Euro. Die Frage, die Versicherungsmathematiker beantworten müssen, lautet, ob sich das Unternehmen Heilpraktiker-Zusatzversicherung bei diesem Leistungsumfang für den Versicherungskonzern wirklich rechnet oder ob es nicht eher eine Image-Versicherung ist. Dem Patienten kann es letztlich egal sein. Wer viel Alternativmedizin nutzt, bekommt hier ein Angebot, das vernünftig klingt.

128 Wertungen (4.32 ø)
Allgemein

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21 Kommentare:

Dipl.-biol. Ulrike Schütt-Berg
Dipl.-biol. Ulrike Schütt-Berg

Zu KOmmentator 21:
500 ¿ im ersten Jahr (entspricht der Deckelung der meisten “normalen” Zusatzversicherungen) Steigerung wie im Artikel beschrieben auf letzlich 2000 ¿ pro Jahr. Das ist schon ganz schön und mir bei keiner anderen Zusatzversicherung die zu diesem Preis zu haben wäre bekannt…

#21 |
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Birgit Hörger
Birgit Hörger

Weiß jemand, ob in diesem Tarif auch naturheilkundliche Leistungen von Ärzten ohne Zusatzbezeichnung “Naturheilverfahren“ oder privatärztliche naturheilkundliche Leistungen mitversichert sind? Das kommt aus den Tarifbeschreibungen nicht klar hervor. Zu bedenken geben möchte ich noch, dass 500 ¿ im Jahr lediglich ca. 6 Sitzungen a 85 ¿ bedeuten. Bei Naturheilverfahren ein Klacks. Also, trotz alledem auf dem Teppich bleiben. Besonders präventiv gesehen ein Schritt nach vorn.

#20 |
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Her Katz, die ndgk kannte ich noch nicht. Scheint ein echter Fortschritt zu sein, gerade weil heute die Atom-Pharma-Banken-usw-Lobby wie ein Krakenkartell sich ausbreitet und Merkel-Murks produziert, man könnte auch sagen: Umverteilung von unten nach oben als strukturelles Bereicherungsprogramm mit Garantie voranbringt.

#19 |
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Dipl.-biol. Ulrike Schütt-Berg
Dipl.-biol. Ulrike Schütt-Berg

Meine Erfahrung mit Zusatzverischerungen sowohl als Patientin alsauch als HPin sind bisher derart gewesen, dass ich meinen PatientInnen zumindest empfohlen habe auch die “Tschibo”-Version für sich zu checken. Der Vorteil ist tatsächlich, dass nicht nur Heilpraktiker sondern auch Naturheilkundlich arbeitende Ärzte erstattet werden. Dies wird bei den mit den gesetzl Kassen kooperierenden Zusatzversicherern oft nicht deutlich gemacht, dass sie NUR HPs bezahlen, mit dem Hintergrund, dass sie sich mit der GebüH85 in einem niedrigen Erstattungssegent glauben. Ärztliche Behandlung würde nur erstattet wenn der Arzt ausschließlich als Heilpraktiker abrechnet (O-Ton Envivas). Die Haltung der Patienten hingegen, die meinen direkt im ersten Jahr ihre Zusatzversicherung voll ausschöpfen zu können, geht tatsächlich gern nach hinten los und endet mit Rausschmiß (logisch da rechen die natürlich auch!). Die vermeintliche Gesundheitsprüfung findet reel ja nicht statt sondern, erfolgt auf “freiwillgen” Angaben (auch bei Asstel!), die vom Versicherer bei Überinanspruchnahme bei den Therapeuten hinterfragt werden. So muss man seinen Patienten raten alle Erkrankungen die 5 Jahre vor Abschluss lagen anzugeben, Verschweigen führt sonst leicht dahin, dass diese Form der “Krankheitssparbüchse” zum Gegenteil wird. Zur Gebührenordnung ist zu sagen, dass sie für Zusatzversicherungen größere Spielräume erlaubt als z.B. die Minimum-Erstattungssätze der Beihilfe. Generell weise ich meine PatientInnen im 1. Gespräch daraufhin, wie mein Honorar aussieht und dass die Gebührenordnung unabhängig davon nur einen Rahmen gibt in dem die Versicherer erstatten.
Bei dem günstig erscheinenden Angebot von Tschio/Asstel/Gothaer ist die spannende Frage wie die Erstattungspraxis dann wirklich aussieht, da habe ich noch keine Erfahrungen…
Schöne Grüße

#18 |
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Kai Ulrich Bösch
Kai Ulrich Bösch

Schönen guten Tag

Die priv. ZV für HP-Leistungen sind natürlich ein Rechenexempel, abhängig von der Tatsache, wie oft der /die Patient/in sich behandeln lassen. Unterm Strich für die meisten Pat. lohnenswert. Für die Krankenkasse wohl weniger. Bekommt der Pat. sein Geld (möglichst vollständig) erstattet kommt er/sie gerne wieder. Ich habe fast nur positive Erfahrungen mit den ZV`s. Es gibt aber auch Versicherer, die eine ärztliche Untersuchung vorab verlangen – bei einigen Krankheiten ein Grund, den Abschluss nicht zustande kommen zu lassen…

mit kollegialen Grüßen

#17 |
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Frau Maria Elisabeth Mirai
Frau Maria Elisabeth Mirai

Eine interessante Information, die ich meinen, wegen der Kosten oft jammernden, Patienten weitergeben kann.

#16 |
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nun ja, der erste vernünftige artikel den ich von herrn graetzel lese…

#15 |
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Susann Brehmer
Susann Brehmer

Geht es hier im Forum eigentlich noch um den Artikel oder sind wir mal wieder am Boden der Sandkiste mit den Profilierungsgelüsten gelandet???
Also zurück zum Thema, diese Zusatzversichung für naturheilkundliche Behandlungen kommt gerade richtig, es gibt zunehmend Patienten z.B. in der Onkologie, welche die Toxizitäten der Chemotherapie (Parästhesien, Fatigue etc.) naturheilkundlich behandeln lassen und dafür zum Teil tief in die Tasche greifen müssen.
Eine wichtige Information fehlte meiner Meinung nach in dem Artikel, und zwar inwiefern ein Gesundheitscheck vor Abschluß der Versicherung nötig ist, bzw. ob bestimmte schon bestehende Erkrankungen vom Versicherungsumfang ausgeschlossen sind…

#14 |
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Tönnies Katz
Tönnies Katz

Immerhin ein kleiner Lichtblick, aber für mich als “freier Radikaler” gibt es nur eine Lösung: eine lobbyfreie Krankenversicherung, nein falsch, eine Heilkasse oder “neudeutsche Gesundheitskasse” (www.ndgk.de) die im Prinzip alles bezahlt aber zuvörderst Heilpraktiker-Leistungen und den Schwerpunkt auf (echte) Vorsorge legt, damit lassen sich unangenehme Risiken wie Organtransplantation, Diabetes, Krebs, Aids und Chemotherapie sehr elegant umschiffen. Gesundheit muß nicht teuer sein, nur man sollte den menschlichen Motor schon richtig “füttern”. Mein Geld bekommt keine Schweinegrippen-Propaganda-Kasse oder Sympthombehandlungs-Pharma-Konnextion. Also, meine Empfehlung: (zuvörderst) Alternativ-Medizin (Schulmedizin hat auch teilweise Berichtigung) vollwertige (also eigenständige) Erstattungskasse, das würde uns Menschen nach vorne bringen.

#13 |
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Ich habe beide Seiten kennenlernen dürfen, habe mich für die Alternativmedizin entschieden,denn ich möchte nich von den Kassen in meine Terapiefreiheit behindert werden. Was die Zusatzversicherung angeht, dass muß jeder Versicherte selbst entscheiden. Die setze für meine Tätigkeit rechne ich mit meinen Patienten ab und nicht mit den Kassen.Denn wer heilt, hat Recht und nur das zählt.

#12 |
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Dr. Ulf Niemeyer
Dr. Ulf Niemeyer

interessant?

#11 |
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Das finde ich irgendwie witzig, dass sich hier die HP über die veraltete Gebührenordnung beklagen – scheint ja ein gemeinsames Problem mit den Schulmedizinern zu sein…
Die GOÄ stammt übrigens aus dem Jahr 1986, wurde aber 1996 um 3,5% angehoben, man kann es kaum glauben. Aber immerhin gibt es für jede Leistung noch Geld, nicht die Chipkartenflatrate von 20,- Euro pro Quartal unabhängig von der Häufigkeit der Inanspruchnahme.
Im übrigen kann sich so eine Versicherung kaum rechnen, weil wirklich nur Patienten eine abschließen, die sie auch in Anspruch nehmen. Das ist so etwas wie eine Hochwasserversicherung für Häuser in der Überflutungszone.

#10 |
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Wenige Versicherer können sich vorstellen, dass Naturheilweisen preiswerter sind und auf Dauer eher zu einer Heilung führen. Denn sie greifen nicht symptomatisch, sondern ursächlich an. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, berücksichtigt man die intuitive Tendenz in der Bevölkerung.

#9 |
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Dr. med. vet. Burghard Junghans
Dr. med. vet. Burghard Junghans

@ Kollegen Noschinski:
1. Die GebüH beruht auf “Umfragen” unter Mitgliedern verschiedener Heilpraktikerverbände die ca. 1982-1984 durchgeführt wurden, 1985 wurde dann die Textfassung pubiliziert.
2. Auf Grund dieser Tatsache wurde die GebüH im Herbst 2009 vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig als überholt und nicht mehr anwendbar für die Abrechnung von HP-Leistungen mehr oder minder deutlich außer Betrieb gesetzt.
3. Da sich jedoch die Verträge der Versicherungen dies als Grundlage nehmen, wird es wohl demnächst ein paar neue Klagen der Kunden geben, die dachten die HP-Leistung wäre damit zu bestreiten.

#8 |
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Medizinjournalist

Ich habe HP-Zusatzversicherer stets als pingelig erlebt und HPs als nicht sehr erfreut, wenn sie versicherungsgerechte (erstattungsfähige) Liquidationen schreiben mussten.

Während im GebüH auch Psychotherapie gelistet ist, HP-Zusatzversicherungen bezahlen die eh nicht mehr. Nur an approbierte Psychotherapeuten. Hier wird der – sachkompetente HP – diskriminiert.

#7 |
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Dr. med. Leopold  Veith
Dr. med. Leopold Veith

was soll dieser ganze ” unsinn ” wenn es auch ” wissenschaftlich ” geht !
auch die ” chinesische ELITE ” geht in die UNI `s und die
barfußmedizin ist nur für die ” einfachen menschen ” sagte mir ein kollege , der sich das ganze mal vor ort angesehen hat !
also immer auf dem ” teppich bleiben ” und die realität der versorgung zur kenntnis nehmen !
träumen & phantasieren ist natürlich viel interessanter !
hat scho jemand einen banalen ” diabetes ” geheilt oder so was banales wie ” herzinfarkt ” möglichst ambulant +
” alternativ ” !
also : quintessenz ( nach meiner meinung ) PR gag & den markt ” befriedigen , der ” unzufriedenen ” !
die wird es immer geben !
heilpraktiker haben / hätten zeit ?
wenn man ärzte ( keine technik – freaks ) anständig
honorieren würde , wäre auch zeit für die pat. da !
als psychiater & neurologe habe ich natürlich eh zeit – raster ( die zwar NICHT passen ) und bin damit ” fein raus ” !
gez. dr.med.leopold veith
arzt für neurologie & psychiatrie

#6 |
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Claudia Middeldorf
Claudia Middeldorf

Herr HP Noschinski,

hier Ihr Zitat, dass ich so nicht stehen lassen möchte:

“@ Herrn Graetzel: Mittlerweile bieten sehr viele große Vesicherer (Conti,Central etc.) für GKV-versicherte eine Zusatzversicherung für HP an. Besser erstmal sauber recherchieren, bevor etwas publiziert wird… ”

das hat Herr Graetzel eigentlich deutlich geschrieben – die Versicherer bieten jedoch keinen ALLEINIGEN HP Tarif an, es handelt sich, wie von Ihnen beschrieben um einen ZUSATZtarif. Dies wird in dem vorliegenden Artikel auch deutlich beschrieben. Vielleich sollten Sie einfach den Artikel besser lesen, bevor Sie die Referenten angreifen ;-) Ich finde den Artikel sehr gut beschrieben und auch sauber recherchiert. Und das Angebot ist auch wirklich sehr interessant für Menschen, die wirklich NUR die HP Versicherung ohne Zahnersatz oder Brille oder Krankenhauszusatz zur gesetzlichen versichert haben möchten.

#5 |
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Heilpraktikerin

Es hört sich gut an, aber die Erfahrung mit Zusatzversicherungen ist eine Sache für sich.Die zahlen nur das nötigste und keine längere Therapien bei HP-s.Ich hatte so ein Fall, die Versicherung hat die Patientin einfach rausgeschmießen und sie mußte ganze Therapie selbst zahlen.
Sie war erst 1 Jahr bei der Versicherung versichert.

#4 |
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Andrea Mey
Andrea Mey

Ich finde es auf jeden fall sinnvoll, so eine Versicherung zu haben, da viele Patienten mit Ihren Krankheiten/Behandlungen sich beim reinen Schulmediziner
eh nicht mehr wohl fühlen.Da geht man schon häufiger zum Heilpraktiker, der nimmt sich wenigstens Zeit!

#3 |
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@ Kollegen Strähuber: Die derzeit aktuelle Gebührenordnung für Heilpraktiker heißt deswegen GebüH85, weil sie aus dem Jahr 1985 stammt und sich am damaligen Preisniveau orientierte. Wenn ein HP anders abrechnen möchte, dann muss er mit dem Patienten einen so genannten Behandlervertrag abschließen. Ansonsten ist es statthaft, dass der Patient im nachhinein seine Zahlungen auf das GebüH85 beschränkt.
@ Herrn Graetzel: Mittlerweile bieten sehr viele große Vesicherer (Conti,Central etc.) für GKV-versicherte eine Zusatzversicherung für HP an. Besser erstmal sauber recherchieren, bevor etwas publiziert wird…

#2 |
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Roland Strähuber
Roland Strähuber

Für den Patienten mag das ein gutes Angebot sein, für die Heilpraktiker eher ein schwieriges Unterfangen. Die Gebührenordnung für Heilpraktiker ist längst nicht mehr auf die aktuellen Stand, so sind diese Gebühren die darin verzeichnet sind immer noch aus dem Jahre 1980 und seitdem nicht mehr verändert worden.
Nur sehr wenige Heilpraktiker rechnen noch mit dieser Gebührenordnung ab, oder tun es aufgrund mangelnder anderer Möglichkeiten nur widerwillig zu diesen Konditionen.

#1 |
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